Wettbewerb „PLUSPUNKT FAMILIE“: Stadt Bergkamen mit einer Urkunde ausgezeichnet

Bürgermeister Bernd Schäfer hat die Urkunde für die Stadt Bergkamen entgegen genommen, links Pfarrerin Anna Josefowitz vom Ev. Kirchenkreis Unna, rechts Landrat Mario Löhr. Foto: Kreis Unna

Pluspunkt für familienfreundliche Unternehmen: Das Bündnis für Familie Kreis Unna hat zum siebten Mal den Preis „PLUSPUNKT FAMILIE“ an Unternehmen, die die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf besonders fördern, vergeben. Am Mittwoch, 15. November fand die Preisverleihung auf Haus Opherdicke statt. Die Stadt Bergkamen wurde mit einer Urkunde ausgezeichnet

„Beruf und Pflege unter einen Hut zu bekommen, ist für viele eine große Herausforderung“, so Landrat und Schirmherr Mario Löhr. „Wer sich als Arbeitgeber darauf einstellt, kann in Zeiten von Fachkräftemangel nur gewinnen. Die 21 Unternehmen, die sich beworben haben, haben das erkannt.“

Viele Möglichkeiten, ein Ziel
21 Unternehmen aus dem Kreis Unna haben sich für den Wettbewerb in 2023 beworben. Alle erhielten eine Urkunde, welche sie als familienfreundliches Unternehmen im Kreis Unna auszeichnet. Mit einer Plakette sind sieben Unternehmen ausgezeichnet worden, die sich im Bereich Pflege und Beruf besonders einsetzen.

Alle teilnehmenden Unternehmen haben eine Urkunde erhalten – viele machen beim Wettbewerb seit Jahren mit und loben den Austausch untereinander. Der Wettbewerb hat so mittlerweile ein wichtiges Ziel erreicht: Vernetzen, untereinander in den Austausch zu gehen und über individuelle Lösungen zu informieren, die dann Nachahmer in anderen Unternehmen finden.

„Ich freue mich über die rege Teilnahme und hoffe, dass viele der guten Ideen weitergetragen werden“, so Sandra Ruiz, Geschäftsführerin des Bündnisses für Familie, das den Wettbewerb mit vielen weiteren Partnern organisiert. Der Pluspunkt Familie wird unterstützt von: Jobcenter Kreis Unna, Kreis Unna, Industrie- und Handelskammer zu Dortmund, Evangelischer Kirchenkreis, Competentia NRW, WFG Kreis Unna, Bundesagentur für Arbeit Hamm, Handwerkskammer Dortmund, Unternehmensverband Westfalen Mitte. PK | PKU




Amnesty International am SGB: Frauenrechte, Rollenklischees und Gender Pay Gap

Foto: SGB

Gaby Fendel, ehrenamtliche Jugendreferentin von Amnesty International Dortmund, informierte am 08.11.23 die Amnesty-Schulgruppe am Städtischen Gymnasium Bergkamen zum Thema Frauenrechte.

Sie schlug einen weiten Bogen von der Rolle der Frauen in der Steinzeit, der Antike und dem Mittelalter über die drei Wellen der Frauenrechtsbewegung bis hin zur aktuellen Situation weltweit. Trotz zahlreicher Konventionen und Gesetze, werden heute noch Frauen in zahlreichen Staaten massiv in ihren Rechten eingeschränkt; die Entwicklungen in Afghanistan und dem Iran sind nur zwei Beispiele, die dies sehr deutlich zeigen. Zur Lage in Deutschland berichtete sie, dass hier alle grundlegenden Frauenrechte gesichert seien, jedoch weiterhin „Nachbesserungsbedarf“ in den Bereichen Gender Pay Gap, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und Abbau von Rollenklischees sowie den daraus resultierenden einschränkenden Verhaltensweisen gegenüber Frauen besteht.




