Bündnis für Bildung: Bayer kooperiert mit Hochschule Hamm-Lippstadt und Willy-Brandt-Gesamtschule

Bayer-Mitarbeiterin Petra Schwerdtfeger (l.) erläutert den Studentinnen die Geräte, die bei analytischen Arbeiten im Labor erforderlich sind. Foto: Bayer AG

Sie verfügen über unterschiedliche Vorzüge, Aufgaben und Ausrichtungen – dennoch verfolgen sie ein gemeinsames Ziel: Mit dem Bayer-Standort Bergkamen, der Hochschule Hamm-Lippstadt und der Willy-Brandt-Gesamtschule haben sich drei starke Akteure zu einem regionalen Bildungsbündnis zusammengeschlossen. Die Initiative zu dieser Partnerschaft ging von der der Wirtschaftsförderung Kreis Unna aus, die zusätzlich die Abstimmung untereinander koordiniert und sich auch operativ einbringt.

Bayer setzt auf lebenslanges Lernen

„Viele Berufe erfordern breitere oder höhere Qualifikationen – dieses ist ein klar erkennbarer Trend. In gleichem Maße gewinnen Bildung und entsprechende Vorbereitung auch an den Schulen an Bedeutung“, unterstreicht Dr. Timo Fleßner, Leiter des Bayer-Standortes Bergkamen. Er begrüßt es daher ausdrücklich, dass sich talentierte Bayer-Auszubildende über Fortbildungsmöglichkeiten außerhalb des Unternehmens informieren – beispielsweise an der Hochschule Hamm-Lippstadt. „Im Optimalfall kehren sie nach dem Studium zu Bayer zurück – mit erweiterten Chancen auf Führungspositionen und mit noch besseren Entwicklungsperspektiven.“

Karrierechancen und Wissenstransfer

Von einer erfolgreichen Zukunft der Bildungskooperation sind alle Beteiligten überzeugt. Auch Prof. Dr. Stefanie Sielemann, die sich an der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) unter anderem mit instrumenteller analytischer Chemie befasst. „Viele Studierende stellen sich früher oder später die Frage, welchen Karriereweg sie nach ihrem Examen verfolgen sollen. Der Austausch mit Chemikern, die über Berufserfahrung in der Industrie verfügen, kann dabei eine wichtige Hilfe sein.“ Schon der erste Besuch von HSHL-Studierenden bei Bayer in Bergkamen bestätigte diese Ansicht. Die Nachwuchswissenschaftler erhielten konkrete Anregungen und Orientierung für die Zeit nach dem Studium. Umgekehrt profitiert auch Bayer von der stärkeren Vernetzung mit der HSHL, denn wissenschaftliche Erkenntnisse prägen immer mehr Berufsbilder. Ihr rascher Transfer ist entscheidend, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können.

Erkenntnisgewinn durch Experimentieren

Für die Schülerinnen und Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule steht ein anderer Aspekt im Mittelpunkt der Kooperation: das eigenständige Experimentieren. In den Laboren der Bayer-Ausbildung und jenen der HSHL führten die Jugendlichen unter fachlicher Anleitung eigene Versuche durch – und erweiterten auf diese Weise ihre Kenntnisse naturwissenschaftlicher Zusammenhänge. Dabei bestätigte sich, dass viele aus dem Unterricht bekannte Inhalte erst durch die praktischen Erfahrungen im Labor wirklich klar werden. Das unterstreicht den Stellenwert der Kooperation als sinnvolle Ergänzung des schulischen Lehrplans.

Die Bedeutung dieser praxisnahen Einblicke betont auch die Wirtschaftsförderung Kreis Unna, denn nur eine frühzeitige Auseinandersetzung mit verschiedenen Karrierewegen bietet Orientierung und schafft Durchblick, für alles was nach dem Schulabschluss auf die Schülerinnen und Schüler wartet. Daher unterstützt die Wirtschaftsförderung gerne weitere Schulen, die dem Beispiel der Willy-Brandt-Gesamtschule folgen möchten. Kontakt: Julian Pflichtenhöfer, Telefon: 02303 27-2090, E-Mail: j.pflichtenhoefer@wfg-kreis-unna.de




Marina-Besucher tranken für einen guten Zweck – Veltins spendet für den Förderverein des Stadtmuseums

Spendenübergabe am Stadtmuseum (v.l.): Kai-Uwe Semrau, Karsten Quabeck, Axel Bierbrodt von der Fa. Veltins und Beante Tebbe.

