Weiterer Streiktag angekündigt: Auch Kreisverwaltung betroffen

Im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft „komba“ für Mittwoch, 11. April seine Mitglieder zum Warnstreik aufgerufen. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung werden an dem Warnstreik teilnehmen.

Welche Bereiche in welchem Ausmaß betroffen sein werden, ist nicht absehbar. Es kann zu Einschränkungen bei der Aufgabenerledigung kommen. Darauf weist die Pressestelle des Kreises hin. Nicht von dem Warnstreik betroffen ist übrigens die Erreichbarkeit der Rettungsleitstelle über die bekannte Notrufnummer 112. PK | PKU




Vorreiter gesucht: Gutes Wohnen für Familien

Was macht gutes Wohnen für Familien im Kreis Unna aus? Das möchte das Handlungsfeld Wohnen und Leben im Bündnis für Familie Kreis Unna erneut wissen und sammelt bis Mitte September wieder Best Practice-Beispiele für nachahmenswerte Familienwohnprojekte.

Landrat Makiolla, Anna Musinszki und Sabine Leiße (Organisation des Wettbewerbs) sowie Matthias Fischer von der UKBS (v.l.) werben für den Wettbewerb Gutes Wohnen für Familien. Foto: Max Rolke

Der Wettbewerb hatte 2016 Premiere. Besonders angesprochen sind diesmal Privatleute. „Gerade die haben oft aus eigener Betroffenheit heraus tolle Lösungen für familiengerechtes Wohnen entwickelt, ahnen aber meist gar nicht, dass sie beispielgebend sein könnten“, ermutigt Landrat und Schirmherr Michael Makiolla Privatpersonen, bei dem Wettbewerb mitzumachen.

Als Teilnehmer ebenfalls herzlich willkommen sind Wohnungsunternehmen, kommunale Projektträger, Kirchen und Verbände, denn mit der Sammlung guter Praxisbeispiele möchte das Bündnis für Familie zeigen, wie vielfältig „Gutes Familienwohnen“ im Kreis sein kann.

Punkten kann man mit Maßnahmen, die die Wohnung bzw. das Wohnhaus betreffen, aber auch mit Ansätzen, die das Wohnumfeld einbeziehen. In den Blick genommen werden z. B. unterschiedliche Wohnformen, flexible Räume und Wohnungsgrundrisse, familienorientierte Maßnahmen, die die Qualität des Zusammenlebens im Wohnquartier verbessern oder den Zugang zu haushaltsnahen Dienstleistungsangeboten erleichtern.

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. September. Ein Fachbeirat bewertet anschließend die eingereichten Projekte. Ausgewählte Beiträge präsentiert das Bündnis für Familie dann am 8. November im Kreishaus Unna. Alle Beiträge aus der „Wohnmodell-Sammlung“ werden mit einer Plakette ausgezeichnet.

Informationen zum Projekt und der Bewerbungsbogen zum Download stehen ab sofort im Internet unter www.kreis-unna.de/Gutes-Wohnen-fuer-Familien zur Verfügung.

Die Best Practice-Sammlung mit prämierten Projekten aus 2016 findet sich unter http://www.kreis-unna.de/hauptnavigation/kreis_region/leben_im_kreis/familie_und_jugend/buendnis_fuer_familie/gutes_wohnen_fuer_familien/best_practice_beispiele.html. PK | PKU




Warnstreik im öffentlichen Dienst: Auch Kreisverwaltung betroffen

Im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst haben die Gewerkschaften für Dienstag, 10. April Warnstreiks angekündigt. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung werden an dem Warnstreik teilnehmen.

Welche Bereiche in welchem Ausmaß betroffen sein werden, ist noch nicht komplett absehbar. Klar ist aber schon jetzt, dass das Tierheim des Kreises am Dienstag geschlossen bleibt. Auch in anderen Bereichen der Kreisverwaltung kann es wegen des Warnstreiks zu Einschränkungen bei der Aufgabenerledigung kommen. Darauf weist die Pressestelle des Kreises hin.

Nicht von dem Warnstreik betroffen ist übrigens die Erreichbarkeit der Rettungsleitstelle über die bekannte Notrufnummer 112. PK | PKU




Pflege- und Wohnberatung im Haus der Mitte in Rünthe

In Bergkamen findet die nächste Sprechstunde der Pflege- und Wohnberatung am Donnerstag, 12. April von 10 bis 12 Uhr statt. Die Pflegeberaterin Anne Kappelhoff ist im Haus der Mitte in Rünthe, Kanalstraße 7 zu erreichen. Eine telefonische Kontaktaufnahme ist unter 0 23 89 / 781 957 möglich.