AWO-Kreisverband Unna wählt neuen Vorstand: Silvia Gosewinkel folgt Karin Schäfer als Vorsitzende

v.l.n.r.: Udo Ohlies, Britta Fehr-Günther, Rainer Goepfert, Siegfried Scholz, Rolf Ohligschläger, Silvia Gosewinkel, Hans-Michael Haustein, Christel Jachmann, Wolfgang Wandersee, Monika Holtsträter, Klaus Tibbe, Petra Schumann, Wolfram Kuschke
Auf dem Bild fehlen Detlef Garus, Kurt Potthoff und Jürgen Wiechert. Foto: AWO

In der Stadthalle Kamen hat der AWO Kreisverband Unna seine Kreiskonferenz abgehalten. Die Kreiskonferenz ist das höchste Gremium innerhalb des AWO Kreisverbandes Unna. Einstimmig wählten die 47 anwesenden Delegierten des Kreisverbandes Unna Silvia Gosewinkel zu ihrer neuen Vorsitzenden. Zu ihren Stellvertreter*innen wählten sie Udo Ohlies, Petra Schumann sowie Klaus Tibbe.

Neben der Neuwahl des Vorstandes wurde auch über eine Satzungsänderung diskutiert und anschließend abgestimmt. Diese wurde von den Anwesenden angenommen. Inhaltlich ging es bei der Änderung um die Einführung der so genannten AWO-Gruppen. Durch die
Einführung von AWO-Gruppen soll es in Zukunft leichter sein, sich innerhalb der AWO ehrenamtlich engagieren zu können.

Silvia Gosewinkel ist für die Mitglieder und Mitarbeitenden keine Unbekannte: Seit 2022 ist die gelernte Logopädin Abgeordnete im Landtag von Nordrhein-Westfalen und hat dort die Schwerpunkte Kinder, Jugend, Migration, Inklusion und Schule. „Ich freue mich
sehr heute hier sein zu dürfen. Denn ihr seid durch euer ehrenamtliches Engagement das, was wir immer als „Kitt unserer Gesellschaft“ bezeichnen. Herzlichen Dank für euren Einsatz und das mir entgegengebrachte Vertrauen“.

Silvia Gosewinkel tritt in große Fußstapfen. Ihre Vorgängerin Karin Schäfer aus Bergkamen war sieben Jahre Vorsitzende des Kreisverbands und hat sich immer mit großem Engagement, Fachkenntnis und Empathie um die Belange der Mitglieder gekümmert.
„Du warst einfach eine Freundin“; so beschreibt der Unterbezirksvorsitzende Wolfram Kuschke die langjährige AWO- Unterbezirksvorsitzende Ruhr-Lippe-Ems in seiner Laudatio, in der er sich sehr emotional für die Verdienste von Karin Schäfer bedankte.
Die Grußworte hielten Anja Butschkau, stellvertretende Vorsitzende des AWO Bezirksverbandes Westliches-Westfalen, der örtliche Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek sowie die Kamener Bürgermeisterin Elke Kappen.

Als Beisitzer*innen wurden gewählt: Britta Fehr-Günther, Detlef Garus, Hans-Michael Haustein, Monika Holsträter, Christel Jachmann, Rolf Ohligschläger, Kurt Potthoff, Jürgen Wiechert, Siegfried Scholz, Wolfgang Wandersee




Gute Chancen für Jugendliche mit Schulabschluss, neue Herausforderungen für Ausbildungsbetriebe

(v.l.): Arbeitsagenturchef Thomas Helm, Landrat Mario Löhr, JobcenterLeiter Uwe Ringelsiep und Martin Wiggermann als Vorsitzender der Trägerversammlung Jobcenter reflektieren den Ausbildungsmarkt 2022/2023 im Kreis Unna mit guten Chancen für Auszubildende. [Foto: Kreis Unna]
Der Ausbildungsmarkt und seine Bilanz für den Kreis standen im Mittelpunkt eines Pressegesprächs bei Landrat Mario Löhr mit den Leitern der Agentur für Arbeit Hamm und des Jobcenters Kreis Unna. Die Chancen für Jugendliche auf eine Ausbildung haben sich verbessert. Zwar sind die Bewerberzahlen rückläufig, doch das Ausbildungsangebot ist auf dem hohen Niveau der Vorjahre geblieben. Die
Entwicklung zu Gunsten der Bewerber hat sich damit fortgesetzt Für Arbeitgeber wird es zunehmend schwerer, Nachwuchskräfte zu finden und offene Stellen zu besetzen. Doch bis zum Jahresende ist noch viel in Bewegung.

