Karneval trifft Kaffeeklatsch für Bergkamener Seniorinnen und Senioren
„Bergkamen Helau!“ hieß es kürzlich beim Kaffeeklatsch im St. Elisabeth-Haus in Bergkamen-Mitte. Rund 150 Seniorinnen und Senioren waren der Einladung der Stadt Bergkamen gefolgt und verbrachten gemeinsam einen gemütlichen Nachmittag in karnevalistischer Atmosphäre. Von der fünften Jahreszeit ließ sich auch das musikalische Duo Andy & Lucia inspirieren – zu Kaffee und Kuchen servierten sie einige stimmungsvolle Hits für die zahlreich erschienenen Jecken. „Der musikalische Rahmen stand den gebackenen Leckereien in nichts nach“, dankte Organisator Thomas Lackmann von der Stadt Bergkamen dem musikalischen Duo und den Kuchenpatinnen für die großartige Unterstützung.
Der nächste Termin für den Kaffeeklatsch steht bereits fest: Am Sonntag, 06. April, sind die Bergkamener Seniorinnen und Senioren zur gewohnten Zeit von 14.30 bis 17.00 Uhr wieder in das St. Elisabeth-Haus eingeladen. Für Musik sorgt dann erneut das musikalische Duo Andy & Lucia. Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich. Für weitere Informationen steht Thomas Lackmann gerne zur Verfügung: telefonisch (nur vormittags) unter 02307/965-433 und per E-Mail an t.lackmann@bergkamen.de.
Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit im Februar
Im Kreis Unna erhöhte sich der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 53 auf 16.509. Im Vergleich zu Februar 2024 stieg die Arbeitslosigkeit um 410 (+2,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote verblieb mit 7,6 Prozent auf dem Vormonatsniveau und lag damit geringfügig (+0,1 Punkte) über dem Wert von Februar 2024.
„Im Februar hat sich der Zuwachs an arbeitslosen Menschen im Kreis Unna zwar fortgesetzt, jedoch auf deutlich geringerem Niveau als in den Vormonaten. Gleichzeitig sind erste Lichtblicke erkennbar, die eine Stabilisierung vermuten lassen“, fasst Agenturleiter Thomas Helm die Entwicklung des letzten Monats zusammen. Darunter sei insbesondere die Tendenz zu mehr offenen Stellen zu verstehen. Sowohl Stellenzugang als auch Stellenbestand hätten zum Teil deutlich zugelegt, so Helm. Daher hätten knapp 260 Männer und Frauen mehr als im Januar ihre Arbeitslosigkeit zugunsten einer neuen Beschäftigung beenden können. Außerdem gebe eine genauere Betrachtung der Personengruppen weiteren Grund zu vorsichtigem Optimismus: „Mehr als jeder vierte neue Arbeitslose kam im Februar aus der Altersgruppe der jungen Menschen. Hierbei wissen wir, dass es sich zumeist nur um eine Übergangsarbeitslosigkeit nach Beendigung einer Ausbildung handelt und diese nicht von langer Dauer ist. Unter älteren, langzeitarbeitslosen und ausländischen Menschen hat sich die Arbeitslosigkeit sogar erfreulicherweise leicht reduziert.“
Der Agenturleiter geht von einer Seitwärtsbewegung in der nahen Zukunft aus: „Die konjunkturelle Schwäche bleibt der Region zunächst zwar erhalten und wird voraussichtlich auch weiterhin zur angezogenen Handbremse bei Neueinstellungen. Zu hoffen bleibt dennoch, dass sich eine Entspannung der politischen Großwetterlage nach der Bundestagswahl positiv auf eine Trendwende auswirkt.“
Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In vier der zehn Kommunen des Kreises Unna konnte Arbeitslosigkeit im Februar abgebaut werden. Am stärksten fiel der Rückgang in Schwerte (-2,3 Prozent bzw. 40 auf 1.666) aus. Danach folgten Bönen (-1,5 Prozent bzw. 11 auf 731), Lünen (-1,0 Prozent bzw. 51 auf 4.953) und Selm (-0,5 Prozent bzw. vier auf 884). In den restlichen Kommunen stieg die Arbeitslosigkeit hingegen an. Am geringsten in Unna (+0,8 Prozent bzw. 16 auf 2.099), gefolgt von Fröndenberg (+1,0 Prozent bzw. sechs auf 637), Werne (+1,4 Prozent bzw. 12 auf 846), Holzwickede (+2,3 Prozent bzw. 11 auf 491), Bergkamen (+2,4 Prozent bzw. 56 auf 2.390) und schließlich am deutlichsten in Kamen
(+3,3 Prozent bzw. 58 auf 1.812).
