AWO: Soziale Infrastruktur vor dem Kollaps – Geplante Kürzungen der Landesregierung hätten dramatische Folgen

Rainer Goepfert, Geschäftsführer der AWO RLE.

Ein gemeinsames Zeichen gegen die bevorstehenden Kürzungen für den sozialen Bereich, die sowohl im Landes- als auch im nächsten
Bundeshaushalt vorgesehen sind, setzen die Träger der Freien Wohlfahrtspflege am 19. Oktober vor dem Düsseldorfer Landtag. Unter dem Motto „NRW bleib sozial!“ hoffen die Träger, dass mehrere tausend Menschen kommen, um gemeinsam für die wertvolle Arbeit in den Einrichtungen einzutreten, die durch die geplanten Kürzungen stark gefährdet ist. Reduzierte Öffnungszeiten in Kitas und Offenen Ganztagsschulen sind dabei nur der Anfang der bevorstehenden Konsequenzen, sollten die Kürzungen wie geplant umgesetzt werden. Auch bei den Migrationsberatungen und anderen wichtigen Beratungsstellen werden massive Kürzungen zum Abbau von Leistungen und
Schließungen führen.

Die Träger fühlen sich von der Landes- und Bundesregierung mehr als nur im Stich
gelassen!
Es geht im wahrsten Sinne des Wortes um das pure Überleben. Es ist kurz vor 12. Die AWO Ruhr-Lippe-Ems (AWO) kann diesen Zustand, der zu Lasten von Kindern, Eltern und Mitarbeitenden geht, nicht weiter hinnehmen. Daher wird sie sich an der Demonstration der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege am 19. Oktober vor dem Düsseldorfer Landtag beteiligen. Drei volle Reisebusse werden sich am 19. Oktober von Kamen auf den Weg in die Landeshauptstadt machen. Die Veranstaltung vor Ort bildet dabei nur den Auftakt für weitere Aktionen. Die AWO wird sich so bis zum Dezember 2023, der Zeitpunkt, an dem der Landeshaushalt
voraussichtlich verabschiedet wird, für eine angemessene Finanzierung und den Erhalt der sozialen Infrastruktur einsetzen. Sie hofft dabei auch auf die rege Beteiligung und Unterstützung der Eltern. „Unser Ziel ist es mit einer großen Delegation nach Düsseldorf zu fahren, um deutlich zu machen, dass wir den Abbau sozialer Infrastruktur nicht stillschweigend hinnehmen werden. Die sozialen Einrichtung leisten wertvolle und unverzichtbare Arbeit. Und sie haben mehr verdient als das Klatschen vom Balkon in Krisenzeiten. Gute Arbeit und tarifvertragliche Bezahlung muss auch bei den Trägern auskömmlich finanziert und für die Zukunft gesichert werden.“, so Rainer Goepfert, Geschäftsführer der AWO RLE. Die AWO RLE schließt an diesem Tag die Geschäftsstellen, um den Mitarbeitenden eine Beteiligung an der Aktion zu ermöglichen. Auch aus Kitas und Offenen Ganztagsschulen werden sich viele Mitarbeitende beteiligen. Sie bleiben aber zumindest im Notbetrieb geöffnet. „Wir müssen gegenüber der Landesregierung klare Zeichen setzen. Wir sehen aktuell keine andere Möglichkeit mehr, als zu solchen Maßnahmen zu greifen.“, so Goepfert weiter. Allerdings wolle man die Familien auch nicht im Stich lassen, daher gewährleiste man zum jetzigen Zeitpunkt eine Notbetreuung, führt Goepfert weiter aus.

