Neues Lager für die pharmazeutische Wirkstoffproduktion von Bayer am Standort Bergkamen eingeweiht
Nach Einlagerung der ersten Palette im neuen pharmazeutischen Lager von Bayer in Bergkamen: Timo Fleßner Leiter Pharma-Produktion (6.v.l.), Julian Egger, Leiter Supply Center Bergkamen (5.v.l.), Standortleiter Denis Panknin (3.v.l.), René Paschek (2.v.l.) Logistik-Leiter Bergkamen (2.v.l.), alle Bayer, zusammen mit Thomas Heinzel, Bürgermeister der Stadt Bergkamen (4.v.l.), Katrin Hölter, Geschäftsführerin Deutschland & Alpen, DHL Supply Chain, und Friedel Hoyermann, Strategic Sales, Goldbeck
Es istdrei Fußballfelder groß, hochmodern und nachhaltig ausgestattet und nach einem Jahr Bauzeit fertiggestellt worden: Heute feiert der Bayer-Standort Bergkamen die Einweihung des neuen Lagers für die pharmazeutische Wirkstoffproduktion. Das „Kombinierte Lager Bergkamen“ wird ebenfalls von den Bayer-Standorten Wuppertal und Darmstadt genutzt werden.
„Unser neues Lager ist eine wichtige Investition in die Zukunft des Standorts“, sagt Standortleiter Denis Panknin. „Durch die gemeinsame Nutzung mit unseren Standorten Wuppertal sowie Darmstadt haben wir eine effiziente Lösung für unser Produktionsnetzwerk gewählt“, hebt Julian Egger, Leiter Supply Center Bergkamen, hervor. „Der Bau dieses hochmodernen Lagers ist ein starkes Zeichen für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Bergkamen“, betont Thomas Heinzel, Bürgermeister der Stadt Bergkamen.
Moderne Logistiktechnik
Auf einer Fläche von mehr als 15.000 Quadratmetern können auf fast 25.000 Paletten feste und flüssige Rohstoffe sowie Zwischenprodukte gelagert werden, welche die Standorte Bergkamen, Wuppertal und Darmstadt für ihre jeweilige Produktion pharmazeutischer Wirkstoffe benötigen. Hinzu kommt die Lagerung fertiger Wirkstoffe. Außerdem wird für die in Bergkamen hergestellten pharmazeutischen Wirkstoffe von hier aus auch der weltweite Versand ausgeführt. Moderne Logistiktechnik wie automatische Shuttle-Regale und teil-autonome Flurförderzeuge werden ein effizientes und sicheres Arbeiten ermöglichen.
Für die Errichtung des neuen Lagers arbeitete Bayer mit DHL Supply Chain, dem zum Unternehmensbereich der DHL Group gehörenden weltweit führenden Kontraktlogistikdienstleister, zusammen. Im Rahmen eines Leasing-Modells betreibt Bayer das Lager mit eigenen Mitarbeitern. Der Bau wurde innerhalb eines Jahres von Goldbeck, einem der führenden Bau- und Dienstleistungsunternehmen Europas, vorgenommen.
Nachhaltigkeit
„In einer Welt, in der Lieferketten zunehmend unter Druck geraten, brauchen wir starke, resiliente und nachhaltige Logistiknetzwerke – gerade im Pharmabereich, wo Verzögerungen unmittelbare Auswirkungen auf Patientinnen und Patienten haben können. Dieses neue Lager ist ein Beispiel dafür, wie wir europaweit leistungsfähige Infrastruktur schaffen, die Versorgungssicherheit stärkt und gleichzeitig hohe ökologische Standards erfüllt“, sagt Rainer Haag, CEO DHL Supply Chain Europe.
Das Expertenteam von DHL Supply Chain, die Real Estate Solutions, hat das neue Lager unter Nachhaltigkeitskriterien entwickelt, welche die Anforderungen für nachhaltiges Bauen erfüllen. Für das Kombinierte Lager Bergkamen wurde bereits der Prozess zur Erlangung des Gold-Zertifikates bei der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. gestartet.
Das Lager wird in der Zukunft klimaneutral betrieben werden. Im Rahmen einer Gesamtkonzeption für den Standort Bergkamen wird auf seinem Dach eine Photovoltaik-Anlage geplant.
Jahresbericht Wirtschaftsförderung 2025: Stadt Bergkamen zieht positive Bilanz
Trotz der weiterhin angespannten gesamtwirtschaftlichen Situation in Deutschland zieht die Stadt Bergkamen im Jahresbericht 2025 eine positive Bilanz im Bereich Wirtschaftsförderung.
Überregionale Situation
Kaum Wirtschaftswachstum, der fortschreitende demografische Wandel sowie deutlich gestiegene Energie-, Material- und Personalkosten stellen Unternehmen bundesweit vor erhebliche Herausforderungen. Die konjunkturelle Entwicklung bleibt verhalten, Investitionsentscheidungen werden vielerorts zurückgestellt oder kritisch geprüft.
Gleichzeitig verschärft der demografische Wandel den Fach- und Arbeitskräftemangel strukturell. In den kommenden Jahren werden deutlich mehr Beschäftigte altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden, als junge Menschen neu in den Arbeitsmarkt eintreten.
