Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr nimmt am Donnerstag (16.4.) die Arbeiten an der L821n in Bergkamen wieder auf. Die Fertigstellung der Brücke über den Kuhbach hatte sich aufgrund der Insolvenz des beauftragten Bauunternehmens verzögert. Straßen.NRW hat die Arbeiten zur Fertigstellung der Ortsumgehung neu ausgeschrieben und den Auftrag Anfang 2026 an ein geeignetes Bauunternehmen vergeben. Spätestens Ende 2026 soll die Strecke für den Verkehr freigegeben werden.
In den kommenden Monaten wird unter anderem die Brücke über den Kuhbach fertiggestellt. Dazu gehört die Entwässerungseinrichtungen zu vervollständigen, verbliebene Teile der Verschalung zu entfernen, Zugänge für Bauwerksprüfungen herzustellen und die Folgeschäden eines Brandes im Sommer 2025 zu beseitigen. Unterhalb der Brücke werden die Uferbereiche wieder hergestellt und mit Wasserbausteinen befestigt, zudem wird der Kuhbachradweg wieder hergestellt. Auf beiden Seiten der Brücke wird die Straße fertiggestellt und an die Brücke angeschlossen. Dafür müssen unter anderem Amphibienleiteinrichtungen und Bordsteine vervollständigt und die Fahrbahn asphaltiert werden sowie Schutzeinrichtungen (d.h. Leitplanken), Beschilderung und Fahrbahnmarkierung hergestellt werden. Im Anschluss an die Straßenbauarbeiten werden östlich und westlich der Straße noch unter anderem ein Gewässer angelegt und Hecken und Bäume gepflanzt.
Hintergrund
Im Stadtgebiet von Bergkamen erfüllt die L821 als Jahnstraße bisher mehrere wichtige Funktionen: Für den örtlichen und regionalen Verkehr dient sie vor allem als Hauptverkehrs- und Durchfahrtsstraße und ist über die L654 (Lünener Straße) eine wichtige Zubringerstraße zur A2-Anschlussstelle Kamen-Bergkamen. Zudem hat sie als Wohn- und Einkaufsstraße eine wichtige lokale Bedeutung für den Ortsteil Bergkamen-Oberaden. Um den Ortskern von Oberaden zu entlasten, wurde östlich des Ortsteiles als Umgehungsstraße die L821n geplant und gebaut. Nach der Verkehrsfreigabe der L821n ergeben sich für die Jahnstraße in Oberaden neue Möglichkeiten der städtebaulichen und verkehrlichen Gestaltung.
Die L821n wird jeweils mit einem Kreisverkehr an die südlich verlaufende Lünener Straße und die nördliche gelegene Erich-Ollenhauer-Straße angeschlossen sein. So kann sie die Ortsdurchfahrt des Bergkamener Stadtteils Oberaden vom starken Durchgangsverkehr entlasten und die damit verbundenen Beeinträchtigungen z.B. durch Lärm und Schadstoffausstöße verringern. Straßen.NRW hat in den Bau der L821n in Bergkamen etwa 18,6 Millionen Euro aus Landesmitteln investiert.
Der Bau der 1,8 Kilometer langen Strecke hatte 2019 mit vorbereitenden Maßnahmen wie der Freimachung des Baufeldes begonnen. Im Sommer 2020 wurde der etwa 400 Meter lange südliche Teil der L821n fertiggestellt. Im Frühjahr 2023 wurde der Bau des 1,2 Kilometer langen nördlichen Abschnitts abgeschlossen. Dort überspannt eine zweite, kleinere Brücke den Heidegraben, zudem entstanden feste Amphibienleiteinrichtungen sowie insgesamt vier Durchlässe für Amphibien. Im Januar 2023 begannen die Arbeiten an der Brücke über den Kuhbach mit einer Kampfmittelsondierung und der Einrichtung des Baufelds. Insgesamt knapp 100 Meter lang und sieben Meter hoch ist das Brückenbauwerk über den Kuhbach, das den nördlichen und den südlichen Teil der L821n in Bergkamen verbinden wird.





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