Der Chef der Agentur für Arbeit Hamm, Thomas Helm, zieht eine gemischte Bilanz für den Ausbildungsmarkt. „Die ausgezeichnete Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist unverändert, während es bei den interessierten Jugendlichen einen Rückgang gegeben hat, den
man nicht mit der Demografie erklären kann, sondern mit dem generell nachlassenden Interesse an der dualen Ausbildung. Dadurch erleben die, die sich gemeldet haben, so gute Chancen wie noch nie. Und das ist auch noch bis zum Jahresende so, denn es tut sich noch
viel und nachträgliche Einstiege ins bereits laufende erste Ausbildungsjahr sind durchaus möglich.“

Insgesamt meldeten die Betriebe und Ausbildungsträger im Kreis zwischen Oktober 2022 und September 2023 der Agentur für Arbeit 2.426 Berufsausbildungsstellen. Das sind genau zwei Ausbildungsstellen (0,1 Prozent) mehr als vor einem Jahr und sogar 85 mehr als vor der Pandemie im Jahr 2019. Der Großteil entfiel auf betriebliche Ausbildungsstellen. Mit 2.318 war ein Plus von 19 (0,8 Prozent) zu verzeichnen, gegenüber 2019 von 112 Stellen. Dem gegenüber standen 2.376 gemeldete Bewerber für Berufsausbildungsstellen, 100 weniger als im Vorjahr (-4,0 Prozent), aber schon 486 weniger als noch vor der Pandemie. Zum Ende des Berichtsjahres am 30. September waren 206 Ausbildungsstellen unbesetzt, 30 mehr als im Vorjahresvergleich, aber 46 mehr als im Jahr 2019. Dagegen waren 100 Jugendliche Ende September noch unversorgt und damit 75 weniger als vor einem Jahr (-42,9 Prozent). Der Vergleich mit 2019 ergibt aktuell acht unversorgte Jugendliche mehr.

Von den 2.376 Bewerbern sind 1.078 in Berufsausbildung eingemündet, 191 haben Arbeit aufgenommen, 341 gehen weiter zur Schule, 54 haben ein Studium aufgenommen, einer ein Praktikum, 31 haben Wehr-, Zivil- oder Freiwilligendienste angetreten und 56 sind in
Bildungsmaßnahmen gegangen. Weitere 305 haben keinen Verbleib mitgeteilt, aber auch keine aktive Hilfe bei der Ausbildungssuche mehr nachgefragt.

Im Laufe des Ausbildungsjahres standen im Kreis Unna für jeden Bewerber statistisch 1,02 Stellen zur Verfügung. Dies ist ein Plus gegenüber der Relation von 0,98 aus dem letzten und 0,92 aus dem vorletzten Jahr. Im Landesschnitt beträgt die Relation 1,04.
„Die unbesetzten Stellen und unversorgten Bewerber Ende September sind überwiegend auf die Passungsprobleme zurückzuführen. Angebot und Nachfrage sind nicht deckungsgleich“, so Helm weiter. „Für alle Partner gilt, dass die Attraktivität der dualen Ausbildung gesteigert und für die Jugendlichen sichtbar werden muss. Für Ausbildungsbetriebe ist es deshalb eine gute Entscheidung, proaktiv auf die jungen Menschen auch in der Schule zuzugehen, verschiedene Formen von Praktika anzubieten und sich auf Ausbildungsmessen oder
ähnlichen Veranstaltungen zu präsentieren. Die Jugendlichen erhalten dabei mehr als nur Einblicke in die Arbeitswelt und erleben, dass sie willkommen sind.“ Denn insgesamt verstärkt sich der Druck auf die Unternehmen bei der Suche nach den Nachwuchskräften. Sie haben heute eine kleinere Auswahl an ausbildungswilligen jungen Menschen als noch vor wenigen Jahren und werden perspektivisch noch mehr investieren müssen, um ihre Stellen zu besetzen.