Ausbildungsmarkt: Bewerberüberhang auch im Kreis Unna
Trotz Fachkräfteengpässen zeigt sich im Ausbildungsmarkt ein differenziertes Bild. In ganz Nordrhein-Westfalen kommen aktuell 108 Bewerber auf 100 Ausbildungsstellen.
Im Kreis Unna standen 2025 2.146 Ausbildungsstellen 2.507 Bewerberinnen und Bewerbern gegenüber.
Die Ausbildungsmesse in Bergkamen war erneut gut besucht und wurde positiv bewertet. Für den Sommer ist eine zusätzliche „Welcome-Messe“ geplant, um insbesondere neue Zielgruppen zu erreichen.
Arbeitsmarkt Bergkamen: Seitwärtsbewegung mit leicht positiver Tendenz
Die Arbeitslosenzahlen in Bergkamen zeigen 2025 eine stabile Entwicklung mit leichter Verbesserung. Wie die monatlich veröffentlichten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit verdeutlichen, bewegen sich die Zahlen auf ähnlichem Niveau wie in den Vorjahren, mit einem vorsichtig positiven Trend.
Gewerbeflächen
Im Bereich der Gewerbeflächen konnten 2025 wichtige Ziele erreicht werden. Eine Fläche entlang der Gewerbestraße wurde durch die WFG Kreis Unna vermarktet. Zu der Fläche südlich der Bumansburg laufen aktuelle Gutachten, um die Verkehrsbelastung zu messen. Einen Aufstellungsbeschluss zu der Fläche hat der Rat der Stadt Bergkamen bereits beschlossen.
Projekte 2025
Im Bereich Projekte und Standortentwicklung konnten im Jahr 2025 mehrere bedeutende Vorhaben erfolgreich vorangebracht werden. So wurde unter anderem der Bauantrag der Streoetmann Gruppe für das Rathaus-Quartier eingereicht, der im Febraur 2026 auch genehmigt wurde. Zudem hat das 5-Standorte-Projekt „EcoTecHub Bergkamen“ eine drei Sterne Bewertung im Strukturstärkungsrat erhalten, so dass der finale Förderantrag im Jahr 2026 gestellt werden kann. Darüber hinaus ist es gelungen, Bergkamen als Wirtschaftsstandort attraktiv nach außen zu repräsentieren. Das belegt beispielsweise die Ansiedlung des jungen Unternehmens EisBerger.
Blick nach vorn
Auch strategische Zukunftsprojekte wurden im Jahr 2025 weiter konkretisiert und vorangetrieben. Mit den voranschreitenden Entwicklungen in der Wasserstadt rückt auch die Vermarktung der Gwerbeflächen durch die RAG näher. Damit soll ein weiteres bedeutendes Flächenpotenzial für unternehmerische Ansiedlungen aktiviert werden.. Darüber hinaus wird das Regionale Handlungskonzept (5-Standorte Programm) überarbeitet. Die Stadt Bergkamen bringt sich hierbei aktiv im Rahmen eines Workshops ein und wirkt an der strategischen Ausrichtung der regionalen Wirtschaftsentwicklung mit.
Sparkasse Bergkamen-Bönen bietet kostenlose Verbrauchervorträge nicht nur für ältere Menschen an
Die Sparkasse Bergkamen-Bönen lädt gemeinsam mit dem Projekt „Digitaler Engel“ alle Interessierten zu fünf kostenlosen Experten-Vorträgen ein. Die Online-Veranstaltungen finden in Kooperation mit Geld und Haushalt, Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe, statt.
Erben und vererben mit Rechtsanwalt Bernhard Kinold
Datum: 5. März 2026
Uhrzeit: 10.00-11.30 Uhr
Weitere Informationen und Zugangslink: www.s.de/20qg
Klug vorgesorgt mit Vollmachten, Patienten- und Betreuungsverfügung
mit Rechtsanwältin Michaela Maria Bahlmann
Datum: 16. April 2026
Uhrzeit: 15.00-16.30 Uhr
Weitere Informationen und Zugangslink: www.s.de/20qh
Finanzpower für Frauen – finanziell unabhängig sein
mit Bankfachwirtin Heike Höhfeld
Datum: 23. April 2026
Uhrzeit: 10.00-11.30 Uhr
Weitere Informationen und Zugangslink: www.s.de/20ri
Übergabe von Immobilien zu Lebzeiten
mit Rechtsanwalt Bernhard Kinold
Datum: 11. Mai 2026
Uhrzeit: 15.00-16.30 Uhr
Weitere Informationen und Zugangslink: www.s.de/20rj
Klug sparen und anlegen im Alter
mit Bankfachwirtin Heike Höhfeld
Datum: 18. Juni 2026
Uhrzeit: 10.00-11.30 Uhr
Weitere Informationen und Zugangslink: www.s.de/20rk
Die Online-Vorträge sind live über Zoom zugänglich. Interessierte können bequem von zu Hause teilnehmen und anonym bleiben. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme an den Vorträgen ist kostenfrei.
Alle fünf Veranstaltungen werden von Geld und Haushalt – dem Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe in Zusammenarbeit mit dem „Digitalen Engel“ durchgeführt. Geld und Haushalt unterstützt private Haushalte bei Fragen der alltäglichen Budgetplanung, der individuellen Vorsorge und Absicherung sowie vielen weiteren Finanzthemen. Der „Digitale Engel“ ist ein Projekt der Initiative „Deutschland sicher im Netz“ und richtet sich an ältere Menschen. Es soll die digitalen Kompetenzen stärken und wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Mehr Informationen zum Projekt und den Veranstaltungen gibt es unter www.digitaler-engel.org
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Langjährige Kundin der Sparkasse Bergkamen-Bönen gewinnt Traumreise zur Fußball-WM nach Vancouver!
