Kohleausstieg betrifft Kreis und auch Bergkamen: Kommunalspitzten fordern Planungssicherheit

Das Kraftwerk in Heil wäre auch vom Kohleausstieg betroffen.

Die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission hat sich in der Nacht zum Samstag (25./26. Januar) auf einen Kohleausstieg spätestens bis 2038 verständigt. Gleichzeitig werden 40 Milliarden Euro an Hilfen für die Kohleregionen in Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg vorgeschlagen.

In NRW richtet sich der Blick vor allem auf die Braunkohleregion im Rheinischen. Landrat Michael Makiolla erinnert aber an die direkte Betroffenheit auch des Kreises Unna als Standort von immerhin vier Steinkohlekraftwerken in Bergkamen (1), Lünen (2), und Werne (1).

Landrat Makiolla hat deshalb bei der Bürgermeisterkonferenz am 30. Januar mit den Spitzen von Bergkamen, Lünen und Werne das weitere Agieren gegenüber der Landesregierung verabredet. So wird ein gemeinsames Schreiben an Ministerpräsident Armin Laschet formuliert werden. Darin soll die Lage vor Ort geschildert, die Erwartung finanzieller Hilfen unterstrichen und eine Einladung an Ministerpräsident Laschet in den Kreis Unna zu einem Kraftwerks-Dialog ausgesprochen werden.

Neue wirtschaftliche Herausforderung
„Wir haben nach dem Rückzug des Steinkohlebergbaus erfolgreich den Strukturwandel eingeleitet. Das Abschalten der Kraftwerke stellt uns vor eine neuerliche wirtschaftliche und soziale Herausforderung, denn wir müssen erneut den Wegfall von Arbeitsplätzen und damit von regionaler Wirtschaftskraft abfedern“, so die vier Kommunalspitzen.

Landrat Makiolla macht gleichzeitig deutlich: „Wir sind auf den Ausstieg vorbereitet. Wir wollen die Standorte der Steinkohlekraftwerke aufbereiten und soweit wie möglich als Gewerbeflächen vermarkten. Dafür brauchen wir aber den Schulterschluss mit Bund und Land, verbindliche Zeitfenster, also Planungssicherheit und eine angemessene Finanzausstattung.“

Deshalb steht der Kreis auch hier im engen Kontakt mit der Regionalverband Ruhr (RVR). Konkret geht es darum, die Nachnutzung der Kraftwerksflächen im Regionalplan Ruhr festzuschreiben. Laut RVR sind die Flächen des schon abgeschalteten Werks in Lünen und der Kraftwerksstandort Bergkamen-Heil bereits als Kooperationsflächen für eine Folgenutzung eingeplant.

Umnutzung könnte neue Gewerbeflächen schaffen
Mittelfristig kann der Kohleausstieg nach Überzeugung von Landrat Michael Makiolla und den Spitzen aus Bergkamen, Lünen und Werne ein weiterer Baustein im gelingenden Strukturwandel werden: „Die Umnutzung und Bereitstellung der Flächen behebt den Mangel an Gewerbeflächen in unserer Region. Sie wird damit konkurrenzfähiger, denn wir bekommen den dringend gesuchten Platz für Unternehmenserweiterungen, für Neuansiedlungen und damit für neue Arbeitsplätze.“ PK | PKU




Vorbereitung auf die Internationalen Biologie-Olympiade am Bayer-Standort Bergkamen

Teilnehmer der Internationalen Biologie-Olympiade bereiten einen genetischen Versuch zur Vervielfältigung der Erbsubstanz vor. Foto: Bayer AG

Wer Großes erreichen will, benötigt neben fundiertem Wissen oft auch praktische Fertigkeiten und Kenntnisse. Das gilt im Beruf – aber auch in der Schule. Beste Voraussetzungen zum Lernen und Trainieren fanden kürzlich acht Schülerinnen und Schüler aus ganz Nordrhein-Westfalen am Bayer-Standort Bergkamen vor, wo sie sich auf die nächste Runde der Internationalen Biologie-Olympiade (IBO) vorbereiteten. Das Unternehmen hatte den Nachwuchswissenschaftlern aus diesem Anlass seine Ausbildungslabore für eigene Experimente zur Verfügung gestellt.