„Für die noch unversorgten Bewerberinnen und Bewerber werden die Vermittlungsaktivitäten bis mindestens Ende des Jahres fortgesetzt“, so Helm abschließend. „Außerdem melden sich in den nächsten Wochen erfahrungsgemäß noch junge Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen (wieder) auf der Suche nach einer Ausbildung sind. Auch Betriebe melden Ausbildungsstellen, die frei geworden sind. Allen interessierten Jugendlichen bieten wir in der Beratung individuelle Lösungen!“

Trotz der Disparitäten sieht der Agenturleiter eher positiv in die Zukunft: „Auch im Vergleich mit anderen Regionen zeigt sich, dass das gemeinsame Engagement aller Akteure auf dem Ausbildungsmarkt in den vergangenen Jahren im Kreis Unna in die richtige Richtung ging. Projekte wie die Landratsinitiative zur Stärkung der dualen Ausbildung sind beispielhaft im Interesse der Fachkräftesicherung.“




„PRAXISPORTAL regional“: Unternehmen können Langzeitpraktika anbieten

Vor einem Jahr ging das „PRAXISPORTAL regional“ des Dienstleistungszentrums Bildung an den Start. Seitdem konnten auf dem Portal bereits zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis Unna einen Praktikumsplatz finden. Seit Neustem können Unternehmen durch das Portal auch Plätze für Langzeitpraktika anbieten.

In der Schulzeit sind mehrere Praxisphasen vorgesehen, von eintägigen Praktika in der achten Klasse bis hin zu mehrwöchigen Praktika in der neunten Klasse oder in der Oberstufe. Die Schülerinnen und Schüler nutzen die Möglichkeit, um in typische Tätigkeiten verschiedener Berufe hineinzuschnuppern und erste Kontakte zu Unternehmen zu knüpfen. Aber nicht nur aus Schülersicht ist ein Praktikum sinnvoll. Unternehmen können bereits die Auszubildenden von Morgen kennenlernen und so dem Fachkräftemangel frühzeitig entgegenwirken.
 
Kostenlose Registrierung
Das Zusammenbringen von Jugendlichen und Betrieben ist nicht nur für die berufliche Orientierung wichtig, sondern spielt auch für den Fachkräftemarkt eine große Rolle. Unternehmen können auch auf sich aufmerksam machen und junge Menschen für ihre angebotenen Berufe begeistern. Hierfür können sich alle interessierten Unternehmen auf dem Praxisportal registrieren und die Praktikumsplätze online anbieten.

Die Registrierung ist kostenlos. Das Praxisportal ist unter https://kreis-unna.bfe-nrw.de erreichbar. PK | PKU




Vorweihnachtliches Treffen der ZWAR-Gruppe

Die in Bergkamen etablierte ZWAR-Gruppe (Zwischen Arbeit und Ruhestand) lädt Interessierte recht herzlich zum Vorbeischauen und Mitmachen ein. Das nächste Treffen ist für den 19.12.2023 ab 18:00 Uhr geplant. Es wird entlang der vorweihnachtlichen Stimmung ausgerichtet sein.

Gründe für den Besuch der ZWAR-Gruppe können vielfältig sein. „Änderungen in der Lebenssituation, zum Beispiel durch den Berufsaustritt, Vorruhestand, durch eine Langzeitarbeitslosigkeit oder einen familiären Umbruch, können herausfordernd sein und ein persönliches Umdenken erfordern“, betont Tobias Stacke, Sozial- und Altenhilfeplaner der Stadt Bergkamen. Das kostenfreie Angebot richtet sich daher an interessierte Menschen ab etwa 50 Jahren in vergleichbaren Lebenslagen.

Die ZWAR-Gruppe orientiert sich ausschließlich an den Interessen der Teilnehmenden. So werden zum Beispiel in Eigeninitiative sportliche Aktivitäten, Ausflüge, Kinobesuche oder Spielenachmittage geplant. „Alles kann, nichts muss. Der Spaß an der Sache und das Knüpfen von Kontakten sollten im Vordergrund stehen“, beschreibt Arnim Müller, Ansprechpartner der ZWAR-Gruppe, das Angebot treffend.

Alle zwei Monate, jeweils am dritten Dienstag im Monat, trifft sich die ZWAR-Gruppe in der VHS Bergkamen (Lessingstraße 2). Die nächsten drei Termine sind dementsprechend der 19.12.2023, 20.02.2024 und 16.04.2024. Einfach unverbindlich vorbeikommen, es lohnt sich.

Nähere Informationen sind unter www.zwar-bergkamen.de zu finden oder in der ZWAR APP (für Android und iPhone). Bei Rückfragen können Sie auch eine E-Mail unter zwar-bergkamen@gmx.de schreiben.




