Unsere heimischen Wildkräuter: Vortrag in der Ökologiestation

Wilde Pflanzen am Wegesrand hat schon jeder gesehen. Doch wie heißen sie, wie erkennt man sie und was kann man mit ihnen anfangen? Welche Inhaltsstoffe haben sie und wie lassen sich die Giftpflanzen unterscheiden? All diese Fragen thematisiert Claudia Backenecker am Dienstag, 11.03., in ihrem Vortrag in der Ökologiestation in Bergkamen Heil, und erzählt die Geschichte der Wildkräuter von unseren Ahnen bis heute. Abgerundet wird dieser Vortrag über die Kräuterwelt, der um 19.00 beginnt, mit Tipps zum Sammeln, Lagern und Verarbeiten sowie leckeren Rezepten. Die Kosten betragen 5,00 Euro je Teilnehmenden. Eine Anmeldung ist unter 02389-98 09 11 beim Umweltzentrum Westfalen bis zum 06.03. notwendig.




Fäll- und Schnittverbot: Wann Axt und Astschere im Schuppen bleiben müssen

Wer das Frühjahr für Gehölzschnitt nutzen möchte, hat nur noch bis Ende Februar Zeit. Denn ab dem 1. März gilt bis zum 30. September bundesweit das Fäll- und Schnittverbot. Grundlage dafür ist das Bundesnaturschutzgesetz.

„Damit werden vor allem brütende Vögel und andere Tiere geschützt, die in Bäumen und Gehölzen Unterschlupf finden“, sagt Sebastian Heide-Napierski von der Unteren Naturschutzbehörde. „Das Verbot gilt für Bäume außerhalb des Waldes mit Ausnahme von Bäumen im Gartenbau, in Haus- und Kleingärten, Grünanlagen, auf Sportplätzen, Friedhöfen und in ähnlichen Bereichen. Außerdem sind radikale Schnitte an Hecken und Sträuchern verboten – auch im eigenen Garten.“

Ausnahmen und Ergänzungen
Allerdings ist zu berücksichtigen, dass weitere Vorschriften der Beseitigung von Gehölzen entgegenstehen können. So dürfen Bäume nur entfernt oder zurückgeschnitten werden, wenn keine Vögel darin nisten oder besonders geschützte Arten, wie beispielsweise Fledermäuse, vorhandene Baumhöhlen nutzen. Darüber hinaus haben einige Kommunen im Kreis eine Baumschutzsatzung erlassen, die Bäume ab einer gewissen Größe ganzjährig unter Schutz stellt. Gleiches gilt für ausgewiesene Naturdenkmäler oder Gehölze in Schutzgebieten.

Um die Fortpflanzungs- und Ruhestätten von besonders geschützten Arten zu erhalten, kann zudem beim Fällen alter Bäume außerhalb der Schonzeit eine vorherige Artenschutzprüfung notwendig sein. Dadurch soll vermieden werden, dass das Zuhause seltener Tiere zerstört wird. Generell gilt: Wer einen Baum fällen oder Gehölz entfernen möchte, sollte sich vorher genau informieren, ob das erlaubt ist. Im Zweifel können die Kommunen (Baumschutzsatzung) sowie die Untere Naturschutzbehörde Auskunft geben. PK | PKU




NABU-Vortrag in der Ökologiestation: Waldende oder Waldwende

Holz wird verbrannt und in Produkten aller Art verbaut. Der Wald spielt beim Klimaschutz jedoch eine entscheidende Rolle als natürlicher CO₂-Speicher. Muss deswegen auf seine Nutzung verzichtet werden, z.B. aus Gründen des Naturschutzes? Und wie soll Holz als wichtigster nachwachsender Rohstoff entstehen, der viele klimaproblematische Baustoffe, wie Beton ersetzen soll? Am Mittwoch, den 12. Februar 2025, lädt der NABU zu einem Vortrag über das Dauerwaldkonzept ein. Von 19:30 bis 21:00 Uhr erfahren Teilnehmende wie Dauerwälder aussehen und genutzt werden.