Im Rahmen der „Sommerbelebung der Marina Rünthe“ haben  hatte das Stadtmarketing am vergangenen
Samstag die Veranstaltung „Old Times – Rock´n Roll meets H-Kennzeichen“ eingeladen. Dazu wurde passenderweise auch den „Getränke-Oldtimer“ der Firma Veltins begrüßt, ein alt gedienter Mercedes-Benz L319 aus den 1960er Jahren mit Grevensteiner Landbier in der Kühlung.

Schon um kurz nach 20.00 Uhr waren alle 26 Kisten leer – pro Flasche war € 1,00 für einen „guten Zweck“ zu entrichten. Der Gesamtbetrag in Höhe von € 520,00 wird dem Förderverein des Bergkamener Stadtmuseums zu Gute kommen. „Der Veranstaltungstitel „Old Times“ und das Stadtmuseum – dass passt gut zusammen!“ so Stadtmarketing-Leiter Karsten Quabeck.

Axel Bierbrodt von der Fa. Veltins übergab am Freitagmorgen den Scheck an die Geschäftsführerin des Museumsfördervereins Beate Tebbe. Der Vorstand freue sich sehr über diese Spende. Er werde in seiner Septembersitzung über die sinnvolle Verwendung des Geldes beraten, erklärte sie.

Axel Bierbrodt nutzte natürlich die Gelegenheit, sich das Bergkamener Stadtmuseum von innen anzusehen. Er ließ sich von Museumsmitarbeiter Kay-Uwe Semrau die zurzeit laufenden Umbauarbeiten erklären.




IHK freut sich über ein deutliches Plus bei den Ausbildungszahlen

Auch die IHK zu Dortmund bildet natürlich aus. IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber und Ausbilderin Elke Severmann (r.) begrüßten heute die neuen Auszubildenden (ab 2.v.l.): Anastasia Plechov, Constanze Fröhlich und Stiena Zelek. Foto: IHK/Andreas Meier

Am Mittwoch starten für 3.781 junge Menschen ein neuer Lebensabschnitt: Sie beginnen in Dortmund, Hamm und im Kreis Unna ihre Ausbildung in der Industrie, im Handel oder in der Dienstleistungsbranche. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund verzeichnet damit ein deutliches Plus von 141 Verträgen beziehungsweise 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr – trotz rückläufiger Schulabgängerzahlen. Die duale Berufsausbildung gewinnt wieder an Popularität. Bei den gewerblichen Berufen stieg die Zahl der Verträge um insgesamt 11,7 Prozent (von 976 auf 1.090), bei den kaufmännischen Berufen immerhin noch um ein Prozent (von 2.664 auf 2.691).

Erstmals ausgebildet werden in diesem Jahr Kaufleute im E-Commerce. 14 Azubis haben sich bisher in der IHK-Region für den neuen Ausbildungsberuf entschieden, der sie für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen über das Internet rüstet.

„Unabhängig vom Beruf ist eine duale Ausbildung ein idealer Berufseinstieg. Jeder Ausbildungsplatz ist ein konkreter Bedarf der Wirtschaft“, sagt Michael Ifland, IHK-Geschäftsführer Berufliche Bildung. Entsprechend gut sind häufig die Karrieremöglichkeiten nach der Ausbildung – zum Beispiel mit einem Abschluss der höheren Berufsbildung zum Fachwirt, Betriebswirt oder auch Industriemeister.

Für spät Entschlossene ist der Ausbildungszug noch längst nicht abgefahren. Die IHK-Lehrstellenbörse (www.ihk-lehrstellenboerse.de) weist aktuell noch fast 200 sofort zu besetzende Ausbildungsstellen für die Region auf.