Workshop auf der Ökologiestation: Was ist Glück?
Im hektischen Alltag vergessen wir manchmal, innezuhalten und uns zu fragen, was uns wirklich glücklich macht. Der Workshop am 23. März, 14:00 – 17:00 Uhr, von Oliver Wendenkampf (Geschäftsführer der Umweltzentrum Westfalen gGmbH), bietet eine Gelegenheit, gemeinsam in die Tiefen des Glücksempfindens einzutauchen.
Der Workshop findet in der Ökologiestation des Kreises Unna, Dr.-Detlef-Timpe-Weg 1, 59192 Bergkamen, statt. Eine Anmeldung ist bis Mi., 13.03., beim Umweltzentrum Westfalen, Sandrine Seth, 02389 980911, sandrine.seth@uwz-westfalen.de notwendig.
Streikaufruf von ver.di für den Kreis Unna: Dienstgebäude Dienstag geschlossen
Die Gewerkschaft ver.di hat für den morgigen Dienstag, 25. Februar, zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Absehbar ist bereits jetzt, dass Beschäftigte des Kreises dem Aufruf folgen werden. Daher müssen alle Dienstgebäude der Kreisverwaltung Unna geschlossen bleiben. Bereits vereinbarte Termine werden abgesagt.
In allen Bereichen der Kreisverwaltung kann es wegen des Warnstreiks zu Einschränkungen bei der Aufgabenerledigung kommen. Nicht von dem Warnstreik betroffen ist übrigens die Erreichbarkeit der Rettungsleitstelle über die bekannte Notrufnummer 112. PK | PKU
Streik beim EBB: Dienstag keine Müllabfuhr
Vor dem Hintergrund der aktuellen Tarifrunde im öffentlichen Dienst sind für Dienstag, 25.02.2025, Warnstreiks bei der Stadtverwaltung Bergkamen und somit auch beim EntsorgungsBetriebBergkamen (EBB) angekündigt.
Aufgerufen zum Warnstreik haben die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft – Verdi – und die Gewerkschaften des Deutschen Beamtenbundes (dbb), Komba und Straßenwärtergewerkschaft VDStra.
Die Betriebsleitung des Entsorgungsbetriebes (EBB) geht davon aus, dass ein Großteil der Mitarbeiter*innen des Baubetriebshofes und Entsorgungsbetriebes (EBB) diesen Aufrufen als Mitglieder folgen werden. Insofern ist davon auszugehen, dass die am Dienstag – 25.02.2025 – geplanten Touren im Bereich Papier (blauer Deckel), Bio (grüner Deckel) und Wertstoff (gelber Deckel) ausfallen. Auch der Baubetriebshof wird vermutlich betroffen sein.
Der EBB versucht die Gefäßtouren (Papier, Bio und Wertstoff) im Laufe der Woche bis spätestens Samstag nachzufahren. Diese Aussage erfolgt natürlich unter dem Vorbehalt, dass im Laufe der Woche keine weiteren Warnstreikmaßnahmen am EBB erfolgen.
