Lehrstellen-Offensive: Kreistag gibt Rückenwind für breites Bündnis

Ausbildung in der Holzverarbeitung. Foto: Werkstatt Kreis Unna

„Ausbildung ist Zukunft“, betont Landrat Mario Löhr, „und deshalb müssen wir gerade jetzt während der Pandemie eine Offensive für mehr Ausbildung im Kreis Unna starten!“ Der Kreistag hatte auf Antrag der SPD-Fraktion beschlossen beim Thema Ausbildung weitere Maßnahmen zu ergreifen. Landrat Mario Löhr nimmt das als Rückenwind für die Gespräche mit vielen Akteuren, die er zur Vorbereitung einer breiten angelegten Initiative zurzeit führt.

Der Lehrstellenmarkt im Kreis ist seit Jahren extrem angespannt. Die Corona-Krise hat die Situation deutlich verschärft. Mario Löhr bekam jetzt Rückenwind von der Kreispolitik. Und so ruft der Landrat jetzt alle Partner zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung auf. Zusammen mit der Werkstatt im Kreis Unna hat Löhr den ersten Baustein dafür schon gesichert: Das Land finanziert mit rund 1 Mio. Euro zusätzliche Ausbildungscoaches und außerbetriebliche Lehrstellen.

Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge ging zum Ausbildungsstart im letzten Sommer regional wie landesweit deutlich zurück. Über 15.000 Verträge wurden in NRW weniger abgeschlossen, 85 % davon durch Corona verursacht, erläutert der Landrat. Im Kreis blieben offiziell 155 Jugendliche unversorgt. Mehrere 100 junge Menschen suchten weiter eine Lehrstelle, leider erfolglos. Gleichzeitig klagen Unternehmen über Fachkräftenachwuchs und besetzten über 200 Stellen nicht, weil sie keinen geeigneten Jugendlichen fanden. Ein Trend, der seit Jahren steigt und der durch Corona erheblich verschärft wird. „Das darf so nicht weitergehen“, fordert Mario Löhr. „Wir können nicht riskieren, dass Teile der nachwachsenden Generation zu Coronaverlierern werden und auf der anderen Seite die Fachkräftelücke in den Betrieben immer größer wird“.

Startschuss Ausbildungsoffensive

Löhr ruft daher alle Partner der Region auf, „die Ärmel hochzukrempeln“ und mit ihm eine „Ausbildungsoffensive im Kreis Unna“ zu starten. Ziel ist, dass jedem Jugendlichen, der eine Lehre absolvieren will, auch ein Angebot unterbreitet wird. Einen ersten Erfolg kann der Landrat schon verzeichnen: Dem Chef der Werkstatt im Kreis Unna Herbert Dörmann ist es unter der Schirmherrschaft des Landrats und im Schulterschluss mit den Geschäftsführungen der Agentur für Arbeit Hamm und des Jobcenters Kreis Unna gelungen, erhebliche Landesmittel in die Region zu holen. 1 Mio. Euro will das Arbeitsministerium NRW mit seinem neuen Sonderprogramm „Kurs auf Ausbildung“ in die Hand nehmen, um Jugendliche anzusprechen, gezielt ihre beruflichen Wünsche und Interessen zu überprüfen und ihnen dann passgenaue Vorschläge für eine Berufsausbildung zu unterbreiten.

Gleichzeitig werden Unternehmen mit offenen Ausbildungsstellen über vorausgewählte Bewerber informiert und durch persönliche Kontaktherstellung mit den Jugendlichen zusammengebracht. Im Wege dieser 1:1 Vermittlung soll eine möglichst große Deckung zwischen den Wünschen der Jugendlichen und den Bedarfen der Unternehmen hergestellt werden.

Für junge Menschen, die trotz des Matching- und Coachingprozesses keine Stellen finden, finanziert das Land zusätzliche Ausbildungsplätze, die die Werkstatt im Kreis Unna einrichtet. Die Werkstatt kooperiert hier vor allem mit Betrieben, die wegen der Corona-Krise den finanziellen Aufwand der Ausbildung scheuen, obwohl sie ausbildungsberechtigt wären. Daher wird die Ausbildungsvergütung im ersten Jahr vom Land übernommen und der Ausbildungsvertrag mit der Werkstatt geschlossen. Mit den Unternehmen vereinbart die Werkstatt, dass sie den jeweiligen Jugendlichen ab dem zweiten Jahr übernehmen.