Sprechstunde für Gründungsinteressierte im Bergkamener Rathaus

Sylke Schaffrin-Runkel. Foto: Stadt Bergkamen

Der Weg in die Selbstständigkeit sollte gut vorbereitet werden. Die Sprechstunde im Rathaus bietet die Möglichkeit, die Gründung Schritt für Schritt umzusetzen und alle Gründungsformalitäten zu erledigen. Bei allen Fragen rund um das Thema „Sich selbstständig machen“ bietet das STARTERCENTER NRW Kreis Unna kostenlose Unterstützung aus einer Hand.

Am Montag, 13. August 2018 ab 8.30 Uhr berät Sylke Schaffrin-Runkel vom STARTERCENTER NRW der Wirtschaftsförderung Kreis Unna Gründungsinteressierte und JungunternehmerInnen, die eine Selbstständigkeit planen oder sich im Aufbau befinden.

Beschäftige, Arbeitslose oder Freiberufler sind eingeladen, sich über Angebote zur Existenzgründung oder Unternehmensentwicklung beraten zu lassen, auch wenn eine Gründung im Nebenerwerb geplant ist.

Für die persönliche Beratung im Rathaus Bergkamen ist eine Terminabsprache unter Tel. 02303-272590 oder per E-Mail an s.schaffrin-runkel@wfg-kreis-unna.de unbedingt erforderlich.




Namenswettbewerb für ehemalige Bergbauberufsfachschulen Bergkamen und Recklinghausen

Die FAKT AG hat in diesem Jahr die beiden Bergbauberufsfachschulen in Bergkamen und in Recklinghausen in ihr Immobilienportfolio aufgenommen und sucht jeweils einen neuen Namen für die beiden Gebäude.

Bis zum 31. August 2018 können Namensvorschläge eingereicht werden. Gesucht wird für jeden Standort ein wohlklingender, origineller, einprägsamer Name und/oder Slogan, mit dem sich das Gebäude identifizieren kann.

Für die drei Erstplatzierten je Standort gibt es Preise im Wert von mehreren tausend Euro. Der Hauptpreis je Standort ist ein IPhone X. Die Teilnehmer erklären sich bereit, auf die Namensrechte zu verzichten und sind aufgerufen, ihre Namensvorschläge bis zum 31. August 2018 an folgende E-Mail zu schicken: info@fakt-ag.com.

Um sich ein genaueres Bild von den Gebäuden machen zu können, sei gesagt, dass die beiden Schulen nahezu baugleich sind und auf Grundstücken von jeweils ca. 38.000 Quadratmetern gebaut wurden. In der Vergangenheit wurden in den Schulen Bergleute durch die RAG ausgebildet. In Spitzenzeiten fanden dort bis zu 3.000 Schüler Platz. Später hat die TÜV NORD College GmbH die Schulen übernommen und auch für andere Branchen, wie beispielsweise die Elektrotechnik ausgebildet.

Die FAKT-Unternehmensgruppe freut sich nun, die Schulen neuen Nutzungen zuführen zu können. Dem Vorstandsvorsitzenden der FAKT AG, Prof. em. Hubert Schulte-Kemper, ist es ein Herzensanliegen, dort Jugendliche aus verschiedenen Lebenssituationen in differenzierten Branchen, wie zum Beispiel in der Gastronomie und der Logistik, für den Arbeitsmarkt berufsfähig
zu qualifizieren. Generell ist natürlich die Vermietung an verschiedene Branchen möglich, so kann sich ein Nutzungsmix entwickeln. Nun ist Ihre Kreativität gefragt – die FAKT-Gruppe freut sich auf viele originelle Namensvorschläge.

Die FAKT-Unternehmensgruppe hat ihren Schwerpunkt in der Projektentwicklung − Kernsektoren sind die Bereiche Immobilien, ausgewählte kommunale Infrastruktur- und apitalmarktthemen
sowie Projekte zur umweltfreundlichen Energieerzeugung und effizienten Nutzung knapper Ressourcen. In Deutschland und im internationalen Markt agiert die FAKT-Gruppe mit einem professionellen Netzwerk aus etablierten Kooperationspartnern und Repräsentanten in Amsterdam, Hamburg, Kopenhagen, London und Paris. Unter ihrem Dach bündelt die Unternehmensgruppe derzeit 20 Tochter- und Projektgesellschaften.




