Gewerkschaft NGG rät Beschäftigten im Kreis Unna zum „Urlaubsgeld-Check“

Nach fast zweieinhalb Jahren Pandemie steht für viele Menschen die erste längere Auszeit an – ein zusätzliches Urlaubsgeld ist da hochwillkommen. Beschäftigte aus dem Kreis Unna sollen sich jetzt schlaumachen, ob sie die Sonderzahlung zur Jahresmitte bekommen. Dazu rät die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Es gibt zwar keinen gesetzlichen Anspruch auf das Urlaubsgeld, doch in vielen Branchen – wie der Ernährungsindustrie oder dem Bäckerhandwerk – ist die Extra-Zahlung klar tariflich geregelt“, sagt NGG-Geschäftsführer Torsten Gebehart. Im Kreis Unna arbeiten nach Angaben der Arbeitsagentur aktuell rund 7.400 Menschen im Lebensmittel- und Gastgewerbe.

„Wer Nahrungsmittel herstellt oder Getränke abfüllt, macht nicht nur in Corona-Zeiten einen systemrelevanten Job. Für viele Beschäftigte in der Ernährungsindustrie sind Schichtarbeit und Überstunden an der Tagesordnung. Aber es ist wichtig, auch mal eine Pause zu machen und das Urlaubsgeld zur Erholung zu nutzen“, betont Gebehart. Nach NGG-Angaben beläuft sich die Sonderzahlung in der nordrhein-westfälischen Ernährungswirtschaft meist auf ein halbes Monatseinkommen. Der tarifliche Urlaubsanspruch ist in der Branche mit 30 Tagen überdurchschnittlich.

Laut einer neuen Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung haben Beschäftigte, die nach Tarifvertrag arbeiten, beim Urlaubsgeld deutlich bessere Karten. 74 Prozent von ihnen erhalten aktuell die Sonderzahlung. In Betrieben ohne Tarifbindung sind es lediglich 36 Prozent. Das Urlaubsgeld wird meist mit der Lohnabrechnung für Juni oder Juli überwiesen. Auch bei der Höhe der Extra-Zahlung sind Tarif-Beschäftigte meist im Vorteil – genauso wie bei der Zahl der Urlaubstage.

„Gerade wegen der hohen Inflation ist es wichtig, sich jetzt über das Urlaubsgeld im eigenen Betrieb zu informieren“, betont Gebehart. Der Chef der NGG-Region Dortmund appelliert besonders an Azubis, Teilzeit- und Minijobber, einen „Urlaubsgeld-Check“ zu machen. „Wenn den Vollzeitkräften in der Firma die Sonderzahlung zusteht, dann gilt das auch für Beschäftigte mit weniger Wochenstunden. Sie bekommen das Urlaubsgeld je nach Arbeitszeit anteilig gezahlt“, so die NGG. Wer leer ausgehe, solle sich an die Gewerkschaft oder den Betriebsrat wenden.

Gebehart macht noch auf einen weiteren Punkt aufmerksam: „Laut Bundesurlaubsgesetz haben Beschäftigte Anspruch auf zwei Wochen Urlaub am Stück im Jahr. Diese wichtige Auszeit vom Job sollte sich niemand nehmen lassen – gerade nach fast zweieinhalb Jahren Pandemie, in denen vielen eine echte Erholung gefehlt hat.“




Steuerunggruppe: Stadt soll der „Charta Faire Metropole Ruhr 2030 – eine Fairfassung für das Ruhrgebiet“ beitreten

Ex-Bürgermeister Roland Schäfer unterzeichnete 2015 den Antrag zur Aufnahme Bergkamens als Fairtrade Town.

Bergkamen ist seit 2015 Stadt des Fairen Handels – geht es nun weiter?

Im März 2013 stellte die Ev. Martin-Luther Kirchengemeinde einen Bürgerantrag an den Rat der Stadt:
Der Titel „Stadt des Fairen Handels“ ist anzustreben.

Der Ratsbeschluss wurde am 26. September von allen Parteien gemeinsam gefasst. Daraufhin wurde die Steuerungsgruppe Fairtrade gegründet und setzte sich für die Belange des Fairen Handels in Bergkamen mit Engagement und Tatkraft ein.

