Flüchtlingshelferkreis sucht engagierte Ehrenamtliche für die Unterstützung von Schülerinnen und Schülern

In der jüngsten Zeit wurde der Wunsch, auch Kinder und Jugendliche ab der Grundschule beim Erlernen der deutschen Sprache und in der Hausaufgabenbetreuung (nicht nur im Fach Deutsch) zu unterstützen, im Bergkamener Flüchtlingshelferkreis immer lauter. „Unsere derzeitigen Kapazitäten reichen leider nicht aus, um dieses Wunsch zu realisieren“, dämpft der Vorstand des Flüchtlingshelferkreises die Erwartungen.

Helfen könnten hier aber andere engagierte ehrenamtlich tätige Frauen und Männer. „Auch bei unseren anderen niederschwellig angebotenen Deutschkursen wird weiterhin Hilfe benötigt“, so der Vorstand weiter.

Wer sich einen dieser Kurse näher ansehen möchte oder dem Flüchtlingshelferkreis mit Engagement in den Schulen unterstützen möchte, kann sie per Mail melden: info@fhk-bergkamen-ev.de. Weitere Infos im Netz unter: www.fluechtlingshelferkreis-bergkamen.de

Eine weitere Möglichkeit für eine Kontaktaufnahme gibt es am 8. Dezember von 15 bis 19 Uhr beim

Weihnachtsbasar im „HausFRIEDEN“, Präsidentenstraße 45 beim Weihnachtsbasar, zu dem natürlich auch alle anderen herzlich eingeladen sind.




Herzlichen Glückwunsch! Video-Geocaching-Projekt der Jugendkunstschule Bergkamen gewann beim bundesweiten Wettbewerb den 2. Preis

Die Jugendkunstschule hat mit ihrem Video-Geocaching-Projekt „Lieblingsplätze“ beim bundesweiten „Rauskommen! Der Jugendkunstschuleffekt“ den 2. Preis gewonnen, der mit 1500 Euro dotiert war. Schirmherrin des Wettbewerbs war Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Katarina Barley. Organisiert hat den Wettbewerb des Bundesverbands der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen e.V. (bjke) und die Preisverleihung fand in Leipzig statt.

Bei der Preisverleihung in Leipzig waren dabei: Vier von 12 Projektteilnehmern Kristin Haumann, Renas Hassan, Jan Friese, Lukas Gaide, außerdem: Imke Vogt und Arne Vogt vom Streetwork Bergkamen, Sunny Bansemer, Mediencoach, Moderatorin, Schauspielerin von „Freigesprochen – Mediencoaching“ (Verbund von freiberuflichen Medienprofis) und der Leiter der Jugendkunstschule Bergkamen Gereon Kleinhubbert.

Jugendliche aus Bergkamen mit und ohne Fluchthintergrund erkundeten gemeinsam die Stadt und suchten dort ihre „Lieblingsplätze“. Daraus entwickelten sie eine Video-Geocaching-Route mit filmischen Portraits dieser Orte, die nun von interessierten Menschen spielerisch nachvollzogen werden kann.

Der mit 2.500 Euro dotierte erste Preis geht an die Kinder- und JugendKulturWerkstatt JOJO in Leipzig für ihr Projekt „Flaschenpost der Generationen“, das sie gemeinsam mit der August-Bebel-Grundschule und dem Städtischen Altenpflegeheim „Martin Andersen Nexö“ realisierte. Einmal pro Woche schickten sich die Schüler*innen der 4. Klasse mit und ohne Migrationshintergrund und die Bewohner*innen des Altenpflegeheims Briefe und Bilder – als künstlerisch gestaltete Flaschenpost. „Die vielfältige Form der Begegnung und des Aufeinanderzugehens wurde – neben der literarischen und künstlerischen Form – schließlich durch das persönliche Zusammentreffen der Briefschreibenden gekrönt. Das Projekt realisiert auf herausragende Weise die Begegnung verschiedener Lebenswelten und bereichert sie mit verblüffend einfachen, aber äußerst wirksamen Mitteln“, heißt es auf der Urkunde der Bundesministerin Katarina Barley und des bjke-Vorsitzenden Peter Kamp.

Mit dem dritten Preis wurde die Jugendkunstwerkstatt Koblenz e.V. für „authentic – junge Kultur made in Koblenz“ ausgezeichnet. Eine freie Projektgruppe von jungen Menschen zwischen 17 und 30 Jahren organisierte das eintägige Festival „authentic“ und übernimmt dabei sämtliche Aufgaben selbst – von der Auswahl der Acts bis zum Management am Festivaltag selbst. Das vielfältige Programm bietet der Jugendkultur aus Koblenz und Umgebung darüber hinaus eine öffentlichkeitswirksame Plattform und macht sie auf diese Weise für ein breites Publikum sichtbar.

