Weltwassertag am Mittwoch: Lippeverband macht daraus eine „Weltwasserwoche“ und erklären im Internet das Thema Abwasser

Jedes Jahr am 22. März feiern die Vereinten Nationen den Weltwassertag. In diesem Jahr lautet das Motto „Wasser und Abwasser“. Die beiden regionalen Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband sind gemeinsam Deutschlands größter Abwasserreiniger – und machen daher in der kommenden Woche aus dem Weltwassertag gleich eine ganze „Weltwasserwoche“:

Kläranlage Dortmund Deusen, Foto: Luftbild Hans Blossey,

Von Montag bis Freitag werden die Flussmanager jeden Tag einen Beitrag im Internet veröffentlichen, der den genauen Weg des Abwassers nachzeichnet: von der Toilettenspülung über den Transport durch Abwasserkanäle bis zur Reinigung in der Kläranlage. Nachzulesen sind die Beiträge auf dem eigenen Emscher-Lippe-Blog unter der Adresse blog.eglv.de

Die Serie startet am Montag mit den hunderten Kanalkilometern, die Emschergenossenschaft und Lippeverband etwa im Rahmen der beiden Generationenprojekte Emscher-Umbau und Seseke-Umgestaltung unterirdisch verlegen. Allein beim Emscher-Umbau sind dies rund 430 Kilometer an neuen Kanaltrassen, die unter Tage im dicht besiedelten Emscherland gebaut werden. Am Dienstag widmet sich der Emscher-Lippe-Blog dann dem Sonderfall Hamm – denn dort betreibt der Lippeverband mit seiner Stadtentwässerung Hamm auch das städtische Kanalnetz!

Am Mittwoch, dem eigentlichen Weltwassertag, erklären die Verbände die Funktionsweise von Regenwasserbehandlungsanlagen. Diese sind immens wichtig, um die Reinwasser- und Schmutzwasseranteile im Kanal voneinander zu trennen. Davon profitieren nicht nur die renaturierten Gewässer, auch der Geldbeutel wird geschont: Regenwasserbehandlungsanlagen helfen dabei, Kanaldurchmesser wirtschaftlich dimensionieren zu können. Wie genau das aussieht, wird im Blog nachzulesen sein…

Am Donnerstag erklären die Flussmanager, die zugleich Deutschlands größter Betreiber von Klärwerken sind, wie auf solch einer Anlage bei der Abwasserreinigung Energie gewonnen wird – und wie damit nicht nur Gebäude geheizt, sondern sogar die eigene Fahrzeugflotte betrieben werden kann.

Apropos Klärwerk: Wie lebt es sich eigentlich direkt an solch einer Betriebsanlage, in der die Abwässer der Region gereinigt werden? Darüber berichtet eine Mitarbeiterin aus höchst eigener Erfahrung am Beispiel des Klärwerks Emschermündung in Dinslaken.

Hier noch einmal die Adresse: blog.eglv.de

Hintergrund:

Die Emschergenossenschaft wurde 1899 in Bochum gegründet. Ihre Aufgaben sind die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz. Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um. Über einen Zeitraum von rund 30 Jahren investiert die Emschergenossenschaft prognostizierte 5,266 Milliarden Euro in die Revitalisierung des Emscher-Systems.

Der 1926 gegründete Lippeverband bewirtschaftet das Flusseinzugsgebiet der Lippe im nördlichen Ruhrgebiet und baute unter anderem den Lippe-Zufluss Seseke um. In das Projekt (1985 bis 2014) investierte der Lippeverband rund 500 Millionen Euro, es gilt als Vorläufer des Emscher-Umbaus. Gemeinsam haben Emschergenossenschaft und Lippeverband rund 1600 Mitarbeiter und sind Deutschlands größter Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen (rund 740 Kilometer Wasserläufe, rund 1320 Kilometer Abwasserkanäle, rund 350 Pumpwerke und fast 60 Kläranlagen).




Info-Veranstaltumg zum Thema „Klimaschutz und Energiewende mit Bürgerbeteiligung“

Der Aktionskreis Wohnen und Leben Bergkamen e.V. lädt am kommenden Mittwoch, 22. März, um 19 Uhr zu einer Informationsveranstaltung mit dem Thema „Klimaschutz und Energiewende mit Bürgerbeteiligung“ Mensa der Regenbogenschule (ehemals Hellweg-Hauptschule) in Rünthe ein.

