Corona Tarifvertrag in der Systemgastronomie: Absicherung von Unternehmen und Beschäftigten in Krisenzelten

Die Sozialpartner in der Systemgastronomie, die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der Bundesverband der Systemgastronomie e.V. (BdS), übernehmen in Krisenzeiten Verantwortung für ihre Branche. In Rekordzeit haben sich beide Seiten auf eine Zusatzvereinbarung im gerade verhandelten Entgelttarifvertrag geeinigt. Diese tarifliche Vereinbarung ermöglicht rückwirkend ab 1. März 2020 die Einführung von Kurzarbeit in der Systemgastronomie und schafft somit rechtlich Zugangsmöglichkeiten zum Kurzarbeitergeld.

BdS und NGG nehmen die Bedrohung der Branche durch die Corona-Pandemie ernst:
Zurückgehende Gästezahlen, Umsatzeinbußen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens stellen eine Belastungsprobe für die Branche, deren Unternehmen und für die mehr als 120.000 Beschäftigten dar. Sandra Mühlhause, BdS-Präsidentin, ordnet das Ergebnis ein: ,,Wir haben in den letzten Tagen eine unglaubliche, gesundheitspolitische Dynamik erlebt, die nicht spurlos an unserer Wirtschaft und unserer Gesellschaft vorbeigegangen ist. Die Auswirkungen betreffen viele unserer überwiegend mittelständisch geprägten Unternehmen. Deshalb mussten wir zügig Handeln. Das haben wir getan.“ BdS-Hauptgeschäftsführerin und Verhandlungsführerin der BdS-Tarifkommission Andrea Belegante äußert sich deshalb auch sehr zufrieden über die vertrauensvolle Einigung im Eiltempo: ,,Die Sozialpartner haben mit der heute vereinbarten Ergänzung zur Kurzarbeit einen extrem wichtigen Schritt zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen, ausgelöst durch die ‚Corona-Krise‘, unternommen. Hervorzuheben ist an dieser Stelle die enge, konstruktive und ergebnisorientierte Zusammenarbeit mit dem Sozialpartner NGG. Mit dieser Lösung sichern wir Arbeitsplätze und verschaffen den Unternehmen etwas Luft zum Atmen“.

Manfred Sträter, Geschäftsführer NGG Dortmund: ,,Uns war es wichtig, dass wir den drohenden Einkommensverlust bei Kurzarbeit für die Beschäftigten mit der Regelung etwas abfedern können. Wenn ein Store schließt oder die Beschäftigten weniger eingesetzt werden und Kurzarbeit beantragt wird, dann müssen die Beschäftigten mit dem reduzierten Lohn, dem Kurzarbeitergeld und einer Aufstockung durch den Arbeitgeber auf 90 Prozent ihres alten Nettolohns kommen. Vor allem haben wir es geschafft, einen Kündigungsschutz zwei Monate über die Laufzeit der Kurzarbeit hinaus zu vereinbaren. Das ist ein Stück weit Sicherheit und sichert das Einkommen für Tausende unserer Mitglieder und die Beschäftigten in der Systemgastronomie.“

„Wir hoffen, dass wir damit auch ein Zeichen für andere Branchen setzen können. Am Ende dürfen die Beschäftigten nicht die leittragenden dieser Krise sein“, so Sträter weiter.

Die NGG NRW fordert den Deutschen Hotel und Gaststättenverband (DEHOGA) auf, auch für diese Branche eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten.




Corona-Virus beeinflusst auch Arbeit des Jobcenters: Auszahlung der Geldleistungen ist aber sichergestellt

Ab sofort verlagert das Jobcenter Kreis Unna seine Dienstleistungen bis auf Weiteres auf telefonische oder schriftliche Kontaktaufnahmen. Damit möchten die Verantwortlichen einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie leisten.

„Mit der Einschränkung der persönlichen Sprechzeiten folgen wir einer Aufforderung der Bundes- und NRW-Landesregierung. Unseren Kunden entstehen hierdurch keine Nachteile. Termine, die schon für die kommenden Wochen bis zum 19. April ausgesprochen wurden, müssen nicht wahrgenommen oder abgesagt werden“, erklärt Geschäftsführer Uwe Ringelsiep die derzeitige Sachlage. Die Auszahlungen der Geldleistungen sind weiterhin sichergestellt. Wer einen Weiterbewilligungsantrag stellen muss oder eine Veränderungsmitteilung weiterleiten möchte, kann dies auch online unter www.jobcenter-digital tun (eine direkte Verlinkung zum eService ist über die Jobcenter-Webseite www.jobcenter-kreis-unna.de möglich).

