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Van Ray stellt in der „sohle 1“ aus: Kunst muss Spaß machen

Kunst muss Spaß machen – ihm selbst und auch dem Betrachter. So lautet die Devise des Kölner Künstlers Van Ray, der seine Arbeiten jetzt fünf Wochen lang in der städtischen „Galerie sohle 1“ (im Stadtmuseum) ausstellt. Eröffnet wird diese Werkschau am Freitag, 8. September, um 19.30 Uhr durch den Bergkamener Kulturdezernenten Marc Alexander Ulrich.

Van Ray und Simone Schmidt-Apel laden zur Ausstellungseröffnung am Freitag um 19.30 Uhr ein.

Kunst studiert hat er nicht. Die Anfänge seines Schaffens fanden sich als Graffitis an Hauswänden oder anderen Flächen, die mit Farbe aus der Spraydose bearbeitet wurden. Das sei pubertärer Blödsinn gewesen, erklärte er am Vortag der Ausstellungseröffnung in der „sohle 1“. Danach habe er seine Arbeiten mit Farben aus der Dose und Schablonen handwerklich verfeinert. Dazu gesellt sich ein Materialmix. Zu einem Kunstwerk hat er beispielsweise auch einen Zündholz-Automaten aus alten DDR-Zeiten verwandelt. Dies alles reichert er mit Zitaten und Sprüchen an. Es sind ironische Kommentaren zu gesellschaftlichen Entwicklungen.

Van Ray, der 1984 in Düsseldorf geboren wurde und heute in Köln lebt, zählt inzwischen zu den bekanntesten deutschen Künstlern des Genres, der wahlweise als Street Art, Urban Art oder Pop Art bezeichnet wird. Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel freute sich darüber, dass er als erster Künstler dieser Richtungen überhaupt jetzt für fünf Wochen in der städtischen Galerie ausstellt. Dass dies möglich wurde, sei maßgeblich Van Rays Galerie in Köln „30works“ zu verdanken.

Am Freitag gibt es übrigens noch eine zweite Premiere. Das Obergeschoss der Galerie ist inzwischen renoviert und hat auch einen neuen Fußboden erhalten. Nach der Van Ray-Ausstellung sei dann das Untergeschoss dran, sagte Simone Schmidt-Apel.