Beginn der zentralen Auftaktveranstaltung am 19. Oktober ist um 11:55 Uhr. Die Sammelphase der Teilnehmer beginnt um 11 Uhr vor dem Landtag in Düsseldorf. Um ein gemeinsames Zeichen zu setzen, bittet die AWO darum, sich schwarz bzw. dunkel zu kleiden. Der Sozialbereich soll sinnbildlich „zu Grabe getragen“ werden. Weitere Informationen zur Kampagne der Freien Wohlfahrtspflege NRW unter: https://www.freiewohlfahrtspflege-nrw.de/initiativen/nrw-bleib-sozial/einfuehrung




Bayer-Standort Bergkamen unterstützt Blau-Gelbes-Kreuz e.V.: Zwei Fahrzeuge für Unterstützung in der Ukraine

Martin Neumann, Chef der Werkfeuerwehr am Bayer-Standort Bergkamen (r.), überreichte am Freitag zwei gebrauchte Fahrzeuge aus dem eigenen Bestand an Linda Mai, Vorstandsvorsitzende Bau-Gelbes Kreuz e.V. (2.v.r.) Mit dabei: Standortleiter Dieter Heinz und Daniela Neuendorf vom Bayer-Spendenwesen. Foto: Bayer AG

Jeder Mensch kann Gutes tun. Und das unabhängig vom eigenen Wohnort nahezu überall auf der Welt. Das beweisen die Mitglieder des Vereins Blau-Gelbes-Kreuz e.V. Nach Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine gründeten Linda May und Daniella Rivkin den Verein, um Menschen in dem Land zu helfen. Der Bayer Standort in Bergkamen unterstützt den Verein mit zwei gebrauchten Fahrzeugen der Werkfeuerwehr.

Standortleiter Dr. Dieter Heinz ist stolz, dass der Bayer Standort in Bergkamen Vereine wie das Blau-Gelbe-Kreuz unterstützt: „Dass sich Bürgerinnen und Bürger kontinuierlich für die Menschen in der Ukraine einsetzen, finde ich sehr bemerkenswert. Ich bin davon überzeugt, dass es wichtig ist, zu helfen.“ Der Standort übergab die zwei Fahrzeuge am Freitag an den Verein.




Pflege- und Wohnberatung im Bergkamener Rathaus: Kostenfrei und neutral

Elke Möller. Foto: Max Rolke / Kreis Unna

Mit Eintritt eines Pflegefalles stehen Betroffene und Angehörige vor vielen Fragen: „Wie beantrage ich einen Pflegegrad?“, „Welche Leistungen bietet die Pflegeversicherung?“ oder „Wo gibt es Betreuungsangebote für Menschen, die an Demenz erkrankt sind?“. Informationen und Hilfe gibt es vor Ort in den Sprechstunden der Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna.

In Bergkamen-Rünthe findet die nächste Sprechstunde der Pflege- und Wohnberatung am Donnerstag, 19. Oktober, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr statt. Die Beraterin Elke Möller ist dort im Rathaus am Rathausplatz 1 im Raum 600, zu erreichen. Der Zugang ist barrierefrei und erfolgt über den Seiteneingang.

In der Beratung geht es um Fragen rund um das Thema Pflege, wie zum Beispiel zu den verschiedenen Leistungen der Pflegeversicherung oder der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Ebenfalls informiert die Beraterin über ortsnahe Betreuungs- und Pflegeangebote und deren Finanzierung. Informationen gibt es auch zu Entlastungsangeboten für pflegende Angehörige. Die Beratung ist kostenlos und anbieterunabhängig.

Um eine vorherige Terminvereinbarung unter Fon 0 800 27 200 200 (kostenfrei) wird gebeten.

Wer den Termin nicht wahrnehmen kann, später noch Fragen hat oder einen Hausbesuch vereinbaren möchte, erreicht die Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna im Severinshaus, Nordenmauer 18 in Kamen unter Fon 0 23 07 28 99 060 oder 0 800 27 200 200 (kostenfrei).

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff Pflege- und Wohnberatung). PK | PKU




Tagesstätte Startbahn feiert 25-jähriges Jubiläum: Der Anfang war in Bergkamen

Psychische Erkrankungen sind noch oft ein Tabu-Thema. Das Thema psychische Behinderung ebenso. Um Erkrankten eine Tagestruktur zu bieten, die gerade für diese Personen unfassbar wichtig ist, hat die AWO Ruhr-Lippe-Ems vor 25 Jahren die Tagesstätte „Startbahn“ gegründet. In dieser Woche feiern die Standorte ihr 25-jähriges bzw. 10-jähriges Bestehen.

