Kursangebot der Polizei: Frauen behaupten sich

Gefahr erkannt? Gefahr gebannt? So leicht haben es Frauen in bedrohlichen Situationen nicht immer. Es braucht manchmal mehr als nur ein wachsames Auge: Mut zum Handeln zur Selbstbehauptung. Die lässt sich lernen – zum Beispiel im Juni bei einem Kurs der Polizei.

Angeboten wird der Selbstbehauptungskurs für Frauen von der Kreispolizeibehörde, Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz. Kooperationspartner sind die Gleichstellungsstellen des Kreises Unna und der Kreisstadt Unna. Der Kurs geht über drei Montagabende und findet am 12., 19. und 26. Juni statt. Die Veranstaltung dauert jeweils von 18 Uhr bis 20 Uhr. Treffpunkt ist im Zentrum für Information und Bildung (zib), Lindenplatz 1 in Unna.

Leiten wird den Kurs Kriminalhauptkommissarin Petra Landwehr. Mitmachen können Frauen ab 18 Jahren aus dem Kreis Unna. Pro Teilnehmerin wird eine Gebühr von 15 Euro erhoben. Sie ist am 1. Abend zu entrichten.

Der Kurs soll das persönliche Sicherheitsempfinden stärken und helfen, Gefahren zu erkennen und dann angemessen zu handeln. Deshalb geht es nicht nur um Körpersprache und Tipps zur Vorbeugung, sondern auch um rechtliche Fragen.

Wenn Interesse besteht, wird auch ein praktischer Teil stattfinden. Dafür wurde Ralf Konkel, ein erfahrener Wing Tsun-Trainer, gefunden. Wing Tsun ist ein Selbstverteidigungssystem, das vor mehr als 250 Jahren von zwei chinesischen Frauen entwickelt wurde, um sich gegen stärkere Angreifer erfolgreich zu wehren zu können.

Pro Teilnehmerin wird für den praktischen Teil des Selbstbehauptungskurses eine Kursgebühr von 40 Euro erhoben. Sie ist direkt beim Trainer zu entrichten. Der praktische Kurs findet bei Interesse am Samstag, 1. Juli von 10 bis 14 Uhr statt.

Weitere Informationen und Anmeldungen gibt es bei der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Unna, Heidi Bierkämper-Braun, Tel. 0 23 03 / 27 17-17, E-Mail: Heidi.Bierkaemper-Braun@kreis-unna.de, und bei der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Unna, Josefa Redzepi, Tel. 0 23 03 / 103-555, E-Mail: Josefa-redzepi@stadt-unna.de. PK | PKU




8,8 Tonnen Elektroschrott beim Earth-Day gesammelt: 2500 Euro für die Freiherr-vom-Stein-Realschule

Die Sonne lachte und Schüler, Eltern und Lehrer der Freiherr-vom-Stein-Realschule, aber auch viele Bergkamener Bürger brachten insgesamt 8,8 Tonnen ausgediente Elektrogeräte am letzten Samstag gezielt zum Wertstoffhof an der Justus-von-Liebig-Straße, um die Elektro-Schott-Sammel-Aktion zugunsten der Schule zu unterstützen. Nun lachen auch die fleißigen Sammler, denn die Realschule darf sich auf eine Spende von 2.500 € freuen.

Die Elektroschrott-Sammelaktion von GWA und SIMS brachte ein gutes Ergebnis. Foto: GWA

Wie in den vergangenen fünf Jahren hatten das Bergkamener Elektrorecycling-Unternehmen Sims M+R GmbH und die Kreisentsorgungsgesellschaft GWA in Kooperation mit der Stadt Bergkamen dazu aufgerufen, im Rahmen des internationalen Umwelttages „Earth Day“ Elektro-Schrott zu sammeln. Der Aufruf war wieder sehr erfolgreich. 4,12 Tonnen Elektrokleingeräte, 3,39 Tonnen Fernseher und Bildschirme sowie 28 Großgeräte (4 Waschmaschinen, 4 Elektroherde, 3 Trockner, 8 Spülmaschinens, 9 Kühlschränke) mit weiteren 1,3 Tonnen Gewicht wurden innerhalb von nur vier Stunden abgegeben. Die Anlieferer standen teilweise in Warteschlangen, durften sich dafür aber nach getaner Arbeit mit einer Bratwurst und einem Getränk stärken. 

