Runder Tisch Energiekrise: Gemeinsam mehr erreichen

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Runden Tischs zur Energiekrise, zu dem Landrat Mario Löhr eingeladen hatte. Foto: Alexander Heine – Kreis Unna

Gemeinsam mehr erreichen: Das ist das Ziel des Runden Tischs, den Landrat Mario Löhr anlässlich der sich zuspitzenden Energiekrise einberufen hat. Schon das erste Treffen hat konkrete Ergebnisse erzielt – verbunden mit dem starken Signal aller Beteiligten, für Solidarität und Zusammenhalt einzutreten.

Der Runde Tisch ist breit aufgestellt, um Seismograph der Krise im Kreis Unna sein zu können. Vertreter von Handwerk und Wirtschaftsförderung, Sportvereinen und Wohlfahrtsverbänden, Wohnungswirtschaft und Kommunalversorgern sitzen neben Akteuren von Arbeitsagentur, Jobcenter und Kreisverwaltung. Weitere Akteure aus Gesellschaft und Wirtschaft sollen dazustoßen.

„Wir müssen uns als so etwas wie die Kümmererspitze verstehen“, sagte Landrat Mario Löhr, der die Initiative ergriffen hatte. „Es geht hier nicht um Politik und schon gar nicht um Parteipolitik, sondern um Lösungen und konkrete Hilfen für unsere Bürgerinnen und Bürger genauso wie für Ehrenamt und Wirtschaft.“

Handwerker befürchten Produktionsausfall
Wie wichtig eine Initiative wie diese ist, zeigten Eindrücke aus Gesellschaft und Wirtschaft. „Uns erreichen insbesondere Stimmen aus den sehr energieintensiven Betrieben des Handwerks, die durch Kündigungen ihrer Energielieferverträge große Sorge haben, die Produktion im kommenden Jahr aufrecht erhalten zu können“, berichtete etwa Volker Stein für die Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe. „In einem Fall wurde laut darüber nachgedacht, ob es wirtschaftlich sinnvoller ist, den Betrieb zu schließen, als die Altersvorsorge des Unternehmers für die Überbrückung der Krise aufzubrauchen.“ Sascha Dorday, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Unna, warnte vor einer Schließungswelle als Kettenreaktion der Energiekrise: „Egal ob Handwerks- oder Industrieunternehmer – diese Krise betrifft jeden.“

Vereine vor großer Belastung
Klaus Stindt als Vorsitzender des KreisSportBundes Unna machte darüber hinaus deutlich, wie groß die Belastungen für die ehrenamtlich getragenen Vereine ist: „Flüchtlingskrise und Corona-Krise, jetzt Energiekrise – das ist eine ganz prekäre Situation für unsere Vereine“, sagte Stindt mit Verweis auf 100.000 Sportlerinnen und Sportler, die in 460 dem KSB angeschlossenen Vereinen organisiert sind. „Wenn sich bei einem ehrenamtlich getragenen Sportverein die Energiekosten plötzlich verdreifachen, dann können die den Laden zu machen.“

Gemeinsam nach Lösungen suchen
Landrat Mario Löhr warb in Anbetracht solcher Szenarien für Gemeinschaft und Zusammenhalt – und für Solidarität in der Gesellschaft. Wie das aussehen kann, zeigt die UKBS, deren Aufsichtsratsvorsitzender Landrat Löhr ist: Er und UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer sendeten vom Runden Tisch aus die das Versprechen, dass die UKBS als kommunal und sozial orientiertes Wohnungsunternehmen keine Kündigungen aufgrund von Zahlungsverzug bei den Heizkostenabrechnungen vornehmen wird. Matthias Fischer betonte, dass man gemeinsam nach Lösungen wie etwa den Abschluss von Ratenzahlungen suche. „Wichtig ist, dass die Mieterinnen und Mieter aktiv Kontakt zur UKBS aufnehmen, wenn Zahlungsprobleme entgehen – persönlich, schriftlich oder telefonisch.“

Mario Löhr brachte zudem das einstimmige Votum der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aller zehn Städte und Gemeinden mit zum Runden Tisch, die im Vorfeld ihre Unterstützung für die Initiative zugesagt hatten. Insbesondere mit Blick auf gemeinsame Bemühungen, niederschwellige und gewissermaßen interdisziplinäre Beratungsangebote in den Städten und Gemeinden zu schaffen. Hierfür sagten am Runden Tisch auch Arbeitsagentur und Jobcenter sowie Wohlfahrtsverbände ihre Kooperation zu.
 
