Sirenen heulten bei Bayer – Es war eine Übung der Werksfeuerwehr

Bei Bayer heulten am Mittwoch die Sirenen. Das hatte zu zahlreichen Anrufen besorgter Bürger im Werk, aber auch bei Antenne Unna geführt. Einen Unglücksfall hatte es nicht auf dem Bergkamener Werksgelände gegeben, wohl aber eine den Beteiligten nicht vorher angekündigte Übung der Werksfeuerwehr.

„Unglücklicherweise stand heute auch noch der Wind sehr ungünstig, sodass viele Bergkamener die Sirenen und die Lautsprecherdurchsagen gehört hatten“, sagte der Sprecher von Bayer am Standort Bergkamen, Martin Pape. Bedauerlich sei, dass dadurch viele Nachbarn in Sorge versetzt worden seien.

Eine ähnliche, nicht angekündigte Übung der Werksfeuer hatte es schon in der vergangenen Woche gegeben. Bis die nächste kommt, wird es nun eine Weile dauern. Pape betonte allerdings auch, dass diese unangemeldeten Übungen für die Sicherheit der Bayer-Mitarbeiter, des Werks und schließlich auch für die Bevölkerung unumgänglich seien.




Praktikanten aus drei Kontinenten lernen den Arbeitsalltag bei Bayer in Bergkamen kennen

Wie empfinden Menschen aus anderen Ländern den Arbeitsalltag bei Bayer in Bergkamen? Die Praktikanten Tiffany Lie (21) aus Indonesien, Guilherme Scott Araujo (24) aus Brasilien und Hussein Seifaldine (31) aus dem Libanon sind sich einig: „Alles ist perfekt organisiert und die Mitarbeiter sind ebenso diszipliniert wie pünktlich.“ Nur Richard Wong (16) aus Hongkong ist von deutscher Gründlichkeit und Genauigkeit kaum überrascht: „Ich finde es hier normal, so wie bei uns.“ Doch gerade deshalb hat auch er viel Freude an seinem Praktikum und möchte später gerne bei Bayer arbeiten.

Die Praktikanten Guilherme Scott Araujo, Mila Sari, Hussein Seifaldine, Tiffany Lie und Richard Wong (v. l.) sind ihrem Traumberuf bei Bayer ein Stück näher gekommen. Foto: Bayer AG

Alle vier, sowie die 20-jährige Indonesierin Mila Sari, arbeiten bereits seit einiger Zeit am Bayer-Standort Bergkamen. In der Mikrobiologie. In der Wirkstoffproduktion. In der Technik und im Ausbildungslabor. So unterschiedlich ihre Aufgaben und Arbeitsplätze sind, so gleichlautend ist ihr Urteil: „Bayer ist ein guter Arbeitgeber.“ Die Arbeit mache viel Spaß, man lerne sehr viel, dürfe auch vieles selbst erledigen. Und die Mitarbeiter seien sehr hilfsbereit – weshalb sie sich schnell an ihre neue (Arbeits-) Umgebung gewöhnt haben. Sogar so sehr, dass sie sich eine berufliche Zukunft bei Bayer wünschen.

Die beiden jungen Frauen Tiffany Lie und Mila Sari studieren in Jakarta für den Beruf des Pharmazeutischen Ingenieurs und absolvieren gerade ein fünfmonatiges Praxissemester in Deutschland. Eine Zusammenarbeit mit der Swiss German University in Soest macht das möglich. Die Lehranstalt organisiert auch den Deutschunterricht und kümmert sich um die Formalitäten mit der Ausländerbehörde. Der Aufenthalt in Bergkamen ist für sie besonders lehrreich, denn bei Bayer haben sie tagtäglich mit verschiedenen Aspekten der Herstellung pharmazeutischer Wirkstoffe zu tun.