Der nächste Schritt in der Umsetzung mündet in dem Bürgerantrag der Steuerungsgruppe, die „Charta Faire Metropole Ruhr 2030 – eine Fairfassung für das Ruhrgebiet“ zu unterzeichnen. In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 12.05.22 wurde der Antrag beraten, jedoch keine Entscheidung getroffen. Die Begründung lautete: weiterer Beratungsbedarf.

„Wenn der Rat es ernst meint mit den Nachhaltigkeitszielen, wozu auch der Klimaschutz und der faire Handel gehören, dann wäre es folgerichtig, dass der Haupt- und Finanzausschuss des Rates am 08.06.2022 dem Antrag zustimmt,“
merkt Angelika Molzahn, Sprecherin der Steuerungsgruppe, an.

Die Städte Herne, Hamm, Hagen und Werne haben bereits unterzeichnet, Dortmund und andere Städte im Kreis Unna sind auf dem Weg.




Persönliche Pflege- und Wohnberatung am Donnerstag im Haus der Mitte in Rünthe

Mit Eintritt eines Pflegefalls stehen Betroffene und Angehörige vor vielen Fragen. Hilfe gibt es vor Ort in den Sprechstunden der Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna. In Bergkamen Rünthe findet die nächste Sprechstunde der Pflege- und Wohnberatung am Donnerstag, 9. Juni in der Zeit von 10 bis 12 Uhr statt. Die Pflegeberaterin Andrea Schulte ist im Gemeindehaus „Haus der Mitte“, Kanalstraße 7, zu erreichen.

In der Beratung geht es um Fragen rund um das Thema Pflege, wie zum Beispiel zu den verschiedenen Leistungen der Pflegeversicherung oder der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Ebenfalls informiert die Beraterin über ortsnahe Betreuungs- und Pflegeangebote und deren Finanzierung. Informationen gibt es auch zu Hilfeangeboten, die pflegende Angehörige eines an Demenz erkrankten Menschen entlasten können. Die Beratung ist kostenlos und anbieterunabhängig.
 
Terminvereinbarung
Um eine vorherige Terminvereinbarung unter 0800 27 200200 (kostenfrei) wird gebeten. Wer den Termin nicht wahrnehmen kann, später noch Fragen hat oder einen Hausbesuch vereinbaren möchte, erreicht die Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna im Severinshaus, Nordenmauer 18 in Kamen unter Tel. 0 23 07 / 28 99 060 oder 0 800 / 27 200 200 (kostenfrei). Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff Pflege- und Wohnberatung). PK | PKU




Gesamtschule und Frauen- und Mädchenberatungsstelle unterschreiben Kooperationsvertrag

Die Willy-Brandt-Gesamtschule und die Frauen- und Mädchenberatungsstelle des Kreises Unna arbeiten jetzt eng zusammen. Foto: M. L. Westecker

Die Arbeitsgruppe „Schutzkonzept“ und die Schulleiterin der Willy-Brandt-Gesamtschule hatten jetzt ein Treffen mit der Frauen- und Mädchenberatungsstelle des  Kreises Unna und haben in diesem Rahmen einen Kooperationsvertrag geschlossen.

Die Beratungsstelle hat ein offenes Angebot für Mädchen und Frauen ab 14 Jahren und bietet eine kostenlose Beratung an. Im Rahmen des Treffens wurde ein Kooperationsvertrag zwischen beiden Institutionen geschlossen.

Die Willy-Brandt-Gesamtschule freut sich sehr, mit der Beratungsstelle zusammenzuarbeiten und somit ihr Angebot an die Schule zu holen. Dieses Angebot für die Schule besteht darin, Schülerinnen und Lehrkräfte hinsichtlich sexueller Gewalt zu sensibilisieren und Präventionsangebote zu schaffen. Es werden diesbezüglich verschiedene Workshops stattfinden.




Flüchtende aus der Ukraine sorgen für leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen

Im Kreis Unna stieg der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 90 auf 14.359. Im Vergleich zu Mai 2021 reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 2.046 (-12,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote verblieb mit 6,7 Prozent auf dem Niveau des Vormonats. Vor einem Jahr betrug sie noch 7,7 Prozent.

