Freude im Rathaus: Grubenwasserhebewerk wird nationales Städtebauprojekt!

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Blick von der neuen Osteinfahrt auf die Großbaustelle „Wasserstadt Aden“. Im Hintergrund das noch verblieben Schachtgerüst, das nun verschwinden wird.

98 Städte und Gemeinden haben sich beworben, weniger als ein Viertel hatten Erfolg und Bergkamen ist dabei! Bundesinnenminister Horst Seehofer hat  heute die Entscheidung über 26 neue „Nationale Projekte des Städtebaus“ bekannt gegeben. „Die Nationalen Projekte des Städtebaus zeigen, wie Städte zukunftsweisend, mutig und innovativ weiterentwickelt werden.“

„Ich freue mich sehr, dass unser Projekt die Grubenwasserhebeanlage Haus Aden als Identifikationsort für den Wandel der ehemaligen Bergbaufläche zu gestalten, bundesweit Beachtung und Anerkennung erlangt hat“, sagt Bürgermeister Roland Schäfer.

Der Rat hatte in seiner Sitzung am 19.02.2020 beschlossen das Grubenwasserhebewerk in Kooperation mit der RAG und der RAG-Montan-Immobilien GmbH als attraktive Landmarke zu gestalten. Voraussetzung für die Umsetzung sollte die Förderung als nationales Städtebauprojekt sein. Diese erste Hürde ist mit dieser Entscheidung nun mehr erfüllt.

Der Bau des Grubenwasserhebewerkes ist ein notwendiges Projekt im Zusammenhang mit den Ewigkeitsaufgaben des Bergbaus. Die Planungen der technischen Anlagen sind nahezu abgeschlossen. Für die zwingende Einhausung des Hebewerkes liegt die Planung einer geschlossenen und farbig gestalteten Hülle vor, welche lediglich die Mindestanforderungen des Schutzes der technischen Einrichtungen bietet.

Unter dem Titel „Aus der Tiefe in die Höhe – Grubenwasserhebewerk stiftet neue Identität“ soll zunächst in einem Architektenwettbewerb eine attraktive äußere Gestaltung entwickelt werden, bevor es dann vor Ort an die Realisierung gehen kann. Zur Erläuterung der mit dem Hebewerk verbundenen bergbaulichen und energetischen Ziele der Grubenwassernutzung soll darüber hinaus ein öffentlich zugängliches Informationsangebot im Umfeld der weiterhin unter Bergrecht stehenden Fläche geschaffen werden.

„Diese Bekanntgabe ist der Startschuss! Das zuständige Amt für Planung, Tiefbau und Umwelt wird jetzt direkt mit den Kooperationspartnern RAG.AG und RAG-Montan-Immobilien GmbH Kontakt aufnehmen und alle weiteren Schritte einleiten“, so Roland Schäfer.

 

Mit der Anerkennung als Projekt des nationalen Städtebaus ist ein Zuschuss in Höhe von 1,45 Mio. € verbunden. Das ist die Summe, die die Stadt auch beantragt hatte. Der Eigenanteil der Stadt beträgt voraussichtlich 722.000 €. Die Ruhrkohle AG bringt den Anteil, den eine einfache Umhüllung kosten würde, ebenfalls in das Projekt ein.

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