Pflege- und Wohnberatung in Bergkamen: Kostenfrei und neutral
Pflegeberaterin Andrea Schulte. Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna
Mit Eintritt eines Pflegefalles stehen Betroffene und Angehörige vor vielen Fragen. Hilfe gibt es vor Ort in den Sprechstunden der Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna. In Bergkamen findet die nächste Sprechstunde der Pflege- und Wohnberatung am Donnerstag, 17. August in der Zeit von 10 bis 12 Uhr statt.
Beraterin Andrea Schulte ist im Rathaus Bergkamen im Raum 600 zu erreichen und bietet kompetente Hilfe und Informationen an. Bei der Beratung geht es um alle Fragen zum Thema Pflege, wie zum Beispiel zu den Leistungen der Pflegeversicherung oder der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst. Hilfe bei der Antragstellung wird gegeben. Ebenfalls erhält man Informationen über Betreuungs- und Pflegeangebote und deren Finanzierung, spezielle Hilfen für Menschen mit Demenz sowie Entlastungsangebote für pflegende Angehörige.
Um eine vorherige Terminvereinbarung unter Fon 08 00 27 20 02 00 (kostenfrei) wird gebeten. Wer den Termin nicht wahrnehmen kann, erreicht die Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna im Severinshaus, Nordenmauer 18 in Kamen, unter Fon 0 23 07 2 89 90 60 oder Fon 08 00 27 20 02 00 (kostenfrei).
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff Pflege- und Wohnberatung). PK | PKU
„Zeit für mich“: Abend der Selbstfürsorge in Bergkamen
Viele Menschen kümmern sich um eine psychisch erkrankte Person in ihrem Umfeld. Der daraus resultierende Stress kann für Betroffene sehr belastend sein. Für die Stressbewältigung gibt es am Mittwoch, 30. August, um 16.30 Uhr, in den Räumlichkeiten der Kontaktstelle Sonnenstrahl, Am Wiehagen 32 (Heinrich-Martin-Heim), in Bergkamen, einen Abend der Selbstfürsorge.
Der Abend wird vom Sozialpsychiatrischen Dienst begleitet – das Motto lautet: „Zeit für mich“. Angehörige psychisch kranker Menschen sind häufig zusätzlich zu ihren eigenen Verpflichtungen stark eingebunden, um ihre psychisch erkrankten Familienmitglieder zu unterstützen, sodass das Gefühl gestresst zu sein und wenig Zeit für sich selbst zu haben, für viele gilt.
Workshops für Entspannung
In der Veranstaltung soll der Fokus ganz auf die Angehörigen selbst gerichtet werden. Es wird um Selbstachtsamkeit unterschiedliche Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung, Qigong und Klangschale gehen, die auch in Workshops durchgeführt werden.
Eine Anmeldung ist erforderlich. Interessierte können sich bis Dienstag, 15. August, für die Veranstaltung anmelden, unter:
Ruth Brouwer, brouwer@kreis-unna.de oder Fon 0 23 06 10 05 64 sowie bei Heike Stahlhut, stahlhut@kreis-unna.de oder Fon 0 23 07 9 82 00 14.
Weitere Informationen zum Sozialpsychiatrische Dienst gibt es unter www.kreis-unna.de unter dem Suchbegriff „Sucht und psychische Beratung“. PK | PKU
Austausch in Bergkamen: Pflege von Menschen bleibt (auch bürokratische) Herausforderung
Landtagsabgeordnete Silvia Gosewinkel (3.v.l.) und Angelika Chur (2. v.r.) hatten Bergkamener Pflegeanbieter und Kreispolitik im Hermann-Görlitz-Zentrum zusammengebracht.
Nach einem Praktikum der SPD-Landtagsabgeordneten Silvia Gosewinkel im Hermann-Görlitz-Seniorenzentrum der AWO in Bergkamen hatte sie gemeinsam mit Angelika Chur, Kreistagsmitglied und Vorsitzende des Kreissozialausschusses, die Initiative ergriffen, Vertreterinnen der ambulanten und stationären Pflege aus Bergkamen einzuladen.
