Stolzes Ergebnis des Hungermarsches der Realschule Oberaden: 1092,10 Euro

Pfarrerin Sophie Ihne und Pfarrer Reinhard Chudaska konnten am letzten Schultag den außerordentlich hohen Erlös des diesjährigen Hungermarsches der Realschule Oberaden entgegennehmen. Schulleiter Stein, Lehrerin Neumann und Vertreterinnen aus der beteiligten Schülerschaft überreichten ihnen 1092,10 Euro.

Seit nahezu 20 Jahren gehört die Realschule Oberaden zu den verlässlichen Unterstützern des Schulprojekts der Ev. Martin Luther Kirchengemeinde in Princesstown Ghana. Im vergangenen Jahr hat die Realschule zusätzlich zwei Satz Fußballtrikots für die Schulmannschaften nach Ghana geschickt. Nun brauchen die Schülerinnen und Schüler nicht mehr in abgelegten viel zu großen Erw3achsenentrikots zu spielen.

Weil der dortige Schulleiter, Prince Boamah, bei der Kirchengemeinde um eine Grundausstattung an Schreibutensilien für seine fast 300 Schülerinnen und Schüler angefragt hat, was in Ghana ca 2 Euro pro Set kostet, bewilligte ihm das Presbyterium in dieser Woche 600 Euro für die Neuanschaffung.

Die überaus erfreulich hohe Summe aus dem Hungermarsch soll nun als Grundstock für ein besonderes Projekt in Princess Town eingesetzt werden. Der Geschäftführer von Neues Leben Ghana e.V., Markus Schäfle, wird Ende des Monats nach Princess Town reisen und mit Pastor Boamah besprechen, für welchen besonderen Bedarf die Schule im Augenblick gerne investieren würde. Zu Weihnachten 2016 gab es in Bergkamen viele Sponsoren, die die Anschaffung neuer Schuluniformen für die Schülerinnen und Schüler unterstützt haben sowie den Aufbau einer Schulbibliothek.

Nach zwei Jahren sind durch Wachstum der Kinder und durch Verschleiß auch hier wieder Investitionen nötig, insbesondere bei den Jungs, berichtet Schulleiter Boamah. Markus Schäfle hat auch einen großen Koffer aus Bergkamen mit im Gepäck mit 16 Marken Fußbällen, damit die Schule ihre Lieblingssportart ausüben kann.

Der Schulleiter hat noch einen persönlichen großen Wunsch. Nach dem gescheiterten Visumsantrag in 2016 im Zusammenhang mit der „Weite Wirkt“ Aktion der Ev, Kirche hat er dieses für ihn traumatische Erlebnis immer noch nicht ganz überwunden und äußert den sehnlichen Wunsch, endlich einmal Deutschland und insbesondere Bergkamen besuchen zu können, um seine Sponsoren kennen zu lernen. Doch an diesem Punkt muss ihn Pastor Chudaska immer wieder um Geduld bitten, weil dafür andere Gelder erschlossen werden müssten.




Verbesserungen für Menschen mit Behinderung im Kreis Unna: künftig mehr „Hilfen aus einer Hand“

Der nordrhein-westfälische Landtag hat am Mittwoch das Ausführungsgesetz zum Bundesteilhabegesetz verabschiedet. Damit werden künftig Leistungen für Menschen mit Behinderung bei den Landschaftsverbänden Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) stärker gebündelt. Für die Menschen mit Behinderung ergeben sich hierdurch Vorteile, weil mehr Leistungen aus einer Hand gewährt werden. Zudem werden mit der Zuweisung weiterer Aufgaben an die Landschaftsverbände die Voraussetzungen für einheitliche Lebensverhältnisse und flächendeckende fachliche Standards für ganz NRW geschaffen.

Im Kreis Unna wurden im vergangenen Jahr 936 Menschen mit wesentlichen Behinderungen in Heimen durch den LWL unterstützt. 1.232 Menschen bekamen Unterstützung für die eigene Wohnung im sogenannten ambulant betreuten Wohnen, das die Landschaftsverbände seit 2003 finanzieren.
Mit dem neuen Ausführungsgesetzwerden zukünftig alle sogenannten Fachleistungen für erwachsene Menschen mit Behinderungen bei den Landschaftsverbänden gebündelt. Die Landschaftsverbände übernehmen ab 2020 die Zuständigkeit für die Unterstützungsangebote für Kinder mit Behinderung in Kindertagesstätten, Kindertagespflege und Frühförderung.