Langfristige Strategie

Für Landrat Löhr ist das ein denkbar guter Startschuss für seine Ausbildungsoffensive. Nach den Osterferien wird der Landrat dann alle Partner aus Industrie, Handel, Handwerk, der Gewerkschaft, der Arbeitsagentur und dem Jobcenter zusammen mit der Werkstatt im Kreis Unna einladen, um eine gemeinsame Strategie für die nächsten Jahre zu diskutieren. Hier könnten für den Landrat auch kommunale und Kreistochtergesellschaften mit einbezogen werden und eine Vorbildfunktion übernehmen. Dazu wird Löhr entsprechende Gespräche mit den Bürgermeistern/-innen im Kreis Unna aufnehmen. Und einen nächsten Meilenstein hat Löhr schon mit der Werkstatt im Kreis Unna fest im Blick: Die Bildungseinrichtung hat gemeinsam mit Arbeitsagentur-Chef Thomas Helm und Jobcenter-Geschäftsführer Uwe Ringelsiep einen erneuten Antrag beim Land platziert, um weitere 40 bis 60 landesfinanzierte Ausbildungsstellen in den Kreis Unna zu holen.

– Volker Meier –




Einkaufen im Kaufhaus Schnückel nur bis Samstag möglich – danach geht der Verkauf am Haupteingang weiter

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Nur bis kommenden Samstag können Kundinnen und Kunden das Kaufhaus Schnückel auf dem Nordberg betreten. Möglich ist dies während der Öffnungszeiten am Donnerstag und Freitag von 9 bis 19 Uhr sowie am Samstag, 27. März von 9 bis 18 Uhr. Dafür muss man sich natürlich anmelden und einen Termin buchen: telefonisch unter 02307/983340 oder im Internet auf der Seite https://outlook.office365.com/owa/calendar/SchnckelBergkamen@schnueckel.shop/bookings/.

Darauf macht aktuell die Leiterin des Kaufhauses Schnückel Claudia Klammer. Aus den Gesprächen mit der Kundschaft hat das Bergkamener Schnückel-Team erfahren, dass viele nicht wissen, dass dies ab Montag, 29. März, nach den neuen Corona-Bestimmungen nicht mehr möglich ist. Dann können vorbestellte Waren wieder nur am Haupteingang am Parkplatz bezahlt und abgeholt werden.




WFG Kreis Unna befragt Hotel-, Gastronomie- und Eventbranche: Angebote des Krisenteams weiter optimieren

Anica Althoff (obere Reihe, v.l.n.r.), Dr. Michael Dannebom, Ansgar Burchard, Sabine Radig (untere Reihe v.l.n.r.) und Jan Dettweiler beraten Unternhemen aus dem Kreis. Fotomontage: WFG (Augustin)

Seit über einem Jahr hat das Corona-Virus uns fest im Griff. Durch die dritte Pandemie-Welle und den aktuellen Lockdown ist vor allem die Hotel-, Gastronomie- und Eventbranche im Kreis Unna hart getroffen. Eine Perspektive, wann Öffnungen wieder möglich sind, gibt es indes nicht.

Viele Betriebe sind von der Insolvenz bedroht, ihre wirtschaftliche Zukunft ungewiss. Damit die Branche noch besser von den kostenlosen Unterstützungsangeboten der Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG) profitieren kann, führt die WFG seit heute eine kurze Unternehmensbefragung (ca. 3 Minuten) durch. Diese ist noch bis zum 15. April online und unter folgendem Link zu finden: https://tinyurl.com/btahpvp4

„Die Angaben werden natürlich streng vertraulich behandelt und anonym ausgewertet. Es sind keine Rückschlüsse auf Unternehmen möglich“, so WFG-Geschäftsführer Dr. Michael Dannebom. Er hofft, dass sich möglichst viele Betriebe beteiligen. „Zahlreiche Hoteliers, Gastronomen und Messebauer haben bereits von den WFG-Angeboten profitiert und mit Hilfe des Expertenteams neue Geschäftsfelder erschlossen“, so Dannebom weiter. Ziel der Umfrage ist es nun, die Unterstützungsangebote des WFG-Krisenteams weiter zu optimieren und passgenau am Bedarf auszurichten, um noch mehr Betrieben konkret zu helfen.

