von Andreas Milk
Von der Wohnung der Familie F. in Oberaden bis zu einem nahe gelegenen Kiosk sind’s rund 100 Meter. Weil ihre damals 14 Jahre alte Tochter diese Strecke im Juli 2025 mit einem nicht versicherten E-Scooter zurückgelegt hatte, stand jetzt Jasmin F. (Name geändert) in Kamen vor dem Strafrichter. Denn sie habe der Tochter die illegale Fahrt erlaubt.
Nein, habe sie nicht, erklärte Jasmin F. dem Richter. Vielmehr habe die Tochter den E-Scooter ohne Erlaubnis aus dem Keller geholt, wo er lange Zeit unbenutzt rumgestanden habe, und sei losgefahren. Das sei umso erstaunlicher gewesen, als die Jugendliche doch über ein E-Bike verfüge.
Noch im Januar dieses Jahres war Jasmin F. verurteilt worden in Zusammenhang mit einem Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Da hatte sie ausgesagt, das Geld für die Versicherung eines Fahrzeugs ihrem Sohn ausgehändigt zu haben – der habe es aber nicht verabredungsgemäß weitergeleitet.
Die Geschichte mit dem unversicherten E-Scooter wurde vor Gericht nun ohne Urteil abgehakt: Verfahren eingestellt. Auch ein Verfahren gegen die Tochter wurde nach Auskunft von Jasmin F. inzwischen ohne weitere Konsequenzen beendet.





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