Elektro-Transporter E-Muli P 202 ersetzt auf dem Parkfriedhof eine über 22 Jahre alten „Verbrenner“
Der neue Elektro-Transporter E-Muli P 202 mit Bürgermeister Bernd Schäfer und Mitgliedern des Pflegeteams auf dem Parkfriedhof. Foto: Stadt Bergkamen
Bürgermeister Bernd Schäfer hat auf dem Parkfriedhof „sein“ erstes städtisches Fahrzeug in den Dienst genommen. Es handelt sich um den Elektro-Transporter E-Muli P 202, der auf dem Parkfriedhof und umliegenden Grünanlagen eingesetzt wird. Es ersetzt einen Multikipper, der immerhin schon über 22 Jahre alt ist.
Der große Vorteil dieses Fahrzeugs aus polnischer Produktion ist, dass er lokal abgasfrei betrieben werden kann. „Aufgetankt“ wird es mit Ökostrom von den Gemeinschaftsstadtwerken Kamen-Bönen-Bergkamen. Er hat eine Nutzlast von rund 2000 Kilogramm. Damit kann er beim Bodentransport, Wässern und auch mit einer Zusatzausrüstung im Winterdienst auf dem Parkfriedhof eingesetzt werden.
Auch finanziell rechnet sich diese Investition. Die Betriebskosten sind günstiger als ein „Verbrenner“. Die Beschaffungskosten von 52.000 Euro wurden um 20.800 Euro durch eine Landesförderung von 40 Prozent gesenkt.
Für Bernd Schäfer ist der E-Muli eine ideale Ergänzung für das Pflegeteam des Parkfriedhofs, das ohnehin schon mit einem Elektro-Streetscooter-Kipper und handgeführten Akku-Pflegegeräten arbeitet.
Bürgermeister Bernd Schäfer vier Monate im Amt – Baubeschluss für neues Ganzjahresbad bis zu den Sommerferien
Bernd Schäfer zieht nach vier Monaten im Amts als Bürgermeister eine erste Bilanz.
Bis zur Sommerpause erwartet Bürgermeister Bernd Schäfer den Baubeschluss durch die GSW-Gremien für das neue Bergkamener Ganzjahresbad. Wann danach die ersten Bauarbeiter auf dem Gelände des Wellenbads anrücken, vermag er allerdings nicht zu sagen. Vieles gehe im Baubereich nicht so schnell, wie es sich die Politik und auch viele Bürgerinnen und Bürger wünschen. Noch zäher seien Projekte, die eine europaweite Ausschreibung der Arbeiten erforderlich machten.
Das sind einige wichtige Erfahrungen, die Bernd Schäfer in den ersten vier Monaten in seinem neuen Amt an der Spitze der Bergkamener Stadtverwaltung sammeln musste. Bisher hat er auf Kontinuität gesetzt. Trotz der Unwägbarkeiten, in die die Pandemie die Stadt getrieben hat, will er die Projekte fortführen, die in der Zeit seines Vorgängers Roland Schäfer angestoßen wurden. Immerhin sind inzwischen die versprochenen Ausgleichszahlungen für Corona bedingte Ausfälle bei der Gewerbesteuer in der Stadtkasse angekommen.
So sollen auch weitere größere Bauvorhaben der Stadt vorangetrieben werden. Dazu gehören das der neue Standtort der Jahnschule sowie die neue Wache für die Feuerwehr in Oberaden. Geplant sei auch, in diesem Jahr die Toilettenanlagen in den Gebäuden von Freiherr-von-Ketteler-Grundschule, Preinschule und VHS zu sanieren.
Nicht mehr ganz oben auf der To-do-Liste steht ein Neubau des Rathauses. Hier ist man offensichtlich angesichts der Kosten von rund 40 Mio. Euro vorsichtig geworden. Deshalb soll jetzt im bestehenden Rathaus-Gebäude die digitale Infrastruktur verbessert werden.
Ein Dauerthema und Dauerauftrag bleibt der Strukturwandel mit der Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze. Eine wichtige Rolle spielt hier das Gelände des Kraftwerks in Heil, nachdem es infolge der Kohlebeschlüsse vom Netz genommen wurde. Wichtigster Ansprechpartner sei hier die Steag, betonte Bernd Schäfer.
Auf einem guten Weg sieht der Bürgermeister auch wichtige privatwirtschaftliche Vorhaben. Als erstes nannte er die neuen Planungen für die Nachfolgenutzung der Turmarkaden-Fläche in der Stadtmitte. Hier habe sich die Intervention gegen die ursprünglichen Pläne der Eigentümer positiv ausgewirkt. Verstärkt setzt der Eigentümer jetzt auch auf den Wohnungsbau.
Positiv entwickle sich auch die Marina Rünthe, zumindest im Bereich des Beta-Platzes. Das Nauticus gibt es nicht mehr. Gekauft hat es die Kamps Immobilien Gesellschaft. Das ehemaligen Hotel nutzt sie selbst als Büroräume. Das Restaurant im Erdgeschoss wird verpachtet und geht vielleicht schon im Sommer mit einem anderen Konzept an den Start.