Zum Hintergrund: Die Experten des WFG-Krisenteams unterstützen Unter-nehmen und Selbstständige aus den zehn Städten und Gemeinden des Kreises Unna seit Beginn der Pandemie als verlässliche Partner. Die Wirtschaftsförderer, Fördermittelberater und Innovationsmanager beraten kostenlos, beispielsweise zu den aktuellen Wirtschaftshilfen, unterstützen als Lotse zwischen Behörden, bieten Workshops zur Neuausrichtung des Geschäftsmodells an und organisieren Erfahrungsaustausche zu Themen wie Kontaktnachverfolgung oder Insolvenzprävention.

Die Experten des Krisenteams sind unter 02302/27-1690 zu erreichen.




Land reagiert: „Click and Meet“ ab sofort auch für Schreibwarenläden, Buchhandlungen und Gartenmärkte zwingend

Aufgrund der heutigen Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen zur vorläufigen Außervollzugsetzung der Beschränkungen für den Einzelhandel hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales umgehend eine angepasste Coronaschutzverordnung erlassen. Die vom Oberverwaltungsgericht ausdrücklich als insgesamt verhältnismäßig eingestuften Beschränkungen für den Einzelhandel bleiben damit weiterhin bestehen. Dies gilt vor allem für die Beschränkungen in den Geschäften, die erst seit dem 8. März mit Terminvereinbarung („Click and Meet“) und einer Personenbegrenzung von einer Kundin/einem Kunden je 40 qm Verkaufsfläche öffnen dürfen.

Da das Oberverwaltungsgericht eine unzulässige Ungleichbehandlung darin gesehen hat, dass Schreibwarengeschäfte, Buchhandlungen und Gartenmärkte ab dem 8. März ohne diese Beschränkungen öffnen durften, gelten die Pflicht zur Terminvereinbarung und die 40qm-Begrenzung mit der jetzt geänderten Verordnung auch für diese Geschäfte.




Selbsttests und Masken für Handwerksbetriebe

Corona-Selbst-Tests fürs Handwerk werden hier im Soester „Haus des Handwerks“ von Mitarbeiterin Simone Musial verpackt: Rund 4.000 FFP2-Masken und ebenso viele, sogenannte Corona-„Lollitests“ für die Selbsttestung werden zurzeit hier konfektioniert und an die Handwerksbetriebe der gesamten Hellweg-Lippe-Region (Stadt Hamm sowie Kreise Soest und Unna) versandt.

„Damit unsere Innungsunternehmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überall nachweisen können, dass sie gesund zum Kunden ins Haus kommen“, erläutert Musial. Während vielerorts Selbst-Tests aktuell gar nicht zu bekommen seien , würden so die Mitgliedsbetriebe der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe zeitnah unterstützt. Bereits vor drei Wochen waren in einer ersten Bestellaktion von den Standorten der Kreishandwerkerschaft in Hamm sowie der Kreise Soest und Unna aus allein 72.000 FFP2-Masken an die Handwerksbetriebe verteilt worden.




Fit für die IHK-Prüfung trotz Corona: IHK zu Dortmund organisiert kostenfreie E-Learning-Angebote

In den kommenden Wochen beginnt die heiße Phase der Vorbereitung auf die IHK-Abschlussprüfungen im Sommer. Oft verläuft die Prüfungsvorbereitung angesichts der Corona-Pandemie nun digital. Angesichts der großen Herausforderungen konnte die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund im Verbund von IHK NRW verschiedene Anbieter von E-Learning-Tools davon überzeugen, Teile ihres Angebots kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Das Angebot gilt ab sofort bis zum 19. Mai 2021.

Michael Ifland, IHK-Geschäftsführer Berufliche Bildung und Fachkräftesicherung: „Wir freuen uns, dass wir den Unternehmen mit www.ihk-pruefungsfit.de in der aktuell schwierigen Zeit ein Angebot zur Unterstützung ihrer Auszubildenden machen können. Es ist eine große Geste der Anbieter, ihre E-Learning-Tools im Rahmen der Aktion kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Viele Betriebe sorgen sich derzeit um die Existenz, sind aber dennoch weiter sehr engagiert in der Ausbildung der Fachkräfte von morgen. Die digitale Bereitstellung von ausbildungsspezifischem Lernmaterial ist für Unternehmen und Auszubildende eine große Hilfe.“

Die Initiative der IHKs in NRW wird unterstützt von IHKs aus den acht Bundesländern Bayern, Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Das Angebot ist verfügbar unter: www.ihk-pruefungsfit.de




Frühjahr ist Zeit für Brot-Prüfung: tolle Ergebnisse – auch für Bäckerei Braune und Kathi’s Cafe

Ein fester Termin im Soester „Haus des Handwerks“ findet immer im Februar/März statt: die jährliche Qualitätsprüfung von Brötchen und Broten, gebacken ausschließlich von Mitgliedsbetrieben der heimischen Bäcker-Innungen.