Das Sammelziel von sechs Tonnen wurde deutlich übertroffen. Die Kooperationspartner freuen sich deshalb, der Schulleitung die Spende der Sims M+R GmbH bald übergeben zu können.




Entlassfeier der Altenpflegeschule Bergkamen: 24 frisch examinierte Fachkräfte und ein Heiratsantrag

Die Altenpflege ist ein Beruf mit Zukunft: 24 Auszubildende des Fachseminars für Altenpflege der Diakonie Ruhr-Hellweg wurden jetzt nach bestandener Prüfung ins Berufsleben entlassen – fast alle haben bereits einen Arbeitsvertrag in der Tasche.

Herzlichen Glückwunsch: Die frisch examinierten Altenpflegerinnen und Altenpfleger erhielten jetzt ihre Zeugnisse.

Für zwei Menschen brachte die Altenpflege auch die entscheidende Wendung für ihre private Zukunft: Sie fanden hier den Partner fürs Leben. Der Kurssprecher nutzte den Rahmen der Abschlussfeier für einen Heiratsantrag, der unter großem Applaus angenommen wurde. Zwei Dozentinnen des Fachseminars dürfen in einigen Monaten als Trauzeuginnen die Eheschließung begleiten. 

Ihre Zeugnisse als staatlich examinierte Altenpflegerinnen und Altenpfleger erhielten: Sven Aufderheide, Alexandra Behrendt, Angelina Buschmann, Emine Dogan, Sanela Durmisevic, Daniel Ebbers, Claudia Ebert D´Angelo, Carina Hüttemann, Yasemin Kaplan, Stefanie Kleiner, Jasmin Klimecki, Dorota Lange, Alexandra Lupp, Doris Martin, Andrea Plogmaker, Jessica Rauch, Melanie Reimann, Tanja Stepputis, Thomas Sternberg, Sascha Umlandt, Nicole Weckwerth, Chantal Weinert, Melissa Wiberny und Sabine Winter.

Zur feierlichen Verabschiedungsfeier begrüßte Schulleiterin Heike Brauckmann-Jauer nicht nur die Absolventinnen und Absolventen, sondern auch ihre Angehörigen sowie Vertreterinnen und Vertreter der Ausbildungseinrichtungen.

Zu Beginn gestaltete Pfarrer Bernd Ruhbach eine Andacht, in deren Mittelpunkt das Kirchenlied „Vertraut den neuen Wegen“ stand. Schulleiterin Heike Brauckmann-Jauer und der Kursleiterin Gisela Strzys gaben den frisch gebackenen Pflegerinnen und Pflegern viele gute Wünsche mit auf den Weg: „Nun können Sie ihre neuen Kenntnisse und Fähigkeiten mit Herz und Hand in die Pflegepraxis umsetzen. Hierbei wünschen wir Ihnen gutes Gelingen, viel Freude, Begeisterung und Gottes Segen.“

Nach der Zeugnisübergabe gab es noch eine Überraschung: Fünf „alte Damen“ – ehemalige Schülerinnen – führten nach flotter Musik einen ebenso flotten Rollator-Tanz auf. 