Beste Form: Junge Tischler präsentieren ihre Gesellenstücke in der Sparkasse

Tischlergeselle Lars Volmerg (2.v.r.) hat die beste Form des aktuellen Azubi-Jahrgangs im Kreis Unna geschaffen. Mit seinem „wandhängenden Notizboard in Kirschbaum und Linoleum“ überzeugte er beim Wettbewerb „Die Gute Form“ die Jury rundum: Form, Materialien, Idee und handwerkliche Umsetzung wurden gelobt und mit dem ersten Preis belohnt.

Die Auszeichnung fand (wie auch die vorangegangene, zweiwöchige Ausstellung aller 12 Gesellenstücke) in der Schalterhalle der Sparkasse Bergkamen-Bönen statt.

Der 23jährige Volmerg hatte bei Tischlermeister Ulrich Rotte in Selm gelernt und wird die „Tischler-Innung Unna“ nun mit seinem Möbel im kommenden NRW-Landesentscheid vertreten. Auf den Plätze zwei und drei folgten Lukas Meumann (r., Ausbildungsbetrieb Honikel GmbH, Dortmund) und Simon Lesinski (2.v.l., ausgebildet bei Fa. Heiko Heucks, Schwerte). Zudem bekam Jason Kemper (l., Ausbildungsbetrieb Heinrich Gößmann, Holzwickede) eine Belobigung der Jury.




Frau. Mutter. Migrationshintergrund: Ein Gewinn für Unternehmen. – Fachforum des Projektes „Starke Mütter – Starke Unternehmen“

Talkrunde mit (v.l.n.r.) Wilhelm Kanne Junior von der Bäckerei Kanne, Erhan Dogan vom Senio-renhaus Sophia, Gülsen Koç vom Seniorenstift Haus an der Landwehr, Valerie Holsboer, Vor-stand Ressourcen der Bundesagentur für Arbeit, Griselda Farrici aus Albanien, Raima Safouri aus Syrien und Catalina Cristina Baltariu aus Rumänien sowie Moderatorin Sonja Gerhardt.

28% aller Mütter in Deutschland haben einen Migrationshintergrund und von diesen ist nur etwa die Hälfte erwerbstätig. Eine Zielgruppe mit enormem Fachkräftepotenzial, das leider nicht genug zum Einsatz kommt. Auf dem Fachforum „Frau. Mutter. Migrationshintergrund: Ein Gewinn für Unternehmen“ des Multikultu-rellen Forums nahmen ExpertInnen, UnternehmerInnen und Mütter dieses Thema in den Fokus. Die Veranstaltung fand am Mittwoch im Rahmen des Projekts „Starke Mütter – Starke Unter-nehmen“ statt, welches im Bundesprogramm „Stark im Beruf“ durch das Bundesfamilienministerium und den Europäischen Sozialfonds gefördert wird.

Vor über 60 Gästen erzählte Raima Safouri aus Syrien im Sportzentrum Kamen-Kaiserau, wie ihr beruflicher Einstieg gelungen ist: „Ich habe, vermittelt durch das Projekt, verschiedene Praktika gemacht. In der Lagerlogistik hat es mir am besten gefallen. Vor Kurzem habe ich erfahren, dass ich dort über eine Qualifizierungsmaßnahme eine Ausbildung machen kann.“ Die alleinerziehende Mutter von vier Kindern freut sich über diese Chance und hofft auf das Verständnis ihres künftigen Arbeitgebers, sollte die Kinderbetreuung einmal nicht gewährleistet sein. Arbeitgeber für solche Belange zu sensibilisieren, aber sie auch auf das enorme Potenzial von Müttern mit Migrationshintergrund auf-merksam zu machen, ist laut Emine Sancar und Beatrice von Hall, Projektleiterinnen von „Starke Mütter – Starke Unternehmen“, eines der grundlegendsten Ziele ihrer Arbeit.