„Wir freuen uns, diesen führenden Schulwettbewerb im Fach Biologie fördern zu können und damit begabte junge Menschen bei der Berufsorientierung zu unterstützen“, macht Standortleiter Dr. Timo Fleßner deutlich und kündigt an, dieses Engagement in den kommenden Jahren fortzusetzen. „Forschung und Innovationen erfordern ein hohes Maß an Know-how. Jugendliche für Disziplinen wie Botanik, Genetik und Medizin zu begeistern und sie mit wissenschaftlichen Arbeitsweisen vertraut zu machen, ist daher eine wichtige Aufgabe, an der wir uns gerne beteiligen.“

Gerade im Fach Biologie hat praktisches Arbeiten einen hohen Stellenwert – weshalb der Aufenthalt bei Bayer gut ankam. „Hier haben wir die Chance, Versuche durchzuführen, die an Schulen kaum möglich sind“, bestätigt der IBO-Landesbeauftragte Dr. Manfred Schwöppe. Bei der Arbeit im Labor vertiefen die Schülerinnen und Schüler aber nicht nur das Interesse an ihrem Lieblingsfach. Sie genießen es auch, mit gleichstarken Lernern zu experimentieren und knüpfen private Kontakte untereinander. „Manche IBO-Teilnehmer profitieren davon auch noch Jahre nach dem Ende ihrer Schulzeit“, betont Schwöppe.

Insgesamt hatten sich Ende vergangenen Jahres knapp 140 der im Juni gestarteten 314 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen für die zweite IBO-Runde qualifiziert – so viele wie in keinem anderen Bundesland. Die sieben Besten unter ihnen nehmen Ende Februar an der nächsten Ausscheidungsrunde auf Bundesebene teil, wo sie sich für das Finale in Szeged (Ungarn) qualifizieren können.

Die jährlich stattfindende Internationale Biologie-Olympiade dient der Förderung begabter Schülerinnen und Schüler im Fach Biologie. Sie will kreatives Denken beim Lösen biologischer und ökologischer Probleme fördern und freundschaftliche Beziehungen zwischen jungen Menschen verschiedener Länder entwickeln. Träger des Wettbewerbes ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Über Bayer




Einrichtungsdiscounter POCO zeigt Mini-Serie mit TV-Star Janine Kunze

Die Darsteller der POCO-Serie „Janine – Mein Platz im Leben“ (hinten v. l. n. r.) Frigga Schmidt-Schmitt, Urban Mike Schröter, Janine Kunze sowie (vorne) Linus Stern und Nelli Kassem. Foto: Patrick Hammerschmidt

Klappe, die erste: Am 26. Januar 2019 startet die erste Folge der Serie „Janine – mein Platz im Leben“, die der Einrichtungsdiscounter POCO mit seiner Werbe-Botschafterin Janine Kunze in der Titelrolle auf www.poco.de/dieserie zeigt.

Während der bisherigen zweijährigen Zusammenarbeit als Testimonial hatte Janine Kunze auch immer wieder Gelegenheit, den Arbeitsalltag im Unternehmen kennenzulernen. Begegnungen mit Mitarbeitern und Kunden, Höhen und Tiefen, herzerwärmende Anekdoten – es gibt Stoff genug für eine witzige Mini-Serie. Hauptakteure sind neben Janine Kunze in der Rolle einer engagierten Verkäuferin POCO-Kollegen, Kunden, Freunde und Familie. Das Motto lautet: bei POCO, mit POCO und rundum POCO.

Inhalte werden natürlich vor der Premiere nicht verraten. Und fest steht: Es geht wie in jeder Serie um Liebe und Leid, Freundschaft und Eifersucht – eben den ganz alltäglichen Wahnsinn. „POCO – Die Serie soll sein wie das Leben selbst: echt, sympathisch, unvorhersehbar und immer optimistisch“, sagt Marketing-Leiterin Sabine Rittmeyer. Gemeinsam mit der apollo GmbH Köln entstanden bereits drei Folgen, die jede Menge Spaß und Spannung bieten.

Zur Information:
TV-Star Janine Kunze
Von 1995 bis 1998 absolvierte Janine Kunze eine Schauspielausbildung an der Arturo Schauspielschule in Köln und München. 1999 wurde sie von einem Produzenten für die Comedy-Serie „Hausmeister Krause – Ordnung muss sein“ entdeckt, in der sie die Rolle der Carmen Krause spielte. Es folgten weitere Film- und Fernsehproduktionen. Seit Januar 2013 ist sie als Staatsanwältin Ellen Bannenberg in der ZDF-Vorabendserie Heldt zu sehen. Die siebte Staffel wird seit August gedreht und im Herbst 2019 ausgestrahlt. Seit der zweiten Staffel spielt Lili Budach, die Tochter von Janine Kunze, ihre Filmtochter Emily Bannenberg.




