AWO-Einrichtung Schatzinsel in Bergkamen-Mitte hat jetzt das Gütesiegel „Familienzentrum NRW“
Nur 17 Monate nach Eröffnung der Einrichtung erhielt die Kita das Gütesiegel „Familienzentrum NRW“. Fachberater Christoph Peppler gratuliert Einrichtungsleitung Riccardo Conte und seinem Team für die herausragende Arbeit.
„Die Zertifizierung ist der erste Schritt, das Team ist motiviert und bereit das Angebot des Familienzentrums noch weiter auszubauen“, lobte Riccardo Conte seine Mitarbeiter*innen
Floristik: Kräftiges Lohn-Plus für 310 Beschäftigte im Kreis Unna
Mit Blumen machen sie anderen eine Freude – nun können sie sich selbst über steigende Einkommen freuen: Gelernte Floristinnen kommen jetzt auf einen Stundenlohn von 13,31 Euro, so die IG BAU. Die Gewerkschaft rät den Beschäftigten zum Lohn-Check. Foto: IG BAU | Tobias Seifert
Arbeit mit Blumen besser bezahlt: Für die rund 310 Beschäftigten der Floristikbranche im Kreis Unna gibt es deutlich mehr Geld. Eine gelernte Floristin kommt jetzt auf einen Stundenlohn von 13,31 Euro. Zusammen mit einer weiteren Erhöhung zum Sommer kommenden Jahres beläuft sich das Plus für Fachleute auf gut 17 Prozent. Das teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit – und appelliert an die Beschäftigten, ihren aktuellen Lohnzettel zu prüfen. Das zusätzliche Geld müsse mit der Juli-Abrechnung auf dem Konto sein. Wer leer ausgehe, solle sich an die IG BAU Westfalen Mitte-Süd wenden, rät Bezirksvorsitzender Friedhelm Kreft.
„Das starke Einkommensplus sorgt dafür, dass die Beschäftigten trotz hoher Inflationsrate mehr Geld zum Leben haben. Außerdem liegt die Floristik über der künftigen Mindestlohngrenze von zwölf Euro pro Stunde“, so der Gewerkschafter. Selbst für ungelernte Kräfte liege der Einstiegsverdienst aktuell bereits bei 12,36 Euro. Ab Juli 2023 kommen sie nach Angaben der Floristen-Gewerkschaft IG BAU auf einen Stundenlohn von 13,01 Euro – und haben damit 24 Prozent mehr im Portemonnaie als bislang. Die IG BAU hatte sich in den Tarifverhandlungen mit dem Fachverband Deutscher Floristen (FDF) für einen deutlichen Abstand zur gesetzlichen Lohnuntergrenze starkgemacht.
„Blumengeschäfte und Gartencenter haben auch während der Pandemie gute Geschäfte gemacht. Eine bessere Bezahlung ist ein wichtiger Beitrag, dringend gesuchtes Personal für die Floristik zu finden“, unterstreicht Kreft. Dabei werde die Branche auch für den Nachwuchs attraktiver. Azubis bekommen bis August nächsten Jahres durchschnittlich 23 Prozent mehr Geld – und verdienen im dritten Ausbildungsjahr dann sogar 1.000 Euro im Monat.
Themen-Cafés im Familienzentrum „Tausendfüßler“
Das Familienzentrum „Tausendfüßler“ bietet Themen-Cafés für interessierte Eltern aus dem Sozialraum an. Hier sollen ganz gezielt Fachthemen rund um das Kind besprochen werden.
Start ist am 19.09.2022 mit dem Thema „Kreativität fällt nicht vom Himmel“.
Es folgen am:
17. 10. 2022: „Spiel und Spaß bei Bewegungsangeboten in der Natur“
21. 11. 2022: „Mediennutzung im Alltag“
19. 12. 2022: „Nachhaltigkeit geht uns alle an“
16. 01. 2023: „Mehrsprachigkeit“
Die Themen-Cafés beginnen jeweils um 16:00 Uhr.
Präsenzveranstaltungen, die aufgrund der pandemischen Lage nicht stattfinden können, werden nach Möglichkeit über digitale Medien angeboten.