Als Roland Schäfer vor über 30 Jahren die Amtsgeschäfte des Bergkamener Stadtdirektors übernahm, hatte er auch geprüft, ob die Stadt einen Pressesprecher einstellen solle. Bekanntlich hatte er diese Überlegungen schnell beiseitegelegt. Auch mit Bernd Schäfer wird es keinen Pressesprecher geben, jedenfalls vorerst nicht. Neu ist aber, dass er eine erfahrene Journalistin in seinen Mitarbeiterstab übernommen hat. Ein Ergebnis ist offensichtlich, dass der Bürgermeister zu seiner Pressekonferenz einen Pressetext in Interviewform mitgebracht hatte.
Weil es so neu ist für die Stadt Bergkamen, veröffentlichen wir es in voller Länge:
Bürgermeister Bernd Schäfer nach gut 4 Monaten im Amt:
Gut 4 Monate im neuen Job sind schon rum. Fühlen Sie sich schon gut angekommen im Rathaus der Stadt Bergkamen?
Ja, von Anfang an fühle ich mich sehr gut aufgenommen und bin gut angekommen. Die ersten Monate fallen in eine ganz besondere Zeit. Wegen Corona können viele Präsenztermine nicht stattfinden. Dafür bleibt mir nun mehr und intensiver Zeit, mich ins Tagesgeschäft einzuarbeiten. So sehe ich viel deutlicher, welche Herausforderung Corona auch für einige Abteilungen im Rathaus bedeutet. Besonders die Beschäftigen in den Kitas, der Schulverwaltung, dem Ordnungsamt, aber auch in der IT-Abteilung genießen zurzeit meinen ganz besonderen Respekt.
Was war ihre allererste Amtshandlung?
Ich habe mir einen höheren Schreibtisch bestellt. Immerhin habe ich bei einer Körpergröße von 2,02 m etwas längere Beine als mein Amtsvorgänger… Nun im Ernst: Tatsächlich habe ich am 02.11. aufgrund der aktuellen Situation als Allererstes den Corona-Krisenstab einberufen müssen.
Ihre frühere berufliche Tätigkeit als Sparkassenbetriebswirt und nun die des Bürgermeisters – gibt es Parallelen und wenn ja, welche?
Ich gehe jeden Morgen zur Arbeit – das ist gleich geblieben. Für mich von Vorteil ist, dass ich nun nicht mehr jeden Tag Anzug und Krawatte tragen muss und dass der Arbeitsweg etwas kürzer ist. So konnte ich schon mehrfach mit dem Fahrrad zum Rathaus fahren.
Zwischen den beiden Berufen gibt es schon gravierende Unterschiede. Die Handlungsmöglichkeiten in der öffentlichen Verwaltung sind schon an einigen Stellen durch den vorgegebenen gesetzlichen Rahmen recht eng bemessen.
Herr Schäfer, Sie haben sich nicht die leichteste Zeit ausgesucht für Ihren Amtsantritt. Wie erging es Ihnen in den ersten vier Monaten?
Corona hindert mich nicht durchweg daran, wichtige Aufgaben für Bergkamen anzugehen. Seit meinem Amtsantritt ist schon Einiges passiert und auch ganz unabhängig von Corona macht die Stadt Bergkamen ihre Hausaufgaben:
Der Winterdienst hat in diesem Jahr – abgesehen von technischen Ausfällen – hervorragend funktioniert. Die Straßen waren nach relativ kurzer Zeit wieder gut befahrbar. Die Aufnahme von Frostschäden erfolgt nun im Rahmen der turnusmäßigen Streckenkontrolle.
Über den Winter waren einige Spielgeräte auf den städtischen Spielflächen abgängig. Auf insgesamt 14 Spielplatzstandorten werden nun kurzfristig Erneuerungen und Instandsetzungen von Spielgeräten vorgenommen. Zum Sommer wird ein neuer Spielflächenbedarfsplan vorbereitet. Alle bisherigen Spielplatzflächen sollen erhalten bleiben und nach und nach instand gesetzt werden.
Größere Vorhaben und bauliche Maßnahmen werden weitergeplant und vorangetrieben. Zu nennen ist hier neben den Planungen für den neuen Jahnschulstandort und für eine neue Wache der freiwilligen Feuerwehr in Oberaden die KiTa Mikado. Ebenfalls werden Gespräche zur Vorbereitung eines Baubeschlusses durch den GSW-Aufsichtsrat für ein Ganzjahresbad in Bergkamen laufend fortgeführt.
Auch im Gebäudebestand der Stadt Bergkamen ist so Einiges zu Tun. Kurzfristig werden Innerhalb eines Jahres die Toilettenanlagen in den Gebäuden von Freiherr-von-Ketteler-Grundschule, Preinschule und VHS saniert.
Neben jährlich durchzuführenden Instandsetzungsarbeiten durch Frostschäden werden im Sommer Sanierungsarbeiten in die Schillerstraße durchgeführt. Zuvor saniert die GSW dort ihre Versorgungsleitungen. So werden die Maßnahmen hier sinnvoll kombiniert, abgestimmt und Kosten gespart.