Bei der Sonderauslosung der Sparlotterie im Februar hat die langjährige Kundin Sabine Jonsson endlich das große Los gezogen. Die glückliche Gewinnerin sichert sich eine unvergessliche Reise zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 nach Vancouver, einschließlich Tickets für eines der spannenden WM-Spiele sowie ein exklusives Rahmenprogramm mit einzigartigen Erlebnissen. Sabine Jonsson hat seit vielen Jahren Lose der Sparlotterie – ohne jedoch bisher größere Gewinne zu erzielen. „Ich habe immer wieder mitgemacht, aber der große Gewinn blieb bislang aus. Umso mehr freue ich mich, dass es nun endlich geklappt hat. Diese Reise zur Fußball-WM nach Vancouver ist einfach unglaublich, und ich kann es kaum erwarten, dieses Abenteuer zu erleben!“, so die überglückliche Gewinnerin bei der Bekanntgabe ihres Gewinns. Mit Ihr freute sich Ihr Lebensgefährte Ludger Becker.
Die Übergabe des Gewinns erfolgte durch Thorsten Middendorf, Teilmarktleiter aus Bönen, und Michael Krause, Leiter des Vertriebsmanagements der Sparkassen. „Es ist immer etwas Besonderes, einem langjährigen Kunden solch einen einzigartigen Gewinn zu überreichen. Wir freuen uns sehr, Sabine Jonsson diese unvergessliche Reise zur Fußball-WM ermöglichen zu können und wünschen ihr viele tolle Momente in Kanada“, erklärte Krause gemeinsam.
Neben dem Ticket für ein aufregendes WM-Spiel wird Sabine Jonsson in Vancouver ein exklusives Rahmenprogramm genießen. Es erwartet sie eine spannende Mischung aus kulturellen Erlebnissen, Sightseeing-Touren und besonderen Aktivitäten rund um das Fußball-Event. Ein besonderes Highlight wird die Möglichkeit sein, hinter die Kulissen des großen Turniers zu blicken und an exklusiven Veranstaltungen teilzunehmen.
Mit ihren Loseinsätzen haben Sparkassenkunden mit der Sparlotterie über die letzten 70 Jahre dazu beigetragen, vieles in Bergkamen und Bönen zu bewegen. Sparlotteriesparer helfen mit jedem Los, dass gemeinnützige Projekte direkt in ihrer Nachbarschaft unterstützt werden können.
100 Jahre Lippeverband: Seseke spielt in dieser Geschichte eine Hauptrolle
Ein blauer Fluss mit grünen Ufern: die Seseke nach der Renaturierung, hier in Bergkamen. Foto: Rupert Oberhäuser/EGLV
Der Lippeverband feiert in wenigen Tagen sein 100-jähriges Bestehen: Am 19. Januar 1926 erfolgte der Erlass des Lippe-Gesetzes – es gilt als die Geburtsstunde des Lippeverbandes. Eines der bekanntesten Projekte des öffentlich-rechtlichen Wasserwirtschaftsunternehmens ist die Renaturierung der Seseke in Kamen, Bergkamen, Bönen, Unna und Lünen. Die Seseke spielt ohnehin eine wesentliche Rolle in der Geschichte des Lippeverbandes: Hervorgegangen ist dieser 1926 aus der Sesekegenossenschaft, die 1913 nach Vorbild der bereits 1899 entstandenen Emschergenossenschaft gegründet worden war. Die Renaturierung der Seseke wiederum diente später als Vorbild für den größeren Umbau der Emscher… Im Jahr 2026 steht die Asphaltierung des Seseke-Weges auf einer Länge von 13 Kilometern an!
Seit 100 Jahren nimmt der Lippeverband in der Region – und für die Menschen in der Region – unverzichtbare Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge wahr. Dazu gehören unter anderem die Abwasserentsorgung sowie der Hochwasserschutz. Darüber hinaus gehen die wasserwirtschaftlichen Maßnahmen des Lippeverbandes immer auch mit einer städtebaulichen Entwicklung der Quartiere entlang der Gewässer einher. Mit dieser Verzahnung von Wasserwirtschaft und Städtebau verfolgt der Lippeverband im Schulterschluss mit seinen Mitgliedskommunen eine Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität für die Bevölkerung in der Region. Der Betrieb von modernen Abwasserkanälen, Pumpwerken, Kläranlagen und Hochwasserschutzeinrichtungen bildet den Dreh- und Angelpunkt einer sozial-ökologischen Transformation: „Die Renaturierung von einst technisch überformten Flüssen und Bächen ermöglicht die Rückkehr von blaugrünem Leben in diese Gewässer sowie eine verbesserte Erleb- und Erfahrbarkeit dieser neuen Naherholungsorte für die Menschen. Unser Selbstverständnis als Infrastrukturdienstleister für unsere Mitglieder hat sich in den vergangenen 100 Jahren nicht geändert. Das Wohl der Allgemeinheit steht dabei für uns nach wie vor an erster Stelle“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes.