Stadtwerke bieten konkrete Hilfe an
Gemeinsam mit den Gemeinschaftsstadtwerken Kamen, Bönen, Bergkamen soll für diese drei Kommunen sehr kurzfristig ein entsprechendes Angebot geschaffen werden, das bestenfalls auf alle anderen Städte und Gemeinden im Kreis Unna übertragen werden kann. „Da wird es weniger um Energieberatung gehen, mehr um konkrete Hilfen in konkreten Problemsituationen“, so GSW-Geschäftsführer Jochen Baudrexl. „Gemeinsam mit Kommunalversorgern, Kommunen und Jobcentern können wir richtig gute Beratung auf den Weg bringen“, sagte Dorothée Schackmann als Vertreterin der Arbeitsgemeinschaft Wohlfahrt im Kreis Unna mit Verweis auf jahrzehntelange Beratungserfahrung der Verbände.

Das erste Treffen des Runden Tisches bleibt nicht das letzte. Im regelmäßigen Turnus kommen die Akteure jetzt zusammen, um über konkrete Projekte und deren Fortschritt zu sprechen. Beim Auftakttreffen richtete der Runde Tisch auch einen Appell an NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Geben Sie Antwort auf die drängendste Frage der Gesellschaft: Wie sollen wir das schaffen?“, heißt es in einem gemeinsamen Schreiben an die Staatskanzlei mit konkreten Forderungen. „Machen Sie Ihren Einfluss auf die Bundespolitik geltend, um schnellere und umfänglichere Hilfen insbesondere für klein- und mittelständische Unternehmen auf den Weg zu bringen“, heißt es in dem Papier, das zudem für Förderprogramme beziehungsweise Hilfsfonds für ehrenamtlich organisierte Sportvereine wirbt. Und weiter: „Statten Sie Verbraucherzentralen und Wohlfahrtsverbände mit zweckgebundenen Mitteln aus, um den erwartbar steigenden Bedarf an Energie- und Schuldenberatung gerecht werden zu können.“ Auch die strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen müsse endlich nachhaltig gelöst werden, „damit Städte und Gemeinden ihrerseits der kommunalen Daseinsvorsorge gerecht werden können.“

#besserbereit-Kampagne
Der Kreis Unna ist Teil der regionalen Informationskampagne „#besserbereit“, die jetzt vorgestellt wurde. Das Ziel: Die Selbsthilfefähigkeit der Menschen stärken, Energienotlagen verhindern, das Krisenmanagement stärken – besser bereit sein. Alle 53 Kommunen des Ruhrgebiets und der Regionalverband Ruhr machen mit. Alle Infos dazu sind unter www.besserbereit.ruhr zu finden.
PK | PKU




Interkulturelle Woche: Bericht von der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Tunis

Ein Bericht von der 3. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Tunis vom 4. bis 9. September mit Teilnehmerinnen aus Bergkamen steht am Mittwoch, 28. September, ab 18 Uhr im Mittelpunkt einer Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Woche im „Treff International“ in Bergkamen-Oberaden, Jahnstraße 93.

An der Konferenz nahmen 450 Frauen aus 36 Ländern aller Kontinente teil, davon 93 gewählte Delegierte im Alter von 21 – 74 Jahre. Sie sind Arbeiterinnen aus Industrie- und Dienstleistungsberufen, Bäuerinnnen, Krankenschwestern, Studentinnen, Journalistinnen und vertraten wenigstens 52 Organisationen mit Hunderttausenden Mitgliedern von Basisorganisationen.