Am 2. Mai hat bereits ein neuer Ausbildungskurs in Bergkamen begonnen. Für die im Herbst startenden Ausbildungskurse „Altenpflege“ in Holzwickede und „Altenpflegehilfe“ in Bergkamen können sich Interessierte bereits jetzt einen Platz reservieren lassen. Kontakt: Tel. 02307-98300-50, www.diakonie-ruhr-hellweg.de. (drh)




Arbeitslosenquote im April für Bergkamen bei 10,5 Prozent

Im Kreis Unna reduzierte sich der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im April nach einer aktuellen Mitteilung der Agentur für Arbeit um 62 Personen (-0,4 Prozent) auf 17.113. Im Vergleich zu April 2016 ging die Arbeitslosigkeit um 1.025 Personen (-5,7 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote beträgt im Berichtsmonat 8,2 Prozent. In Bergkamen kletterte die Zahl der Arbeitslosen leicht um vier nach oben auf 2683. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 10,5 Prozent.

Der Arbeitsmarkt lief im April im Kreis Unna relativ ruhig, jedoch mit einem weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit“, bewertet Arbeitsagenturchef Thomas Helm die aktuellen Entwicklungen. Helm betont insbesondere die herausragende Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr und sieht darin einen Beleg für die stabile Konjunktur: „Unternehmen profitieren ihrerseits von einer soliden Auftragslage, andererseits benötigen sie dafür entsprechend gutes und qualifiziertes Personal.“ Dies sei am deutlichen Wachstum des Stellenbestandes abzulesen, das für zahlreiche Beschäftigungsperspektiven sorge, so der Arbeitsmarktexperte. Für Mai rechnet Thomas Helm mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises

Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich im Kreis Unna unterschiedlich. Den prozentual stärksten Rückgang verzeichnete Selm (-7,2 Prozent bzw. 67 auf 860). Danach folgen Fröndenberg (-1,9 Prozent bzw. 13 auf 654), Lünen (-0,6 Prozent bzw. 30 auf 5.033) und die Stadt Unna (-0,1 Prozent bzw. drei auf 2.090).

Entgegengesetzt wuchs die Arbeitslosigkeit in Kamen am stärksten an (+1,1 Prozent bzw. 21 auf 2.001), gefolgt von Holzwickede (+1,0 Prozent bzw. fünf auf 531), Werne (+0,8 Prozent bzw. acht auf 1.053), Schwerte (+0,7 Prozent bzw. 10 auf 1.517), Bönen (+0,4 Prozent bzw. drei auf 691) und Bergkamen (+0,1 Prozent bzw. vier auf 2.683).




Existenzgründungsberatung im Bergkamener Rathaus

Am Dienstag, 9. Mai 2017, Sylke Schaffrin-Runkel vom STARTERCENTER NRW der Wirtschaftsförderung Kreis Unna kostenfrei Gründungsinteressierte und JungunternehmerInnen, die eine Selbstständigkeit planen oder sich im Aufbau befinden.

Sylke Schaffrin-Runkel (WFG
Kreis Unna, links im Bild) während der Existenzgründungsberatung.

Für diese kostenlose Fachberatung „vor Ort“ kooperiert die Wirtschaftsförderung der Stadt Bergkamen mit der Wirtschaftsförderung Kreis Unna, so dass gründungsinteressierte Bürger/-innen das Beratungsangebot nutzen können, ohne für eine Beratung nach Unna fahren zu müssen.

Beschäftige, Arbeitslose oder Freiberufler sind eingeladen, sich über Angebote zur Existenzgründung oder Unternehmensentwicklung beraten zu lassen. Egal ob zur Gründung im Nebenerwerb oder Vollerwerb. Diese Sprechstunde richtet sich auch an Personen, die eine Gründungsidee haben und sich mit der Frage beschäftigen, ob es sich „lohnt“, diese weiterzuverfolgen.

Die Beraterin informiert kostenfrei über die einzelnen Schritte zur Existenzgründung, bietet Antworten auf Ihre Fragen rund um die Selbstständigkeit und unterstützt bei Gründungsformalitäten. Sie gibt Hilfe bei der Erstellung eines Geschäftsplans, informiert über Förderprogramme und kann zu Schnittstellen und Netzwerke vermitteln. Das Erfolgsrezept für die Umsetzung Ihrer Geschäftsidee ist eine gute Vorbereitung!