Themen des Austausches waren die Herausforderungen für Pflegeanbieter wie steigende Energie- und Sachkosten, Fachkräftemangel sowie hohem Bürokratieaufwand. Gerade die bürokratischen Hürden standen im Mittelpunkt. Eindringlich wurde von den Praktikerinnen geschildert, wie lange Bearbeitungszeiten von Pflege- oder Investitionskostenanträgen auch finanziell bedrohlich werden können. Vor allem mit Blick auf die pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen war der Appell an die Politik eindeutig: mehr Unterstützung und einfachere Kommunikation.
Das sei insbesondere bei der Antragsstellung wichtig. Hier sollten vorhandene Angebote enger zusammenarbeiten. Aber auch die Kommunikation zwischen stationären Pflegeeinrichtungen und Sozialhilfeträgern sollte verbessert werden, um Antragsverfahren möglichst zügig und fristwahrend zu beenden. „Wir werden diese Hinweise mitnehmen und bei den zuständigen Stellen vorbringen, um Verbesserungen zu erreichen“, sagte Angelika Chur auch im Namen von Silvia Gosewinkel, Sabine Lutz-Kunz als sozialpolitischer Sprecherin sowie Hartmut Ganzke, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.
Barrierefreie Haldenfahrten am Samstag, 12. August 2023 (mit Voranmeldung)
Wer nicht gut zu Fuß ist, kommt kommt am Samstag bequem auf die Adener Höhe.
Sie sind vorübergehend oder dauerhaft in Ihrer Mobilität eingeschränkt? Dann erkunden Sie unsere Bergehalde doch einmal bei einer barrierefreien Ausflugsfahrt!
Shuttle-Service nicht nur für Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer und Senioren – alle sind willkommen!
Voranmeldung erforderlich bis spätestens Freitag 12:00 Uhr unter 02307/ 965-357.
Wir nehmen sehr gerne alle Interessierten mit, bitten aber um Verständnis dafür, dass wir RollstuhlfahrerInnen und Menschen mit Rollatoren zuerst fahren lassen, damit sie nicht so lange warten müssen.
Ab Besucherparkplatz Erich-Ollenhauer-Straße zum Gipfel der Bergehalde „Adener Höhe“ und zurück. Speziell ausgestattete Fahrzeuge der DasDies Service GmbH befördern ebenfalls Gehhilfen, Rollstühle und Rollatoren.
Auf dem Haldentop findet eine Gästeführung statt, zu der alle TeilnehmerInnen herzlich eingeladen sind.
Online-Veranstaltung: Weiterbildungsförderung für Beschäftigte der Arbeitsagentur
Wer in Beschäftigung ist und über eine Qualifizierung nachdenkt kann sich in dieser ca. einstündigen Veranstaltung zu den Möglichkeiten einer durch die Agentur für Arbeit finanzierten Weiterbildung im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes (QCG) informieren.
Die Veranstaltung gibt eine Übersicht zu den Möglichkeiten einer durch die Agentur für Arbeit geförderten Weiterbildung bei einem Arbeitgeber. Die Kostenübernahme ist je nach Ausgangslage bis zu 100% der Weiterbildungskosten möglich. Für Mitarbeitende ohne Berufsabschluss, die diesen während der Beschäftigung erwerben möchten, kann der Arbeitgeber für die Zeit der Qualifizierung zudem den Ersatz des Arbeitsentgelts bis zu 100% betragen. Die Veranstaltung ist daher auch für Arbeitgeber zur Erstinformation geeignet.
Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern bietet Sprechstunden im Familienzentrum „Tausendfüßler“ an
Es gibt eine Vielzahl von Fragen, die Eltern bewegen und manchmal ist es schwierig alleine passende Lösungen zu finden. In Rahmen von Sprechstunden haben deshalb Eltern und Anwohner aus dem Sozialraum Oberaden die Möglichkeit ihre Anliegen, Unsicherheiten oder Sorgen vertraulich zu besprechen. Frau Stephanie Hagemeier (Diplom-Sozialpädagogin) oder Herr Joachim Ronge (Diplom-Psychologe) von der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Städte Bergkamen und Kamen stehen hierfür von 9:00 bis 11:00 Uhr im Familienzentrum „Tausendfüßler“ zu Verfügung.
