Breites Bündnis für Regionales Ausbildungsmanagement

Ausbildungsfähige Jugendliche finden keine Lehrstelle, Ausbildungsbetriebe suchen vergeblich nach Nachwuchskräften – die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage will ein breites Bündnis aus Wirtschaft, Arbeitsmarkt-Experten, Berufsschulen und Politik mit einem „Regionalen Ausbildungsmanagement“ schließen. Die Werkstatt im Kreis Unna hat alle Akteure an einen Tisch gebracht, um mit ihnen gemeinsam das Modell-Projekt zu entwickeln. Landrat Michael Makiolla hofft: „In unserem gemeinsamen Ziel zur Halbierung der Jugendarbeitslosigkeit kommen wir so gemeinsam einen großen Schritt voran.“

Das Bild zeigt die Vertreter der Partner mit Landrat Michael Makiolla beim heutigen offiziellen Auftakt
im Qualifizierungszentrum der Werkstatt.

Dass sich alle relevanten Einrichtungen in der Region auf der Führungs- und Leitungsebene auf dieses Modell verständigt haben, spricht für die Bedeutung des Vorhabens, aber nach Ansicht aller Beteiligten auch für den Problemdruck. Die Bundesagentur für Arbeit, die IHK, die Handwerkskammer und Kreishandwerkerschaft, der DGB, die Jobcenter Kreis Unna und Hamm, der Kreis Unna und die Berufskollegs bündeln ihre Kräfte. Operativ umgesetzt wird die Gemeinschaftsinitiative von der Werkstatt im Kreis Unna, die auch die Federführung des Ausbildungsmanagement übernimmt.
Konzept in dem vom Land und dem Europäischen Sozialfonds geförderten Modellprojekt: Ausbildungsfähige Jugendliche, die sich mangels eines Ausbildungsplatzes zum Beispiel in einem Berufskollegs weiterbilden, bekommen die Chance, auf umfangreiche Unterstützung. Intensiv werden Stärken, Schwächen und Berufswünsche analysiert, danach suchen die Ausbildungsmanager für sie eine passende Lehr-stelle. Gleiche Unterstützung gibt es für die Betriebe: Ihr Nachwuchsbedarf wird detailliert aufgenommen, danach werden ihnen passgenaue Bewerber/innen vorgestellt. Die Ausbildungsmanager der Werk-statt stehen auch beiden Seiten begleitend beim Ausbildungsstart zur Verfügung, um so vorzeitigen Ausbildungsabbrüchen zu begegnen, die aktuell bei jedem 4. Ausbildungsvertrag zu verzeichnen sind.

Wie groß das Problem ist, zeigte Herbert Dörmann, Geschäftsführer der Werkstatt an wenigen Zahlen: Der Kreis Unna habe seit Jahren ein „extremes strukturelles Problem am Ausbildungsmarkt: Ein großer Teil von Jugendlichen mündet hier in Zwischenstationen ohne Perspektive auf einen Berufsabschluss.“ Und: Immer mehr Betriebe fän-den keine geeigneten Bewerber und besetzen ihre Stellen nicht. Dörmann „rechnerisch fehlen allein im Kreis Unna 1.200 Ausbildungsstellen. Auf der anderen Seite finden Firmen keine Bewerber, die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze ist um 119 Prozent gestiegen.“ Und das, obwohl die Schulbildung formal gut ist: „Drei Viertel der Unvermittelten Jugendlichen verfügt über mindestens über den Realschul-Abschluss.“

Das Bündnis hat sich jetzt ehrgeizige Ziele gesetzt: 500 Betriebe sollen für die Ausbildung angesprochen werden, 250 Unternehmen sollen mitwirken. Mindestens 80 Ausbildungsplätze will das Regionale Aus-bildungsmanagement bis zum Herbst besetzen. 400 Jugendliche sollen angesprochen werden, mindestens 250 in den Test gehen. „Wir wollen in den kommenden zwei Jahren 160 Übergänge in Ausbildung oder in eine Einstiegsqualifizierung schaffen“, sagt Dörmann. Und für alle Jugendlichen, die nicht direkt auf einen Ausbildungsplatz passen, werden Brücken gebaut. Von einer schulischen Ausbildung, begleiten-den Hilfen bis zur außerbetrieblichen Qualifizierung.

Das Projekt sei nicht nur eine Unterstützung für die Jugendlichen und eine Maßnahme gegen den Nachwuchsmangel in den Betrieben, sondern auch eine gemeinsame Aktion für den Wirtschaftsstandort, betonten die Chefs von Industrie- und Handwerkskammern ebenso wie die Kreishandwerkerschaft und Jobcenter sowie Agentur für Arbeit.