Närrischer Karnevals-Kaffeeklatsch im Martin-Luther-Haus

Bereits aus der Ferne waren am vergangenen Samstag die aus der Karnevalszeit geläufigen Narrenrufe aus dem Martin-Luther-Haus deutlich zu hören. Gemeinsam begangen etwa 110 ältere Karnevalistinnen und Karnevalisten beim Kaffeeklatsch der Stadt Bergkamen den Start in die sogenannte fünfte Jahreszeit.

Entsprechend war dabei nicht nur der Saal dekorativ gestaltet, auch viele der Besucherinnen und Besucher sowie alle Helferinnen und Helfer prunkten mit bunten Kostümen und schrillen Outfits. Zu dem Angebot aus vierzehn Kuchen, die von den ehrenamtlichen Kuchenpatinnen und Kuchenpaten gestellt wurden, gab es obendrauf noch für alle einen Berliner spendiert. Der Alleinunterhalter Damian Reichel (DJ Damian) sorgte für eine ausgelassene Stimmung und viel Musik zum Mitschunkeln. Dabei wurde auch die Gelegenheit für die eine oder andere Polonaise nicht ausgelassen.

„Die Stimmung war sehr ausgelassen und am Ende des Nachmittags war auf vielen Gesichtern eine entspannte Heiterkeit zu lesen“, beschreibt Tobias Sackte, einer der Helfenden vor Ort, die Stimmung.

Der nächste Kaffeeklatsch findet in vorweihnachtlicher Stimmung am Samstag, den 09.12.2023 (14:30 bis 17:00 Uhr) im Martin-Luther-Haus (Goekenheide 5) statt.

Die Veranstaltung wird vorwiegend ehrenamtlich durchgeführt und ist daher kostenlos.

Zwecks Planung wird um eine Anmeldung gebeten. Sie können uns gerne eine E-Mail an kaffeeklatsch@bergkamen.de schreiben. Eine Anmeldung per Telefon ist auch möglich unter der 02307 / 965 -274 oder -283. Falls Interesse am Mitmachen bestehen sollte, genügt ein Anruf oder eine E-Mail, um alle nötigen Fragen zu klären.




1.260 Jahre Treue zur AWO: 69 Jubilarinnen und Jubilare geehrt

Was in vergangenen Generationen oft selbstverständlich war, gilt heute nicht mehr unbedingt. Seinem Arbeitgeber über mehrere Jahrzehnte die Treue halten, das ist in der heutigen Vorstellun6g vieler junger Arbeitnehmer*innen nicht mehr attraktiv.

Mit den Menschen für die Menschen. Das ist das Motto der AWO Ruhr-Lippe-Ems (AWO RLE). Für manche mag dies nach einer Floskel klingen, für andere ist es aber ein Lebensmotto. So auch für 69 Mitarbeitenden, die in diesem Jahr ihr Dienstjubiläum bei der AWO RLE gemeinsam feierten. Die Feier hat am vergangenen Freitag in der Neuen Schmiede in Unna stattgefunden. Das erste Mal nach der Corona-Pandemie fand wieder eine Präsenzveranstaltung statt. Es wurde gefeiert, gelacht und gut gegessen. Also all das nachgeholt, was während der Pandemie auf der Strecke geblieben ist.

Während der Corona-Pandemie haben die Mitarbeitenden, die ihr Dienstjubiläum hatten, ein Paket erhalten. Geehrt wurden jetzt Mitarbeitende sowohl der AWO RLE als auch der Tochterunternehmen DasDies und Bildung+Lernen für 10, 20, 25, 30, 35, 40 und 45 Jahre Betriebszugehörigkeit. Auch 8 ehemalige Mitarbeitende, die in diesem Jahr das Unternehmen aufgrund des Eintritts in den Ruhestand verlassen haben, wurden für ihre Treue geehrt. Einige „Highlights“ waren auch dabei. Es gab Mitarbeitende, die ihr ganzes Berufsleben bei der AWO gearbeitet haben und diese Zeit sogar in der selben Einrichtung verbracht haben. An diesem Abend kamen rund 1.260 Jahre Betriebszugehörigkeit bei der AWO zusammen.

