Runder Tisch gegen häusliche Gewalt: Fachtag ,,Opferarbeit“

Die Teilnehmenden vor dem Veranstaltungsort. Foto: Kreis Unna

Austausch untereinander, Vernetzung und die Arbeit der Kooperationspartner besser verstehen – das war das Ziel eines Fachtages des Runden Tisches gegen Häusliche Gewalt im Kreis Unna. Diesmal stand im Mittelpunkt der Veranstaltung das Thema „Opferarbeit“. Das Treffen fand am 18. April auf Haus Opherdicke statt.

„Diesmal haben wir den Schwerpunkt Opferschutz in den Blick genommen und die Bedeutung des Themas aus Sicht unterschiedlicher Institutionen diskutiert“, so Nadia Sert, Leiterin der Frauen- und Mädchenberatungsstelle und eine von drei Koordinatorinnen des Runden Tisches, die die Moderation des Tages übernahm. Auch Leonie Engelhardt, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Unna sowie Katja Sahmel, Gleichstellungsbeauftragte der Kreisstadt Unna freuten sich über das große Interesse am Thema.

Rund 40 Akteurinnen und Akteure waren vor Ort, darunter auch Polizeihauptkommissarin und Opferschutzbeauftrage Ute Hellmann, die in den polizeilichen Opferschutz einführte. Oberamtsanwältin Sabine Eickhölter von der Staatsanwaltschaft Dortmund und Kathrin Dannehl, Richterin am Amtsgericht Unna referierten über die juristische Sicht.

Ablauf kennen
Anhand eines konkreten Fallbeispiels erklärten die Referentinnen das Vorgehen von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht bei häuslicher Gewalt und sprachen über die Rechte der Beteiligten und mögliche Hürden. Die Teilnehmenden hatten zahlreiche Fragen zur Bedeutung des Strafantrages, zum Begriff „öffentliches Interesse an der Strafverfolgung“ und den Schwierigkeiten für das Strafverfahren, wenn Geschädigte schließlich doch nicht aussagen, sondern von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen.

Reinhard Streibel stellte als Leiter der Außenstelle Unna, den Anwesenden die Opferschutzorganisation „Weißer Ring“ vor. Kern der Arbeit des WEISSEN RINGS ist die ehrenamtliche Opferhilfe vor Ort.

Leidenschaftlich setzten sich bei der anschließenden Podiumsdiskussion Britta Discher von der Kinderschutzambulanz im Lebenszentrum Königsborn und Sandra Piccinno vom Fachbereich Familie und Jugend des Kreises Unna für Kinderrechte in Fällen häuslicher Gewalt ein.

Michelle Taubert, Leiterin des Frauenhauses im Kreis Unna und Regina Kroll-Markowski vom Jobcenter Kreis Unna diskutierten über bürokratische Hürden bei der Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen.

Sie alle eint das Ziel, gemeinsam mehr zu erreichen. Durch besseres Verständnis für die Arbeit der unterschiedlichen Organisationen und bessere Vernetzung kann in der Folge Opfern häuslicher Gewalt besser geholfen werden. PK | PKU




Nachtreffen zum Internationalen Frauentag 2023: Spenden für Mädchen- und Frauenarbeit in Bergkamen

Mit einer großzügigen Spende für die Mädchen- und Frauenarbeit in Bergkamen und dem traditionellen Rückblick rundet das Bergkamener Frauentagsteam die Aktivitäten zum diesjährigen Frauentag ab. Dazu lädt die Gleichstellungsbeauftragte Martina Bierkämper alle an diesem Tag zum Thema „Wichtiger denn je“ beteiligten und engagierten Frauen zum Nachtreffen ein.

Dieses findet am Dienstag, 25. April 2023, ab 18 Uhr im Stadtmuseum statt. Traditionell erfolgt zu dieser Gelegenheit auch die offizielle Scheckübergabe, die Empfängerinnen werden einen kleinen Einblick in die Verwendung der Spende geben. Der Erlös des Internationalen Frauentages kommt lokalen Gruppen oder Vereinen zugute, die sich für die Situation von Frauen und Mädchen stark machen.