Die Leistungen zur Existenzsicherung, zum Beispiel für Essen und Unterkunft, werden nach dem neuen Gesetz künftig den Städten und Kreisen übertragen. Die Kommunen behalten außerdem die Zuständigkeit für Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche, die in ihrer Familie leben und ihre allgemeine Schulausbildung noch nicht abgeschlossen haben.

In einer Anhörung im März hatten Vertreter von Behindertenverbänden die neuen Regelungen aus dem Gesetz begrüßt: Beim ambulant betreuten Wohnen hätte die Übernahme durch die Landschaftsverbände vor 15 Jahren zu „besseren Lebensverhältnissen“ für die Menschen mit Behinderungen geführt, so der Sprecher der NRW-Lebenshilfe. Ein Vertreter der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel sprach von einer „Erfolgsgeschichte“. „Überall dort, wo der Landschaftsverband der Ansprechpartner ist, haben wir verlässliche Ansprechpartner“, hob der NRW-Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderungen hervor.

LVR-Direktorin Ulrike Lubek begrüßte das Gesetz als „bürgerfreundlich“: „Das Gesetz ist ein weiterer wichtiger Schritt dahin, Selbstbestimmung und Teilhabe der Menschen mit Behinderung entsprechend der UN-Behindertenkonvention effektiv durchzusetzen. Zugleich unterstützt die Aufgabenzuordnung eine effiziente Kostensteuerung im Interesse der Steuerzahlerinnen und -zahler sowie unserer Mitgliedskörperschaften.“ LWL-Direktor Matthias Löb: „Das neue Gesetz fordert, dass noch stärker die Menschen mit Behinderung im Zentrum der Hilfen stehen, nicht Institutionen. Das werden wir nun in NRW umsetzen und weiter ausbauen.“ Lob gab es auch für die durch das Landesgesetz neu geschaffene Möglichkeit von „anlasslosen und unangekündigten Qualitätsprüfungen“ in Einrichtungen und Diensten. „Das ist ein wichtiges neues Werkzeug, um die Qualität der Unterstützungsleistung und die Rechten der Betroffenen zu sichern“, erklärte Löb.

Das Gesetz tritt rückwirkend zum 01.01.2018 in Kraft. Die Übertragung der neuen Zuständigkeiten erfolgt jedoch erst zum 01.01.2020. Die Landschaftsverbände streben an, zügig einen Landesrahmenvertrag mit der Freien Wohlfahrt, der Selbstvertretung der Menschen mit Behinderung und den kommunalen Spitzenverbänden auszuhandeln, der die Ausgestaltung der Leistungen und der Finanzierungsstruktur nach den Vorgaben des Bundesteilhabegesetzes regelt.




Städtisches Gymnasium Bergkamen vergibt „montri-Award“ für ehrenamtliches Engagement

Im Rahmen einer Feierstunde zeichnete das Städtische Gymnasium Bergkamen am Donnerstag erneut Schülerinnen und Schüler, die sich besonders im Schulleben engagiert haben, mit dem „montri-Award“ aus.

Nachdem die Ehrung für ehrenamtliches Engagement 2016 initiiert und zunächst unter dem Titel „Bestenehrung“ ihre Premiere hatte, bekam sie 2017 mit „montri-Award“ einen richtigen Namen. „Montri“ bedeutet in der Kunstsprache Esperanto „zeigen“ und passt daher gut in den Kontext: Im Fokus der Ehrung stehen ausdrücklich ehrenamtliches Engagement, aber auch besondere Erfolge bei Wettbewerben. Hierzu durften die Schülerinnen und Schüler sowie die Kolleginnen und Kollegen Vorschläge einreichen, die dann von einer Jury diskutiert und ausgewertet wurden. Dieses Verfahren hatte sich bereits im Vorjahr bewährt. Zur Jury zählten diesmal Peter Schäfer (Vorsitzender des Bachkreis-Fördervereins), Nina Weber (Vorstandsmitglied Förderverein des SGB), Berthold Boden (Elternvertreter), Nora Varga (Schülervertreterin), Felix Dittrich (Schülervertreter) und Matthias Fahling (Kollegiumsvertreter).

Möglich machten die Veranstaltung erneut der Bachkreisförderverein, der Förderverein und der Mensaförderverein, die die Finanzierung der „montri-Award“-Pokale übernehmen.

