Lazy Gardening – der „faule“ Garten: Vortrag in der Ökologiestation

Am Mittwoch, 16. November, behandelt Anke Schröder in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil ein Thema, das Vielen auf den Nägeln brennt: Wie bekomme ich berufliche und private Inanspruchnahme mit meiner Gartenarbeit unter einen Hut.

Zwar kommt kein Garten ganz ohne Pflege aus, aber Zeit und Aufwand lassen sich reduzieren. Wichtig ist natürlich zunächst die richtige Auswahl der Pflanzen. Auch durch eine vorausschauende Planung der jahreszeitlich notwendigen Tätigkeiten oder durch eine geschickte Bewässerung verringert sich die Arbeitsbelastung. Eine Rolle spielt die Frage, ob auch Gemüse angebaut werden soll.

Die Veranstaltung, die um 19.00 Uhr beginnt, kostet 5,- € pro Teilnehmer. Information und Anmeldung unter 02389 – 98 09 11 (auch Anrufbeantworter) beim Umweltzentrum Westfalen.




GWA-Abfallberatung vergibt kostenlosen Ratgeber: Kompostieren – Von der Theorie zur Praxis

Zum Start in die herbstliche Gartensaison bietet die Abfallberatung der GWA – Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna mbH den Hobbygärtnern Unterstützung an. Im Sonderdruck „Kompost-Spezial“ der Gartenzeitschrift „Kraut und Rüben“ erfahren interessierte Gärtner worauf es beim Kompostieren ankommt. „Sehr anschaulich dargestellt und mit hilfreichen Tipps ergänzt“, freut sich GWA-Abfallberaterin Doris Homann.

Ein naturgemäßer Garten ist ohne einen Komposthaufen nicht denkbar, schließlich entsteht hier das „Gold der Gärtner“ – der Kompost. Er ist zugleich Bodenverbesserer, Humuslieferant und Dünger. Damit aus den organischen Abfällen aus Küche und Garten wohlriechender Humus wird, reicht es aber nicht Laub, Rasenschnitt und Küchenabfälle einfach nur auf einen Haufen zu werfen. Kompostieren ist ein Handwerk, für das man eigene Erfahrung sammeln muss, aber auch etwas Fachwissen mitbringen sollte.

Um Hobbygärtnern den Einstieg in das Thema Kompostieren zu erleichtern, bietet die GWA-Abfallberatung ihnen kostenfrei die Broschüre „Kompost-Spezial“ an.

Die einzelnen Kapitel sind durch zahlreiche Fotos und Grafiken anschaulich illustriert. „Wer die Gartenarbeit liebt, den Zeitaufwand nicht scheut und sich an die Tipps des Ratgebers hält, dem gelingt es mit Sicherheit innerhalb einer Gartensaison eigenen Kompost herzustellen“, ist sich Doris Homann sicher. 

Interessierte Bürger im Kreis Unna können den Sonderdruck der Zeitschrift „Kraut & Rüben“ kostenlos bei der GWA-Abfallberatung unter der gebührenfreien Rufnummer 0 800 400 1 400 anfordern – montags bis donnerstags von 8.30 Uhr bis 17 Uhr und freitags von 8.30 Uhr bis 15 Uhr.




Tischlerwerkstatt des Lippeverbandes macht Seseke-Kunstwerk „Hogarth‘s Dream“ wieder fit

Am Asternweg nahe der Stadtgrenze Lünen/ Bergkamen steht die hölzerne Skulptur „Hogarth’s Dream“ aus der Ausstellung ÜBER WASSER GEHEN  auf dem Sesekedeich. Nach sechs Jahren waren etliche Teile morsch, die Tischlerei des Lippeverbandes hat sie wieder instandgesetzt.

Hogarth’s Dream der Wuppertaler Künstlerin Dietmut Schilling
Hogarth’s Dream der Wuppertaler Künstlerin Diemut Schilling

Sechs Jahre sind für eine Holzskulptur im Freien eine lange Zeit. So kam es nicht ganz überraschend, dass die in Form einer langen Sitzbank gearbeitete Holzplastik „Hogarth‘s Dream“ der Wuppertaler Künstlerin Diemut Schilling nach dem letzten Winter deutliche Auflösungserscheinungen zeigte. Jetzt haben Tischler des Lippeverbandes das Kunstwerk aus der Ausstellung „ÜBER WASSER GEHEN“ wieder instandgesetzt.