Anmeldungen sind bis eine Woche vor Beginn des jeweiligen Themen-Cafés zwingend erforderlich und werden im Familienzentrum unter der Rufnummer 02306-80141 oder per Mail unter tausendfuessler@helimail.de entgegengenommen.
Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern bietet Sprechstunden im Familienzentrum „Tausendfüßler“ an
Es gibt eine Vielzahl von Fragen, die Eltern bewegen und manchmal ist es schwierig, alleine passende Lösungen zu finden. Im Rahmen von Sprechstunden haben deshalb Eltern und Anwohner aus dem Sozialraum Oberaden die Möglichkeit ihre Anliegen, Unsicherheiten oder Sorgen vertraulich zu besprechen. Frau Hagemeier (Diplom-Sozialpädagogin) oder Herr Ronge (Diplom-Psychologe) von der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Städte Bergkamen und Kamen stehen hierfür jeden dritten Freitag im Monat von 9:00 bis 11:00 Uhr im Familienzentrum „Tausendfüßler“ zu Verfügung.
Die Termine im Überblick:
19.08.2022
16.09.2022
21.10.2022
18.11.2022
16.12.2022
Aufgrund der Covid-19-Pandemie und den damit verbundenen Infektionsschutzmaßnahmen ist eine Voranmeldung unter der Rufnummer 02306/80141 zwingend erforderlich.
AWO kritisiert bevorstehendes Ende des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“
Besuch bei der AWO (v.l.): Rainer Goepfert, Erika Terstiege, Michael Sacher und Daniel Frieling .
Nur wenige Wochen nach Amtsantritt des Bundestagsabgeordneten Michael Sacher folgte der Grünen-Politiker aus Unna der Einladung der AWO Ruhr-Lippe-Ems (RLE) zu einem gemeinsamen Austausch in der AWO-Kita „Sternstunde“ in Kamen. Mit Poltiker*innen aus der Region ins Gespräch zu kommen, sei der AWO sehr wichtig, betont Unterbezirks-Geschäftsführer Rainer Goepfert. Dabei lag ihm und den Gesprächsteilnehmenden Erika Terstiege (Kita-Einrichtungsleitung) und Daniel Frieling (Bereichsleitung Kindertagesbetreuung) ein Thema ganz besonders am Herzen: das angekündigte Ende des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“.
Seit 2011 fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) die alltagsintegrierte sprachliche Bildung in der Kindertagesbetreuung. Dabei richtet sich das Programm vorwiegend an Kitas, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit sprachlichem Förderbedarf besucht werden. 26 von den insgesamt 60 AWO-Kitas im Kreis Unna, Hamm und dem Kreis Warendorf sind Sprach-Kitas. Allein für das Jahr 2022 erhält die AWO RLE Fördergelder in Höhe von 853.000 Euro, um 33 Sprachfachkräfte und Fachberatungen zu finanzieren. Circa 2089 Kinder profitierten in den Sprach-Kitas der AWO RLE von der Arbeit dieser zusätzlichen Fachkräfte. Doch damit soll bald Schluss sein: Mitte Juli verkündete das Bundesministeriums, dass es im Jahr 2023 keine Förderung für „Sprach-Kitas“ mehr geben soll.