Rainer Goepfert, Geschäftsführer der AWO RLE sagt: „Es ist mir immer eine besondere Freude, unseren Mitarbeitenden zu gratulieren. Wir haben in den zurückliegneden Jahren wirklich sehr herausfordernde Aufgaben bewältigt. Deshalb gebührt besonders denen, die sich teilweise seit mehreren Jahrzehnten Tag für Tag mit ihrer Arbeitskraft für unser Unternehmen einsetzen meine höchste Anerkennung und besonderer Dank. Mit Blick auf den Wandel in der Arbeitswelt freut es mich dann noch einmal mehr zu sehen, wie vielen Mitarbeitenden wir allein in diesem Jahr für ihre lange Betriebszugehörigkeit gratulieren durften.“

Neben verschiedenen Redebeiträgen sorgte Rainer Goepfert persönlich für die musikalische Begleitung der Veranstaltung. Dies war unter anderem sein persönlicher Dank und Anerkennung für die Leistung der Jubilarinnen und Jubilare. Und auch Wolfram Kuschke, Vorsitzender des AWO Unterbezirks Ruhr-Lippe-Ems findet: „Das ist wirklich erstaunlich, wie viele Jahre die Mitarbeitenden teilweise schon bei uns arbeiten. Sie verdienen meine höchste Anerkennung. Durch ihre tägliche Arbeit setzen Sie sich für das Gemeinwohl ein und das schon eine sehr lange Zeit. Das verdient einfach unseren Respekt und Anerkennung.“ Genau das ist es, was Geschäftsführung und Vorstand mit der Festveranstaltung ausdrücken möchten.




Pflegeberatung im Bergkamen Rathaus: Kostenfrei und neutral

Mit Eintritt eines Pflegefalles stehen Betroffene und Angehörige vor vielen Fragen: „Wie beantrage ich einen Pflegegrad?“, „Welche Leistungen bietet die Pflegeversicherung?“ oder „Wo gibt es Betreuungsangebote für Menschen, die an Demenz erkrankt sind?“. Informationen und Hilfe gibt es vor Ort in den Sprechstunden der Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna.

In Bergkamen findet die nächste Sprechstunde der Pflegeberatung am Donnerstag, 16. November, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr statt. Die Beraterin Elke Möller ist dort im Rathhaus , Rathhausplatz 1 im Raum 600 in Bergkamen und bietet eine individuelle und kostenfreie Beratung an.

In der Beratung geht es um Fragen rund um das Thema Pflege, wie zum Beispiel zu den verschiedenen Leistungen der Pflegeversicherung oder der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Ebenfalls informiert die Beraterin über ortsnahe Betreuungs- und Pflegeangebote und deren Finanzierung. Informationen gibt es auch zu Entlastungsangeboten für pflegende Angehörige. Die Beratung ist kostenlos und anbieterunabhängig.

Um eine vorherige Terminvereinbarung unter Fon 08 00 27 20 02 00 (kostenfrei) wird gebeten.

Wer den Termin nicht wahrnehmen kann, später noch Fragen hat oder einen Hausbesuch vereinbaren möchte, erreicht die Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna im Severinshaus, Nordenmauer 18 in Kamen unter Fon 0 23 72 89 90 60 oder 08 00 27 20 02 00 (kostenfrei).

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff Pflege- und Wohnberatung). PK | PKU




IG BAU warnt: 52.300 Wohnhäuser im Kreis Unna sind „Asbest-Fallen“ bei Sanierung

So läuft Asbest-Sanierung: Overall, Atemschutzmaske,  Handschuhe und dazu noch eine Schutzbrille. „Komplett-
Schutz ist ein Muss“, sagt die Bau-Gewerkschaft. Foto: IG BAU | Alireza Khalili

Tonnen von Baumaterial mit Asbest stecken im Kreis Unna in Altbauten. „Von 1950 bis 1989 kamen Asbest-Baustoffe intensiv zum Einsatz. Es ist davon auszugehen, dass es in jedem Gebäude, das in dieser Zeit gebaut, modernisiert oder umgebaut wurde, Asbest gibt. Mal mehr, mal weniger“, sagt Friedhelm Kreft von der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Er spricht von „Asbest-Fallen“ und nennt Zahlen: „In den vier ‚Asbest-Jahrzehnten‘ wurden im Kreis Unna rund 52.300 Wohnhäuser mit 119.200 Wohnungen neu gebaut. Das sind immerhin 56 Prozent aller Wohngebäude, die es heute im Kreis gibt. Dazu kommen noch Gewerbegebäude, Garagen, Ställe und Scheunen in der Landwirtschaft.“ Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Westfalen Mitte-Süd verweist dabei auf die „Situationsanalyse Asbest“, die die Bau-Gewerkschaft beim Pestel-Institut (Hannover) in Auftrag gegeben hat.