Für die musikalische Untermalung sorgten – wie bereits in den Vorjahren – das Ensemble des B-Orchesters und der Chor „Rising Voices“, moderiert wurde die Feierstunde von Nora Varga und Felix Dittrich aus dem Jahrgang Q1.




AWO im Kreis Unna: Konferenzen geben Weg für Neuausrichtung der hauptamtlichen Arbeit frei

Die Mitglieder des Kreisverbands- und Unterbezirksvorstandes nach den erfolgreich verlaufenen Konferenzen im Sportcentrum Kamen-Kaiserau. Foto: AWO

Gemeinsam ist man stärker: am vergangenen Samstag hat die AWO im Kreis Unna die Weichen für die hauptamtliche Arbeit – also für den AWO Unterbezirk Unna – neu gestellt. Die Delegierten der Kreisverbandskonferenz und der anschließenden Unterbezirkskonferenz haben die entsprechenden Beschlüsse einstimmig gefasst, damit die hauptamtlichen Aufgaben ab Januar 2019 neu organisiert werden können. Ab dem 01.01.2019 soll der neue Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems seine Arbeit aufnehmen, der aus den Unterbezirken Hamm-Warendorf und Unna entstehen soll.

„Wir wollen in Zukunft mit den Freundinnen und Freunden aus Hamm und dem Kreis Warendorf unsere Kräfte erfolgreich bündeln. Die Angebote und Dienstleistungen der Unterbezirke Hamm-Warendorf und Unna ergänzen sich bestens.“, begründete Unterbezirksvorsitzender Wilfried Bartmann in seiner Rede die Fusion.

Der neue Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems wäre dann mit rund 2.000 Mitarbeitenden in seinen Einrichtungen und den Tochtergesellschaften Bildung+Lernen gGmbH, DasDies Service GmbH und AWO Gebäudeservice GmbH der drittgrößte Unterbezirk im Bezirksverband Westlichen Westfalen ist. Vorbehaltlich der noch ausstehenden Beschlüsse des Kreisverbandes Warendorf und des Unterbezirks Hamm-Warendorf, entsteht ein starker Unterbezirk, der auf allen Geschäftsfeldern gut aufgestellt ist und das Sozialunternehmen AWO in den Kreisen Unna und Warendorf sowie der Stadt Hamm zukunftsfähig macht.

Kurzum: ein Zusammengehen nicht aus der Not heraus, sondern getragen von rationalen Überlegungen angesichts der großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Dabei war es sowohl den Vorständen, als auch der Geschäftsführung wichtig, die Betriebsräte der Unterbezirke früh zu informieren, um einvernehmlich zu handeln.

Die Kreisverbandsvorsitzende Karin Schäfer stellte klar, dass die Kreisverbände Hamm, Unna und Warendorf als Teil der Mitgliederorganisation in bisheriger Form bestehen bleiben. „Ich erhoffe mir eine noch bessere Unterstützung des Ehrenamts durch die größere hauptamtliche Struktur.“ Die dann 4.832 Mitglieder in den drei Kreisverbänden werden mit starker Stimme sprechen.

Am 6. Oktober 2018 soll in Kamen die Gründungskonferenz für den neuen Unterbezirk mit 50 Delegierten aus den Kreisverbänden stattfinden. Neben der Beschlussfassung über die Satzung soll dort auch ein Vorstand für den neuen Unterbezirk gewählt werden, der zum 01.01.2019 seine Arbeit aufnehmen soll.




Wohnberatung in Rünthe Sprechstunde abgesagt

Die Pflege- und Wohnberatung in Bergkamen-Rünthe am Donnerstag, 12. Juni von 10 bis 12 Uhr findet aus Krankheitsgründen nicht statt. Wer dennoch Fragen hat oder einen Hausbesuch vereinbaren möchte, erreicht die Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna im Severinshaus, Nordenmauer 18 in Kamen unter Tel. 0 23 07 / 28 99 06-0 oder 0 800 / 27 200 200 (kostenfrei).

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff Pflege- und Wohnberatung). PK | PKU




Sommer-Mitbring-Brunch des Flüchtlingshelferkreises Bergkamen

Der Flüchtlingshelferkreis Bergkamen lädt am Samstag, 28. Juli, ab 11 Uhr alle Mitglieder, Freunde und Unterstützer zum Sommer-Mitbring-Brunch im HausFRIEDEN an der Präsidentenstraße ein.

