Warnstreik am Donnerstag: Kreisverwaltung bleibt geschlossen

Im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft Verdi Warnstreiks im Kreis Unna angekündigt. Für Donnerstag, 2. März sind auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung aufgerufen, sich daran zu beteiligen.

Da davon auszugehen ist, dass auch Beschäftigte des Kreises dem Aufruf folgen, bleiben das Kreishaus in Unna und sämtliche Nebenstellen der Kreisverwaltung am Donnerstag für den Publikumsverkehr geschlossen. Bereits vereinbarte Termine werden abgesagt.

Nicht von dem Warnstreik betroffen ist übrigens die Erreichbarkeit der Rettungsleitstelle über die bekannte Notrufnummer 112. PK | PKU




Ausbildung und Studium in der Pflege

Die Pflege hat sich zur Beschäftigungsbranche der Zukunft entwickelt und der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften steigt stetig. Wer hilfsbedürftige Menschen betreuen oder pflegen und sie bei der Bewältigung ihrer alltäglichen Herausforderungen unterstützen möchte, findet in der Branche zahlreiche Beschäftigungsfelder.

Doch welche persönlichen körperlichen wie psychischen Eigenschaften sind für die tägliche Arbeit als Pflegefachmann/-frau besonders wichtig? Und welche Zukunftschancen und Entwicklungsmöglichkeiten bietet die Branche? Über die Zugangs-, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten in dem Beruf des/der Pflegefachmanns/-frau sowie über die dualen Studiengänge in der Pflege informiert am Donnerstag, dem 02. März die Personalabteilung des St. Marien-Hospitals Hamm gGmbH in einer Telefonsprechstunde von 16:00 – 18:00 Uhr.

Eine Voranmeldung ist erforderlich im BiZ unter 02381 / 910-1001 oder per E-Mail unter Hamm.BIZ@arbeitsagentur.de




Auszeit für Familien mit geringem Einkommen: Reisedienst der Diakonie nimmt jetzt Anträge entgegen

Einen gemeinsamen Urlaub können sich besonders Familien angesichts steigender Preise in manchen Fällen derzeit nicht mehr leisten. Das Familienministerium NRW möchte deshalb Familien mit geringem Einkommen dabei helfen, gemeinsam eine Auszeit vom Alltag zu erleben. Ab sofort kann ein Familienurlaub über den Reisedienst der Diakonie Ruhr-Hellweg beantragt werden.

Mit 4,5 Millionen Euro fördert Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr das Programm „Familienzeit NRW“, das gemeinsame Zeit in Familienferienstätten ermöglicht. Vorrangig sind Reisen in Nordrhein-Westfalen möglich, können aber auch bundesweit oder in für Familien geeigneten Jugendherbergen (ausschließlich in Nordrhein-Westfalen) stattfinden. Inbegriffen sind Vollverpflegung und verschiedene familienfreundliche, pädagogisch begleitete Freizeitangebote. Die Familien sollen den Alltag hinter sich lassen und die gemeinsame Zeit genießen können. Auch die Anreisekosten per Bahn können übernommen werden.

„Unsicherheiten angesichts der Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, die Folgen der Pandemie und der Umgang mit steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten – all das trifft Familien im besonderen Maße und kostet viel Kraft“, sagt Familienministerin Josefine Paul. „Aber auch die Jahre der Pandemie und ihre Folgen waren und sind für viele Familien eine anhaltende Belastung. Es ist deshalb wichtig, dass Familien sich gut erholen können. Wir wollen sie mit der ‚Familienzeit NRW‘ unterstützen und ihnen einen gemeinsamen Urlaub ermöglichen.“

Ab sofort können interessierte Familien, insbesondere Alleinerziehende und kinderreiche Familien aus Nordrhein-Westfalen mit geringem Einkommen, die nach § 53 Abgabenordnung förderberechtigt sind, sowie unabhängig vom Einkommen Familien mit pflegebedürftigen Kindern oder mindestens einem Familienmitglied mit Behinderung, einen Familienurlaub in einer Familienferienstätte über den Reisedienst der Diakonie Ruhr-Hellweg e.V. unter www.familienerholung-nrw.de oder kostenfrei unter der Rufnummer 0800 0005627 beantragen.