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Mai beruht nur auf einem Sondereffekt. Zum 1. Juni übernehmen die Jobcenter die Betreuung geflüchteter Menschen aus der Ukraine. Im Jobcenter Kreis Unna wurden rund 200 Personen aus der Ukraine bereits im Mai als Arbeitslose erfasst, was die tatsächliche Arbeitslosigkeit überzeichnet“, kommentiert Agenturchef Thomas Helm die aktuellen Daten und ergänzt: „Wir haben damit im Ergebnis etwas vorweggenommen, das die anderen Regionen im Juni auch erreichen wird. Im nächsten Monat haben wir diesen Anstieg schon ´eingepreist´“. Anzeichen für eine generelle Trendwende sieht Thomas Helm derzeit nicht: „Dass es auch im Mai einen Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Gruppe der Langzeitarbeitslosen gegeben hat, zeigt, dass der Arbeitsmarkt weiterhin aufnahmefähig ist.“

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In sechs der zehn Kommunen des Kreises Unna ging die Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat zurück. Den stärksten Rückgang verzeichnete Selm (-3,1 Prozent bzw. 26 auf 818). Danach folgen Holzwickede (-0,8 Prozent bzw. drei auf 389), Lünen (-0,5 Prozent bzw. 20 auf 4.212), Schwerte (-0,5 Prozent bzw. sieben auf 1.386), Bönen (-0,3 Prozent bzw. zwei auf 606) und Unna (-0,2 Prozent
bzw. drei auf 1.785). In Fröndenberg stieg die Arbeitslosigkeit an (+0,2 Prozent bzw. eine Person auf 504), ebenso in Kamen (+2,7 Prozent bzw. 44 auf 1.645), Bergkamen (+3,3 Prozent bzw. 69 auf 2.189) und Werne (+4,7 Prozent bzw. 37 auf 825)




Flüchtlingshelferkreis bittet um Sachspenden für Geflüchtete aus der Ukraine und sucht ehrenamtliche HelferInnen

Der Flüchtlingshelferkreis bittet um Sachspenden für die aus der Ukraine Geflüchteten. Dringend gesucht werden Sommerkleidung für jüngere Frauen , Bettwäsche, Handtücher, Töpfe und Geschirr. Die Spenden können in HausFRIEDEN an der Präsidentenstraße montags ab 13- 16 Uhr abgegeben werden.

Es werden auch ehrenamtlich HelferInnen, besonders für die Sprachkurse, gesucht. Bitte melden bei P.Buschmann-Simons, pfr.bu-simons@helimail.de oder 02307-84873




Spielzeugbörse „Kinderkram“ am Samstag in der Auferstehungskirche geöffnet

Die Spielzeugbörse „Kinderkram“ der ev. Friedenskirchengemeinde ist am Samstag, 28. Mai, in der Auferstehungskirche, Goekenheide 7 in Weddinghofen, wieder von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

„Kinderkram“ wird dieses Angebot genannt, weil hier Kinder und Erwachsene aus momentan sozial schwachen Familien kostenfrei nach Büchern und Geschenken kramen und stöbern dürfen.

Selbstverständlich kann in dieser Zeit auch neues oder sehr gut erhaltenes Spielzeug abgegeben werden. Hier sind die Organisatoren dringend auf IHRE Spenden angewiesen. Bitten Sie ihre Kinder doch einmal, die Zimmer oder Dachböden zu durchforsten. Sicher gibt es dort einige nie gelesene Bücher oder Spielzeuggeschenke, aus denen sie herausgewachsen sind.

Die Organisatoren freuen sich uns über jede Spende.




Treffen der pflegenden Angehörigen

Wer Angehörige pflegt, ist oft großen Belastungen ausgesetzt – körperlich und psychisch. Dann hilft es, mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen. Die Stadt Bergkamen hat aus diesem Grund die Gruppe „Pflegende Angehörige“ ins Leben gerufen, die sich jeden letzten Montag im Monat trifft. Die nächste Zusammenkunft findet am 30. Mai von 15.00 Uhr bis 16.30 Uhr in der Alevitischen Gemeinde, Buchfinkenstraße 8 in Bergkamen statt.

Es sind alle Angehörigen eingeladen, die sich in einer Betreuungs- oder Pflegesituation befinden. Diejenigen, die der Gruppe bereits seit Längerem angehören, wissen: Sich auszutauschen, eigene Erfahrungen weiterzugeben und anderen zuzuhören, kann sehr entlastend und unterstützend sein. Auch neue Angehörige sind deshalb herzlich willkommen.

