Nach Cyberangriff bei den GSW – Abschlagszahlungen für den Monat Juli werden Anfang kommender Woche nachgeholt

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Nach dem Cyberangriff auf die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) Kamen, Bönen, Bergkamen werden die Systeme sukzessive wiederhergestellt. Nach Bekanntwerden des Angriffes am 28. Juni wurden vorsorglich alle Systeme und Applikationen vom Netz getrennt. Das hatte Auswirkungen – vor allem auf kaufmännische Prozesse. Nun erfolgt die schrittweise Wiederherstellung der Systeme und Applikationen.

 In enger Abstimmung mit IT-Sicherheitsexperten sowie den zuständigen ermittelnden Behörden wurden zunächst alle Systeme, Server und Benutzer-Logins umfangreich kontrolliert. Im nächsten Schritt werden die Systeme und Applikationen nach und nach wieder ans Netz genommen.

Im Laufe dieser Woche können somit die Auszahlungen für Einspeiser von EEG-Anlagenbetreibern erfolgen. Anfang der kommenden Woche werden die noch ausstehenden Abschlagszahlungen für den Monat Juli nachgeholt. Zum 1. August werden die Abschläge wieder wie gewohnt eingezogen. Auch das Online-Kundencenter sowie die Self-Services in der App „Meine GSW“ werden in Kürze wieder erreichbar sein.

Alle Kundenanliegen, die während der Zeit des Cyberangriffes an die GSW gerichtet worden sind, können nun nach und nach bearbeitet werden. Die Kundenberater und -beraterinnen haben nun wieder Zugriff auf die dafür notwendigen Systeme. Die GSW bitten um Verständnis, dass es nach der Wiederherstellung der Systeme noch gewisse Anlaufschwierigkeiten geben kann, die die gewünschte Servicequalität vorübergehend beeinträchtigen können.

 „Sorgfalt vor Schnelligkeit“ bei Wiederherstellung der Systeme

 „Bei der Wiederherstellung der Systeme stand ganz klar die Prämisse Sorgfalt vor Schnelligkeit im Vordergrund. Wir haben zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen wie beispielsweise eine feinere Segmentierung der Netzwerke vorgenommen. Dabei arbeiten wir äußerst verantwortungsvoll und in enger Abstimmung mit externen IT-Sicherheitsexperten und den Behörden zusammen“, erklärt GSW-Geschäftsführer Alexander Loipfinger. Bereits vor dem Cyberangriff gab es hohe Sicherheitsstands, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. „Trotz aller Vorsicht und dem höchsten Sicherheitslevel sind derartige Cyberangriffe leider dennoch nicht auszuschließen“, so Loipfinger weiter.

Nach dem Cyberangriff stellt sich die Frage, ob Kundendaten abgeflossen sein könnten. Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen schließen die GSW aus, dass aktuelle Kundendaten abgeflossen sind. Ob ältere Daten mit Kundenbezug betroffen sein könnten, können die Verantwortlichen zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigen noch gänzlich ausschließen. Die GSW verfolgen weiterhin eine lückenlose Aufklärung des Vorfalls.

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