Brotprüfer Karl-Heinz Schmalz (r.) war freudig überrascht, dass in diesem Jahr besonders viele Betriebe sich umfangreich mit ihren Produkten beteiligt hatten: So konnte er allein 10 Brötchen- und 36 Brotsorten aus der „Bäcker-Innung Hellweg-Lippe“ (Stadt Hamm und Kreis Unna) testen; nochmals 63 Brote und 17 Brötchen steuerte die „Bäcker- und Konditoren-Innung Soest-Lippstadt“ bei. Insgesamt gaben 15 backende Betriebe ihre Produkte zur unparteiischen Bewertung ab; es kamen stattliche 126 Proben (!) zusammen. Jede Menge Arbeit also für den Prüfer, der am Ende seiner Tests ein überwältigendes Qualitäts-Urteil fällen konnte: 91 Prozent der Brote und sogar 93 Prozent aller Brötchen-Proben bekamen von ihm die Noten „gut“ bzw. „sehr gut“, und: Allein 15 Produkte konnten mit GOLD (für ein „sehr gut“ in drei aufeinanderfolgenden Jahren) ausgezeichnet werden.

Auch Bäckermeister Jörg Meffert (l.) -als angehender Brot-Sommelier fachkundiger Gast bei der Prüfung- war hocherfreut: „Dass man bei der Prüfung so viel tolle Qualität und Frische erleben kann, ist ein besonderes Zeichen von handwerklicher Güte in unserem schönen und wichtigen Gewerk. Das sollten die Kunden und Verbraucher hier in der Region zu schätzen wissen!“

Bei der Prüfung 2021 hatten sich aus der „Bäcker-Innung Hellweg-Lippe“ (Kreis Unna und Stadt Hamm) diesmal beteiligt: Bäckerei Braune e.K. und Kathi’s Cafe (beide: Bergkamen), Bäckerei Erdmann (Hamm) ,Bäckerei Kanne (Lünen), Bäckerei Becker (Schwerte) sowie Bäckerei Niehaves (Wickede).

Wie gut die einzelne Bäckerei beim Test abgeschnitten hat, kann auch durch die Funktion „Bäckerfinder“ auf der Internetseite www.brotinstitut.de nachvollzogen werden: Suchen Sie hier einfach nach Ihrem Lieblingsbäcker und sehen Sie, wie gut seine Waren abgeschnitten haben.




ver.di kritisiert Kaufland: Schließung vorher beschlossene Sache?

Am Mittwoch wurde der Presse, dem zuständigen Wirtschaftsausschuss, dem Betriebsrat in Bergkamen-Mitte und den 93 betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitgeteilt, dass Kaufland den Markt in Bergkamen-Mitte zum 30.04.2021 schließen wird. „Dieses Vorgehen des Unternehmens vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung ist skandalös!“, erklärt die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di

„Von Anfang haben wir uns die Frage gestellt, warum sich das Unternehmen beharrlich weigerte, eine Betriebsvereinbarung über Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten in diesem Markt in der Pandemie abzuschließen, eigentlich ein normaler Konflikt über Arbeitsbedingungen zwischen den Betriebsparteien. In anderen Märkten der Kauflandgruppe gibt es durchaus Verhandlungen zum Thema Gefährdungsbeurteilung und Gesundheitsschutz. Die besonders starre Haltung des Arbeitgebers in diesem Markt hat deshalb überrascht“, so ver.di.

