Radschnellweg 1 gibt es für Bergkamen zum Nulltarif

Erfreuliche Nachrichten brachte Erster Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters von der sogenannten „Akteurskonferenz Radschnellweg 1“ mit, zu der das Landesverkehrsministerium alle Beteiligten vor einigen Tagen eingeladen hatte. Die Stadt Bergkamen wird ihr Teilstück von der Stadtgrenze zu Kamen bis zur Stadtgrenze zu Hamm zum Nulltarif erhalten. Das heißt: Für sie entfällt der Eigenanteil. Außerdem wird sich die Stadtverwaltung nicht um irgendwelche Planungsarbeiten kümmern müssen.

Der Verlauf des RS1 auf Bergkamener Stadtgebiet (blaue Linie). Karte: Metropole Ruhr
Der Verlauf des RS1 auf Bergkamener Stadtgebiet (blaue Linie). Karte: Metropole Ruhr

Eine Voraussetzung werde dafür in wenigen Wochen geschaffen, berichtete Dr. Peters in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Bauen und Verkehr am Mittwoch. Mit einer Gesetzesänderung sollen die Radschnellwege den Bundesfernstraßen gleichgestellt werden. Verlaufen diese Radwege dann parallel zu bestehenden Fernwegen wie der B 233 (Werner Straße) in Bergkamen, dann übernimmt Straßen.NRW die Planungsarbeiten und der Bund die Baukosten. Gleichgestellt bedeutet auch, dass die Schnellradwege wie Straßen vor dem Bau einem Planfeststellungsverfahren unterworfen sind.

rp_Fahrrad1k-199x300.jpgNach den bisherigen Planungen verläuft der RS 1 in Bergkamen von der Kamener Stadtgrenze über die Zechenbahntrasse bis zum Kanal in Rünthe und von dort in Richtung Hamm. Mit diesem Ergebnis der Akteurskonferenz dürften sich für Bergkamen auch Überlegungen erledigt haben, ob denn nun der RS1 überall nach den gleichen Standards gebauten werden müsse. Standard heißt hier: Er wird vier Meter breit und ist asphaltiert. Nach den bisherigen Kostenberechnungen wird der RS1 von Duisburg bis Hamm rund 184 Millionen Euro kosten. Um die Unterhaltung der Strecke soll sich nach einer entsprechenden Gesetzesänderung durch den NRW-Landtag das Land kümmern.




Vorsicht Fußgänger: Die Stadt hat jetzt auch ein Elektro-Auto

Nach zwei Tretrollern und zwei E-Bikes hat die Stadtverwaltung mit dem Smart Fortwo electric drive das erste umweltfreundlich Auto angeschafft. Bürgermeister Roland Schäfer und Amtsleiter Zentrale Dienste Thomas Hartl präsentierten den Gebrauchtwagen. Neu, das sind sich beide einig, hätten sie ihn nicht angeschafft. E-Autos seien noch viel zu teuer, erklären sie. Die Wirtschaftlichkeitsbeurteilung fällt auch beim ADAC oder bei Auto Bild vernichtend aus.

Bürgermeister Roland Schäfer und Thomas Hartl stellen den neuen gebrauchten E-Smart der Stadtverwaltung vor.
Bürgermeister Roland Schäfer und Thomas Hartl stellen den neuen gebrauchten E-Smart der Stadtverwaltung vor.

Gekostet hat der neue Gebrauchte 10.000 Euro. Das sei ein Schnäppchen, wie der Bürgermeister meint. Hinzu kommt die Monatsmiete für die Batterie von 65 Euro. In Fahrt gebracht hat der Kleinwagen einen Stromverbrauch, der etwa 1,5 Liter Diesel entspricht. Für Fahrten innerhalb des Kreises Unna sei die Reichweite mit einer Stromladung von 145 Kilometern ausreichend, meint Thomas Hartl.

Die Ladestation in der Garage mit der Mahnung, vor dem Start das Kabel aus der Steckdose am Auto zu ziehen.
Die Ladestation in der Garage mit der Mahnung, vor dem Start das Kabel aus der Steckdose am Auto zu ziehen.

Immer innerstädtischen Verkehr könnte der leise 75 PS starke Flitzer zu einer Gefahrenquelle für Fußgänger werden. „Viele schauen nicht nach rechts und links, wenn sie die Straße überqueren wollen, sondern verlassen sich auf ihr Gehör“, sagte Roland Schäfer. Doch da kommt nicht viel. Im Auto vernehmen der Fahrer und der Beifahrer allenfalls die Rollgeräusche der Reifen und das Gebläse der Klimaanlage.