Der Reisedienst ist bei der Berechnung und Ermittlung der Förderfähigkeit behilflich. Die Familien beteiligen sich an dem Familienurlaub mit einem Eigenanteil in Höhe von 50 Euro pro erwachsener Person und 25 Euro pro Kind. Unterhalb einer bestimmten Einkommensgrenze entfällt der Eigenanteil. Das vor Ort benötigte Taschengeld tragen die Familien selbst.

Das Programm „Familienzeit NRW“ wurde 2021 erstmals angeboten, um Familien mit geringem Einkommen während der Corona-Pandemie eine Auszeit zu ermöglichen.




Brauerei-Beschäftigte fordern Lohn-Plus – NGG: Arbeitgeber wollen „Bier-Lohn-Light-Lösung“

„Der Bierdurst ist da. Aber die Brauereien drosseln den Zapfhahn, wenn‘s um mehr Lohn geht“, so die NGG Dortmund. Foto: NGG | Tobias Seifert

Der Bierdurst im Kreis Unna ist groß: 479.700 Hektoliter Bier – das ist die „Gerstensaft-Quote“ für den Kreis Unna im vergangenen Jahr. Rein rechnerisch jedenfalls, sagt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Nach Angaben der NGG Dortmund ließen sich die Über-16-Jährigen NRW-weit im Schnitt 143 Liter Bier pro Kopf schmecken.

„Jetzt wollen auch die Beschäftigten der Brauereien in Nordrhein-Westfalen einen ‚Schluck aus der Pulle‘ – und zwar beim Lohn“, sagt der Geschäftsführer der NGG Dortmund, Torsten Gebehart. Als Brauerei-Gewerkschaft fordert die NGG für ein Jahr 430 Euro mehr pro Monat für alle Beschäftigten. Azubis sollen 150 Euro mehr bekommen. „Das Lohn-Plus muss für alle gelten – vom Brauer am Sudkessel genauso wie für die Lebensmitteltechnikerin im Labor, die die Qualitätskontrolle macht. Und für die Kauffrau im Lohnbüro genauso wie für den Lagermitarbeiter im Fasskeller“, so Gebehart.

Die rheinisch-westfälischen Brauereien drückten bei den laufenden Lohntarifverhandlungen allerdings „gewaltig auf die Bremse“: „Mit gerade einmal 2,5 Prozent in diesem Jahr und einer gleichen Lohnerhöhung in 2024 plus je einer Einmalzahlung von 1.000 Euro wollen sie eine ‘Bier-Lohn-Light-Lösung‘. Entsprechend gärt es gerade in den Belegschaften der heimischen Brauereien. Wenn das so weitergeht, haben wir bald einen ‚Knoten in der NRW-Bierleitung‘. Erste Warnstreiks hat es bereits gegeben. Weitere werden folgen“, so Torsten Gebehart. Der Geschäftsführer der NGG Dortmund wirft den Brauereien vor, die Beschäftigten „weit unter der Inflationsmarke abspeisen zu wollen“. Das ließen sich die Belegschaften der Brauereien allerdings nicht länger gefallen.

Dabei sei der Bierabsatz in Nordrhein-Westfalen mit 21.769.000 Hektolitern im vergangenen Jahr deutlich gestiegen – immerhin um 7,1 Prozent gegenüber 2021. Auch bei den Biermischungen – wie dem Radler – sei der Absatz nach oben gegangen: 1.278.923 Hektoliter waren es 2022 in Nordrhein-Westfalen – und damit 1,2 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr, so die NGG. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf aktuelle Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis).




Bildungsangebot des KI: So geht Deutsch als Zweitsprache (DaZ)

Menschen, die Deutsch als Zweitsprache (DaZ) lernen, lernen anders als Menschen, die mit der deutschen Sprache aufwachsen. Der Unterricht für sie sieht auch anders aus. Wie, will jetzt das Kommunale Integrationszentrum Kreis Unna (KI) gemeinsam mit einer DaZ-Expertin erklären und bietet einen zweiteiligen Workshop ab dem 23. März an.

Der Workshop richtet sich an pädagogisches Personal, welches Hintergrundwissen und Handwerkszeug für den DaZ Unterricht erlernen möchte. Die Veranstaltung besteht aus Modul 1 und 2. Modul 2 findet am 4. Mai statt.