Die gesamte Konferenz war von der tunesischen Frauenorganisation vorbereitet und zusammen mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, Dolmetscher*innen, Techniker*innen komplett
selbstorganisert und -finanziert. Auch BergAUF hat seit vielen Monaten für die Konferenz gespendet.
Einige Mitglieder von BergAUF nahmen an der sehr interessanten und spannenden Konferenz teil und werden am Mittwoch, 28. September einen lebendigen Bericht über die Konferenz und ihre Ergebnisse sowie über die weiteren Ziele der Weltfrauenbewegung der Basisbewegung geben.




Grundsteuer-Reform: Stadt Bergkamen ruft zur Abgabe der Steuererklärungen auf

Ende Oktober läuft die Frist zur Abgabe der Grundsteuererklärung ab. Die Stadt Bergkamen appelliert an alle Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer, die Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts (Feststellungserklärung) rechtzeitig bei ihrem Finanzamt abzugeben.

Die Grundsteuer gehört zu den wichtigsten Einnahmequellen der Stadt. Alle Einnahmen bleiben direkt vor Ort. Mit ihnen finanzieren wir unter anderem den Bau und Betrieb von Straßen, Schulen und Kindergärten. Auch sportliche und kulturelle Angebote sind auf die Einnahmen aus der Grundsteuer angewiesen.

Alle wichtigen Informationen finden die Eigentümerinnen und Eigentümer unter www.grundsteuer.nrw.de. Auch das Grundsteuerportal (Geodatenportal) zum Abruf wichtiger Informationen zum Flurstück, wie z.B. Gemarkung, Bodenrichtwert oder Grundbuchblattnummer, ist über die Plattform zu erreichen. Die im Grundsteuerportal hinterlegten Daten geben den Stand der Informationen im Liegenschaftskataster und den Bodenrichtwert der Gutachterausschüsse zum Stichtag 1. Januar 2022 wieder. Eine Abfrage im Vermessungs- und Katasteramt ist daher nicht notwendig.

Darüber hinaus gibt es unter www.grundsteuer.nrw.de Erklär-Videos und Klick-Anleitungen, die die Eigentümerinnen und Eigentümer durch die Formulare im Online-Finanzamt ELSTER leiten. Die Anleitungen zeigen Schritt für Schritt das Ausfüllen anhand von Beispielen und können auch zum Nachlesen heruntergeladen werden.

Zudem sind Check-Listen und ein umfangreiches FAQ mit Antworten auf die häufigsten Fragen auf dem Portal zu finden.

Für individuelle Rückfragen steht die extra eingerichtete Grundsteuer-Hotline Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr zur Verfügung. Die Hotline des Finanzamts Hamm ist unter der Rufnummer 02381-9181959 zu erreichen.

Was Sie zur Feststellung des Grundsteuerwerts wissen müssen:

  • Für die Entgegennahme und Verarbeitung der Feststellungserklärungen sind ausschließlich die Finanzämter zuständig. Die Stadt Bergkamen ist daran nicht
  • Die Feststellungserklärung ist bis zum 31. Oktober 2022 bei dem zuständigen Finanzamt abzugeben. Zuständig ist das Finanzamt, in dessen Bezirk der Grundbesitz liegt. Für Bergkamen ist das Finanzamt Hamm zuständig.
  • Für jedes Grundstück und jeden Betrieb der Land- und Forstwirtschaft muss eine Feststellungserklärung abgeben werden. Grundstücke sind beispielsweise:
    • unbebaute Grundstücke
    • Wohngrundstücke (Einfamilienhäuser, Zweifamilienhäuser, Mietwohngrundstücke, Eigentumswohnungen)
    • betriebliche Grundstücke (gemischt genutzte Grundstücke, Geschäftsgrundstücke, Teileigentum)
  • Im Mai und Juni haben Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohngrundstücken und land- und forstwirtschaftlichen Betrieben ein individuelles Schreiben ihres Finanzamts erhalten mit Daten und Informationen, die sie bei der Erstellung der Feststellungserklärung unterstützen (wie z. B. das Aktenzeichen, die Grundstücksfläche und den Bodenrichtwert). Diese Daten können nach Prüfung auf Vollständigkeit und Richtigkeit in die Feststellungserklärung übertragen werden.