Strom erhält das städtische E-Auto aus einer ganz normalen Steckdose. Doch das dauert mindestens sieben Stunden. Wenn der Smart Fortwo electric drive in der Garage steht, muss er also die Nacht produktiv nutzen.




RVR investiert 220.000 Euro in Wege am Beversee und auf der Halde Werne III

Rund 220.000 Euro wird der RVR in den kommenden Wochen investieren, um Wege mit einer Gesamtlänge von rund 4000 Metern im Naturschutzgebiet Beversee und auf der Halde Werne III in Rünthe wieder auf Vordermann zu bringen. Außerdem soll der Wanderparkplatz Beversee an der Werner Straße neu geordnet werden. Die Arbeiten werden voraussichtlich im November abgeschlossen.

Das Naturschutzgebiet am Beversee.
Das Naturschutzgebiet am Beversee.

Seit dem Ende der 70er Jahre hat sich das Beverseegebiet zu einem ökologischen Kleinod entwickelt. Gleichermaßen ist es ein sehr beliebtes Ziel für Erholungssuchende geworden. Darunter hat das Wegesystem mächtig gelitten. Eine Folge sei, so Revierförsterin Christiane Günther, dass die Besucher sich eigene Wege geschaffen haben, die auch in sensible Bereiche führen.

Aus diesem Grund werden mehrere Wegeteilabschnitte am Beversee überarbeitet und instandgesetzt. Hierzu ist es notwendig, dass verschiedene Durchlässe eingebaut und Wegeabschnitte höher ausgebaut werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass diese Abschnitte nicht überspült und wieder durch Nutzungsintensität und Erosion zerstört werden. Ferner soll der naheliegende Parkplatz an der Werner Straße überarbeitet werden. Durch eine Neuordnung der Stellflächen und eine neue Oberflächenbefestigung in Asphaltbauweise, wird die Dauerhaftigkeit des Parkplatzes wiederhergestellt.
Desgleichen gilt für die Halde Werne III. Hier sind ebenfalls die Wegeoberflächen durch Nutzung und Verschleiß nur noch bedingt nutzbar, so dass auch hier eine Überarbeitung von mehreren Teilflächen notwendig ist. Die gesamten Maßnahmen werden aus Gründen der Verkehrssicherheit, aber auch zum Schutz der Natur- und Landschaft, in enger Abstimmung mit der Biologischen Station und der Unteren Landschaftsbehörde abgewickelt.
Mit den ersten Maßnahmen wird in der kommenden Woche auf der Halde Werne III begonnen. Im Anschluss werden die wegebaulichen Maßnahmen am Beversee durchgeführt und abgeschlossen. Der RVR bittet um Verständnis, wenn es zu Unannehmlichkeiten während der Bauphase kommt.



Photovoltaikanlage von den GSW pachten – Strom auch für den Eigenbedarf

Zwischen 1.300 und 1.900 Sonnenstunden werden durchschnittlich in Deutschland gezählt. Die GSW bieten ihren Kunden mit dem GSW EnergieDach die Möglichkeit, die Kraft der Sonne zu nutzen, um sich selbst mit Strom zu versorgen.

„Mittels der Photovoltaik-Anlage mit oder ohne Speicher können unsere Kunden ihren eigenen Strom produzieren und dauerhaft ihre Energiezukäufe senken“, so der Energieberater der GSW, Jörg Böttcher. Die GSW errichten dazu eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ihrer Kunden und kümmern sich um dessen Betriebsführung und Instandhaltung. „Die Kunden tragen keine Investitionskosten und profitieren von dem Rundum-Sorglos-Paket“, weiß der Energieberater. „Der Kunde zahlt dafür lediglich ein monatliches Pachtentgelt an die GSW.“

Der vom Kunden nicht selbst genutzte Solarstrom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist und dem Kunden nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz vergütet. Die lokale Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wird gesteigert und ein Beitrag für eine nachhaltige Energieversorgung geleistet.

„Ob sich ein Dach für die Installation einer PV-Anlage eignet und welche Anlage die Richtige ist, können unsere Kunden einfach auf unserer Webseite über den GSW EnergieDach-Rechner erfahren“, erläutert Böttcher.