Für die persönliche Beratung im Rathaus Bergkamen in Raum 600 im 6. OG, ist eine Terminabsprache unter Tel. 02303-27-2590 oder per E-Mail an s.schaffrin-runkel@wfg-kreis-unna.de unbedingt erforderlich.

Die nächsten Termine für die Gründungsberatung im Rathaus finden monatlich immer am zweiten Dienstag statt.




Lionsclub BergKamen lädt zur „Geburtstagsparty“ ein

Anlässlich des hundertsten Geburtstages der Lionsclubs schent der Lionsclub BergKamen allen Schulen und Kindertageseinrichtungen in Kamen und Bergkamen Wildbienenhäuser  Mit den Schülern der Klasse 4A der Südschule Kamen freuen sich  (vlnr) Reinhard Kuhfuß,  Reinhard Middendorf, Schulleiter Bernd Kleinschnitger und Klassenlehrerin  Gaby Liedtke;  vorne Linda Henschel und Hagen Leukefeld, beide 10. Foto: Lions Club

In diesem Jahr feiern die Lionsclubs weltweit ihr 100jähriges Bestehen. Diese international tätige Vereinigung ist mit über 1.4 Millionen Mitgliedern in fast 50.000 Clubs die mitgliederstärkste Service-Cluborganisation der Welt. Die ersten europäischen Lions Clubs wurden 1948 in Schweden und in der Schweiz  gegründet. Der erste Lions Club in Deutschland wurde am 5. Dezember 1951 in Düsseldorf gegründet.

Gemessen daran ist der Lionsclub BergKamen noch recht jung. Doch auch die Kamener und Bergkamener Lions in diesem Club feierten im vergangenen Jahr ihr 20. Gründungsjubiläum. Ihr derzeitiger Präsident, der Bergkamener Reinhard Middendorf, lädt nun alle Bergkamener und Kamener zu einer großen „Geburtstagsparty“ ein: „In den vergangenen zwei Jahrzehnten konnten wir viel für Kinder und Jugendliche in Bergkamen und Kamen tun. Das war immer unsere wichtigste Aufgabe und ist es bis heute. Dabei hatten und haben wir immer Menschen und Organisationen vor Ort, die wir unterstützen dürfen. Das 100jährige Bestehen unserer Organisation möchten wir zum Anlass nehmen, am Samstag, dem 13. Mai 2017, von 18.00 Uhr bis etwa 20.30 Uhr in der Kamener Konzertaula diese Menschen und Gruppen und deren Arbeit vorzustellen.“

Bei einem bunten Abend mit musikalischen und tänzerischen Darbietungen, mit Kunst und Gesprächen, mit viel Unterhaltung und Spaß treten unter anderem der Bachkreis und die Schreberjugend aus Bergkamen auf.  Auch andere Kinder- und Jugendgruppen und ehrenamtlich tätige Menschen aus beiden Städten präsentieren ihre Arbeit. Die Bürgermeister beider Städte, Hermann Hupe und Roland Schäfer, werden die Arbeit aller Beteiligten in ihren Ansprachen würdigen.

„Außerdem möchten wir an diesem Abend unseren zahlreichen Unterstützern danken. Unser Club kann jedes Jahr eine beträchtliche Summe für Projekte in unseren beiden Städten verteilen. Das ist auch deshalb so, weil sich für unsere großen Aktionen wie den Lions-Weihnachtskalender und die Tombola beim Kamener Frühlingsmarkt immer wieder Sponsoren begeistern lassen“,  erklärt Middendorf.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist kostenlos. Die Lions freuen sich an diesem Abend über eine kleine Spende für ein Projekt, das sie in der Konzertaula vorstellen werden.