Den diesjährigen Erlös in Höhe von insgesamt 1.375 Euro teilen sich das Bergkamener Mädchen- und Frauennetzwerk sowie die Awo-Beratungsstelle Schwangerschaft, Familie + Sexualität. Im Anschluss an die Scheckübergabe ist noch ein gemütlicher Teil mit einem kleinen Imbiss vorgesehen. Und natürlich wird an diesem Abend der diesjährige Frauentag reflektiert, um die ersten Weichen für die Planung des Frauentages 2024 zu stellen.




Weiterer Hilfsmitteltransport für Erdbebenopfer macht sich auf den Weg nach Silifke

Für die Verletzten aus dem türkisch-syrischen Erdbebengebiet, die Unterschlupf in der Bergkamener Partnerstadt Silifke gefunden haben, wurde durch Bürgermeister Schäfer zu einer Sachspendenaktion aufgerufen.

Einen Partner fand die Stadt im Sanitätshaus Tingelhoff, das vier Filialen im Kreis Unna unterhält und gerne bereit war, medizinische Hilfsmittel aus seinem Bestand zu spenden. Für das Sanitätshaus ist diese Spendenaktion dabei keineswegs eine Premiere: Bereits vor einigen Jahren beteiligten die Dortmunder sich an einer Hilfslieferung in die Türkei, damals noch unter der Regie des Unternehmensgründers Bernd Tingelhoff. Menschen in Not wann immer möglich auch über die eigene Region hinaus zu helfen, ist auch der neuen Geschäftsleitung in Form der Geschwister Nils Tingelhoff, Kira Tingelhoff und Pia Zahn ein großes Anliegen.

Nicht zuletzt deshalb kann die Spendenaktion für die Menschen in Silifke auch dieses Mal als voller Erfolg betrachtet werden. Die Helfer konnten die beachtliche Menge von rund 100 Rollstühlen zusammenbringen. Und nicht nur Rollstühle können nach Silifke geliefert werden, sondern auch Rollatoren, Toilettenstühle und andere Hilfsmittel.

„Ich bedanke mich beim Sanitätshaus Tingelhoff für die Unterstützung und danke auch allen Bergkamenerinnen und Bergkamenern, die diese Aktion unterstützt haben“, so Bürgermeister Schäfer bei seinem Besuch bei der Firma Tingelhoff in Dortmund.

Die Hilfsmittel wurden in Essen durch Herrn Isak Cirak, der aus Silifke stammt, für den Transport vorbereitet. Von dort aus werden sie im Augenblick mit einer Spedition nach Silifke gebracht.




Als dreifache Mutter bald gesuchte Pflegefachkraft: Pflegeschule der Werkstatt erfolgreich gegen Personalmangel

Miguel Bremkes, Sandra Szczerbal und Fatma Sezer (v.l.) qualifizieren sich zur Pflegefachkraft – hier mit dem stellv. Schulleiter Jürgen Schilling. (Bild: Werkstatt im Kreis Unna)

Als alleinerziehende Mutter mit drei Kindern noch eine Ausbildung zur Pflegefachkraft machen – und das zusätzlich zur Arbeit in der ambulanten Pflege: „Hey, das geht. Kommt hierher“, sagt Fatma Sezer (38). Sie ist eine von 50 Schüler*innen in der staatlichen anerkannten Pflegeschule der Werkstatt im Kreis Unna. Im Oktober startet der neue Kurs mit 25 Teilnehmer*innen in der „generalistischen“ Pflegeausbildung. Nach der dreijährigen Ausbildung können die Schüler*innen bei der Pflege von Menschen aller Altersgruppen und in allen Versorgungsbereichen aktiv werden: in Krankenhäusern, stationären Pflege-einrichtungen und in der ambulanten Pflege.