Beim Arbeitsministerium in NRW stieß das mit hochrangigen Akteuren besetzte Vorhaben auf großes Landesinteresse. Es wird daher mit rund 1,1 Mio. € aus ESF- und Landesmitteln gefördert. Weitere 113.000 € steuern Bundesagentur für Arbeit und das Jobcenter im Kreis Unna bei.




Vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für Maler-Auszubildende

Willkommen im Club hieß es jetzt zur Begrüßung der neuen Maler-Auszubildenden im Kreis Unna. Obermeisterin Nicole Walger (r., Schwerte) und ihre Stellvertreterin Heike Balve-Richard (l., Unna) freuten sich über elf junge Menschen, die „unseren schönen und farbigen Beruf erlernen wollen. Dazu möchten wir Euch mit einem kleinen Willkommens-Päckchen in unseren Reihen begrüßen!“

Erstmalig konnte die „Maler- und Lackierer-Innung Unna“ (unterstützt von der Marketing-Kampagne „Werde Maler“ des Innungsverbandes in Holzwickede) jedem neuen Auszubildenden einen schicken Rucksack inklusive T-Shirt, Kappe, Zollstock und Energy-Drink überreichen – „ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk, sozusagen!“ Ihre berufliche Zukunft im Malerhandwerk starten: Dirk Kail-Dominik (Ausbildungsbetrieb Bömelburg, Unna), Omar Ebrahim (Werkstatt Unna), Bianca Haucke (Fa. Steinkamp, Bönen), Marcel Kleffmann (Fa. Glowsky, Schwerte), Arian Nej und Ismail Filikci (Fa. Spauke, Kamen), Sabawoon Noori (Fa. Diesner, Bönen), Robin Schmidt (Fa. dieMaler21, Unna), Arndrea Saturno (Fa. Buchwald, Schwerte), Leonie-Sophie Voß (Fa. Schlierkamp, Hamm) und Florian Kabrolat (Fa. SBH West GmbH, Bergkamen).




Unternehmen am Pharma- und Chemiestandort Bergkamen informieren über Sicherheit: Tipps zum richtigen Verhalten im Gefahrenfall

Was unternehmen Bayer, Lanxess und Huntsman zum Schutz ihrer Nachbarn? Wer kontrolliert die Einhaltung dieser Maßnahmen? Und was ist zu tun, wenn es trotz aller Sicherheitsvorkehrung zu einer gefährlichen Situation kommen sollte? Diese und weitere Fragen rund um das Thema Sicherheit beantwortet eine Broschüre, die die drei Unternehmen des Pharma- und Chemiestandortes Bergkamen kürzlich gemeinsam herausgegeben haben.

Unter dem Titel „Ihre Sicherheit – unsere Verantwortung“ gibt die mittlerweile fünfte Auflage der Publikation Einblick in die Produktion bei Bayer, Lanxess und Huntsman. Inhaltlicher Schwerpunkt: Empfehlungen zum richtigen Verhalten im Gefahrenfall. Auf einer Seite sind dazu in übersichtlicher Form viele hilfreiche Informationen und Tipps aufgeführt. Diesen Service gibt es erstmals neben Deutsch in vier weiteren Sprachen – auf Englisch, Türkisch, Polnisch und Russisch.

„Diese Seite sollte sorgfältig aufbewahrt werden. Am besten in der Nähe des Telefons, damit sie bei Bedarf sofort griffbereit ist“, empfiehlt Bayer-Standortleiter Dr. Timo Fleßner. Wer die dort genannten Ratschläge befolgt, leiste einen wesentlichen Beitrag dazu, die eigene Sicherheit zu erhöhen. Fleßner: „Unsere Empfehlungen gehen teilweise über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Sie können daher auch in anderen Situationen ein wertvoller Ratgeber sein.“

Die Broschüre wird bis Ende des Jahres an mehr als 24.000 Haushalte in Bergkamen verteilt. Weitere Exemplare können jederzeit kostenlos nachbestellt werden. Interessenten wenden sich dazu bitte schriftlich an eine der folgenden Adressen:

Bayer AG
Öffentlichkeitsarbeit
Ernst-Schering-Straße 14
59192 Bergkamen

LANXESS Organometallics GmbH
Ernst-Schering-Straße 14
59192 Bergkamen

Huntsman Advanced Material (Deutschland) GmbH
Ernst-Schering-Straße 14
59192 Bergkamen




GSW lesen Zähler ab – Es werden wieder vermehrt Betrugsversuche durch Wettbewerber erwartet

Am Montag, 11. Dezember, beginnen die GSW mit der persönlichen Ablesung von Energiezählern. Die Ablesungen werden durch GSW-Mitarbeiter durchgeführt, die sich gegenüber dem Kunden gegenüber unaufgefordert mit einem Dienstausweis der GSW zu erkennen geben.