Die Termine im Überblick:
18.08.2023
15.09.2023
20.10.2023
17.11.2023
15.12.2023
Eine Voranmeldung ist zwingend erforderlich, sie wird im Familienzentrum unter der Rufnummer 02306-80141 oder per Mail unter tausendfuessler@helimail.de entgegengenommen.
Für den Ernstfall gerüstet: Neues Dienstfahrzeug für das DRK in Bergkamen
Sebastian Thomas übergibt das Einsatzfahrzeug an das DRK Bergkamen. Links im Bild: Sebastian Thomas (Blue Lights Berlin) Rechts im Bild: Christian Thomé (DRK Bergkamen) Im Hintergrund an das Fahrzeug angelehnt: Patrick Tarant (SLS-tronic in Vertretung für Herrn Steffen Harendza).
Jeder Abschied öffnet gleichzeitig auch ein neues Kapitel: Die Außerdienststellung des letzten Altfahrzeuges des DRK kam überraschend. Die Entscheidung, das Fahrzeug zu ersetzen, stand zwar schon lange fest, aber dass dies mitten in einer groß angelegten Suche nach einem neuen Rotkreuzheim geschehen musste, damit hatte niemand gerechnet. Gravierende Mängel am im Jahre 2003 angeschafften Fahrzeug ließen dem Vorstand und der Gemeinschaft des Bergkamener DRK jedoch keine Wahl. Ersatz musste auch an dieser Stelle her – und das umgehend.
Innovation und Fortschritt statt einfachem Austausch Schnell war klar, dass sich das DRK an die Gegebenheiten der heutigen Zeit anpassen muss: So stellten wir im Jahre 2021 während der Flutkatastrophe fest, dass am Ende der Straße für unsere Einsatzfahrzeuge auch das Ende der
Einsatzfahrt gekommen war. Eine verschlammte oder überschwemmte Straße zu überqueren, war für uns bis dato unmöglich. Die Wahl des neuen Fahrzeugs fiel deshalb bewusst auf ein geländegängiges Modell, welches gleichzeitig aber auch so viele Einsatzzwecke wie möglich abdecken sollte.
Schnell wurde die Rotkreuzleiterin Jennifer Zejunc auf der internationalen Messe „RETTmobil“ fündig: Sebastian Thomas, Geschäftsführer und Inhaber der Firma „Blue Lights Berlin“, stellte als Demofahrzeug einen Ford Ranger aus, den er zeitgleich sogar aufgrund eines neu angeschafften Wagens für sein Unternehmen verkaufen wollte. „Das Fahrzeug war perfekt: Die Folierung passte bereits in groben Zügen, eine Sonder- und Wegerechtsanlage war auch
schon verbaut“, so die Rotkreuzleiterin, welche den Kontakt zwischen dem DRK-Vorstand und dem Unternehmer herstellte.
Hohe Sachspende erleichterte die Entscheidung
Christian Thomé, Vorstandsvorsitzender des DRK Bergkamen, schwärmt: „Tatsächlich hat uns Herr Thomas ein Fahrzeug präsentiert, welches nicht nur alle Erwartungen erfüllt, sondern sogar übertrifft. Eine Ledervollausstattung, die im Gegensatz zu Stoffsitzen nach
Einsätzen desinfizierbar ist, robuste Fußmatten, Klimaautomatik, Automatikgetriebe, Rückfahrkamera, eine bereits mit Regalen ausgebaute Ladefläche mit Kompressor, Zusatzbatterie, Außenladeanschluss und eine Sonder- und Wegerechtsanlage, welche frei programmierbar ist. DAS hatten wir noch nie!“
Da es sich bei dem Anschauungsobjekt allerdings um ein Demofahrzeug handelte, war dieses derart großzügig mit blauen Kennleuchten ausgestattet, dass die technische Abnahme des Ford Rangers kein Kinderspiel werden würde. Zusammen mit der DEKRA-Prüfstelle in Hamm wurde ein Konzept erarbeitet, welches eine Zulassung des neuen
Einsatzmittels ermöglichen sollte. Einziger Knackpunkt: Es mussten diverse Kennleuchten vom Wagen wieder entfernt werden; eine kostspielige Angelegenheit.