In begrenztem Umfang lässt sich der Corona-Pandemie auch etwas Positives abgewinnen. In diesem Winter war das Rathaus-Viertel wunderschön beleuchtet und illuminiert. Damit konnten wir in der dunklen Jahreszeit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Es sah sehr schön aus und hat in den Abendstunden für ein besseres Sicherheitsgefühl gesorgt. Ohne Ausfall der Advents- und Weihnachtsmärkte hätte es das möglicherweise nicht gegeben.
Viele komplexere Themen lassen sich nicht innerhalb von vier Monaten umsetzen. Im Bereich Wohnen und Wohnungsbau zum Beispiel konnte ich schon einige Gespräche führen, einen Vertragsabschluss oder eine fertige öffentlich darstellbare Planung gibt es aber nach so kurzer Zeit noch nicht.
Auch laufen zum Beispiel regelmäßige Gespräche zur Nachnutzung der ehem. Turmarkaden-Fläche. Aktuelle Planungen stimmen mich persönlich sehr optimistisch. Ich bin froh, dass der Stadtrat im vergangenen Jahr interveniert und seine Vorstellungen für eine qualitativ hochwertig geformte Stadtmitte deutlich gemacht hat.
Im Bereich der Marina-Rünthe, ehem. Nauticus, sind mir sehr positiv laufende Gespräche zwischen dem Eigentümer und einem vielversprechenden Pächter mit einem gastronomischen Angebot bekannt.
Corona wird möglicherweise auch in Bergkamen wirtschaftliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Wie sieht ihre Einschätzung dazu aus?
Erste Auswirkungen sind schon jetzt auszumachen. Im Februar 2020 waren insgesamt 2.105 Bergkamener/innen arbeitslos. Im Februar 2021 sind es 2.541. Das entspricht einer Quote von 9,8 % (Zahlen der Bundesagentur für Arbeit). Das ist definitiv zu viel.
Wichtig ist mir für die Zukunft, das wir bei Gewerbe-Neuansiedlungen auf hochwertiges Gewerbe mit zahlreichen, guten und vor allem auch qualifizierten Arbeitsplätzen setzen. Dabei gilt es, zunächst vorhandene Standorte und Flächen zu überplanen, z.B. auch dort, wo infolge von Corona ein Gewerbe aufgegeben wird oder später einmal bei der Nachnutzung der Fläche des Kraftwerkes in Heil. Im Rahmen des 5-Standorte-Programms zum Kohleausstieg spielt auch diese Fläche eine große Rolle. Ein Termin zur Schließung ist mir allerdings bis heute nicht bekannt.
Für hochwertige Gewerbeansiedlungen sind immer auch weiche Standortfaktoren von großer Bedeutung. Die Ausgangslage von Bergkamen sehe ich grundsätzlich sehr positiv. Wir sind gut angebunden, haben eine gut aufgestellte Bildungslandschaft mit unterschiedlichen Schultypen, bieten ein umfangreiches kulturelles Angebot und zudem zahlreiche Freizeitmöglichkeiten mit der Halde Großes Holz, dem Beversee, den Lippeauen und den gut ausgebauten Radrouten. Mit der Vorbereitung der IGA 2027 wird das gesamte Kanalband als Freizeit- und Erholungsbereich weiter gestärkt.
Täglich wird von Neuinfektionen berichtet? Wie ist die Lage in Bergkamen momentan tatsächlich zu bewerten?
Wie kreis- und auch NRW-weit unterliegen die Infiziertenzahlen in Bergkamen täglichen Schwankungen. Die Zahlen für Bergkamen sind dabei weder extrem hoch noch extrem niedrig. Sorge bereitet mir persönlich die Ausbreitung von Mutationen, welche offenbar deutlich ansteckender sind.
Ihr Amtsvorgänger und Langzeitbürgermeister Roland Schäfer hinterlässt große Fußstapfen. Ist der lange Schatten Ihres Vorgängers noch existent?
Roland Schäfer hat viel Gutes für diese Stadt bewirkt. Die Spuren seiner langjährigen Tätigkeit als Bürgermeister sind in dieser Stadt vielerorts sichtbar. Insoweit wirken seine Taten im positiven Sinne weiter.
Mal ganz ehrlich: Gab es schon Momente, in denen Sie dachten, „das Bürgermeister-Amt habe ich mir ganz anders vorgestellt“?
Das Amt des Bürgermeisters macht mir rückblickend nach gut 4 Monaten sehr viel Spaß. Die Zeit rast förmlich. Täglich lerne auch ich Neues hinzu und genieße viel positives Feedback. Meinen Job mache ich mit Leidenschaft und ich freue mich jeden Tag aufs Neue auf die Aufgaben. Er verlangt einem aber auch manchmal schwierige Entscheidungen ab. Diese Erfahrung musste ich um Umgang mit dem Schachtgerüst Haus Aden 2 machen, was mir als gebürtiger Oberadener nicht leicht gefallen ist.
Ganz offensichtlich strahlen Sie immer noch nach gut vier Monaten im neuen Amt. Wie viele Tage haben Sie denn frei gehabt seit Ihrem Amtsantritt?