Für einen Teil des leiblichen Wohls wie Kaffee und Brötchen sorgt der Flüchtlingshelferkreis. Kulinarische Spenden sind wie schon in der Vergangenheit herzlich willkommen.




VKU ändert ab August die Tarife: Auch Sozialticket wird etwas teurer

Die Verkehrsgesellschaft VKU erhöht zum 1. August ihre Tarife. Damit ändern sich auch die für das Sozialticket/SchülerAbo plus zu zahlenden Eigenanteile um 23 Cent im Monat in der Preisstufe A und um zwei Cent in der Preisstufe B. Darauf weist der Fachbereich Soziales beim Kreis hin.

Das Ticket mit der Preisstufe A ist gültig für eine Stadt bzw. Gemeinde. Es kostet ab August 20,45 Euro (bisher 20,22 Euro). Das Ticket in der Preisstufe B erlaubt Fahrten im gesamten Kreisgebiet. Es ist ab 1. August zum Preis von 33,10 Euro (33,08 Euro) zu haben.

Antragsvordrucke für das Sozialticket sind bei allen Geschäftsstellen des Jobcenters Kreis Unna und den Sozial- und Jugendämtern sowie den Wohngeldstellen der Städte und Gemeinden im Kreis Unna erhältlich. Die Anträge für ein Ticket ab dem 1. August müssen spätestens bis zum 15. Juli (bisher 10. Eines Monats) bei der Verkehrsgesellschaft für den Kreis Unna (VKU) in Kamen vorliegen.

Weitere Informationen zum Sozialticket/SchülerAbo plus gibt es auf der Internetseite www.vku-online.de und auf der Seite www.kreis-unna.de (Suchbegriff Sozialticket). PK |PKU

Hintergrund
Das Sozialticket wird seit dem 1. August 2008 angeboten und ermöglicht finanziell hilfebedürftigen Menschen im Kreis Unna die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Im April 2010 wurden zwei Preisstufen eingeführt und seit dem 1. August 2013 können auch Wohngeldempfänger kostengünstig den Öffentlichen Personennahverkehr im Kreis Unna nutzen.

Seit August 2013 gibt es auch ein besonderes Angebot für Schüler, Studierende und Auszubildende im Kreis Unna, die Anspruch auf das Sozialticket haben. Sie können das Sozialticket als SchülerAbo plus am Vormittag für den Schulweg oder den Weg zum Ausbildungsplatz in Anspruch nehmen. Ab 14 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen und während der NRW-Ferien kann das Ticket auch über die Kreisgrenzen hinaus genutzt werden. Dann sind zum Beispiel Fahrten nach Dortmund, Hamm, Hagen oder auch ins Sauer- oder Münsterland möglich.




Sprechstunde der Pflege- und Wohnberatung im „Haus der Mitte“ in Rünthe

Anne Kappelhoff

In Bergkamen findet die nächste Sprechstunde der Pflege- und Wohnberatung am Donnerstag, 12. Juli von 10 bis 12 Uhr statt. Die Pflegeberaterin Anne Kappelhoff ist im Haus der Mitte in Rünthe, Kanalstraße 7 zu erreichen. Eine telefonische Kontaktaufnahme ist unter 0 23 89 / 781 957 möglich.

Bei der kostenlosen und anbieterunabhängigen Beratung geht es um Fragen rund um das Thema Pflege, wie zum Beispiel zu den Leistungen der Pflegeversicherung oder der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Ebenfalls parat haben die Berater Adressen und Informationen über ortsnahe Angebote oder zur Finanzierung von Hilfsangeboten Informationen gibt es auch zu Hilfeangeboten, die pflegende Angehörige eines an Demenz erkrankten Menschen entlasten können.

Wer den Termin nicht wahrnehmen kann, später noch Fragen hat oder einen Hausbesuch vereinbaren möchte, erreicht die Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna im Severinshaus, Nordenmauer 18 in Kamen unter Tel. 0 23 07 / 28 99 060 oder 0 800 / 27 200 200 (kostenfrei).