Das Wirken des Lippeverbandes an der Seseke
Die Seseke vor der Renaturierung: technisch überformt und stark begradigt (hier in Lünen). Foto: Jochen Durchleuchter/EGLV
Anno 1913 wurde die Sesekegenossenschaft als Vorläufer des Lippeverbandes gegründet. Den Anlass gaben die zunehmende Verschmutzung und Abflussstörungen von Seseke, Körne und Nebenbächen, die eine umfassende Lösung verlangten. Die Sesekegenossenschaft baute die Gewässer der Region aus, um das damals Vorrangige zu erreichen: Schutz vor ständigen Überschwemmungen ganzer Stadtteile durch verschmutztes Wasser – d.h. „trockene Füße“ für eine ganze Region.
Um 1910 waren Kamen, Bergkamen, Bönen, Unna und Lünen noch ausgesprochen ländlich geprägt. Doch die Auswirkungen der Industrialisierung nahmen von Jahr zu Jahr zu. Die ersten Zechen in der Region, die Schächte Massen und Kurl, verschmutzten seit etwa 1860 den Körnebach. Rasch kamen weitere Schachtanlagen hinzu. Die nicht seltenen Überschwemmungen im Umland der Seseke wirkten sich durch die Beimengung von Abwässern und abgepumptem Grubenwasser schädlich auf überflutete Wiesen, Weiden und Felder aus. Hinzu kam, dass durch zunehmende Bodensenkungen – ebenfalls eine Folge des Bergbaus – immer größere Gebiete überschwemmt wurden.
Emschergenossenschaft lieferte den Plan
Auf Vorschlag der Bezirksregierung in Arnsberg erarbeitete im Jahr 1911 der Vorsteher des Bauamtes Dortmund der Emschergenossenschaft, Regierungsbaumeister E. Jöhrens, einen Entwurf für die Entwässerung des Seseke-Gebietes. Für die Umsetzung seiner Pläne ging Jöhrens von der Vorstellung einer wasserwirtschaftlichen Genossenschaft nach dem Vorbild der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft aus. Denn die Situation an der Seseke war mittlerweile mit den Zuständen in der Emscher-Zone vergleichbar. Denn inzwischen hatten sich Überschwemmungen und unhygienische Zustände weiter verschärft, sodass die Gemeinden dringend nach Abhilfe verlangten.
Die Gründung der neuen „Sesekegenossenschaft“ ließ nicht lange auf sich warten. Am 22. Januar 1912 trafen sich die Gründungsmitglieder aus Kommunen, Industrie und Verwaltung zu einer ersten Sitzung in Dortmund. Am 5. Juni 1913 trat schließlich das im preußischen Landtag beschlossene Seseke-Gesetz in Kraft. Der neu gewählte Vorstand übertrug der Emschergenossenschaft die Geschäftsführung und damit die Verantwortung für die Regulierung der Gewässer.
Zuerst war der Braunebach dran
Als erste Arbeit der Genossenschaft wurde der Braunebach in Kamen-Methler ausgebaut. Das Bachwasser wurde noch landwirtschaftlich genutzt, wurde aber bereits durch die von der Harpener Bergbau AG gebaute Bergmannskolonie Kaiserau verschmutzt. Die Bewohner selbst litten unter den Verhältnissen, denn in der Kolonie gab es keine Kanalisation.
Die Genossenschaft verlegte dort ein Kanalnetz, leitete die Abwässer in den Braunebach, der von Schlamm geräumt, vertieft und mit Betonsohlschalen ausgebaut wurde. Knapp vor dem Ersten Weltkrieg wurde man damit fertig, während der ähnlich konzipierte Ausbau des Heerener Mühlbaches in Kamen, der die Abwässer der Zeche Königsborn in Unna zur Seseke transportierte, erst nach dem Krieg abgeschlossen werden konnte. Entsprechende Bauentwürfe für Seseke und Körne wurden früh aufgestellt, die „landespolizeiliche Prüfung“ zog sich aber kriegsbedingt bis 1920 hin. Darin war u. a. vorgesehen, den Oberlauf der Körne in Dortmund zwischen Scharnhorst und Kurl auf die Südseite der Bahnlinie Dortmund-Hamm zu verlegen, um ein künftiges großes Senkungsgebiet zu umgehen.
Im Körne-Gebiet hatte sich die Lage mittlerweile dramatisch verschärft: Der Verkehr auf der Straße von Brakel nach Scharnhorst war ständig unterbrochen, weil Flächen unter Wasser standen. Bei Hochwasser mussten die Anwohner auf Brettersteigen ihre Häuser verlassen. In Scharnhorst eröffnete an einem durch Bergbau entstandenen Senkungssee sogar ein Ruderverleih.
Technischer Ausbau der Seseke
Der eigentliche (technische) Ausbau der Seseke begann 1921, der trockene Sommer ermöglichte es, die Arbeiten von der Mühle bis Kamen abzuschließen. Innerhalb von Kamen war die Seseke schon damals durch Häuser eingeengt. Durch Vertiefung, Begradigung und Ausbau mit Ziegelsteinen gelang es, die Abwässer aus der Stadt halbwegs hygienisch abzuleiten. Dann aber ging durch die Inflation der frühen 1920er-Jahre der Genossenschaft das Geld aus, Kredite waren kaum zu bekommen. Auch an der Körne musste man sich darauf beschränken, den Wasserlauf an der seit Jahren unter Wasser stehenden Kreisstraße in Dortmund-Kurl zu regulieren. Danach war wegen der Inflation Pause. Erst Mitte der 1920er-Jahre konnten die wichtigsten Bauarbeiten wieder aufgenommen werden.