Rainer Goepfert: „Das Ende des Förderprogramms ist ein großer Fehler!“
Die Kita „Sternstunde“ ist eine der 26 AWO-Sprach-Kitas. Rund die Hälfte der 80 Kinder, die die Einrichtung besuchen, haben eine andere Muttersprache als Deutsch. Mit der Förderung wurde bisher eine halbe Stelle für eine Sprachfachkraft finanziert, die für das Team rund um Einrichtungsleiterin Erika Terstiege Gold wert ist: „Sie hat uns schon viele tolle Anregungen gegeben, wie wir den Kindern das Thema Sprache spielerisch näherbringen und auch wie wir Erzieher*innen durch unseren Umgang mit den Kindern zur Sprachförderung beitragen können.“ Die Sprachförderung ohne Unterstützung durch eine zusätzliche Fachkraft auf diesem hohen Niveau zu halten, sei nahezu unmöglich. Genau das ist auch die Sorge von Geschäftsführer Rainer Goepfert: „Das Programm und die qualitative Entwicklung frühkindlicher Bildung müssen erhalten bleiben! Wenn es keine Förderung für Sprachfachkräfte in den Kitas mehr gibt, wirkt sich das auf zahlreiche Kinder nachteilig aus – von Chancengleichheit kann dann keine Rede mehr sein“, ist er überzeugt. „Es ist ein großer Fehler, das Programm nicht fortzuführen – vor allem ausgerechnet jetzt, wo viele Kinder zusätzlich noch die auf die Pandemie zurückzuführenden Defizite aufarbeiten müssen.“
Bereichsleiter Daniel Frieling kann ihm nur beipflichten: „Jetzt all die Fortschritte, die in den elf Jahren erreicht wurden, einfach aufzugeben, macht keinen Sinn. Die Entscheidung der Bundesregierung hat weitreichendere Folgen als auf den ersten Blick erkennbar: Wenn wir jetzt in der frühkindlichen Bildung Abstriche machen, verschlechtern sich die Bildungschancen der Kinder ungemein. Da brauchen wir uns nicht wundern, wenn wir in einigen Jahren keine geeigneten Fachkräfte mehr finden.“ Rainer Goepfert ergänzt: „Die Sprachprobleme sind ja weiterhin da. Wenn die Erzieher*innen jetzt aber zusätzlich die Arbeit der wegfallenden Sprachfachkraft auffangen sollen, bringt sie das an ihre Grenzen – und das steigert nicht gerade die Attraktivität des Berufs.“
Michael Sacher zeigt Verständnis für Sorgen der AWO
Nachdem sich Michael Sacher vor Ort ein Bild von einer AWO-Sprach-Kita gemacht und sich die Sorgen der AWO angehört hatte, zeigte er sich verständnisvoll: „Ich kann voll und ganz nachvollziehen, dass das Ende des Förderprogramms ein großer Qualitätsverlust in der frühkindlichen Bildung mit weitreichenden Folgen wäre. Besonders ärgerlich ist, dass die Förderung so kurzfristig auslaufen soll.“ Obwohl das Thema nicht zu 100 Prozent in seinen Zuständigkeitsbereich falle, wolle er sich diesbezüglich mit seinen Kolleginnen und Kollegen austauschen. „Hierbei geht es nicht darum, der AWO einen Gefallen zu tun, sondern die Chancengleichheit und die Qualität der frühkindlichen Bildung aufrechtzuerhalten.“
Für die AWO war das Treffen damit schon ein Erfolg: „Uns ist es wichtig, auf das Thema aufmerksam zu machen und alles in unserer Macht Stehende zu tun, um das Ende des Programms zu verhindern“, sagt Rainer Goepfert. „Und wenn wir am Ende zum Protestieren auf die Straße gehen müssen, dann werden wir auch das tun!“
Erlös aus Matinée und Comedytheater zum Frauentag am 28. August verplant
Wenn sich am Sonntag, 28. August, die Besucher*innen des Internationalen Frauentages auf ihren Plätzen im Treffpunkt niederlassen, um zunächst das Comeytheater „Lennhardt + Lennhardt“ mit ihrem Programm „Frisiert und aufgemöbelt“ sowie anschließende Begegnungen zu genießen, haben sie längst etwas Gutes getan: Denn ein Teil des Erlöses der Eintrittskarten ist für Mädchen und Frauen in Bergkamen bestimmt.
Genauer: Die eine Hälfte des Geldes erhält traditionell das Bergkamener Mädchen- und Frauennetzwerk, die andere Hälfte ist in diesem Jahr für ein Projekt des Frauenforums im Kreis Unna im Rahmen von Präventionsarbeit bestimmt. Dies entschied das Bergkamener Frauentagsteam gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten Martina Bierkämper während des letzten Treffens vor dem Frauentag in der Stadtbibliothek.