Anlässlich seines Geburtstages wird der Club den Kamener und Bergkamener Schulen und Kindertageseinrichtungen auch ein Geschenk machen. Da sich die Lions nicht nur für Kinder und Jugendliche engagieren, sondern auch an Natur- und Umweltschutz interessiert sind, haben sie einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen den Auftrag erteilt, einhundert Wildbienenhäuser zu bauen. Die werden sie in den kommenden Wochen verschenken. „Damit möchten wir einerseits etwas für die Artenvielfalt der heimischen Insekten und Wildbienen tun, anderseits möchten wir die jungen Menschen für den Naturschutz begeistern“, so Präsident Reinhard Middendorf. Besonders erfreut ist er, dass der Bergkamener Unternehmer Reinhard Kuhfuß, Inhaber des Neuseelandhauses, sich von der Idee so begeistert zeigte, dass er mit einer großzügigen Spende für den Lionsclub einen großen Teil der Herstellungskosten übernahm.




Mobile Sprechstunde für berufliche Wiedereinsteiger – Gemeinsamer Service von Stadt und Arbeitsagentur

Am Montag, 5. Mai, berät Christina Becker, Wiedereinstiegsberaterin der Agentur für Arbeit Hamm, zwischen 9 und 13 Uhr im Rathaus Bergkamen alle Frauen und Männer, die nach einer Pflege- oder Familienphase wieder eine Erwerbstätigkeit aufnehmen möchten.

Christina Becker: Wiedereinstiegsberaterin Agentur für Arbeit Hamm

„Der Arbeitsmarkt befindet sich in einer stabilen Verfassung und qualifizierte Fachkräfte werden von Unternehmen händeringend gesucht“, erklärt Christina Becker. Für die Arbeitsmarktexpertin eine sehr gute Grundlage für alle Frauen und Männer, die den Weg zurück in den Beruf planen. Für all jene, die sich bei den ersten Schritten Hilfe und Unterstützung wünschen, bietet sie eine umfassende Sprechstunde an. Darin beantwortet sie alle Fragen rund um das Thema Wiedereinstieg und informiert über Fördermöglichkeiten der Agentur für Arbeit. Als Wiedereinstiegsberaterin gibt sie wertvolle Ratschläge und Hinweise, angefangen bei der Planung bis hin zur konkreten Bewerbung.

Termine zur Sprechstunde können bei Frau Simone Krämer, Wirtschaftsförderung Frau & Beruf, telefonisch unter 02307 / 965 229 oder per Mail s.kraemer@bergkamen.de  vereinbart werden. Wer vorab Fragen zur Sprechstunde hat, kann sich auch persönlich an Christina Becker wenden. Sie ist telefonisch unter 02381 / 910 1019 oder per Mail unter Hamm.Wiedereinstieg@arbeitsagentur.de erreichbar.




Näh-Treff im Familienzentrum „Tausendfüßler“

Für Näh-Begeisterte bietet das Familienzentrum „Tausendfüßler“, Im Sundern 7, ab dem 02.05.17 ein Näh-Treffen an. Die Treffen finden jeweils dienstags in der Zeit von 19 bis 21 Uhr statt.

In einer lockeren und gemütlichen Atmosphäre können einfache Sachen, wie z. B. einfache Taschen oder Loops, selbst genäht werden. Tatkräftige Unterstützung bekommen die Teilnehmer durch das Personal des Familienzentrums. Anmeldungen werden während der Öffnungszeit des Familienzentrums von Frau Maier-Beckmann unter der Rufnummer 02306/80141 angenommen.

Interessierte sollten eine eigene Nähmaschine, Ideen, Garn, Stoff u. Ä. mitbringen.