Sollten die Bürgerinnen und Bürger das Schreiben verlegt oder kein Schreiben erhalten haben, können die Daten auch im digitalen Grundsteuerportal abgerufen werden. Dies ist erreichbar unter www.grundsteuer.nrw.de. Ein Anruf oder eine Abfrage dieser Daten bei den Katasterämtern ist nicht nötig.

  • Möglichkeiten der Abgabe:
    • Online mit ELSTER: elster.de
    • Elektronisch über andere Software-Anbieter, die diesen Service anbieten
    • Wenn die Online-Abgabe nicht möglich ist: Vordrucke handschriftlich ausfüllen und abgeben. Papier-Vordrucke gibt es beim Finanzamt.
  • Serviceangebote der Finanzverwaltung:

Bis zum Ablauf des Kalenderjahres 2024 berechnen und erheben die Kommunen die Grundsteuer weiterhin nach der bisherigen Rechtslage. Ab dem  Januar 2025 ist der neu festzustellende Grundsteuerwert maßgeblich für die zu leistende Grundsteuer an die Städte und Gemeinden. Somit sind Grundsteuerzahlungen nach neuem Recht ab dem 1. Januar 2025 zu leisten.




MdL Silvia Gosewinkel eröffnet ihr Wahlkreisbüro

Silvia Gosewinkel. Foto: Susie Knoll

Am 30. September 2022 ab 16 Uhr eröffnet die Landtagsabgeordnete Silvia Gosewinkel ihr Wahlkreisbüro in der Bahnhofstraße 13 in Kamen. Gleichzeitig eröffnet der SPD Stadtverband Kamen im selben Gebäude sein Parteibüro.

Beide laden Bürgerinnen und Bürger ein, vorbeizuschauen und ins Gespräch zu kommen. „Das Wahlkreisbüro ist mein Ankerpunkt für die politische Arbeit vor Ort. Hier haben die Menschen eine
Anlaufstelle für ihre Anliegen“, sagt Gosewinkel und freut sich auf zahlreiche Gespräche vor Ort. 




Verschwörungsmythen erkennen: Onlineveranstaltung auf Zoom mit Bürgerrechtlerin und Publizistin Katharina Nocun

Was sind Verschwörungsmythen? Und was macht diese Narrative in Zeiten von großen Umbrüchen so populär? Das und noch vieles mehr gibt es am Dienstag, 27. September, in einer Onlineveranstaltung auf Zoom von 18.30 bis 20.15 Uhr mit Bürgerrechtlerin und Publizistin Katharina Nocun. Das Angebot kann auch als Schulveranstaltung von 11 bis 13 Uhr gebucht werden.

Jeder Dritte ist für Verschwörungsmythen anfällig. Durch die Corona-Pandemie werden viele Bürger verstärkt mit Verschwörungserzählungen konfrontiert, die nicht gleich erkennbar sind und denen viele ratlos gegenüberstehen. Bürgerrechtlerin, Publizistin und Politikwissenschaftlerin Katharina Nocun bietet in dieser Veranstaltung Antworten für viele Fragen. Sie leitete bundesweit Kampagnen und setzt sie sich vor allem mit gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung sowie populistischen und demokratiefeindlichen Bewegungen auseinander.

Ziel: Verschwörungsmythen erkennen

Mit der Aufklärung über Verschwörungserzählungen möchte Nocun einen Überblick über die Merkmale und Mechanismen von diesen Mythen schaffen, um einen angemessenen Umgang mit diesem Sachverhalt zu ermöglichen. Anschließend wird das Thema gemeinsam im Online-Seminar diskutiert. Die Teilnahme erfolgt über Zoom. Über die Mail event@aktioncourage.org können Interessenten sich einzeln oder als Gruppe (z.B. Schulklassen) anmelden.