1998 öffnete die erste Startbahn im Kreis Unna, in Bergkamen ihre Türen. 2006 wurde die Startbahn in Unna eröffnet, um den Bedarf an tagesstrukturierenden Angeboten im Kreis Unna zu decken. Die Eröffnung der Startbahn in Lünen erfolgte 2013. Die Startbahn in
Bergkamen wurde 2019 mit der Startbahn Lünen zusammengelegt, von 2013-2019 gab es also drei Einrichtungen. Gefeiert wurde jetzt an beiden verbleibenden Standorten. In den 25 Jahren betreute die Startbahn über 400 Menschen mit einer psychischen Behinderung.

Die Glückwünsche des Kreises Unna überbrachte Landrat Mario Löhr.

Die Nutzer*innen der Startbahnen können täglich von 8:30 Uhr- 15:30 Uhr in die Einrichtung kommen und dort an den unterschiedlichsten Angeboten teilnehmen. Die Zubereitung des Mittagessens ist dabei nur eines von vielen Angeboten, die dabei helfen
den Nutzer*innen eine Tagesstruktur zu geben.

Der Name Startbahn sei damals bewusst gewählt worden, berichtet die langjährige Einrichtungsleitung Gerda Bremkes, die sich nun nach 25 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Ziel war und ist es noch immer, den Menschen wie auf einer Start- und Landefläche von Flughäfen, eine Orientierungshilfe und Struktur zu geben und dann wieder durchzustarten.

Los ging es am 10. Oktober mit der Feier zum 10-jährigen Bestehen des Standortes in Lünen und dem Auftakt für das 25 Jubiläum der Startbahnen im Kreis Unna. Das Datum wurde bewusst gewählt, denn auf dieses Datum fällt auch der Tag der seelischen Gesundheit. „Ich bin wirklich dankbar dafür, dass wir heute hier stehen und dieses Jubiläum feiern können“, so Sabrina Vogel, stellvertretende Einrichtungsleitung. „Eine solch wichtige Einrichtung verdient es einfach gefeiert zu werden und der besondere Dank gilt natürlich dem gesamten Team für die tolle Arbeit, die ihr hier Tag für Tag leistet.“, so Sabrina Vogel weiter.

Zu den Gratulanten in Lünen gehörten neben dem Landrat des Kreises Unna, Mario Löhr, dem AWO UB RLE Vorsitzenden Wolfram Kuschke, dem stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Lünen, Daniel Wolski, viele weitere Gäste. Highlight der Veranstaltung war
dabei der Auftritt der Startbahn- Band „Flamingos on the run“. Vor rund 25 Wochen haben sich zahlreiche Nutzer*innen mit Unterstützung auf den Weg gemacht und fleißig für diesen Tag geprobt. Dabei konnte keiner der Nutzer*innen vor diesem Projekt ein
Instrument spielen. Daher war die Leistung umso bemerkenswerter. Am darauffolgenden Tag folgte dann die große Feier zum 25-jährigen Bestehen der Tagesstätten im Kreis Unna. „Nachdem wir gestern schon in Lünen gefeiert haben, möchte ich auch heute hier nochmal betonen, wie froh ich bin, dass wir dieses Jubiläum heute feiern können. Einrichtungen wie diese braucht unsere Gesellschaft, aber leider ist das Thema psychische Gesundheit oft noch ein schambehaftetes Thema, das muss sich dringend ändern.“, so Carina Feige, Einrichtungsleitung der Tagesstätte Startbahn Unna und Lünen.