Wer von den Ablesern nicht angetroffen wird, findet eine Karte im Briefkasten. Mit dieser können Kunden die Zählerstände ebenfalls an die GSW übermitteln. Die Angabe kann auch über das Internet unter www.gsw-kamen.de/zaehlerstand erfolgen. Hier benötigt der Kunde dann allerdings die Original-Ablesekarte, auf welcher die Zugangsnummer vermerkt ist.

Die Ablesung erfolgt übrigens im Auftrag aller Energielieferanten. Das bedeutet, dass die GSW auch dann Zählerstände erfassen müssen, wenn Strom und/oder Gas von einem anderen Anbieter geliefert werden. In diesen Fällen dient dann die Ablesung der Abrechnung mit dem jeweiligen Lieferanten.

Im Anschluss an die Zählerablesung werden etwa 80.000 Abrechnungen erstellt. Diese werden im Februar 2018 an die Kunden verschickt.

In der Zeit zwischen der Zählerablesung und der Jahresendabrechnung erwarten die GSW wieder vermehrtes Auftreten von Drückerkolonnen und Belästigungen am Telefon durch fremde Anrufer. „Die Damen und Herren, die dann plötzlich und unangemeldet vor der Tür stehen oder unerlaubterweise anrufen, werden auf unterschiedlichste Weise versuchen, sich das Vertrauen der Menschen zu erschleichen.“, so Thorsten Siegert, Leiter der Kundenbetreuung bei den GSW. „Sie werden Schreiben präsentieren, sich als GSW-Mitarbeiter ausgeben, fadenscheinigste Gründe für einen Anruf angeben und damit auf Unterschriftenfang gehen.“

Die GSW möchten, gemeinsam mit den Beratungsstellen der Polizei, dabei präventiv aufklären und Hilfestellung geben, sollte man unverhoffter Dinge an der Haustür konfrontiert werden oder einen Telefonanruf bekommen.

Ganz wichtig dabei: Keine Fremden in die Wohnung lassen. Nicht nur Drückerkolonnen nutzen die kommenden Monate. Energisch gegen zudringliche Besucher zur Wehr setzen, laut ansprechen oder um Hilfe rufen. Grundsätzlich den Dienstausweis zeigen lassen und ihn sorgfältig auf Druck, Foto und Stempel prüfen. Nichts gutgläubig oder unter Zeitdruck unterschreiben. Niemals beeindrucken oder verwirren lassen. So kann man sich vor unangenehmen Folgen schützen. Sollte doch eine Unterschrift geleistet werden, immer auch auf die Datumsangabe achten. Ein fehlendes oder falsches Datum kann die Durchsetzung eines Widerspruchs erschweren.

Im Zweifel können sich besorgte Bürger über die Rufnummer 02307 978-280 an die GSW oder über 02307 921-0 direkt an die (kriminal-) polizeiliche Dienststelle in der Nähe wenden. Dort erhalten sie außerdem wertvolle Tipps und hilfreiche Broschüren zum Thema Haustürgeschäfte.




AuK: Alten- und Krankenpflege GmbH feiert 25-jähriges Jubiläum

Seit 25 Jahren ambulante Pflege in Bergkamen: Am kommenden Mittwoch, 13. Dezember, feiert der ambulante Pflegedienst Alten- und Krankenpflege GmbH mit einem Sektempfang sein 25-jähriges Bestehen.

Ein historisches Foto. Damals gab es noch Fiat Waldeck an der Erich-Ollenhauer-Straße. Foto: AuK

Der Pflegedienst AuK (Alten- und Krankenpflege GmbH) lädt alle Patienten, Mitarbeiter, Interessierte und Freunde am 13.12.2017 zu einem Sektempfang anlässlich des 25-jährigen Firmenjubiläums ein.
Gegründet wurde die AuK am 01. April 1992 von Heidi und Ruben Born als einer der ersten ambulanten Pflegedienste in Bergkamen und im Kreis Unna. Seit 2004 wird das Unternehmen in zweiter Generation von Veronika und Simon Born geführt. Aktuell versorgt der Pflegedienst über 180 Patienten in Bergkamen und bietet neben klassischer Pflege auch Hauswirtschafts- und Betreuungsleistungen für pflegebedürftige Menschen an. Im kommenden Jahr soll ein eigenes Team für die Palliativpflege ausgebildet und umgesetzt werden.