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie Anmeldungen gibt es unter www.multikulti-forum.de/de/veranstaltungen. Für Nachfragen zu Schulanmeldungen ist Ansprechpartnerin Sevgi Kahraman-Brust zuständig. Zu erreichen ist sie unter Tel. 0 23 07 – 71 98 98 74 oder unter E-Mail sevgi.kahraman-brust@kreis-unna.de.

– Leonie Bleimling –




CDU lädt zum Energie-Gespräch mit Jochen Baudrexl (GSW) alle Interessierten ins Stadtmuseum ein

GSW-Geschäftsführer Jochen Baudrexl. Foto: GSW

Werde ich im nächsten Winter meine Wohnung heizen können? Kann ich die nächste Rechnung noch bezahlen? Kann ich mein Unternehmen noch weiterführen? Diese Fragen und die konkreten Auswirkungen der Energiekrise auf Bürgerschaft und Wirtschaft in Bergkamen stehen im Mittelpunkt einer Veranstaltung der Bergkamener CDU mit dem Geschäftsführer der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen (GSW), Jochen Baudrexl, diskutieren. Diese findet statt am Dienstag, 27. September 2022, um 19:30 Uhr im neuen Veranstaltungsraum im Stadtmuseum Bergkamen, Jahnstraße 31.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Zur besseren Planung bittet die CDU um Anmeldung bis zum 26.09.2022 per E-Mail an: marco.pufke@cdu-bergkamen.de . Interessierte Bergkamener Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen.




Neuer Eigentümer des „Berg-Karrees“ meldet am Freitag Insolvenz an

Vor zwei Jahren wurden die ehemaligen Turmarkaden abgebrochen.

Die Bergkamener Innenstadt ist vom Pech verfolgt: Am Freitag hat der neue Eigentümer der ehemaligen Geländes der Turmarkaden, die Harfid-Unternehmensgrupe in Essen einen Insolvenzantrag gestellt. Ob jetzt ein für den 22. September geplantes Gespräch mit Vertretern des Alt-Eigentümers INTERRA und Harfid noch zustande kommt, wusste Bürgermeister Bernd Schäfer nicht zu sagen. Wenn nicht, wäre dies sehr schlimm, betonte er gegenüber unserer Redaktion

Harfid hatte die zwei Hektar große Fläche erst im Mai 2022 von INTERRA übernommen. Nach einer gemeinsamen Erklärung beider Unternehmen sollten die Pläne, die zuletzt mit der Bergkamener Verwaltungsspitze abgesprochen waren, fortgeführt werden. Wie es hieß, sollten sich die ersten Mieter, darunter ein Lebensmittel- und ein Drogeriemarkt, bereits Ladenlokale gesichert haben. Weitere Mieter im Speziellen aus dem Bereich Betreutes Wohnen stünden kurz vor Unterschrift. Insgesamt wird das Projekt mehr als 26.500 m² Miet- und Nutzfläche für Wohnungen und Gewerbetreibende bieten. Hinzu kämen 550 Tiefgaragenparkplätze und einladende Grünflächen.

Nach Berichten der WAZ stehen jetzt in Essen rund 300 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Neben dem Revierderby am Samstag hat Schalke 04 jetzt auch einen wichtigen Sponsor verloren.




Blogger*innen-Workshop „GEGEN Rassismus und Hate Speech“ an der Realschule Oberaden

Unter der Leitung von Said Rezek haben Schüler*innen der Klasse 9a der Realschule Oberaden einen Blogger*innen-Workshop zum Thema „GEGEN Rassismus und Hate Speech – FÜR Medienkompetenz und Demokratieförderung“ gestaltet.

Dabei erfuhren sie viel über Zivilcourage und die Möglichkeiten, sich online gegen Hate Speech sinnvoll und angemessen zur Wehr zu setzen. In einem lebhaften Austausch konnten die Schüler*innen zahlreiche Fragen stellen und gingen mit einem deutlichen Mehrgewinn an Medienkompetenz im Sinne der Demokratieförderung nach Hause.

