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Weihnachtsmarkt in Overberge eröffnet die Saison

Die Qual der Wahl auf em Overberger Weihnachtsmarkt.
Die Auswahl fiel schwer an den vielen Ständen.

Das selbstgebastelte Tütchen mit Schneemännern darauf und Schokokugeln darin ist allzu verlockend. Akribisch wird das Taschengeld durchgezählt. Das reicht noch für eine kleine Leckerei im Engelsgewand. Beim ersten Bergkamener Weihnachtsmarkt der Saison in der Overberger Grundschule deckten sich auch die kleinsten Besucher mit Weihnachtsstimmung ein.

Die Zutaten für weihnachtliches Wohlgefühl findet Stefanie Rammlau in ihrem Garten direkt vor der Haustür. Holunder, Brombeeren, Quitten, Äpfel: Das alles verwandelt sie in echte Leckereien – vom Apfelbrot bis zum Honig-Essig. „Die Beeren pflücke ich im August und friere sie ein“, erzählt sie. In Gelee und köstliche Liköre verwandelt sie die Gartenfrüchte in diesen Tagen. Holunder, Ingwer, Nelken und Weinbrand sind die Zutaten für den Likör, den sie mit einer kleinen Sahnehaube serviert. Dazu gibt es eine Kostprobe vom eigenen Apfelmus. Zum zweiten Mal hat Stefanie Rammlau eine eigene Hütte auf dem Overberger Weihnachtsmarkt – und schon stehen die Stammkunden Schlange.

Es brummt bei der 7. Auflage

Leckerer Reibekuchen fehlte ebenfalls nicht in den Holzhütten.
Leckerer Reibekuchen fehlte ebenfalls nicht in den Holzhütten.

Inzwischen verteilt der Weihnachtsmann Geschenke. Der ist ein echter Profi und hat beim Overberger Theaterverein sein Handwerk gelernt. Die Voltigiergruppe vom Reitverein zeigt ihr Können, die Sunhshine Kids spielen ebenso auf wie die Colibries aus Weddinghofen und Schüler der Jugendmusikschule. In den Gängen zwischen den Klassenräumen geht es nur noch im Gänsemarsch und Schritttempo vorwärts. Auch bei der siebten Auflage hat sich mehr als ganz Overberge zwischen 32 Ständen des Weihnachtsmarktes versammelt – einmal mehr organisiert von der Vereinsgemeinschaft. Ortsvorsteher Uwe Reichelt ist mehr als zufrieden: „Es brummt – das ist ja nicht zu übersehen“, meint er und mischt wieder den richtigen Ton am Mischpult auf der Bühne.

Salze und Zucker in Eigenkreationen - auch das versüßt das Weihnachtsfest in Overberge.
Salze und Zucker in Eigenkreationen – auch das versüßt das Weihnachtsfest in Overberge.

In einem der Klassenräume fällt die Auswahl derweil schwer. Soll die Tüte für den Glühwein-Zauber, mit Mint-Schoko oder doch lieber der Bratapfel und die Lakritz-Sinfonie in die weihnachtliche Einkaufstüte? An diesem Stand gibt es nicht nur einfach Salz und Zucker. In „Herzzauber“ stecken Granatapfel-Blüten, die Freundinnen selbst aus der Türkei mitgebracht haben – gesammelt im „Urlaub ohne Männer“. Kreationen für Kräuterbutter und fertige Mischungen für Frikadellen: 25 Sorten Salz und 27 Zuckerkreationen türmen sich auf dem Präsentationstisch.

Max, Marius, Julius und Isabelle halten am Stand der Overberger Grundschule die Stellung. Als Gastgeber haben alle Klassen mitsamt Eltern und Großeltern am Freitag fleißig gebastelt und die Schule weihnachtlich geschmückt. Mehr noch: Geschenkanhänger, Windlichter, Geschenktüten und Weihnachtskarten haben die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 4 liebevoll gebastelt – so viele, dass gleich mehrere Tische gefüllt sind.

Ob Stockbrotbacken am Feuer mit der Jugendfeuerwehr, Honig-Milch vom Imker oder frische Reibekuchen: Es war schwer, am Samstag noch einen Platz an den vielen Ständen zu finden. Denn der Weihnachtsmarkt ist längst viel mehr als das – er ist ein richtiges Stadtteilfest.

Eifrig gebastelt haben die Schüler der Overberger Grundschule für den 7. Weihnachtsmarkt.
Eifrig gebastelt haben die Schüler der Overberger Grundschule für den 7. Weihnachtsmarkt.

Stockbrot war für die Kinder der Renner auf dem Weihnachtsmarkt an der Overberger Grundschule.
Stockbrot war für die Kinder der Renner auf dem Weihnachtsmarkt an der Overberger Grundschule.