Im Programm der Jubiläumsfeier werden neben Bildern aus den Anfängen und der Geschichte des Unternehmens auch Videos und Anekdoten aus den zuletzt organisierten Patientenurlauben gezeigt und erzählt.




Springmäuse bringen vorweihnachtlichen Glanz ins Skoda Zentrum von Hülpert

Da sage noch einer, Technik sei eine reine Jungensache. Den Gegenbeweis gab es am Freitag beim Besuch des AWO-Familienzentrums „Springmäuse“ im Skoda Zentrum Bergkamen von Hülpert an der Werner Straße. Ganz interessiert schauten auch die Mädchen in den Motorraum des Autos, dessen Klappe im Ausstellungsraum gerade geöffnet war.

Gekommen waren die Springmäuse im Alter von drei bis sechs Jahren aber aus einem ganz anderen Grund. Sie hatten vorher Weihnachtsbaumschmuck gebastelt und hängten ihn mit Unterstützung der beiden Erzieherinnen Delia Bauer, Ina Klesz-Zinke und Praktikant Frederik Meyer an die vorbereiteten Tannen.

Davor hatten sich die 16 Kinder aus den vier Gruppen des AWO-Familienzentrums, Am Südhang“ in Weddinghofen mit Kakao und Waffeln gestärkt. Angereist sind sie übrigens mit dem Linienbus R82. Als es dann zurückging, überreichte Hülpert-Serviceleiter Dennis Adler jeden Kind eine Tüte mit Leckereien und Spielzeug.

Dennis Adler hatte schon am vergangenen Montag im Volkswagen Zentrum von Hülpert an der Werner Straße Kinder des AWO-Familienzentrums „Villa Kunterbunt“ empfangen. Für Hülpert sind diese beiden Besuche der Auftakt von Unterstützungsangeboten, zum Beispiel bei Festen oder „wenn mal etwas gebraucht wird“, durch die beiden Bergkamener Hülpert-Autohäuser für Kindergärten. Bergkamener Familienzentren und Kitas können Dennis Adler gern darauf ansprechen. Mail: dennis.adler@huelpert.de.




Großes Interesse an der Info-Veranstaltung „Bergbau-Ende 2018“ im Schacht III

Der Bergbau in Bergkamen ist auch Jahre nach der Förderung der letzten Kohle ein heißes Thema – jedenfalls dann, wenn es um die Beseitigung von Schäden am Privateigentum geht. Das zeigte sich jetzt bei der Info-Veranstaltung „Bergbau-Ende 2018 – Was müssen Hauseigentümer beachten?“ im Schacht III in Rünthe. Rund 100 Bergbaubetroffene Bürger aus Bergkamen (Rünthe, Overberge, Oberaden, Mitte u. Weddinghofen) sowie aus Hamm-Herringen waren der Einladung des Aktionskreises Wohnen u. Leben Bergkamen e.V. gefolgt.

Info-Veranstaltung im Schacht III in Rünthe.

Ein kleines ‚Verkehrschaos‘ war die Folge, mit dem der Verein so nicht gerechnet hatte. Andererseits konnte das Thema offensichtlich einige Leute mobilisieren, zumal der Referent des Abends der Vorsitzende der Schlichtungsstelle „Bergschaden in NRW“ – angesiedelt beim RVR in Essen – war. Mit Gero Debusmann – pensionierter Präsident des OLG-Hamm – steht der seit 2009 eingerichteten Stelle ein äußerst erfahrener Richter vor. 

In seinem Vortrag ging es Debusmann insbesondere darum, dass Betroffene Fristen bei der Geltendmachung von möglichen Bergschäden einhalten müssen, um nicht schon formal wg. der sogenannten ‚Einrede der Verjährung‘ durch das Bergwerksunternehmen RAG mit ihren Schadensersatzforderungen zu scheitern. Darüber hinaus geht es bei Streitfällen sehr oft um die Frage ‚Ist das allein ein Baumangel oder ist als Mit-Verursacher des Schadens eine bergbauliche Mitwirkung nicht auszuschließen?‘ Natürlich wird auch um die Höhe des zu leistenden Schadensersatz gestritten. Wer sich als Betroffener aufmacht, bei Nicht-Einigung mit einem Regulierer der RAG ordentliche Gerichte zu bemühen, hat meistens keine guten Karten, weil sich so etwas lang hinzieht und die Beweisführung jeden Laien überfordert.