Die Schließungsankündigung zum jetzigen Zeitpunkt verdeutliche in besonderer Weise die Verweigerungshaltung des Unternehmens. Ein Wille zur Einigung mit dem Betriebsrat sei nie erkennbar gewesen. „Es drängt sich uns als Gewerkschaft ver.di die Vermutung auf, dass die Schließung längst beschlossen war. Offensichtlich sollte kein weiteres Geld in das Haus bzw. in den Gesundheitsschutz für die Beschäftigten investieren werden.  Die harte Auseinandersetzung mit dem Betriebsrat erscheint im Rückblick als ein Ablenkungsmanöver.“

Der Hinweis auf das Fernbleiben von Kunden und der Verzicht auf einen etablierten Service im Markt sei der untaugliche Versuch, dem Betriebsrat eine Mitverantwortung für die angekündigte Schließung zu geben.

Die Pandemie habe der Lebensmittelbranche über 5 Prozent Umsatzsteigerung in 2020 bis September gebracht. ver.di: „Diese Einnahmen und das Weihnachts- und Ostergeschäft sollten offensichtlich noch mitgenommen werden, um dann einen aus Kaufland-Sicht seit langem unattraktiven Markt zu schließen und sich somit auch eines unbequemen Betriebsrates zu entledigen.“




POCO und LEG unterstützen Kinderlachen e.V. trotz Corona: Rund 6.000 Euro für „Jedem Kind sein eigenes Bett“

v.l. Jutta Ellenbeck (Marketing/LEG Wohnen NRW), Sebastian Schrader (Leiter Organisation/POCO Einrichtungsmärkte) und Marc Peine (Geschäftsführender Vorstand Kinderlachen e. V.) bei der Spendenübergabe im Dortmunder POCO-Markt.

Bereits zum achten Mal spenden die POCO Ein-richtungsmärkte gemeinsam mit dem Wohnungsunternehmen LEG einen Teil ihres Kooperationsumsatzes an den gemeinnützigen Verein Kinderlachen e.V. Diesmal sind rund 6.000 Euro zusammengekommen, die in das Projekt „Jedem Kind sein eigenes Bett“ fließen.

Für die beiden Unternehmen war es eine Selbstverständlichkeit, die mittler-weile schon traditionsreiche Kooperation auch in diesem Jahr fortzuführen und den gemeinnützigen Verein Kinderlachen e.V. so gut wie möglich zu unterstützen. „Jedes Jahr kommt durch die LEG-POCO-Kooperation eine stattliche Summe zusammen, die verschiedenen Projekten zugutekommt“, sagt Sebastian Schrader, Leiter Organisation bei POCO. In diesem Jahr fließt die Summe in das Projekt „Jedem Kind sein eigenes Bett“, für das POCO die Schirmherrschaft übernommen hat. Mit der Spende werden zahlreiche Kinderbetten an bedürftige Familien vergeben.

Betten für Kinder in Not
„Wir freuen uns, die Wohnsituation bedürftiger Kinder mit dieser Aktion zu verbessern“, sagt Jutta Ellenbeck, die das Operative Marketing bei der LEG betreut und die Spendenaktion seit vielen Jahren begleitet. „Mit dem Verein Kinderlachen kommt das Geld schnell und unkompliziert Kindern in der Region zugute.“

Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Armut lebenden Kindern in Deutschland zu helfen. Dabei lautet die Devise: Geldspenden sammeln und als Sachspenden weitergeben – so ist garantiert, dass die Hilfe ankommt, wo sie gebraucht wird. Die POCO-Betten werden an Kinder aus Familien, die nur ein geringes Einkommen zur Verfügung haben, sowie an schwerst-kranke Kinder in Kinderkliniken verteilt. „Aber auch Einrichtungen wie Kindertagesstätten und Kindergärten, die von massiven Kürzungen betroffen sind, bekommen Hilfe“, erklärt Marc Peine, Geschäftsführer des Vereins Kinderlachen e.V.

Die Kooperation zwischen POCO und LEG besteht seit 2010 und umfasst neben dem sozialen Engagement unter anderem auch Einkaufsvorteile und Gutscheinaktionen. Die Unterstützung von Kinderlachen-Projekten liegt beiden Unternehmen sehr am Herzen und soll auch in Zukunft fortgeführt werden.




MIT Kreis Unna fordert klare Öffnungsperspektive: „Wir brauchen einen neuen Strategieansatz“

Uta Leisentritt

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion Kreis Unna (MIT) fordert die Ministerpräsidenten-Runde auf, bei ihrem nächsten Treffen am Mittwoch ein Öffnungskonzept zu präsentieren. „Wir brauchen dringend einen Stufenplan, der transparent abbildet, wer wann und unter welchen Auflagen wieder öffnen darf“, sagt Uta Leisentritt, Vorsitzende der MIT Kreis Unna. Die MIT im Kreis Unna unterstützt einen entsprechenden Beschluss des Bundesvorstands der MIT, wonach der Stufenplan mit passgenauen Testkonzepten und einer schnellen Impfkampagne begleitet werden soll.