Der EBB bittet die Abfallgefäße der betroffenen Papier-, Bio- und Wertstofftouren sollten nicht morgen, sondern erst am Mittwoch bereitgestellt werden.
Für eingeschränkte oder ausgefallene Leistungsangebote und eine reduzierte (oder Nicht-) Erreichbarkeit der vorgenannten Betriebe wird seitens der Betriebsleitung bereits jetzt um Verständnis gebeten.
Durchstarten mit Ausbildung.NRW: Die neue digitale Lehrstellenbörse ist online!
Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen starten mit Ausbildung.NRW eine digitale Lehrstellenbörse, die Unternehmen und Ausbildungsinteressierte gezielt zusammenbringt.
„Viele Unternehmen suchen dringend Fachkräfte – und für Jugendliche ist eine Ausbildung der perfekte Karrierestart. Mit Ausbildung.NRW bringen wir beide Seiten zusammen“, erklärt Wolfgang Trefzger, Geschäftsführer für Bildung & Fachkräfte bei IHK NRW.
Ausbildung.NRW bietet eine einfache Möglichkeit, freie Ausbildungsplätze in zahlreichen Berufsfeldern zu finden – von IT und Technik über Gesundheits- und kaufmännische Berufe sowie in kreativen Branchen. Unternehmen profitieren von einer gezielten Bewerbersuche und Matching-Funktionen, um potenzielle Nachwuchskräfte direkt zu erreichen.
Die kostenlose Anmeldung für Unternehmen und Bewerber ist ab sofort möglich unter www.ausbildung.nrw.
Die neue Plattform bietet viele Vorteile
Für Unternehmen
Hohe Sichtbarkeit
Einfache Anzeigenverwaltung
Social Media Integration im Unternehmensprofil
Für Bewerber
Schnelle Bewerbung
Einfache Terminbuchung
Interaktive Unternehmenskarte
Ausbildung.NRW ist eine Initiative der Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen. Ziel der Plattform ist es, die duale Ausbildung zu stärken, Unternehmen bei der Nachwuchsgewinnung zu unterstützen und jungen Menschen einen erfolgreichen Start ins Berufsleben zu ermöglichen.
Kranzniederlegung am Ehrenmal: Grubenunglück auf Grimberg 3/4 am 20. Februar 1946 forderte 405 Todesopfer
Gedenkfeier am 79 Jahrestag des großen Grubenunglücks auf der Schachtanlage Grimberg 3/4 in Weddinghofen.
Zum 79. Jahrestag des großen Grubenunglücks auf der Schachtanlage Grimberg 3/4 am 20. Februar 1946 mit 405 Todesopfern hatten der Knappenverein und die IG BCE-Ortsgruppe Weddinghofen zu einer Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung am Ehrenmal auf dem Waldfriedhof eingeladen.
Eine Gedenkrede hielt am Donnerstagmorgen am Ehrenmal nicht nur Bürgermeister Bernd Schäfer, sondern diesmal auch Oliver Kaczmarek. Er sei selbst Sohn einer Bergarbeiterfamilie, erklärte der SPD-Bundestagsabgeordnete nach der Kranzniederlegung. Er forderte dazu auf, obwohl es in Deutschland längst kein förderndes Steinkohlenbergwerk gebe, die Erinnerung an den Bergbau und hier an das schwerste Grubenunglück in Deutschland wach zu halten.