Eher wenig. Zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich ein paar freie Tage eingeplant. Tatsächlich war ich dann doch spontan zwischendurch im Rathaus, da immer etwas zu erledigen, zu besprechen und zu entscheiden ist.
Rosa-pink-lilafarbenen Postkarten für den Internationalen Frauentag in Bergkamen
Gleichstellungsbeauftragte Martina Martina Bierkämper und Bürgermeister Bernd Schäfer.
Daran wird auch Corona nichts ändern: Der Internationale Frauentag am 8. März fällt natürlich nicht aus, allein Veranstaltungen, die auf noch immer nicht verwirklichte Frauenrechte aufmerksam machen, sind verschoben. Und für die Bergkamenerinnen gibt’s in diesem Jahr Postkarten.
Die hält Gleichstellungsbeauftragte Martina Bierkämper schon bereit für den Moment, wenn das Verteilen der rosa-pink-lilafarbenen Karten wieder möglich ist. „Da wir uns in diesem Jahr erst einmal nicht persönlich treffen können, schreiben wir uns.“ Und das soll möglichst auf ganz konventionelle Art und Weise geschehen – per Postkarte.
Ursprünglich waren die Postkarten als „Dankeschön“ an die unterschiedlichen Netzwerkpartnerinnen gedacht, „doch dann haben wir uns überlegt, dass wir eigentlich noch mehr drucken und zum Frauentag an alle Frauen verteilen können“, sagt Martina Bierkämper. Von Frau zu Frau, Freundin zu Freundin, Mutter zu Tochter – frau schreibt Postkarten. Gestaltet von Grafikdesignerin Anke Schneider, begleitet von Astrid Lindgrens Spruch: „Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!“ nach den Wünschen von Martina Bierkämper und Kamens Gleichstellungsbeauftragter Martina Grothaus.
Seit Jahren haben die zwei zum Frauentag in ihren Städten gemeinsame Sache gemacht. Hier die Matinée im Treffpunkt, dort das Frauenkabarett in der Stadtbücherei. So war eigentlich auch in diesem Jahr etwas ganz anderes und vor allem Gemeinsames geplant. Was, das mag Martina Bierkämper aber noch nicht verraten. Die Idee sei so gut und keineswegs zeitlich gebunden, dass sie auf jeden Fall im kommenden Jahr umgesetzt werden soll. Das Einzige, was Bergkamens Gleichstellungsbeauftragte jetzt schon preisgibt: „Es wird beeindruckend bunt“.
Stattdessen nun die Postkarten. Bunt sind die auch, ausgefallen ebenfalls und wie sie ankommen, wird sich zeigen. Immerhin kann es für einige die willkommene Gelegenheit sein, endlich mal wieder statt „H.d.g.d.l.“ ins Handy zu tippen „Hab dich ganz doll lieb“ auf eine Karte zu schreiben. Oder aber die Karte mit dem aufmunternden Spruch Astrid Lindgrens einfach zur Motivation auf den Schreibtisch stellen oder an die Pinnwand hängen.
Auch Bergkamens Bürgermeister Bernd Schäfer, der ohne die geltende Coronavirus-Schutzverordnung traditionell die Schirmherrschaft der Frauentagsveranstaltung in seiner Stadt übernommen und begleitet hätte, gefällt die Aktion zum diesjährigen Frauentag: „Postkarten sind in der Corona-Zeit eine gelungene Alternative, an diesen besonderen Tag der Frauen zu erinnern. Dabei werden nette Grüße an liebe Menschen übermittelt.“
„Sobald die Corona-Schutzverordnung es ermöglicht, werden wir die Karten persönlich verteilen bzw. an zentralen Orten auslegen“, kündigt Martina Bierkämper an.
Land NRW aktualisiert seine Corona-Schutzverordnung – gültig ab Montag
Das Land NRW hat seine Corona-Schutzverordnung nach der jüngsten Ministerpräsidentenkonferenz aktualisiert. Sie gilt ab kommenden Montag, 8. März. Die wichtigsten Änderungen im Überblick:
Kontaktbeschränkungen
Treffen im öffentlichen Raum sind neben den bisher schon zulässigen Konstellationen nunmehr auch mit höchstens insgesamt fünf Personen aus zwei Hausständen möglich. Kinder bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Paare, unabhängig von den Wohnverhältnissen, gelten als ein Hausstand.
Maskenpflicht
Die Öffnung weiterer Lebensbereiche führt zu einer entsprechenden Ausweitung der Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske, unter anderem auf geschlossene Räumlichkeiten in Museen und Kunstaustellungen, auf Präsenz-Bildungsveranstaltungen in geschlossenen Räumen oder bei der Erbringung von körpernahen Handwerks- und Dienstleistungen. Als Grundregel gilt: In geschlossenen Rahmen mit Publikumsverkehr sind höherwertige Masken zu tragen. Im Außenbereich reichen Alltagsmasken.
