Nächster Blutspendetermin am kommenden Montag im Martin-Luther-Zentrum Oberaden

Das DRK lädt zum nächsten Blutspendetermin in Bergkamen ein am Montag, 27. Juni, von 16 bis 19.30 Uhr im Martin-Luther-Zentrum, Preinstraße 38, in Oberaden.

Zum Weltblutspendetag am 14. Juni haben die DRK-Blutspendedienste mit der bundesweit angelegten Kampagne #missingtype – erst wenn’s fehlt, fällt‘s auf aufmerksam gemacht. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, hohe Temperaturen, Ferien, Feiertage sowie ein hohes Reiseaufkommen sorgen seit Wochen für eine rückläufige Spendebereitschaft und eine mittlerweile bundesweit kritische Versorgungslage. Stephan Jorewitz vom Zentrum für Transfusions­medizin in Hagen ruft zur Blutspende: „Bitte beziehen Sie die Blutspende mit ein in Ihre Ferienplanung. Reservieren Sie sich einen Termin zur Blutspende unter www.blutspende.jetzt “ Ein Blutkonserven-Notstand – auch in Nordrhein-Westfalen – kann nur durch eine erhöhte Spende­bereitschaft in der Region abgewendet werden.

Infos sowie Bilder und Grafiken von der Kampagne  gibt es unter www.missingtype.de. Die 3G-Regelung auf allen vom DRK-Blutspendedienst West angebotenen Blutspendeterminen entfällt. Die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes (mindestens OP-Maske) besteht jedoch weiterhin. Termin­reservierungen bleiben Bestandteil des Corona-Schutzkonzeptes. www.blutspende.jetzt Sie reduzieren Warteschlangen und sichern Abstände. Blut spenden kann jeder ab 18 Jahren; Neuspender bis zum 69. Geburtstag. Zur Blutspende muss immer ein amtlicher Lichtbildausweis mitgebracht werden. Männer dürfen sechs Mal und Frauen vier Mal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden müssen 56 Tage liegen. Für alle, die mehr über die Blutspendetermine in Wohnortnähe erfahren wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West im Spender-Service-Center eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800 -11 949 11 werden montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr alle Fragen beantwortet. Weitere Informationen und Corona-FAQ finden Sie unter www.blutspendedienst-west.de/corona




Jobcenter warnt vor Betrugsmasche in Flüchtlingsunterkünften

In den vergangenen Tagen sprachen vermehrt Personen in Flüchtlingsunterkünften im Kamen vor, die sich als Mitarbeiter des Jobcenters Kreis Unna zu erkennen gegeben haben und Personen mit einem gefälschten Anschreiben (mit Jobcenter-Logo) ansprachen, um persönliche Daten (u.a. die Ausländerzentralregister-Nummer) abzufragen.

Denjenigen, die sich weigerten, die Informationen herauszugeben, wurde mitgeteilt, dass sie keine Geldleistungen durch das Jobcenter erhalten würden. Hierbei handelt es sich um eine Betrugsmasche. Das Jobcenter Kreis Unna entsendet keine Mitarbeiter in die Flüchtlingsunterkünfte. Die Verantwortlichen behalten sich vor, Strafanzeige gegen unbekannt zu stellen.




Wechsel an der Spitze der Stiftung Weiterbildung: Sascha Dorday folgt Dr. Michael Dannebom als Geschäftsführer

Der Vorstand der Stiftung Weiterbildung: Sascha Dorday (1. Reihe, rechts) löst Dr. Michael Dannebom (1. Reihe, 2. v. rechts) als Geschäftsführer ab. Jutta Reiter (1. Reihe, links) und Dr. Volker Verch (1. Reihe, 2. v. links) wurden wiedergewählt. Foto: Max Rolke

Sascha Dorday ist neuer Geschäftsführer der Stiftung Weiterbildung. Er folgt auf Dr. Michael Dannebom, der sich Ende Juli in den Ruhestand verabschiedet und der Stiftung seit ihrer Gründung im Jahre 1990 als Geschäftsführer vorstand.