Der Wettbewerb „Rauskommen! Der Jugendkunstschuleffekt“ des Bundesverbands der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen e.V. (bjke) wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und von Bundesministerin Dr. Katarina Barley als Schirmherrin unterstützt. Seit 2010 werden kulturpädagogische Projekte ausgezeichnet, die in besonderer Weise die Grenzen der eigenen Einrichtung überschreiten, um so die Zugänglichkeit zu und Teilhabe an kultureller Bildung für alle Kinder und Jugendlichen zu verbessern. Eine siebenköpfige Jury aus Expert*innen der kulturellen Bildung und Jugendlichen wählte die Preisträger*innen aus insgesamt 96 Einreichungen aus.




Weihnachtskalender des Lionsclub BergKamen: Gewinnnummern gezogen

Unter notarieller Aufsicht wurden jetzt die Gewinnnummern für den diesjährigen Lions-Weihnachtskalender gezogen. Zur Freude der Lions ist die zwölfte Auflage dieses inzwischen im heimischen Raum bekannten und beliebten Kalenders fast ausverkauft.

Ziehung der Gewinnnummern des Weihnachtskalenders Lionsclub BergKamen
vlnr
Glücksfee Marleen Ehringhausen
Dr Hubert Brinkschulte
Michael Blumrich
Ernst Schregel
Friedrich-Wilhelm Brumberg

Die Glücksfee Marleen Ehringhausen hatte reichlich zu tun, sie musste über 220 mal in die Lostrommel greifen. Jetzt stehen die Gewinnnummern fest. Sie werden ab dem ersten Dezember durch den Bergkamen-Infoblog, auf der Facebook-Seite „Bergkamener Nachrichten, in den heimischen Zeitungen  und im Internet u.a. auf der Homepage www.weskamp-partner.de  zu lesen sein.

Zu den über 220 attraktiven Gewinnen zählen Einkaufs- und Warengutscheine bis zu 300 Euro und  wertvolle Sachpreise.  Der Hauptpreis am 24. Dezember ist ein Reisegutschein  im Wert von 1000 Euro.

Doch nicht nur die Gewinner werden sich freuen. Da die Herstellungskosten des Kalenders und sämtliche Preise von Spendern und Sponsoren finanziert wurden, ist gewährleistet, dass der gesamte Erlös der Aktion Projekten für Kinder und Jugendliche in Bergkamen und Kamen zukommt.




„Spotlight“-Theater zu Gast beim Projekttag des sechsten Jahrgangs des Städtischen Gymnasiums

Am Mittwoch, 29. November, findet der alljährliche „Tag gegen Mobbing“ für den sechsten Jahrgang am Städtischen Gymnasium Bergkamen statt.

Der Projekttag beginnt um 8:10 Uhr mit einem Auftritt des „Spotlight“-Theaters im PZ der Schule. In dem Stück wird den Schülerinnen und Schülern ein Mobbingfall in theaterpädagogischer Weise dargeboten. Dieser Fall wird anschließend dann zum vertieften Arbeiten in diesem Themenbereich verwendet. Hier liegt der Fokus auf sozialem Lernen, zum Beispiel in Form von Spielen.

In der dritten und vierten Stunde sollen die Schülerinnen und Schüler eigene ,,Mobbing-, Antimobbing-Rollenspiele“ entwickeln, um diese dann in der fünften Stunde im Plenum in ihrer Klasse zu präsentieren. Die sechste Stunde dient der gemeinsamen pädagogischen Auswertung des Projekttages.




Bezirksregierung in Arnsberg bietet Ausbildungsplätze in 2018 an

Für das Jahr 2018 sucht die Bezirksregierung Arnsberg Verstärkung und bietet jungen interessierten Menschen attraktive Ausbildungsmöglichkeiten in verwaltungsspezifischen Berufen an. Ausbildungsstellen gibt es derzeit noch für die Ausbildungsgänge für Regierungsinspektoranwärter/-innen (duales Studium), Verwaltungswirte/-wirtinnen sowie für Verwaltungsfachangestellte.