Handel
Schreibwarengeschäfte, Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte dürfen ab dem 8. März unter den gleichen Bedingungen öffnen, wie die bereits derzeit geöffneten Geschäfte: Die Anzahl von gleichzeitig anwesenden Kundinnen und Kunden darf eine Kundin bzw. einen Kunden pro zehn Quadratmeter (für Verkaufsflächen oberhalb 800 qm pro zwanzig Quadratmeter) der Verkaufsfläche nicht übersteigen.
Alle weiteren Verkaufsstellen des Einzelhandels dürfen nun Termin-shopping („Click & Meet“) anbieten, unter der Voraussetzung, die Anzahl gleichzeitig anwesender Kundinnen und Kunden auf eine Kundin bzw. einen Kunden pro 40 Quadratmeter zu beschränken. Eine vorherige Terminbuchung und eine zeitliche Begrenzung des Aufenthalts sind dabei zwingend notwendig.
Kultur und Freizeitstätten
Der Betrieb von Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen ist mit vorheriger Terminbuchung und bei sichergestellter Rückverfolgbarkeit zulässig. Die Anzahl von gleichzeitig anwesenden Besucherinnen und Besuchern in geschlossenen Räumen darf eine Person pro 20 Quadratmeter nicht übersteigen. Gleiches gilt für den Betrieb von Zoologischen Gärten und Tierparks. Im Außenbereich gibt es keine Vorgabe zu den zulässigen Personen je Quadratmeter.
Sport
Auf Sportanlagen unter freiem Himmel ist Sport wie bisher alleine zu zweit oder innerhalb des eigenen Hausstandes zulässig und zusätzlich nun mit höchstens fünf Personen aus zwei verschiedenen Hausständen. Auch Gruppen von höchstens 20 Kindern im Alter bis einschließlich 14 Jahren mit bis zu zwei Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen dürfen gemeinsam unter freiem Himmel Sport treiben.
Dienstleistungen
Alle körpernahen Dienstleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann, sind bei Einhaltung von Hygienevorgaben der Verordnung wieder zulässig. Wenn die Kundin bzw. der Kunde dabei keine Maske tragen kann (z.B. Gesichtskosmetik), ist ein tagesaktuelles negatives Testergebnis der Kundin bzw. des Kunden und eine regelmäßige Testung der Beschäftigten erforderlich.
Musik- und Kunstschulen
Der Unterricht in Musik- und Kunstschulen in Präsenzform ist für Gruppen von höchstens fünf Schülerinnen und Schülern wieder zulässig.
Scharfe deutsche Panzerfaust an der Nordfeldstraße am Freitagmorgen gesprengt
1. Feuerwerker Andreas Brümmer mit der Abschussvorrichtung der Panzerfaust. Fotos: Stadt Bergkamen
Ein lauter Knall hat heute Morgen viele Bergkamenerinnen und Bergkamener erschreckt. Ursache für den Knall war die Sprengung einer Panzerfaust an der Nordfeldstraße.
Im Bereich der Nordfeldstraße werden derzeit am Bamberger Bach Arbeiten zur Wiederherstellung der Grabenvorflutregulierung durchgeführt. Im Rahmen dieser Maßnahmen wurden Flächen durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst abgesucht. Bei dieser Oberflächensondierung wurden zwei Verdachtsmomente in 1,7 – 2,0 Meter Tiefe angemessen und freigelegt.
Treibladungskopf der Panzerfaust
Dabei wurden Kleinmunition und eine scharfe deutsche Panzerfaust vom Typ 100 entdeckt. Der Treibladungskopf der Panzerfaust wurde am heutigen Vormittag gegen 10.30 Uhr durch den Feuerwerker Andreas Brümmer vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg kontrolliert gesprengt. Die Gefahreneinschätzung ergab im Vorfeld, dass eine Evakuierung der Bevölkerung nicht erforderlich war.
Internationaler Frauentag 2021 mit Online-Veranstaltungen
Landrat Mario Löhr und Gleichstellungsbeauftragte Heidi Bierkämper-Braun. Foto: Anita Lehrke Kreis Unna
Am 8. März ist Internationaler Frauentag – und traditionell finden rund um dieses Datum im Kreis Unna Jahr für Jahr zahlreiche Veranstaltungen statt. „Dieses Jahr ist es schwierig, diesen Tag gebührend zu feiern, die Pandemie zwingt zu neuen Wegen“, sagt Heidi-Bierkämper-Braun, Gleichstellungsbeauftragte beim Kreis Unna.
So wird es in den Städten und Gemeinden unterschiedlichste (Online-)Veranstaltungen geben, um auf den Internationalen Frauentag hinzuweisen. Dieser wird jedes Jahr am 8. März gefeiert. Am Internationalen Frauentag demonstrieren Frauen weltweit für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung von Frauen. Darauf macht Heidi Bierkämper-Braun aufmerksam und wird dabei von Landrat Mario Löhr unterstützt. Für mehr Gleichheit
„Immer noch gibt es Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern, immer noch haben Frauen geringere Karrierechancen, immer noch ist der Frauenanteil in Führungspositionen zu gering, immer noch werden frauendominierte Berufe schlechter bezahlt und immer noch sind Frauen stärker von Altersarmut betroffen“, weiß Heidi Bierkämper-Braun. Und in der Pandemie treffe es vielfach die Frauen besonders hart.