Als Vorbereitung für seine Rede hatte Kaczmarek den Film über das Grubenunglück mit dem Titel „Lebendig begraben“ aus der WDR-Reihe „Heimatflimmern“ gesehen. Dazu hat er auch einen großen Teil der über 600 Kommentare gelesen. Sie zeigten, dass das Schicksal der Bergleute von Grimberg 3/4 und deren Familien auch heute noch viele Menschen beschäftigt, sagte der Bundestagsabgeordnete. Die Dokumentation von Wilm Huygen rekonstruiert das tragische Unglück von 1946 und zeichnet die Spuren nach, die der „Mythos Grimberg“ bis heute bei den Menschen und in der Stadt hinterlassen hat. Mithilfe von Zeitzeugen, Experten und umfangreichem Archivmaterial wird deutlich, wie es zu der Katastrophe kommen konnte. Dieser Film kann auf dem YouTube-Kanal des WDR aufgerufen werden:
Es gab admals kaum eine Familie in den damaligen Gemeinden Weddinghofen und Bergkamen, die nicht von diesem Unglück betroffen gewesen war. Kurz nach 12 Uhr am 20. Februar 1946 erschütterte eine gewaltige Explosion im Bergwerk Grimberg 3/4 die Gemeinden. Die Wucht der Explosion war so gewaltig, dass über Tage die Schachthalle einstürzte. Eine 300 Meter hohe Stichflamme schlug aus dem Schacht. Die Bunkeranlagen und Seilfahrtaufgänge wurden zerfetzt, das Strebengerüst beschädigt und die Schachteinbauten mit den Fördereinrichtungen völlig zerstört. Der Seilfahrtkorb jagte in den Turm und wurde auf ein Drittel seiner ursprünglichen Höhe zusammengestaucht. Tag und Nacht waren Grubenwehren aus dem gesamten östlichen Ruhrgebiet im Einsatz, um Überlebende zu bergen. Drei Tage dauerten die dramatischen Rettungsaktionen, die bis zur Unerträglichkeit durch ungeheuren Wetterzug und die in den Schacht herabstürzenden kalten Wassermassen erschwert wurden. Nach zwei Nachexplosionen am 21. und 22. Februar 1946 breiteten sich in der Grube die Brände weiter aus.
Drei Tage nach der Katastrophe wurden acht Überlebende gerettet
Wartende Menschen vor der Unglückszeche Grimberg 3/4.
Als die Rettungstrupps am Abend des dritten Tages aufgeben wollten, fanden sie schließlich weitere acht Überlebende. In der Nacht zum 24. Februar wurden sie über den Schacht Grillo in Kamen zu Tage gebracht. Zu den Todesopfern zählten auch drei Offiziere der britischen North German Coal Control (NGCC). Die Söhne englischer Bergwerksbesitzer interessierten sich damals für einen modernen Kohlehobel, der auf Grimberg 3/4 eingesetzt wurde.
Regierungspräsident Fritz Fries setzte sich in seiner Rede während der Trauerfeier am 3. März für Verbesserungen der Sicherheit im Bergbau ein: „In den vergangenen zwölf Jahren ist leider auf diesem Gebiete nicht alles Notwendige geschehen. Der Raubbau des Nazisystems im Bergbau bedingte schwere Versäumnisse in den Sicherheitsmaßnahmen. Aber auch in den vergangenen Monaten hätte man schneller an die Korrigierung der Unterlassungen in den notwendigen Sicherheitsmaßnahmen gehen können.“ Berghauptmann Nolte vom Oberbergamt Dortmund forderte die Klärung der Ursache des Unglücks. Er versprach, die Verantwortlichen streng zur Rechenschaft zu ziehen.
Mahnmal erinnert an 405 Tote
Mahnmal für die Opfer des Grubenunglücks.
Genau sechs Jahre nach dem Unglück wurde am 20. Februar 1952 auf dem damaligen neuen Kommunalfriedhof in Weddinghofen (heute der Waldfriedhof am Südhang) das neun Meter hohe Mahn- und Ehrenmal eingeweiht. Der dreieckige Turm zeigt vorn links einen Bergmann, der sich auf einer Hacke stützt, und vorn rechts eine Bergmannsfrau, die tröstend ihr Kind hält. Auf der dem Wald zugewandten Rückseite sind die Namen aller Todesopfer eingemeißelt worden. Das Denkmal versinnbildlicht den Schachtturm, durch den die Bergleute eines Tages einfuhren und durch ein verheerendes Unglück überrascht wurden. Am Fuß des Turms befindet sich ein Sarkophag mit den Symbolen des Bergmannberufs „Schlägel und Eisen” mit aufgelegtem Lorbeer.