Die dreijährige Ausbildung zur Regierungsinspektorin oder zum Regierungsinspektor erfolgt im Beamtenverhältnis und bietet ein duales Studium mit dem Abschluss „Bachelor of Laws“ an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Dortmund. Sprachliches und schriftliches Verhandlungsgeschick sind im Berufsalltag bei der Zusammenarbeit mit anderen Behörden, Institutionen, Verbänden und Unternehmen ein wichtige Voraussetzung. Interesse für verwaltungstechnische und juristische Fragestellungen und Lösungsmöglichkeiten gehören bei Tätigkeiten in der öffentlichen Verwaltung ebenfalls zu den Voraussetzungen.

Die zweijährige Ausbildung zur Verwaltungswirtin bzw. zum Verwaltungswirt findet ebenfalls im Beamtenverhältnis statt. Auch in diesem Job überwiegt die klassische Büroarbeit. Abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Tätigkeiten warten zum Beispiel in den Bereichen des Umweltschutzes, der Kommunal- oder der Schulaufsicht, der Wirtschafts- und Städtebauförderung oder auch dem Verkehrswesen.

Die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten oder zum Verwaltungsfachangestellten findet im Angestelltenverhältnis statt, beinhaltet kein Studium und bereitet den Weg für den so genannten mittleren Dienst. Nach der dreijährigen Ausbildung ist auch in der freien Wirtschaft – zum Beispiel bei Versicherungen, Krankenkassen oder Handels- bzw. Handwerkskammern – eine Beschäftigung möglich.

Eine Online-Bewerbung ist noch bis Ende November möglich (http://www.ausbildung-bezirksregierungen-nrw.de). Weitere Informationen zu den einzelnen Ausbildungen sind hier zu finden: www.bra.nrw.de/karriere.

Auch mit dem Beginn des derzeitigen neuen Ausbildungsjahres am 1. September 2017 haben neun Regierungssekretäranwärterinnen und -anwärter sowie 28 Regierungsinspektoranwärterinnen und -anwärter ihre Ausbildung begonnen.

Bereits am 01.08.2017 hatten insgesamt neun weitere Auszubildende ihren ersten Arbeitstag bei der Bezirksregierung Arnsberg. Zwei „Neue“ sind in die Ausbildung als Fachinformatikerin und Fachinformatiker eingestiegen. Ebenfalls eine technische Richtung eingeschlagen haben zwei junge Kollegen, die ihre Ausbildung zum Geomatiker beziehungsweise Vermessungstechniker angetreten haben. In einem artverwandten Umfeld hat zudem ein Regierungsvermessungsoberinspektoranwärter am 1. August seinen Dienst angetreten.

Und auch für kreativen Nachwuchs gibt es Ausbildungsmöglichkeiten. Eine Auszubildende für den Bereich der Mediengestaltung lernt in den nächsten drei Jahren die Bezirksregierung etwas bunter mitzugestalten.




Tagung »Refugee Citizen« am 23. November 2017 in Bergkamen

Zwei intensive Jahre Flüchtlingsbewegungen und hunderte gelungener Projekte mit Geflüchteten: Nun fragen sich viele Akteure, wie es weitergehen soll? Das wollen PraktikerIinnen und ExpertInnen aus NRW am Donnerstag, 23. November 2017, von 10 bis 18 Uhr im Bergkamener Rathaus diskutieren.

Kommunale Netzwerke und ländlicher Raum – unter diesem Titel bietet »Refugee Citizen« mit Vorträgen und Diskussionsforen Raum für Austausch und Perspektiven.
Welche hilfreichen Strukturen und Netzwerke sind entstanden? Wie hält man sie lebendig und welche Ressourcen und Kenntnisse werden gebraucht, um ein künftiges gesellschaftliches Miteinander erfolgreich zu gestalten?

Die vierte Tagung »Refugee Citizen«, von den Kultursekretariaten in Nordrhein-Westfalen und der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW veranstaltet, lädt ein, über neue Kommunikationsplattformen und veränderte gesellschaftliche Bündnisse zu debattieren. Das Kulturreferat der Stadt Bergkamen unterstützt die Tagung inhaltlich und organisatorisch!

Im Fokus stehen neue interdisziplinäre Bündnisse, kommunale und regionale  Netzwerke sowie digitale Plattformen – nicht nur, aber auch im ländlichen Raum. Welche neuen Konzepte sind hier auch ohne die Ressourcen großer Städte entstanden? Wie sehen nachhaltige Strukturen für ein gelungenes gesellschaftliches Miteinander aus und welche Rolle kommen dabei Kunst und Kultur zu? Über diese und weitere Fragen werden Künstler*innen, Politiker*innen und Expert*innen aus verschiedenen Praxisfeldern der Geflüchtetenarbeit diskutieren. Die Ergebnisse werden anschließend veröffentlicht.