Die Veranstaltung findet in der Ökologiestation Bergkamen (Dr.-Detlef-Timpe-Weg 1, 59192 Bergkamen-Heil) statt. Der Eintritt kostet 2,00 Euro, für NABU-Mitglieder ist der Besuch kostenlos.




Die Brennnessel – eine verkannte Pflanze: Vortrag in der Ökologiestation

Die Brennnessel wird im allgemeinen mehr gefürchtet, gar gehasst, als geliebt. Aber warum? Sie kann für zahlreiche Zwecke genutzt werden, sei es als Lebensmittel, zur Bakterienreduzierung, als Heilkraut oder in gärtnerischer Verwendung. Am Donnerstag, den 20. Februar beleuchtet die Kräuterexpertin Claudia Backenecker in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil die liebenswerte Seite dieses „brennenden“ Gewächses und nennt Gründe, diese Pflanze im Garten stehen zu lassen. Geschmacksproben und Rezepte runden den zweistündigen Abend ab, der um 19.00 Uhr beginnt und 5,00 Euro je Teilnehmer kostet, zusätzlich 2,00 Euro Lebensmittelumlage. Eine Anmeldung ist unter 0 23 89 – 98 09 11 beim Umweltzentrum Westfalen notwendig.




Verein „Saubere Lippe“ schreibt an Bezirksregierung: Grubenwasser muss vor Einleitung gefiltert werden

Die Lippe bei Bergkamen. Foto: Rupert Oberhäuser/EGLV

Wenn die RAG wieder Grubenwasser von Haus Aden in die Lippe leitet, dann muss das Wasser nach einer Forderung des Vereins „Sauber

Lippe“ vorher unbedingt gefiltert werden, um unter anderem das krebserregende PCB herauszuholen. PCB ist bis zum Verbot in großen Mengen im Bergbau unter Tage eingesetzt worden, um die Brandgefahr zu verringern.

Das schrieb der Verein jetzt in einem Brief an die Bezirksregierung Arnsberg. Damit wolle er sich, so der 1. Vorsitzende Clemens Overmann in dem anlaufenden Genehmigungsverfahren noch einmal positionieren. In dem Schreiben weist der Verein auf die unterschiedlichen Vorschläge der RAG in den zurückliegenden Jahren zum Thema Grubenwasserfilterung hin. Sie hätten eins gemeinsam, betont Overmann: „Sie kosten wertvolle Zeit, die wir bald nicht mehr haben“.

Vertreterinnen und Vertreter des Vereins „Saubere Lippe“ erläuterten ihr Schreiben an die Bezirksregierung.

Der Verein „Saubere Lippe“ befürchtet, dass durch diese „Zeitverzögerungen“ die Bezirksregierung Arnsberg genötigt werde, Sondergenehmigungen für die RAG auszustellen, die eine Einleitung in die Lippe ohne Filterung nach sich ziehen könnte. Dabei verweist der Verein auf das völkerrechtliche bindende Verbot für PCB. „Trotz dieser Fakten haben die Aufsichtsbehörden im Jahr 2009 – also 5 Jahre später – der RAG eine Erlaubnis zur ungefilterten Einleitung von kontaminiertem Grubenwasser für 10 Jahre, also bis 2019, gegeben“, heißt e in dem Schreiben. Das dürfe nie wieder passieren und mach uns Angst.




Erweitert und neu konzipiert: Das Kunstwerk „Floating Stones“ an der Seseke ist wieder erlebbar

Gemeinsam weihten (v. l.) Dr. Agnes Sawer vom Lippeverband, die Künstler*innen Gunnar Friel und Anja Vormann sowie der Vorstandsvorsitzende des Lippeverbandes, Prof. Dr. Uli Paetzel, das überarbeitete Kunstwerk „Floating Stones“ ein. Fotos: Stephan Tuschy/EGLV