Zuvor hatte Britta Buschfeld, neue geschäftsführende Vorständin des Frauenforums im Kreis Unna, über jene Zielgruppe junger Frauen berichtet, denen das Geld nun ebenfalls teils zugute kommen soll. „Um mehr Frauen in MINT-Berufe zu vermitteln, werden wir ein Projekt starten, das Mädchen und Frauen mit Abschluss innerhalb einer neunmonatigen Schulung diesen Einstieg bereits ermöglicht“, kündigte Britta Buschfeld an.
MINT steht für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik und nach Angaben Britta Buschfelds ist auf der einen Seite sowohl der Bedarf als auf der anderen auch das Interesse der jungen Frauen und Mädchen da, einen technischen Beruf auszuüben. Das Frauentagsteam jedenfalls will das neue Projekt nun mit einem finanziellen Beitrag unterstützen.
Der Kartenvorverkauf über die Gleichstellungsstelle unter Tel. 02307/965-339 oder m.bierkaemper@bergkamen.de und die Geschäftsstellen der einzelnen Fraktionen läuft bereits, zudem werden Karte wie gewohnt an der Tageskasse angeboten. Der Preis für eine Karte beträgt 10 Euro und beinhaltet wahlweise u.a. ein Kaltgetränk, eine Waffel und Sekt.
Erster Kaffeeklatsch nach der Sommerpause: Kuchen, Kaffee und Gemütlichkeit
Kaffeeklatsch im Kulturzentrum der alevitischen Gemeinde in Bergkamen-Weddinghofen. Foto: Stadt Bergkamen
Tolle Stimmung beim „Kaffeeklatsch“ in der alevitischen Gemeinde in Bergkamen-Weddinghofen: Rund 90 ältere Menschen waren der Einladung der Stadt Bergkamen gefolgt und angesichts der geselligen Stimmung sichtlich begeistert. „Das war wirklich klasse“, fassten den gelungenen Nachmittag viele zusammen und meinten damit auch die gespendeten, selbst gebackenen Kuchen und die musikalischen Darbietungen.
Der nächste Termin für den „Kaffeeklatsch“ steht bereits fest: Am Sonntag, 11. September, geht es im Martin-Luther-Haus von 14.30 bis etwa 17.00 Uhr wieder um Kaffee, Kuchen und Geselligkeit. Ein neues Duo – Andy & Lucia – wird den Nachmittag mit Musik und Gesang gestalten. Aus organisatorischen Gründen bittet die Stadt Bergkamen alle Interessierten wie gewohnt um eine Anmeldung bei Thomas Lackmann, telefonisch unter 02307/965-433 oder per E-Mail an t.lackmann@bergkamen.de.
Selbsthilfegruppe „Pflegende Angehörige“ trifft sich in Alevitische Begegnungszentrum in Weddinghofen
Die Selbsthilfegruppe „Pflegende Angehörige“ trifft sich in Bergkamen an jedem letzten Montag eines Monats. Der Treffpunkt ist nicht mehr die Kapelle Heil oder Haus Am Nordberg, sondern das Alevitische Begegnungszentrum in Bergkamen-Weddinghofen, Buchfinkenstraße 8. Zu dem nächsten Treffen, das am 29. August 2022 um 15.00 Uhr beginnt, wird Frau Krabbe die Gesprächsleitung haben und durch den Nachmittag führen.
Für das Treffen am Montag, 26.09.2022 wurde wieder Frau Döner Demirci eingeladen. Frau Demirci war im Februar 2022 schon einmal zu Gast und bietet Schulungen zur Nachbarschaftshilfe SGB 45 XI an. An diesem Tag wird sie auf Symptome gängiger Krankheitsbilder eingehen. Auch Nichtangehörige der Selbsthilfegruppe sind herzlich willkommen.