Erste Kläranlagen
Parallel dazu liefen schon die Vorbereitungen für einen Ausbau des Kuhbaches in Bergkamen, des Rexebaches in Bönen und des Massener Baches in Unna. Die Stadt Unna hatte auf Veranlassung der Sesekegenossenschaft bereits eine Kläranlage gebaut – eine der ersten, die mit dem biologischen Tropfkörper-Verfahren arbeitete. Eine weitere, allerdings einfach gehaltene Kläranlage, regte die Genossenschaft für den Ortsteil Dortmund-Wambel an, auch diese wurde schon in den 1920 Jahren realisiert. Ihre Wirkung konnten diese Anlagen allerdings erst richtig entfalten, nachdem – zum Teil Jahre später – die nachfolgenden Wasserläufe tiefer gelegt worden waren. Denn nur so konnte das geklärte Abwasser unter Bergsenkungsbedingungen störungsfrei abfließen.
Genossenschaft ging im Lippeverband auf
Unterdessen liefen bereits die Vorbereitungen für die Gründung des Lippeverbandes im Januar 1926, in dem die Sesekegenossenschaft aufging. Auch der Lippeverband wurde nach dem Vorbild der Emschergenossenschaft konzipiert, nachdem deutlich wurde, dass die Nordwanderung des Bergbaus nicht nur im Sesekegebiet die Lippe erreicht hatte, sondern auch in Dorsten und Hamm.
Anders als bei der Emscher konnte allerdings der technische Ausbau der gesamten Lippe vermieden werden; und so beschränkte man sich auf Hochwasserschutzdeiche in den Bergbauzentren. Der Ausbau der Seseke und ihrer Nebenläufe ging dagegen unter der Federführung des Lippeverbandes weiter und wurde im Laufe der 1930er-Jahre im Wesentlichen abgeschlossen.
Auslaufen des Bergbaus und Renaturierung der Gewässer
Mit dem Auslaufen des Bergbaus in der Region in den 1980er-Jahren wurden zum ersten Mal die kanalisierte Form der Gewässer und die offene Abwasserführung in Frage gestellt. Bis dahin hatte es dazu keine echte Alternative gegeben. Geschlossene, unterirdische Kanäle für das Schmutzwasser wären durch anhaltende Bergsenkungen immer wieder beschädigt worden – die Verseuchung des Grundwassers und die Schwierigkeit, Reparaturen durchzuführen, hätten alle anfänglichen Vorteile zunichte gemacht.
Als klar wurde, dass die bergbaubedingten Bodensenkungen durch die Einstellung der letzten Schachtanlagen abklingen würden, entwickelte der Lippeverband ab 1984 das Seseke-Programm, das mit Rückendeckung des damaligen NRW-Umweltministers Klaus Matthiesen Realität wurde. Erst jetzt konnte auch wieder der Natur zu ihrem Recht verholfen werden. Die naturnahe Umgestaltung der Gewässer blieb allerdings noch auf Jahre in der Warteschleife, weil der Lippeverband zunächst an sämtlichen, zu offenen Schmutzwasserläufen umfunktionierten Bächen unterirdische Kanäle verlegte – der langwierigste und aufwändigste Teil des Seseke-Programms.
Die Seseke als Vorbild für die Emscher
Zwischen dem Ende der 1980er-Jahre und 2014 hat der Lippeverband mit dem Bau von vier modernen Kläranlagen und rund 73 Kilometern an geschlossenen Abwasserkanälen eine neue abwassertechnische Infrastruktur im Einzugsgebiet der Seseke geschaffen. Die neuen unterirdischen Kanäle wurden an Massener Bach, Süggelbach, Lüserbach, Körne und weiteren Seseke-Nebenläufen verlegt, bis 2005 war auch im Seseke-Hauptlauf die Abwasserfreiheit erreicht. In Kanäle und Kläranlagen wurde der weitaus größte Teil des Projektbudgets von einer halben Milliarde Euro investiert.
Seitdem fließt nur noch gereinigtes Wasser in der Seseke und ihren Nebenläufen. Das Schmutzwasser wird durch die parallel zu den Gewässern – und tief in der Erde – verlaufenden Kanälen zu den Kläranlagen in Bönen, Kamen, Dortmund-Scharnhorst sowie Lünen geführt und dort gereinigt in die Seseke sowie ihre Zuflüsse Rexebach und Körne eingeleitet.
Nach der Befreiung von der Abwasserfracht konnte endlich mit der ökologischen Verbesserung der Seseke und ihrer Nebenläufe begonnen werden, wobei die kleineren Zuläufe an erster Stelle standen. Bis 2006 konnte der Lippeverband auch die Umgestaltung der Körne abschließen, die als größter Nebenlauf der Seseke den Nordosten von Dortmund entwässert und bei Kamen in die Seseke mündet. Im Zuge der Renaturierung wurden die Betonsohlschalen aus dem Flussbett entfernt, die Böschungen abgeflacht sowie Flachwasserzonen und Rückhalteflächen eingerichtet. Zudem erhielt das Gewässer seinen natürlichen geschwungenen Flusslauf zurück. Durch Initialpflanzungen sowie das Einsetzen von Jungfischen wurden darüber hinaus Flora und Fauna angeregt, sich ihre Lebensräume zurückzuerobern.
