Partner fürs Leben beim Single-Brunch der Diakonie
Beim diesjährigen Single-Brunch der Diakonie sind noch Plätze frei. Damit bestehen auch für Spätentschlossene noch Chancen, an diesem besonderen Vormittag Kontakte zu knüpfen und vielleicht sogar den Partner fürs Leben zu finden.
Angesprochen sind insbesondere Frauen und Männer ab 35, Termin ist der 16. November um 11.15 Uhr im Katharinen Hof in Unna. Initiatorin der Veranstaltung ist die Partnervermittlung „Kontakt erwünscht“, die die Diakonie aus ihrer Beratungsarbeit heraus entwickelt hat.
Auch Singles, die beim Flirten aus der Übung gekommen sind, müssen keine Scheu haben, sich anzumelden: Die Berater von „Kontakt erwünscht“ stehen mit wertvollen Flirt-Tipps, mit Rat und Ermutigung bereit. Der gut gefüllte Speisenteller hilft zusätzlich dabei, ins Gespräch zu kommen.
Anmeldungen und weitere Informationen dienstags 11-13 Uhr bzw. freitags 14-16 Uhr unter Tel. (02 91) 2900-250. Anmeldeschluss ist der 31. Oktober.
8. Mädchenaktionstag- diesmal in der Streetwork-Anlaufstelle „Anstoß“
Der 8. Bergkamener Mädchen-Aktionstag, für Mädchen ab 10 Jahren, steht vor der Tür. „Girls only“ – Nur für Mädchen – heißt es am Donnerstag, 16. Oktober. Von 15 bis 17 Uhr stehen viele verschiedene Aktionen auf dem Programm.
Es gibt gleich zwei Neuerungen: Erstmalig findet der Mädchentag in den Herbstferien statt und auch zum allerersten Mal in der Anlaufstelle „Anstoß“ der Streetwork Bergkamen. Das Mädchen- und Frauennetzwerk startete im Jahr 2006 mit der Veranstaltungsreihe „Girls only“. Einmal im Jahr öffneten sich die Türen zunächst im Kinder- und Jugendhaus Balu nur für Mädchen. 2011 hieß es erstmalig „Mädchenaktionstag vor Ort“ in der Hellwegschule in Weddinghofen. In den folgenden Jahren wurden die Netzwerkerinnen mit ihren mittlerweile umfangreichen Angeboten in verschiedene Bergkamener Schulen eingeladen.
Ziel der Netzwerkerinnen war und ist es dabei immer, den Mädchen einen außergewöhnlichen Tag zu bereiten und sich mit ihren Fragen und Bedürfnissen in lockerer Atmosphäre auseinanderzusetzen. Spaß haben, schnuppern, aktiv sein, Neues ausprobieren, eigene Stärken entdecken verspricht die Mischung der Angebote, die das Netzwerk auch in diesem Jahr wieder zusammengetragen hat.
Diesmal können Mädchen Infos rund um das Thema Liebe und Freundschaft einholen. Zum Thema Alkoholprävention gibt es einen Rauschparcours, der Veränderungen in der Wahrnehmung und im Verhalten unter Alkoholeinfluss simuliert. Eine Polizistin wird zu verschiedenen Situationen Sicherheitstipps geben. Spannend und lustig wird es beim spielerischen Bewerbungstraining. Unter dem Motto: „Benimm ist in!“ werden Tipps für den gelungenen Auftritt von Schülerinnen bei der Suche nach einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz gegeben. Hier geht es zum Beispiel um die Wahl der richtigen Kleidung, der Frisur, des Schmucks oder der Kosmetik sowie das richtige Auftreten. Kreativität ist beim Design von Schmuck, wie Ketten, Ringe und Ohrringe und bei der Erstellung von eigenen kleinen Sorgenpüppchen gefragt. Geschicklichkeit wird bei der Jonglage und dem Einradfahren gefordert sein.