Mit dieser Veranstaltung versucht der Aktionskreis eine Zwischenbilanz seiner Aktivitäten in diesem Bereich seit Oktober 2016 in Gesprächen mit der Bergkamener Politik zu ziehen und mit weiteren Impulsen die Bürgerbeteiligung beim Thema „Klimaschutz und Energiewende“ in Bergkamen voran zu bringen.

Der Referent des Abends, Projektleiter Guido Wallraven von der Klimakommune Saerbeck im Münsterland, will mit zahlreichen Beispielen aus seiner Kommune darlegen, wie so etwas funktionieren kann.

http://www.klimakommune-saerbeck.de/city_info/webaccessibility/index.cfm?region_id=408&waid=315

Als weiteren Impuls sieht der Aktionskreis seinen Aufruf zur Diskussion mit dem Titel „Unsere Energie in Bergkamen“, die allen Ratsfraktionen zugegangen ist. Desweiteren hat der Aktionskreis allen Stadtverordneten eine persönliche Einladung zu der Veranstaltung zukommen lassen.

 




Naturkundlicher Spaziergang des NABU in der Lippeaue mit Karl-Heinz Kühnapfel

Am Sonntag, 19. März, stellt Karl-Heinz Kühnapfel vom NABU die Lippeaue als Lebensraum unserer Vogelwelt vor.

Die Teilnehmer lernen Standvögel, Durchzügler und Wintergäste anhand ihres Aussehens und ihrer Stimme zu erkennen. Ferngläser und Vogelbestimmungsbücher, falls vorhanden, sollten mitgebracht werden. Treffpunkt für den naturkundlichen Spaziergang, der in Zusammenarbeit mit der VHS Bergkamen stattfindet, ist um 9.00 Uhr auf dem Parkplatz des Friedhofs Bergkamen-Rünthe, Ostenhellweg 5.




Gesamtschüler erfahren alles über Haie und die Vermüllung der Meere

Am Mittwoch, 15. März, wird der Taucher, Meeres- und Haischützer Josef Baron Kerckerinck zur Borg, Gründer und Vorsitzender des Vereins „Sharkprotect e. V.“, im Studiotheater der Willy-Brandt-Gesamtschule einen Dia-Vortrag vor Schülerinnen und Schülern des 11. Jahrgangs halten.

Im Rahmen der Umwelt- und Ökologieerziehung geht es in diesem Vortrag insbesondere um die Wichtigkeit von Haien für das maritime Ökosystem und die Erfordernisse zu einem entsprechenden Artenschutz.

Ferner informiert der Vortragende auch über die Gefahren und Konsequenzen einer weltweiten Vermüllung der Meere, insbesondere durch den Plastikmüll. Beide Themenbereiche werden durch reichhaltiges und beeindruckendes Bildmaterial begleitet.

Nähere Informationen auch unter: http://www.sharkprotect.com/




Schönere Rosen durch richtigen Schnitt – Vortrag in der Ökologiestation

Am Dienstag, 21. März,  kann man in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil alles über den Rosenschnitt erfahren.

Eckehardt Schröder behandelt zunächst grundsätzliche Fragen, wie die Wahl des Standortes, das benötigte Licht, die Anforderungen des Wurzelsystems und die Besonderheiten, die die Rosen auszeichnen. Dann geht es um den richtigen Zeitpunkt und was, wie geschnitten werden sollte. Außerdem stellt er dar, warum das Schneiden überhaupt notwendig und wichtig ist. Die gängigsten Rosengruppen und ihr Schnitt werden vorgestellt sowie die Schäden bei falschem Schnitt (Krankheit, Überalterung, Fäulnis, Schädlinge) aufgezeigt.

Damit erhalten die Teilnehmer der Veranstaltung, die von 19.00 bis 21.00 Uhr dauert und 5,- Euro kostet, einen Leitfaden für die Rosenpflanzung und die Pflege über das Jahr, und können auch an einigen vom Referenten mitgebrachten Exemplaren selbst Hand anlegen. Eine Anmeldung ist unter 0 23 89 – 98 09 11 beim Umweltzentrum Westfalen (auch Anrufbeantworter) möglich.




NABU-Vortrag in der Ökologiestation: NSG Zachariassee – ein Lebensraum aus „zweiter Hand“

Wenn man über den so alltäglichen Begriff „Natur“ nachdenkt, kommt man schnell ins Grübeln. Er ist alles andere als eindeutig. Wer Natur als einen von menschlichen Einflüssen freien Lebensraum auffasst, wird wohl kaum noch fündig auf diesem Planeten. Was schützen Naturschützer also, wofür engagieren sie sich?