Da pflegende Angehörige einer besonderen seelischen und körperlichen Belastung ausgesetzt sind, hat sich aus diesen Treffen ein neues Projekt entwickelt: In Zusammenarbeit mit der Band „Klabauter & Co.“ (Infos zur Band unter Facebook Klabauter & Co.) entstand „Singen für Körper, Geist und Seele“. Der Hintergrund dieses Projektes ist, durch Musik unseren Mut und unseren Antrieb wiederzufinden und uns über den Verlust von Angehörigen oder anderen traurigen Ereignissen hinweghelfen zu lassen. Gesungen werden Lieder aus der „Mundorgel“, Shantys und Evergreens.
Diese Veranstaltungen finden jeden 2. Montag eines Monats statt im Alevitische Begegnungszentrum in Bergkamen-Weddinghofen, Bachstraße 8. der Beginn ist 16.00 Uhr und die Veranstaltung ist offen für alle Menschen, die gerne singen oder zuhören möchten.
Der nächste Termin ist Montag, 08. August 2022. Vor Beginn der Veranstaltung werden Textheft verteilt, damit auch jede(r) mitmachen kann.
Jobcenter erweitert digitales Angebot: Was Kunden ab sofort online erledigen können
Auf www.jobcenter.digital können Kundinnen und Kunden des Jobcenters Kreis Unna nicht nur Anträge auf Arbeitslosengeld II stellen, sondern ab sofort auch Anträge für die Erstattung von Bewerbungskosten oder Anträge für das sogenannte Einstiegsgeld stellen.
Seit Mitte 2019 können Kundinnen und Kunden des Jobcenters den Antrag auf Arbeitslosengeld II oder den Weiterbewilligungsantrag schon online stellen. Auch Veränderungen der persönlichen Lebensumstände können online auf diesem Weg mitgeteilt werden.
Ab sofort bietet www.jobcenter.digital noch mehr Möglichkeiten:
Antrag auf Erstattung für Bewerbungskosten
Ab sofort können auch Anträge zur Förderung aus dem Vermittlungsbudget online gestellt werden. Hierzu zählt z.B. der Antrag auf Erstattung für Bewerbungskosten oder für Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch.
Einstiegsgeld – für einen guten Übergang in eine Beschäftigung
Kundinnen und Kunden, die eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen und damit Ihren Lebensunterhalt zukünftig selbst bestreiten, können das sogenannte Einstiegsgeld beantragen.
Denn eine Arbeitsaufnahme ist oft auch mit Mehrkosten verbunden. Dazu gehören z.B. Fahrkosten, Verpflegung auf der Arbeit oder neue Bekleidung für den Job. Damit der Übergang in eine Beschäftigung gut gelingt, können Kundinnen und Kunden für die ersten Monate eine
finanzielle Unterstützung beantragen. Das Einstiegsgeld kann ab sofort auch online beantragt werden.
Onlineservice nutzen? Jetzt anmelden!
Wer den Onlineservice nutzen möchte, kann sich ganz einfach unter www.jobcenter.digital anmelden. Haben Sie hierzu Fragen? Dann wenden Sie sich an Ihre/-n persönliche/-n Ansprechpartner/-in im Jobcenter Kreis Unna.
IHK zu Dortmund zum Start des Ausbildungsjahres: Zahl der Ausbildungsverträge gestiegen
Fast ein Viertel mehr Ausbildungsverträge im Vergleich zu 2021 und sogar etwas mehr als im Vor-Coronajahr 2019 meldet die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund zum traditionellen Start des Ausbildungsjahres. „Diese aktuellen Ausbildungszahlen machen Hoffnung“, freut sich IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber. „Gerade in diesen herausfordernden Zeiten sind sie ein starkes Signal dafür, dass die Unternehmen zuversichtlich in die Zukunft schauen.”