Hier kam die Firma „Blue Lights Berlin“ auf das DRK Bergkamen zu: „Nach einigen Gesprächen und Verhandlungen mit Herrn Thomas wurde uns die Sonder- und Wegerechtsanlage und die notwendigen Anpassungen am Fahrzeug kurzerhand einfach gespendet“, so der noch immer verblüffte Vorstandsvorsitzende. So kam eine Sachspende in Höhe von 8.500€ allein von „Blue Lights Berlin“ zustande. Thomé ergänzt: „Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals herzlichst bei Herrn Thomas für sein Engagement und seine Spende bedanken. Damit hatte keiner von uns gerechnet.“
Auch der Fahrzeugausbauer „SLS-tronic“ in Niddatal, Herr Steffen Harendza, hatte noch eine Überraschung für das DRK in petto: Zusätzlich zu den Anpassungen des Fahrzeugs bereitete er den Ranger auch direkt für den Einbau eines Funkgerätes vor: Funklautsprecher, Halterung für das Handbedienteil, Stromversorgung, etc. „Wegen der
Umbauarbeiten hatte ich die ganzen Kabelkanäle ja eh gerade offen“, so Steffen Harendza gegenüber dem DRK.
Dieses Entgegenkommen ergab nochmals eine Sachspende in Höhe von 500€.
„Ohne diese großzügige Unterstützung wäre das Projekt vermutlich in dieser Form gar nicht für den Ortsverein möglich gewesen. Hier gilt mein Dank der Firma SLS-tronic“, so Thomé. Zusätzlich zu den Sachspenden beteiligten sich Lucie Kleinstäuber als private Spenderin, sowie das „Fitplus Bergkamen“ und die Sparkasse Bergkamen-Bönen an dem innovativen Projekt des DRK mit einer kräftigen Finanzspritze in Höhe von insgesamt 1.250€. Ramazan Özcelik, Rotkreuzleiter des DRK Bergkamen, und Jan Wiemhoff, zweiter Vorsitzender des Vereins, fassen zusammen: „Eine so hohe kollektive Beteiligung von über 10.000€ an einem unserer wegweisenden Vorhaben – das ist einmalig in unserer Vereinsgeschichte. Da wir genau von derartigem Engagement leben und weil man es nicht oft genug sagen kann, nutzen wir die Gelegenheit erneut für ein großes ‚Dankeschön‘.“
„Bereit für morgen“
Und das bietet das neue DRK-Fahrzeug: Platz für fünf Personen, ein Geräteraum für die Unterbringung technischen und medizinischen Equipments, Geländefähigkeit, 6000kg zulässige Zugmasse für die Fahrt mit Anhängern, sowie Arbeits- und Suchscheinwerfer für die Ausleuchtung von Einsatzstellen.
Und damit das DRK jede Einsatzstelle sicher erreichen, gibt es Unterstützung von einer neuartigen
Sondersignalanlage, welche das Fahrzeug auf hochmoderne Weise perfekt und aus jedem Winkel erkennbar macht: Getreu dem Whelen®-Motto „A calm scene is a safe scene“ (deutsch: „eine ruhige Einsatzstelle ist eine sichere Einsatzstelle“) wechselt das wilde Blinkmuster, welches die sofortige Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer
erlangt, bei Ankunft an der Einsatzstelle in einen ruhigen Lichtmodus, derer zwar weiterhin die Einsatzstelle absichert, jedoch deutlich angenehmer für vorbeifahrende Fahrzeuge ist. „Hierdurch werden andere Verkehrsteilnehmer deutlich weniger abgelenkt und neben dem Auto befindliche Einsatzkräfte sind durch den Verzicht auf grelle, blitzende Lichtmuster früher und leichter zu erkennen“, ergänzt Jan Wiemhoff.