Said Rezek ist Politikwissenschaftler, Anti-Rassismus-Trainer, Blogger und Journalist. Er hat sein Volontariat bei den Ruhr Nachrichten absolviert und schreibt nun unter anderem für den NDR, das MiGAZIN sowie die taz. Said Rezek berichtet vor allem über Medien, Muslime, Migration und Rassismus. Zu diesen Themen bietet er auch bundesweit Workshops, Vorträge und Lesungen an. Im November 2020 ist sein Buch erschienen: „Bloggen gegen Rassismus – Holen wir uns das Netz zurück!“ Die Publikation ist für die Shortlist des Selfpublishing Buchpreises 2021 in der Kategorie Sachbuch/Ratgeber nominiert und in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlicht worden.




Abschied von Dr. Hans-Joachim Peters – Christine Busch neue Erste Beigeordnete

Bürgermeister Bernd Schäfer (l.) überreichte Dr. Hans-Joachim Peters in der Ratssitzung am Donenrstag die Entlassungsurkunde.

Gesundheitliche Gründe haben den bisherigen Ersten und Technischen Beigeordneten Dr. Hans-Joachim Peters in den vorzeitigen Ruhestand gezwungen. In der Ratssitzung am Donnerstag überreichte ihm Bürgermeister Bernd Schäfer die offizielle Entlassungsurkunde. Dr. Peters und betonte, dass Dr. Peters während seiner Amtszeit von der Marina Rünthe bis zur künftigen Wasserstadt Aden deutlich sichtbare Spuren hinterlassen habe.

Dr. Peters war offensichtlich der erzwungene Abschied aus dem aktiven Berufsleben schwer gefallen. In seine Antwort erklärte er aber, dass er jetzt mit Freude seinem nächsten Lebensabschnitt entgegensehe. Begleitet wurde er am Donnerstag von seiner Frau. Sie half ihm, die vielen Abschiedsgeschenke zu tragen.

Christine Busch ist jetzt Bergkamens Erste Beigeordnete.

Der Stadtrat regelten dann danach seine Nachfolge. Neue Erste Beigeordnete als Allgemeinde Vertreterin des Bürgermeisters wurde Christine Busch gewählt. Für sie stimmten in geheimer Wahl 28 Stadtverordnete bei 16 Nein-Stimmen und einer Enthaltung.

Mit großer Mehrheit entschied sich der Stadtrat, die Stelle eines Technischen Beigeordneten neu auszuschreiben. Der oder die Neue könnte vielleicht schon in der Novembersitzung des Stadtrats gewählt werden.

Keine Mehrheit fand der Antrag der CDU, zunächst auf die Ausschreibung zu verzichten, um zu prüfen, ob durch Änderungen der Verwaltungsstrukturen auf einen Technischen Beigeordneten oder eine Technische beigeordnet verzichtet werden könne. Bürgermeister Bernd Schäfer erklärte, dass solch ein Schritt zwangsläufig die Ernennung eines Fachdezernenten für das Baudezernat zur Folge haben müsse. Finanzielle Vorsteile habe die Stadt kaum. Nachteil für die Politik wäre: Nach acht Jahren kann der Beigeordnete als gewählter Beamter wieder „abgewählt“ werden. Ein Fachdezernent sei ein Beamter auf Lebenszeit, der vom Verwaltungsvorstand bestimmt wird.

 




Dienstjubiläen bei der Stadt Bergkamen

Von Links: Harald Vehring, Christine Busch, Bürgermeister Bernd Schäfer, Martin Mohr, Thomas Hartl, Werner Rumpf, Michael Hoffmann, Birgit Düchting, Martina Bierkämper, Heike Derksen.

Aus Anlass ihrer 40-jährigen Dienstjubiläen wurden Frau Christine Busch, Frau Heike Derksen, Frau Birgit Düchting, Herr Harald Vehring, Herr Werner Rumpf und Herr Martin Mohr kürzlich im Rahmen einer Feierstunde durch Bürgermeister Bernd Schäfer, Leiter Zentrale Dienste Thomas Hartl, Gleichstellungsbeauftragte Martina Bierkämper und Personalratsvorsitzenden Michael Hoffmann geehrt.