Ein Highlight wird wieder die Herz-Fotowand sein, mit der die Mädchen sich fotografieren lassen können. Am Ende der Veranstaltung können diese Fotos kostenlos mitgenommen werden.
Ein Büchertisch bietet wie immer viel Literatur zu Mädchenthemen. Der Eintritt ist wie immer frei. Die Veranstalterinnen freuen sich auf möglichst viele junge Besucherinnen, die schnuppern und aktiv werden möchten.
„Kinder helfen Kindern“ – eine gelungene Aktion von St. Michael
Die jüngste Spendenaktion der kath. Kirchengemeinde St. Michael Weddinghofen erwies sich als voller Erfolg.
Die Tanz und Theater Gruppe „All Inclusive“ der Initiative Down Syndrom unter der Leitung von Heike Stube-Rosendahl
Unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“ fand am vergangenem Samstag ein bunter Nachmittag statt. Der Kinderchor „Kolibris“ startete mit gemischten Liedern die Stimmung machten. Dem folgte die Tanz und Theater Gruppe „All Inclusive“ der Initiative Down Syndrom unter der Leitung von Heike Stube-Rosendahl. Die Mädchen und Jungen tanzten unter dem Motto „Lass die Sonne in dein Herz“ und bewiesen damit das eine Behinderung nicht im Wege steht um ein fröhliches Leben zu führen.
441,50 Euro an den Verein Initiative Down- Syndrom
Philipp
Bei den Zuschauern konnte das eine oder andere Auge nicht trocken bleiben. Auch später als Philipp die Vorstellung der Mitglieder der Gruppe und somit seine Rolle als Moderator übernahm. Viel „Sonne in die Herzen“ der Zuschauer brachten anschließend noch die Gruppen der Schreberjugend Bergkamen.
Das Pfarrheim füllte sich mächtig. Das gut bestückte Kuchen Buffet leerte sich schnell so konnten die fleißigen Helfer vom Gemeindeausschuß einmal alles in ein Grill Buffet umwandeln. So ging keiner hungrig nach Hause. Selbst einige Spaziergänger der Gemeinde konnte Katharina Skolik zu einem Besuch überreden. Am Ende konnte die Gemeinde den Erlös des Verkaufs von 441,50 Euro an den Verein „Initiative Down- Syndrom e.V“ übergeben.
Weitere Infos zur Initiative Down Syndrom gibt es hier.
Pflege- und Wohnberatungen in Bergkamen
Die nächsten Pflege- und Wohnberatungen in Bergkamen finden am Donnerstag, 2. und 16. Oktober statt. Die Fachleute des Kreises stehen Ratsuchenden von 10 bis 12 Uhr im Rathaus, Rathausplatz 1 (Raum 600 in der 6. Etage) zur Verfügung. Eine telefonische Kontaktaufnahme ist unter 0 23 07 / 96 52 18 möglich. Falls sich weitere Fragen ergeben, sind die Fachleute unter Tel. 0 23 07 / 289 90 60 zu erreichen.
Bei der Beratung können Fragen rund um das Thema Pflege und Wohnen gestellt werden. Da kann es z.B. um den Antrag auf Leistungsgewährung gehen, um die Grundlagen, nach denen der Medizinische Dienst der Krankenkassen seine Begutachtung durchführt, um die Frage, wie sich Pflegebedürftige auf diese Begutachtung vorbereiten können oder auch um die Finanzierung und Abrechnung eines ambulanten Pflegedienstes oder die Finanzierung des Pflegeheimplatzes. Aber auch Ratsuchende, die Fragen nach technischen Hilfsmitteln oder einer Wohnraumanpassung, wie z. B. einem barrierefreien Badezimmer haben, können die gemeinsame Sprechstunde aufsuchen.
Die Beratung erfolgt trägerübergreifend, also unabhängig von der Zugehörigkeit der Ratsuchenden zu einer Kranken- oder Pflegekasse. Die „Hilfe aus einer Hand“ ist kostenfrei, neutral und persönlich.