„Asbest ist ein krebserregender Stoff. Wer in einem asbestbelasteten Haus wohnt, muss sich trotzdem erst einmal keine Sorgen machen. Erst bei Sanierungsarbeiten wird es kritisch. Dann kann Asbest freigesetzt und damit zu einem ernsten Problem werden“, sagt Friedhelm Kreft. Er warnt vor einer „unsichtbaren Gefahr“, wenn Altbauten zu Baustellen werden: „Alles fängt mit Baustaub und dem Einatmen von Asbestfasern an. Bauarbeiter und Heimwerker haben kaum eine Chance, diese Gefahr zu erkennen.“ Bis zu 30 Jahre dauere es, ehe es zur tragischen Diagnose komme: Asbestose – mit Lungen-, Bauchfell- oder Kehlkopfkrebs. Zum Komplett-Schutz bei einer Sanierung mit Asbest-Gefahr gehöre daher immer mindestens eine FFP3-Atemschutzmaske. Ebenso ein Muss: Overall, Schutzbrille und Handschuhe.

„Altbauten im Kreis Unna sind ein tonnenschweres Asbest-Lager. Die krebserregende Mineralfaser steckt in vielen Baustoffen. Die ‚Asbest-Fallen‘ lauern überall: Asbest ist oft im Putz und sogar in Spachtelmassen und Fliesenklebern. Vor allem aber im Asbest-Zement. Daraus wurden vorwiegend Rohre, Fassadenverkleidungen und Dacheindeckungen gemacht. Eternit war typisch für den Westen, Baufanit für den Osten“, sagt Friedhelm Kreft. Ein großes Problem sei Spritz-Asbest: „Hier sind die Asbestfasern schwächer gebunden. Sie können deshalb leichter freigesetzt werden. Vor allem Aufzugsschächte sowie Schächte mit Versorgungs- und Entsorgungsleitungen wurden früher intensiv mit Spritzasbest verkleidet“, erklärt Kreft.

Die IG BAU Westfalen Mitte-Süd spricht von einer neuen „Asbest-Gefahr“: „Wir stehen am Anfang von zwei Sanierungsjahrzehnten. Die energetische Gebäudesanierung wird enorm an Fahrt aufnehmen. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, wird auch im Kreis Unna in den nächsten Jahren ein Großteil der Altbauten ‚angefasst‘.“ Dabei bleibe es in den meisten Fällen nicht bei einer reinen Energiespar-Sanierung: „Wohnhäuser werden modernisiert, senioren- und familiengerecht umgebaut. Es wird angebaut und aufgestockt, um mehr Wohnraum zu bekommen“, so Kreft.

Mit der Sanierungswelle drohe deshalb jetzt auch eine ‚Asbest-Welle‘ auf dem Bau. „Sie ist eine Gefahr – für Bauarbeiter genauso wie für Heimwerker“, sagt der Bezirksvorsitzende der Bau-Gewerkschaft. Aber IG BAU und Pestel-Institut geben auch Entwarnung. Für die Menschen, die in Wohngebäuden leben, die mit asbesthaltigen Baustoffen gebaut wurden, haben sie eine klare Botschaft: „Eine unmittelbare Gefährdung für die Gesundheit gibt es nicht.“ Bei einer Sanierung im bewohnten Zustand sei es allerdings wichtig, mit „allergrößter Sorgfalt professionell vorzugehen“, mahnen Friedhelm Kreft und der Leiter des Pestel-Instituts, Matthias Günther.

Die IG BAU will der drohenden „Asbest-Welle“ auf dem Bau jetzt mit einem Maßnahmenpaket entgegentreten. Die Bau-Gewerkschaft hat dazu eine bundesweite „Asbest-Charta“ mit zentralen Forderungen für mehr Schutz vor Asbest vorgelegt. Der 5-Punkte-Katalog kann bei der IG BAU Westfalen Mitte-Süd angefordert werden: hamm@igbau.de. „Es geht dabei um bessere Informationen über Asbest-Gefahren bei Gebäuden, um die Förderung von Asbest-Sanierungen und vor allem auch um konsequenten Arbeitsschutz. Denn der bevorstehende Sanierungsboom darf nicht zu einer Krankheitswelle führen“, warnt Friedhelm Kreft.