So seien Frauen mit geringerem Einkommen von der Corona-Krise noch stärker betroffen. Häufig befänden sich Frauen in Minijobs. „Fallen diese durch die Corona-Krise weg, haben die Frauen keine Arbeit mehr und erhalten noch nicht einmal Arbeitslosengeld“, unterstreicht Bierkämper-Braun.
Corona-Krise
Durch die Schließung der Schulen und Kindergärten während des Lockdowns verringerten häufiger Frauen ihre Arbeitszeit, um die Betreuung ihrer Kinder sicherzustellen. Die Folge: geringere Rentenbeiträge und später eine geringere Rente für die Frauen. „Corona ist eine Belastung für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern“, stellt Bierkämper-Braun fest.
Außerdem beobachtet sie mit Sorge, dass sich Frauen heute wieder mit einem rückständigen Frauenbild konfrontiert sehen: „Der Rechtspopulismus will Frauen mit einer Familienvorstellung von gestern wieder in enge Schranken weisen. Das kann und darf nicht sein.“
Veranstaltung
Die Rollenverteilung innerhalb der Familie besonders zu Pandemiezeiten soll in einer Onlineveranstaltung „Rolle rückwärts“ am Dienstag, 23. März um 10 Uhr beleuchtet werden. Prof. Dr. Jutta Allmendinger, Soziologin und Präsidentin des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, nimmt das Gespräch über Gleichberechtigung unter Corona-Bedingungen mit allen Interessierten und Beteiligten auf.
Dabei geht es auch um Konsequenzen bzw. Chancen und Risiken für die Erwerbsarbeit von Frauen und Männern. Außerdem sollen Lösungswege aufgezeigt werden: Welche Voraussetzungen müssten erfüllt sein – in Bezug auf Familien, Arbeitgebende, Politik, um die gleichberechtigte Aufteilung von Care-Arbeit und Erwerbsarbeit zu erreichen?
Das Bündnis für Familie bietet die Veranstaltung über Zoom in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Frau & Beruf im Kreis Unna an. Weitere Informationen gibt es bei Anke Jauer vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf (a.jauer@wfg-kreis-unna.de). PK | PKU
Kreis warnt vor Geflügelpest: Halter sollten aufmerksam sein
Die hoch ansteckende Geflügelpest (Aviäre Influenza) ist bei Wildvögeln am Niederrhein nachgewiesen worden. Jetzt gibt es bestätigte Fälle in den Kreisen Gütersloh (Geflügelbetrieb) und Paderborn (Hobbyhaltung). Deshalb rät die Kreis-Veterinärbehörde Geflügelhaltern, jetzt besonders aufmerksam zu sein.
Für den Kreis Unna und die Stadt Hamm gilt zum jetzigen Zeitpunkt keine Stallpflicht. „Wir empfehlen aber, dass sich Geflügelhalter Gedanken machen, wie sie ihre Tiere bei einer möglichen Stallpflicht unterbringen können“, sagt Dr. Anja Dirksen, Leiterin des Sachgebietes Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung beim Kreis.
Auf Krankheitszeichen achten
Außerdem sollten Geflügelhalter derzeit besonders gut auf Krankheitsanzeichen bei ihren Tieren achten, appelliert Dr. Anja Dirksen und gibt weitere Tipps: „Die Geflügelfütterung sollte bei Freilandhaltung nur noch in einem geschützten Bereich erfolgen, um Wildvögeln, die Träger des Virus sein könnten, keinen Zugang zu ermöglichen.“ Darüber hinaus gilt es, offene Wasserquellen in den Auslaufbereichen zu vermeiden, da sie Wildvögel anlocken.
Die Kreis-Veterinärbehörde erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass alle Geflügelhaltungen gemeldet werden müssen – und zwar unabhängig von der Anzahl der gehaltenen Tiere. Neben Schweinen, Rindern, Pferden, Ziegen und Schafen ist auch die Haltung von Geflügel beim zuständigen Veterinäramt und der Tierseuchenkasse der Landwirtschaftskammer NRW anzuzeigen. Konkret betrifft das Hühner, Puten, Enten, Gänse, aber auch Tauben und alles sonstige Geflügel.
Bei dem Fall im Kreis Gütersloh handelt es sich um einen Mast-Enten-Betrieb, in dem über 20.000 Tiere gehalten werden. Sie zeigten bereits massive Krankheitssymptome. Im Kreis Paderborn betrifft der Ausbruch rund 50 Tiere verschiedener Geflügelarten eines Hobbyhalters.