Gero Debusmann stellte sich nach seinem Vortrag den Fragen der Anwesenden. Danach stand auch noch der Landesverband der Bergbaubetroffenen NRW (LVBB), an diesem Abend vertreten durch Klaus Wagner aus Dorsten und selbst Beisitzer in der Schlichtungsstelle  mit der Erfahrung aus über 100 Verfahren, zu Einzelfragen zur Verfügung. Der Vor. des Aktionskreises, Karlheinz Röcher (auch Beisitzer in der Schlichtungsstelle), bot darüber hinaus an, dass Betroffene sich in den nächsten Tagen durch ihn beraten lassen könnten.  




Maxi-Kinder der Villa Kunterbunt bringen vorweihnachtliche Stimmung ins Volkswagen-Zentrum von Hülpert

In das Volkswagen-Zentrum von Hülpert ist der Advent eingezogen. Gesorgt haben dafür die Maxi-Kinder des AWO-Familienzentrums Villa Kunterbunt, die in der vergangenen Woche den Schmuck für gleich zwei Weihnachtsbäume gebastelt hatten.

Die Maxi-Kinder der Villa Kunterbunt mit Hatice Bayrak (l.) sowie Daniela Thamm und Dennis Adler.

Bevor die Mädchen und Jungen zur Tat schritten, versorgte eine Mitarbeiterin die Kinder mit frischen Waffeln und warmen Kakao. Diese Stärkung war auch nötig, denn die Abordnung der Villa Kunterbunt war zu Fuß zur Werner Straße gekommen. Daran konnte sie auch das miese Wetter nicht hindern.

„Wir gehen viel mit den Kindern“, erzählen die beiden Erzieherinnen Hatice Bayrak und Daniela Thamm. Nächstes Ziel wird der Kooperationspartner, das Seniorenzentrum „Haus am Nordberg“ sein. Dort werden Plätzchen gebacken. Einige Tage später werden sie dann zur Haltestelle der R81 gehen, um von dort zum Eislaufen auf der Kamener Winterwelt zu fahren.

Der Besuch der Maxikinder der Villa Kunterbunt ist für das Volkswagen Zentrum Bergkamen von Hülpert der Start einer Zusammenarbeit mit Bergkamener Kindergärten. Gern könnten sich bei ihm weitere Kitas melden, erklärt Hülpert-Serviceleiter Dennis Adler. Er hat selbst zwei Kinder und damit als Vater reichlich Erfahrung darin, wo Kitas Unterstützung von ortsansässigen Betrieben benötigen. Man könne ihn gern ansprechen.

Der nächste Besuch einer Kita steht bereits fest: Es sind die Springmäuse aus Weddinghofen. Sie werden am kommenden Freitag um 10 Uhr auf der anderen Seite der Werner Straße im Bergkamener Skoda-Zentrum von Hülpert erwartet.




Für den Glühwein beim Weihnachtsbaumverkauf bei Röttger wird um eine Spende für die Kinder- und Jugendhilfe gebeten

Das Garten-Center röttger spendiert beim Weihnachtsbaumverkauf normalerweise den dazu passenden Glühwein gratis. Diesmal wird aber für das wärmende Getränk um eine Spende gebeten.

Bereits beim Knusperhäuschen-Basteln beim Familiensonntag im Gartencenter röttger wurde für die Kinder- und Jugendhilfe der Stadt Bergkamen gesammelt.

Der Erlös aus dieser Sammlung wird, so die Anregung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gartencenters, nach den Feiertagen der Kinder- und Jugendhilfe der Stadt Bergkamen zur Verfügung gestellt. „Ich finde, das ist eine schöne Anregung der Mitarbeiter. Wir sind schon gespannt, was wir auf diesem Wege für die Kinder und Jugendhilfe einsammeln werden“, sagt Claudia Röttger.

Ein Grundstock für diese Spende wanderte bereits am vergangenen Sonntag beim Knusperhäuschen-Basteln ins Sparschwein. Der Andrang auf die knapp 200 Häuschen war so stark, dass sie nicht für alle Kinder gereicht haben. „Und das, obwohl wir die Stückzahl schon erhöht hatten. Nächstes Jahr gibt’s dann noch mehr Häuschen“, verspricht Claudia Röttger.