„Dr. Michael Dannebom hat die enorme Bedeutung des Themas Weiterbildung als Schlüsselqualifikation und weichen Standortfaktor früh erkannt und die Gründung der Stiftung seinerzeit aktiv vorangetrieben. Mit viel Herzblut und Engagement ist es ihm in den vergangenen drei Jahrzehnten gemeinsam mit dem Vorstandsteam gelungen, viele wegweisende Projekte zum Wohle der Menschen und der Betriebe im Kreis Unna auf den Weg zu bringen“, lobte Sascha Dorday die Verdienste seines Vorgängers. „Ich freue mich, an die erfolgreiche Arbeit anzuknüpfen und in enger Abstimmung mit den starken Partnern der Stiftung weiter an den Themen Berufsorientierung und Weiterbildung zu arbeiten, um die Unternehmen bei der Fachkräftesicherung zu unterschützen“, so Sascha Dorday.

In den Vorstand wiedergewählt wurden Jutta Reiter (DGB Region Dortmund-Hellweg) und Dr. Volker Verch (Unternehmensverband WestfalenMitte e. V.). Neben den Wahlen ließen die Vorstandsmitglieder bei ihrer turnusmäßigen Sitzung die vergangenen Monate Revue passieren und schmiedeten Pläne für die Zukunft.

Zum Hintergrund: Die Stiftung Weiterbildung wird von der Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG) getragen. Mit unterschiedlichen Initiativen und Aktionen hat sich die Stiftung den Themen Berufsorientierung und berufliche Weiterbildung verschrieben, um die Unternehmen in den zehn Städten und Gemeinden des Kreises Unna bei der Fachkräftesicherung zu unterstützen. Zu den Angeboten der Stiftung gehört eine qualifizierte und kostenlose Beratung für die berufliche Weiterbildung und die Vergabe von Bildungsschecks. Darüber hinaus koordiniert sie die Vergabe des BerufswahlSIEGELS sowie die Aktivitäten des zdi-Netzwerkes Perspektive Technik. Neben der WFG engagieren sich die hiesigen Kammern, der Unternehmensverband Westfalen-Mitte e.V., der DGB Region Dortmund-Hellweg und die Arbeitsagentur in der Stiftung.




Kita-Mitarbeitende werden „Kreativ mit Musik“: Erste Präsenzveranstaltung mit Stimmkünstlerin Mascha Corman

im AWO-Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems werden wieder Fortbildungen in Präsenz angeboten, darunter auch kostenfreie Seminare zum Thema „Kreativ mit Musik“ für Erzieher*innen. Unsere Bilder zeigen die ersten Absolvent*innen und Dozentin Masha Corman. Foto: AWO RLE

Blicke wandern durch den Stuhlkreis, eine leichte Unsicherheit macht sich breit unter den Erzieher*innen, Kinderpfleger*innen und Sozialpädagog*innen, die den Workshop „Kreativ mit Musik“ bei Mascha Corman, Dozentin an der Landesmusikakademie, gebucht haben.

Im Raum verstreut liegen Instrumente. Nicht jeder fühlt sich wohl bei dem Gedanken, den Umsitzenden gleich eine Kostprobe seines musikalischen Könnens zu geben. „Deshalb beginne ich solche Workshops gerne mit Übungen, in die alle eingebunden sind. Die Teilnehmenden können dann ein Gefühl dafür entwickeln, und wenn alle mitmachen, ist
nichts peinlich“, erklärt die bekannte Stimmkünstlerin und Jazz-Musikerin, die mit diversen Projekten und Formation auftritt und die Improvisation liebt.