In all diesen Bereichen werden dringend Fachkräfte gesucht. Und die Pflegeschule der Werkstatt bildet diese erfolgreich seit 2015 aus: „Unser Angebot richtet sich an alle Arbeit suchenden, mindestens 16-jährigen Frauen und Männer der Region, gerade auch an Menschen, die schon länger arbeitslos sind“, erklärt Doro Rengers, Abteilungsleiterin der Werkstatt. Die Ausbildung besteht aus dem theoretischen Teil, der in der Pflegeschule der Werkstatt an der Oberen Husemannstraße in Unna, absolviert wird. Die praktische Ausbildung übernimmt federführend eine der zahlreichen Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser der Region, die mit der Werkstatt partnerschaftlich zusammenarbeiten. Mit dieser Einrichtung schließen die Pflegeschüler*innen den Ausbildungsvertrag ab, erklärt Jürgen Schilling, stellvertretender Schulleiter der Pflegeschule. 100 Altenpflege-Fachkräfte, die in den vergangenen acht Jahren die Ausbildung absolvierten, hatten sofort einen Arbeitsplatz – häufig in ihrer Praxisstelle.

Darauf setzt auch Fatma Sezer, die im Oktober die Abschlussprüfung absolvieren wird. „Ich wollte schon immer Krankenschwester werden.“ Gleiche Kunde von Sandra Szczerbal (44), ebenfalls Mutter von drei Kindern, die nach zehn Jahren als Pflegeassistentin in der Altenpflege jetzt auch Pflegefachkraft werden will. Was sie an der Pflegeschule der Werkstatt schätzt: Nicht nur kleine Lerngruppen und erfahrene Lehrkräfte, sondern auch Rücksicht auf die Anforderungen von Müttern und Vätern: „Wir haben jetzt
noch ein vierjähriges Kind, da kommt manchmal schon was dazwischen.“

Gegen Studium oder die Ausbildung zum Notfallsanitäter hat sich auch Miguel Bremkes (21) entschieden. Auch er absolviert jetzt die Ausbildung zur Pflegefachkraft. Die Arbeit als Aushilfe am Wo-chenende in einem Wickeder Seniorenzentrum gab den Schub: „Ich möchte mit und für Menschen arbeiten.“ Noch ein Jahr Ausbildung liegt vor ihm – und danach? Aus der Altenpflege vermutlich als Fachkraft in ein Krankenhaus will der 21-jährige wechseln. Alle drei eint die Meinung: Mehr Kräfte sollten in allen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen eingestellt und finanziert werden.

Auch wenn dies noch nicht erreicht ist – vom Berufsweg lassen sie sich nicht abhalten. Dafür sorgt auch die Pflegeschule und die besonderen Ausbildungsatmosphäre, lobt Miguel Bremkes: „Die machen einen Super Job.“ Auch in der Ausstattung: Die Räume der früheren Katharinenschule an der Unnaer Husemannstraße sind gerade frisch renoviert. Smartboards in den Klassenräumen und Laptops gehören dazu, ein grüner Außenbereich wird bald zur Entspannung einladen. Und die Berufsperspektiven für erfolgreiche Absolvent*innen seien sicher, sagen Doro Rengers und Jürgen Schilling. Erst jüngst gratulierten sie einem früheren Schüler, der nach der Flucht aus Bosnien in der Pflegeschule durchgestartet war. Er ist jetzt Pflegedienstleiter einer großen Einrichtung in Ostwestfalen.

Weitere Informationen erhalten Interessent*innen in der Pflegeschule unter Tel. 02303-98190-38 oder unter www.werkstatt-im-kreis-unna.de.




Internationale Wochen gegen Rassismus: Kinder der Villa Kunterbunt feierten mit Seniorinnen und Senioren

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus gab es eine gemeinsame Aktion des AWO Familienzentrums Villa Kunterbunt, dem Familienbüro der Stadt Bergkamen, dem Hermann-Görlitz-Seniorenzentrum und dem Seniorenzentrum „Haus am Nordberg“.