Nach den Herausforderungen in den vergangenen beiden Coronajahren meldet die IHK zu Dortmund 3.494 Ausbildungsverträge zum Start des neuen Ausbildungsjahrs, ein Plus von 667 (23,6 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. Gegenüber 2019 ergibt sich Stand 1. August immerhin ein Plus von 142 Verträgen (4,2 Prozent). Schreiber: „Ich bin daher zuversichtlich, dass wir bis zum Ende des Jahres auch wieder das Niveau der Vor-Coronazeit erreichen können.“
Schreiber betont die guten Startchancen für junge Menschen: „Beruflich ausgebildete Fachkräfte werden gebraucht und gesucht. Die Generation, die derzeit in den Ruhestand einsteigt, wird eine große Lücke hinterlassen. Junge Menschen, die jetzt in die Ausbildung starten, haben nach ihrem Abschluss eine starke Verhandlungsposition zum Start in ihre Berufskarriere.“
Die IHK zu Dortmund hofft, dass in den kommenden Monaten noch viele weitere Ausbildungsverträge geschlossen werden. „Im Prinzip ist es nie zu spät für eine Ausbildung. Wer seine Ausbildung bis spätestens zum 1. Oktober beginnt, schafft es in der Regel am Ende der Ausbildung noch mit den August-Startern in die Abschlussprüfung“, erläutert Schreiber. Für alle, die noch nicht fündig geworden sind, hat der IHK-Hauptgeschäftsführer einen weiteren Tipp: „Wer schon weiß, welcher Beruf für die eigene Ausbildung in Frage kommt, findet in der IHK-Lehrstellenbörse passende Stellen in der Nähe.” Allein im Bezirk der IHK zu Dortmund mit den Städten Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna sind für das Ausbildungsjahr 2022 noch fast 200 offene Ausbildungsplätze gelistet. Weitere Infos dazu unter https://www.ihk-lehrstellenboerse.de/
Sommerpause sorgt für mehr Arbeitslose: Viele Ausbildungsabsolventen und Betriebsferien
Im Kreis Unna erhöhte sich der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 515 auf 15.776. Im Vergleich zu Juli 2021 reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 460 (-2,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote stieg entsprechend um 0,2 Punkte auf 7,4 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 7,2 Prozent. In Bergkamen fällt der Anstieg mit 19 Personen und 0,9 Prozent im Kreis Unna noch am geringsten aus. Insgesamt suchen in der Nordbergstadt 2.251 Frauen und Männer einen Job.
„Der Arbeitsmarkt hat sich im Juli gemäß unseren Erwartungen entwickelt, der aktuelle Anstieg von über 500 Arbeitslosen lässt sich dabei im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurückführen“, beschreibt Agenturchef Thomas Helm die Lage im Kreis Unna. „Im Sommer beenden viele junge Menschen die Schule und strömen für eine kurze Zeit auf den Arbeitsmarkt, bevor sie eine Ausbildung beginnen, die Schullaufbahn fortsetzen oder sich beruflich orientieren. Hinzu kommt, dass die Hauptferienzeit auch in Betrieben oft für Betriebsferien genutzt wird, während der kaum Neueinstellungen vorgenommen werden. Diese saisontypische Entwicklung tritt jährlich zu dieser
Zeit ein. Verstärkt wird sie jetzt durch die Aufnahme weiterer ukrainischer Flüchtlinge in die Grundsicherung und damit in die Arbeitslosenstatistik.“ Da es sich im Juni noch um eine Untererfassung gehandelt habe, sei ihre Zahl im Juli noch einmal angestiegen. Insgesamt geht Thomas Helm davon aus, dass der Herbst eine Belebung des Arbeitsmarktes mit sich bringt, allerdings unter dem Vorbehalt von Lieferschwierigkeiten und Energiekrise.“
Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In allen Kommunen des Kreises Unna erhöhte sich die Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat. Den geringsten Anstieg verzeichnete Bergkamen (+0,9 Prozent bzw. 19 auf 2.251). Danach folgen Selm (+1,0 Prozent bzw. neun auf 909), Schwerte (+2,7 Prozent bzw. 39 auf 1.508), Werne (+3,1 Prozent bzw. 27 auf 903), Lünen (+3,2 Prozent bzw. 141 auf 4.614), Bönen (+4,0 Prozent bzw. 27 auf 697), Unna (+4,2 Prozent bzw. 80 auf 1.997), Fröndenberg (+5,1 Prozent bzw. 28 auf 576), Kamen (+5,5 Prozent bzw. 96 auf 1.855) und Holzwickede (+11,6 Prozent bzw. 49 auf 471).