Die Ursache der verheerenden Katastrophe ist bis heute nicht restlos geklärt. Immer noch kursieren Gerüchte über Sabotage. Der Betriebsrat von Kuckuck, wie die Schachtanlage Grimberg 3/4 im Volksmund genannt wird, setzte eine Belohnung von 1000 Reichsmark für die endgültige Klärung des Unglücks aus. Als sicher anzusehen ist jedenfalls, dass eine Schlagwetterexplosion eine Kohlenstaubexplosion nach sich zog.
Die wirtschaftliche Lage der Hinterbliebenen war denkbar schlecht. Zwar setzte direkt nach Bekanntwerden der Katastrophe eine Spendenflut aus ganz Deutschland ein, doch sowohl die Verteilung der Gelder als auch der Umfang der Unterstützung wurden damals von den Hinterbliebenen kritisiert. Auch die Sonderzuwendung der Zechenverwaltung von 200 Reichsmark und der Verzicht der Zeche auf das Sterbegeld der Ruhrknappschaft in Höhe von 150 RM zugunsten der Angehörigen konnten die Not nicht wesentlich lindern.
Deutlich wird die Kritik an der Unterstützung der Hinterbliebenen in dem Rechenschaftsbericht von Valentin Schürhoff, dem Vorsitzenden des Kuratoriums der Grimberg-Spende, vom 30. August 1949. Valentin Schürhoff war bereits vor der NS-Zeit Betriebsrat auf Monopol sowie SPD-Fraktionsvorsitzender im Kamener Stadtrat. Nach Kriegsende ernannte ihn die britische Militärregierung im Mai 1945 zum Beigeordneten (stellv. Bürgermeister) der Stadt Kamen.
Das Kuratorium der Grimberg-Spende wurde vom damaligen Landesarbeitsminister Halbfeld auf Anregung der Gewerkschaft eingesetzt und hatte alleinige Vollmacht über die Spendengelder. Insgesamt waren 2,8 Millionen Reichsmark zusammengekommen. Bis zur Währungsreform wurde an die Hinterbliebenen die Hälfte der Spendengelder ausgezahlt: Jede der etwa 300 Witwen erhielt 3000 und jedes Kind 600 Reichsmark. Doch durch die Währungsreform blieben von der zweiten Hälfte nur noch zehn Prozent, 140 000 Mark, übrig, die wiederum, so Valentin Schürhoff, zur Hälfte blockiert waren.
Da eine weitere allgemeine Unterstützung den Kuratoriumsmitgliedern mit den begrenzten Mitteln nicht mehr möglich schien, beschlossen sie im Oktober 1948, die Beträge, die für das Studium der Kinder vorgesehen waren, sicherzustellen. An alle Schulabgänger sollten 100 Mark zur Anschaffung von Berufskleidung und an alle Frauen mit vier oder mehr Kindern 15 Mark für Einkellerungskartoffeln gezahlt werden. Gerade der letzte Punkt stieß auf Kritik. Viele Witwen forderten die gleiche Unterstützung. Doch da die Rentenzahlung nur die ersten drei Kinder mitberücksichtigte, entschloss sich das Kuratorium die schlechter gestellten Familien mit vier und mehr Kindern besonders zu unterstützen.
Währungsreform ließ Spendensumme schrumpfen
Auch die Bemühungen Valentin Schürhoffs bei den amerikanischen und britischen Offizieren, die 1,4 Millionen Reichsmark im Sinne der Hinterbliebenen nur auf 30 Prozent abzuwerten, blieben erfolglos. Am 6. September 1949 legte das Kuratorium den Witwen im Bergkamener Kino „Schauburg“ an der Bambergstraße Rechenschaft ab. Gegen zwei Kuratoriumsmitglieder sollen sogar gegen Ende des Jahres 1946 gerichtliche Schritte wegen Schludereien bei der Verteilung eingeleitet worden sein. Eindeutige Quellen, die diese Vorwürfe belegen könnten, sind allerdings nicht bekannt.