Die Programmreihe »Refugee Citizen« begleitet und untersucht seit 2015 Aspekte kultureller und gesellschaftlicher Entwicklungen infolge der Migration vieler Geflüchteter nach Nordrhein-Westfalen. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW fördert die Veranstaltung. Die Ergebnisse werden in eine umfassende Bestandsaufnahme einfließen.

Weitere Informationen auf den Internetseiten der Kultursekretariate zu finden: www.kultursekretariat.de und www.nrw-kultur.de.




Kronkorken sammeln für den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst jetzt auch auf dem Bergkamener Wertstoffhof

Ab sofort werden auf dem GWA-Wertstoffhof in Bergkamen in der Justus-von-Liebig-Straße Kronkorken gesammelt. Hiermit unterstützt die GWA – Kreis Unna die Aktion „WIR reden nicht, WIR tun was“.

Initiiert hat diese Sammlung Ina Wunder. Sie und viele Helfer sammeln seit vier Jahren Kronkorken für den Ambulanten Kinder- und Hospizdienst Kreis Unna. Dieser begleitet und hilft Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern und Jugendlichen.

Die gesammelten Kronkorken werden an einen Metallhändler verkauft. Den Gewinn erhält der Hospizdienst.

Da der Platz im Hause Wunder für die Sammelsäcke mit Kronkorken nicht mehr ausreichte, kam Ihr die Idee mit dem Bergkamener Wertstoffhof. Über das Bergkamener Bürgermeisterbüro nahm Ina Wunder Kontakt zur GWA auf. Die GWA sah gute Gründe, die Initiative zu unterstützen. Resultat: Auf dem Wertstoffhof steht zunächst ein 2,5 m³ miniContainer nur für Kronkorken.

Spenden kann nun jeder Wertstoffhofbesucher zu den bekannten Öffnungszeiten des Hofes.

 

Ina Wunder bedankt sich schon jetzt für die neue Kronkorkensammelstelle auf dem Wertstoffhof.




AG Wohlfahrt im Kreis Unna will Zusammenarbeit weiter stärken

Die Wohlfahrtsverbände im Kreis Unna setzen sich für eine noch engere Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung ein.

Die Mitglieder der AG Wohlfahrt haben im „Haus Villigst“ über das Thema Beteiligungskultur gesprochen. Foto: drh

„Wenn Städte und Gemeinden sozialpolitische Entscheidungen treffen, ist es wichtig, dass unsere Expertinnen und Experten frühzeitig mit einbezogen werden“, erklärt Christian Korte, Vorstand der Diakonie Ruhr-Hellweg. „Die langjährige und landesweit herausragende Zusammenarbeit von Sozialverbänden, Politik und Verwaltung im Kreis Unna lebt davon“, ergänzt der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Wohlfahrt.

Das Gremium tagte am 10. November im „Haus Villigst“ in Schwerte. Im Mittelpunkt stand das Thema Beteiligungskultur im Gemeinweisen. Die Teilnehmenden, darunter auch Vertreter aus Politik und Verwaltung, waren sich darüber einig, dass der fortwährende Dialog eine große Bedeutung für die Gestaltung des gesellschaftlichen Miteinanders hat. Die Basis für eine gute Zusammenarbeit sei eine frühzeitige und nachhaltige Beteiligung der Wohlfahrtsverbände an politischen Entscheidungsprozessen, fasst Christian Korte zusammen.

Die Wohlfahrtsverbände mit ihren zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeitenden vertreten seinen Worten nach einen wichtigen gesellschaftlichen Bereich. „Wir sehen in der täglichen Arbeit, wie sich politische Entscheidungen auf das Leben der Menschen auswirken und geben entsprechende Rückmeldungen an die Verantwortlichen“, so Korte. „Die Wohlfahrtspflege beleuchtet ein Thema aus einer ganz anderen Perspektive. Das kann wertvoll für die politische Willensbildung sein.“

Über die AG Wohlfahrt:

Der AG Wohlfahrt gehören die Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Diakonie, das Deutsche Rote Kreuz und der Paritätische Wohlfahrtsverband aus dem Kreis Unna an. Auch die politischen Parteien und die Kreisverwaltung sind in dem Gremium vertreten. Die AG Wohlfahrt tagt regelmäßig etwa vier- bis fünfmal im Jahr. Während dieser Konferenzen sprechen die Mitglieder zum Beispiel über Themen wie Inklusion, bezahlbaren Wohnraum, die Situation der Flüchtlinge oder Fördermittel. Aktueller Sprecher der AG Wohlfahrt ist Christian Korte, Vorstand der Diakonie Ruhr-Hellweg.