Für Martin Wiggermann, dem Vorsitzenden der Trägerversammlung des Jobcenters Kreis Unna, bedeuten die Änderungen effektiv keine Einschränkung der Dienstleistungen: „Der Kontakt zu unseren Kunden wird uns weiterhin wichtig sein. Dafür werden unsere Mitarbeiter ihre Beratungsdienstleistungen verstärkt telefonisch anbieten.“ Wer die Telefondurchwahl des eigenen Sachbearbeiters oder Arbeitsvermittlers nicht kennt, kann ab sofort bei weitergehenden Fragen und Klärungsbedarfen von Anliegen die neu eingerichtete Hotline (02303) 2538-2222 nutzen.




Corona-Krise: Stadtverwaltung schottet sich ab – Ausschuss- und Ratsitzungen zum 19. April abgesagt

Auf dem Foto von rechts: Bernd Schäfer (SPD-Fraktionsvorsitzender), Stadtkämmerer Marc Alexander Ulrich, Erster Beigeordneter Dr.-Ing. Hans-Joachim Peters, Bürgermeister Roland Schäfer, Leiter Zentrale Dienste Thomas Hartl, Annette Adams (CDU-Fraktionsgeschäftsführerin), Hans-Joachim Wehmann (Bündnis 90/Die Grünen-Fraktionsvorsitzender), Claudia Schewior (BergAUF-Fraktionsvorsitzende).

Aufgrund des Erlasses vom 15.03.2020 des Landes Nordrhein-Westfalen, der heute veröffentlicht worden ist, ergibt sich für den Krisenstab der Stadtverwaltung eine neue Bewertung der aktuellen Situation. Daher musste eine neue Allgemeinverfügung erlassen werden. Alle Erlasse und Weisungen des Landes sowie die Allgemeinverfügungen der Stadt Bergkamen sind unter www.bergkamen.de auf der städt. Homepage abrufbar.

Ab sofort entfallen die Öffnungszeiten für das Rathaus sowie alle Nebenstellen (z.B. Baubetriebshof, Musikschulverwaltung, Erziehungsberatungsstelle) für die Öffentlichkeit. Der Dienstbetrieb bleibt aufrecht erhalten.

Persönliche Vorsprachen erfolgen ausnahmsweise nur noch bei unaufschiebbaren oder dringenden Angelegenheiten nach Terminvereinbarung. Die Termine sind vorab telefonisch abzustimmen; die entsprechenden Rufnummern zur Terminvergabe für die einzelnen Anliegen finden Sie auf der Homepage der Stadt Bergkamen sowie am Haupteingang des Rathauses. Dieser Termin wird per E-Mail bestätigt. Die E-Mail ist zwingend vor dem Eintritt in das Rathaus bzw. Nebenstelle vorzuzeigen. Sollte jemand keine E-Mail Adresse besitzen, erfolgt der Zutritt nur durch Vorzeigen des Personalausweises. Die personellen Kapazitäten im Bereich der telefonischen Erreichbarkeit werden verstärkt.

Bis zum Ende der Osterferien werden auch die städtischen Gremien wie Rat und Fachausschüsse nicht mehr tagen. Dies wurde heute im Gespräch zwischen dem Krisenstab der Stadt Bergkamen und den Vertretern der Fraktionen im Stadtrat unter Leitung von Bürgermeister Roland Schäfer vereinbart.




Mehr als 1.200 Taschen zusammengekommen: Aktion endet Ende März

Die Initiatorinnen der Aktion „Taschen-Segen“ sammeln nur noch bis Ende März.

Seit Anfang Januar sammelt eine Initiative von Kamener Frauen auch in Bergkamen Taschen für den guten Zweck. Da seither mehr als 1200 Taschen zugunsten des Kinderschutzbundes und des Frauenforums zusammengekommen sind und der verfügbare Platz für die Lagermöglichkeiten begrenzt ist, endet die Sammelaktion Ende März. Heißt: Wer noch Taschen spenden möchte, kann diese bis zum 31. März an den bekannten Annahmestellen abgeben. In Bergkamen sind dies die Filialen der Landbäckerei Braune Ebertstr. 4 und Geschwister-Scholl-Str. 4

Derzeit sind die Frauen damit beschäftigt, die gespendeten Accessoires zu reinigen und zu sortieren, ehe sie dann mit Preisetiketten versehen werden. Und so viel sei bereits gesagt: Es sind jede Menge coole, sportliche, trendige und verrückte Taschen – auch reichlich Markentaschen – dabei. Da lässt sich während des Frühlingsmarktes am 9. und 10. Mai also so mancher Schnapper machen.