„Wir haben als AWO in unseren Grundwerten Gleichheit und Toleranz fest verankert und dazu gehört aus unserer Sicht auch die Inklusion. Und wenn die Gleichheit nicht hier vor Ort gelebt wird, dann weiß ich wirklich nicht wo. Gerade in Zeiten, in denen die AFD
solche Wahlergebnisse wie in Hessen und Bayern erzielen kann, sehe ich es als unsere Aufgabe, diese Werte noch stärker in den Vordergrund zu rücken. Ich bin deshalb sehr beeindruckt und stolz, dass die Startbahn-Nutzerinnen und Nutzer in einem Film über die
AWO-Gründerin Marie Juchacz diesen Werten und Ihrer eigenen Situation nachgespürt haben“, so Rainer Goepfert, Geschäftsführer der AWO RLE. Menschen mit psychischer Erkrankung gehörten in die Mitte unserer Gesellschaft gerückt, so Goepfert weiter.

Während den Gesprächsrunden mit den Nutzer*innen, die an beiden Tagen stattgefunden hat, ist deutlich geworden, wie relevant die Einrichtung für den Genesungsprozess ist. Sie hätten dadurch die Möglichkeit ihren Alltag wieder zu strukturieren und so zu neuer Kraft zu kommen. Zu den Gratulanten in Unna gehörten neben dem stellvertretenden Landrat des Kreises Unna, Martin Wiggermann, auch der Bürgermeister der Stadt Unna, Dirk Wigant, sowie für den AWO-Unterbezirksvorstand, Wolfgang Rickert. Und auch in Unna durfte der
Auftritt der „Flamingos on the run“ natürlich nicht fehlen.

Staffelstabübergabe: Gerda Bremkes an Carina Feige
Nach 25 Jahren und der Mitbegründung der Tagesstätte „Startbahn“ hat Gerda Bremkes jetzt auch offiziell ihre Zuständigkeiten an ihre Nachfolgerin Carina Feige übergeben. Carina Feige ist bereits seit 10 Jahren im Team der Startbahn tätig und bekommt bei ihrer
neuen Tätigkeit für den Standort in Lünen tatkräftige Unterstützung von der stellvertretenden Einrichtungsleitung Sabrina Vogel. Beide möchten die Arbeit im Sinne ihrer Vorgängerin weiterführen.




Tag der psychischen Gesundheit im Kreis Unna: Aktionen, Podcast und offene Sprechstunde in Bergkamen

Psychische Erkrankungen sind im Alltag allgegenwärtig. Viele Menschen kennen jemanden oder sind selbst betroffen – für solche Situationen gibt es den Tag der psychischen Gesundheit am Dienstag, 10. Oktober. Hier können Interessierte sich zu Themen wie psychische Krankheitsbilder, Unterstützungsmöglichkeiten und Hilfsangeboten beraten lassen.

Zu diesem Anlass gibt es zwei neue Folgen des Kreis Unna Podcasts: „Unerhört vielfältig“. Die neuen Folgen behandeln die Themen Depression und Alkoholismus. Beide Folgen sind gemeinsam mit dem Sozialpsychiatrische Dienst (SPDi) entstanden.

Der SPDi ist für die Besucher und Besucherinnen an mehreren Stellen im Kreisgebiet vor Ort und bietet vor allem freie und offene Sprechstunden an.

Veranstaltung in Unna
Im Gesundheitshaus Unna an der Massener Straße 35 gibt es eine Veranstaltung um 16.30 Uhr zum Thema „Unterstützungsbedarf nach Corona“. Zusätzlich wird eine Austauschrunde veranstaltet, mit Mitarbeitenden aus dem Sozialpsychiatrischen Dienst, der Selbsthilfe und der Kontaktstelle, mit der Möglichkeit persönliche Gespräche zu führen.

Offene Sprechstunden
An mehreren Standorten werden offene und kostenlose Sprechstunden angeboten. Hier können sich Interessierte und auch Betroffene über psychische Gesundheit und psychische Erkrankung informieren. Vor Ort sind Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen, ärztliches Personal sowie Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen und beraten über Krankheiten und Hilfsangebote.

