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Umbau der Lippe soll keine Nachteile für Einwohner des Stadtteils Rünthe bringen

Im Rahmen des Programms „Lebendige Lippe“ plant der Lippeverband gleich mehrere Maßnahmen am Gewässer zwischen Werne und Lünen. Durch Laufverlängerungen, die Schaffung von Auen und das Anheben der Sohle setzt der Wasserverband im Auftrag des Landes NRW die Wasserrahmenrichtlinie um. Grafik: EGLV

Bis 2026 soll der der naturnahe Umbau der Lippe vom Wehr bei Werne im Osten bis zur Rochuskapelle im Westen abgeschlossen sein, also rechtzeitig vor Beginn der Internationalen Gartenausstellung 2027, an der die Städte Bergkamen und Lünen mit einem Gemeinschaftsprojekt beteiligt sind. (Näheres dazu hier: https://bergkamen-infoblog.de/iga-2027-mit-talwunder-und-bergwelten-in-luenen-und-bergkamen-soll-besucher-anlocken/)

Von diesem Umbau werden nicht nur Fauna und Flora etwas haben. Wie Jochen Bauer vom Lippeverband in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Klima- und Umweltschutz erklärte, wird die neue Lippe auch für erholungssuchende Bürgerinnen und Bürger erlebbar werden.

Während der etwa vierjährigen Bauphase wird es allerdings für Spaziergänger in den Lippeauen östlich Einschränkungen geben. Geplant ist nämlich, dass die Lippe nördlich des Forellenhofs eine zusätzliche über einen Kilometer Schleife erhält. Dadurch wird der bisherige Fußweg zur Fischerhofbrücke unterbrochen. Ersatz gibt es durch einen neuen Fußweg, der um die Schleife herum zur Fischerhofbrücke führt.

Im Bereich nördlich der ehemaligen Mülldeponie erhält die Lippe ebenfalls ein neues Bett durch die Rieselfelder. Die alte Lippe und die neue Lippe bilden so eine Insel, auf der ein Auenwald entstehen soll. Denkbar ist, dass sich dort ein „Futterplatz“ für den Biber herausbildet. Auf seiner Wanderung entlang der Lippe ist dieses Nagetier bis Hamm gekommen.

Nach dem Ende der Umbauarbeiten, die Lippe wird dann nur noch eine Tiefe haben von 1,5 Meter, werden sich die Rünther daran gewöhnen müssen, dass ihr Fluss öfters als bisher über die Ufer tritt und die Auen überschwemmt. Jochen Bauer versicherte aber am Donnerstag, dass die Bürgerinnen und Bürger keine Nachteile fürchten müssen. Das betrifft vor allem den Friedhof und die Keller. „Nasse Füße wird es nicht geben“, so Bauer. Auch bei der Bever bestehe keine Überschwemmungsgefahr.