Auf dem Radweg entlang der Seseke kann neben der Flusslandschaft auch Kunst erkundet werden: Elf künstlerische Arbeiten entlang des Flusses und seiner Nebengewässer laden zu einer Entdeckungstour auf Spaziergängen und Radtouren ein. Die Werke wurden 2010 und 2013 im Rahmen des Projektes „Über Wasser gehen“ realisiert. So auch die aus mehreren Findlingen bestehende Arbeit „Floating Stones“ (2013/2024) der Düsseldorfer Künstler*innen Anja Vormann und Gunnar Friel. Die Steine liegen zwischen Lünen und Bönen am Fuß- und Radweg verteilt und sind mit QR-Codes versehen. Nachdem das Kunstwerk in den vergangenen Jahren technische Probleme hatte, kann es nun wieder erlebt werden – mit einigen Neuerungen…

„Die Neukonzeption des Kunstwerkes ‚Floating Stones‘ erweitert die bisherigen Erlebnismöglichkeiten an der Seseke und ihrer Nebenflüsse. Konnte zuvor vor allem die Seseke-Landschaft betrachtet werden, können sich Spazierende und Radfahrende nun über Wasserthemen hinaus mit dem Gewässer beschäftigen und die Bedeutung des Flusses für die Menschen in der Region kennenlernen“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes.

Hinter den QR-Codes verbergen sich Audioaufnahmen, in denen Menschen von ihren Erinnerungen und Eindrücken in Bezug auf die Seseke erzählen.

Ursprünglich konnten über die QR-Codes Videos aufgerufen werden, in denen die Seseke-Landschaft behandelt wurde. Gemeinsam haben der Lippeverband, Anja Vormann und Gunnar Friel unter der kuratorischen Leitung von Dr. Agnes Sawer (Lippeverband) die Inhalte erneuert. Die Videodateien wurden dabei gegen aufgenommene Sprachsequenzen ausgetauscht. In zahlreichen Interviews haben Vormann und Friel Menschen, die an der Seseke leben und arbeiten, unter anderem nach ihren Eindrücken und Erinnerungen befragt. Außerdem haben die Künstler*innen Märchen aus der Region recherchiert, die Tier- und Pflanzenarten des renaturierten Gewässers einlesen und Vorstellungen von der Natur beschreiben lassen. Die gesammelten Impressionen, die eine sprachliche Auseinandersetzung mit der Seseke-Landschaft darstellen, sind thematisch gebündelt und an jedem der insgesamt 13 Steine aufrufbar. Man benötigt lediglich ein Smartphone.

„Über Wasser gehen“ war ein interkommunales Kunstprojekt, das 2010 im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres an der Seseke stattfand und vom Lippeverband, dem Kreis Unna, den sechs Anrainerstädten Lünen, Bergkamen, Kamen, Bönen, Unna, Dortmund und RUHR.2010 ins Leben gerufen wurde. Unter der kuratorischen Leitung von Billie Erlenkamp wurden künstlerische Arbeiten entlang der Seseke und ihrer Zuläufe realisiert, die sich mit dem Wandel der Region und mit der ökologischen Transformation des Flusssystems auseinandersetzen. Nach 2010 wurde „Über Wasser gehen“ zusammen mit dem Kreis Unna, den sechs Anrainerstädten, dem Regionalverband Ruhr, den Urbanen Künsten Ruhr und dem Lippeverband weiterentwickelt und 2013 nochmals durchgeführt.

Die Seseke wurde im Zuge der Industrialisierung begradigt, eingedeicht und in einen offenen Abwasserkanal umgebaut. Zwischen den 1980er Jahren und 2014 wurde im Rahmen des „Sesekeprogramms“ das Gewässer wieder naturnah gestaltet. Die Kunstwerke von „Über Wasser gehen“ laden dazu ein, den Wandel des Flusses zu betrachten und die Landschaft neu zu erleben.




Der Kreis Unna bleibt fair: In den vergangenen Jahren viele Ideen umgesetzt

Zertifizierung FaireTrade-Kreis Unna Jutta Eickelpasch, Achim Wörmann, Mario Löhr, Adrian Kersting. Foto: Leonie Joost

Der Kreis Unna erfüllt seit 2020 weiterhin alle Kriterien der Fairtrade-Towns Kampagne und trägt nun für weitere zwei Jahre den Titel „Fairtrade-Kreis“.