Lediglich 64 Grimberg-Kumpel konnten trotz des unermüdlichen Einsatzes zahlreicher Grubenwehren lebend geborgen werden. Eine effektivere Rettungsaktion, und das war eine bittere Lehre des Grubenunglücks, verhinderte die schlechte technische Ausrüstung der Grubenwehrmänner. So ließ es der begrenzte Aktionsradius der Beatmungsgeräte nicht zu, dass die Rettungskräfte bis zur 2. Sohle vordringen konnten. Dort lag der Ausgangspunkt des Unglücks. Als Konsequenz aus dem Bergkamener Grubenunglück und den deutlichen Versäumnissen im „Dritten Reich“ und der anschließenden Besatzungszeit wurde die Entwicklungen im Sicherheitsbereich sowohl für die Grubenwehr als auch für den einzelnen Bergmann energisch vorangetrieben.
Umweltzentrum erinnert an Welttag der sozialen Gerechtigkeit: Für eine nachhaltige und gerechte Zukunft
Anlässlich des Welttags der sozialen Gerechtigkeit am heutigen 20. Februar möchte das Umweltzentrum Westfalen ein starkes Zeichen setzen und die Bedeutung von sozialer Gerechtigkeit im Kontext von Umwelt- und Klimaschutz hervorheben. „Als Geschäftsführer des Umweltzentrums Westfalen“, so Oliver Wendenkampf, „ ist es mir ein Anliegen, die Verknüpfung zwischen ökologischen und sozialen Herausforderungen zu betonen“.
Soziale Gerechtigkeit ist ein Grundpfeiler für eine nachhaltige Entwicklung. In einer Zeit, in der die Auswirkungen des Klimawandels immer spürbarer werden, ist es entscheidend, dass wir nicht nur die Umwelt schützen, sondern auch die Bedürfnisse der am stärksten betroffenen Gemeinschaften berücksichtigen. Oft sind es die sozial benachteiligten Gruppen, die unter den Folgen von Umweltverschmutzung und Ressourcenknappheit am meisten leiden. Daher müssen wir sicherstellen, dass unsere Umweltpolitik inklusiv ist und alle Stimmen gehört werden.
Das Umweltzentrum Westfalen setzt sich mit seinen Bildungsangeboten aktiv dafür ein, das Bewusstsein für soziale Gerechtigkeit im Umweltkontext zu schärfen. Wir glauben, dass jeder Mensch das Recht auf eine gesunde Umwelt hat und dass wir gemeinsam an Lösungen arbeiten müssen, die sowohl ökologisch als auch sozial gerecht sind.
„Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich an unseren Veranstaltungen und Workshops zu beteiligen, um mehr über die Zusammenhänge zwischen sozialer Gerechtigkeit und Umweltschutz zu erfahren. Lassen Sie uns gemeinsam für eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft eintreten“, betont Oliver Wendenkampf.
Freitag Warnstreik bei der VKU
Am Freitag, den 21.02.2025, sind die Beschäftigten der VKU von der Gewerkschaft Ver.di zum Warnstreik aufgerufen. Daher muss an dem Tag auf von der VKU betriebenen Linien mit erheblichen Ausfällen gerechnet werden.
Auf der Webseite der VKU befindet sich eine Liste der voraussichtlich durchgeführten Fahrten. Die Liste ist ohne Gewähr, da nicht bekannt ist, ob sich die durchführenden Fremdunternehmen ebenfalls am Streik beteiligen. Die VKU weist besonders darauf hin, dass auch bei
stattfindenden Fahrten in eine Richtung die Rückfahrt nicht immer gewährleistet ist.