Viele Familien und Mitarbeiter der vier Veranstalter spendeten im Vorfeld selbst hergestellte Speisen aus ihren Herkunftsländern, die als Buffet auf dem Hof des Pestalozzihauses aufgebaut wurden. Zur Eröffnung des Festes sangen Kinder und Senioren gemeinsam alte und neue Lieder, die in den Wochen vorher einstudiert wurden.
Danach konnten sich alle Teilnehmer am Buffet bedienen und alle Speisen einmal probieren.

Diese Zeit diente auch zum Austausch untereinander, z.B. wurde sich über die Herkunftsländer unterhalten oder aber auch Rezepte ausgetauscht. Während die einen gemütlich saßen, haben die anderen die Zeit genutzt und am
aufgebauten Kreativstand ihre bunten Handabdrücke auf Leinwänden hinterlassen. Diese sollen als Erinnerung an diesen schönen Tag in den Einrichtungen verbleiben.




AWO: Qualifizierung zur pädagogischen Ergänzungskraft im Offenen Ganztag gestartet

Thorsten Schmitz begrüßt die Teilnehmenden des Qualifizierungskurses. Foto: AWO

Neben den Kindertageseinrichtungen leisten auch Offene Ganztagsschulen einen wichtigen Beitrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern. Das Arbeitsfeld in Offenen Ganztagsschulen ist dabei vielfältig. Neben der Unterstützung bei Hausaufgaben, Begleitung beim Mittagsessen, der Anleitung und Betreuung in der Freispielzeit und bei AG- Angeboten, sind die Mitarbeitenden vor Ort auch Ansprechpartner*innen für Eltern und Schule.

Den Mitarbeitenden in den Offenen Ganztagsschulen (OGS) erwartet also ein abwechslungsreicher Arbeitsbereich, der die Möglichkeit bietet, seine Stärken und Fähigkeiten im OGS Alltag mit einzubringen. Um den Ansprüchen und Herausforderungen von Kindern im Grundschulalter gerecht zu werden, ist es unabdingbar die Mitarbeitenden gut auf ihre Tätigkeiten vorzubereiten und sie bei Bedarf entsprechend zu qualifizieren.

Die AWO Ruhr-Lippe-Ems qualifiziert nicht nur ihre Fachkräfte, sondern ab sofort auch die Ergänzungskräfte ihrer 33 OGS. So hat zum ersten Mal die Qualifizierung zur pädagogischen Ergänzungskraft gestartet. Ziel der Qualifizierung ist es, den Teilnehmer*innen neben pädagogischen Kenntnissen auch die Entwicklung einer
professionellen Haltung zu vermitteln. In insgesamt sieben Modulen werden die Teilnehmer*innen in unterschiedlichen Bereichen für den OGS-Alltag qualifiziert. Vom Einblick in die Entwicklungspsychologie
von Grundschulkindern über Handlungskompetenzen im Umgang mit verhaltensaufälligen Kindern und Deeskaltionstechniken bis hin zur Dokumentationsarbeit. Diese und viele weitere spannende Inhalte werden den
Teilnehmer*innen noch bis Ende November vermittelt. Danach haben sie die Qualifizierung abgeschlossen.

Die Qualifizierung wird von dem Tochterunternehmen der AWO Ruhr-Lippe-Ems, der Bildung+Lernen, durchgeführt. Zur Auftaktveranstaltung begrüßten der Geschäftsführer der Bildung+Lernen, Thorsten Schmitz und der AWO Ruhr-Lippe-Ems Fachbereichsleiter für Jugend- und Familienhilfe, Heiko Sachtleber die Teilnehmer*innen der aktuellen Qualifizierungsrunde. „Wir bieten unseren Mitarbeiter*innen pädagogisches Rüstzeug für eine bessere Qualität in der Ganztagsbetreuung. Denn ohne gute Betreuung, keine gute Bildung.“, so Heiko Sachtleber. Alle Teilnehmer*innen freuen sich auf die spannende Zeit.