An folgenden Standorten werden offene Sprechstunden angeboten:

Gesundheitshaus Unna, Massener Straße 35 von 14 bis 16 Uhr
Gesundheitsamt Lünen, Victoriastraße 5 von 10 bis 12 Uhr
Gesundheitshaus Lünen, Am Roggenmarkt 18-20 von 10 bis 12 Uhr
Wohnungslosenhilfe der Diakonie in Lünen, St. Georg-Kirchplatz 4a von 11 bis 12 Uhr
Tagesstätte Lünen, Freiligrathstraße 3 von 14 bis 17 Uhr
Gesundheitsamt Schwerte, Kleppingstraße 4 von 9 bis 12 Uhr
Gesundheitsamt Bergkamen, Am Wiehagen 33 von 14 bis 16 Uhr




Altkleidersammlung für Bethel

Altkleidersammlung für Bethel: Gesammelt wird in der Ev. Martin-Luther-Kirchengemeinde Bergkamen vom 18.10.-24.10.2023 jeweils von 10.00-18.00 Uhr.

Abgabestellen:

  • Oberaden: hinter der Martin-Luther-Kirche, Preinstraße 38 
  • Rünthe: an der Christuskirche, Rünther Str. 42


Es wird darum gebeten, die Kleiderspenden gut verpackt in die vor Ort stehenden Container zu legen. Bitte nichts davor abstellen und nur im angegebenen Zeitraum. 



SPD-Bundestagsabgeordneter Kaczmarek: Betreuung von unter 25-Jährigen bleibt bei den Jobcentern

Eine Frage, die in den vergangenen Wochen in den Kommunen sehr kontrovers diskutiert worden ist, wird nun mit einem Kompromiss aufgelöst: Die Betreuung von Arbeitssuchenden unter 25 Jahren in der Grundsicherung (SGBII) bleibt bei den Jobcentern vor Ort. Damit kommt Arbeitsminister Hubertus Heil dem Wunsch der SPD-Bundestagsfraktion und vielen Akteuren aus der Praxis nach. In den vergangenen Wochen wurden zahlreiche konstruktive Gespräche geführt, in denen Beteiligte fachliche Bedenken am Vorschlag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) erhoben haben. Am Ende stand die Bitte, eine gangbare Alternative zu suchen.

Als Beitrag zur Haushaltskonsolidierung und im Hinblick auf die Kindergrundsicherung hatte das BMAS eine Regelung in das Haushaltsfinanzierungsgesetz eingebracht, mit der die Verantwortlichkeit zur Aktivierung und Eingliederung in den Arbeitsmarkt von unter 25-jährigen von den Jobcentern auf die Agenturen für Arbeit übertragen werden soll. Damit wäre auch die Kostenträgerschaft auf den Rechtskreis SGB III übergegangen.

Jetzt liegt als gangbare Lösung der Vorschlag auf dem Tisch, stattdessen die Aufgaben der Weiterbildung und der Rehabilitation an die Bundesagenturen für Arbeit zu übertragen. Alle Leistungsberechtigten jeden Alters bleiben in der Integrationsverantwortung der Jobcenter und werden dort ganzheitlich betreut. Soweit das Jobcenter einen Weiterbildungs- oder Rehabilitationsbedarf erkennt, verweist es aber an die Arbeitsagentur.

Oliver Kaczmarek, Bundestagsabgeordneter für den Kreis Unna, begrüßt den neuen Vorschlag ausdrücklich: „Die Jobcenter vor Ort haben die beste Expertise und längste Erfahrung, um junge Menschen schnell und nachhaltig in gute Arbeit zu bringen. Es freut mich, wenn auf der Grundlage des neuen Vorschlags von Arbeitsminister Heil gemeinsam mit allen Beteiligten eine gute Lösung gesucht und gefunden wird.”




IG BCE Ortsgruppe Weddinghofen ehrte langjähriger Mitglieder für ihre Treue zur Gewerkschaft

Am vergangenen Samstag ehrte die IG BCE Ortsgruppe Weddinghofen langjährige Kolleginnen und Kollegen für ihre Treue zur Gewerkschaft.

