Tausende strömten am Freitag zum 20. GSW-Lichtermarkt und waren begeitert

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Tausende strömten am Freitagabend zum Bergkamener Lichtermarkt. Sie wurden mit Sicherheit nicht enttäuscht. Viele großer und kleine Besucherinnen und Besucher hoffen, dass 2023 der dann 21. Lichtermarkt kommen wird. Schwer haben es nur die Organisatoren im Stadtmarketing das Spektakel auf dem Stadtmarkt noch zu toppen.

Das Theater Titanick mit Firebirds ihren tollkühnen Pilotinnen und Piloten aus den Anfängerjahren der Luftfahrt, die von der Bläsergruppe „Le S.N.O.B.“ aus Frankreich begleitet wurde, traf den Nerv des begeisterten Publikums. Schade nur, dass fast alle am Markttor noch vor dem Start eine Bruchlandung hinlegten. Nur für einer dieser merkwürdigen Kisten ging es zum Schluss in die Luft: am Haken eines Autokrans.

Auch wer die drei Firebird-Paraden verpasst hatte, kam voll auf seine, bzw. ihre Kosten. Stündlich gab Gennady Tkachenko-Papizh in der Elisabeth-Kirche ein Konzert. Wer auf den Eintritt wartete, wurde von einem Musikus und eine kleine Feuershow überrascht. Über den Markt zogen Stelzenläuferinnen und -läufer in bunter Kostümierung. Zwischendurch gab eine Trommelgruppe den Takt an. Vermutlich hatten die Kinder im geheimnisvoll illuminierten Stadtwald, in dem Trolle und Feen sich präsentierten, ihren größten Spaß.

Im Vorfeld des 20. Lichtermarkts gab es ein bisschen Genöle: „Muss das sein, wir müssen doch Energie sparen“ hieß es in die Sozialen Medien. Hier hatte sich Bürgermeister a. D. Roland Schäfer im Vorfeld zu Wort gemeldet: Wenn alle Nachbarstädte Großveranstaltungen organisieren, warum sollte es Bergkamen nicht tun, erklärte er. Der zusätzliche Stromverbrauch konzentrierte sich bei diesem Lichtermarkt auf den Stadtmarkt und Stadtwald. Auf eine Illumination etwa er Busbahnhofs wurde verzichtet.

Regelrechten Nippes, etwa Handy-Hüllen, so eine weitere vorauseilende sorge, gab es an keinem der Zahlreichen Verkaufsstände. Zudem haben Bergkamener Betriebe das kullinarische Angebot erweitert. Die laue Spätsommerluft sorgte zudem dafür, dass unter dem Baumdach so etas wie Biergartenstimmung aufkam.

Möglicherweise hatte die Furcht vor Corona den einen oder gehindert zu kommen. Sicherheitshalber hätten die Besucherinnen und Besucher Maske tragen können. Das taten allerdings nur die wenigsten.

Auffallend war die große Präsenz von Sicherheitskräften, also Feuerwehr, DRK, THW, Polizei, Sicherheits- und Ordnungsdiensten. Das war leider auch eine Folge von Anschlägen bei Großveranstaltung, die die Veranstalter zu ausgefeilten und damit Sicherheitskonzepten zwingen.

Dies alles soll niemanden hindern, mit Spannung auf den 21. Bergkamener Lichtermarkt am 27. Oktober 2023 zu warten.

2 Kommentare

  1. Der Bürgermeister a.D. Schäfer hat hier auch noch was zu sagen? Gehts noch? Wer hat denn den gefragt? Springt einer in den Rhein, dann springt er auch, weil es alle tun? Geht einer mit gutem Beispiel voran, dann folgen die anderen.

  2. „begeitert“ ja ne ist klar.. Man könnte sich dafür schämen, aber es spiegelt sehr gut wieder was aus der Stadt wirklich geworden. Ich Trauer um meine Heimatstadt..

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