Während der Ausstellung im Kulturhauptstadt-Jahr 2010 war „Hogarth’s Dream“ der Hingucker schlechthin: Vor allem die drei delphinähnlichen Skulpturen aus Kupfer, die damals noch in der Seseke „schwammen“, zogen immer wieder das Interesse auf sich. Aber auch die markante Holzbank auf dem Sesekedeich wertete die Örtlichkeit erheblich auf.

Als dreiste Metalldiebe drei Jahre später die Skulpturen bei Nacht und Nebel abmontiert und aus dem Wasser gezogen hatten, blieb die Bank als Relikt des Kunstwerkes übrig. Der Siedlerverein Niederaden kümmert sich seitdem um ihren Erhalt und das Umfeld.

Dies konnte den „Zahn der Zeit“ auf Dauer nicht aufhalten. Es zeigte sich Anfang des Jahres, dass vor allem die Unterkonstruktion, auf der die geschliffene und polierte Sitzfläche ruht und befestigt ist, marode geworden war. Als Folge waren einzelne Hölzer aus der Deckschicht herausgebrochen.

Fachgerecht überarbeitet

Bevor die Skulptur endgültig verfiel, griff der Lippeverband jetzt ein. Die hauseigene Tischlerei, die sich sonst vor allem Einrichtung, Umbau und Sonderkonstruktionen in der Hauptverwaltung des Verbandes widmet, nahm die Sache in die Hand: In rund einwöchiger Arbeit wurden sämtliche maroden Teile ersetzt und vor Ort eingebaut – die fachgerechte Überarbeitung der Deckhölzer inbegriffen.

Nun strahlt das Kunstwerk fast wieder wie am ersten Tag. Lediglich an einigen Hölzern, die die Lücken an der Oberfläche geschlossen haben und die naturgemäß heller sind als die sechs Jahre alten Planken, sieht man den Unterschied.

Nun hofft der Lippeverband, dass mit Unterstützung der Nachbarn „Hogarth’s Dream“ den Erholung suchenden Bürgern an der Seseke noch lange erhalten bleibt.




Beim Bauern in der Lippeaue – Hofbesuch in Bergkamen-Heil

Auch im dichtbesiedelten Ruhrgebiet gibt es Bauernhöfe. Wie seit Jahrhunderten wird zum Beispiel das Grünland an der Lippe zwischen Lünen und Hamm für die Milchviehhaltung genutzt. Die Bedingungen haben sich allerdings erheblich verändert.  Am Dienstag, 8. November, ab 16.30 Uhr zeigt der Bauer bei einem etwa einstündigen Rundgang über seinen Hof in den Lippeauen in Bergkamen-Heil die Rinder- und Schweinehaltung auf Weiden und in Ställen. Er berichtet aus der Geschichte und über die Herausforderungen unserer Zeit für die bäuerliche Landwirtschaft.

Die Exkursion ist auch für Kinder sehr interessant! Sie können hier erfahren, dass Lebensmittel nicht einfach aus dem Supermarktregal kommen, sondern wie und wo sie produziert werden. Eine verbindliche Anmeldung ist unter 0 23 89-98 09 11 (auch Anrufbeantworter) beim Umweltzentrum Westfalen möglich.




Hier ist die richtige Telefonnummer des Saftmobils

Bei der Ankündigung des Tags des Apfels auf der Ökologiestation hat das Umweltzentrum Westfalen einen Zahlendreher bei der Telefonnummer des Saftmobils fabriziert. Die korrekte Telefonnummer lautet: 0 29 21 – 51 32 3.