Mittlerweile sind an den Ufern die typischen Auen mit ihren Eschen, Erlen und Weiden entstanden, während sich in den trockenen Zonen Gehölze und Hochstaudenflure bilden. All das ist bereits ein deutliches Indiz für die ökologische Qualität der Seseke. Über 500 Millionen Euro hat der Lippeverband in den Umbau der Seseke investiert. Die Seseke samt ihren Zuflüssen wurde ein Vorzeigefluss mit ökologischem und städtebaulichem Potenzial und Mehrwerten für die an ihr liegenden Städte wie Lünen, Bergkamen, Kamen und Bönen. Rad- und Fußwege, Rastplätze, Kunstinstallationen und andere Einrichtungen an den renaturierten Gewässern laden heute zur Erholung am Wasser ein. Das Projekt gilt damit auch als Vorbild für die größere Renaturierung des Emscher-Systems.
Hochwasserschutz und Artenvielfalt gehen Hand in Hand
Angesichts des Klimawandels wird die Sorge vor Hochwasser immer drängender. Der Lippeverband baute dafür ein Hochwasserrückhaltebecken in Bönen, das mit einer Fläche von 29 Hektar rund 340.000 Kubikmeter Wasser fassen kann. Dabei schützt das Becken nicht nur die Bevölkerung vor Überschwemmungen, sondern ist schon längst zu einem Hotspot für die Artenvielfalt mutiert. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten haben sich hier angesiedelt und die Fläche am Schwarzen Weg in Bönen zu einer Oase der Biodiversität verwandelt.
Im Kulturhauptstadtjahr 2010 wurde der Umbau der Seseke durch das von Billie Erlenkamp kuratierte Projekt „Über Wasser gehen“ künstlerisch begleitet und der Fluss so wieder näher ins öffentliche Bewusstsein gerückt. An verschiedenen Standorten in Lünen, Kamen, Bergkamen, Bönen, Unna und Dortmund sind dabei neben einigen temporären auch zahlreiche dauerhafte Kunstobjekte am und im Fluss entstanden, die sich mit dem Wandel von Natur und Landschaft auseinandersetzen.
25 Kilometer langer Seseke-Weg
Von Bönen bis Lünen hat der Lippeverband außerdem einen Fuß- und Fahrradweg – den 25 Kilometer langen Seseke-Weg – angelegt, der dazu einlädt, den neuen Erlebnis- und Naherholungsraum zu entdecken. 13 Kilometer des Seseke-Weges befinden sich auf Flächen des Lippeverbandes. Um den Fahrkomfort zu verbessern, plant der Lippeverband die Asphaltierung des Seseke-Weges auf seinen verbandseigenen Flächen. Aktuell befindet sich der Wasserwirtschaftsverband noch in der Ausschreibungsphase. Mit einer Vergabe des Bauauftrages wird noch im ersten Quartal gerechnet, so dass die ersten Arbeiten rund um Ostern starten könnten. Wenn die Witterung es zulässt, sollen die Asphaltierungsarbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.
Info: Der Lippeverband
Der Lippeverband wurde vor 100 Jahren – am 19. Januar 1926 – gegründet, um die Folgen der Industrialisierung und des Bergbaus in Einklang mit der Natur, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen zu bringen. Der Verband konnte ohne größere Zeitverluste seine Aufgaben angehen, da sich die Verbandsorgane entschlossen hatten, die Geschäftsführung mit der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft zu vereinigen. Man vermied dadurch den Aufbau einer eigenen Verwaltung. Sitz des neuen Verbandes wurde Dortmund. Dort war die Sesekegenossenschaft ansässig, die bereits 1913 nach Vorbild der Emschergenossenschaft gebildet worden war und nun im Lippeverband aufging. Zuständig war der Lippeverband nicht für das gesamte Lippe-Gebiet ab der Quelle, sondern für den industriell stark geprägten Raum von Lippborg bis Wesel – inklusive der Nebenlaufgebiete. Bis heute lebt der Lippeverband als öffentlich-rechtliche Einrichtung das Genossenschaftsprinzip als Leitidee des eigenen Handelns. Weitere Informationen zum Lippeverband sowie zu Veranstaltungen rund um das 100-jährige Bestehen finden interessierte Bürgerinnen und Bürger auf jubilaeum.eglv.de.
Aus „Krankengymnastik und Massagepraxis Silvia Skubich“ wird „ReAktiv Physio Bergkamen“
Silvia Skubich und Eftal Calikbasi.
Zum 1. Januar 2026 übernimmt Eftal Calikbasi die langjährig etablierte Physiotherapiepraxis von Silvia Skubich in Bergkamen. Die Praxis wird unter dem neuen Namen ReAktiv Physio Bergkamen weitergeführt und organisatorisch sowie räumlich modernisiert.
Silvia Skubich hat die Praxis über mehr als 21 Jahre mit großem Engagement geführt und sie zu einer festen Größe in der lokalen Gesundheitsversorgung gemacht. Diese erfolgreiche Arbeit wird nun fortgesetzt: Das bestehende Therapeutenteam bleibt vollständig erhalten, Frau Skubich wird der Praxis weiterhin in Teilzeit verbunden bleiben.