  • Für 25 jähriges Gewerkschaftsjubiläum wurde Monika Geßner
  • für 40- jähriges Gewerschaftsjubiläum wurden Helmut Ruettger, Markus Burmeister, Andres Kischel und Michael Reinhardt
  • für 50- jährige Mitgliedschaft Christel Just
  • für 70- jährige Mitgliedschaft Rudi Föst und Erwin Grams

geehrt.

Im Rahmen einer Feierstunde im Restaurant „ Olympia „ in Weddinghofen“ gratulierten ihnen der Vorsitzende der IG BCE Ortsgruppe Weddinghofen, Mario Unger,  der stv. Bürgermeister der Stadt Bergkamen, Kay Schulte und der Gewerkschaftssekretär des neu gegründeten IG BCE Bezirkes Nordwestfalen, Timo Bergmann.

Nachdem Kay Schulte die Grußworte der Stadt Bergkamen überbrachte, dankte Timo Bergmann in seiner Festrede den Kolleginnen und Kollegen für die langjährige Zugehörigkeit in der IG BCE. Er verwies in seiner Rede darauf, wie wichtig es ist , sich sowohl in der Arbeitswelt als auch im täglichen Leben zu solidarisieren damit man gemeinsam Vieles erreichen kann. Er betonte, dass sich Gewerkschaften einmischen müssen um die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu verbessern.

Aber auch auf politische Handlungsfelder wie z.B Renten, Digitalisierung, Migration und Beschäftigung müssen die Gewerkschaften Einfluss nehmen und Lösungen vorschlagen, damit der soziale Frieden in unserem Land gewahrt bleibt.

Im Anschluss wurde den Jubilaren, deren Lebensgefährten und Gästen ein üppiges Büfett bereitgestellt. Bei kühlen Getränken und guten Gesprächen ließ man die Jubilarfeier dann ausklingen.




IHK-Ausbildungskampagne geht mit Plakataktion und frischem Social-Media-Content in die zweite Runde 

IHK-Geschäftsführerin Maike Fritzsching. Foto IHK zu Dortmund

Kaum sind diesen Herbst mehrere Hunderttausend Azubis in ihre Ausbildung gestartet, beginnt schon die Bewerbungszeit für die nächsten Jahrgänge. Auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund begleitet diese Phase im Rahmen einer groß angelegten bundesweiten Plakataktion.  

Mit Botschaften wie „Was wir mal werden wollen: stolz auf uns.”, „Unser Lieblingsfach: machen.” oder „Diese Jugend von heute. Ganz schön ausgebildet.” auf über 4.300 Plakaten in ganz Deutschland will die IHK-Organisation junge Leute aber auch deren Familien für die duale Berufsbildung begeistern. Und das ist dringend nötig. Denn auch dieses Jahr sind wieder viele tausend Lehrstellen in allen Branchen unbesetzt geblieben.  

Die Außenwerbung ist Teil der IHK-Azubi-Kampagne, die seit Frühjahr 2023 unter dem Motto „Ausbildung macht mehr aus uns“ läuft. Flankiert werden die Großplakate dort, wo viele junge Leute sowieso zu Hause sind: in den sozialen Medien. Videos wie „Ausbilder-Deutsch, Deutsch-Ausbilder” oder „Berufsschulfächer, die keiner kennt” zeigen den Azubi-Alltag mit einer großen Portion Humor und führen die bisherige Social-Media-Kommunikation fort. Seit Kampagnenstart im März berichten die neun Azubis über ihre Erlebnisse in der Ausbildung, Tipps und Tricks beim Berufseinstieg aber auch aus ihrem Leben nach Feierabend. So lädt die Kampagne die Fachkräfte von morgen dazu ein, in das „Lebensgefühl Ausbildung“ einzutauchen. Und das sehr erfolgreich: Bislang wurden die Clips (https://www.tiktok.com/@die.azubis) bereits über 18 Mio. Mal geklickt, über 25.000 Nutzer folgen den Erlebnissen der Azubis. 