Der Gewerkschafter fordert einen Schadstoff-Gebäudepass mit unterschiedlichen Gefahrenstufen für die jeweilige Asbest-Belastung eines Gebäudes. „Jeder Bauarbeiter und jeder Heimwerker muss wissen, auf was er sich einlässt, wenn er Fliesen abschlägt, Wände einreißt oder Fassaden saniert“, so Friedhelm Kreft.

Er plädiert außerdem für eine staatliche Sanierungsprämie. Dazu müsse der Bund ein KfW-Förderprogramm „Asbest-Sanierung“ schaffen. „Das hilft, Kosten abzufedern, die bei einer – beispielsweise energetischen oder altersgerechten – Gebäudesanierung in asbestbelasteten Wohnhäusern zusätzlich entstehen. Außerdem ließe sich damit auch eine ordnungsgemäße Entsorgung von alten Asbest-Baustoffen sicherstellen“, so der Vorsitzende der IG BAU Westfalen Mitte-Süd.

Die Gewerkschaft fordert deshalb eine intensive Asbest-Aufklärung: „Bauarbeiter und Heimwerker müssen wissen, wie der optimale Schutz vor Asbest aussieht. Und das muss den Menschen in der Sprache gesagt werden, die sie verstehen – den ausländischen Beschäftigten also auch in ihrer Muttersprache“, so Friedhelm Kreft. Er fordert deshalb eine Informationskampagne des Bundes und der Länder. Die heimischen Bundestagsabgeordneten seien jetzt am Zug, den drohenden Gefahren einer „Asbest-Welle“ rechtzeitig mit einem effektiven Maßnahmenpaket entgegenzutreten.

Die Dimension und damit auch die Gefahr, die vom Asbest ausgehe, sei gewaltig: Insgesamt sind nach Angaben des Pestel-Instituts von 1950 bis 1990 bundesweit rund 4,35 Millionen Tonnen Asbest (Ost- und Westdeutschland) importiert worden. Daraus seien rund 3.500 Produkte hergestellt worden – die meisten davon für den Baubereich: Knapp 44 Millionen Tonnen asbestbelastetes Baumaterial stecken bundesweit im Gebäudebestand. In den vergangenen zehn Jahren sind nach Angaben der IG BAU 3.376 Versicherte der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) an den Folgen einer asbestbedingten Berufserkrankung gestorben – darunter allein 320 Baubeschäftigte im vergangenen Jahr.




„Geschenkepatenaktion“ – es wird weitergesucht!

Die Suche nach Geschenkepaten und älteren Personen, die zu beschenken sind, läuft im Rahmen der „Geschenkepatenaktion“ in diesem Jahr bereits auf Hochtouren. Vor allem über weitere Personen, die beschenkt werden sollen, würde sich das Organisationsteam der Stadtverwaltung freuen.

Beschenkt werden können ältere Personen in herausfordernden Lebenslagen. „Herausfordernd kann es für Ältere sein, wenn zum Beispiel keine nahe Verwandtschaft in der Nähe lebt, das finanzielle Auskommen spärlich ist oder andere Lebensereignisse den Alltag erschweren“, beschreibt Tobias Stacke (Stabsstelle „Integrierte Sozial- und Altenhilfeplanung“) die Zielgruppe der Aktion.

Am Donnerstag, den 16.11.2023 wird es im Rahmen der Aktion einen Stand auf dem Wochenmarkt (Bergkamen Mitte) geben. Hier können zum Beispiel Wünsche für ältere Personen eingereicht werden.

Wer als Geschenkepate mitmachen oder jemanden vorschlagen möchte, kann sich darüber hinaus auch gerne per E-Mail (geschenkepaten@bergkamen.de) oder telefonisch (02307 965 -240 bzw. -274) an das Organisationsteam wenden. Gerne werden hier auch alle offenen Fragen geklärt.

Die Geschenke müssen bis spätestens 15.12.2023 im Rathaus eingegangen sein.