Bald ist es wieder so weit, die Ökologiestation feiert ihren Tag des Apfels. Am Samstag den 29. Oktober von 12.00 bis 18.00 Uhr locken zahlreiche Stände mit regionalen Produkten Jung und Alt nach Bergkamen-Heil. Um 14.00 Uhr wird eine besondere Neuheit vorgestellt: der Verkaufsautomat „Frischdachs“, der der Bevölkerung auf der Ökologiestation eine große Palette frischer Landprodukte von heimischen Produzenten bietet – und das rund um die Uhr und sieben Tage in der Woche.

Natürlich findet wieder der Apfelkuchenwettbewerb statt: bis 14.00 Uhr können Freizeitkonditoren ihre Kuchen abgeben. Nach professioneller Geschmacksprobe werden dann um 15.00 Uhr die preiswürdigen Backwerke ausgezeichnet.

Ein Geruchserlebnis der besonderen Art erwartet die Besucher der Apfelausstellung. Viele kaum noch bekannte Sorten werden präsentiert. Zwei Pomologen, also ausgebildete Apfelkundige, bestimmen die unbekannten Sorten aus dem Garten. Mitgebrachte Äpfel können am Saftmobil direkt zu Saft-im-Schlauch gepresst werden. Hier ist eine Voranmeldung unter 0 29 21 – 51 32 3 unbedingt erforderlich!

Ein großer Markt regionaler Produkte, die Pflanzenbörse mit außergewöhnlichen Angeboten, und Informationsstände zu Natur- und Umweltschutz laden ein zum Schlendern, Verweilen, Informieren und Kaufen. Auch die Umweltberatung der Verbraucherzentrale ist wieder mit Einkauftstipps zu regionalem und saisonalen Obst und Gemüse dabei. Die Schnäpse eines der wenigen westfälische Obstbrenner eignen sich hervorragend als Digestiv nach einem Neuland Steak oder dem Heckrindgulasch von der Biostation. Auch zu empfehlen: Reibekuchen am DRK-Stand, Biobackkartoffen, Linsen- und Kürbissuppe, begleitet von einem Bier der Unnaer Brauzwerg Brauerei oder ein Stückchen Landfrauen-Torte mit einer Tasse Kaffee. Natürlich gibt es für Kinder zahlreiche Möglichkeiten zu Spiel und Spaß. Für die musikalische Unterhaltung sorgt in diesem Jahr die Steeldrum Marchingband mit heißen karibischen Rhythmen, auch bei -eventuell- kühlem Wetter.

 




„Frischemarkt rund um die Uhr“ öffnet auf der Ökologiestation

Sauber, frisch und gut gekühlt – und das 24 Stunden an jedem Tag der Woche: So möchte der Verbraucher am liebsten versorgt werden. Die Direktvermarkter leisten das – z.B. mit einem Verkaufsautomaten. Ein solcher „Frischemarkt rund um die Uhr“ wird jetzt auch an der Ökologiestation in Bergkamen-Heil, Westenhellweg 110 eröffnet. Sein programmatischer Name: „Frischdachs“!

Zur Eröffnung mit Präsentation am Tag des Apfels laden wir herzlich ein am Samstag den 29. Oktober um  14 Uhr in die Ökologiestation in Bergkamen, Westenhellweg 110.

Die Selbstvermarktung hat sich seit Jahren zu einem notwendigen zusätzlichen Standbein für die heimische Landwirtschaft und zugleich zu einer gern gewählten Bezugsquelle für den ökologisch bewussten Verbraucher entwickelt. Neben Marktstand oder Hofladen stellt der Verkaufsautomat eine der jüngsten Optionen für den Vertrieb regionaler Lebensmittel dar und hat sich bereits als echtes Erfolgsmodell erwiesen. Er bietet der Bevölkerung eine große Palette frischer Landprodukte von heimischen Produzenten – und das rund um die Uhr und sieben Tage in der Woche. Da kommt die Bezeichnung „Supermarkt“ zu ganz neuer Berechtigung. Und wo könnte ein solcher Automat für regionale Lebensmittel authentischer eingesetzt sein als an der Ökologiestation in Bergkamen, die gerade den gesunden und nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen auch auf dem Sektor der Ernährung in den Mittelpunkt stellt? Am 29. Oktober wird bei der Eröffnung Einblick in die Philosophie dieser Vermarktungsform, ihre bisherigen Erfolge und ihre wachsende Bedeutung für den landwirtschaftlichen Produzenten gegeben.