Guilherme Scott Araujo hat einen anderen Weg eingeschlagen. Er kam bereits 2011 als Austauschschüler nach Deutschland, machte hier sein Abitur und studiert jetzt Chemie-Ingenieurwesen an der TU Dortmund. In der Mikrobiologie absolviert er sein drei Monate dauerndes Pflichtpraktikum – und ist begeistert von dieser Arbeit. „Mein Traum ist es, nach dem Studium erst mal bei Bayer in Deutschland zu arbeiten und dann international eingesetzt zu werden.“

Das hat sich auch Richard Wong – chinesische Mutter, deutscher Vater – vorgenommen. Doch wird es damit bei ihm noch etwas dauern. Nach seinem zweiwöchigen Praktikum, das er im Labor der Ausbildung verbracht hat, kehrt er zunächst in seine Heimat Hongkong zurück. Da er sich brennend für Naturwissenschaften interessiert, ist sein Plan klar: Ein Studium mit Stipendium von Bayer. „In Hongkong lerne ich die Theorie. Here I learn the Praxis“, berichtet er zweisprachig. In Englisch und Deutsch fand auch sein Praktikum statt. Ähnlich wie bei Mila und Tiffany. „Wir verstehen Deutsch, aber es ist schwer zu sprechen“, erzählen die beiden.

Hussein Seifaldine dagegen beherrscht die Sprache bereits sehr gut. Der gelernte Industriemechaniker mit Diplom in Maschinenbau ist 2015 aus dem Libanon geflohen, lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern jetzt in Bergkamen und hofft auf die Anerkennung seiner Berufsabschlüsse. Und er ist glücklich, dass ihm Bayer mit einem sechsmonatigen Praktikum bei der Integration hilft. „Ich lerne hier den Arbeitsalltag kennen und kann mich in Deutschland einbringen.“ Ähnlich wie die anderen Praktikanten hat auch er einen Traum: „Ich möchte gerne dauerhaft bei Bayer arbeiten.“




Bewegung in der Marina-Gastronomie: Nach dem Hafenfest wieder eine Strandbar auf dem Hafenplatz

Es kommt richtig Bewegung in die Gastronomie der Marina Rünthe. Die Firma „Beta Eigenheim“ muss als Vermieter ab September einen neuen Pächter für das Hotel und Restaurant „Nauticus“ finden, weil die Pächterfamilie Neumann in Werne neu anfangen möchte. Bereits in wenigen Wochen starten die Wiederbelebungsversuch für das zweite Restaurant, weil dann die Verträge mit den Betreibern des ehemaligen „Gate to Asia“ auslaufen. Das berichtet jedenfalls der Westfälische Anzeiger.

Abzuwarten bleibt, was daraus wird. Sicher ist in jedem Fall, dass es nach der Neu-Eröffnung der Cocktailbar „Liquid Liberty“ im ehemaligen „Achterndeck“ auch in diesem Sommer wieder eine Strandbar auf dem großen Hafenplatz. Sorgen wollen dafür die Eigentümer von „Liquid Liberty“, Alexandra Hoffmann und Mario Kube, mit tatkräftiger Unterstützung des Bergkamener Stadtmarketings.

Losgehen soll das Strandvergnügen im Juni nach dem Hafenfest. Das macht Sinn, weil der Sand für den Strand erst dann aufgeschüttet werden kann, wenn der Hafenplatz nicht mehr für das große Fest benötigt wird. Eine Pause soll zudem während der Beta-Eigenheimtage am 2. und 3. September eingelegt werden.

Die Betreiber der künftigen Strandbar in der Marina und des „Liquid Liberty“ Alexandra Hoffmann und Mario Kube.

Für Karsten Quabeck vom Stadtmarketing hat die Verbindung zwischen Cocktail- und Strandbar mehrere Vorteile. Einer ist der, dass Alexandra und Mario Kube für beide Standorte verlässliche Öffnungszeiten plan. Und wenn von dienstags bis sonntags auf dem Hafenplatz mit Rücksicht auf die Nachbarn um 22 Uhr Schluss ist, können die Gäste, wenn sie wollen, anschließend in „Liquid Liberty“ am Ende der Hafenmole umziehen.