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff Pflege- und Wohnberatung). PK | PKU




Frau. Mutter. Migrationshintergrund: Ein Gewinn für Unternehmen. – Fachforum des Projektes „Starke Mütter – Starke Unternehmen“

Talkrunde mit (v.l.n.r.) Wilhelm Kanne Junior von der Bäckerei Kanne, Erhan Dogan vom Senio-renhaus Sophia, Gülsen Koç vom Seniorenstift Haus an der Landwehr, Valerie Holsboer, Vor-stand Ressourcen der Bundesagentur für Arbeit, Griselda Farrici aus Albanien, Raima Safouri aus Syrien und Catalina Cristina Baltariu aus Rumänien sowie Moderatorin Sonja Gerhardt.

28% aller Mütter in Deutschland haben einen Migrationshintergrund und von diesen ist nur etwa die Hälfte erwerbstätig. Eine Zielgruppe mit enormem Fachkräftepotenzial, das leider nicht genug zum Einsatz kommt. Auf dem Fachforum „Frau. Mutter. Migrationshintergrund: Ein Gewinn für Unternehmen“ des Multikultu-rellen Forums nahmen ExpertInnen, UnternehmerInnen und Mütter dieses Thema in den Fokus. Die Veranstaltung fand am Mittwoch im Rahmen des Projekts „Starke Mütter – Starke Unter-nehmen“ statt, welches im Bundesprogramm „Stark im Beruf“ durch das Bundesfamilienministerium und den Europäischen Sozialfonds gefördert wird.

Vor über 60 Gästen erzählte Raima Safouri aus Syrien im Sportzentrum Kamen-Kaiserau, wie ihr beruflicher Einstieg gelungen ist: „Ich habe, vermittelt durch das Projekt, verschiedene Praktika gemacht. In der Lagerlogistik hat es mir am besten gefallen. Vor Kurzem habe ich erfahren, dass ich dort über eine Qualifizierungsmaßnahme eine Ausbildung machen kann.“ Die alleinerziehende Mutter von vier Kindern freut sich über diese Chance und hofft auf das Verständnis ihres künftigen Arbeitgebers, sollte die Kinderbetreuung einmal nicht gewährleistet sein. Arbeitgeber für solche Belange zu sensibilisieren, aber sie auch auf das enorme Potenzial von Müttern mit Migrationshintergrund auf-merksam zu machen, ist laut Emine Sancar und Beatrice von Hall, Projektleiterinnen von „Starke Mütter – Starke Unternehmen“, eines der grundlegendsten Ziele ihrer Arbeit.

Für Valerie Holsboer, Vorstand Ressourcen der Bundesagentur für Arbeit, ist ganz klar, dass die Beschäftigung mit dem Thema Erwerbstätigkeit von Müttern mit Migrationshintergrund unaus-weichlich ist. „Angesichts des Fachkräftebedarfes in vielen Branchen können wir auf Frauen und Mütter mit Migrationshintergrund auf dem Arbeitsmarkt gar nicht verzichten. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Vielfalt in den Belegschaften der Unternehmen. Arbeit bedeutet Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, das Intensivieren von sozialen Kontakten und gibt jedem Menschen Selbstvertrauen. Gerade Mütter mit Migrationshintergrund üben eine Vorbildfunktion für ihre eigenen Kinder und die nachfolgenden Generationen aus. Deswegen ist es so wichtig, dass ihnen der Weg in das Arbeitsleben gelingt.“ Sie wünsche sich ein generelles Umdenken und weniger Denkblockaden, so Holsboer. Thomas Helm, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Hamm, kann ihr in diesen Punkten nur beipflichten.

Auch Uwe Ringelsiep, Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Unna, welches das Projekt kofinanziert, ist der Überzeugung, „dass wir alle davon profitieren können, Bewerberinnen mit multikulturellen Wurzeln dabei zu unterstützen, ihre Kompetenzen und Fertigkeiten in die Arbeitswelt einfließen zu lassen“, und freut sich „über die positiven Resonanzen regionaler Arbeitgeber.“ Drei regionale Unternehmen berichteten in der Talkrunde von ihren Erfahrungen: Wilhelm Kanne Junior von der Bäckerei Kanne, Erhan Dogan vom Comunita Seniorenhaus Sophia und Gülsen Koç vom Seniorenzentrum Haus an der Landwehr. Sie betonten unisono, dass es individuelle Lösungen brauche sowie Mut, Ver-änderungen aktiv zu gestalten. Man wünsche sich aber auch mehr Unterstützung durch die Politik, u.a. durch den Ausbau von Kinderbetreuungszeiten

„Starke Mütter – Starke Unternehmen“ ist eines von rund 80 Pro-jekten, die im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Europäischen Sozialfonds gefördert werden.