Schon jetzt bedanken sich die Frauen bei all jenen, die sie beim 1. Kamener Taschen-Segen unterstützen: Den vielen Spendern, den vielen MitarbeiterInnen in den Annahmestellen, die bisweilen kaum mehr wussten, wohin mit den Taschen, Guido Muermann für hervorragende Gestaltungsideen, Kemna Druck für tolle Flyer und Plakate oder den Mitarbeitern des Wertstoffhofes für die kostenlose Entsorgung.




Familienzentrum Sprösslinge sagt After-Work-Shopping und Frühlingsfest ab

Das Familienzentrum „Sprösslinge“ Overberge hat das  für kommenden Freitag, 13. März, und das Frühlingsfest am 31. März abgesagt.




Politischen Frühschoppen der IG BCE Weddinghofen in der Kleingartenanlage „Im Krähenwinkel“

Die IG BCE Ortsgruppe Weddinghofen ist für den am Samstag, 14. März, um 11.00 Uhr stattfindenden politischen Frühschoppen in der Kleingartenanlage „Im Krähenwinkel“ gut gerüstet. Zu diesem Frühschoppen sind neben den IG BCE Mitgliedern auch alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Wir hoffen, dass sich auch insbesondere Jugendliche an diesen Diskussionen beteiligen.

Es gibt dort ein ordentliches Frühstück bei warmen und kalten Getränken. Viele Themen, die den Bürger bewegen, sind der IG BCE im Vorfeld mitgeteilt worden und werden somit zum Bestandteil der Diskussionsrunden. Sicherlich wird noch einiges dazukommen. Spontanität der Politiker ist gefragt.
Wir erwarten deshalb auch ein volles Haus in der Kleingartenanlage im Krähenwinkel.

Im Anschluss an die Diskussionsrunden wird der Ortsgruppenvorsitzende Mario Unger die Fraktionsspitzen ins Kreuzverhör nehmen, um zu erfahren, wo eigentlich die Unterschiede in den Parteien liegen, die Politik und die Zukunft von Bergkamen zu gestalten.

Die ca. 20 – 30 minütige Runde wird in der Art einer Fishbowl- Methode durchgeführt. Bei der Fishbowl-Methode diskutiert eine kleine Gruppe von Teilnehmern im Innenkreis (im „Goldfisch-Glas“) ein Thema, während die übrigen Teilnehmer in einem Außenkreis die Diskussion beobachten. Möchte ein Teilnehmer aus dem Außenkreis zur Diskussion beitragen, gibt es verschiedene Formen: Bei der Methode mit dem „Gast-Stuhl“ steht im Innenkreis ein freier Stuhl. Ein Teilnehmer aus dem Außenkreis kann darauf Platz nehmen und mitdiskutieren. Ansonsten besteht auch die Möglichkeit aus dem Aussenkreis Anmerkungen zu machen oder Fragen zu stellen.




Jobcenter: Anliegen können auch telefonisch geklärt werden

Derzeit erleben wir eine Hochphase der ansteckenden Atemwegserkrankungen. Daher weist das Jobcenter Kreis Unna darauf hin, dass Kunden ihre Anliegen auch telefonisch klären können. Sollte die Telefonnummer des Ansprechpartners im Jobcenter nicht bekannt sein, steht die Service-Hotline (02303) 2538-0 täglich von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr zur Verfügung. Ferner können Kunden des Jobcenters den Online-Service für Weiterbewilligungsanträge und Veränderungsmitteilungen nutzen: https://www.arbeitsagentur.de/arbeitslos-arbeit-finden/arbeitslosengeld-2 (direkte Verlinkung zum eService auch auf der Startseite www.jobcenter-kreis-unna.de).

In vielen Fällen kann auf eine persönliche Vorsprache in den Geschäftsstellen des Jobcenters verzichtet werden. Bei dringenden Anliegen oder Termineinladungen können Kunden auch weiterhin persönlich vor Ort vorsprechen. Die Mitarbeiter des Jobcenters beachten die einschlägigen Hygienehinweise, um ein mögliches Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten.

Gern können Kunden bei Bedarf auch einen neuen Termin mit dem zuständigen Ansprechpartner im Jobcenter Kreis Unna abstimmen. Die Erreichbarkeits- bzw. Öffnungszeiten bleiben unverändert und können auf der Homepage des Jobcenters Kreis Unna abgerufen werden.




Pflege- und Wohnberatung im Haus der Mitte in Rünthe

Andrea Schulte von der Pflege- und Wohnberatung. Foto: B. Kalle – Kreis Unna

In Bergkamen-Rünthe findet die nächste Sprechstunde der Pflege- und Wohnberatung am Donnerstag, 12. März von 10 bis 12 Uhr statt. Die Pflegeberaterin Andrea Schulte ist im Haus der Mitte in Rünthe, Kanalstraße 7 zu erreichen. Eine telefonische Kontaktaufnahme ist während der Sprechzeit unter Tel. 0 23 89 / 781 957 möglich.