Letzte Stallpflicht im Kreis Unna 2016/17
Im Kreis Unna wurde im Seuchenzug 2016/17 zum bisher letzten Mal eine Stallpflicht angeordnet. Weitere Informationen zur Geflügelpest und weiteren Tierseuchen gibt es auf der Internetseite des Friedrich-Löffler-Instituts: www.fli.bund.de. PK | PKU
FDP fordert „Hotline“ für herumstehende Einkaufswagen und notfalls Verhängung eines Ordnungsgeldes
In einem Antrag zur ersten Sitzung des neuen Ausschusses für Ordnung und Sicherheit am 16. März fordert die FDP-Fraktion im Bergkamener Stadtrat die Einrichtung einer Hotline, über die Bürgerinnen und Bürger der Stadtverwaltung herumstehende Einkaufswagen telefonisch oder per Mail melden können. „Die Verwaltung schreibt anschließend die betroffene Firma an und fordert diese auf, die Wagen im Stadtgebiet abzuholen. Es ist zu prüfen, ob mit einem Ordnungsgeld geahndet werden kann, wenn die Firmen dieser Aufforderung nicht nachkommen“, erklärt die Fraktionsvorsitzende Angelika Lohmann-Begander.
Ein Problem mit Einkaufswagen hat übrigens nicht nur Bergkamen. In der Nachbarstadt Kamen und in Schwerte werden zurzeit ähnliche Diskussionen geführt. Um im Stadtbild herumstehende Einkaufswagen zu melden, kann bereits die WebApp „Dein Bergkamen“ genutzt werden, die im Mai vergangenen Jahres eingeführt wurde. Zu finden ist diese WebApp hier: https://www.bergkamen.de/buergerservice-buergerportal/dein-bergkamen/
Versuchsweise sammelt in bestimmten Bereichen der EBB zurzeit ein: „Testmonat startet: EBB sammelt in bestimmten Wohnbereichen „wild“ abgestellte Einkaufswagen ein“. Das ist nach Auffassung der FDP nicht der richtige Weg, dieses Problem anzugehen. Angelika Lohmann-Begander: „Es ist nicht Aufgabe der Stadtverwaltung oder z. B. des EBB, herrenlose Einkaufswagen einzusammeln. Dies ist mit Zeit und Kosten verbunden, die im Zweifel auf den Gebührenzahler umgelegt werden. Die Einkaufswagen sind aber Eigentum der ortsansässigen Einzelhändler und stellen einen Wert dar. Daher muss es in deren eigenem Interesse sein, diese zurück zu holen. Da sie durch Reklame gekennzeichnet sind, sind sie einfach den Firmen zuzuordnen. Es bleibt zu hoffen, dass es zu einer positiven Entwicklung kommt, wenn nur noch selten herrenlose Einkaufswagen im Stadtgebiet zu sehen sind und dann der Einzelne mehr auffällt, wenn er sich mit einem Wagen vom Firmengelände entfernt.“
Nebenjob ab 16 Jahre: Kreis Unna sucht Verkehrszähler
Wie viel Verkehr ist auf Straßen im Kreis Unna? Das möchte die Kreisverwaltung wissen und sucht Verkehrszählerinnen und Verkehrszähler. Sie sollen Fahrzeuge auf den Straßen zählen – und in sechs Fahrzeugarten einsortieren. Vergütet wird der Einsatz mit 15 Euro pro Stunde. Wer sich für den Job interessiert sollte mindestens 16 Jahre alt sein.
Gezählt wird in der Zeit vom 13. April bis zum 14. Oktober an sechs Tagen. Vier Tage davon sind Werktage (zwei davon in den Schulferien) und zwei an Sonntagen. Die drei Einsatzstunden sind im Nachmittagsbereich. Einsatzorte sind die zehn Städte und Gemeinden im Kreis Unna: Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Holzwickede, Kamen, Lünen, Schwerte, Selm, Unna und Werne.
Wer sich bewerben möchte, kann das online erledigen. Die Ausschreibung ist ab sofort unter www.kreis-unna.de/stellenangebote zu finden. PK | PKU
Moderne Messfahrzeuge erfassen den Zustand des Bergkamener Straßennetzes
Solche Messfahrzeuge sind bald in Bergkamen unterwegs.
Das orange-silberne Messfahrzeug mit Kameras auf dem Dach, das im Frühjahr durch Bergkamen fahren wird, wird sicherlich vielen Bürgern auffallen. Denn diese Fahrzeuge sind mit entsprechendem Signal und als Vermessungsfahrzeuge gekennzeichnet. Bei der Befahrung werden im Auftrag der Stadt die Straßenbestands- und Zustandsdaten durch das Berliner Unternehmen eagle eye technologies genau aufgenommen und optisch erfasst. Anschließend werden die Daten für die Stadt aufbereitet und dokumentiert. Diese sollen als Grundlage für die Aktualisierung des Straßenkatasters und Fortschreibung des städtischen Anlagevermögens dienen. Mit Hilfe des erstellten „digitalen Zwillings“ von Bergkamen kann die Stadtverwaltung ihre Straßeninfrastruktur gezielt verwalten, planen sowie systematisch und effizient betreiben.
Um das Straßennetz funktionsfähig und sicher zu erhalten, sind Unterhaltungsmaßnahmen erforderlich. Damit die vorhandenen finanziellen und personellen Ressourcen möglichst optimal eingesetzt werden, will die Stadt Bergkamen diese Aufgaben auch zukünftig auf Basis der zu erfassenden Bestands- und Zustandsdaten planen. Dazu nimmt das eagle eye-Fahrzeug das rd. 210 km lange kommunale Straßen- und Wegenetz genau auf. Bislang erfolgte die Straßenzustandserfassung noch vorwiegend analog.