Leichte Frühjahrsbelebung: Arbeitslosenzahl in Bergkamen etwas gesunken

Im Kreis Unna sank der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 46 auf 15.422. Im Vergleich zu März 2022 stieg die Arbeitslosigkeit um 983 (+6,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 7,2 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 6,7 Prozent.

Thomas Helm

Thomas Helm, Chef der Arbeitsagentur Hamm, kommentiert das Ergebnis: „Der Kreis Unna verfügt heute über exakt 3.000 Beschäftigte mehr als noch vor einem Jahr, die Beschäftigung ist um 2,2 Prozent gestiegen. Dies ist ein deutliches Zeichen für die dynamische Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, welches auch durch die über fast alle Personengruppen sinkenden Arbeitslosenzahlen bestätigt wird. Hier bilden im Vormonatsvergleich lediglich die über 54-Jährigen eine Ausnahme. Der zum Jahresauftakt saisontypische Anstieg der Arbeitslosenquote hat sich
wieder umgekehrt, der diesjährige Rückgang liegt jedoch deutlich unter dem durchschnittlichen Rückgang der vergangenen fünf Jahre.“

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In fünf Kommunen des Kreises Unna nahm die Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat zu, in fünf Kommunen ab. Den stärksten Zugang verzeichnete Bönen (+1,2 Prozent bzw. 8 auf 691) gefolgt von Selm (+0,8 Prozent bzw. 7 auf 912), Unna (+0,5 Prozent bzw. 10 auf 1.993) Lünen (+0,4 Prozent bzw. 17 auf 4.493) und Kamen (+0,3 Prozent bzw. 6 auf 1.725). Die stärkste Reduzierung verzeichnete Fröndenberg (-3,3 Prozent bzw. -20 auf 581) gefolgt von Werne (-2,5 Prozent bzw. – 23 auf 898), Holzwickede (-2,4 Prozent bzw. -11 auf 450), Bergkamen (-1,1 Prozent bzw. -25 auf
2.202) und Schwerte (-1,0 Prozent bzw. -15 auf 1.477).




Kreissynode Unna beschließt festes Kita-Budget auf dem heutigem Stand

Auf der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Unna wurden die Weichen für die zukünftige Arbeit in den 21 Kindertagesstätten des Kindergartenwerkes gestellt. Die Synodalen entscheiden dabei mit großer Mehrheit für eine Weiterführung der Kita-Arbeit auf jetzigem Niveaus und eine schrittweise Anpassung des Umfangs der Kita-Arbeit an die mit jetzigem Finanzumfang bestehenden Möglichkeiten.

„So weitermachen können wir nicht.“ Mit diesen Worten stimmte Pfarrer Christoph Maties, Vorsitzender des KiTa-Leitungsausschusses, die Synodalen auf die notwendige Veränderung der Kita-Arbeit ein. Zurzeit unterstützt der Evangelische Kirchenkreis Unna mit ca. 1 Mio. Euro im Jahr die Kitas. Damit gelingt ein noch Ausgleich der knappen öffentlichen Förderung. Doch dieser Betrag würde in den nächsten Jahren deutlich steigen müssen, wenn die Qualität gleichbleiben soll. Dies liegt nicht zuletzt an Investitions- und Standhaltungskosten der teilweise in die Jahre gekommenen Einrichtung. Für die Zukunft musste der Kirchenkreis daher nun die Weichen stellen.

Die Synode entschied sich dafür, in den nächsten Jahren mit dem jetzigen Anteil weiterzuarbeiten. Dies sind 10,5% der Kirchensteuer, die im Kirchenkreis zur Verfügung stehen. In den nächsten Jahren wird der Umfang der Kita-Arbeit stets dieser festen Förderung angepasst. Damit dies gelingt wird in den Regionen des Kirchenkreises die Kita-Arbeit neu geplant. Wenn nötig, könnten dies zur Zusammenführung von Einrichtungen oder Gruppenreduzierungen führen, als letzte Möglichkeit wäre auch die Aufgabe einzelner Standorte sind in der Folge möglich. „Aber zunächst ist das ein Bekenntnis zu unseren Kitas. Jetzt sind wir in der Lage, in ruhigen und überlegten Schritten unsere Kita-Landschaft so anzupassen, dass wir langfristig unserem Anspruch von guter Arbeit in den Kitas gerecht werden“, so Superintendent Dr. Karsten Schneider zur Synodenentscheidung.