Am Montag, 13. März, um 19.30 Uhr gehen Peter Hoffmann und Reinhold Lodenkemper in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil mit ihren Bildern und Videoclips dieser Frage nach. Am Beispiel der Kulturlandschaft des „Lippischen Bruchs“ und des 145 ha großen Naturschutzgebietes Zachariassee bei Lippstadt-Lipperode geben sie Einblicke in die Geschichte der Landschaft, ihre Veränderung durch die Menschen und zeigen, wie aus einem Baggersee ein artenreicher Lebensraum geworden ist. Damit beantworten sie dann auch die Frage, worum es ihnen beim Naturschutz geht.

Peter Hoffmann und Reinhold Lodenkemper engagieren sich seit vielen Jahren im NABU Kreis Soest und betreuen das Naturschutzgebiet im Auftrag der Landesbehörde beim Kreis Soest.

 




Bayer-Standort Bergkamen nutzt Regenwasser im großen Stil

Wie modernes Wassermanagement funktioniert, lässt sich bei Bayer in Bergkamen beobachten. Genauer: in einem großen Becken im nördlichen Teil des Werkgeländes. Dort sammelt das Unternehmen große Mengen Regenwasser, um es anschließend aufzubereiten und für unterschiedlichste betriebliche Zwecke zu nutzen. Das spart natürlich dem Unternehmen auch Kosten.

Bayer fängt das Regenwasser in einem eigens dafür angelegten Becken auf, das über ein Volumen von 12.500 Kubikmeter verfügt – das entspricht dem Fassungsvermögen von mehr als 80.000 Badewannen. Foto: Bayer AG
Bayer fängt das Regenwasser in einem eigens dafür angelegten Becken auf, das über ein Volumen von 12.500 Kubikmeter verfügt – das entspricht dem Fassungsvermögen von mehr als 80.000 Badewannen. Foto: Bayer AG

1,3 Millionen Kubikmeter Wasser verbraucht der Bayer-Standort pro Jahr. Umgerechnet so viel wie eine Stadt mit knapp 30.000 Einwohnern. „Angesichts dieser Dimension ist es wichtig, verantwortungsvoll mit der wertvollen Ressource Wasser umzugehen“, betont Standortleiter Dr. Stefan Klatt. Dabei kommt dem Unternehmen entgegen, dass nur etwa 50 Prozent der benötigten Menge Trinkwasserqualität haben muss. Für die andere Hälfte – das sogenannte Fabrikationswasser – reicht ein niedrigerer Qualitätsstandard.

Das Fabrikationswasser speist sich aus zwei Quellen: dem Datteln-Hamm-Kanal und aufgefangenem Regenwasser. Um für betriebliche Zwecke nutzbar zu sein, muss es zunächst aufbereitet werden. Danach steht es als Zusatzwasser in den Kühltürmen, als Wäscherwasser in den Verbrennungsanlagen sowie in Kombination mit Kalk zum Neutralisieren von Abwasser zur Verfügung. Des Weiteren speist es eines der beiden Löschwassernetze am Standort.

Mit dem 2013 in Betrieb genommenen Rückhaltebecken (siehe Foto) hat der Standort die Voraussetzung für nachhaltiges Wassermanagement geschaffen. „Inzwischen nutzen wir jährlich rund 140.000 Kubikmeter Regenwasser. Diese umweltverträgliche Quelle deckt mehr als 20 Prozent des gesamten Bedarfs an Fabrikationswasser“, verdeutlicht Klatt. Mit verschiedenen Maßnahmen – beispielsweise einer intelligenteren Pumpenschaltung – will Bayer diesen Anteil künftig weiter steigern.




Veredeln von Obstbäumen – Praxisseminar des Umweltzentrums Westfalen

Verschiedene Apfelsorten wachsen an einem einzigen Baum – das Veredeln von Obstgehölzen macht es möglich! Ein Seminar der Naturförderungsgesellschaft ermöglicht am Samstag, 25. Februar, einen Einstieg in diese gärtnerische Kunst.

Nach einer theoretischen Einführung in die Grundlagen der Veredelungstechnik stellt Wolf-Dieter Giesebrecht die unterschiedlichen Methoden sowie die möglichen Unterlagen vor. In praktischen Übungen wird das Gelernte erprobt und umgesetzt.