Zum Jahresende ist eine Renovierung der Praxisräume geplant. Ab Januar 2026 empfängt ReAktiv Physio Patientinnen und Patienten in einem frischen, einladenden Umfeld. Gleichzeitig wird das Therapeutenteam erweitert und die Arbeitszeiten werden flexibilisiert und verlängert. Zudem wird die Anmeldung künftig in Vollzeit besetzt sein. Die Einführung einer Praxisverwaltungssoftware trägt zusätzlich zu klaren Abläufen und einer deutlich besseren Organisation bei. Dadurch können künftig kurzfristige Physiotherapietermine angeboten werden – ein wichtiger Vorteil angesichts der angespannten Versorgungslage im Gesundheitsbereich.
„Mir ist es wichtig, Bewährtes zu erhalten und gleichzeitig neue Impulse zu setzen“, sagt Eftal Calikbasi. „Mit einem größeren Team und flexibleren Zeiten möchten wir unseren Patientinnen und Patienten eine möglichst zeitnahe und verlässliche Therapie anbieten.“
ReAktiv Physio setzt weiterhin auf individuelle Behandlungsansätze, persönliche Betreuung und eine enge Zusammenarbeit mit Ärztinnen, Ärzten sowie Pflegeeinrichtungen in der Region.
Der Start unter neuem Namen ist am 5. Januar erfolgt.
Weitere Details gerne auf unserer neuen Homepage https://reaktivphysio.de/, Termine für den Zeitraum ab Januar gerne unter 02307-967373
Neuer DHL-Paketshop im Remmo Kiosk an der Schulstraße in Betrieb genommen
DHL hat einen neuen Paketshop im Remmo Kiosk an der Schulstr. 48 in Bergkamen-Weddinghofen in Betrieb genommen.
Die Öffnungszeiten des Paketshops:
Montag bis Samstag: 08:00 Uhr bis 24:00 Uhr
Damit bauen Deutsche Post und DHL die Zahl ihrer Standorte für die Paketeinlieferung weiter aus. Der neue Paketshop bietet die Annahme von frankierten Päckchen, Paketen und Retouren. Auch werden Brief- und Paketmarken verkauft. Für die Kundinnen und Kunden werden neben den Postfilialen und Packstationen so neue Standorte geschaffen, an denen sie ihre Pakete schnell und problemlos einliefern können.Außerdem können Kundinnen und Kunden dort auch den Service „Postfiliale Direkt“ nutzen und sich Sendungen direkt an den Paketshop senden lassen, um sie später dort abzuholen.
Unter deutschepost.de/standorte werden Kundinnen und Kunden alle Standorte von Postfilialen und DHL Paketshops inklusive Öffnungszeiten anhand einer Karte aufgezeigt. Standorte von Briefkästen und deren Leerungszeiten sowie die Standorte der rund um die Uhr verfügbaren Packstationen und Poststationen sind dort ebenfalls zu ermitteln.
Sparkasse Bergkamen-Bönen spendet 7.000 Euro an Bergkamener Kindergärten und lädt zum nächsten Nachhaltigkeitsprojekt ein
Foto: Michael Krause
Es weihnachtet schon für alle Kindertagesstätten in Bergkamen: Die Sparkasse Bergkamen-Bönen spendet 7.000 Euro für die Kindertagesstätten.
Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Bergkamen-Bönen, Tobias Laaß überreichte den Spendenscheck stellvertretend für alle KiTas in Bergkamen an die Leitung der KiTa Sprösslinge Frau Özdemir. Mit ihm freute sich auch Bürgermeister Thomas Heinzel. Die Scheckübergabe erfolgte in einem feierlichen Rahmen. Vanessa Haase hat mit Ihrer Querflöte und einigen Kinder zusammen extra ein Weihnachtslied eingeübt.
Zusätzlich lädt die Sparkasse alle Kindertagesstätten in Bergkamen ein, beim „Kita-Nachhaltig-keitsprojekt 2026“ mitzumachen. Dies startet im kommenden Jahr in der vierten Auflage und fast alle Einrichtungen beteiligen sich mittlerweile an dem Projekt. Das spielerische Erkunden, auf welche Weise Mutter Natur mit dem Thema Nachhaltigkeit unterstützt werden kann, soll bei dem Kita-Nachhaltigkeitsprojekt im Fokus stehen. Hierzu kann die Spende gut eingesetzt werden. Alle teilnehmenden Kindertagesstätten werden gebeten, ihre Projekte jeweils abschließend mit einem Plakat zu präsentieren, das sie bei der Sparkasse bis Ende Mai 2026 einreichen. Es gibt wieder Geld- und Sachpreise zu gewinnen. Die Sparkasse Bergkamen-Bönen hofft auf eine erneut rege Teilnahme und viele tolle Ideen für das Projekt. Anmeldeschluss ist der 31. Januar 2026. Die Kindertages-einrichtungen erhalten dazu in den kommenden Tagen noch weitere Informationen inkl. Starter-Pakete.