Das dritte Standbein der beiden bleibt weiterhin ihre Firma „Rolling Cocktails“, die dorthin kommt, wo sie gebraucht wird. Viele Bergkamener haben schon einmal ihre Mixgetränke mit den teilweise verwegenen Namen zum Beispiel beim „Food Markt“ am vergangenen Wochenende probiert. Einige haben sogar von Mario Kube gelernt, wie sie richtig zusammengeschüttelt werden. Er hat bei der Bergkamener Volkshochschule Kurse zu diesem Thema angeboten.

„Liquid Liberty“ heißt übersetzt „Flüssige Freiheit“, und diese Freiheit wollen Alexandra Hoffmann und Mario Kube ihren künftigen Gästen in der Marina Rünthe bei der Wahl ihrer Getränke lassen. „Bei uns gibt es nicht nur Cocktails, sondern auch Bier, Wein und anderes mehr. Wir haben auch kleine Speisen, die sogenannten Finger-Foods auf der Karte“, berichtet Mario Kube.

Auch beim „Liquid Liberty“ versprechen Alexandra Hoffmann verlässliche Öffnungszeiten. Bis Ende September gilt:

  • Montag bis Donnerstag 15 bis 23 Uhr
  • Freitag 15 bis 1 Uhr
  • Samstag 12 bis 1 Uhr
  • Sonntag 12 bis 23 Uhr

Wie die Öffnungszeiten in der kalten Jahreszeit aussehen werden, ist noch unklar. Alexandra Hoffmann und Mario Kube, planen aber der Witterung angepasste Aktion wie zum Beispiel das Wintergrillen.




8,8 Tonnen Elektroschrott beim Earth-Day gesammelt: 2500 Euro für die Freiherr-vom-Stein-Realschule

Die Sonne lachte und Schüler, Eltern und Lehrer der Freiherr-vom-Stein-Realschule, aber auch viele Bergkamener Bürger brachten insgesamt 8,8 Tonnen ausgediente Elektrogeräte am letzten Samstag gezielt zum Wertstoffhof an der Justus-von-Liebig-Straße, um die Elektro-Schott-Sammel-Aktion zugunsten der Schule zu unterstützen. Nun lachen auch die fleißigen Sammler, denn die Realschule darf sich auf eine Spende von 2.500 € freuen.

Die Elektroschrott-Sammelaktion von GWA und SIMS brachte ein gutes Ergebnis. Foto: GWA

Wie in den vergangenen fünf Jahren hatten das Bergkamener Elektrorecycling-Unternehmen Sims M+R GmbH und die Kreisentsorgungsgesellschaft GWA in Kooperation mit der Stadt Bergkamen dazu aufgerufen, im Rahmen des internationalen Umwelttages „Earth Day“ Elektro-Schrott zu sammeln. Der Aufruf war wieder sehr erfolgreich. 4,12 Tonnen Elektrokleingeräte, 3,39 Tonnen Fernseher und Bildschirme sowie 28 Großgeräte (4 Waschmaschinen, 4 Elektroherde, 3 Trockner, 8 Spülmaschinens, 9 Kühlschränke) mit weiteren 1,3 Tonnen Gewicht wurden innerhalb von nur vier Stunden abgegeben. Die Anlieferer standen teilweise in Warteschlangen, durften sich dafür aber nach getaner Arbeit mit einer Bratwurst und einem Getränk stärken. 

Das Sammelziel von sechs Tonnen wurde deutlich übertroffen. Die Kooperationspartner freuen sich deshalb, der Schulleitung die Spende der Sims M+R GmbH bald übergeben zu können.




Vierter Wettbewerb „Pluspunkt Familie“: Unternehmen können sich bewerben

Pluspunkt für familienfreundliche Unternehmen: Das Bündnis für Familie Kreis Unna vergibt zum vierten Mal einen Preis an Firmen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie besonders fördern. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 7. Juli. Die Entscheidung über die „best of“ trifft wieder eine Jury.