Mit den gewonnenen Befahrungsdaten haben die zuständigen Mitarbeiter des Amtes für Stadtplanung, Klimaschutz, Straßen und Grünflächen die Straßenerhaltung im Blick, können Vergleiche zu bereits vorhandenen Daten ziehen, Prognosen ermitteln und Maßnahmen sinnvoll planen. Bei Bedarf haben sie die Möglichkeit jeden Straßenabschnitt direkt am Rechner in Augenschein zu nehmen.
Die Erfassung geschieht, wie der Firmenname „eagle eye“ andeutet, buchstäblich mit Adleraugen: Die Fahrzeuge sind mit speziellen Sensoren ausgestattet, mit deren Hilfe die Straßenflächen während der Befahrung erfasst werden. Zahlreiche Kameras nehmen gleichzeitig den Straßenraum sowie die Fuß- und Radwege auf. Die so erfassten Daten werden ausschließlich zu internen Zwecken, also für die Dokumentation der kommunalen Verkehrsinfrastruktur, genutzt. Die Datenaufnahme ist witterungsabhängig und dauert nach Beginn wenige Wochen. Im Ergebnis erhält die Verwaltung exakte Zustandsdaten aller Straßenflächen.
„Mögliche Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes sind unbegründet. Sämtliches Bildmaterial wird lediglich im Rahmen der Straßenzustandserfassung kommunaler Infrastruktur erfasst und ausschließlich zu internen Zwecken verwendet. Kennzeichen von (parkenden) Fahrzeugen oder zufällig aufgenommene Gesichter werden noch vor der Datenübergabe geschwärzt und unkenntlich gemacht. Das beauftragte Unternehmen verpflichtet sich gegenüber der Stadt Bergkamen zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Bergkamen.
MIT Kreis Unna fordert klare Öffnungsperspektive: „Wir brauchen einen neuen Strategieansatz“
Uta Leisentritt
Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion Kreis Unna (MIT) fordert die Ministerpräsidenten-Runde auf, bei ihrem nächsten Treffen am Mittwoch ein Öffnungskonzept zu präsentieren. „Wir brauchen dringend einen Stufenplan, der transparent abbildet, wer wann und unter welchen Auflagen wieder öffnen darf“, sagt Uta Leisentritt, Vorsitzende der MIT Kreis Unna. Die MIT im Kreis Unna unterstützt einen entsprechenden Beschluss des Bundesvorstands der MIT, wonach der Stufenplan mit passgenauen Testkonzepten und einer schnellen Impfkampagne begleitet werden soll.
Der Stufenplan dürfe sich nicht alleine auf Inzidenzwerte stützen, so Leisentritt. Vielmehr sollten auch Parameter wie der R-Wert, die Auslastung der Krankenhäuser und Intensivstationen sowie das konkrete Infektionsgeschehen einbezogen werden. Leisentritt: „Der Stufenplan muss bundesweit gelten, aber wichtig ist, dass er regional umgesetzt wird.“
Die MIT Kreis Unna fordert, vor allem auf Schnelltests und digitale Tools zu setzen, um das wirtschaftliche Leben auch in den stark betroffenen Bereichen wieder zu aktivieren. „Wer ein stichhaltiges Hygiene- und Abstandskonzept vorweisen kann und außerdem eine digitale Anmelde-App wie z.B. die Luca-App nutzt, der muss unter bestimmten Bedingungen auch öffnen dürfen“, sagt Leisentritt. Wichtig sei auf der anderen Seiten aber auch, dass die Einhaltung der Regeln kontrolliert und notfalls sanktioniert wird. „Das ist nicht nur ein Gebot
der Fairness gegenüber allen Unternehmen, die sich an die Regeln halten, sondern es ist auch nötig, um uns alle vor einer unkontrollierten Infektionsausbreitung zu schützen“, sagt Leisentritt. Zudem pocht die MIT Kreis Unna auf eine bessere Umsetzung der Impfstrategie.
Haus- und Betriebsärzte sollen verstärkt für eine flächendeckende Impfung eingesetzt werden. Dort müsse dann auch von der vorgesehenen Impfreihenfolge abgewichen werden können. Die MIT Kreis Unna begründet ihre Forderungen mit dem Schaden, der durch den Lockdown
entstehe: „Der Lockdown belastet unsere Gesellschaft in einer Dimension, wie wir es seit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr erlebt haben“, sagt Leisentritt. Die Wirtschaft auch im Kreis Unna sei in schweres Fahrwasser geraten. „Ganze Branchen kämpfen ums Überleben, unsere Innenstädte drohen auszubluten.“ Gerade die Jüngsten in unserer Gesellschaft seien durch geschlossene Schulen und Kitas massiv betroffen. „Der Lockdown hat massive Spätfolgen. Umso dringender braucht es jetzt einen neuen Strategieansatz“, sagt Leisentritt.