Bergkamener Kindergärten schmücken Hülpert-Autohäuser

Am Montag, 27. November, werden 20 Kinder des AWO-Familienzentrums „Villa Kunterbunt“ gegen 10.30 Uhr im Volkswagen Zentrum Bergkamen den Weihnachtsbaum schmücken.

Und am Freitag, den 1. Dezember, geht es im Skoda Zentrum Bergkamen direkt weiter. Dann sind die rund 20 „Kita Springmäuse“ ab 10 Uhr im Einsatz, um mit ihrem selbstgebastelten Weihnachtsschmuck für weihnachtliche Stimmung im Autohaus zu sorgen.

Zum Dank werden die kleinen Dekorateure an beiden Tagen mit gebackenen Waffeln und Kakao gestärkt, anschließend erhält jedes Kind eine kleine Weihnachtsüberraschungstüte.

„Wir sehen diese Aktion als Auftakt für eine Kooperation mit den beiden Kindergärten, die wir zukünftig unterstützen möchten“, sagt Dennis Adler, der Serviceleiter der Bergkamener Betriebe.




Au revoir, Hélène! – 17-jährige Französin lernte bei Bayer den deutschen Arbeitsalltag kennen

Deutschland als Wirtschaftsstandort. Die deutsche Arbeitswelt. Deutsch als relevante Sprache auf dem Arbeitsmarkt. All das lernte die 17-jährige Französin Hélène Stanley im Rahmen eines Praktikums bei Bayer in Bergkamen kennen. Der Kalender sorgte dafür, dass die Abiturientin am 31. Oktober und 1. November zudem zwei kirchliche Feiertage erlebte – und undeutsches Brauchtum wie Halloween.

Sina Krickhahn, Chemielaborantin im 2. Ausbildungsjahr, assistiert Hélène Stanley bei der Arbeit im Ausbildungslabor. Fotos Bayer AG

Lisa Puzicha, angehende Chemielaborantin im 2. Ausbildungsjahr, hatte Hélène während ihres Deutschland-Aufenthalts bei sich zu Hause aufgenommen – Freizeitprogramm inklusive. Neben einer Halloween-Party lernte der Gast aus Caen (Normandie), den Zoo in Münster, den Maxipark in Hamm und eine deutsche Kegelbahn kennen.

Bei Bayer waren die beiden jungen Frauen vor allem im Ausbildungslabor aktiv. „Wir haben den Wirkstoff von Aspirin hergestellt. Und ich habe eine Werksführung bekommen“, schildert Hélène in fehlerfreiem Deutsch. Nur ein kleiner Akzent verrät die Herkunft der jungen Französin, die auch fließend Englisch spricht. Kein Wunder: Der Vater ist Engländer. Der Onkel jedoch ist in Deutschland verheiratet.

„Ich habe zwei Cousins in München, mit denen ich mich gerne in ihrer Muttersprache austauschen möchte“, berichtet Hélène, die seit der 6. Klasse Deutsch lernt – mittlerweile in zehn Unterrichtsstunden wöchentlich. Ein Vierteljahr als Austauschschülerin in Chemnitz, Besuche in Berlin und Köln und natürlich bei der Familie in Bayern haben die Deutsch-Kenntnisse der Abiturienten perfektioniert.

Neben Lisa Puzicha (2. v. l.) standen Hélène Stanley (Mitte) weitere hilfsbereite Bayer-Auszubildende zur Seite.

Will sie nach dem Abitur, dem Baccalaurèat, auch einen Beruf ergreifen, bei dem sie Deutsch benötigt? „Nein, ich möchte Medizin studieren. Ich liebe Biologie und Chemie. Deshalb habe ich mich für das Praktikum bei Bayer beworben.“ Möglich gemacht hat den Aufenthalt in Bergkamen das Goethe-Institut in Paris, mit dem der Bayer-Standort bereits seit vielen Jahren kooperiert. Außerdem waren das Auswärtige Amt und die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer beteiligt.

Am Ende ihres Praktikums zieht Hélène Stanley eine erfreuliche Bilanz. Sie hat viel Neues erfahren und über die Größe des Bayer-Standortes ebenso gestaunt wie über den (für eine Französin) frühen Arbeitsbeginn. Und nicht nur das: „Ihr habt so viele lange Begriffe, die sich aus vielen Wörtern zusammensetzen. Zum Beispiel ‚Naturwissenschaften’. Französisch ist da unkomplizierter. Da heißt das einfach Sciences“.