Wer die Termine nicht wahrnehmen kann oder im Anschluss weitere Fragen hat, erreicht die Mitarbeiterinnen der Pflege- und Wohnberatung des Kreises Unna im Severinshaus, Nordenmauer 18 in Kamen unter Tel. 0 23 07 / 289 90 60 oder 0800 / 27 200 200 (kostenfrei).
Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.kreis-unna.de – Kreis & Region – Soziales – Pflege- und Wohnberatung.
Benefiz von „Luca – kleiner Engel, großer Helfer“ ein Riesenerfolg
Ein voller Erfolg war die Benefiz-Veranstaltung des Vereins „Luca – kleiner Engel, großer Helfer“ am Sonntag auf dem Gelände der Pfalzschule. Der Besucherstrom zwischen 11 und 18 Uhr wollte einfach nicht abreißen.
Den Verein hatte Jessica Bittrich nach dem Tod ihres Sohns Luca zusammen mit einigen Freundinnen gegründet. Der Junge war an einem Gehirntumor erkrankt und hatte leider den Kampf gegen den Krebs verloren. Mit dieser bitteren Gewiss hatten Monate vorher Einzelpersonen und Vereine Luca durch die Organisation besonderer Ereignisse dem schwerkranken Jungen noch viele schön e Stunden beschert. Dies hatte Luca geholfen.
Diese Erfahrung, dass schwer kranke Kinder unbedingt auch Lebensfreude brauchen, hat Jessica Bittrich dazu geleitet, diesen Verein zu gründen. Das erfreuliche ist, dass viele Menschen diese Botschaft verstanden haben. Erstaunlich viele kamen als Besucher zur Pfalzschule, erstaunlich viele haben sich aber auch in den Dienst der guten Sache gestellt.
So fuhren rund ein Dutzend „Triker“, vor allem aus Dortmund, auf den Schulhof der Pfalzschule. Das sind dreirädrige Motorräder, die so einiges hermachen. Gegen eine Spende an den Verein luden die Triker-Fahrer zu einer kleinen Runde durch Weddinghofen ein.
Aus Iserlohn reiste Marc Beyer mit seinen Luftballons an, die er vor den staunenden Kinderaugen zu niedlichen Tieren formte. Wenn Mama oder Papa einen kleinen Obolus entrichtet hatten, durften die Kleinen die bunten Kunstwerke auch mitnehmen.
Ein ganz besonderes Gefühl war es wohl, als sich Mutige eine Gesichtsmaske aus Gips anpassen ließen. Völlig schmerzlos wurden Unterarme bunte durch „Airbrush“. Im Gegensatz zu Tattoos sind sie nicht ewig. Einen etwas schweren Stand hatten da traditionelle Angebote wie Dosenwerfen, Entenangeln oder Eierlaufen.
In der Mehrzweckhalle lief ein buntes musikalisches Programm. Mit dabei waren der Schlagersänger Armin Isermann und Chantal aus Rünthe. Sie und auch anderen laden regelmäßig zu Benefizkonzerten ein.
Überhaupt scheint sich in Bergkamen ein kleines Netzwerk von Vereinen zu bilden, die sich für soziale Zwecke einsetzen. Ein Gast war zum Beispiel der Vorsitzende von „Wir in Weddinghofen“, Christian Weischede, und seine Familie. Vor gut einer Woche fand an gleicher Stelle die Veranstaltung statt „Weddinghofen bittet zu Tisch“. Manches, was dort nicht verkauft werden konnten, bereicherte am Sonntag den Benefiz-Trödel von „Luca“.
Werbung gab es natürlich für den nächsten Benefiz-Trödel, der am 25. Oktober in der Mensa der Hellwegschule in Rünthe stattfindet. Dort lädt der Verein „Bergkamener helfen Bergkamenern“ ein. Einer der Mitgründer, Oliver Loschek, ist bei „Luca – kleiner Engel, großer Helfer“ Schriftführer und für die Pressearbeit zuständig. Dass man hier zusammenarbeitet, versteht sich dann von selbst.
