von Andreas Milk
Am Nachmittag des 17. Juli 2025 bekam eine Autofahrerin vor dem Rewe an der Bergkamener Präsidentenstraße etwas zu sehen, das sie nicht hatte sehen wollen: einen nackten Hintern. Der gehörte (und gehört natürlich immer noch!) dem 39-jährigen Maik E. (Name geändert). Der stand jetzt wegen Beleidigung in Kamen vor dem Amtsrichter.
Es war wohl so, dass die Autofahrerin seinerzeit etwas zu nassforsch rückwärts ausparkte. Maik E., unterwegs mit Lebensgefährtin, Kinderwagen und Kind, wähnte sich und seine Angehörigen gefährdet und suchte Streit – so schilderte es jedenfalls die Frau. Plötzlich habe er die Hose runtergezogen. „Ich kam darauf wirklich nicht klar“, erinnerte sie sich. Sie habe ihren Mann angerufen. Er habe empfohlen, die Polizei zu informieren. Die wiederum wurde wenig später im Rewe-Markt vor der Kühltheke bei Maik E. vorstellig.
Seine Freundin sagte vor Gericht, sie habe von einem blanken Hinterteil auf dem Parkplatz nichts mitbekommen, vielmehr sei sie mit ihrer kleinen Tochter beschäftigt gewesen. Maik E. selbst, im Gerichtssaal ausgesprochen freundlich und umgänglich auftretend, beteuerte, seine Hose an jenem Tag anbehalten zu haben. Gleichwohl: Es sei vielleicht etwas hitzig zugegangen, und wenn er die Frau beleidigt haben sollte, dann tue ihm das leid.
E. hat schon so allerhand im Vorstrafenregister stehen. Der nackte Hintern war nach Überzeugung des Richters nicht bloß von der Zeugin ausgedacht, sondern eine – eben nackte – Tatsache. Das Urteil: eine Geldstrafe von 70 Tagessätzen à 10 Euro für den Bergkamener. Ein Wiedersehen ist garantiert. Es laufen schon wieder neue Verfahren gegen ihn.





Hinterlasse jetzt einen Kommentar