Hauptgewinn bei der Sparlotterie: Eva Posala freut sich über einen Golf Variant

Gewinnübergabe (v. l.): Eva Posala, Beater Brumberg und Tobias Laaß.

Großes Glück bei der „Danke“-Auslosung der Sparlotterie im Dezember 2018 hatte Eva Posala aus Kamen, langjährige Kundin der Sparkasse Bergkamen-Bönen. Mit einem ihrer 7 Lose der Sparlotterie der Sparkassen gewann sie einen VW Golf Variant.

Die Sparlotterie der Sparkassen bietet dieses Produkt seit mehr als 60 Jahren unter dem Motto „Sparen, Gewinnen und Gutes tun“ an. Ein Los kostet pro Monat € 6,00. Davon investiert der Losbesitzer € 4,80 in die eigene Geldanlage und € 1,20 in Lotteriebeitrag und gemeinnützige Projekte in unserer Region. Neben Kunst und Kultur wird die Förderung des Breiten- und Spitzensports sowie das soziale Engagement und Ehrenamt unterstützt.

Der Vorstand der Sparkasse Bergkamen-Bönen, Vorstandsvorsitzende Beate Brumberg und Vorstandsmitglied Tobias Laaß, übergaben das Fahrzeug der glücklichen Gewinnerin. „Wir freuen uns sehr, dass wieder ein Hauptgewinn an eine Kundin unseres Hauses ging und wünschen allzeit gute Fahrt“, sagte Frau Brumberg und gratulierte der Kundin zu ihrem Hauptgewinn.




Handwerk sucht Azubis: Ausbildungsbörse im Jobcenter Begkamen

In der Geschäftsstelle Bergkamen (Louise-Schröderstr. 12) des Jobcenters Kreis Unna findet am Donnerstag eine Ausbildungsbörse statt. Präsentiert werden Ausbildungsplätze der Handwerksbranche. In der Zeit von 13.00 bis 16.00 Uhr können interessierte Jugendliche sich im Raum 217 informieren.

Margarete Hering und Dominik Voegele stehen den Jugendlichen am Donnerstag für Fragen rund um die Ausbildungsberufe zur Verfügung. Beide Mitarbeiter sind Schülerbeauftragte des Jobcenters Kreis Unna und helfen Schülerinnen und Schülern dabei, frühzeitig einen passenden Ausbildungsplatz zu finden. Am Donnerstag präsentieren sie in der Geschäftsstelle Bergkamen rund 150 Ausbildungsplätze aus der Handwerksbranche und freuen sich auf interessierte Besucher.
Berufswunsch Kaufmann oder Medizinische Fachangestellte?

Dann besuchen Sie die Ausbildungsbörse in der nächsten Woche. Am Donnerstagnachmittag, 31. Januar 2019, stehen soziale und kaufmännische Berufe im Fokus.




IHK lädt zur Infoveranstaltung „Geprüfter Medienfachwirt“ ein

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund und die Akademie Druck + Medien NRW e.V. führen ab 22. März 2019 (bis Oktober 2020) den Vorbereitungslehrgang „Geprüfter Medienfachwirt“ gemeinsam durch.

In diesem Lehrgang werden Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt, die erforderlich sind, um in Unternehmen unterschiedlicher Größe der Druck- und Medienwirtschaft, Agenturen und Marketingabteilungen Sach-, Organisations- und Führungsaufgaben wahrnehmen zu können. Die Teilnehmer können zwischen drei Schwerpunkten wählen: Medienfachwirt Print, Medienfachwirt Digital und Industriemeister Printmedien.

Vorab bieten die Lehrgangsanbieter in Dortmund und Lünen zwei Infoveranstaltungen an: Am 24. Januar ab 17:30 Uhr im Seminargebäude der IHK zu Dortmund (Märkische Straße 120, 44141 Dortmund) und am 19. Februar ab 17:30 Uhr beim Akademie Druck + Medien Nord-West e.V. (An der Wethmarheide 34, 44536 Lünen).

Anmeldungen für die Infoveranstaltungen nimmt Sandra Serfling, Telefon: 0231 5417-414, E-Mail: s.serfling@dortmund.ihk.de, entgegen.