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Verein „Luca – kleiner Engel, großer Helfer“ stellt sich in der Pfalzschule vor
Mit einer Benefiz-Aktion stellt sich am Sonntag, 28. September, von 11 bis 18 Uhr der Verein „Luca – kleiner Engel, großer Helfer“ auf dem Gelände der Pfalzschule in Weddinghofen vor. Ziel des Vereins ist es, schwer erkrankte Kinder und Jugendliche sowie deren Angehörige zu Unterstützen.
Neben einem Unterhaltungsprogramm gibt es auch einen Benefiz-Trödel. Weitere Infos zum Verein gibt es hier.
Netzwerk „Wegen der Ehre“ zeigt Film „Töchter des Aufbruchs“
Frauen mit Migrationsgeschichte stehen im Mittelpunkt der nächsten Veranstaltungen des Netzwerks „Wegen der Ehre“. So sind auch Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II (Oberstufe) der Willy-Brandt-Gesamtschule Bergkamen zum Dokumentarfilm „Töchter des Aufbruchs“ eingeladen.
Das Netzwerk „Wegen der Ehre“ zeigt in fast allen Städten und Gemeinden des Kreises Unna den Dokumentarfilm „Töchter des Aufbruchs“.
Das 2008 unter Federführung des Kommunalen Integrationszentrums (KI) und der Gleichstellungsstelle Kreis Unna gegründete Netzwerk „Wegen der Ehre“ hat sich zum Ziel gesetzt, für die Themen Zwangsheirat und Ehrenmord zu sensibilisieren. Aus diesem Grund organisiert das Netzwerk kreisweit Informationsveranstaltungen, die vom KI fachlich begleitet werden – wie beispielsweise den Dokumentationsfilm „Töchter des Aufbruchs“.
„Töchter des Aufbruchs“ von Uli Bez erzählt aus dem Leben von Migrantinnen unterschiedlicher Generationen, die nach Deutschland eingewandert sind. Es sind kraftvolle Erfolgsgeschichten, gerade wenn junge Frauen aus der Enkelinnenperspektive über das Leben ihrer Großmütter berichten. Im Anschluss an die Filmvorführung stehen aktive Frauen des Netzwerks „Im Namen der Ehre“ als Gesprächspartnerinnen zur Verfügung.
Wie Bergkamens Gleichstellungsbeauftragte Martina Bierkämper und Sevgi Kahraman-Brust vom Kommunalen Integrationszentrum erklären, sei die Zusammenarbeit mit der Willy-Brandt-Gesamtschule fest abgesprochen, es stehe allerdings noch kein Termin für diese Schulinterne Filmvorführung fest.
Bergkamenerinnen und natürlich auch Bergkamener, die „Töchter des Aufbruchs“ sehen möchten, können dies bei Veranstaltungen in den Nachbarstätten tun, so am 24. Oktober ab 15 Uhr im Soziokulturellen Forum in Lünen-Gahmen, am 29. Oktober um 19 Uhr in der VHS Werne an der Bahnhofstraße, am 7. November beim Frauensalon im Kulturzentrum Alte Mühle in Bönen, am 27. November ab 17 Uhr im Kreishaus Unna oder am 23. Januar 2015 ab 16 Uhr im Haus der Stadtgeschichte in Kamen.
Außerdem steht in diesem Herbst ein Projekt für die Gleichberechtigung von Jungs im Blickpunkt, das auch ein Modell für den Kreis Unna sein kann – „HEROES – Gegen Unterdrückung im Namen der Ehre“: Jungen Migranten wird von Gruppenleitern, die selbst aus so genannten Ehrenkulturen stammen, vermittelt, wie sie erfolgreich für ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Frauen und Männern eintreten können.