An diesem Tag fordert sie die Teilnehmenden zu einer Bodypercussion auf auf. Bei dieser Art der Inszenierung ist der eigene Körper Instrument und Hilfsmittel zugleich. Singend werden die einzelnen Körperteile benannt, die zeitgleich beklatscht oder beklopft werden. Schnell entsteht so mit simpelsten Mitteln eine kleine Performance. Und genau darum geht es Corman: „Ich gebe praktische Beispiele, die sich leicht in den Kitas und mit den Kindern umsetzen lassen. Und ich möchte dazu anleiten, selbst Instrumente herzustellen und zu erfinden. Wir erarbeiten Schablonen mit deren Hilfe man selbst aktiv werden kann.“ Zudem lernen die Teilnehmenden einfachste Instrumente kennen, erfahren mehr darüber, welche Instrumente für welches Alter geeignet sich und finden dabei spielerisch in Rhythmus und Melodie.

Mascha Cormans Angebot ist Teil des Projektes „Musik und Sprache“, das die AWO Ruhr-Lippe-Ems derzeit für die Mitarbeitenden von Sprach-Kitas verwirklichen kann. Stefanie Rieger, Fachberatung Sprach-Kitas bei der
Abteilung Kindertageseinrichtungen und Familienzentren der AWO RuhrLippe-Ems hat im Januar 2022 das Netzwerk Kitamusik NRW beauftragt, ein musikalisch-sprachförderndes Fortbildungspaket für die AWO RLE zu schnüren.

Insgesamt wurden sechs Online-Seminare, sechs Tageskurse, 25 Inhouse-Seminare und 25 Praxisprojekte beauftragt. Für die Teilnahme ist musikalisches Interesse erforderlich. Notenlesen oder die Beherrschung von Instrumenten wird nicht vorausgesetzt. Wegen Corona musste zunächst online geschult werden. Cormans Workshop ist der erste, der wieder in Präsenz stattfinden konnte. Zwei weitere Präsenzveranstaltungen, die in Räumen der AWO-Tochter Bildung + Lernen an verschiedenen Standorten im AWO-Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems (Kreis Warendorf, Kreis Unna, Stadt kostenfrei, weil sie durch Bundesmittel finanziert werden kann.

Auskunft erteilt Vanessa Neubert, Telefon 02307/91221-938.
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Weitere Informationen
Sabine Fischer
Referentin Pre




Politische Frühschoppen der IG BCE Ortsgruppe Weddinghofen war ein voller Erfolg

Der politische Frühschoppen der IG BCE Ortsgruppe Weddinghofen war ein voller Erfolg. Rund 50 Teilnehmer hatten sich versammelt, um mit den Vertretern der Fraktionen über die Probleme in Weddinghofen zu diskutieren. Die Anwesenheit der Fraktionsvorsitzenden machte deutlich, wie wichtig man diese Veranstaltung nimmt.

Auch die Bürgerinnen und Bürger waren sehr diskussionsfreudig.

Folgende Themen wurden bearbeitet:

  • Einkaufsmöglichkeiten in Weddinghofen, insbesondere die Nahversorgung
  • Energiepreise GSW
  • Angebote für Jugendliche
  • Ladestationen
  • IGA 2027
  • Flächennutzungsplan, Gewerbeflächen Arbeitslosigkeit, Arbeits- und Ausbildungsplätze
  • Bebauungsplan Weddinghofen
  • Verkehrsplanung
  • Freizeitbad
  • Digitalisierung
  • Armut / Altersarmut

Zu den Einkaufsmöglichkeiten ist zu sagen, dass sich alle Parteien einig waren, dass der Ortsteil schnellstens wiederbelebt werden muss.

Das ehemalige Walmartgelände liegt seit Jahren brach. Man hofft, dass die Investoren auf diesem Gelände tätig werden und dort Geschäfte für die Nahversorgung errichten. Gastronomie und Fachgeschäfte wären ebenso wünschenswert.

Die Errichtung eines neuen Netto am Wellenbad ist in weite Ferne gerückt, da sich viele Dinge erst über Gerichtsverfahren klären lassen.