Naturnahe Gartengestaltung: Vortrag in der Ökologiestation

Ein naturnaher Garten berücksichtigt die Bedürfnisse von Mensch, Pflanze und Tier gleichermaßen. Dazu muss man nicht nur die Bau- und Gestaltungsmaterialien kennen, sondern auch die Interessen der verschiedenen Gartenbewohner.

Altbewährte und neue Techniken einer naturnahen Gartengestaltung erläutert Karsten Banscherus am Mittwoch, 2. November, u.a. anhand der im Außenbereich der Ökologiestation vorhandenen Elemente wie z.B. Trockenmauern oder Kräuterspirale. Außerdem werden Wasserspiele, kleine und große Teiche oder Wasserläufe sowohl als Gestaltungselemente als auch in ihrer Bedeutung für die ökologische Vielfalt im Garten vorgestellt.

In diesem Vortrag, der von 19.00 bis 21.00 Uhr dauert und 5,- Euro je Teilnehmer kostet, wird, angefangen von den Erdarbeiten bis zur Bestückung mit Pflanzen und Tieren, der praktische Ausbau vermittelt. Eine Anmeldung ist unter 02389-98 09 11 oder 02389-9 80 90 (auch Anrufbeantworter) beim Umweltzentrum Westfalen erwünscht. Informationen über den Referenten finden sich unter www.banscherus.de.




Landrat bestätigt Bergkamener Michael Prill als Fischereiberater für den Kreis Unna

Michael PrillMichael Prill bleibt Fischereiberater des Kreises Unna. Der 48-jährige Bergkamener wurde jetzt von Landrat Michael Makiolla erneut in diesem Amt bestätigt.

Prill verfügt über langjährige Erfahrungen im Fischereiwesen. Er ist seit 1989 Ausbilder für die jährliche Fischereiprüfung, seit 2002 amtlich verpflichteter Fischereiaufseher des Kreises und seit 2010 Beisitzer im Fischerprüfungsausschuss des Kreises. Im November 2009 zunächst zum stellvertretenden Fischereiberater des Kreises berufen, wurde Prill im Oktober 2011 erstmals der offizielle Fischereiberater des Kreises.

Landrat Michael Makiolla dankte Prill für seinen großen ehrenamtlichen Einsatz. „Ein Rückblick auf die letzten Wochen reicht aus, um zu sehen, wie wichtig ihr Fachverstand für die Arbeit der Unteren Fischereibehörde und der unteren Umweltbehörden ist“, betonte Makiolla.

Beispielhaft erinnerte der Landrat an das große Fischsterben vor einigen Wochen in der Seseke in Kamen, an die Neuregelung für Angler an der Marina Rünthe oder an das Wegfischen von tausenden von Tieren aus der Gräfte von Haus Opherdicke als wichtige Vorarbeit für den Bau einer Terrasse an der Rückseite des Gebäudes.

Als Fischereiberater des Kreises ist Michael Prill vor allem in fischereifachlichen Entscheidungen zu hören, unter anderem hinsichtlich der Gestaltung der gemeinschaftlichen Fischereibezirke, bei der Genehmigung für den Abschluss und die Änderung von Fischereipachtverträgen oder bei der Festlegung von Zugangswegen zu einem Gewässer.

Michael Prill ist jeden 1. Donnerstag im Monat von 14 bis 16.30 Uhr und nach Vereinbarung (Tel. 0 23 03 / 27-19 32) in den Räumen der Unteren Fischereibehörde (Raum 112) im Dienstgebäude in Unna, Parkstraße 40 b, zu sprechen.




Tag des Apfels 2016: Das große Fest der Ökologiestation

Bald ist es wieder so weit, die Ökologiestation feiert ihren Tag des Apfels. Am Samstag, 29. Oktober, von 12.00 bis 18.00 Uhr locken zahlreiche Stände mit regionalen Produkten Jung und Alt nach Bergkamen-Heil.