Vorangegangen war der Entscheidung eine engagierte Diskussion. „Wir tun dies nicht, weil wir die Kita-Arbeit nicht stärken wollten, sondern weil das Kleinerwerden von Kirche auch Folgen hat für das, was wir tun und tun können“, so eine Stimme aus dem Plenum. Mit der Entscheidung stellte sich die Synode gegen zwei andere Vorschläge, die eine Weiterführung bei steigender Kirchensteuerzuweisung oder eine Reduzierung auf zukünftig bis zu 16 Kitas vorsahen. Zukünftig wird das Kindergartenwerk für 26 Kitas zuständig sein, da die Einrichtungen in Kamen, bisher in gemeindlicher Trägerschaft, in den Trägerverbund wechseln werden.

Deutlich haben die Synodalen bemängelt, dass die jetzige Finanzierung für eine qualitativ gute Arbeit der Kindertagesstätten seitens des Landes nicht ausreiche und die einzelnen Kommunen so unterschiedliche Grundförderungen böten. Die Synode machte sich daher auch den Appell der Mitarbeitendenvertretung des Kindergartenwerkes zu eigen mit der Bitte an die Kirchenleitung, sich für eine Verbesserung der Finanzierung der Tageseinrichtungen einzusetzen.

In seinem vorangegangenen Bericht betonte Superintendent Dr. Karsten Schneider: „Das Wichtigste bleibt: dass wir nicht locker lassen bei der Verkündigung des Evangeliums. Dass wir nicht locker lassen dabei, den Menschen zu zeigen, wofür wir stehen und das wir als Kirche wichtig sind für die Gesellschaft.“ Er nahm damit Bezug auf die Berichte aus den kreiskirchlichen Arbeitsbereichen, die alle zwei Jahre der Synode vorgelegt werden. „Wir sind eine tragende Säule für gesellschaftlichen Zusammenhalt, für unsere Demokratie und für eine Perspektive der Zuversicht.“ Dies gelte gerade auch in Zeiten, wo viele Menschen die Kirche nicht mehr finanziell unterstützen oder enttäuscht seien von der Institution Kirche. Überzeugt ist Dr. Schneider: „Wir sind eine gute Gemeinschaft, mit der und auf die sich bauen lässt.“

Weiterhin nahmen die Delegierten auch den Bericht aus der Steuerungsgruppe „Klima 2040“ entgegen. Besonders die Themen Mobilität und Gebäude werden dabei zukünftig eine große Rolle spielen. Hierfür richtet der Kirchenkreis eigens eine Stelle für Klimamanagement ein. Die Anstrengungen in der Prävention sexueller Gewalt werden im Kirchenkreis noch einmal verstärkt. Die Synode beschloss die Ausweitung der hierfür bisher mit einer halben Stelle tätigen Beauftragten auf eine ganze Stelle zu erweitern. Vorgestellt wurde auch ein neues Krisenhandbuch, eine Kurzversion davon erhielten alle Synodalen. Zukünftig werden alle Mitarbeitenden damit ausgestattet, um in Krisensituationen abgestimmt und verlässlich handeln zu können. Wahlen in kreiskirchliche Gremien, eine Stellungnahme zu einem landeskirchlichen Gesetz über die Aufhebung der Altersgrenze in Leitungsgremien sowie ein Beschluss über gemeinsame Pfarrstellen mit dem benachbarten Kirchenkreis Hamm komplettierten die Tagesordnung.