Christine Busch begann ihre Tätigkeit als Angestellte im August 1982 bei der Stadt Bergkamen. Im November 1982 folgte der Vorbereitungsdienst für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst. Nach mehr als 7 Jahren im „Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung“, wechselte sie zum neu aufgebautem „Umweltamt“, in dem sie stellvertretende Amtsleiterin war. Nach etwas mehr als einem Jahr wechselte sie zum Fachdezernat Innere Verwaltung, in dem sie als Sachgebietsleitung beschäftigt war, bevor sie im Jahr 1998 Amtsleiterin des Bürgerbüros und gleichzeitig zur Standesbeamtin bestellt wurde. Zum 01.05.2014 erfolgte ihre Wahl zur Beigeordneten für das Dezernat II, dem das Stadtamt „Bürgerdienste, Ordnung und Soziales“, „Schulverwaltung, Weiterbildung und Sport“ sowie das „Jugendamt“ angehört. In diesem Amt wurde Frau Busch durch Wiederwahl im Mai 2022 bestätigt.

Frau Derksen hat im August 1982 ihre Ausbildung zur Bürogehilfin begonnen. Nach erfolgreichem Bestehen ihrer Prüfung hat sie verschiedenste Ämter und Sachgebiete kennengelernt – einschließlich dem „Amt für öffentliche Ordnung/Feuer- und Katastrophenschutz“, dem „Jugendamt“ und der Volkshochschule. Während ihrer Tätigkeit bei der Stadt Bergkamen hat Frau Derksen den Angestelltenlehrgang I erfolgreich absolviert. Zuletzt ist sie seit 8 Monaten im Sachgebiet „Soziales“ tätig. Hier ist sie nun für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zuständig.

Frau Düchting hat ebenfalls im August 1982 ihre Ausbildung zur Bürogehilfin begonnen. Zu Beginn war sie im Haupt- und Personalamt tätig. Danach wechselte Frau Düchting zum Sachgebiet „Schulverwaltung“. Hier war sie zunächst für mehr als 3 Jahre Schulsekretärin an der Pfalzschule. Seit nunmehr 31 Jahren ist Frau Düchting Schulsekretärin an der Willy-Brandt-Gesamtschule und unterstützt unter anderem die Schulleitung bei den Aufgaben der Schulorganisation. Insgesamt kann sie auf über 34 Jahre als Schulsekretärin im öffentlichen Dienst zurückblicken.

Harald Vehring, Werner Rumpf und Martin Mohr begannen ihren beruflichen Werdegang im gewerblichen Bereich im Jahr 1982 bei der Stadtverwaltung. Alle drei absolvierten erfolgreich ihre Ausbildung als Straßenwärter. Das Tätigkeitsfeld von Harald Vehring erstreckt sich bis heute in diesem Gebiet. Martin Mohr wechselte vor über 32 Jahren zum Sachgebiet „Grünflächen“. 2005 übernahm Herr Mohr den Schließdienst der städtischen Friedhöfe, die Aufsichtstätigkeiten am Nordbergstadion sowie die Aufgaben des Park- und Waldaufsehers. Herr Rumpf ist mittlerweile fast 20 Jahre beim Entsorgungsbetrieb Bergkamen tätig und seit 8 Monaten Vorarbeiter einer Straßenreinigungskolonne.

Für die langjährige Unterstützung und die außergewöhnliche Verbundenheit mit der Stadt Bergkamen möchte ich mich ausdrücklich bedanken, drückte Bürgermeister Bernd Schäfer seine Wertschätzung aus.




