Im Kreis Unna verringerte sich die Anzahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Vergleich zum Vormonat um zwei auf 16.413. Im Vergleich zu Februar 2025 sank die Arbeitslosigkeit um 96 (-0,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote verblieb bei 7,6 Prozent und lag damit exakt auf dem Niveau von Februar 2025.
„Der kurze saisontypische Einbruch auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna konnte im Februar weitgehend abgefangen werden, was sich an stabilen Arbeitslosenzahlen sowie einem Anstieg an neuen Stellen erkennen lässt“, fasst Agenturchefin Sandra Pawlas die Trends des letzten Monats zusammen. Dass die Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen noch einmal gestiegen ist, sei für die Arbeitsmarktexpertin keine Überraschung: „Nach der Beendigung von Ausbildungsverhältnissen tritt oft eine kurze Übergangsarbeitslosigkeit ein. Diese dauert meist nur wenige Wochen an, da junge Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor gefragt sind.“
Agenturleiterin Pawlas ist es daher ein besonderes Anliegen, den Stellenwert der betrieblichen Berufsausbildung zu betonen: „Gerade in Zeiten, in denen Digitalisierung und KI es scheinbar möglich machen, auch ohne Ausbildung viel Geld als Influencer zu verdienen, ist es angeraten, sich an den Fakten zu orientieren. Und die sind nun einmal eindeutig: Eine Berufsausbildung ist die wichtigste Voraussetzung, um Arbeitslosigkeit dauerhaft zu vermeiden und langfristig beruflich erfolgreich zu sein. Videos kann jeder Laie posten, aber ein Dach zu decken oder einen Menschen zu pflegen setzt Wissen und Können voraus – ist dafür aber auch nicht automatisierbar.“ Sandra Pawlas rät dazu, in möglichst vielen Kurzpraktika Einblick in verschiedene Berufe und Unternehmen zu gewinnen.
Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In vier Kommunen im Kreis Unna sank die Arbeitslosigkeit im Februar. Am deutlichsten fiel der Rückgang in Bönen aus (-2,3 Prozent bzw. 17 auf 707). Danach folgten Lünen (-1,7 Prozent bzw. 80 auf 4.650), Selm (-1,1 Prozent bzw. 10 auf 887) und Unna (-0,1 Prozent bzw. zwei auf 2.136). In Fröndenberg verblieb die Arbeitslosigkeit auf Vormonatsniveau (623). Die restlichen Kommunen bauten Arbeitslosigkeit auf. Am niedrigsten fiel der Anstieg in Bergkamen aus (+0,6 Prozent bzw. 13 auf 2.308), gefolgt von Holzwickede (+0,8 Prozent bzw. vier auf 524), Schwerte (+1,0 Prozent bzw. 19 auf 1.843), Werne (+1,0 Prozent bzw. acht auf 840) und Kamen (+3,4 Prozent bzw. 63 auf 1.895).





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