Bildzeile: Landrat Makiolla, Mitglieder der Jury und der Projektgruppe laden Unternehmen aus dem Kreis zum Wettbewerb „Pluspunkt Familie“ ein. Foto: Constanze Rauert – Kreis Unna

Landrat Michael Makiolla ist Schirmherr des Wettbewerbs „Pluspunkt Familie“ und betont: „Je familienfreundlicher ein Unternehmen ist, desto leichter ist es, qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden und sie im Unternehmen zu halten.“

Mit dem Wettbewerb „Pluspunkt Familie“ bekommen Unternehmen aus dem Kreis Unna nach 2010, 2013 und 2015 zum vierten Mal die Möglichkeit, auch nach außen sichtbar zu machen, was sie ihren Beschäftigten zu bieten haben. Pluspunkte können Betriebe 2017 mit folgenden Preiskriterien sammeln:

Das machen nicht ALLE! – Gute Beispiele aus der Praxis

Am Ball bleiben! – Dauerhaftes Engagement zum Thema

Und das funktioniert tatsächlich?! – Innovative Ansätze

„Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können sich selbst bewerben, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind herzlich eingeladen, ihre Firma vorzuschlagen“, erklärt Anke Jauer aus dem Kompetenzzentrum Frau und Beruf bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Unna (WFG). Betriebe, die sich beworben haben, erhalten die Gelegenheit, ihre Angebote bei einem Unternehmensbesuch ausführlich darzustellen.

Die Möglichkeiten, Beschäftigte zu unterstützen, sind vielfältig. Ein kleiner Handwerksbetrieb wird andere Maßnahmen ergreifen als ein mittelständischer Logistikbetrieb mit einer großen Zahl an Beschäftigten. Punkten können Betriebe mit den verschiedensten Angeboten: beispielsweise mit familienfreundlicher Arbeitsgestaltung und passgenauen Arbeitszeitmodellen, mit einer Kinderferienbetreuung im Betrieb, mit einer Teilzeitberufsausbildung für Alleinerziehende, mit einem Informations- oder Beratungsangebot rund um die Pflege und Betreuung von Angehörigen oder mit einem Angebot, das die Väter besonders in den Blick nimmt.

Die Preisträger werden im November im Rahmen einer Veranstaltung im Kreishaus in Unna bekanntgegeben und mit einer Plakette ausgezeichnet.

Den Flyer mit dem Bewerbungsformular als Download sowie weitere Informationen zum Wettbewerb und zum Bündnis für Familie Kreis Unna gibt es unter www.kreis-unna.de/pluspunkt-familie. PK | PKU




Gymnasiasten besuchen die Jugend-Uni: „Wir erklär’n der Welt das Geld“

Ein großer Teil der Klasse 7a des Bergkamener Gymnasiums nahm am Mittwochnachmittag an einem Seminar der Jugend-Uni des Kreises Unna im Capitol Kino Lünen teil. Der Besuch bildete den Abschluss der Unterrichtsreihe rund um Verbraucherrechte von Jugendlichen im Fach Politik/Wirtschaft bei ihrem Lehrer Matthias Fahling.

Unter dem Motto „Wir erklär’n der Welt“ referierten Mitarbeiter des Projekts „Funny Money“ der Technischen Universität Dortmund im Kinosaal 2 über den richtigen Umgang mit den eigenen Finanzen. Die anschauliche Präsentation war kombiniert mit „Mitmach“-Phasen, in denen die Schülerinnen und Schüler der 7a mit ihren Beiträgen glänzen konnten. Für jede Antwort gab es als Belohnung einen kleinen „Anti-Stress“-Ball und davon sammelten die Siebtklässler reichlich. Im Anschluss an den rund 60-minütigen Vortrag folgte der Film „Money Monster“, in dem auf höchstspannende Weise deutlich gemacht wurde, wie wichtig der umsichtige Umgang mit dem eigenen Geld ist.