Bei der kostenlosen und anbieterunabhängigen Beratung geht es um Fragen rund um das Thema Pflege, wie zum Beispiel zu den Leistungen der Pflegeversicherung oder um die Vorbereitung auf die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Ebenfalls parat haben die Berater Adressen und Informationen über ortsnahe Angebote oder zur Finanzierung von Hilfsangeboten. Informationen gibt es auch zu Hilfsangeboten, die pflegende Angehörige eines an Demenz erkrankten Menschen entlasten können.

Wer den Termin nicht wahrnehmen kann, später noch Fragen hat oder einen Hausbesuch vereinbaren möchte, erreicht die Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna im Severinshaus, Nordenmauer 18 in Kamen unter Tel. 0 23 07 / 28 99 060 oder 0 800 / 27 200 200 (kostenfrei).

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff Pflege- und Wohnberatung). PK | PKU




Themenabend für Tagespflegepersonen: Kindheit ist keine Krankheit

Am Mittwoch, 11. April, findet im Pestalozzihaus, Pestalozzistraße 6, um 20:00 Uhr ein Themenabend für Tagespflegepersonen, die in oder für Bergkamen betreuen, statt. Die Fortbildung hat das Thema „Kindheit ist keine Krankheit“.

Isabel Veltmann, Kinderkrankenschwester, Stillberaterin und Heilpraktikerin vermittelt Wissenswertes rund um das erste Lebensjahr.




GSW: Bei Warnstreik bleiben Dienstag Kundencenter und Bäder geschlossen

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft ihre Mitglieder im öffentlichen Dienst zum Streik auf. Auch viele Mitarbeiter der GSW werden diesem Aufruf am kommenden Dienstag, den 10. April, folgen. Das hat Auswirkungen auf die Öffnungszeiten der Kundencenter und der Freizeiteinrichtungen.

Alle Kundencenter und die Bäder in Kamen-Mitte, Bergkamen sowie auch die Einrichtung Bad&Sauna Bönen bleiben am Dienstag, 10. April, ganztägig geschlossen.

Die angekündigte Schließung der Freizeiteinrichtungen wegen der jährlichen sicherheitstechnischen Pflichtunterweisungen wird auf Dienstag, den 24. April, verschoben.




Disziplin, Geduld und Verständnis zahlen sich aus: Auf Umwegen zum Traumjob

Bis Mehmet Özcan als Chemikant arbeiten konnte, waren einige Anstrengungen erforderlich – von ihm selbst, aber auch seitens seines Arbeitgebers. Foto: Bayer AG

Der Weg zum Erfolg verläuft nicht immer geradlinig. Wie man Rückschläge in Motivation verwandelt und sein Ziel auch in einer aussichtslos erscheinenden Lage nicht aus dem Blick verliert, beweist der berufliche Werdegang von Mehmet Özcan. Dieser musste vor seinem Einstieg bei Bayer eine ernüchternde Erfahrung verkraften: „Für eine Ausbildung nicht geeignet“ – so lautete das deprimierende Ergebnis eines Tests der Arbeitsagentur. Doch davon ließ sich Özcan nicht entmutigen. Heute arbeitet er als Chemikant in einem Produktionsbetrieb. Ausgestattet mit einem unbefristeten Festvertrag.

Wie es ihm trotz der ungünstigen Prognose gelang, bei Bayer Fuß zu fassen, erzählt der 41-jährige gerne. „Mit dem Bergkamener Multikulturellen Forum habe ich einen Tag lang die Ausbildung bei Bayer besucht. Es hat mir dort so gut gefallen, dass ich mich für ein dreiwöchiges Praktikum beworben habe.“ Das war Anfang 2014. Und bereits wenige Wochen später ging sein Wunsch in Erfüllung. „Mit der Zusage habe ich nicht unbedingt gerechnet. Das war wirklich toll. Vor allem, weil mich auch das Praktikum begeistert hat“, erinnert sich Özcan.