Das Seminar findet im Giesebrecht Gartencenter, Im Dorf 23, in Lünen-Niederaden statt, dauert von 10.00 bis 13.00 Uhr und kostet 35,- Euro je Teilnehmer. Für Kaffee und Kaltgetränke ist gesorgt. Eine Anmeldung ist bis zum 18. Februar unter 0 23 06 – 4 05 15 bei der Firma Giesebrecht möglich.




Gebrauchtes Spielzeug und Kinderkleidung: Basar in der Ökologiestation

Kinder gehören bekanntlich zu den am schnellsten wachsenden Lebewesen überhaupt! Kaum wurde ein Hemd oder eine Hose gekauft, ist der oder die liebe Kleine schon wieder herausgewachsen. Und auch das Interesse an Spielzeug hält nur in seltenen Fällen über mehr als eine Saison an. Was wäre also näher liegend, als einen Markt mit kaum gebrauchten und getragenen Dingen zu organisieren?

Das tut -natürlich auch im Sinne praktizierten Umweltschutzes durch längere Nutzung- die Ökologiestation in Bergkamen-Heil. Am Samstag, 18. Februar, haben dort Eltern von 14.00 bis 17.00 Uhr die Chance, genau das zu finden, was sie schon immer gesucht haben, egal ob Kinderkleidung oder Spielzeug. Nur wenig gebraucht, aber trotzdem deutlich preiswerter als beim Neuerwerb.

Weitere Informationen bei Agnès Teuwen unter 0 23 89 – 98 09 12.




Chile – ein Beamer Vortrag von Karin und Bernd Margenburg in der Ökologiestation

Eine naturkundliche Reise führte Karin und Bernd Margenburg vom NABU von der Atacamawüste im Norden, eine der trockensten Wüsten der Welt, in die äußerst niederschlagsreichen Regionen Südchiles. Am Montag, 13. Februar, kann man ab 19.30 Uhr in der Ökologiestation in Bergkamen Heil der Route über 39 Breitengrade folgen.

Der Vulkan Parinacota und der Lago Chungará. Der Schichtvulkan ist 6.348 m hoch und liegt an der Grenze zwischen Chile und Bolivien in der Atacama-Wüste. Foto: Bernd Margenburg
Der Vulkan Parinacota und der Lago Chungará. Der Schichtvulkan ist 6.348 m hoch und liegt an der Grenze zwischen Chile und Bolivien in der Atacama-Wüste. Foto: Bernd Margenburg

Wachsen im Norden Kakteen, Sukkulenten und Zwergsträucher, so blühen in Patagonien Orchideen neben den Südbuchen. Können Kolibris und Flamingos im Norden beobachtet werden, sind es 4.000 km weiter südlich Nandus und der Patagonien-Sperlingskauz. Zahlreiche Fotomotive liefern die faszinierenden Wüstenlandschaften der Atacama mit Salzseen und Vulkanen in über 4.000 m Höhe. Nicht weniger eindrucksvoll sind die Ganitnadeln der „Torres del Paine“ und die Gletscher im Süden Chiles.




Geflügelinfluenza: Bergkamener Federvieh darf wieder ins Freie

Als Schutz der Nutzgeflügelbestände vor der Geflügelinfluenza (H5N8) hatte die Kreis-Veterinärbehörde Ende November kreisweit eine Stallpflicht angeordnet. Die Verfügung wird nun teilweise aufgehoben.

Mit Wirkung vom 6. Februar nicht mehr gültig ist die Verordnung für Nutzgeflügel in Bergkamen, Holzwickede, Kamen, Lünen und Schwerte. Hier liegt die Geflügeldichte bei unter 300 Tieren pro Quadratkilometer. Damit besteht nach Auffassung des Fritz-Loeffler-Insitutes aktuell kein erhöhtes Einschleppungsrisiko.

Nach wie vor gilt die Stallpflicht für Nutzgeflügelbestände in Bönen, Fröndenberg, Selm, Unna und Werne. Hier liegt die Geflügeldichte bei über 300 Tieren pro km².

Weitere Informationen zum Thema und Antworten auf häufig gestellte Fragen sowie Links zum Umweltministerium NRW (www.umwelt.nrw.de), Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV, www.lanuv.nrw.de) oder auch zum Friedrich-Loeffler-Institut (www.fli.de), dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, finden sich im Internet unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff Geflügelinfluenza). (PK)