von Andreas Milk
Der 22-jährige Mario M. (Name geändert) aus Bergkamen hat ein Problem, das zum Glück noch nicht viele Leute in seinem Alter haben: Er verliert – sagt er selbst – den Überblick über seine laufenden und abgeschlossenen Strafverfahren. Sieben Einträge stehen schon unter seinem Namen im Bundeszentralregister: Diebstahl, Sachbeschädigung, Beleidigung, Schwarzfahren.
In seinem jüngsten Prozess vor dem Kamener Jugendrichter ging es nun um einen Diebstahl im September 2024: Bei Rewe an der Dortmunder Kampstraße klaute M. zwei Fläschchen Wodka für knapp sieben Euro. „Stimmt“, kommentierte er denkbar knapp die Verlesung der Anklageschrift. Später ergänzte er: „Ich hab‘ komplett einen am Helm gehabt.“ Mit Kollegen habe er damals ordentlich getrunken.
Erst im März 2026 hatte das Kamener Amtsgericht gegen M. einen Strafbefehl wegen eines anderen Delikts erlassen – begangen nach der Klauaktion bei Rewe. Die bleibt jetzt ohne neue Konsequenzen: Das Verfahren wurde eingestellt. Es bleibt die Vermutung, dass M. nicht das letzte Mal vor Gericht aufkreuzte.





Hinterlasse jetzt einen Kommentar