In Modul 1 geht es um:

Tipps für den DaZ-Unterricht
Lehrplan und curriculare Vorgaben DaZ Niedersachsen (als Modell für NRW)
Spracherwerbsstufen
Planung von Unterrichtsreihen und Sprachfördereinheiten
Vorstellung geeigneter Unterrichtsmaterialien

In Modul 2 geht es um:

Selbsterfahrung: Lernsequenz Polnisch
Strategien zur Einführung und Übung von Wortschatz
Einsatz von Bildkarten, Wimmelbildern und Alltagsgegenständen
Ermittlung von Grammatik mit Hilfe von Chunks
Kleine Spiele und Bewegungsaktivitäten für zwischendurch

Anmeldungen sind möglich per E-Mail an ki-veranstaltungen@kreis-unna.de unter Angabe folgender Kurs-Nummer: 98000019-0623. Teilnahmebeitrag: 10 Euro. Diese und weitere Infos sind auch im Kreis Unna-Kalender unter www.kreis-unna.de/veranstaltungen zu finden. PK | PKU




Spende der Schiedsrichterkameradschaft Kamen/Bergkamen für Erdbebenopfer

Im Rahmen des letzten Schulungsabends der Schiedsrichterkameradschaft Kamen/Bergkamen hat Gruppenobmann, Chris Nielinger, eine Spendenaktion unter den teilnehmenden Schiedsrichtern organisiert. In Summe kamen 400,00 € zugunsten der Erdbebenhilfe in der Türkei und Syrien zusammen, die bereits an „Aktion Deutschland Hilft“ überwiesen worden sind.




Bilanz nach dem Warnstreik: EBB-Müllabfuhr weitgehend reibungslos

Bilanz zog das Team um Betriebsleiter Stephan Polplatz nach dem Warnstreik: für den gestrigen Dienstag, 21.02.2023, hatten die Gewerkschaften des Deutschen Beamtenbundes (dbb) in Bergkamen bei der Stadtverwaltung im Rahmen der Tarifrunde 2023 zum Warnstreik aufgerufen.

Insgesamt 27 Mitarbeiter*innen des Baubetriebshofes und Entsorgungsbetriebes (EBB) sind dem Aufruf als Mitglieder der Komba- und Straßenwärtergewerkschaft VDStra gefolgt.

Während die Müllabfuhr des EBB lediglich Einschränkungen im internen Servicebereich hatte, waren andere Bereiche des Baubetriebshofes und EntsorgungsBetrieb stärker betroffen: unter anderem zwei von drei Reinigungs-Kolonnen, das schnelle Eingreif-Team
1-2-3 Bergkamen, die Streckenkontrolle, Magazin und Schreinerei und bis auf den Leitenden Disponenten die gesamte Verwaltung der beiden Betriebe nahmen am Warnstreik teil.




Bergkamener Sportvereine spenden 2680 Euro für Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien

Die Vorsitzende der Stadtsportgemeinschaft Bergkamen, Stephanie Bierkämper/TuS Weddinghofen, hat die Bergkamener Sportvereine um Spenden für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in der Türkei und Syrien gebeten. Innerhalb einer Woche konnten 2.680,00 € an Zahlungseingängen verbucht werden, die die Stadtsportgemeinschaft an die „Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen“ überweisen wird.




Stadt Bergkamen erleichtert Menschen mit Sehbehinderung Zugang zu Online-Angeboten

Schnell, einfach und bequem – das Internet verfügt über viele Vorzüge. Allerdings haben nicht alle Menschen etwas davon. Denn wer über eine Sehbehinderung verfügt, kann mit den meisten Webseiten nur wenig anfangen. Als Dienstleister geht die Stadt Bergkamen daher neue Wege, um ihre Services möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern zugänglich zu machen. „Dank einer neuen Software ist unsere Webseite jetzt in großen Teilen barrierefrei und erreicht auch Personen mit eingeschränktem Sehvermögen“, zeigt Bürgermeister Bernd Schäfer, dass sich soziale Verantwortung und Wirtschaftlichkeit nicht widersprechen.