Tagesmütterverein: Nach 21 Jahren zieht sich Mitgründerin Elke Middendorf aus der Vorstandsarbeit zurück

Nach 21 Jahren hat sich die langjährige Vorsitzende des Tagesmüttervereins Elke Middendorf (9. v. l.) aus der aktiven Vorstandsarbeit zurückgezogen

Vorstandswahlen standen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Vereins für familiäre Kindertagesbetreuung in der Thomaskirche. Dass dazu auch Bürgermeister Roland Schäfer und die für Soziales zuständige Beigeordnete Christine Busch gekommen waren, hatte einen besonderen Grund: Nach 21 Jahren zieht sich die Mitgründerin des Vereins und langjährige 1. Vorsitzende Elke Middendorf aus der aktiven Vorstandsarbeit zurück.

Anfänglich sei der Tagesmütterverein etwas misstrauisch betrachtet worden, erinnerte Christine Busch an die Anfänge. Doch heute sei er ein nicht wegzudenkender Bestandteil in der Betreuung Bergkamener Kinder, betonte der Bürgermeister. Das liege vor allem daran, dass die Kindertagestätten immer noch nicht so flexibel seien, wie es eigentlich erforderlich wäre.

Was das bedeutet, erfuhr Nicole Wenig, die das Amt der 1. Vorsitzenden 2015 von Elke Middendorf übernahm, selbst als Mutter eines kleinen Kindes. Als sie in ihren angestammten Beruf in Teilzeit wieder zurückwollte, gab es nur die Möglichkeit, an zwei Tagen in der Woche bis 19 Uhr zu arbeiten. Solche Betreuungszeiten bieten zurzeit keines der Bergkamener Kindertagesstätten an, wohl aber eine der speziell ausgebildeten über 50 Tagesmütter des Vereins. Auf eine gute Ausbildung habe der Verein von Anfang an Wert gelegt, betonte Elke Middendorf.

Laut Geschäftsbericht für das Jahr 2017 betreuten die Tagesmütter und der eine Tagesvater im vergangenen 311 Kinder. Über 50 Prozent waren ein oder zwei Jahre alt. Ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld des Vereins ist die Beratung von Eltern und die Unterstützung der Tagespflegepersonen.

Gern möchte der Verein mehr als die beiden Großtagespflegestellen in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule und im Familienzentrum „mittendrin“ in Oberaden einrichten. Die Suche nach geeigneten Räumen war bisher vergeblich. Hinderungsgrund seien hier die zahlreichen Vorschriften, die es zu beachten gelte, erklärte Nicole Wenig.

Mit Elke Middendorf sind auch Sonja Werner und Birgitt Hannibal aus dem Vorstand ausgeschieden. Nach den Nachwahlen braucht man sich bei der 2. Vorsitzenden nicht an einen Nachnahmen zu gewöhnen. Diese Aufgaben hat nun Schwiegertochter Sonja Middendorf übernommen. Neue stellvertretende Schriftführerin ist nun Iris Overhage. Als neue Beisitzerin vervollständigt Irina Hottmann-Schnarr den Vorstand.




Wachwechsel bei Lions BergKamen: Heinz-Georg Webers neuer Präsident

Michael Blumrich (re) überreicht seinem Nachfolger Heinz-Georg Webers die „Lionsglocke“. Foto: LC BergKamen

Wachwechsel beim Lionsclub BergKamen: Der Bergkamener Heinz-Georg Webers übernimmt zum 1. Juli das Amt des Präsidenten dieses Clubs. Für Michael Blumrich geht entsprechend den Lions-Statuten nach einem Jahr an der Spitze die Amtszeit zu Ende.

Der Kamener „Löwe“ Blumrich blickt auf zwölf erfolgreiche Monate zurück: Während seiner Präsidentschaft konnte der Club rund 50. 000 Euro für soziale und kulturelle Zwecke in Bergkamen und Kamen ausschütten.

Der größte Teil des Geldes floss in Projekte für Kinder und Jugendliche. Die Förderung junger Menschen in Kamen und Bergkamen ist seit langem Schwerpunkt des Clubs.

Der neue Präsident Heinz-Georg Webers, sein Vorstand und die Mitglieder des Lionsclubs BergKamen werden die erfolgreiche Arbeit auch im 23. Jahr des Clubs fortsetzen, getreu dem Lionsmotto „We serve“ – „Wir dienen“.