Geschäftsstellen des Jobcenters schließen Dienstag eher

Am morgigen Dienstag, 21. November 2017, schließen alle Geschäftsstellen des Jobcenters Kreis Unna, auch in Bergkamen, schon um 12 Uhr. Um Beachtung wird gebeten.

Alternativ können Kunden ihre Anliegen auch telefonisch unter 02303 2538-0 klären.




St. Martin führte Kinder der AWO-Kitas durch den wunderschön beleuchteten Stadtwald

Über 650 kleine und große Teilnehmer hat am Freitagabend der Martinsumzug der AWO-Kindertageseinrichtungen Wackelzahn, Flohzirkus, Vorstadtstrolche, Traumland, Sonnenblume und Villa Kunterbunt auf den Stadtmarkt gelockt.

St. Martin auf dem Stadtmarkt.

St. Martin hoch zu Ross führte bei schönem Herbstwetter die riesige Menge vom Stadtmarkt durch den wunderschön beleuchteten Wald, vorbei an den Posaunisten der Musikschule. Zuvor gab es nach der Begrüßung einige Lieder von einem Schülerchor der Bodelschwingh-Schule und eine Martinsaufführung der Initiative Down-Syndrom (IDS).

Zurück auf dem mit Musik beschallten Marktplatz konnte bei warmen Getränken und Speisen der St. Martin noch einmal aus aller nächster Nähe betrachtet werden. Neben selbst gemachten Lamacuns, leckeren Brezeln und Würstchen unterstützte das AWO Hermann-Görlitz-Seniorenzentrum den Umzug wieder mit selbstgemachten, frischen Reibeplätzchen. Das THW sorgte wieder ehrenamtlich für die Sicherheit und die Beleuchtung.

Durch diese gute Zusammenarbeit konnte bereits zum vierten Mal ein großes, friedliches und schönes Fest stattfinden.

 




„Schwuchtel“ ist eine Beleidigung: Drei Monate Haft

von Andreas Milk
Bergkamen. Mit Strafrichtern hatte der 26-jährige Sebastian H. (Name geändert) schon oft zu tun. Derzeit läuft eine Bewährungsfrist aus einer früheren Verurteilung. Heute kamen nochmal drei Monate Haft hinzu, ohne Bewährung: Nach Überzeugung von Richter Martin Klopsch hatte sich H. am 14. Juni in Bergkamen der Beleidigung schuldig gemacht. Das Opfer: ein Altenpflege-Azubi.

Der wollte mittags auf der Ebertstraße von der Schule zu seinem Auto gehen, als er hinter sich Stimmen hörte: Sebastian H. saß da zusammen mit einem Freund. Es fiel das Wort „Schwuchtel“, sehr laut, sehr deutlich. Der Azubi ging zu den beiden, fragte, was das eben gewesen sei, und rief die Polizei. Später stellte er Strafantrag.

Beim Gerichtstermin erklärte Sebastian H., am Anfang habe sein Freund zu ihm gesagt: „Guck mal, was für eine Schwuchtel.“ Damit habe der Freund „nur seine Meinung geäußert“. Niemand könne doch etwas dafür, dass der Azubi sich angesprochen fühlte. Er selbst – H. – benutzte den Begriff allerdings ebenfalls: Das sagten übereinstimmend der Azubi und eine Mitschülerin, die in der Nähe war. Und der Richter hatte daran keinerlei Zweifel.

Am Ende also das Urteil: Gefängnis. Schon vor der Verkündung hatte H. angekündigt, „auf jeden Fall in Berufung“ zu gehen. Sogar mit dem – weit komplizierteren – Rechtsmittel der Revision kenne er sich aus.
Und was ist mit seinem Freund, der damals sozusagen Stichwortgeber war? Auch dem droht nun ein Strafprozess; auch für ihn wäre es nicht der erste. Auf dem Zeugenstuhl gab er zu, dass der Satz „Guck mal, was ’ne Schwuchtel!“ von ihm stammte – nachdem Richter Klopsch ihn pflichtgemäß belehrt hatte, er brauche sich als Zeuge nicht selbst rein zu reiten.