Zu dem Rechner gelangt man direkt über die Startseite des GSW-Internetauftritts unter www.gsw-kamen.de oder direkt über den Link www.gsw-kamen.de/service/energieberatung/energiedach.




Freund Adebar lässt es sich gut schmecken

Ein gefundenes Fressen bot sich im wörtlichen Sinn fünf Störche auf einem Feld in Methler zwischen der Mühlenstraße und der Bundesbahnlinie am Donnerstagmorgen. Der Bauer hatte dort Gras für eine Silage geschnitten. Dadurch hatten die Störche freien Blick auf die Leckereien. Die wollten sie sich offensichtlich nicht entgehen lassen.

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Störche in Methler. Fotos: Ulrich Bonke

Die Störchen flogen vermutlich vom Landstroper See herüber. Einige waren beringt. Bei einem Storch war sogar dank der  Qualität einer Superzoom-Kamera die Gravur gut erkennbar. Die besagt unter anderem, dass dieser Vogel in Wilhelmshaven an der Nordsee geschlüpft ist.




Führung durch den Muster-Schweinestall der Ökologiestation

Im Sommer 2004 Jahren wurde auf dem Gelände der Ökologiestation ein Musterstall für Mastschweine eröffnet. Die etwa 80 Tiere werden in kleinen Gruppen auf Stroh, mit einem Auslauf nach Neuland- und Bioland-Richtlinien gehalten. So wird das Futter der Schweine, die aus eigener Zucht alter, robuster Rassen stammen, fast ausschließlich selbst erzeugt.

Die Bauernfamilie Höhne, die für den Betrieb des Stalls sorgt, erläutert am Dienstag, 13. September, bei einer Führung die Besonderheiten tiergerechter und umweltverträglicher Tiermast. Die etwa einstündige Führung beginnt um 16.00 Uhr und ist gleichermaßen für Erwachsene und Kinder spannend und lehrreich. Eine Anmeldung ist unter 0 23 89-98 09 11 beim Umweltzentrum Westfalen erwünscht.




Fischsterben in der Seseke – Zulauf zu Klärwerk verstopft

Am Dienstagmorgen haben Spaziergänger kurz nach 9 Uhr  in der Seseke im Mündungsbereich des Mühlbachs tote Fische entdeckt. Erste Messungen ergaben, dass der Sauerstoffgehalt im Wasser unter 1 % lag. Als Ursache konnte im weiteren Verlauf ein verstopfter Zulauf zu einer Kläranlage ermittelt werden. Im Bereich Am Kordelbach läuft das Abwasser aus Unna überirdisch in die Kläranlage. Durch die Verstopfung gelangte es aber in den Mühlbach, wodurch die Wasserverunreinigung entstand.




Praxisseminar in der Ökologiestation: Einführung in das naturverträgliche Pilzesammeln

Beim Sammeln von Pilzen sollte man nicht nur an die gesundheitlichen Gefahren durch Verwechslung sondern auch an die Auswirkungen auf die Umwelt denken. Jochen Beier aus Dortmund führt am Sonntag den 4. September in das naturverträgliche Sammeln von Speisepilzen ein.

Nach einem einleitenden Vortrag in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil, der kurz auf die Bedeutung von Pilzen für das Ökosystem eingeht und die unterschiedlichen bei uns zu findenden Waldpilze vorstellt, geht es in die Praxis: im Wald wird die Bestimmung eingeübt. Die Veranstaltung dauert von 10.00 bis 15.00 Uhr und kostet 15,- Euro je Teilnehmer. Eine Anmeldung ist bis zum 29. August unter 0 23 89 – 98 09 11 (auch Anrufbeantworter) beim Umweltzentrum Westfalen möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

 




NABU sucht dringend Helfer: Abtragen von Mahdgut in Heil

Ohne die Mahd gäbe es diese Orchideenwiese in Bergkamen nicht.
Ohne die Mahd gäbe es diese Orchideenwiese in Bergkamen nicht.

Der NABU sucht dringend Helfer beim Abtragen des Mahdgutes der Feuchtwiesen in Bergkamen-Heil am Samstag. 27. August. Der Lebensraum der gefährdeten heimischen Wiesenorchideen kann nur durch die regelmäßige Mahd der Feuchtwiesen gesichert werden. Ansprechpartner ist Bernd Margenburg unter 02307 – 97 35 21 oder per E-Mail unter margenburg@nabu-unna.de.

