Schwerverletzter Kamener gerade noch rechtzeitig vom Gleisbett geborgen

image_pdfimage_print

Der 59-jährige Kamener, den in der Nacht zu Sonntag im Zuge einer Auseinandersetzung zwei zunächst noch Unbekannte im Kamener Bahnhof aufs Gleisbett schubsten, wurde gerade noch rechtzeitig vor einem heranfahrenden Zug geborgen. Ein 53-jähriger Kamener wurde bei dem Gerangel leicht verletzt.

Das ist ein wichtiges Ergebnis von Zeugenbefragungen durch die Polizei. Hier haben sich am heutigen Mittwochmorgen die beiden zunächst noch unbekannten Tatbeteiligten, der eine mit seiner Frau und der andere mit seiner Freundin, bei der Polizei gemeldet und ausgesagt.

Es handelt sich um einen 23-jährigen Mann und eine 25-jährige Frau aus Werne sowie einen 21-jährigen Mann und eine 19-jährige Frau aus Schwerte. Sie bestätigten, dass man unter Alkoholeinfluss stehend wegen der abfälligen Bemerkung des Kameners gegenüber den Frauen aneinandergeraten sei. Daraus habe sich eine Rangelei zwischen den Männern entwickelt.

Alle vier zeigten sich bestürzt über den Vorfall und gaben bei ihren Vernehmungen an, dass sie nie die Absicht gehabt hätten, jemanden zu verletzen.

Zeugen hatten zunächst der Polizei gegenüber angegeben, dass die beiden Männer, die die beiden Kamener auf die Gleise geschubst hätten, anschließend geflüchtet seien. Nach aktuellem Ermittlungsstand hat der 21-jährige Schwerter jedoch gemeinsam mit zwei namentlich noch nicht bekannten Männern den schwerverletzten Kamener aus dem Gleisbett gehoben. Gerade noch rechtzeitig sei der schwerverletzte Kamener von den Gleisen gehoben worden, denn nur wenig später sei ein Zug durchgefahren.

Die 19-jährige Freundin des Schwerters leistete Erste Hilfe vor Ort, während der 23-jährige Werner telefonisch den Rettungsdienst rief. Die beiden Paare gaben an, dass sie – offenbar unter Schock stehend – nichts gesagt hätten, als sie von den am Bahnsteig eingesetzten Polizeibeamten befragt worden seien.