Stadt Bergkamen ruft zur Teilnahme am Fahrradklima-Test des ADFC auf

Viele wesentliche Ziele des Alltags sind im Bergkamener Stadtgebiet über kurze Wege zu erreichen, sodass das Fahrrad ein attraktives und beliebtes Verkehrsmittel vieler Bürgerinnen und Bürger ist. Jedoch sind auf den Bergkamener Radwegen nicht nur die Einwohner der Stadt unterwegs. Aufgrund der Lage am Rand des Ruhrgebiets im Übergang in den ländlichen Raum Westfalens und des Münsterlandes fahren täglich viele Pendler auf ihrem Arbeitsweg oder Freizeitradler auf touristisch ausgelegten Routen durch das Stadtgebiet. Gradlinge Radverkehrsverbindungen entlang des Datten-Hamm-Kanals, der Klöcknerbahntrasse (zukünftiger Verlauf des RS1) und der Kuhbachtrasse, als bedeutende Radverkehrsachsen quer durch die Stadt, machen Bergkamen zu einem Knotenpunkt des regionalen Radverkehrs.

„Trotz der unserer zahlreichen Radverkehrsverbindungen sind wir stetig bemüht die Radverkehrsinfrastruktur weiter zu verbessern“ stellt Norman Raupach als Radverkehrsbeauftragter der Stadt Bergkamen fest. Neben der eigenen Expertise setzt das Rathaus ebenfalls auch auf externe Unterstützung. So hat die Stadtverwaltung im vergangenen Jahr ihr Radverkehrskonzept in Zusammenarbeit mit einem externen Fachbüro fortgeschrieben. Auf eine ähnliche Hilfe von außen setzt Raupach auch in diesen Tagen. Jedoch ruft er nun die Einwohner der Stadt Bergkamen dazu auf sich am Fahrradklima-Test des ADFC zu beteiligen. „Mit Hilfe des Fahrradklima-Tests können wir eine flächendeckende Bewertung der Radwege im Stadtgebiet einholen. Jeder der regelmäßig in Bergkamen mit dem Fahrrad unterwegs ist gilt für uns als Experte des Alltags“ betont Raupach.

Der Test hilft der Stadt die Stärken und Schwächen ihrer Radverkehrsinfrastruktur zu erkennen. Fahrradfahrer können im Rahmen unterschiedlicher Fragestellungen angeben, ob das Radfahren in Bergkamen sicher und komfortabel ist oder ob es eher von Stress- und Gefahrensituationen geprägt ist. Der ca. 10-minütige Test wird vom Fahrradclub ADFC gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium initiiert und hat bereits im Jahr 2020 von 230.000 Bürgerinnen und Bürger die Situation des Radverkehrs in mehr als 1.000 Städten beurteilen lassen. Die Umfrage läuft in diesem Jahr zwischen dem 1. September und dem 30. November und ist über die Internetseite fahrradklima-test.adfc.de/ zu erreichen.

Der Fahrradklimatest wird vom ADFC in einem zweijährigen Turnus durchgeführt. Die allgemeine Situation des Radverkehrs in Bergkamen wurde im Jahr 2020 zuletzt mit einer Schulnote von 3,7 bewertet. Hiermit lag die Stadt auf Platz 127 von insgesamt 415 bewerteten Orten. Besonders positiv wurde damals die für den Radverkehr gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums hervorgehoben. Als sehr negativ wurde die Tatsache eines fehlenden Radverleih- bzw. Rad-Sharing-Systems benannt.

Bürgermeister Bernd Schäfer erhofft sich ebenfalls ein interessantes und aussagekräftiges Ergebnis von der größten Befragung zum Radfahrklima weltweit: „Die Stadt Bergkamen hat viel in den Ausbau und stetige Sanierung seines Radwegenetzes investiert, sodass bereits viele Einwohner der Stadt täglich mit dem Fahrrad unterwegs sind. Die Förderung des Radverkehrs wird jedoch niemals gänzlich abgeschlossen, sodass die Meinungen und Erfahrung der Menschen fortlaufend von hoher Bedeutung für die Weiterentwicklung der kommunalen Radverkehrsinfrastruktur ist.“ unterstreicht Schäfer die Bedeutung des ADFC Fahrradklima-Tests „Je mehr Menschen teilnehmen, desto wertvoller sind die Ergebnisse für uns“.