Wer sich mit diesen Themen auseinandersetzen oder Informationen zum Netzwerk haben möchte, kann Kontakt mit dem Netzwerk z.B. über Sevgi Kahraman-Brust beim Kommunalen Integrationszentrum Kreis Unna aufnehmen: Tel. 0 23 07 / 9 24 88 -74, E-Mail: sevgi.kahraman-brust@kreis-unna.de.
Hintergrund: Dem Netzwerk „Wegen der Ehre“ gehören die Gleichstellungsbeauftragten der Städte und Gemeinden Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Kamen, Lünen, Schwerte, Unna und Werne an sowie Vertreter des Frauenforums im Kreis Unna e. V., des VSI – Schwerte® für KIDS, des Multikulturellen Forums e. V., von IN VIA Unna e.V. Kath. Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit und von IN VIA Dortmund.
Außerdem kooperiert das Netzwerk mit dem Mädchenhaus Bielefeld, dem Verein Hennamond e.V. und örtlichen Beratungsstellen, die kostenlose Beratung zum Schutz vor Zwangsheirat und Gewalt in der Familie anbieten.
Lions bei BIO-SECURITY
Der Lions Club BergKamen besuchte BIO-SECURITY, das Kompetenzzentrum für biologische Sicherheit in Bönen. Dr. Oliver Bonkamp, Prokurist der Bio-Security Management GmbH, hatte zu einem Vortragsabend ins Kompetenzzentrum nach Bönen eingeladen und die Lions kamen zuhauf.
Martin Weber (l.), Präsident Lions Club BergKamen, und Dr. Oliver Bonkamp, Bio-Security Man-agement GmbH
Dr. Bonkamp erläuterte die Historie und Struktur dieses modernen Kompetenzzentrums mit dem Forschungsschwerpunkt Lebensmittelsicherheit. Anschließend kam mit dem Mikrobiologen Dr. Hansjörg Lehnherr ein im Kompetenzzentrum forschender Wissenschaftler zum Zuge. Dr. Lehnherr, Gründer der PTC Phage Technology GmbH, vermittelte in einem munteren Vortrag die Vorzüge der Bakteriophagen (= Bakterienfresser) in der Massentierhaltung.
Angesichts des breiten beruflichen Spektrums der Lions (Landwirt, Tierarzt, Metzger, Lebensmittelproduzent, Wasserversorger, Ärzte, u.a.m., mit und ohne Bezug zu Lebensmitteln und Hygiene) entspann sich anschließend eine sehr rege Diskussion.
Martin Weber, Präsident des Lions Clubs BergKamen, bedankte sich im Namen der Lions für die großartigen Einblicke anschließend mit einer Einladung in die Traditionsgaststätte Timmering.
Integrationszentrum feiert Jubiläum: 25 Jahre für mehr Miteinander
23 Jahre lang war die RAA Kreis Unna die erste Adresse, wenn es um Integration ging. 2012 fand die Weiterentwicklung und Umbenennung zum Kommunalen Integrationszentrum statt. 25 Jahre beispielhafte Integrationsarbeit werden am 17. September gefeiert – aus mehr als einem guten Grund.
Offensichtlich weiter mit Freude bei der Arbeit. Das Team des Kommunalen Integrationszentrums im Jubiläumsjahr 2014. Foto: Dennis Treu
Um Integration kümmert sich der Kreis länger als das Jubiläum ahnen lässt: Bereits 1979 wurde auf Initiative des damaligen Sozialdezernenten Dr. Volkhard Wrage eine Koordinierungsstelle für Ausländerberatung sowie eine Beratungsstelle für Ausländer in Bönen eingerichtet.
Die glücklichen Teilnehmerinnen feierten den erfolgreichen Abschluss des Rucksack-Programms an der ehemaligen Pestalozzischule mit einem Doktorhut. Fotos: Kreis Unna
Dieses vorausschauende Sozialengagement mündete im September 1989 in der Einrichtung der „Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien“ (RAA): Die erste RAA in einem NRW-Kreis war gegründet.