Für Valerie Holsboer, Vorstand Ressourcen der Bundesagentur für Arbeit, ist ganz klar, dass die Beschäftigung mit dem Thema Erwerbstätigkeit von Müttern mit Migrationshintergrund unaus-weichlich ist. „Angesichts des Fachkräftebedarfes in vielen Branchen können wir auf Frauen und Mütter mit Migrationshintergrund auf dem Arbeitsmarkt gar nicht verzichten. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Vielfalt in den Belegschaften der Unternehmen. Arbeit bedeutet Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, das Intensivieren von sozialen Kontakten und gibt jedem Menschen Selbstvertrauen. Gerade Mütter mit Migrationshintergrund üben eine Vorbildfunktion für ihre eigenen Kinder und die nachfolgenden Generationen aus. Deswegen ist es so wichtig, dass ihnen der Weg in das Arbeitsleben gelingt.“ Sie wünsche sich ein generelles Umdenken und weniger Denkblockaden, so Holsboer. Thomas Helm, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Hamm, kann ihr in diesen Punkten nur beipflichten.

Auch Uwe Ringelsiep, Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Unna, welches das Projekt kofinanziert, ist der Überzeugung, „dass wir alle davon profitieren können, Bewerberinnen mit multikulturellen Wurzeln dabei zu unterstützen, ihre Kompetenzen und Fertigkeiten in die Arbeitswelt einfließen zu lassen“, und freut sich „über die positiven Resonanzen regionaler Arbeitgeber.“ Drei regionale Unternehmen berichteten in der Talkrunde von ihren Erfahrungen: Wilhelm Kanne Junior von der Bäckerei Kanne, Erhan Dogan vom Comunita Seniorenhaus Sophia und Gülsen Koç vom Seniorenzentrum Haus an der Landwehr. Sie betonten unisono, dass es individuelle Lösungen brauche sowie Mut, Ver-änderungen aktiv zu gestalten. Man wünsche sich aber auch mehr Unterstützung durch die Politik, u.a. durch den Ausbau von Kinderbetreuungszeiten

„Starke Mütter – Starke Unternehmen“ ist eines von rund 80 Pro-jekten, die im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Europäischen Sozialfonds gefördert werden.




IHK-Online-Check-In in die Selbstständigkeit

Wer in Nordrhein-Westfalen sein Gewerbe anmelden will, kann dies ab sofort „von seinem Arbeitsplatz, vom heimischen Sofa und über die IHKs in NRW, in diesem Fall mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund – mit dem Gewerbe-Service-Portal NRW. Unter www.gewerbe.nrw können Sie per Online-Abfrage die dafür erforderlichen Daten erfassen und Ihre Gewerbeanzeige direkt und digital an das zuständige Gewerbeamt versenden.

Das Portal ist das Ergebnis der intensiven Zusammenarbeit von Landesregierung, Kommunen und Kammern, damit Unternehmerinnen und Unternehmen ihre zentralen Verwaltungsvorgänge zukünftig vom Büro aus abwickeln und archivieren können. Dafür wird die Plattform in den kommenden Monaten schrittweise zu einer umfassenden Dienstleistungsplattform weiterentwickelt.

Ulf Wollrath, Geschäftsführer für Gründungen bei der IHK zu Dortmund, sieht in der Möglichkeit der elektronischen Gewerbeanzeige einen wichtigen Fortschritt im Sinne der Gründer: „Mit dem Gewerbe-Service-Portal erfüllt sich in NRW eine langjährige Forderung der IHKs nach einer elektronischen Gewerbemeldung. Noch immer dauert der Gründungsprozess in Deutschland zu lange. Alle Maßnahmen, die diesen Prozess verkürzen, vereinfachen und bequemer machen sind positiv. Mit dem Portal setzt die Landesregierung ein starkes Signal in Richtung Digitalisierung von Verwaltungsverfahren für die Wirtschaft. Die Möglichkeit für Gründer, ihre Gewerbeanzeige vom Büro oder Sofa aus medienbruchfrei erledigen zu können, war überfällig. Insbesondere Startups mit digitalisierten Geschäftsmodellen haben wenig Verständnis dafür, dass sie viele Verwaltungsverfahren noch nicht auf elektronischem Weg erledigen können. Das Portal wird die Grundlage für die Digitalisierung weiterer Verfahren und Prozesse für die Wirtschaft bilden. Das finden wir klasse.“