In Weddinghofen geht das Gerücht um, dass die Albert- Schweitzer- Schule abgerissen werden soll und die Fläche neu bebaut werden soll. Das Gerücht wurde aber nicht bestätigt. Hingegen wurde seitens der Grünen vorgeschlagen, das ehemalige Kaufland wiederzubeleben. Ein Netto zur Nahversorgung reiche nicht aus. Übergangsweise treffen sich die Weddinghofener zum Einkaufen in Oberaden und Rünthe.

Zur Bebauung in Weddinghofen ist zu sagen, dass momentan viele Freiflächen ( Heideschule,ehemaliges Gelände Grimberg ¾) zugebaut werden. Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften, PueD, Waldsiedlung enstehen.

Hier ist es wichtig, auch in der Peripherie Geschäfte entstehen zu lassen und eine vernünftige Verkehrsführung zu gewährleisten.

Zur GSW ist zu sagen, dass diese sich als verlässlicher Partner erwiesen hat. Darüber waren sich alle einig.  Über kurz oder lang wird jedoch auch die GSW die Preise für Energie erhöhen müssen. Es wird jeden Geldbeutel treffen.

Im Übrigen tauchte die Frage auf, ob die GSW bereit ist, Ladestationen zu betreiben. Es wurde bestätigt, dass die GSW bestrebt ist, die Ladeinfrastruktur auszubauen.

Es sieht so aus, dass das Freizeitbad aufgrund der derzeit politischen und wirtschaftlichen Lage teurer wird als geplant. Jedoch waren sich alle Parteien einig, dass das Freizeitbad in Weddinghofen  errichtet wird.

Zur IGA ( internationalen Gartenausstellung ) 2027 will man sich beim nächsten politischen Frühschoppen unterhalten.  Wie sieht die Planung hierzu aus. Die Bürgerinnen und Bürger möchten gerne wissen, was die Stadt für Kosten zu tragen hat.

Vor allem möchte man aber wissen, was bleibt am Ende für die Bergkamener Bevölkerung von der IGA übrig. Folgenutzung und Folgekosten sind abzuklären.

Weiterhin wurden die politischen Vertreter aufgefordert, sorgsam mit den Gewerbeflächen umzugehen. Es muss Platz für Unternehmen und somit Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen werden.

Riesige Logistikhallen, die viel Fläche brauchen, sind nicht die ideale Lösung.

Die Arbeitslosigkeit liegt mit derzeit 8% in Bergkamen deutlich über dem NRW- Durchschnitt. Rund 139 Menschen unter 25 Jahren sind zur Zeit in Bergkamen arbeitslos.

Zur Verkehrsplanung, wenn man sie denn so nennen darf, gibt es große Abstimmungsschwierigkeiten zwischen Gemeinde, dem Kreis und Straßen NRW. Baustellen sorgten für ein Verkehrschaos in Bergkamen insbesondere auf der Schulstraße. Nur langsam entpannt sich die Situation, wenngleich das Verkehrsaufkommen deutlich zu hoch ist. Hinzu kommt, dass LKW> mit Gefahrgut über diese Straße fahren, was sie aus Sicherheitsgründen teilweise gar nicht dürfen. Oftmals ist es schon zu Beinah- Unfällen gekommen. Die Einwohner fordern endlich ein Durchfahrtsverbot für schwere LKW’s.

Es wird Zeit, dass die L821 n fertiggestellt wird und die Schulstraße herabgestuft wird.

Einige Teilnehmer aus dem Bereich Goethestraße/ Pfalzstraße beschwerten sich über den Zustand des Verkehrs zu den Stoßzeiten an der Pfalzschule. Hier muss es endlich eine Lösung geben um dem Verkehrschaos und dem Parkproblem Herr zu werden.

Einig war man sich auch darüber, dass wenn eine neue Verkehrsführung geplant wird, man sich auch mit den Anliegern ( z.B. Im Kattross/ Erich- Ollenhauer- Straße ) in Verbindung setzt, damit  eine vernünftige und anwendbare Lösung gefunden wird.

Auch die Jugendlichen meldeten sich zu Wort.