Inzwischen heißt die im Sozialdezernat des Kreises angedockte Einrichtung mit Sitz in Bergkamen Kommunales Integrationszentrum (KI) Kreis Unna. Geblieben ist die Funktion als zentrale Service-Einrichtung für Fragen, die das Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten betreffen.
Fit-Machen der Fachkräfte
„Der Schwerpunkt der Integrationsarbeit liegt nicht in der Einzelberatung von Migranten, sondern im „Fit-Machen“ der Fachkräfte z.B. in Kindergärten, Schulen oder der Jugendarbeit“, erläutert KI-Leiterin Marina Raupach. „Mittel zum Zweck“ sind Beratungs-, Qualifizierungs- und Informationsangebote sowie Projekte.
Offizielle Eröffnungsfeier der RAA Kreis Unna 1989 mit Landrat Rolf Tewes (l.), Sozialdezernent Dr. Volkhard Wrage (6.v.r.) und RAA-Leiterin Marina Raupach (vorn, 1.v.r.). Ebenfalls auf dem Foto zu sehen sind der damalige Bergkamener Stadtdirektor Roland Schäfer (2.v.l) und der damalige ehrenamtliche Bergkamener Bürgermeister Wolfgang Kerak (vorn 4.v.r.) Foto: Kreis Unna
Themenschwerpunkte bilden die Bereiche Elementarerziehung, Schule, Beruf und kommunale Integration. „Neben der Sprach- und Elternbildung sowie dem interkulturellen Lernen hat sich die Unterstützung von Vätern mit Zuwanderungsgeschichte zu einem neuen Themenfeld entwickelt“, verdeutlicht Marina Raupach den Wandel bei Arbeit und Aufgabenstellung.
Landrat Michael Makiolla, der die RAA bereits als Sozialdezernent begleitete, unterstreicht: „Dass Integration im Kreis gelingt, ist vor allem der Arbeit der einstigen RAA, dem heutigen KI zu verdanken. Das Team hat viel auf den Weg gebracht, doch es bleibt noch viel zu tun.“ Beispielhaft verweist Landrat Makiolla auf Aktivitäten zur Demokratieförderung und Antirassismusarbeit wie z. B. die Unterstützung und Zertifizierung von „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“.
Rucksack-Projekt hat Geschichte geschrieben
Geschichte geschrieben hat das Integrationszentrum mit dem Sprachförderprogramm „Rucksack“, das seit 2002 in Kindertagesstätten und seit 2007 auch in Grundschulen läuft, mit „KOMM IN Kreis Unna“, ein Projekt zur kommunalen Steuerung von Integration (2005-2007) oder mit dem „Go-In“-Projekt, das seit 2011 neu zugewanderte Kinder ohne Umweg und Zeitverzug in die für sie passende Schule vermittelt. Die Handschrift der Integrationseinrichtung tragen auch die Integrationsleitziele des Kreises (2007) und das Integrationskonzept (2012).
Wie fest verankert die Integrationseinrichtung mit KI-Leiterin Raupach und dem zehnköpfigen Team im Kreis ist, verdeutlichen einige Zahlen: Seit 1998 nahmen fast 27.970 Menschen an rund 260 Programmen und Projekten teil, kamen rund 20.370 Teilnehmer zu ca. 940 Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen und wurden 15.430 Beratungsgespräche durchgeführt.
Weitere Informationen (z.B. eine Bilanz 1989-2014) zum Kommunalen Integrationszentrum finden sich im Internet unter www.kreis-unna.de, Kreis & Region, Ausländer und Integration.