Für weitere Informationen steht die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen in Unna gerne zur Verfügung. Ansprechpartnerin ist Margret Voß, Telefon 02303/272829, E-Mail: margret.voss@kreis-unna.de




Konzert „Im Theater ist was los“ für Menschen mit Demenz und Angehörige: Entspannte Stunde mit Salonmusik

Evelyn Werner (Gesang) und Burkhard Niggemeier (Klavier) gestalteten den musikalischen Nachmittag im studio theater.

Tolle Stimmung im Studiotheater: Rund 200 Menschen mit Demenz, deren Angehörige und Musikfreunde waren der Einladung der Stadt Bergkamen gefolgt und ließen sich vom dargebotenen Programm mit Highlights aus Operette und Musical inklusive wunderschöner Stimmen und einer tollen Bühnenpräsenz begeistern. „Das war wirklich klasse“, fassten viele Besucherinnen und Besucher den gelungenen Nachmittag zusammen und freuen sich schon jetzt auf das nächste Konzert im Jahr 2023.

„Musik kann Erinnerungen wecken, das Gefühl von Geborgenheit vermitteln und unmittelbar Emotionen hervorrufen. Sie eignet sich daher in besonderer Weise als Schlüssel zur inneren Welt von Menschen mit Demenz“, berichten die Organisatoren Anne Horstmann und Thomas Lackmann von der Stadt Bergkamen. Die positive Resonanz und die gesellige Stimmung bestätigten ihre Meinung: Das Konzert bot dem Publikum eine entspannte Stunde fernab des oft anstrengenden und belastenden Alltags – und damit auch ein Stück Lebensqualität.




Info-Abend zur Qualifizierung als Tagesmutter/Tagesvater

Die Städte Bergkamen, Selm und Werne bieten in Kooperation mit der Familienbildungsstätte Selm/Werne ab September 2022 eine Qualifizierung als Tagesmutter/Tagesvater an und suchen hierfür noch Teilnehmer*innen, wohnhaft in Bergkamen, Selm oder Werne.

Interessierte, die Freude an der Arbeit mit Kindern haben und sich beruflich neu orientieren möchten, laden wir herzlich am Mittwoch, den 1. Juni, um 18 Uhr zu einem Informationsabend in die Familienbildungsstätte Werne (Konrad-Adenauer-Str. 8, 59368 Werne) ein.

Ziel der Veranstaltung ist es, über die Tätigkeit und Ausbildung als Kindertagespflegeperson zu informieren und offene Fragen zu klären.
Eine Voranmeldung ist unter 02389 400210 erwünscht, aber auch spontane Interessent*innen sind herzlich willkommen.




Blutspende am Pfingstmontag im Heinrich-Martin-Heim der AWO

Das DRK lädt am Pfingstmontag, 6. Juni, von 10.30 bis 14.30 zu einem Blutspendetermin im Heinrich-Martin-Heim der AWO, Am Wiehagen 32, in Bergkamen-Mitte ein.

Die Rückkehr zur vermeintlichen Normalität hat sich mit wegfallenden Coronarestriktionen und zunehmender Freizeitaktivität bereits nachteilig auf die Blutspendebereitschaft ausgewirkt. Stephan Jorewitz vom Zentrum für Transfusionsmedizin in Hagen bittet dringend um rege Beteiligung bei der Blutspende: „Bitte beziehen Sie die Blutspende mit ein in Ihre Freizeit- und Feiertagsplanung. Nutzen Sie das Angebot des DRK und reservieren Sie sich einen Termin zur Blutspende unter www.blutspende.jetzt 

Die 3G-Regelung auf allen vom DRK-Blutspendedienst West angebotenen Blutspendeterminen entfällt. Die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes (mindestens OP-Maske) besteht jedoch weiterhin. Termin­reservierungen bleiben Bestandteil des Corona-Schutzkonzeptes. www.blutspende.jetzt Sie reduzieren Warteschlangen und sichern Abstände. Blut spenden kann jeder ab 18 Jahren; Neuspender bis zum 69. Geburtstag. Zur Blutspende muss immer ein amtlicher Lichtbildausweis mitgebracht werden. Männer dürfen sechs Mal und Frauen vier Mal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden müssen 56 Tage liegen. Für alle, die mehr über die Blutspendetermine in Wohnortnähe erfahren wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West im Spender-Service-Center eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800 -11 949 11 werden montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr alle Fragen beantwortet. Weitere Informationen und Corona-FAQ finden Sie unter www.blutspendedienst-west.de/corona