Die begleitenden Lehrer Herr Siebeneicher, Herr Fahling und Frau Gartmann sowie die Schülerinnen und Schüler waren sich am Ende einig: Der Besuch der Jugend-Uni des Kreises Unna hat sich gelohnt. Die nächste „Vorlesung“ im November im Fach Physik ist daher bereits vorgemerkt.




Regionalverband Ruhr erteilt auch einem kleinen Gewerbegebiet auf dem Hofgelände Schulze Heil eine Absage

Die Enttäuschung war Ende vergangenen Jahres groß, als Vertreter des Regionalverbands Ruhr erklärten, dass es vor allem aus Umweltschutzgründen nicht möglich sei, auf dem Gelände des Hofs Schulze-Elberg ein rund 32 Hektar großes Interkommunales Gewerbegebiet auszuweisen. (S. auch hier.)

Postwendend stellte die Stadt Bergkamen beim RVR die Anfrage, ob dort nördlich des Ostenhellwegs in Rünthe wenigstens ein 10 Hektar großes Gewerbegebiet möglich wäre, weil doch nach dem Verkauf der letzten Grundstücke im Gewerbepark Rünthe und im Logistikpark A2 keine nennenswerten Flächen für die Ansiedlung von Betrieben in Bergkamen zur Verfügung stünden.

Jetzt ist die Antwort vom Regionalverband da – und auch sie ist aus der Sicht der Wirtschaftsförderer negativ. Die geplante Fläche liege zum Teil im Bereich zum Schutz der Natur (BSN) und im regionalen Grünzug. Eine Gewerbeansiedlung sei deshalb unmöglich, teilte der RVR mit.

„Die Verwaltung wird in den nächsten Wochen das Stadtgebiet dahingehend abprüfen, ob andere Flächen zur Realisierung eines ca. 10 ha großen Gewerbegebietes geeignet sind“, erklärte am Dienstag 1. Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters.




Fernsehen über Antenne: Spätestens Mittwochmittag gibt es DVB-T2 – dann sogar mit Bibel-TV

Wer in Bergkamen Fernsehen über Antenne sieht, wird zwischen Mitternacht und 12 Uhr am Mittwoch, 29. März, auf seine Lieblingsprogramm verzichten müssen. Denn um 24 Uhr wird heute der alte Standard DVB-T abgeschaltet. 12 Stunden später geht es dann mit DVB-T2 weiter. Wer ein geeignetes Gerät hat, bekommt ein besseres Fernsehbild. Vorausgesetzt: Es wird der Sendersuchlauf gestartet und an den Sendestationen hat alles geklappt. Dann kann man sogar Bibel-TV sehen.

In der Nacht vom 28. auf den 29. März 2017 werden in den Ballungsräumen in Deutschland die DVB-T-Sendeanlagen abgeschaltet. Zwischen Mitternacht und Mittag gibt es für wenige Stunden keine Fernsehsignale über Antenne in den Gebieten, die vom Umstieg betroffen sind.

Die schrittweise Abschaltung beginnt ab 0 Uhr. Anschließend wird in den Umstiegsregionen bis 12 Uhr zeitversetzt das erweiterte DVB-T2 HD-Programmbouquet aufgeschaltet.

Zum Empfang des vollständigen Programmangebots muss jeder DVB-T2 HD-Haushalt am 29. März 2017 ab 12 Uhr am Empfangsgerät einen Sendersuchlauf durchführen. Dies gilt auch für die Fernsehzuschauer, die bereits DVB-T2 HD empfangen. Gründe hierfür sind die neu hinzukommenden TV-Programme und Kanalwechsel.