Der Ford Ranger wird somit zu einem stetigen Begleiter, mit das Bergkamener DRK durch die Kombination aus Geschwindigkeit, Kraft und Ausdauer für jede Situation gewappnet sind. „Damit heißen wir in unseren Reihen nun einen Allrounder willkommen, welcher für jeden unserer Einsatzzwecke nutzbar ist. Ob als Komponente des Katastrophenschutzes, als Begleiter auf einem unserer vielen Sanitätsdienste oder als Notarzteinsatzfahrzeug auf
Großveranstaltungen. Außerdem lässt sich der Wagen auch für all unsere alltäglichen Belange nutzen – so ist er bei Bedarf auch im Bereich der Blutspende oder als regulärer Mannschaftstransporter nutzbar.“
Pflegeberatung in Rünthe: Kostenfrei und neutral
Andrea Schulte von der Pflege- und Wohnberatung. Foto: B. Kalle – Kreis Unna
Mit Eintritt eines Pflegefalles stehen Betroffene und Angehörige vor vielen Fragen. Hilfe gibt es vor Ort in den Sprechstunden der Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna. In Bergkamen-Rünthe findet die nächste Sprechstunde der Pflege- und Wohnberatung am Donnerstag, 10. August in der Zeit von 10 bis 12 Uhr statt.
Beraterin Andrea Schulte ist dort im Gemeindebüro an der Christuskirche (bitte den Nebeneingang benutzen), Rünther Straße 42 und bietet kompetente Hilfe und Informationen an. Bei der Beratung geht es um alle Fragen zum Thema Pflege, wie zum Beispiel zu den Leistungen der Pflegeversicherung oder der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst. Hilfe bei der Antragstellung wird gegeben. Ebenfalls erhält man Informationen über Betreuungs- und Pflegeangebote und deren Finanzierung, spezielle Hilfen für Menschen mit Demenz sowie Entlastungsangebote für pflegende Angehörige.
Um eine vorherige Terminvereinbarung unter Fon 08 00 27 20 02 00 (kostenfrei) wird gebeten. Wer den Termin nicht wahrnehmen kann, erreicht die Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna im Severinshaus, Nordenmauer 18 in Kamen, unter Fon 0 23 07 2 89 90 60 oder Fon 08 00 27 20 02 00 (kostenfrei).
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff Pflege- und Wohnberatung). PK | PKU
Längere Bearbeitungszeiten beim Wohngeld: Verwaltung bittet, auf Anfragen zum Stand der Bearbeitung zu verzichten
Die Stadt Bergkamen weist darauf hin, dass sich die Bearbeitungszeiten im Bereich Wohngeld aufgrund der Vielzahl von Anträgen aktuell deutlich verlängert haben. Trotz der Bereitstellung von zusätzlichem Personal sind Verzögerungen derzeit nicht zu vermeiden. Die Beschäftigen arbeiten jedoch weiter unter Hochdruck an den Anträgen. Bei einer Bewilligung wird das Wohngeld ab dem Monat nachgezahlt, in dem der Antrag gestellt wurde.
„Das zusätzliche Personal befindet sich aktuell noch in der Einarbeitung. Darüber hinaus gibt es krankheitsbedingte Ausfälle, die sich leider nicht kompensieren lassen“, erläutert die Erste Beigeordnete Christine Busch. „Hinzu kommt, dass durch die Reform des Wohngelds viele Anträge zeitgleich gestellt wurden“.
Wer einen Antrag gestellt hat oder bei wem der Anspruch erneut überprüft werden muss und bislang keinen Bescheid oder eine Rückmeldung erhalten hat, soll bitte von Anfragen zum Stand der Bearbeitung absehen. „Auch das bindet Arbeitszeit, die dann für die Bearbeitung fehlt“, so die Erste Beigeordnete Busch.