Das RAA-Team beim Jubiläum 2004 mit NRW-Sozialministerin Birgit Fischer (4.v.r.), Landrat Michael Makiolla (3.v.r.), Sozialdezernentin Gabriele Warminski-Leitheußer (Mitte, 2. Reihe) und Fachbereichsleiter Norbert Hahn (4.v.l.). Foto: Kreis Unna
Überblick über Betreuungs- und Pflegeangebote in Bergkamen
Haben Sie Fragen zu den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung? Benötigen Sie Hilfe bei der Antragstellung? Einen Überblick über die Betreuungs- und Pflegeangebote für Bergkamener Bürgerinnen und Bürger können Interessierte am Dienstag, 9. September, um 18 Uhr im Bergkamener Ratstrakt, im Sitzungssaal II erhalten.
Dort trifft sich das Bergkamener Interkulturelle Netzwerk (b.i.n.) unter der Leitung des Bergkamener Integrationsbüros. Anne Kappelhoff und Brigitte Sawall, beide von der Fachstelle Pflege- und Wohnberatung in Kamen, werden referieren. Nach einem Überblick über die Hilfsangebote, insbesondere auch bei geplanten Ausstattungsveränderungen in der Wohnung, stehen beide Beraterinnen für Fragen zur Verfügung und geben Unterstützung bei der Auswahl des geeigneten Angebotes.
Weitere Beratungen werden immer am 1. und 3. Donnerstag im Bergkamener Rathaus, Raum 600, von 10:00 Uhr – 12:00 Uhr von Mitarbeiterinnen der Fachstelle kostenlos angeboten. Die Beraterinnen bieten auch Hausbesuche nach Absprache unter Tel. 02307/2899060 an.
Bergkamener Bürgerinnen und Bürger sind auch diesmal wieder herzlich eingeladen, an dem Bergkamener Interkulturellen Netzwerktreffen teilzunehmen und in einen Austausch zu kommen. Für Rückfragen steht das Integrationsbüro telefonisch unter 02307/965-272 oder unter der Mailadresse: integration@bergkamen.de zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Pflege- und Wohnberatung in Bergkamen
Die nächsten Pflege- und Wohnberatungen in Bergkamen finden am Donnerstag, 4. und 18. September statt. Die Fachleute des Kreises stehen Ratsuchenden von 10 bis 12 Uhr im Rathaus, Rathausplatz 1 (Raum 608 in der 6. Etage) zur Verfügung. Eine telefonische Kontaktaufnahme ist unter 0 23 07 / 96 52 18 möglich. Falls sich weitere Fragen ergeben, sind die Fachleute unter Tel. 0 23 07 / 289 90 60 zu erreichen.
Bei der Beratung können Fragen rund um das Thema Pflege und Wohnen gestellt werden. Da kann es z.B. um den Antrag auf Leistungsgewährung gehen, um die Grundlagen, nach denen der Medizinische Dienst der Krankenkassen seine Begutachtung durchführt, um die Frage, wie sich Pflegebedürftige auf diese Begutachtung vorbereiten können oder auch um die Finanzierung und Abrechnung eines ambulanten Pflegedienstes oder die Finanzierung des Pflegeheimplatzes. Aber auch Ratsuchende, die Fragen nach technischen Hilfsmitteln oder einer Wohnraumanpassung, wie z. B. einem barrierefreien Badezimmer haben, können die gemeinsame Sprechstunde aufsuchen.
Die Beratung erfolgt trägerübergreifend, also unabhängig von der Zugehörigkeit der Ratsuchenden zu einer Kranken- oder Pflegekasse. Die „Hilfe aus einer Hand“ ist kostenfrei, neutral und persönlich.
Wer die Termine nicht wahrnehmen kann oder im Anschluss weitere Fragen hat, erreicht die Mitarbeiterinnen der Pflege- und Wohnberatung des Kreises Unna im Severinshaus, Nordenmauer 18 in Kamen unter Tel. 0 23 07 / 289 90 60 oder 0800 / 27 200 200 (kostenfrei).
Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.kreis-unna.de – Kreis & Region – Soziales – Pflege- und Wohnberatung.