Vandalismus wird ihnen vorgeworfen. Sie stehen unter Generalverdacht alles zerstören zu wollen. Doch sie wehren sich. Sicherlich gibt es immer einige Chaoten, die etwas beschädigen, aber sie gehören nicht dazu. Vielmehr muss ihr Umfeld besser gestaltet werden. Der Ruf nach Basketballfeldern und Skateranlagen wären ein Beispiel dafür. Am liebsten wünschen Sie sich ein Kino. Ein oder 2 Unterstände reichen nicht aus und sind zudem primitiv. Darüber hinaus beklagen sie, dass die Jugendzentren um 21.00 Uhr schließen. Sie sollten ruhig 1 oder 2 Std länger geöffnet bleiben.

Altersarmut und Armut generell  ist ein Problem, dass man nicht unterschätzen soll. Viele Familien, ältere Menschen und Alleinerziehenden bekommen die steigenden Preise immer mehr zu spüren. Hier ist die Politik mehr denn je gefordert. Die Bundespolitik ist ganz besonders gefordert.

Aber auch hier, in unserer Stadt, ist es die Pflicht der Verwaltung, der Vereine, der Organisationen, der Politik, der Bürgerinnen und Bürger den Menschen zu helfen, wenn diese aufgrund monetärer Probleme in Not geraten.

Man war sich einig, dass ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sichergestellt werden muss.

Der nächste politische Frühschoppen findet in ca. einem Jahr statt. Dann wird man sehen, was sich aus diesen Diskussionen ergeben hat.

Den Politikern zollte man Respekt, da sie sich den Diskussionen stellten und bestrebt sind, Lösungen zu finden.




Kita-Kinder verteilen Komplimente: Zeichen der Wertschätzung für Bergkamener Bürgerinnen und Bürger

Corona hat den Menschen viel abverlangt. Deshalb ist in den AWO-Kitas in Bergkamen der Gedanke aufgekommen, ein positives
Zeichen zu setzten und die Bürger*innen im Umkreis für das gute Bewältigen der schwierigen Situation zu belohnen.

Im Rahmen der AWO-Aktionswoche vom 18. bis 25. Juni wollen die Kita-Kinder Komplimente-Karten an die Haushalte verteilen. Die Gestaltung der Karten nehmen sie selbst in die Hand und wollen sie später auch in Geschäften, Bäckereien und Apotheken
verteilen. Die Kita-Kinder möchten mit ihrer Aktion deutlich machen, dass jeder einzelne Mensch besonders und willkommen ist.




IG BAU sieht Defizit beim sozialen Wohnungsbau: 700 neue Wohnungen im vergangenen Jahr im Kreis Unna

Eisenflechter beim Wohnungsneubau: Damit trotz steigender Baupreise mehr bezahlbarer Wohnraum
in der Region entsteht, fordert die IG BAU Westfalen Mitte-Süd zusätzliche Anstrengungen von der Politik. Foto: IG BAU | Tobias Seifert

Vom Eigenheim bis zum Mehrfamilienhaus: Im Kreis Unna wurden im vergangenen Jahr 700 neue Wohnungen gebaut. Das teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) unter Berufung auf aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes mit. Danach flossen in den Neubau Investitionen in Höhe von rund 323 Millionen Euro. „Zusätzliche Wohnungen sind ein wichtiger Beitrag gegen steigende Mieten. Wichtig ist dabei das bezahlbare Segment. Und es kommt vor allem darauf an, dass im sozialen Wohnungsbau noch mehr getan wird“, sagt Friedhelm Kreft.

Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Westfalen Mitte-Süd sieht insbesondere die Politik in der Pflicht. Der Wohnungsbau in der Region könne nur dann Power zeigen, wenn in Berlin und Düsseldorf die richtigen Weichen gestellt würden. „Die Bundesregierung hat 400.000 neue Wohnungen pro Jahr versprochen. Ein Viertel davon sollen Sozialwohnungen sein. Von diesem Ziel ist die Ampel-Koalition noch weit entfernt. Hier ist aber auch die Landespolitik gefordert“, so Kreft. Im vergangenen Jahr sind laut Statistik bundesweit lediglich 293.400 neue Wohnungen entstanden – 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Zudem erschweren knappe Baumaterialien, steigende Energiepreise, Inflation und steigende Bauzinsen derzeit den Neubau, so die Gewerkschaft. Hinzu kämen ein hoher Fachkräftebedarf und unzureichende staatliche Förderungen.

