Pumpwerk Beverbach in Rünthe. Foto: Aktionskreis / Röcher
Der Aktionskreis Wohnen und Leben Bergkamen konnte jetzt gleich zwei wichtige Veranstaltungen an einem Tag durchführen, wobei bei der Besichtigung des Pumpwerks „Beverbach“ in Rünthe der Lippeverband der Veranstalter war. Von 16.00-17.30 Uhr ging es für die auf max. 10 Personen (Corona bedingt) beschränkte Gruppe bis in die Tiefen des Bauwerks, wo sich ein beeindruckendes Innere an Pumpkapazität befindet. Das Wasser des Beverbachs muss permanent mit den kleinen Pumpen über 12 Meter nach oben gefördert werden, um den weiteren Abfluss in die Lippe unweit des Rünther Friedhofs zu gewährleisten. Bei Starkregenereignissen werden die großen Aggregate benötigt. Da ihr Einsatz „nur“ benötigt wird, wenn ein solches Ereignis passiert, ist ein halbjähriger Probebetrieb vorgeschrieben.
Aufgrund der Starkregen-Ereignisse v. 14./15. 07. ist der Lippeverband stark angefragt und kann deshalb auch nicht an allen angefragten Veranstaltungsterminen teilnehmen. Tags zuvor war der Verband noch in Lünen-Niederaden bei einer Bürgerversammlung präsent gewesen wie auch Mark Brodersen von der Unteren Wasserbehörde des Kreises Unna, der in der späteren Veranstaltung des Aktionskreises eine Hauptrolle als Experte hatte.
Bei der Veranstaltung „Starkregenereignisse und Bergsenkungen“ waren insgesamt 37 Bürger/Bürgerinnen anwesend. Die vom Aktionskreis geleistete Mobilisierung – über die in der lokalen Presse berichtet wurde – hat nicht nur in den kritischen Hochwasser-/Überflutungsbereichen von Rünthe (u.a. In der Dille) Bürger angesprochen.
Aus dem weiteren Bergkamener Stadtgebiet waren einzelne Personen vertreten aus der Zechensiedlung „Schönhausen“ bzw. aus Oberaden als Gebiet, welches durch die Höhe der niedergegangenen Regenmenge und Bergbau bedingt am 14.07. am stärksten betroffen war. Weit angereist für diese Informationsveranstaltung waren vier BürgerInnen aus Ibbenbüren bzw. Rheinberg (jeweils auch Bergbaugebiete), die über den Landesverband Bergbaubetroffener NRW angesprochen worden waren.
In seiner Eröffnung der Veranstaltung ging der 1. Vorsitzende Karlheinz Röcher kurz auf die Absagen von RAG Deutsche Steinkohle, Lippeverband und Stadt Bergkamen ein. Aus Sicht des Vorstandes will die RAG unter allen Umständen vermeiden, dass diese etwas mit diesem Thema zu tun haben könnte. Also bleibt die RAG so einer Veranstaltung fern, gleichwohl sie auf ihre Homepage und in Hochglanzbroschüren ständig betont, dass sie „Verantwortung für die Hinterlassenschaften übernehme“. Die Absage der Stadt Bergkamen bleibt gänzlich unverständlich, weil die Bürger/die Öffentlichkeit über eine solche Veranstaltung signalisiert bekommt, ob eine Kommune sich für die nachvollziehbaren Sorgen ihrer BürgerInnen interessiert oder eben nicht.
Der Vertreter der Unteren Wasserbehörde, Marten Brodersen, nahm sich genau dieser Aufgabe für gut 1 Stunde an, indem er sachkundig auf die anstehenden Fragen der Anwesenden einging. „So gesehen war es ein sehr gelungener Informationsabend, der trotz der Absagen zustande kam“, betont Karlheinz Röcher.
Der Aktionskreis wird die Veranstaltung auswerten und seine Ergebnisse in einer Bürgeranregung nach § 24 Gemeindeordnung NRW Verwaltung und Politik zur Beratung vorlegen. Dieses könnte bereits am 30.09. erfolgen, wo sich der Rat der Stadt Bergkamen mit der Aufarbeitung der Starkregenereignisse befassen will.
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2 Kommentare
Es ist gut, wenn sich BÜRGERinnen um das Allgemeinwohl kümmern!!!!
Die Zahl der BÜRGERinnen,die sich um das Gemeinwesen ernsthaft kümmern,muss rapide wachsen!!!
JEDE VERWALTUNG benötigt LOB,ANREGUNGEN, UNTERSTÜTZUNG und KONTROLLE durch die BÜRGEinnen.
UNSER GEMEINWESEN ist GEFÄHRDET durch das Anwachsen der ZAHL der trägen BÜRGERinnen!!
Es ist gut, wenn sich BÜRGERinnen um das Allgemeinwohl kümmern!!!!
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