Ab dem 29. März 2017, 12 Uhr, sind rund 40 öffentlich-rechtliche und private HD-Programme über DVB-T2 HD in den Ballungsräumen mit entsprechenden Geräten empfangbar. Zum Empfang der meisten privaten Programme ist zusätzlich das kostenpflichtige Programmpaket „freenet TV“ erforderlich. Die Kosten für die öffentlich-rechtlichen Programme werden aus dem Rundfunkbeitrag gedeckt.

Senderstandorte, die am 29. März 2017 noch nicht auf DVB-T2 HD umgestellt werden, senden bis zu deren Um-/Abschaltung weiterhin die Programme in DVB-T.

Weitere Informationen zur neuen Technik stehen unter www.DVB-T2HD.de zur Verfügung.




Mieterverein bescheinigt: Nebenkostenabrechnungen der UKBS stimmen

Die Mieter des kommunalen Wohnungsunternehmens Unnaer Kreisbau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS) in Bergkamen können beruhigt sein. Die Betriebs- und Heizkostenabrechnung, die sie jetzt für das Jahr 2016 erhielten, sind auf Punkt und Komma, genauer auf Cent und Euro, exakt bemessen. Festgestellt hat das der Mieterverein für den Kreis Unna e.V., dem die UKBS jetzt wiederholt die Abrechnung der Nebenkosten zur Prüfung vorgelegt hatte.

Für die 410 Mieter der UKBS in Bergkamen dürfte der Mieterverein Garant für die Richtigkeit der Abrechnung sein. Immerhin ist gerade bei den Betriebs- und Heizkosten häufig der Streit zwischen Vermieter und Mieter vorprogrammiert. „Das muss aber nicht so sein“, weiß Geschäftsführer Matthias Fischer, „denn wir legen unsere Bücher offen“. So wurden rund 5,8 Millionen Euro an Betriebs- und Heizkosten für alle 2.800 Wohnungen der UKBS punktgenau von den Experten des Mietervereins „unter die Lupe“ genommen und für in Ordnung befunden.

Mit diesem freiwilligen Schritt zur Selbstkontrolle hat das kommunale Wohnungsunternehmen, an dem die Stadt Bergkamen mit 14 Prozent als Gesellschafter beteiligt ist, einen beispielhaften Weg beschritten. Er dient eindeutig der Klarheit und Wahrheit und stärkt das Vertrauen zwischen Vermieter und Mieter. 




Schere zwischen Angebot und Nachfrage bei Ausbildungsplätzen geht weiter auseinander

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt ist noch katastrophaler als im vergangenen Jahr. Der Chef der Agentur für Arbeit in Hamm Thomas Helm rechnet damit, dass die Zahl der Bewerber jetzt nochmals um drei Prozent gestiegen ist, während die Zahl der Ausbildungsplätze gleich um acht Prozent gegenüber Februar 2016 sinkt. Theoretisch bedeutet dies, dass etwa 1300 Jugendliche noch unversorgt sind.

Die Pflegeberufe beteiligten sich gern am „Marktplatz Arbeit und Ausbildung“. Sie suchen händeringend nach qualifiziertem Personal.

Theoretisch deshalb, weil es trotzdem Berufe gibt, für die sich Jugendliche kaum interessieren. Dazu gehört fast das gesamte Handwerk oder das Lebensmittelgewerbe. Um Schülerinnen und Schüler aufzuzeigen, welche Möglichkeiten es nach der 10. Klasse gibt, haben die Stadt Bergkamen, die Arbeitsagentur, das JobCenter und das Multikulturelle Forum am Mittwoch zum achten Mal zum „Marktplatz Arbeit und Ausbildung“ in den Ratstrakt mit Vertretern von 25 Ausbildungsbetrieben und Institutionen eingeladen.

25 Betriebe und Institutionen beteiligten sich am „Marktplatz Arbeit und Ausbildung“. Einige präsentierten sich im Außenbereich zwischen Ratstrakt und Rathaus.