LANXESS investiert an der Bergkamener Willy-Brandt-Gesamtschule mehr als 20.000 Euro in Bildung

LANXESS unterstützt Schulprojekte an seinem Standort in Bergkamen, hier an der Willy-Brandt-Gesamtschule mit 20.000 Euro. Foto: LANXESS AG

Der Spezialchemie-Konzern LANXESS setzt seine Bildungsinitiative fort und unterstützt Schulprojekte am Standort Bergkamen mit insgesamt 20.000 Euro. Das Unternehmen stellt der schulformübergreifenden Arbeitsgemeinschaft (AG) „Kleine Forscher“ in Bergkamen Smart-Sensoren für Schülerexperimente, eine Dokumentenkamera zur Visualisierung der Schülerergebnisse, eine Laborwaage und zahlreiche Verbrauchsmaterialien für Experimente im Wert von 3.300 Euro zur Verfügung.

Die Arbeitsgemeinschaft, in der rund 50 Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen von sechs Bergkamener Grundschulen einmal wöchentlich forschen, experimentieren und lernen, wird von zwölf extra dafür ausgebildeten Zehntklässlern sowie von zwei naturwissenschaftlichen Lehrkräften der Willy-Brandt-Gesamtschule betreut. Ziel ist die Förderung naturwissenschaftlicher Kompetenzen sowie die Steigerung des Interesses an naturwissenschaftlichen Phänomenen. So werden in der AG Fragestellungen aus den Bereich der Chemie, aber auch aus den Fachrichtungen Biologie, Physik, Technik und Geographie behandelt. Jeder Projekttag steht unter einem übergeordneten Thema wie etwa „Pflanzen und ihre Inhaltsstoffe“, „Feuer und Flamme“, „Im Kriminallabor“ oder „Nachhaltigkeit – wir denken auch an morgen“.

„Wir möchten junge Menschen für Naturwissenschaften, allen voran für die Chemie, begeistern“, erklärt Nina Hasenkamp, stellvertretende Leiterin der LANXESS-Bildungsinitiative. „Das funktioniert über die praktische Erfahrung des Forschens und Experimentierens einfach am besten.“

In einem weiteren Projekt unterstützt der Spezialchemie-Konzern den Aufbau eines interdisziplinär genutzten Schulgartens an der Willy-Brandt-Gesamtschule mit 16.880 Euro. Der neue Schulgarten richtet sich an die jüngeren Schülerinnen und Schüler der Klassen vier bis sieben. Ihnen soll hier das Verständnis des Pflanzenwachtums näher gebracht und das Interesse an naturwissenschaftlichen Phänomenen verstärkt werden. So sollen in einem „grünen Klassenzimmer“ Sitzmöglichkeiten für eine ganze Schulklasse (rund 30 Personen), entstehen und Forschertische angeschafft werden, die Unterrichtssequenzen im Schulgarten möglich machen. Selbstverständlich steht der neue Garten auch der AG „Kleine Forscher“ zur Verfügung. Unter dem Projektnamen „Kleine Forscher ganz groß“ sollen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab sofort innerhalb eines Schulhalbjahres thematisch auch im Schulgarten beschäftigen. Inhaltlich geht es unter anderem darum, aus geernteten Pflanzen Duftessenzen zu extrahieren, die dann in Cremes eingearbeitet werden. In dem Projekt „Vom Feld auf den Tisch“ sollen zudem die Hauswirtschaftskurse in den Klassen fünf bis sieben von den Pflanzen profitieren. So können Salate, Kräuter und Gemüsesorten geerntet und bei der Zubereitung von Speisen genutzt werden.

„Ohne die großzügige Unterstützung durch die Lanxess AG könnten wir solche Großprojekte nicht verwirklichen. Gerade als zertifizierte MINT-Schule liegt uns das experimentelle Lernen und das Entdecken mit allen Sinnen sehr am Herzen“, erklärt André Schuhmann, Koordinator für die MINT-Fächer an der Willy-Brandt-Gesamtschule Bergkamen.

LANXESS setzt bereits seit mehr als zehn Jahren auf Bildung

Seit 2008 hat der Spezialchemie-Konzern rund acht Millionen Euro weltweit in Bildungsmaßnahmen investiert, um das Lern- und Wissensangebot für junge Menschen zu verbessern – davon fast fünf Millionen Euro in Deutschland. Insgesamt profitierten rund 700.000 Schülerinnen und Schüler von dem Engagement, rund 200.000 von ihnen an den deutschen LANXESS-Standorten. In der vergangenen Dekade hat das Unternehmen weltweit mehr als 500 Bildungsprojekte realisiert, etwa 300 davon in Deutschland.