Der Stufenplan dürfe sich nicht alleine auf Inzidenzwerte stützen, so Leisentritt. Vielmehr sollten auch Parameter wie der R-Wert, die Auslastung der Krankenhäuser und Intensivstationen sowie das konkrete Infektionsgeschehen einbezogen werden. Leisentritt: „Der Stufenplan muss bundesweit gelten, aber wichtig ist, dass er regional umgesetzt wird.“

Die MIT Kreis Unna fordert, vor allem auf Schnelltests und digitale Tools zu setzen, um das wirtschaftliche Leben auch in den stark betroffenen Bereichen wieder zu aktivieren. „Wer ein stichhaltiges Hygiene- und Abstandskonzept vorweisen kann und außerdem eine digitale Anmelde-App wie z.B. die Luca-App nutzt, der muss unter bestimmten Bedingungen auch öffnen dürfen“, sagt Leisentritt. Wichtig sei auf der anderen Seiten aber auch, dass die Einhaltung der Regeln kontrolliert und notfalls sanktioniert wird. „Das ist nicht nur ein Gebot
der Fairness gegenüber allen Unternehmen, die sich an die Regeln halten, sondern es ist auch nötig, um uns alle vor einer unkontrollierten Infektionsausbreitung zu schützen“, sagt Leisentritt. Zudem pocht die MIT Kreis Unna auf eine bessere Umsetzung der Impfstrategie.

Haus- und Betriebsärzte sollen verstärkt für eine flächendeckende Impfung eingesetzt werden. Dort müsse dann auch von der vorgesehenen Impfreihenfolge abgewichen werden können. Die MIT Kreis Unna begründet ihre Forderungen mit dem Schaden, der durch den Lockdown
entstehe: „Der Lockdown belastet unsere Gesellschaft in einer Dimension, wie wir es seit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr erlebt haben“, sagt Leisentritt. Die Wirtschaft auch im Kreis Unna sei in schweres Fahrwasser geraten. „Ganze Branchen kämpfen ums Überleben, unsere Innenstädte drohen auszubluten.“ Gerade die Jüngsten in unserer Gesellschaft seien durch geschlossene Schulen und Kitas massiv betroffen. „Der Lockdown hat massive Spätfolgen. Umso dringender braucht es jetzt einen neuen Strategieansatz“, sagt Leisentritt.




Trotz Corona zur Dienstreise ins Ausland: WFG lädt Unternehmen aus dem Kreis zum Erfahrungsaustausch ein

Anica Althoff

Die Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG) lädt für Dienstag, 9. März, zwischen 15:00 und 16:00 Uhr zum digitalen Erfahrungsaustausch unter dem Motto „Reisen ins Ausland“ ein. Die Veranstaltung richtet sich an Betriebe, die Dienstreisen der Beschäftig-ten ins In- oder Ausland planen, die sie nicht verschieben können, oder die dringend die persönliche Unterstützung eines internationalen Spezialisten am Standort im Kreis Unna benötigen.

„Trotz Corona-Beschränkungen ist es häufig möglich, diese dringend not-wendigen dienstlichen Reisen anzutreten. Die genauen Bestimmungen sind von Land zu Land unterschiedlich und ändern sich durch die Anpassungen der Verordnungen an die aktuell dynamische Entwicklung der Fallzahlen und Inzidenzwerte regelmäßig“, weiß Anica Althoff aus dem WFG-Krisenteam. Gemeinsam mit Anna Bieche und Kirsten Steinhauer vom Gesundheitsamt des Kreises Unna wird Althoff über die gemachten Erfahrungen berichten und zu den aktuellen Möglichkeiten beraten.

Mit Blick auf die bevorstehenden Osterferien geht es dabei auch um die Frage, was aus unternehmerischer Sicht zu beachten ist, wenn Mitarbei-tende ihren Urlaub in einem Risikogebiet verbracht haben.

Interessierte Unternehmensvertreter*innen können sich per Mail an veranstaltung@wfg-kreis-unna.de anmelden. Die Teilnahme ist kostenfrei.