Einen wichtigen Fürsprecher hatte Özcan in Karl-Heinz Grafenschäfer, Ausbildungsleiter bei Bayer in Bergkamen. „Ich habe recht schnell gemerkt, dass Herr Özcan mit Herzblut bei der Sache ist. Als er mich am Ende seines Praktikums nach einem Ausbildungsplatz fragte, hat mich das daher sehr gefreut.“ Die Festanstellung blieb jedoch zunächst in weiter Ferne und noch war längst nicht jede Hürde aus der Welt geschafft. Zum Beispiel die mangelnden Sprachkenntnisse. Auch wenn Özcans Begeisterung für Chemie offensichtlich war – seine sprachlichen Schwierigkeiten in der Berufsschule wurden dadurch nicht kleiner.

Hier kam wieder Grafenschäfer ins Spiel. Er erkannte, dass für Mehmet Özcan ein anderer Weg gefunden werden muss – und das möglichst schnell. Erforderlich war eine individuelle Förderung. Engagement, Disziplin und Wille waren schließlich reichlich vorhanden. Warum das alles aufs Spiel setzen, nur um am vorgegebenen Standard festzuhalten? Und tatsächlich ließ sich eine Lösung finden. Nach Rücksprache mit der Berufsschule eignete sich Özcan den theoretischen Stoff fortan – unterstützt von Bayer-Ausbildern – in einer selbstständigen Lerngruppe an. „Dieses Modell erwies sich meiner Meinung nach als genau richtig“, resümiert Grafenschäfer.

Mit dieser Einschätzung sollte er recht behalten. Özcan verkürzte seine Ausbildung sogar um ein Jahr und legte seine Abschlussprüfung statt nach dreieinhalb bereits nach zweieinhalb Jahren ab. Seit Anfang des Jahres arbeitet er nun in einem der Bayer-Produktionsbetriebe, in denen pharmazeutische Wirkstoffe hergestellt werden. Als Chemikant ist er unter anderem dafür zuständig, Rührwerke zu befüllen, Proben zu bearbeiten und Prozesse zu kontrollieren. „Ich arbeite in meinem Traumberuf und bin Herrn Grafenschäfer sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit dazu bekommen habe“, erklärt Özcan. „Sein Verständnis und die Mühen, den besten Weg für mich zu finden, freuen mich am meisten.“




70 Jahre Maikundgebung in Oberaden: IG BCE sucht Fotos und Dokumente

Die Maikundgebung wird in diesem Jahr zum 70 mal in Oberaden veranstalltet. Aus diesem Grund möchte die IGBCE Oberaden/Heil eine Rückschau in Form einer Fotoaustellung am 1. Mai halten.

Die IGBCE sucht noch alte Bilder, Plakate oder Zeitungen von den Veranstaltungen zum 1. Mai von 1948 bis Heute. Wenn jemand Bilder, Plakate oder Zeitungen vom 1. Mai der Gewerkschaft Leihweise überlassen
würde sollte er/sie sich melden unter:
E-Mail: IGBCE.Oberaden@t-online.de
Willi Null Tel. 02306/82164




Arbeitslosenquote sinkt im Kreis Unna auf 7,3 Prozent

Im Kreis Unna sank der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen um 346 Personen (-2,2 Prozent) auf 15.289. Im Vergleich zu März 2017 ging die Arbeitslosigkeit um 1.886 Personen (-11,0 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote beträgt im Berichtsmonat 7,3 Prozent.
„Der Frühjahrsaufschwung hat im März noch einmal an Tempo gewonnen und dafür gesorgt, dass knapp 350 Menschen im Kreis Unna weniger arbeitslos waren als noch vor vier Wochen“, kommentiert Thomas Helm den abgelaufenen Monat auf dem Arbeitsmarkt aus Sicht der Arbeitsagentur. „Schaut man ein Jahr zurück, dann hat sich die Arbeitslosigkeit sogar um 11 Prozent reduziert, was ein immenser Erfolg für die Region ist.“

Beschäftigungsentwicklung
Durch die Zu- und Abgänge in bzw. aus der Arbeitslosigkeit kommt es zu einer erheblichen Fluktuation. Besonders die Veränderungen, die mit dem ersten Arbeitsmarkt zusammenhängen, lassen Rückschlüsse auf betriebliche Veränderungen zu.

Im Berichtsmonat meldeten sich 1.028 Personen aus Erwerbstätigkeit neu oder erneut arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat waren das 60 Personen (-5,5 Prozent) weniger. Im Vergleich zu März 2017 waren es 34 Personen (-3,2 Prozent) weniger.