Das Mahdteam des NABU.
Das Mahdteam des NABU.




Draußen sein – Wildniswochenende für Kinder ab 7 Jahre

Am 4. Septemberwochenende haben die Kinder viel Zeit den Altweibersommer zu genießen und Abenteuer in der Natur zu erleben. Beginn ist am Samstag, 24. September um 11.00 Uhr. Es wird gemeinsam auf offenem Feuer gekocht und in gemütlicher Runde geschnitzt. Die Kinder lernen essbare Pflanzen kennen und schlafen in einem Jurtenzelt oder unter freiem Himmel.

Es erwarten die Kinder wilde Stunden zum spielen, toben und Seele baumeln lassen. Das Wochenende endet am Sonntag, 25. September um 10.00 Uhr. Durchgeführt wird die Aktion von der Naturerlebnis-Pädagogin Heike Barth und der Wildnispädagogin Sandra Bille.

Die Kosten für dieses Wochenende betragen 45 Euro. Maximal können 20 Kinder an der Veranstaltung teilnehmen. Anmeldungen ab sofort bei Dorothee Weber-Köhling (02389-980913) oder umweltzentrum_westfalen@t-online.de




Bauerhoferlebnis: Radtour zu Kürbissen, Kartoffeln und Damhirschen

Am 4. September zu Beginn der Erntesaison lädt das Umweltzentrum zu einer Radtour zu einem Kürbishof, einem Kartoffelhof sowie zu einem Damhirschzüchter ein.

Das Gehege mit Damwild des Züchters Rolf Humbach.
Damwild des Züchters Rolf Humbach.

Die starten in Kamen am Technologie-Park und radeln gemütlich über Methler nach Wasserkurl, um den um diese Jahreszeit wieder so attraktiven Kürbishof Ligges aufzusuchen. Unvorstellbar ist die Sortenvielfalt, die Familie Ligges anbaut. Mehr als 200 verschiedene Kürbisarten sind in der großen Deele von der Floristmeisterin Ute Ligges wunderschön dekorativ arrangiert. Und rund um den Kürbis gibt es dort alle erdenklichen Produkte und Rezepte sowie herbstliche Gestecke, Schnitzkurse, Halloween-Geschichten am Feuer und tolle Kochevents mit namhaften Köchen.

Bei einem Glas Kürbissekt erfahren die Radler, wie die Familie auf die Idee des Kürbisanbaus kam und diesen Erwerbszweig immer weiter ausbaute. Im Anschluss stöbern sie auf eigene Faust noch etwas herum und genießen abschließend eine schmackhafte Kürbis- oder Kartoffelsuppe. Seit drei Jahren baut die Familie auch ganz spezielle Kartoffelsorten an: gelbe, rote und blaue Kartoffeln.

Weiter geht es über die Stadtgrenze nach Dortmund. Über Husen, Kurl und Landstrop geht es  nach Lünen-Niederaden. Dort befindet sich eines der Gehege, in dem der Bergkamener Rolf Humbach sein Damwild stehen hat. Die Damwildzucht betreibt der sympathische landwirschaftliche Wildhalter schon seit 2007 und war viele Jahre auch Vorsitzender seines Verbandes. Hier in Niederaden hält er seine Zuchtherde mit dem Platzhirsch „Flecki“ und den diesjährig geborenen Kälbern. Die Teilnehmer erfahren alles über die Aufzucht, die Pflege und auch die Vermarktung der Tiere.

Im Hofladen des Kartoffelbauers Freisendorf gleich nebenan sind außer den frisch geernteten Kartoffeln auch das Wildfleisch sowie -würstchen zu erwerben. Seit letztem Jahr haben die Freisendorfs dort auch ein nettes Hofcafé eingerichtet, in dem es eine große Auswahl an selbstgebackenem Kuchen gibt. Den lassen wir uns jetzt mit einem Pott Kaffee schmecken.

Nach dieser Stärkung geht es entlang des Seseke-Radweges auf direktem Weg zurück zum Ausgangspunkt.

Diese Tour kostet inkl. Führungshonorare, Kürbissekt, Suppe, Pott Kaffee und ein Stück Torte 23 Euro/Pers.

Anmeldung unter Tel. 02389/980912 oder Umweltzentrum_Westfalen@t-online.de