Die Kreissynode ist das Parlament des Evangelischen Kirchenkreises Unna und besteht aus ca. 100 Vertreterinnen und Vertretern aus Gemeinden und kreiskirchlichen Arbeitsfeldern. Es wird geleitet vom Superintendent und kommt in der Regel zweimal jährlich zusammen.




12 neue Kindertagespflegepersonen haben ihre Prüfungen bestanden

Große Freude bei allen Beteiligten: 12 neue Kindertagespflegepersonen aus Selm, Werne und Bergkamen erhalten ihr Zertifikat.

Die Familienbildungsstätte Werne freut sich mit den 12 Kursteilnehmerinnen über deren erfolgreichen Abschluss der Grundqualifizierung zur Kindertagespflegeperson (KTPP). Nach dem neuen Curriculum des Bundesverbandes Kindertagespflege haben die Frauen aus Werne, Selm und Bergkamen ihre ersten 160 Unterrichtseinheiten und zwei Praktika absolviert.

Am 25.03.23 ist mit dem bestandenen Colloquium  der erste tätigkeitsvorbereitende Teil der Qualifizierung erfolgreich abgeschlossen und die neuen KTPP sind zur Betreuung von bis zu fünf Kindern  befähigt.

Die Qualifizierung der KTPP ist durch die Kooperation der drei Jugendämter in Selm, Werne und Bergkamen mit der Familienbildungsstätte als Bildungsträger möglich.

Die Teilnehmerinnen haben sich in der Qualifikation mit verschiedenen Schwerpunkten auseinandergesetzt, wie der frühkindlichen Entwicklung, dem kooperativen Umgang mit den Eltern, einer pädagogischen Konzeption und dem Aufstellen eines Business-Plans für ihr junges Unternehmen.

Glücklich und erleichtert nahmen alle Teilnehmerinnen ihre Bescheinigung und die guten Wünsche entgegen.




Spendenaktion der Elternschaft der Gerhart-Hauptmann-Schule für Erdbebenopfer

Eltern des Familiengrundschulzentrums Gerhart-Hauptmann-Schule haben am 17.03.2023 eine Spendenaktion für die Erdbebenopfer in der Türkei und in Syrien geplant und durchgeführt.

Organisiert wurde der Verkauf von Kaffee, Kuchen, Gebäck und vielen Spezialitäten. In der Zeit von 8:00 – 13:00 Uhr wurden diese in gemütlicher Runde in der Cafeteria der Schule den Schülerinnen und Schülern, den Eltern sowie Besuchern zum Kauf angeboten.

Auf diese Weise kamen 1.813,68 € zusammen. Der Betrag wir der Organisation I.S.A.R. Germany überwiesen.

„Wir danken den Organisatoren und Organisatorinnen sowie allen Spendern und Spenderinnen“, erklärt Schulleiterin Martina Hoppe.

 

Am Donnerstag, 30.03.2023, um 9:30 Uhr kommt das Elternteam nochmals zusammen und es soll der Gesamtbetrag bekannt gegeben werden.




Infos zu Berufen im Grünen und in der Hauswirtschaft

Wer seine berufliche Zukunft in der Natur oder in der Hauswirtschaft sucht, erfährt am Donnerstag, dem 30. März, welche Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen. Die Landwirtschaftskammer NRW informiert von 14 bis 16 Uhr in einer Telefonsprechstunde über Ausbildungsstellen, Beschäftigungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten und Verdienstaussichten.

Folgende Berufe werden vorgestellt:

  • Fachkraft Agrarservice
  • Fischwirt/in
  • Forstwirt/in
  • Gärtner/in
  • Hauswirtschafter/in
  • Landwirt/in
  • Milchtechnologe/Milchtechnologin
  • Milchwirtschaftliche/r Laborant/in
  • Pflanzentechnologe/Pflanzentechnologin
  • Pferdewirt/in
  • Revierjäger/in
  • Tierwirt/in

Infos und Anmeldung unter 02381/910-1001 oder an hamm.biz@arbeitsagentur.de.