Tag des Apfels auf der Ökostation.
Tag des Apfels auf der Ökostation.

Um 14.00 Uhr wird eine besondere Neuheit vorgestellt: der Verkaufsautomat „Frischdachs“, der der Bevölkerung auf der Ökologiestation eine große Palette frischer Landprodukte von heimischen Produzenten bietet – und das rund um die Uhr und sieben Tage in der Woche.

Natürlich findet wieder der Apfelkuchenwettbewerb statt: bis 14.00 Uhr können Freizeitkonditoren ihre Kuchen abgeben. Nach professioneller Geschmacksprobe werden dann um 15.00 Uhr die preiswürdigen Backwerke ausgezeichnet. Ein Geruchserlebnis der besonderen Art erwartet die Besucher der Apfelausstellung. Viele kaum noch bekannte Sorten werden präsentiert. Zwei Pomologen, also ausgebildete Apfelkundige, bestimmen die unbekannten Sorten aus dem Garten. Mitgebrachte Äpfel können am Saftmobil direkt zu Saft-im-Schlauch gepresst werden. Hier ist eine Voranmeldung unter 0 29 21 – 51 32 3 unbedingt erforderlich!

Ein großer Markt regionaler Produkte, die Pflanzenbörse mit außergewöhnlichen Angeboten, und Informationsstände zu Natur- und Umweltschutz laden ein zum Schlendern, Verweilen, Informieren und Kaufen. Auch die Umweltberatung der Verbraucherzentrale ist wieder mit Einkauftstipps zu regionalem und saisonalen Obst und Gemüse dabei. Die Schnäpse eines der wenigen westfälische Obstbrenner eignen sich hervorragend als Digestiv nach einem Neuland Steak oder dem Heckrindgulasch von der Biostation. Auch zu empfehlen: Reibekuchen am DRK-Stand, Biobackkartoffen, Linsen- und Kürbissuppe, begleitet von einem Bier der Unnaer Brauzwerg Brauerei oder ein Stückchen Landfrauen-Torte mit einer Tasse Kaffee. Natürlich gibt es für Kinder zahlreiche Möglichkeiten zu Spiel und Spaß. Für die musikalische Unterhaltung sorgt in diesem Jahr die Steeldrum Marchingband mit heißen karibischen Rhythmen, auch bei -eventuell- kühlem Wetter.

 




Karpfen, Hecht und Zander sind jetzt in der Marina Rünthe vor Anglern sicher

Karpfen, Hecht und Zander fühlen sich im Hafenbecken der Marina Rünthe pudelwohl. Jetzt können sie dort auch vor den Nachstellungen durch Angler sicher sein, denn der Landesfischereiverband hat dort ein ganzjähriges Angelverbot verhängt. Lediglich am Nordufer ist eine Raubfischrute erlaubt, wenn dadurch der Schiffsverkehr nicht beeinträchtigt wird.

Ortstermin auf der Nordseite der Marina Rünthe (v.r.): Dr. Michael Möhlenkamp , Ferdinand Adam, Nicole Drawe und Michael Prill
Ortstermin auf der Nordseite der Marina Rünthe (v.r.): Dr. Michael Möhlenkamp , Ferdinand Adam, Nicole Drawe und Michael Prill

Hier habe jetzt der Landesfischereiverband die Notbremse gezogen, weil die Konflikte zwischen Petrijüngern und Freizeitkapitänen überhandgenommen hätten, erklärte der Geschäftsführer des Landesfischereiverbands Dr. Michael Möhlenkamp am Mittwochnachmittag bei einem Ortstermin, an dem unter anderem der Leiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit und Ordnung des Kreises Unna Ferdinand Adam, Nicole Drawe von der unteren Fischereibehörde Unna und der Fischereiberater Michael Prill aus Bergkamen teilnahmen.

fisch1Das Hauptproblem sei, so Prill, dass die Marina Rünthe nicht nur Tagestouristen anzieht, sondern auch Angler aus Nah und Fern. Manche machten sich regelrecht breit, werfen nicht nur von der Mole die Angelschnur ins Wasser, sondern bauten daneben Campingtische und Stühle auf. Manche hätten sogar gleich einen Kocher mitgebracht. Dieser Trend zum Angeltourismus habe in diesem Jahr stark zugenommen. Probleme mit einheimischen Anglern gebe es dagegen nicht.