Thomas Heinzel und Bernd Schäfer mit Sparkassenmedaille des Verbandes „Westfalen-Lippe“ ausgezeichnet
v.l. Roland Schäfer, Tobias Laaß, Stephan Rotering, Bernd Schäfer, Thomas Heinzel, Jörg Jandzinsky; es fehlt Detlef Pilz. Foto: Michael Krause
Aufgrund außerordentlicher Verdienste und der engen Verbundenheit mit der Sparkasse Bergkamen-Bönen wurde am vergangenen Freitag Mitgliedern des Verwaltungsrates der Sparkasse die Sparkassenmedaille des Verbandes „Westfalen-Lippe“ verliehen. Über viele Jahre hinweg haben sich die Vertreter für die Sparkassenidee eingesetzt und in den Gremien der Sparkasse Bergkamen-Bönen erfolgreich verwirklicht – ob im Verwaltungsrat oder im Risikoausschuss.
„Im Verwaltungsrat braucht es Köpfe, die gestalten können und gestalten wollen. Köpfe, die ihre vielfältigen Erfahrungen aus der Politik und der engen Verbindung zu weiten Kreisen der Bevölkerung in die Sparkassenarbeit einfließen lassen. Ihre Kenntnis um die Stärken und Schwächen der lokalen Wirtschaft, Ihr persönliches Netzwerk und Ihre enge Verbundenheit zur Region war für die Sparkasse Bergkamen-Bönen über all die Jahre unverzichtbar, um nah am Markt und bei den Kunden bleiben zu können“, so der Ehrenbürgermeister der Stadt Bergkamen und selbst langjähriges Mitglied des Verwaltungsrates Roland Schäfer, der die Laudatio hielt.
Folgende Personen wurden in einer feierlichen Stunde geehrt:
Stephan Rotering, ehemaliger Bürgermeister Gemeinde Bönen
Thomas Heinzel, amtierender Bürgermeister der Stadt Bergkamen
Bernd Schäfer, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Bergkamen, zuletzt Vorsitzender des Verwaltungsrates.
Detlef Pilz, zuletzt Vorsitzender des Risikoausschusses
37. Barbara-Runde (10 Km) mit 5 Km Sparkassen-Volkslauf
Foto: Michael Krause
Die Leichtathletikabteilung des SuS Oberaden hat auch in diesem Jahr die organisatorischen und bürokratischen Herausforderungen gemeistert, um Läuferinnen und Läufern wieder eine Plattform für sportliche Höchstleistungen und gemeinschaftliche Erlebnisse zu bieten und die Organisatoren freuen sich zusammen mit der Sparkasse Bergkamen-Bönen, dass sie zur „37. Barbara-Runde“ am 07. Dezember 2025 einladen können.
Auch diesmal ist ein Sparkassen-Firmenlauf integriert. Dabei können sich nicht nur Firmen-Teams, sondern auch Nachbarschaftsgruppen, Vereins-Teams oder ähnliches anmelden, erklärten die SuS-Leichtathleten Heinz-Georg Wessels und Janin Böttcher sowie der Sparkassenvorstand Tobis Laaß und Jörg Jandzinsky. Fünf Teilnehmer einer Institution bilden ein Team und können so gemeinsam das Sieger-Treppchen erklimmen.
Die Zeitmessung bleibt weiterhin professionell. Was der SuS am 7. Dezember zu bieten habe, komme der Technik beim Berlin Marathon sehr nahe, erklärte Sportwartin Janin Böttger. Das gilt auch für die Anmeldung von Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Für die einzelnen Rennen ist dies nur über die Internetseite www.susoberaden-la.de möglich.
Neben der traditionellen
10 km-Barbara-Runde, die um 12:15 Uhr gestartet wird,
finden folgende Laufveranstaltungen statt:
340m-Bambinilauf – U6 und jünger – Start: 09:30 Uhr,
800m – U8 w/m – Start: 09:45 Uhr,
2.000m – U10/U12 w/m – Start: 10:00 Uhr,
3.000m – U14/U16 w/m – Start: 10:20 Uhr,
5 km – Sparkassen Volkslauf ab U12 – Start: 11:00 Uhr (mit Einzel- und Mannschaftswertung),
5 km – Walking und Nordic Walking – Start: 11:05 Uhr.
Große Beteiligung beim Wirtschaftsstammtisch der Stadt Bergkamen
v.l.: Wirtschaftsförderer Marvin Faulstich, Kim Tabea Odenwald (Leiterin Unternehmensservice bei der WFG Unna), Bürgermeister Thomas Heinzel. Foto: Stadt Bergkamen
Auch in diesem Jahr luden die Stadt Bergkamen und die Industrie- und Handelskammer (IHK) in gewohntem Rahmen zum Wirtschaftsstammtisch ein. Rund 75 Unternehmerinnen und Unternehmer aus Bergkamen folgten der Einladung und nutzten die Veranstaltung für Austausch, Vernetzung und Informationen zu aktuellen wirtschaftlichen Themen in der Region.
Begrüßt wurden die Teilnehmenden erstmals durch Bürgermeister Thomas Heinzel, der die Bedeutung des regelmäßigen Dialogs zwischen Verwaltung, Wirtschaft und regionalen Partnern hervorhob.
Als Gastrednerin konnte die Stadt Kim Tabea Odenwald von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna (WFG) gewinnen. Sie stellte die Aufgaben, Projekte und Unterstützungsangebote der WFG Unna vor und gab einen Überblick über Serviceleistungen für Unternehmen im Kreis. Ihr Vortrag bot zahlreiche Impulse und bildete eine gute Grundlage für weiterführende Gespräche.