Die Steuerungsgruppe „Fairtrade-Kreis Unna“ koordiniert die Aktivitäten zum Fairen Handel, vernetzt die Akteure innerhalb des Kreises Unna und fördert den Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und den Bürgerinnen und Bürgern.

Die Gruppe hat in den vergangenen Jahren einiges umgesetzt: Unter anderem wurden bei Kreisweiten Aktionen, wie dem „Tag des Apfels“ und dem „Fairtrademarkt“ an der Ökostation, als auch bei der Messe zur Nachhaltigen Bildung in der Sportschule Kaiserau fairen Themen und Angebote dabei. Dabei wurde beispielsweise fairer Kaffee und Tee ausgeschenkt, auch das Thema „Fairfashion“ wurde mehrmals aufgegriffen, als Themenecke, Vortrag oder Workshop. Im vergangenen Jahr wurde die faire Beschaffung von Gebrauchsgegenständen durch den Kreis Unna ausgebaut, sowie der Fairtademarkt verstetigt.

Die Mitglieder der fairen Steuerungsgruppen in den Städten und Gemeinden laden regelmäßig zum Fairen Frühstück und Austausch ein.  Neue Interessierte sind immer herzlich willkommen. Faire „Best-Practice-Beispiele“ aus dem Kreis Unna sind auf der Kreisseite zu finden Fairtrade / Kreis Unna. Sie können inspirieren und zur Nachahmung einladen.

Die Fairtrade-Towns Kampagne bietet dem Kreis Unna konkrete Handlungsoptionen zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals – SDG´s), die 2015 verabschiedet wurden. Unter dem Motto „global denken, lokal handeln“ leistet der Kreis mit seinem Engagement einen wichtigen Beitrag.

Der Kreis ist damit eine von über 900 Fairtrade-Towns in Deutschland. Weitere Informationen zur Fairtrade-Towns Kampagne finden sich unter www.fairtrade-towns.de. PK | PKU




Iqony startet artenschutzrechtliche Kartierung und ergänzende Vermessungsarbeiten für Gasanschlussleitung

Untersuchungsraum. Grafik: Iqony GmbH

Im Rahmen der Planungsarbeiten für eine künftige Gasanschlussleitung des Kraftwerksstandorts Bergkamen-Heil beginnen im Auftrag
des Essener Energieunternehmens Iqony noch im Januar 2025 Arbeiten zur artenschutzrechtlichen Kartierung jenes Gebiets, das für die künftige Trassenführung ausersehen ist. Eine endgültige Detailplanung erfolgt dann zu einem späteren Zeitpunkt auf Grundlage der nun erhobenen Daten.

Vor Weihnachten hatte Iqony angekündigt, zu Vermessungszwecken zunächst eine Drohnenbefliegung des Gebiets vornehmen zu lassen. Die nun beginnende und von einem auf derlei Untersuchungen spezialisierten Ingenieurbüro vorgenommene artenschutzrechtliche Kartierung ist der nächste Schritt auf dem Weg zur Erarbeitung einer finalen Trassenplanung. Die Arbeiten für die Erstellung der artenschutzrechtlichen Kartierung werden voraussichtlich bis Frühjahr 2026 andauern, um Erkenntnisse über alle Vegetationsperioden hinweg zu gewinnen.

„Die auf diese Weise gewonnenen Ergebnisse fließen anschließend in die weitere Trassenplanung ein. Insofern ist die artenschutzrechtliche Kartierung eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die spätere Trassenplanung so umweltverträglich wie möglich erfolgen kann“, erläutert Dr. Jens Reich, bei Iqony Gesamtprojektleiter für das geplante neue und perspektivisch dank Wasserstoffeinsatzes klimaneutrale Gaskraftwerk am Standort Bergkamen.