Ganz trendig sei zurzeit der gesamte kaufmännische Bereich, meint Thomas Helm. Viele Bewerber werden wohl leer ausgehen. Sie müssen ein Wartejahr einlegen oder sich umorientieren. Etwa 50 Prozent der aktuellen Ausbildungsplatzsuchenden hatten sich übrigens auch schon 2016 oder noch früher beworben.

Die Organisatoren des Marktplatzes setzen stark auf die Beratung der jungen Leute, die in den Schulen in der 8. Klasse einsetzt: Was sind meine Neigungen, wo sind meine Stärken, welche Möglichkeiten habe ich. Sozialdezernentin Christine Busch wies in diesem Zusammenhang auf ein ganz neues Instrument hin, die Jugendberufsagentur Bergkamen. Dieser Schulterschluss von Stadt, Arbeitsagentur und JobCenter mache es zum Beispiel möglich, das Sozialarbeiter der Stadt und Mitarbeiter des JobCenters zusammen individuelle Beratungen im „Anstoß“ am Hallenbad anbieten. Der Vorteil sei, dass sich dort die Jugendlichen in einer gewohnten Umgebung befänden.

Infos über Ausbildung gab es auch bei der Polizei. Wer sich dort bewerben will, muss aber bis zum Abitur warten, weil die angehenden Polizisten ein Bachelor-Studium absolvieren, erklärt Thomas Schulze (l.) von der Einstellungsberatung bei der Kreispolizei Unna.

Der Geschäftsführer des Multikulturellen Forums Kenan Kücüc wies auf die besondere Rolle der Eltern bei diesem Findungsprozess hin. Multi Kulti werde deshalb die Elternarbeit intensivieren, damit die Mütter und Väter ihre Kinder bei der Suche nach dem richtigen Beruf unterstützen können.

Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage bei den Ausbildungsplätzen kann natürlich auch von der Arbeitgeberseite angegangen werden. Sie klagten oft darüber, dass sie keine geeigneten Bewerber fänden, berichteten Helm und Thomas von Gaudecker vom JobCenter Kreis Unna. Vielleicht liege es daran, dass sie zu hohe Ansprüche stellten, weil sie unbedingt ihren „Traum-Azubi“ haben wollten.

Wenn die Betriebe vakante Ausbildungsplätze so nicht besetzen könnten, sollten sie zunächst nach Nachwuchskräften suchen, die zu ihnen passen. Gebe es Defizite bei den schulischen Leistungen, dann seien Arbeitsagentur und JobCenter in der Lage, hier helfend aktiv zu werden. Geld für solche Stützmaßnahme sei vorhanden, betonte Thomas Helm. Wenn Betriebe hier etwas Näheres wissen wollten, dann könnten sie sich mit dem Arbeitsgeberservice in Verbindung setzen. Die Telefonnummer 0800 4555520, Fax 02381 / 910 – 2399, E-Mail: hamm.arbeitgeber@arbeitsagentur.de




Warnstreik am Mittwoch bei McDonald’s & Co

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten ruft am Mittwoch, 22. März, unter dem Motto „Wir lieben es, fair bezahlt zu werden!“ die Beschäftigten der sogenannten Systemgastronomie (McDonald’s, Burger King, Nordsee, Starbucks, Tank & Rast, Autogrill, Kentucky Fried Chicken, Vapiano u.a.) zu einem weiteren Warnstreik auf.

Auch nach drei Verhandlungsrunden bieten die Arbeitgeber gerade mal eine „Erhöhung“ von 3 Cent über dem Mindestlohn in der untersten Tarifgruppe an“, kritisiert die Gewerkschaft. Sie fordert die Arbeitgeber auf, bei der nächsten Tarifrunde ein „verhandlungsfähiges Angebot“ vorzulegen.

Der Warnstreik wird in Nordrhein-Westfalen durch eine Kundgebung auf dem Platz an der Reinoldikirche in Dortmund begleitet, die am Mittwoch um 11 Uhr beginnt und etwa bis 13 Uhr dauern wird.