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„Take 5“: „Jazz trifft Weltmusik“ mit orientalischen Jazzklängen und exotischen Musiktraditionen

Zum 5. Mal laden die Städte Lünen, Unna, Hamm, Soest und Bergkamen zum Take 5 Jazz-Festival am Hellweg ein. Bergkamen präsentiert neben den beiden Grand-Jam Konzerten in der Ökologiestation einen besonderen Mix. Unter dem Motto „Jazz trifft Weltmusik!“ ertönen orientalische Jazzklänge und exotische Musiktraditionen bei zwei Konzerten.

FisFüz
FisFüz

Los geht’s am Montag, 14. Oktober,. um 20 Uhr im Trauzimmer Marina Rünthe mit dem deutsch-türkischen Ensemble „FisFüz“. Die Musiker beschränken sich nicht auf die Begegnung zweier Nationen und Kulturen, sondern betrachten den ganzen Mittelmeerraum und ca. 3000 Jahre Kulturgeschichte als ihren musikalischen Fundus. Spanisches, Italienisches, Türkisches, Nahöstliches und Nordafrikanisches fließt mit Jazz zusammen, Uraltes, Mittelaltes und ganz Neues. Oriental, Chamber, Jazz – verfeinert mit den edelsten und pikantesten Gewürzen eines orientalischen Basars.

Seit 1995 spielt das Ensemble FisFu?z den „Oriental Jazz“- und das vom Feinsten! Die SWR-Weltmusik-Preisträger haben sich erfolgreich auf nationalen und internationalen Festivals in die Herzen ihres Publikums gespielt, sei es auf kleineren Bu?hnen oder auf wichtigen internationalen Festivals in ganz Europa, Nordafrika, Tunesien, Iran, der Mongolei und den USA. In den u?berwiegend eigenen Kompositionen kommen die Stärken der einzelnen Musiker genauso zur Geltung wie das gemeinsam brillant aufeinander abgestimmte Zusammenspiel.

In ihrem neuem Programm – fast ausschließlich Eigenkompositionen – verknu?pfen sie mit einer selbstverständlichen Leichtigkeit einer langjährigen Erfahrung gekonnt orientalische Klangfarben mit der Eigenart moderner Skalen. Der kreative Umgang mit den unterschiedlichsten Rhythmen verspru?ht dabei grenzenlose Spielfreude und geht dem Publikum von Beginn an in Herz und Bein. Mit dem Album „Yakamoz“ erzielte das Trio FisFu?z 2008 nicht nur begeisterte Kritiken, sondern auch eine Nominierung fu?r den Deutschen Schallplattenpreis und gewann zahllose neue Fans in der weltmusikalischen Szene. Mit „Golden Horn Impressions“ hat FisFu?z gerade seine vierte CD als Ensemble vorgelegt – folkloristisch dezent, jazzig groovy und melodisch wie rhythmisch so vielschichtig wie die Stadt Istanbul, dieser ewige Bazar interkultureller Begegnungen zwischen Orient und Okzident.

Indigo Masala im Trauzimmer

Indigo Masala
Indigo Masala

Am Mittwoch, 30. Oktober, um 20.00 Uhr ist die Gruppe Indigo Masala ebenfalls im Trauzimmer Marina Rünthe zu hören. Indische Sitar-Magie, wirbelnde Tabla-Grooves und treibendes russisches Knopfakkordeon, exquisit arrangiert mit betörendem Gesang, raffiniert vielfarbiger Percussion, überschäumender Spielfreude und einem feinen Hauch von Jazz – das ist Indigo Masala. Das ungewöhnlich besetzte, indisch-englisch-griechisch-deutsche Trio beglückt mit einer ganz eigenen, lebendig pulsierenden und ungemein sinnlichen Weltmusik. Die kunstvollen Kreationen von Indigo Masala erzählen mit spielerischer Leichtigkeit und feiner Ironie von erhabenen Göttern ebenso wie von lästigem Kleingetier und den Tücken der Nahrungsbeschaffung. Die beeindruckende Sprachen- und Stilvielfalt der Band spannt dabei mühelos gekonnt den Bogen von Ostasien über Indien, den nahen Osten, Europa und Afrika bis nach Südamerika.

Mit eingängigen Melodien, mitreißenden Beats und leidenschaftlicher Improvisation, aber auch mit feinsinnig leisen Tönen und zarter Poesie lassen die drei Virtuosen Reichtum, Tiefe und Ausdruckskraft verschiedenster exotischer Musiktraditionen genauso unmittelbar erleben wie Freiheit, Vielschichtigkeit und Kreativität der globalisierten Musik-Gegenwart. 2006 war Indigo Masala damit als Newcomer Landessieger im Weltmusikwettbewerb „Creole“. Deutschlandradio Kultur sprach von einer „im wahrsten Wortsinn spektakulären Band“. Die 2008 erschiene Debut-CD „Big Gods & Little Animals“ bezeichnete die Fachpresse als „vermutlich die heißeste Platte des Jahres“.

Die neue CD „Legends of Panipur“ erzählt von einer imaginären Reise in das paradiesische Fürstentum Panipur, das verborgen irgendwo zwischen Mittlerem Westen und Fernem Osten liegt, gerade da, wo Orient und Okzident sich sanft berühren. Die 12 neuen Eigenkompositionen sind leidenschaftlich, energiegeladen, feinfühlig, meditativ und witzig – und manchmal all das zur gleichen Zeit. Jenseits aller engen stilistischen Schubladen bewegt die Musik den Körper ebenso wie das Herz und nährt den Geist ebenso wie die Seele – Weltmusik für das ganze Sein.

Eintrittskarten  und Informationen:

Die Tickets für beide Konzerte in Bergkamen kosten jeweils 5,- Euro. Sie sind erhältlich im Kulturreferat (Tel: 02307/965-464) und an der Abendkasse. Alle weiteren Informationen zu den teilnehmenden Bands und Musikern sowie zu den Spielorten und weiterem Ticketverkauf gibt es im Internet unter www.bergkamen.de und unter www.jazz-am-hellweg.de