Weitere Vermessungsarbeiten und Bodenuntersuchungen
Parallel zur artenschutzrechtlichen Kartierung führt ein weiterer Ingenieurdienstleister ergänzende Vermessungsarbeiten sowie Bodenuntersuchungen durch: „Die Vermessungsarbeiten ergänzen die Ergebnisse der Drohnenbefliegung. Dies muss insbesondere dort erfolgen, wo eine Drohnenbefliegung nicht uneingeschränkt möglich war, z.B. im Umfeld von Hochspannungsmasten oder in Bereichen, wo ganzjährig begrünter Pflanzenwuchs hinreichenden Einblick aus der Luft nicht zulässt“, erläutert Jens Reich. Auch hier und bei den ergänzenden Bodenuntersuchungen geht es um die Gewinnung weiterer Erkenntnisse für die weitere Detailplanung der Gasanschlussleitung und deren Verlauf.

Ortsübliche Information in den Amtsblättern
Das im Rahmen der Untersuchungen betrachtete Gebiet erstreckt sich auf die Städte Bergkamen und Werne. In den Amtsblättern beider Städte hat Iqony bereits eine entsprechende ortsübliche Detailbekanntmachung veranlasst.In der Unterlage sind u.a. die konkreten Gemarkungen und Flure bezeichnet, die ganz oder zumindest anteilig in das Untersuchungsgebiet fallen.

Klimaneutrales Kraftwerk braucht einen Leitungsanschluss
Planung und Bau der Gasanschlussleitung für den Kraftwerksstandort Bergkamen-Heil sind notwendige Voraussetzungen für den Bau des geplanten neuen Gaskraftwerks der Iqony. Dieses soll – abhängig von der noch ausstehenden politischen Ausgestaltung der gesetzlichen
Rahmenbedingungen für einen Kraftwerksneubau – künftig regelbare und zugleich klimaneutrale Erzeugungsleistung immer dann bereitstellen, wenn die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien die Bedarfe nicht decken kann.




Entsorgungsbetrieb Bergkamen sammelt wieder Weihnachtsbäume ein

Nach dem Ende der Weihnachtszeit bietet der EntsorgungsBetrieb Bergkamen (EBB) die Abfuhr der Weihnachtsbäume vom 13. bis zum 23. Januar 2025 an.

Wenn Sie Ihren alten Weihnachtsbaum nicht mehr benötigen, stellen Sie ihn bitte ohne Weihnachtsdekoration bis spätestens sechs Uhr zur Abfuhr an den Straßenrand. Die Abfuhr findet in diesem Jahr wie bereits im vergangenen Jahr nicht mehr nach Stadtteilen statt. Den exakten Abfuhrtag entnehmen Sie bitte dem Straßenverzeichnis der Print-Ausgabe des neuen Abfallkalenders oder dem Online-Abfallkalender der GWA.




Lippeverband erneuert sein Pumpwerk Bergkamen-Heil: Arbeiten dauern rund zwei Jahre

Der Lippeverband erneuert ab der kommenden Woche sein mittlerweile in die Jahre gekommenes Oberflächenwasser-Pumpwerk Bergkamen-Heil, das ursprünglich bereits 1974 von der RAG errichtet wurde. Im Zuge der Erneuerung an gleicher Stelle in der Nördlichen Lippestraße werden auch die vorhandenen zwei jeweils 650 Meter langen Druckrohrleitungen saniert. Der Neubau des Pumpwerks und die Sanierung der Druckrohrleitung werden zirka 24 Monate dauern.

Im ersten Abschnitt wird die Zufahrt zum Pumpwerk temporär zu einer Baustraße ausgebaut. Im nächsten Schritt erfolgt die Sanierung der Druckrohrleitung (liegt entlang der Nördlichen Lippestraße) in zwei Abschnitten: einmal ab April 2025 zwischen Westenhellweg und Königslandwehr, hierbei wird die Straße zwischen den beiden genannten Straßen gesperrt sowie eine Umleitung eingerichtet und ausgeschildert; und dann noch im Bereich Königslandwehr bis Pumpwerk – diese Arbeiten sollen möglichst in den Sommerferien 2025 stattfinden. Der Neubau des Pumpwerks erfolgt anschließend bis Ende 2026.

Für die Dauer der Baumaßnahme wird zudem die Zufahrt zum Radweg entlang des Datteln-Hamm-Kanals ausgehend von der Nördlichen Lippestraße gesperrt und über die Straße Königslandwehr bis zur Jahnstraße umgeleitet.