Fokus auf Naturwissenschaften und Technik

LANXESS unterstützt allen voran naturwissenschaftliche Unterrichtsprojekte an seinen Partnerschulen. Mit dem Geld wurden an den deutschen Standorten in den vergangenen Jahren zum Beispiel neue Laboreinrichtungen, technische Geräte und Unterrichtsmaterialien für die Fächer Chemie, Biologie, Physik und Informatik angeschafft. Außerdem hat der Spezialchemie-Konzern zahlreiche praxisbezogene Projektwochen und Workshops für Schüler, aber auch für Lehrer organisiert. An Grundschulen hat LANXESS zudem einen eigens für den Primarstufenunterricht entwickelten Chemie-Experimentierkoffer sowie für den Sachunterricht konzipierte Unterrichtsmaterialien verteilt.

Mehr Informationen gibt es unter: www.bildung.lanxess.de.




IHK-Einschätzung zur Brexit-Abstimmung: Schlechte Nachricht für unsere Wirtschaft!

„Die Entscheidung ist für die regionale Wirtschaft eine schlechte Nachricht“, sagt IHK-Präsident Heinz-Herbert Dustmann. Allein in der IHK-Region (Dortmund, Hamm und Kreis Unna) haben rund 300 Unternehmen Handelsbeziehungen mit Großbritannien. Das Vereinigte Königreich (UK) ist der viertwichtigste Handelspartner für die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen, das Handelsvolumen beträgt mehr als 22 Milliarden Euro. „Ohne Abkommen droht der Brexit völlig ungeregelt abzulaufen. Die Unternehmen hätten keine Planungssicherheit im UK-Geschäft“, so Dustmann.

Wulf-Christian Ehrich, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer, erläutert: „Die Erhebung von Zöllen würde deutsche Unternehmen mit mehr als drei Milliarden Euro belasten, das Ausfüllen von Zolldokumenten würde zudem Mehrkosten von rund 200 Millionen Euro verursachen. Aus den Brexit-Negativszenarien würde dann leider bittere Realität.“ Für die Unternehmen steht einiges auf dem Spiel. Daher sollten sich betroffene Firmen verstärkt anhand der Brexit-Checkliste der IHK-Organisation vorbereiten. Der von der EU-Kommission vorgelegte ‚Aktionsplan für den Notfall‘ sieht vor, zumindest die gravierendsten Verwerfungen eines ungeordneten Brexit abzumildern. Übergangsweise wird es Regelungen für den Luftverkehr und Lizenzen für den Güterkraftverkehr geben. Eine kurze Verschiebung des EU-Austritts von Großbritannien um einige Wochen, über den derzeit spekuliert wird, würde die Unklarheit wohl nur aufschieben. Letztendlich bliebe der gordische Brexit-Knoten weiter ungelöst.

Weitere Informationen und Ansprechpartner unter: www.dortmund.ihk24.de/brexit




Früher Fleischerei, jetzt Salon in Overberge


Foto:KH Hellweg-Lippe

Friseurmeisterin Olesia Krebs (37) hat jetzt in Bergkamen-Overberge ihren ersten eigenen Salon eröffnet. Am Standort der (noch immer sehr bekannten) ehemaligen Fleischerei Dörnemann macht Meisterin Krebs ihren Traum von der Selbstständigkeit wahr – und hat ihn nach eigenen Plänen selbst in die Realität umgesetzt.

„Der gesamte Innenausbau und die Gestaltung ist Familienarbeit“, ist die Existenzgründerin stolz, denn ihr Ehemann kennt sich im Bauhandwerk gut aus. Nach dem schon ordentlichen Weihnachtsgeschäft freut sich Krebs (zusammen mit der angestellten Gesellin Marina Prinzler und den beiden Auszubildenden Yeliz Yildiz und Christian Reich) jetzt auf weitere Kunden rund um den Standort Landwehrstraße 110.

Innungs-Obermeister Wolfgang Mikeleit (Unna) sprach im Namen der zuständigen „Friseur-Innung Unna“ sowie der rund 110 Mitgliedsbetriebe der Branche im Kreis Unna die Glückwünsche zum Start aus.