Bei der Eintragung der Gewerbeanmeldung bieten die IHKs in NRW den Unternehmen ihren Beratungsservice für Existenzgründung an. Die Gründungsberater in den 16 IHKs in NRW navigieren Sie durch alle Fragestellungen zum Gründungskonzept, zu Fördermöglichkeiten und zu rechtlichen Voraussetzungen und Formalitäten. Ihre Ansprechpartner finden Sie unter: http://www.ihk-nrw.de/taetigkeitsfelder/unternehmensgruendungen

Das „Gewerbe-Service-Portal.NRW“ wird vom Land NRW betrieben, die Inhalte steuert das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden, den Industrie- und Handelskammern und den Handwerkskammern bei. Weitere Informationen zum Aufbau des neuen Gewerbeportals finden Sie unter: https://www.wirtschaft.nrw/pressemitteilung/minister-pinkwart-elektronische-gewerbeanmeldung-macht-das-gruenden-einfacher




Bergkamener Bayer-Azubis sammeln Pfandflaschen für Kinderheim

Die Auszubildende Melisa Nacar (r.) und Ausbilder Bernd Friedrich übergaben die Spende an Hilla Piepenburg sowie Leon und Mireille (v. l.) vom Kinderheim Erziehungshilfen Werne. Foto: Bayer AG

„Eine solch originelle Spende haben wir noch nie erhalten.“ Kristina Sollich, Leiterin des Kinderheims Erziehungshilfen Werne gGmbH, strahlte über das ganze Gesicht. Auszubildende des Bayer-Standorts Bergkamen hatten ihr und zweien ihrer Schützlinge gerade 200 Euro übergeben. Die Bayer-Azubis hatten dafür zwei Jahre lang Pfandflaschen gesammelt.

Kristina Sollich gefällt das: „Wir sind für unsere Arbeit auch auf Spenden angewiesen und können das Geld beispielsweise sehr gut für die Finanzierung von Urlaubsfahrten verwenden.“ Diese Ausflüge haben für die Kinder einen hohen Stellenwert: Da sie in ihrem bisherigen Leben oft mit Verzicht und Entbehrungen konfrontiert waren, genießen sie die gemeinsame Ablenkung vom Alltag ganz besonders.

Ausbilder Bernd Friedrich erinnert sich an die Vorgeschichte der ungewöhnlichen Spendenaktion. „Früher verfügte die Ausbildung über keine Rücknahmemöglichkeit für Pfandflaschen. Viele Auszubildende ärgerte das.“ Aus der Unzufriedenheit entstand die Idee, Abhilfe zu schaffen: Ein Pfandbehälter musste her. Und so kam es dann auch.

Wer leere Flaschen nicht zum Automaten im Supermarkt bringen möchte oder keine Gelegenheit dazu hat, kann sie seitdem in einen selbst gebauten Behälter im Ausbildungsgebäude werfen und das Pfand spenden. Schon nach einem Jahr waren auf diese Weise 100 Euro zusammengekommen. Heute, ein weiteres Jahr später, konnte die Summe verdoppelt werden. Und die Aktion wird fortgeführt.

„Die Auszubildenden haben selbst entschieden, wem das Geld zugutekommen soll“, berichtet Bernd Friedrich. Die Wahl fiel auf das Kinderheim Erziehungshilfen Werne. Dabei täuscht der Name: Neben Kindern betreut die Einrichtung auch Jugendliche und deren Familien in schwierigen Lebenslagen. Das überzeugte die Bayer-Azubis, die mit ihrer ungewöhnlichen Spendenaktion gezielt junge Menschen aus der Region erreichen wollten.




Es gibt keine Briefmarken mehr zu kaufen in Weddinghofen: Post sucht Räume für neue „Interimsfiliale“

Am 2. Juli soll es hier eine Neueröffnung geben – allerdings ohne Postservice

Seit einigen Wochen gibt es im Bergkamener Stadtteil keine Briefmarken mehr zu kaufen. Auch bei anderen Dienstleitungen der Deutschen Post sieht es sehr schlecht aus. Das wird sich offensichtlich auch nicht so schnell ändern.