Beim VKU Service wird es unter den bekannten Rufnummern eine Notbesetzung mit eingeschränktem Service geben: 0 800 3
/ 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder 0800 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, kostenlos aus allen deutschen Netzen). Im Internet finden Sie die VKU unter www.vku-online.de oder Sie nutzen unseren Service in der
VKU App (kostenloser Download im Google Play Store oder im App Store).
Rotes Kreuz fürchtet Blutspende-Engpass wegen Erkältungs- und Grippewelle
Das Rote Kreuz ruft zur Blutspende auf: Der nächste Termin in Bergkamen ist am Dienstag, 4. März, von 16 bis 20 Uhr im Martin-Luther-Haus, Goekenheide 7, in Weddinghofen.
Um Blut spenden zu können, muss man gesund sein. In diesen Wintertagen kann das ein Problem werden. Der DRK-Blutspendedienst West weist auf eine überdurchschnittlich starke Erkältungs- und Grippewelle hin, die in den kommenden Wochen zu einem deutlichen Rückgang der Blutspenden führen kann. Gerade rund um Karneval ist die Ansteckungsgefahr groß und weitere krankheitsbedingte Ausfälle sind zu erwarten.
Wer sich unsicher ist, ob er – zum Beispiel wegen der Einnahme bestimmter Medikamente – Blut spenden darf, kann sich vorab kostenfrei bei der Hotline des DRK-Blutspendedienstes unter 0800 1194911 erkundigen. Unter www.blutspende.jetzt findet man einen unkomplizierten Online-Check, der sich ebenfalls gut nutzen lässt, um zu testen, ob eine Blutspende möglich ist.
Bitte Terminreservierung nutzen
Das Rote Kreuz bittet darum, jetzt Blut zu spenden und sich vor der Blutspende einen Termin zu reservieren. Wer unter www.blutspende.jetzt oder bei der Hotline des DRK-Blutspendedienstes unter 0800 11 949 11 eine Blutspendezeit bucht, kann ohne Wartezeit Blut spenden.
Wer Blut spenden möchte, muss mindestens 18 Jahre alt sein und sich gesund fühlen. Eine obere Altersgrenze für Blutspender gibt es nicht mehr.
Zum Blutspendetermin bitte unbedingt den Personalausweis oder Führerschein mitbringen. Die eigentliche Blutspende dauert etwa fünf bis zehn Minuten. Danach bleibt man noch zehn Minuten lang entspannt liegen. Zum Abschluss gibt es eine leckere Stärkung.
Durchblick im Weiterbildungsdschungel: Arbeitsagentur berät Arbeitslose, Erwerbstätige und andere Interessierte
Eine Weiterbildung kann viele Gründe haben. Neben dem Beruf kann sie dazu beitragen, die eigene Stellung im Unternehmen zu festigen. Bei Menschen, die eine berufliche Rückkehr anstreben, kann sie Kompetenzen auffrischen und damit die Chancen auf einen Job erhöhen. Arbeitslose können sich mithilfe einer Weiterbildung neue Tätigkeitsfelder erschließen und so ihre Arbeitslosigkeit bestenfalls beenden. Auch während einer Phase der Kurzarbeit oder geringfügigen Beschäftigung können Weiterbildungen eine sinnvolle und zukunftsweisende
Investition darstellen.
Am Mittwoch, dem 19. Februar, sowie an jedem dritten Mittwoch im Monat, informieren Expertinnen und Experten der Arbeitsagentur daher über die breite Palette an Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten einer Weiterbildung, Umschulung oder eines Berufsabschlusses.
Angesprochen sind neben Arbeitslosen und Beschäftigten auch Arbeitgebende, die sich über Weiterbildungsmöglichkeiten für ihre Belegschaft informieren möchten. Die rund einstündige Informationsveranstaltung findet online um 16.30 Uhr statt. Anmeldung erforderlich unter https://eveeno.com/878771659