Um vor allem „den lahmenden Bau von Sozialwohnungen voranzubringen“, schlägt die IG BAU ein „Sonderpaket sozialer Wohnungsbau“ vor. Die Mehrwertsteuer auf Sozialwohnungen solle von 19 auf sieben Prozent abgesenkt werden. Der Bau einer staatlich geförderten Wohnung würde nach Angaben der Gewerkschaft so um zehn Prozent günstiger. „Außerdem müssen Bund und Länder dringend das Baurecht vereinfachen. Es wird höchste Zeit, dass Genehmigungsverfahren schlanker und schneller werden. Zwischen Bauantrag und Baubeginn geht oft wertvolle Zeit verloren“, betont Kreft.

Der IG BAU-Bezirksvorsitzende verweist auf eine enorme Chance, um zusätzlichen Wohnraum zu gewinnen: den Umbau bereits bestehender Gebäude. „Im Kreis Unna schlummert ein großes Potential in der Umnutzung von Altbauten. So lassen sich bei vielen Wohngebäuden, Büro-, Geschäfts- und Parkhäusern Dachetagen aufstocken. Dazu kommt – durch mehr Homeoffice – der Umbau von Büros zu Wohnungen.“ Gerade auch mit Blick auf den steigenden Wohnraumbedarf für die Menschen, die vor dem Krieg aus der Ukraine geflüchtet sind, müssten alle Möglichkeiten genutzt werden.

An die Adresse der heimischen Baubranche macht der Gewerkschafter deutlich: „Viele Firmen suchen dringend Fachkräfte, um die Aufträge bewältigen zu können. Aber qualifizierte Maurer und Zimmerleute gewinnt nur, wer anständige Löhne zahlt und gute Arbeitsbedingungen bietet.“ Baubeschäftigte sollten sich nicht unter Wert verkaufen und auf einer tariflichen Bezahlung bestehen. Genug zu tun gebe es allemal, so Kreft.




Durchstarten in der zweiten Lebenshälfte: Ümmü Bulut gibt Gas – auch bei der großen AWO-Bikertour

Noch sind Anmeldungen möglich zur großen AWO-Bikertour, zu der sich bereits etliche Bikerinnen angemeldet haben. Wenn sich am Samstag, 18. Juni, um 10 Uhr Motorradfahrer*innen aus den Kreisen Unna und Warendorf sowie aus der Stadt Hamm auf dem Parkplatz des AWO-Dienstleistungszentrums an der Unnaer Straße 29a in Kamen versammeln, ist Ümmü Bulut mit dabei.

Erst 2017 hat sich die 49-Jährige den Traum vom Reisen auf zwei Rädern erfüllt und den Motorradführerschein gemacht: „Als alleinerziehende Mutter dreier Kinder fehlte es mir vorher an Geld und Zeit.“ Nun sind die Kinder groß und Bulut gibt Gas. Wenn die AWO-Mitarbeitende an die Anfänge denkt, muss sie schmunzeln: Nicht nur in der Fahrschule ist sie mehrmals mit der Maschine umgekippt und musste vom Fahrlehrer oder vorbeikommenden Autofahrern wieder aufgerichtet werden. „Anfangs hatte ich eine viel zu große Maschine
und bin mit den Füßen gar nicht auf den Boden gekommen“, erzählt die sportliche Bikerin, die bereits bei der ersten AWO-Bikertour dabei gewesen ist.

