Noch ein Gutachten: So soll das neue Bergkamener Kombibad aussehen

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Der Aufsichtsrat der GSW hat jetzt weitere Schritte zur Umsetzung der neuen Bäderkonzeptionen in Kamen und Bergkamen in die Wege geleitet. Für beide Städte gibt es jeweils vier Varianten, die nun von einem Gutachter untersucht werden sollen. Hier geht es vor allem um die Investitionshöhe und um die Betriebskosten. Die Bergkamener Eissporthalle war offensichtlich bei dieser Sitzung des Aufsichtsrats kein Thema

Das Hallenbad in Bergkamen.
Das Hallenbad in Bergkamen.

Am Dienstag stellten die Geschäftsführer der GSW, Jochen Baudrexl und Robert Stams, dem GSW-Aufsichtsrat die mit der jeweiligen Kommune abgestimmten Varianten für die geplanten Kombibäder in Kamen und Bergkamen vor. Alle Varianten stellen sicher, dass der heutige Bedarf an Kapazitäten für Vereine, Öffentlichkeit und Schulen auch zukünftig gedeckt wird.

Die Varianten für Bergkamen:

  1. Diese Variante beinhaltet im Hallenbad ein wettkampfgerechtes 25-Meter-Sportbecken mit 5 Bahnen und einer Sprunganlage mit 1-Meter-Brett und 3-Meter-Turm. Darüber hinaus ein Lehrschwimmbecken mit Hubboden und einen 30 Quadratmeter großen Kleinkinderbereich. Der im Sommer zuschaltbare Freibadbereich beinhaltet einen etwa 150 Quadratmeter großen Kleinkinderbereich und eine großzügige Liegewiese. Optional soll die Erweiterung des 25m Hallenbadbeckens auf 6 Bahnen und des Freibadbereiches um ein etwa 400 Quadratmeter großes Nichtschwimmerbecken mit Wasserspielelementen untersucht werden.
  2. Bei dieser Variante bleibt zusätzlich zu den Komponenten der Variante 1 eines der bereits bestehenden Freibadbecken erhalten.
  3. Bei dieser Variante wird zusätzlich zu den Komponenten der Variante 1 ein neues 25m Freibadbecken gebaut.
  4. Diese Variante entspricht der Variante 1 mit einer im Sommer zu öffnenden Dachkonstruktion und einer verschiebbaren Seitenwand. Das optionale etwa 400 Quadratmeter große Nichtschwimmerbecken mit Wasserspielelementen entfällt dann.

Die Varianten für Kamen:

  1. Diese Variante beinhaltet im Hallenbad ein wettkampfgerechtes 25-Meter-Sportbecken mit 5 Bahnen, einer Sprunganlage mit 1-Meter-Brett und 3-Meter-Turm sowie einen Teilhubboden. Darüber hinaus ein Lehrschwimmbecken mit Hubboden und einen etwa 30 Quadratmeter großen Kleinkinderbereich. Das im Sommer zuschaltbare Freibad ist mit einem etwa 400 Quadratmeter großen Nichtschwimmerbecken mit Wasserspielelementen, einem etwa 150 Quadratmeter großen Kleinkinderbereich und einer großzügigen Liegewiese ausgestattet.
  2. Bei dieser Variante bleibt zusätzlich zu den Komponenten der Variante 1 das bestehende 50m Freibadsportbecken erhalten.
  3. Bei dieser Variante wird zusätzlich zu den Komponenten der Variante 1 ein neues 25m Freibadbecken gebaut.
  4. Diese Variante entspricht der Variante 1 mit der Erweiterung des großen Hallenbadbeckens auf 33m Länge mit 6 Bahnen.

    Der Aufsichtsrat ermächtigte anschließend die GSW Geschäftsführung zur Beauftragung eines Gutachters zwecks Prüfung und Bewertung der verschiedenen Varianten. Die Aufgabenstellung des Gutachters beinhaltet eine schematische Darstellung der Funktionseinheiten und Wasserflächen, eine Abschätzung des Investitionsbedarfs sowie der zukünftigen jährlichen Betriebskosten und -ergebnisse der einzelnen Alternativen. Der Gutachter wird auch Aussagen zur möglichen Einbindung von bestehender Beckeninfrastruktur der Freibäder unter wirtschaftlichen und technischen Aspekten treffen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenplanungen sollen als Entscheidungsgrundlage für die Kommunen und die GSW dienen, welche der untersuchten Alternativen jeweils in Kamen und Bergkamen weiterverfolgt und umgesetzt werden soll.

Hintergrund

Die Unternehmensberatung Altenburg hat 2015 ein modulares Strategiekonzept für die Neustrukturierung der Bäder in Kamen und Bergkamen erarbeitet. Im Spätsommer 2015 wurde dieses Konzept von der Unternehmensberatung in den Gremien der Kommunen Kamen und Bergkamen und im Aufsichtsrat der GSW vorgestellt und beraten. In den darauffolgenden kommunalen Beratungsprozessen kristallisierte sich die Entscheidung heraus, dass in beiden Kommunen jeweils ein Kombibad gebaut werden soll. Ein Kombibad ist ein ganzjährig geöffnetes Hallenbad mit weiteren Angeboten im Außenbereich während der Sommersaison. Mögliche Standorte wurden in den Kommunen untersucht und es wurde sich jeweils auf einen Standort festgelegt.
In den städtischen Gremien wurden nach den entsprechenden Beratungen folgende Beschlüsse gefasst:
Kamen: Haupt- und Finanzausschuss vom 10. Mai 2016
Erstellung von Grundlagenplanungen für ein Kombibad am Standort des heutigen Freibadgeländes in Kamen-Mitte mit alternativen Beckengrößen und Prüfung des möglichen Erhalts des vorhandenen Wettkampfbeckens.
Bergkamen: Ratssitzung vom 12. Mai 2016
Erstellung von Grundlagenplanungen für ein Kombibad am Standort des heutigen Freibades in Bergkamen-Weddinghofen inkl. Prüfung des möglichen Erhalts von Teilen des vorhandenen Freibadbereiches.