6. Earth Day am Wertstoffhof: Elektro-Schrott sammeln für die Freiherr-vom-Stein-Realschule Bergkamen

Man kann sie schon fast eine Traditionsveranstaltung nennen, die Elektro-Schrott-Sammlung am Wertstoffhof in Bergkamen, die in den letzten fünf Jahren von dem Bergkamener Elektrorecycling-Unternehmen Sims M+R GmbH und der Kreisentsorgungsgesellschaft GWA in Kooperation mit der Stadt Bergkamen durchgeführt wurde. Nach den bisherigen Erfolgen haben sich die Veranstalter entschlossen, die Sammelaktion am Wertstoffhof Bergkamen am kommenden Samstag, 29. April 2017 erneut durchzuführen.

Bisher haben das Städtische Gymnasium, die Gesamtschule Bergkamen, die Realschule Oberaden, Bergkamener Grundschulen und im letzten Jahr die städtischen Kindergärten profitiert. Nun ist es die Freiherr-vom-Stein-Realschule in Bergkamen, die gefördert werden soll.

Bürger, die an diesem Samstag am Wertstoffhof an der Justus-von-Liebig-Straße 7 ein ausrangiertes Elektrogerät abgeben, tragen damit nicht nur zum Umweltschutz bei, sie unterstützen gleichzeitig Bergkamener Schüler. Ab 3.000 kg Sammelmenge spendet Sims M+R eintausend Euro, ab der doppelten Menge sind es sogar 2.500 €.

Von 9 bis 13 Uhr können an diesem Samstag Elektroaltgeräte abgegeben werden. Die Abgabe erfolgt auf einer gekennzeichneten Fläche des Parkplatzes links vor der Einfahrt zum Wertstoffhof. Die Veranstalter bitten, die Ausschilderung zu beachten. Als Dankeschön wird allen Unterstützern dieser Aktion eine schmackhafte Bratwurst serviert und ein kleines Präsent überreicht. Die Fachleute von Sims M+R und der GWA geben darüber hinaus interessante Informationen zum Recycling von Elektroaltgeräten.

Sims M+R und GWA möchten mit der Aktion auf die Notwendigkeit der getrennten Sammlung von Elektroaltgeräten aufmerksam machen. Dabei geht es sowohl um die ordnungsgemäße Entsorgung von Schadstoffen als auch um die Schonung von Ressourcen durch die stoffliche oder auch energetische Verwertung von Rohstoffen. Die Aktion findet im Rahmen des Earth Day statt, einem international gefeierten Umwelttag.

Weitere Informationen gibt es bei der GWA-Abfallberatung gerne unter 0 800 400 1 400 (gebührenfrei) – montags bis donnerstags von 8:30 bis 17 Uhr und freitags von 8:30 bis 15:00 Uhr.




Mai-Kundgebung in Oberaden mit Bundesminister Heiko Maas

„Wir sind viele! Wir sind eins“ lautet das Motto der traditionellen Mai-Kundgebung in der Oberadener Römerberg-Sporthalle, zu der die IGBCE-Ortsgruppen, der DGB und andere gewerkschaftliche Organisationen alle Bürgerinnen und Bürger herzlich einladen. Festredner ist Bundesminister der Justiz und Verbraucherschutz Heiko Maas.

Folgendes Programm ist vorgesehen

  • 10:15 ist Sammeln auf dem Museumsplatz.  Verzehrgutscheine werden beim Abmarsch verteilt!
  • 11:00 Uhr Kundgebung in der Römerberg-Sporthalle.
  • Ab 12:30 bis 16:30 Uhr findet auf dem Vorplatz der Römerberg-Sporthalle ein Familientag statt.



Zukunft Kita – Die AWO ludt zum Dialog: „Wir brauchen ein neues Gesetz“

Die Kindertagesstätten in NRW sind laut einer von der AWO in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Studie so stark unterfinanziert, dass sie ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag nur noch eingeschränkt gerecht werden. Wilfried Bartmann, Unterbezirksvorsitzender im Kreis Unna fordert: „Wir brauchen ein völlig neues Gesetz für die frühkindliche Bildung.“ Er eröffnete am Donnerstag den Dialog „Zukunft.Kita – Frühe Bildung gemeinsam gestalten“, zu dem die AWO in die Schwankhalle der Unnaer Lindenbrauerei eingeladen hatte. Die Resonanz war groß.