Ein Missgeschick aus ihren Anfängen ist Bulut besonders haften geblieben: „In einer Fahrstunde hat mich mein Fahrlehrer so gelobt, weil ich nicht umgefallen bin. Ich war richtig stolz. Und dann hab´ ich auf die Bremskurbel getreten, das Ding fiel ab und ich fuhr vors Garagentor. Der Fahrlehrer dachte, ich wollte ihn ärgern“, erzählt Bulut und lacht herzlich.

Nach ihrem ersten Unfall, einigen Schürfwunden und blauen Flecken rieten ihr Freunde und Familie dazu, mit dem Motorradfahren doch wieder aufzuhören. „Aber Aufgeben ist für mich nie eine Option“, sagt Bulut, die gern neue Dinge ausprobiert, mit Mitte 30 das Schwimmen lernte und jüngst zu ihrem ersten Fallschirmsprung ansetzte. Heute fährt sie eine Yamaha XJ 600 N und steht wieder mit beiden Beinen fest auf dem Boden.

Eigentlich ist sie gern schnell unterwegs, aber die Yamaha ist nun einmal keine Rennmaschine, sondern eher für Genuss-Touren geeignet. Daher schaltet Buluts Lebensgefährte Ugur Yilmaz auf seiner Honda CBR 650 auch gern mal einen Gang runter. Im September wollen die beiden Motorradbegeisterten heiraten. Gemeinsam erkunden sie die Region, mal trifft man sie an der Möhne, mal am Halterner Stausee.

Die Tour:
Die AWO-Bikertour startet am Samstag, 18. Juni, um 10 Uhr auf dem Parkplatz des AWO-Dienstleistungszentrums in Kamen, Unnaer Straße 29a, mit der offiziellen Begrüßung der Teilnehmenden durch den AWO-Vorstand und die Organisatoren und einem lockeren Kennenlernen. MC-TRIOMitglieder fungieren als Touren-Guides und werden die Teilnehmenden in drei bis vier Gruppen einteilen. Erstes Ziel ist der rund 30 Kilometer entfernte Biker-Treff Nordkirchen, kurz Noki, wo den Bikern rund eineinhalb Stunden für einen gemütlichen Austausch und Benzingespräche bleiben. Die Kosten für Speisen und Getränke trägt jede(r) für sich. Das nächste Etappenziel ist das circa 30 Kilometer entfernte Haus der Begegnung, Am Jugendheim 3 in Hamm, wo gegen 14.30 Uhr der Grill angeheizt wird. Die Veranstaltung endet gegen 16.30 Uhr. Die Rückfahrt können die Teilnehmenden nach ihren
Wünschen gestalten. Die Distanz Herringen-Kamen beträgt 18 bis 20 Kilometer, von Herringen nach Unna sind es rund 20 bis 22 Kilometer.

Auskunft und Anmeldung: awo-bikertour@awo-rle.de.




Digitale Veranstaltung zum beruflichen Wiedereinstieg

Martina Leyer von der Agentur für Arbeit Hamm gibt interessierten Frauen und Männern hilfreiche Tipps für den beruflichen (Wieder-)Einstieg.

Am Dienstag, 14. Juni, von 15 bis 16 Uhr, zeigt Martina Leyer, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, in einem Online-Seminar, welche Möglichkeiten es für den beruflichen Wiedereinstieg gibt und wie sich die aktuelle Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt darstellt.

„Viele Frauen mussten während der Pandemie feststellen, dass ihre Minijobs keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld bieten und damit schmerzhaft erfahren, wie wichtig eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist“, so Leyer. „Die Möglichkeiten möchte ich aufzeigen.“

Sie weist auch auf einen weiteren Vorteil hin: „Die Teilnahme an der Online-Veranstaltung ist für die Frauen eine gute Übung für den Umgang mit neuer Kommunikationstechnik.“

In ihrem Online-Seminar erfahren die Frauen, wie sie nach Stellenangeboten suchen, welche Ausbildungsformen es gibt, welche Weiterbildungs- und Umschulungswege möglich sind und wie die Agentur für Arbeit den Neustart unterstützen kann.