Bis vor wenigen Wochen war die Lotto-Annahmestelle Fröhlich an der Schulstraße hier eine Anlaufstelle. Doch nach dem zweiten Raubüberfall innerhalb kurzer Zeit, ist sie geschlossen. Wer durch das Schaufenster sieht, erkennt, dass der Warenbestand ausgeräumt ist. Zur näheren Erläuterung klebt ein Zettel an der Scheibe: Neueröffnung am 2. Juli.

Was da Neues kommt, ist leider nicht ersichtlich. Fest steht aber eins. Einen irgendwie gearteten Postservice wird es dort aber nicht geben, wie Postsprecher Rainer Ernzer gegenüber „Bergkamen Infoblog“ erklärte: „Wir haben zum 31. Mai vom Vermieter eine Kündigung erhalten.“

Dazu stellte Ernzer fest, dass es sich an der Schulstraße 54 bei Fröhlich nicht um eine Post-Filiale gehandelt habe, sondern nur um eine „Interimsfiliale“, die von einer Tochtergesellschaft betrieben werden. Reguläre „Post-Filialen“ gebe es nur in Verbindung mit einem Einzelhandel. Da sehe es aber in Weddinghofen eher schlecht aus.

In diesem Stadtteil gibt es nur noch den SMAK mit vorwiegend russischen und polnischen Spezialitäten und den Netto Markendiscount. Der Netto an der Schulstraße wird zwar vom 23. Juni bis voraussichtlich 9. Juli geschlossen, aber nur zu Modernisierungszwecken.

Der Post bleibt deshalb nichts anderes übrig, nach neuen Räumen für eine „Interimsfiliale“ zu suchen.




Neue Postfiliale für Oberaden im REWE-Markt Liebendahl

Die Deutsche Post eröffnet am 2. Juli eine neue Filiale in Bergkamen-Oberaden bei Schreibwaren Shanmugarajah Nithianantham im Gebäude von REWE Liebendahl, Jahnstraße 90d. Die neue Filiale ersetzt den Service der Postfiliale an der Jahnstraße 96, die bis zum 29. Juni 2018 geöffnet ist. „Durch diese Neueröffnung sind der Standort und der Kundenservice in Bergkamen-Oberaden weiter sichergestellt“, beton Postsprecher Rainer Ernzer.

In der neuen Filiale können die Kunden z.B. Brief- und Paketmarken, Einschreibemarken oder Packsets kaufen. Die Annahme von Brief- und Paketsendungen sowie Auskünfte zu Produkten und Service gehört ebenso zum Angebot der neuen Filialen. Außerdem können Kunden dort auch den Service „Postfiliale Direkt“ nutzen und sich Sendungen direkt an die Filiale senden lassen, um sie später dort abzuholen.

„Das Postgeheimnis bleibt gewahrt. Das Team der neuen Filiale wird hierzu genauso verpflichtet wie die Postmitarbeiter“, betont Ernzer.

Die Filiale im Einzelhandel hat neben den verbesserten und kundenfreundlichen Öffnungszeiten einen weiteren Vorteil: Die Kunden können verschiedene Einkäufe schnell und bequem an einem Ort erledigen.

„Mit der Eröffnung stehen den Kunden kompetente und geschulte Mitarbeiter bei Wünschen und Fragen zu Postdienstleistungen zur Seite. Auf diese Weise wird der gewohnte Service in allen Filialen sichergestellt“, so Ernzer weiter. Der „Kundenmonitor 2017“, eine Studie des unabhängigen Forschungsinstitutes ServiceBarometer AG, bescheinige den Postfilialen im klassischen Einzelhandel eine überdurchschnittlich hohe Kundenzufriedenheit. „Für die Postfilialen der Deutschen Post kann die Gesamtzufriedenheit vorzugsweise über die wahrgenommene Freundlichkeit und Beratungsqualität erklärt werden. Über die in den letzten Jahren konsequent vollzogene Integration der Posttheken in verschiedene Einzelhandelsgeschäfte (Partnerfilialen) wird damit auch ein großes Stück Händlerleistung positiv von den Kunden beurteilt.“, so der Kundenmonitor.

Unter www.postfinder.de gibt es die Möglichkeit die nächstgelegenen Filialen inklusive Öffnungszeiten zu finden. Auch Standorte von Briefkästen und deren Leerungszeiten sowie Standorte von Packstationen und Paketshops sind dort zu ermitteln.