AWO-Geschäftsführer Rainer Goepfert, Beigeordnete Elke Kappen, Landtagsabgeordneter Hartmut Ganzke, Kita-Leiterin Alexandra Möller, Moderator Thomas Horschler, Prof. Dr. Werner Heister, Prof. Dr. Christina Jasmund und AWO-Unterbezirksvorsitzender Wilfried Bartmann gestalteten die Veranstaltung inhaltlich aus und sorgten für ausreichend Diskussionsstoff für die zahlreichen Teilnehmenden.

31 Kindertageseinrichtungen betreibt die AWO im Kreis Unna. Rund 2.100 Kinder werden hier betreut. Das 2008 unter Protesten eingeführte und bereits mehrfach novellierte Kinderbildungsgesetz (KiBiz) gibt den Rahmen vor, in dem frühkindliche Bildung in NRW stattfindet. Dass dieser für viele Fehlentwicklungen verantwortlich ist, machten die Verfasser der AWO-Studie zu Beginn der Veranstaltung deutlich. Prof. Dr. Christina Jasmund und Prof. Dr. Werner Heister von der Hochschule Niederrhein waren der Einladung nach Unna gefolgt. Sie definierten pädagogische und betriebswirtschaftliche Standards für den Bereich Kita, ohne die die Herausforderungen der Zukunft nicht zu meistern seien – darunter vor allem ein deutlich besseres Verhältnis von Fachkräften und der zu betreuenden Kinderzahl, mehr Zeit für die so genannte „mittelbare pädagogische Arbeit“ wie Elterngespräche oder die Dokumentation kindlicher Entwicklungsschritte sowie kontinuierliche Fort- und Weiterbildung auf hohem Niveau. „Die Aufgaben, die in der Kita heute gemeistert werden müssen, wachsen stetig“, so die Professoren Jasmund und Heister. Die Betreuung, der U3-Kinder, Inklusion, Sprachförderung, der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz und damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf seien nur einige Stichworte.

 

Dass das Finanzierungssystem dringend auf neue Beine gestellt werden muss, war eine Forderung, die in der vollbesetzten Schwankhalle von allen Beteiligten wiederholt formuliert wurde. Rainer Goepfert, Geschäftsführer des AWO-Unterbezirks, ließ Zahlen sprechen: „Seit Inkrafttreten des KiBiz 2008 sind die Personalkosten um rund 32 Prozent, die KiBiz-Zuschüsse aber nur um 13,5 Prozent gestiegen. Den Trägern bleibt da nur der Weg, im gesetzlich zulässigen Rahmen Personalstellen abzubauen.“ Auch Elke Kappen, Beigeordnete der Stadt Kamen, forderte mehr Geld für das System. „Wir reden hier von nachhaltigen Investitionen. Die ganze spätere Entwicklung des Menschen wurzelt in den Bildungsprozessen der frühen Kindheit.“ Alexandra Möller, Leiterin der AWO-Kita „Gänseblümchen“ in Kamen-Methler betonte, dass Bildung in dieser sensiblen Altersphase nur über gute und zuverlässige Beziehungen funktioniere. „Kinder brauchen verlässliche und ausreichend Ansprechpartner.“

 

Hartmut Ganzke, der als einziger heimischer Landtagsabgeordnete an der Diskussion teilnahm, signalisierte, dass die SPD-Fraktion verstanden habe: Ein neues Gesetz soll nach der Wahl geschaffen werden. Erste Gespräche mit den kommunalen Spitzenverbänden und den Trägern gebe es bereits. „Wir müssen weg von den Kindspauschalen, hin zur Förderung der Einrichtungen.“