Neben Außenwerbung und Social-Media-Aktivitäten setzt die IHK zu Dortmund auf zahlreiche weitere regionale Aktionen wie Beratungsangebote oder Azubi-Messen. Zudem baut die Kampagne auf die Unterstützung der Unternehmen. Denn insbesondere die mehr als 200.000 Ausbildungsbetriebe sind wichtige Multiplikatoren, um das Lebensgefühl Ausbildung zu transportieren. Ziel ist es, ein neues Bewusstsein für das Thema Ausbildung zu schaffen und so dabei zu helfen, Betriebe und den Fachkräftenachwuchs zusammenzubringen. Weitere Infos unter www.ihk.de/dortmund/koennenlernen. 




„Education For All“ (EFA) spendet der Stadt Bergkamen Computer für Geflüchtete: Acht Ziele auf einen Streich

EFA-Vorstandsvorsitzenden Dirk Fißmer (r.) bei der Übergabe der Spende an Bürgermeister Bernd Schäfer.

Sich im Leben zurechtzufinden, verlangt heute mehr denn je, digitale Anwendungen zu verstehen und sicher zu beherrschen. Viele Lebensbereiche setzen schon jetzt digitale Grundkenntnisse voraus – und es werden immer mehr. Dirk Fißmer, Vorstands-vorsitzender des Vereins „Education For All“ (übersetzt: Bildung für alle), weiß er um die Bedeutung von Bildung als Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe. Er engagiert sich bereits seit vielen Jahren für die Rechte von Bedürftigen und hat nun erneut die Initiative ergriffen, indem er der Stadt Bergkamen vier Computer für Geflüchtete spendete.

Der gebürtige Bergkamener Dirk Fißmer hat viel von der Welt gesehen. Insbesondere von solchen Ländern, die in fast allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens von modernen Standards weit entfernt sind. Als EFA-Vorstandsvorsitzender kennt er die damit verbundenen Probleme aus eigener Erfahrung und weiß, wo man ansetzen muss, um sie zu lösen: unter anderem bei der Bildung: „Dazu gehört auch die zunehmend wichtige digitale Teilhabe. Denn digital zur Verfügung gestellte Inhalte müssen für alle Menschen zugänglich sein. Sonst drohen Unfrieden und soziale Verwerfungen.“

„Dirk Fißmers Beispiel kann nicht hoch genug bewertet werden, denn Solidarität und Menschlichkeit geraten in einer Welt voller Egoismus und Populismus immer stärker aus dem Blickfeld“, dankt Bürgermeister Bernd Schäfer dem Spender für sein stetes Engagement zugunsten gesellschaftlich Benachteiligter. Was Fißmers Einsatz noch wertvoller macht: Seine Spende deckt gleich acht der siebzehn Ziele ab, welche die Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung aufgestellt haben. Das zeigt: Bildung und digitale Teilhabe sind tatsächlich der Schlüssel zum Lösen vieler Probleme.




Spielzeugbörse „Kinderkram“ ist am Samstag in der Auferstehungskirche wieder geöffnet

Die Spielzeugbörse „Kinderkram“ der ev. Friedenskirchengemeinde ist am Samstag, 30. September, in der Auferstehungskirche, Goekenheide 7 in Weddinghofen, wieder von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

„Kinderkram“ wird dieses Angebot genannt, weil hier Kinder und Erwachsene aus momentan sozial schwachen Familien kostenfrei nach Büchern und Geschenken kramen und stöbern dürfen.

Selbstverständlich kann in dieser Zeit auch neues oder sehr gut erhaltenes Spielzeug abgegeben werden. Hier sind die Organisatoren dringend auf IHRE Spenden angewiesen. Bitten Sie ihre Kinder doch einmal, die Zimmer oder Dachböden zu durchforsten. Sicher gibt es dort einige nie gelesene Bücher oder Spielzeuggeschenke, aus denen sie herausgewachsen sind.

Die Organisatoren freuen sich uns über jede Spende.