Die Bundesregierung hat mit dem Wohngeld Plus-Gesetz zum 1.1.2023 das durchschnittlich gewährte Wohngeld von 180 € auf 370 € erhöht und damit mehr als verdoppelt. Außerdem haben jetzt zwei Millionen Haushalte mit kleinen Einkommen Anspruch auf Wohngeld. Das sind bundesweit rund dreimal so viele wie vorher.
Weitere Informationen zum Wohngeld und notwendige Antragsformulare finden sich auf der Internetseite des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen: https://www.mhkbd.nrw/themen/bau/wohnen/wohngeld
Bundesfreiwilligendienst bei der Stadt Bergkamen: Orientierung beim Start in das Arbeitsleben
Henry Kuschnik absolviert bei der Stadt Bergkamen seinen Bundesfreiwilligendienst.
Die Zeit nach der Schule erleben junge Menschen oft als besonders schwierig. Denn vielfach ist noch nicht klar, wie der weitere Lebensweg verlaufen wird – Ausbildung, Studium oder etwas ganz anderes? Orientierung bietet ihnen in dieser Phase der Bundesfreiwilligendienst (BFD). Er ermöglicht es jungen Frauen und Männern sich mehrere Monate lang für gemeinnützige Aufgaben einzusetzen. Entsprechende Stellen gibt es auch bei der Stadt Bergkamen. Einer, der diese Alternative ausprobiert hat, ist Henry Kuschnik.
Der Weg des 19-Jährigen ist nicht immer geradlinig verlaufen. So hat er nach der 11. Klasse entschieden, die Schule zu verlassen. Sein Wunsch, trotzdem das Fachabitur zu machen, führte ihn zum BFD. „Damit ist es nämlich möglich, nachträglich die Fachhoch-schulreife zu erwerben“, erklärt Kuschnik. Doch nicht nur deshalb ist er froh, diesen Weg gewählt zu haben: „Ich musste mich zwar richtig in die Arbeit reinknien, aber dafür habe ich dabei viel gelernt, was mir geholfen hat, ins Leben hineinzufinden.“
Die Station, die sich Henry Kuschnik dafür ausgesucht hat, ist der mobile soziale Hilfsdienst. Dabei geht es darum, den Alltag älterer Menschen abwechslungsreich und sinnvoll zu gestalten, ihre Einkäufe zu erledigen oder sie bei Arztbesuchen zu begleiten. „Das bedeutet den betreuten Personen eine ganze Menge – und das geben sie auch zurück“, sagt Kuschnik. Die Dankbarkeit der Seniorinnen und Senioren ist ihm so lebhaft in Erinnerung geblieben, dass er jetzt entschieden hat, eine Ausbildung zum Verwaltungswirt bei der Stadt Bergkamen zu beginnen.
Lisa Tschersich, zentrale Ansprechpartnerin für den Bundesfreiwilligendienst bei der Stadt Bergkamen, erlebt es häufiger, dass soziale Aufgaben junge Menschen nachhaltig prägen und verändern. Deshalb wirbt sie für diese Tätigkeit: „Für den BFD bietet die Stadt Bergkamen drei verschiedene Einsatzbereiche. Neben dem mobilen sozialen Dienst auch noch die Jugendzentren und die Musikschule.“ Neben dem guten Gefühl, etwas Sinnvolles für die Gesellschaft zu tun, gibt es dort auch ein Taschengeld in Höhe von derzeit 438,00 Euro monatlich.