Gleichzeitig beendeten im Berichtsmonat 962 Personen ihre Arbeitslosigkeit zu Gunsten einer Erwerbstätigkeit und damit 29 mehr als im Vormonat (+3,1 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 109 Personen (-10,2 Prozent) weniger Menschen, die eine neue Beschäftigung aufnehmen konnten.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
Die Arbeitslosigkeit sank in neun der zehn Kommunen des Kreises Unna. Den prozentual stärksten Rückgang verzeichnete Fröndenberg (-3,9 Prozent bzw. 21 auf 524). Danach folgen Kamen (-3,7 Prozent bzw. 66 auf 1.697), Holzwickede (-3,4 Prozent bzw. 16 auf 455), Bergkamen (-3,3 Prozent bzw. 81 auf 2.368), Schwerte (-3,1 Prozent bzw. 42 auf 1.318), Unna (-1,8 Prozent bzw. 36 auf 1.912), Lünen (-1,7 Prozent bzw. 77 auf 4.510), Werne (-1,6 Prozent bzw. 15 auf 907) und Selm (-0,1 Prozent bzw. einen Arbeitslosen auf 932). Einzig in Bönen stieg die Arbeitslosigkeit leicht an (+1,4 Prozent bzw. neun auf 666).  PK | PKU




Defibrillatoren stehen breit gestreut im Stadtgebiet Bergkamens bereit

Defibrillatoren können im Notfall Leben retten. Doch dazu muss man wissen, wo man den nächsten Defibrillator findet.

„Im Stadtgebiet Bergkamens sind bereits an 15 Standorten Defibrillatoren zugänglich“, erläutert die für Ordnungsangelegenheiten zuständige Beigeordnete Christine Busch. „Drei davon befinden sich in folgenden städtischen Gebäuden: im Rathaus, im VHS-Treffpunkt und im Gebäude des Baubetriebshofes/EntsorgungsBetriebsBergkamen an der Bambergstraße.“

Den besten Überblick bietet die App „defikataster“ oder die Internetpräsenz „defikataster.de“ des definetz e.V. mit Sitz in Hamm. Auf der Karte dieser bundesweit stark verbreiteten Plattform sind sämtliche Standorte in Bergkamen mit Adresse und zusätzlichen Informationen verzeichnet.

Hier finden sich neben den drei Standorten der Stadtverwaltung weitere drei Defibrillatorenstandorte des Perthes Werk e.V., das Hallenbad, der Standort des Techni-schen Hilfswerks Ortsverband Kamen-Bergkamen an der Werner Straße und sieben weitere Örtlichkeiten, die entweder Sitz von privaten Unternehmen oder Vereinsheime sind. Zudem hat der DRK Ortsverein Bergkamen e.V. einen mobilen Defribrillator im Einsatz.

„Wir haben in Bergkamen das Glück, dass die einzelnen Standorte gut über die gesamte Fläche des Stadtgebietes verteilt sind. Alle Ortsteile sind versorgt“, erläutert Christine Busch. „Trotzdem appelliere ich an alle ortsansässigen Unternehmen, auch im Interesse ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Defibrillatoren für die schnelle Hilfe bereit zu stellen, denn im Notfall kommt es auf Sekunden an.“




AWO-Integrationskurs setzt ein Zeichen gegen Rassismus

Die Migrationsdienste der AWO UB Unna haben ein Zeichen gesetzt gegen Rassismus.

Der AWO Integrationskurs in Bergkamen hat sich im Unterricht intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Anschließend haben sich die Teilnehmenden mit Plakaten vor das Kursgebäude an der Präsidentenstraße gestellt und gegen Rassismus und Rechtsextremismus demonstriert. Es wurde versucht, die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren.

Die AWO-Bundeskonferenz hat beschlossen, gegen jede Form rechtsextremer Ideologie Position zu beziehen. Damit sind nicht nur Gewalttaten von Rechtsextremisten gemeint. Rassismus fängt in den Köpfen an. Wenn beispielsweise Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oder ihres Glaubens schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben oder bei der Wohnungssuche benachteiligt werden. Oder wenn Menschen verachtende Witze im Betrieb oder im Sportverein erzählt werden und dabei die Verletzung der Betroffenen in Kauf genommen werden. Für alle Demokratinnen und Demokraten gilt es, genau hinzusehen und rechten Positionen entschieden entgegen zu treten.