Es steht fest: Es war Brandstiftung in der Albert-Schweitzer-Schule

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Großeinsatz der Bergkamener Feuerwehr an der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule. Die Feuerwehrleute trugen natürlich Naske.

Es war Brandstiftung, was am frühen Samstagmorgen für einen Großeinsatz der Bergkamener Feuerwehr an der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule am Westfalenweg in Oberaden sorgte. Das stand für die Polizei fest, noch bevor gegen 7 Uhr auch die letzte Einheit abrücken konnte. Der Brand entstand in mehreren Räumen gleichzeitig. Das konnte kaum das Resultat einer Selbstentzündung sein.

In den Räumen der Großpflegestelle „Beos“ gab es nicht mehr viel zu retten.

Ausgelöst wurde der Alarm über die Brandmeldeanlage. Außerdem erhielt die Rettungsleitstelle eine Anruf von einem Zeugen. Als Erste rückten die Einheiten Oberaden und Heil aus. Wenig später gab es Unterstützung von den Feuerwehrleuten aus Mitte, Weddinghofen, Overberge und Rünthe. Insgesamt waren 78 Feuerwehrfrauen und Männer vor Ort. Hinzu kamen die Polizei, die Besatzungen von Rettungswagen und der Notarzt.

Das Feuer selbst war schnell gelöscht, doch die enorme Rauchentwicklung hat dem Einsatzkräfte mächtig zu schaffen gemacht. Es mussten sogar Zwischendecken demontiert werden, um nachzuschauen ob der heiße Rauch dort für Glutnester gesorgt hatte. Gearbeitet wurde dort unter schwerem Atemschutz. Dabei verbrauchten die Feuerwehrleute so viele Sauerstoffflaschen, sodass aus Unna ein Nachschub an Sauerstoffgeräten geordert werden musste.

Apropos Atemschutz: Auch wer sich nicht im Gebäude aufgehalten hatte, trug natürlich Corona bedingt eine Maske. Das hat die Arbeit der Einsatzkräfte zusätzlich erschwert.

Besonders betroffen vom Brand war die Großpflegestelle des Vereins für familiäre Kindertagespflege „Beos“. Auch wenn die Corona-Lage sich in absehbarer Zeit wieder so beruhigen sollte, dass eine Kinderbetreuung in Kitas und ähnlichen Einrichtungen wieder möglich ist, werden die U3-Kinder und ihre Eltern auf eine Wiedereröffnung sicherlich noch lange warten müssen.