Über den Bundesfreiwilligendienst
Den Bundesfreiwilligendienst (BFD) gibt es seit 2011. Er ermöglicht es Menschen jeglichen Alters, sich für das Allgemeinwohl zu engagieren. Der BFD richtet sich an alle, die ihre Schulpflicht erfüllt haben und für 6 bis 24 Monate neue Perspektiven kennenlernen, praktische Erfahrungen sammeln oder sich für andere Menschen einsetzen möchten. Kontakt für Bewerbungen und weitere Infos: Lisa Tschersich, Telefon: 02307/965-430, E-Mail: l.tschersich@bergkamen.de
Noch viele Ausbildungsplätze in der IHK-Lehrstellenbörse
Der Ausbildungsmarkt in der Region der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund zeigt sich zum offiziellen Start des Ausbildungsjahres auf einem guten Niveau. Zum 31. Juli konnte das IHK-Team der Beruflichen Bildung und Fachkräftesicherung insgesamt 3.603 neu eingetragene Ausbildungsverhältnisse verzeichnen. Das ist ein Plus von 3,1 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitpunkt (3.494 Verträge) und sehr deutlicher Anstieg von 7,5 Prozent gegenüber den Zahlen aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 (3.352). „Die aktuellen Zahlen sind ein positives Signal und zeigen, dass der Ausbildungsmarkt sich nach den massiven Einschränkungen in der Pandemie wieder stabilisiert hat“, sagt IHK-Geschäftsführerin Maike Fritzsching.
Das deutliche Plus bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnissen verdeutlicht, dass die duale Ausbildung nach wie vor eine attraktive Wahl für junge Menschen ist. Gleichwohl bleibt es nach Auffassung der IHK bei vielen Herausforderungen für die Ausbildungsbetriebe, zumal sich die Erholung nicht in allen Berufsgruppen bemerkbar macht. Hotellerie und Gastronomie etwa spüren den Fachkräftemangel weiterhin sehr intensiv, die Zahl der neuen Ausbildungsverträge liegt immer noch deutlich unter dem Wert von 2019.
Die Fachkräftesicherung wird über alle Branchen hinweg zum zentralen Thema für die Wirtschaft. Immer mehr Mitarbeitende aus der Babyboomer-Generation – geboren in den 1950er und 1960er Jahren – verabschieden sich in den Ruhestand und hinterlassen eine große Lücke. Nach Berechnungen des IHK-Fachkräftemonitors fehlen im Jahr 2030 mehr als 30.000 berufliche qualifizierte Fachkräfte in den Unternehmen in Dortmund und Hamm sowie im Kreis Unna.
Engpässe sind auch eine große Chance für den Nachwuchs
Für junge Menschen bedeutet dieser Engpass aber auch eine große Chance. „Wer jetzt oder zukünftig in die Ausbildung startet, hat nach dem Abschluss eine starke Verhandlungsposition für die eigene Berufskarriere“, betont Maike Fritzsching.
Trotzdem besteht nach wie vor ein Informationsdefizit bei vielen Schülerinnen und Schülern, aber auch bei Eltern und Lehrkräften, bezüglich der anschließenden Karrieremöglichkeiten nach einer dualen Ausbildung. Um diesem Missverständnis entgegenzuwirken und junge Menschen bei der Wahl ihres Ausbildungsweges zu unterstützen, bieten die Industrie- und Handelskammern umfassende Beratungen zu interessanten Ausbildungen an. Welche Vorzüge eine duale Berufsausbildung hat, darüber informiert die IHK-Organisation seit dem Frühjahr unter anderem sehr prominent in den sozialen Medien mit der Azubi-Kampagne „Jetzt #Könnenlernen“.
Die IHK hofft, dass in den kommenden Monaten noch viele weitere Ausbildungsverträge geschlossen werden. „Im Prinzip ist es nie zu spät für eine Ausbildung. Wer seine Ausbildung noch bis zum 1. Oktober beginnt, schafft es in der Regel am Ende der Ausbildung noch mit den August-Startern in die Abschlussprüfung“, erläutert Fritzsching. Für alle, die noch nicht fündig geworden sind, hat sie einen weiteren Tipp: „Wer schon weiß, welcher Beruf für die eigene Ausbildung in Frage kommt, findet in der IHK-Lehrstellenbörse passende Stellen in der Nähe.”
Allein im Bezirk der IHK zu Dortmund mit den Städten Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna sind für das Ausbildungsjahr 2023 noch 565 und für 2024 217 offene Ausbildungsplätze gelistet. Weitere Infos dazu unter https://www.ihk-lehrstellenboerse.de