Das MieterTicket ist da: Neue Wohnungsmieter der UKBS erhalten mit dem Einzug eine Monatskarte für den Bus

Das neue MieterTicket ist besiegelt. Hintere Reihe von links: Andreas Feld (VKU), Landrat Michael Makiolla, Ralf Marx (Mieter), Theodor Rieke (UKBS), vordere Reihe von links: André Pieperjohanns (VKU), Matthias Fischer (UKBS) (Foto: VKU Kamen).                                                                                                                                                                                                                              Foto: VKU

Seit dem 1. Januar 2019 vertreibt die VKU das MieterTicket, das solidarisch finanziert und in dieser Form für Mieter bisher bundesweit einmalig ist.

Jeder neue Mieter seit 1. Januar, der eine Wohnung bei der UKBS (Unnaer Kreis- Bau- u. Siedlungsgesellschaft) bezieht, erhält über die gesamte Dauer des Mietverhältnisses ein MonatsTicket für seinen Wohnort. Aus rechtlichen Gründen ist das Angebot zunächst auf Mieter von frei finanzierten Wohnungen begrenzt.

Das Ticket gilt für jeweils eine volljährige Person pro Mieterhaushalt und ist nicht übertragbar. Es entspricht dem regulären MonatsTicket der Preisstufe A, mit allem Zusatznutzen. So kann zum Beispiel auch eine Person ab 19 Uhr auf das Ticket mitgenommen werden.

„Bis zur fertigen Vereinbarung war es ein langer Weg“, sagt Andreas Feld, Leiter des Verkehrsmanagements bei der VKU. „Ich erinnere mich noch genau, wie diese Idee erstmals im Sommer 2007 diskutiert wurde“. Letztlich konnte das Projekt mit großer Hilfe aller Beteiligten auch aus der Kreisverwaltung, endlich in die Tat umgesetzt werden. Sogar das Ministerium der NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach musste bemüht werden.

„Die UKBS kann mit dem Mieterticket ihr Wohnungsangebot gegenüber Mitbewerbern attraktiver gestalten“, meint Matthias Fischer, Geschäftsführer der UKBS. André Pieperjohanns, Geschäftsführer der VKU, hebt die positive Wechselwirkung hervor. „Die Mieter kommen günstig und unkompliziert an ÖPNV-Mobilität und die VKU bekommt zusätzliche Kunden.“

Landrat Michael Makiolla unterstreicht den Umweltgedanken. „Je mehr Menschen den öffentlichen Personennahverkehr nutzen, desto mehr wird die Umwelt entlastet. Das MieterTicket ist ein Schritt in die richtige Richtung.“

Gerd Probst, Geschäftsführer der auf den öffentlichen Nahverkehr spezialisierten Unternehmensberatung Probst & Consorten aus Dresden, meint „Die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna beschreitet mit ihren Partnern wahrlich neue Wege: Das MieterTicket ist eine einzigartige Lösung nicht nur in Deutschland. Es macht Wohnstandorte attraktiver, vereinfacht die Nutzung des öffentlichen Verkehrs und sichert gleichzeitig die Anbindungsqualität des Nahverkehrs!“

Zunächst gilt die Vereinbarung über die Dauer von zwei Jahren, soll als Modell aber im Anschluss auch für andere Gesellschaften offen stehen.




IHK bietet kostenlosen Social-Media-Workshop an

Die Nutzung von Social-Media-Kanälen ist auch für kleinere Unternehmen fast unverzichtbar geworden. Für die Kundenansprache werden Fotos und Videos immer wichtiger. Gerade Instagram hat in den vergangenen Monaten zahlreiche neue Nutzer gewonnen – und steht deshalb im Mittelpunkt des kostenlosen Social-Media-Workshops, den die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund am 23. Januar von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr in der IHK-Hauptstelle, Märkische Straße 120, 44141 Dortmund, anbietet.

Die Teilnehmer erfahren unter anderem, welche Inhalte sich über Instagram besonders gut vermarkten lassen und wie man die Markenbildung und Kundenbindung optimieren kann. Für den praktischen Teil sollten die Teilnehmer Laptop oder Tablet mitbringen. Mehr Informationen und Anmeldung in der IHK-Zweigstelle Hamm. Ansprechpartner ist David Reinemann, Tel.: 02381 92141-512, E-Mail: d.reinemann@dortmund.ihk.de