Turmarkaden-Nachfolgepläne: DIE LINKE kann Kritik von Verwaltung, SPD und Grünen nicht nachvollziehen

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In der Diskussion um die Nachfolgenutzung des Geländes der ehemaligen Turmarkaden und den Plänen der Eigentümer, dort ein sogenanntes „Hybrid-Center“ zu errichten, hat sich jetzt auch der Ortsverband DIE LINKE. Kamen Bergkamen mit einer Pressemitteilung zu Wort gemeldet. Bekanntlich soll am Montag der Haupt- und Finanzausschuss den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan fassen, der zunächst eine Veränderungssperre für diesen Bereich zur Folge hätte.

Hier der Wortlaut der Erklärung:

„Nachdem wir uns die Ursprungsplanung aus 2018 und den aktuellen Entwurf aus 2020 angeschaut und verglichen haben, können wir die Kritik der Stadt Bergkamen und den Fraktionen von SPD und Grüne nicht nachvollziehen! Aber auch wir sind nicht ganz zufrieden mit den Plänen für die ehemaligen Turmarkaden:
• Der zentrale Platz, welcher derzeit als Parkfläche geplant ist, sehen wir ähnlich den Vorschlägen und Wünschen aus dem Städtebaukonzept ‚Bergkamen mittendrin‘ als öffentlichen Platz, der zum Aufenthalt der Bürgerinnen und Bürger einlädt. Die geplante Parkfläche würden wir als Tiefgarage unter das Bauwerk setzen.
• Das Dach ist aus unserer Sicht, wenn dies von der Interra Immobilien GmbH nicht schon geplant oder vorgesehen ist, für insektenfreundliche Dachbegrünung geeignet und würde damit einen Großteil zum Arten-, aber auch Natur- und Umweltschutz beitragen. Alternativ könnten auch Solar- oder Photovoltaikanlagen auf dem Dach des Bauwerkes platziert werden.

Des Weiteren sollte der Umzug von schon in Bergkamen ansässigen Firmen, bspw. aus dem ‚Nordberg-Center‘ verhindert werden, da diese weitere Leerstände mit sich bringen würden. Eine Ansiedlung von Dienstleistern und Firmen, die weder in Bergkamen ansässig sind, noch aus dem Bereich der Discounter kommen, wären wünschenswert.

Für den Fall, dass der Hauptausschuss des Bergkamener Stadtrats einen Bebauungsplan beschließt, der dem Projekt einen Riegel vor schiebt, fordert DIE LINKE. Kamen Bergkamen aus dem Areal ein urbanes Wohnviertel zu schaffen. Neben bezahlbaren Wohnraum, soll auch Platz geschaffen werden für soziale und kulturelle Einrichtungen, sowie gastronomischen Angeboten. Ein öffentlicher Platz könnte die Aufenthaltsqualität für die Bürgerinnen und Bürger weiter erhöhen.“

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