26.000 Euro veruntreut: Bewährung für Ex-Feuerwehrmann

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von Andreas Milk
Sein Problem: seine Online-Spielsucht. Ein ehemaliger Kassierer der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen-Oberaden hat 25.975 Euro veruntreut. Das geschah zwischen April 2024 und Juli ’25. An diesem Mittwoch gab es dazu das Urteil des Strafrichters in Kamen: 18 Monate Haft – ausgesetzt zur Bewährung. Der Mann muss 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Und natürlich soll die Oberadener Feuerwehr auch die knapp 26.000 Euro zurück bekommen.

Insgesamt 33 Mal hatte der Mann Geld von dem Konto abgehoben, das dem Förderverein der Oberadener Löschgruppe gehört. Er verzockte es am Bildschirm. Dabei war er nicht auf Geldgewinne aus, sondern auf digitale Geschenke – so genannte Lootboxen etwa. Immer und immer wieder sollte ein neuer Dopaminschub her. Voller Scham erzählte der Mann dem Richter, die Spielsucht habe ihm „den Boden unter den Füßen weggerissen“. Alles tue ihm „unendlich leid“. Seine Familie ging nach Auffliegen seines illegalen Tuns kaputt.
Dass er überhaupt so lange unbemerkt Geld bei der Oberadener Feuerwehr abgreifen konnte, lag daran, dass ihm Vertrauen entgegengebracht wurde. Angehörige saßen mit im Vorstand. Niemand sah einen Grund, genauer hin zu schauen, was unter seiner Regie auf dem Feuerwehrkonto los war.

Der Ex-Kassierer hat sich inzwischen Hilfe gesucht: Er startete eine Therapie bei der Suchthilfe in Unna.

 

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