Der Landesfischereiverband hat die Marina Rünthe als Angelgewässer gepachtet. Jedes seiner rund 50.000 Mitglieder durfte bisher auch im Hafenbecken seinem Hobby nachgehen. Den Boom auf die Marina Rünther hat möglicherweise der Verband selbst ein bisschen angeschoben. Auf der Rückseite des Fischereierlaubnisscheins, den die Mitglieder erwerben müssen, bevor sie angeln, ist der Bergkamener Yachthafen auch als Angelrevier angegeben, berichtete Dr. Möhlenkamp. „Es ist ja auch vom Ambiente her ein schönes Angelgebiet“, erklärte der Geschäftsführer des Landesfischereiverbands.




Die Bergkamener Pedelec-Lehrerin: Zwei Mal 25 Kilometer pro Tag

von Andreas Milk

Trotz elektrischer Unterstützung: Ihre Beinmuskeln sind kräftiger geworden. Lehrerin Anna Jennert (50) legt mit dem Pedelec täglich eine Strecke zurück, die manch einem mit dem Auto schon zu lang vorkäme – von ihrem Haus in Bergkamen bis nach Schwerte, je nach gewählter Route 25 oder 27 Kilometer. Einfache Strecke, wohlgemerkt. Nachmittags geht’s wieder zurück.

Täglich mit dem Pedelec von Bergkamen nach Schwerte - Lehrerin Anna Jennert. (Foto Andreas Milk)
Täglich mit dem Pedelec von Bergkamen nach Schwerte – Lehrerin Anna Jennert. (Foto Andreas Milk)

Vor zwei Jahren hatte sie das Fahrrad mit dem Elektromotor bei „Rad + Tat“ in Kamen gekauft. Die Bilanz: 4797 Kilometer (Stand: 4. Oktober). Zuerst war das Ganze noch relativ harmlos: Bis zu den Sommerferien war Anna Jennert an der Eichendorffschule in Kamen-Methler. Da war der Weg zur Arbeit überschaubar. Ende August kam die neue Stelle in Schwerte. Erst mal fuhr sie testweise mit dem Auto über die A 1 – aber: „Das war nicht gut für mich.“ Also zurück aufs Rad: Frische Luft, Bewegung. Und: Keine Probleme mit der Suche nach Parkplätzen. Von denen gibt’s halt an der Schwerter Friedrich-Kayser-Schule nicht so viele.

Die fahrradbegeisterte Pädagogin steht allmorgendlich gegen 5 Uhr auf. Abfahrt in Bergkamen: 6.15 Uhr. Ankunft in Schwerte: gegen 7.35 Uhr. Sprich: 80 Minuten unterwegs, über Südkamen, Unna-Afferde, Holzwickede, Lichtendorf. Bei Wind und Wetter. Letzteres war bislang immer ganz passabel. Für den Fall, dass sich das in den Herbst- und Wintermonaten ändert, steht ein Auto in der Garage. Das kommt auch zum Einsatz, wenn „Schwerlasten“ zu transportieren sind – dicke Mappen zum Beispiel. Alles hat schließlich seine Grenzen – auch Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein.

Aber grundsätzlich will Anna Jennert natürlich beim Radeln bleiben. Beim elektrischen, wie gesagt. Ihr Pedelec gibt ihr einen Schub, so lange sie auch selbst in die Pedale tritt – anders als ein E-Bike, auf dem man nur noch sitzen und fast gar nix selber machen muss. An der Schwerter Schule hat sich ihre Passion herumgesprochen: Ob sie die Lehrerin sei, die den weiten Weg von Bergkamen mit dem Fahrrad absolviere, wurde sie beim Elternabend gefragt. Jawohl, antwortete die Frau mit der frischen Gesichtsfarbe.