Die eigens angeschaffte Software verbessert den Zugang zur städtischen Webseite deutlich. So können die Nutzerinnen und Nutzer mehr als 25 Funktionen nutzen, um die städtischen Online-Angebote ihren individuellen Bedürfnissen anzupassen. Beispielsweise indem sie die Schrift vergrößern, den Kontrast verstärken, den Umfang der einzelnen Funktionen verändern und aus verschiedenen Filtern für Farbenblindheit auswählen. „Der Anspruch ist, dass alle Bürgerinnen und Bürger auf unsere Services zugreifen können“, betont Thomas Lackmann, bei der Stadt Bergkamen unter anderem zuständig für Inklusion und Seniorenarbeit.

„Barrierefreies Internet ist in einer Gesellschaft, die in rasantem Tempo altert und dabei gleichzeitig immer vielfältiger wird, die wichtigste Grundlage, um erfolgreich zu kommunizieren“, unterstreicht Lackmann. Weitere Maßnahmen zur Umsetzung einer barrierefreien Webseite sollen daher folgen. Eine gute Bedienbarkeit erhöhe damit auch die Zufriedenheit mit Online-Angeboten. Für weitere Informationen zur städtischen Webseite steht er gerne zur Verfügung. Telefonisch unter 02307/965-433 (vormittags von montags bis freitags) und per E-Mail an t.lackmann@bergkamen.de




Warnstreikaufruf im öffentlichen Dienst in Bergkamen: EBB vermutlich betroffen

Für den morgigen Dienstag, 21. Februar, haben die Gewerkschaften des Deutschen Beamtenbundes (dbb) in Bergkamen bei der Stadtverwaltung im Rahmen der Tarifrunde 2023 zum Warnstreik aufgerufen.

Inwieweit die Mitarbeiter*innen des Baubetriebshofes und Entsorgungsbetriebes (EBB) diesem Aufruf als Mitglieder der Komba- und Straßenwärtergewerkschaft VDStra diesem Aufruf folgen ist nicht absehbar.

Für eventuell eingeschränkte Leistungsangebote und eine reduzierte Erreichbarkeit der vorgenannten Betriebe wird seitens der Betriebsleitung bereits jetzt um Verständnis gebeten.




Erinnerungen an die 405 Todesopfer auf Grimberg 3/4 bleiben bleiben auch nach 77 Jahren weiterhin wach

Gedenkfeier am Ehrenmahl für die Todesopfer des Grubenunglücks am 20. Februar 1946 auf Grimberg 3/4.

Auch nach 77 Jahren sind die Erinnerungen an das größte Unglück im deutschen Steinkohlenbergbau am 20. Februar 1946 auf der Zeche Grimberg 3/4 in Weddinghofen immer noch wach.

Seit der Einweihung des großen Denkmals auf dem Weddinghofer Waldfriedhof am 20. Februar 1952 laden der Knappenverein und die IG BCE-Ortsgruppe dorthin zu einer Gedenkfeier ein. 405 Tote waren nach der Schlagexplosion zu beklagen, beichtete der Ehrenvorsitzende des Knappenvereins Heiner Hollin. Lediglich 64 Grimberg-Kumpel konnten lebend geborgen werden. Eine wirkungsvollere Rettungsaktion verhinderte unter anderem die schlechte Ausrüstung der Grubenwehren.

Bürgermeister Bernd Schäfer erinnerte daran, dass sieben Kumpel infolge einer Gasexplosion am 15. April 1992 ihr Leben lassen mussten. Schäfer  betonte, dass die Stadt Bergkamen und deren Brügerinnen und Bürger dieses Grubenglück 1946 nie vergessen würden.

Vorher war es eber bereits auf Grimberg 3/4 zur Katastrophe gekommen: Am 11. September 1944 starben durch eine Explosion unter Tage 105 Menschen. Die meisten waren Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus der damaligen Sowjetunion. Sie wurden auf dem sogenannten Russenfriedhof am Pantenweg beigesetzt.

Ursache dieser Explosion war vermutlich der Ausfall der Bewetterung, weil das Kraftwerk auf der benachbarten Zeche Grimberg 3/4 bei einen Luftangriff der Alliierten auf die Chemischen Werke Bergkamen am selben Tag zerstört wurde. Durch den Luftangriff wurden zahlreiche Gebäude der Gemeinde Bergkamen zerstört und viele Bewohner verloren ihr Leben.