Interessierte melden sich bei Martina Leyer an unter Hamm.BCA@arbeitsagentur.de oder 02381 / 9102167. Sie bekommen dann den Link zur Veranstaltung.




Pestalozzifest bietet vielfältiges Programm für Kinder und Eltern: Familie hoch drei

Erstmals haben sich in Bergkamen mit dem Familientreff, der Musikschule und der Jugendkunstschule drei Partner zusammengeschlossen, um gemeinsam ein buntes und abwechslungsreiches Programm für Familien auf die Beine zu stellen. Ergebnis ist das Pestalozzifest, zu dem am Samstag, 18. Juni, Kinder und deren Eltern herzlich auf das Gelände der alten Pestalozzischule eingeladen sind. Dort erwartet sie von 14 bis 18 Uhr eine umfangreiche Palette an Mitmach-, Kreativ- und Bewegungsangeboten.

Speziell an Kleinkinder (0-3 Jahre) richtet sich der Familientreff mit Übungen, die es den Jüngsten ermöglichen, ihre Freude an Bewegung auszuleben, ihre Umwelt wahrzunehmen und ihren Körper immer besser kennenzulernen. Währenddessen können sich die Älteren beim Kinderschminken und auf der Hüpfburg vergnügen. Auch Aktivitäten, die (Klein-) Kinder und Eltern gleichermaßen ansprechen, sind im Programm. Beispielsweise ein Kangatraining zum gemeinsamen Tanzen und Sport.

Wer es nach so viel Aktivität ruhiger angehen lassen möchte, hat dazu ebenfalls reichlich Gelegenheit. So bietet die Jugendkunstschule eine bunte Mischung aus Ausstellungen und kreativen Angeboten, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene dazu anregen, selbst aktiv zu werden. Vom Malkarussell über einen Workshop im Manga-Zeichnen und den Urban Sketchers sind dem Gestalten mit Farben und Formen keine Grenzen gesetzt. Weitere Höhepunkte sind der NRW-Kulturrucksack und die Ergebnisse des Foto-Projekts „Mein Ding! – Bergkamen!“.

Ein vierstündiges Programm voller Attraktionen bietet auch die Musikschule. Auf der großen Bühne vor dem Pestalozzihaus präsentiert sie (fast) die ganze Welt der Klänge und Instrumente – große Ensembles wie das Blasorchester und die Big Band ebenso wie das Alphornduo. Nahezu alle Fachbereiche der Musikschule geben Kostproben ihres Könnens! Unterstützt werden sie von Kindern der Jahnschule, die das Programm mit einem eigenen Beitrag bereichern.




Letzter Kaffeeklatsch vor der Sommerpause: Kaffee, Kuchen und Geselligkeit

Tolle Stimmung beim „Kaffeeklatsch“ im Martin-Luther-Haus am vergangenen Samstag in Bergkamen-Weddinghofen: Rund 90 ältere Menschen waren kürzlich der Einladung der Stadt Bergkamen gefolgt und angesichts der geselligen Stimmung sichtlich begeistert. „Das war wirklich klasse“, „Toll“ fassten den gelungenen Nachmittag viele zusammen und meinten damit auch die gespendeten, selbst gebackenen Kuchen und die musikalischen Darbietungen  der ersten Bergkamener Seniorenband.

Der Kaffeeklatsch geht in die verdiente Sommerpause. Der nächste Termin für den „Kaffeeklatsch“ steht bereits fest: Am Sonntag, 7. August, geht es in der Alevitischen Gemeinschaft Kreis Unna e.V., Buchfinkenstraße 8 in 59192 Bergkamen von 14.30 bis etwa 17.00 Uhr wieder um Kaffee, Kuchen und Geselligkeit. Auch die beliebte Sängerin Melanie Hoheisel ist dann wieder dabei. Aus organisatorischen Gründen bittet die Stadt Bergkamen alle Interessierten wie gewohnt um eine Anmeldung bei Thomas Lackmann, telefonisch unter 02307/965-433 oder per E-Mail an t.lackmann@bergkamen.de.