In die Maßnahme zur Erneuerung der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur investiert der Lippeverband zirka 5,5 Millionen Euro.

Die Bürgerinnen und Bürger bittet der Lippeverband um Verständnis bei etwaigen Beeinträchtigungen.




Praxiswissen für Lehrkräfte – lebendiger Unterricht an Emscher und Lippe

An vielen Orten im Emscher-Lippe-Gebiet kann die Tier- und Pflanzenwelt genau unter die Lupe genommen werden – zum Beispiel in den Blauen Klassenzimmern. Foto: Rupert Oberhäuser/EGLV

Egal ob Lehrkräfte, Umweltbildner*innen oder Studierende – wer interessante Exkursionen an Emscher und Lippe durchführen möchte, für den ist das Wissen über lokale Tier- und Pflanzenarten relevant. Deswegen laden Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen am 14. Januar zu den Auftaktveranstaltungen der beiden Online-Fortbildungen „Unsere Gewässer erleben – Emscher und Lippe im naturwissenschaftlichen Unterricht“ (14 bis 16 Uhr) und „Biodiversität in der Ufervegetation“ (16 bis 16.45 Uhr) ein. In den Kursen erhalten die Teilnehmenden Anregungen, wie sie ihren Unterricht an den Gewässern noch spannender gestalten können. In beiden Themenbereichen werden Interessierte im Sinne einer „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) für einen nachhaltigen Wandel unserer Gesellschaft qualifiziert und ihre Kompetenzen gefördert. Weitere Informationen zu den Kursen und zur Anmeldung sind online unter www.eglv.de/bildungsengagement zu finden.

Was sagen die Pflanzen über den ökologischen Zustand des Flusses aus? Wie beeinflusst die Flora die Dynamik des Flusses und seiner Aue? In der Fortbildung „Biodiversität in der Ufervegetation am Beispiel von Emscher und Lippe“ lernen die Teilnehmenden die Pflanzen im und am Wasser genauer kennen und bekommen wichtiges Fachwissen vermittelt. Lehrkräfte, Umweltbildner*innen und Studierende sind gleichermaßen zur Teilnahme eingeladen. Nach der Auftaktveranstaltung im Januar können die Inhalte online und im eigenen Tempo erarbeitet werden, die Bearbeitungszeit beträgt etwa drei Stunden. Der Kurs endet mit einer digitalen Abschlussveranstaltung am 4. Februar, die Raum für Fragen, Diskussionen und Tipps für die Umsetzung gibt. Wer nicht an der Auftakt- und Abschlussveranstaltung teilnehmen kann, kann den Kurs auch gänzlich im Eigenstudium absolvieren. In jedem Fall fällt für die Teilnahme an der Fortbildung eine Gebühr von 7 Euro an.

Wer Veranstaltungen an Emscher und Lippe durchführen und sich intensiv mit der Flora und Fauna an den Gewässern beschäftigen möchte, kann an einem längeren Kurs teilnehmen: Die Fortbildung „Unsere Gewässer erleben – Emscher und Lippe im naturwissenschaftlichen Unterricht“ richtet sich insbesondere an Lehrkräfte, Umweltbildner*innen, Natur-, Erlebnis- und Waldpädagog*innen sowie pädagogische Fachkräfte aus Kinder- und Jugendeinrichtungen. Mithilfe von Filmen, Übungen und Aufgaben lernen die Teilnehmenden ebenfalls in Eigenregie mögliche Naturgefahren bei Exkursionen an Gewässern, den Ablauf von Exkursionen an Emscher und Lippe sowie die Grundlagen der Ökologie an Fließgewässern kennen. In Blauen Klassenzimmern, das sind Freiluftlernorte entlang der Gewässer im Emscher- und Lippeverbandsgebiet, können die gelernten Inhalte aus den Kursen sowie daraus resultierende Exkursionsprogramme umgesetzt werden. Die digitale Abschlussveranstaltung findet am 11. März statt. Für die Teilnahme an dem Kurs fällt eine Gebühr von 12 Euro an, die Online-Bearbeitungszeit beträgt rund 40 Stunden.