Bei der kostenlosen und anbieterunabhängigen Beratung geht es um Fragen rund um das Thema Pflege, wie zum Beispiel zu den Leistungen der Pflegeversicherung oder der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Ebenfalls parat haben die Berater Adressen und Informationen über ortsnahe Angebote oder zur Finanzierung von Hilfsangeboten. Ebenfalls gibt es Informationen über Entlastungsangebote für Menschen, die einen an Demenz erkrankten Angehörigen pflegen.

Wer den Termin nicht wahrnehmen kann, später noch Fragen hat oder einen Hausbesuch vereinbaren möchte, erreicht die Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna im Severinshaus, Nordenmauer 18 in Kamen unter Tel. 0 23 07 / 28 99 060 oder 0 800 / 27 200 200 (kostenfrei).

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff Pflege- und Wohnberatung). PK | PKU




Sprechstunde für Gründungsinteressierte im Bergkamener Rathaus

Sylke Schaffrin-Runkel. Foto: Stadt Bergkamen

Der Weg in die Selbstständigkeit sollte gut vorbereitet werden. Die Sprechstunde im Rathaus bietet die Möglichkeit, die Gründung Schritt für Schritt umzusetzen und alle Gründungsformalitäten zu erledigen.
Bei allen Fragen rund um das Thema „Sich selbstständig machen“ bietet das STARTERCENTER NRW Kreis Unna kostenlose Unterstützung aus einer Hand.

Am Dienstag, 10. März 2020, ab 09:00 Uhr, berät Sylke Schaffrin-Runkel vom STARTERCENTER NRW der Wirtschaftsförderung Kreis Unna dazu Gründungsinteressierte und Jungunternehmer*innen, die eine Selbstständigkeit planen oder sich im Aufbau befinden.

Beschäftige, Arbeitslose oder Freiberufler sind eingeladen, sich über Angebote zur Existenzgründung oder Unternehmensentwicklung beraten zu lassen, auch wenn eine Gründung im Nebenerwerb geplant ist.
Für die persönliche Beratung im Rathaus Bergkamen ist eine Terminabsprache unter Tel. 02303-272590 oder per E-Mail an s.schaffrin-runkel@wfg-kreis-unna.de unbedingt erforderlich.




Sprechstunde für Gründungsinteressierte im Bergkamener Rathaus

Sylke Schaffrin-Runkel. Foto: Stadt Bergkamen

Der Weg in die Selbstständigkeit sollte gut vorbereitet werden. Die Sprechstunde im Rathaus bietet die Möglichkeit, die Gründung Schritt für Schritt umzusetzen und alle Gründungsformalitäten zu erledigen.
Bei allen Fragen rund um das Thema „Sich selbstständig machen“ bietet das STARTERCENTER NRW Kreis Unna kostenlose Unterstützung aus einer Hand.

Am Dienstag, 10. März 2020, ab 09:00 Uhr, berät Sylke Schaffrin-Runkel vom STARTERCENTER NRW der Wirtschaftsförderung Kreis Unna dazu Gründungsinteressierte und Jungunternehmer*innen, die eine Selbstständigkeit planen oder sich im Aufbau befinden.

Beschäftige, Arbeitslose oder Freiberufler sind eingeladen, sich über Angebote zur Existenzgründung oder Unternehmensentwicklung beraten zu lassen, auch wenn eine Gründung im Nebenerwerb geplant ist.

Für die persönliche Beratung im Rathaus Bergkamen ist eine Terminabsprache unter Tel. 02303-272590 oder per E-Mail an s.schaffrin-runkel@wfg-kreis-unna.de unbedingt erforderlich.




Aktionstag „Jugend gegen Aids“ des Schulsanitätsdienstes des Gymnasiums für den 8. Jahrgang

Die Fotos zeigen die Schulsanitäter des SGB im Rahmen einer Fortbildungsmaßnahme sowie die vier AG-Mitglieder Anuja Amirthalingam, Kristina Jungkind, Aylin Svrikaya sowie Kristina Jungkind und Alison Evers als Leiterinnen des Workshops „Jugend gegen Aids“ für die Klassen 8. Fotos: Paul/SGB

Der Schulsanitätsdienst am Städtischen Gymnasium Bergkamen ist seit langem ein etabliertes und anerkanntes Angebot für die Schulgemeinde. Regelmäßig nehmen die jungen Sanitäterinnen und Sanitäter an Fortbildungsmaßnahmen teil und bauten jetzt ihr Angebot noch weiter aus.

Die „SSDler“ kümmern sich in der Schule in erster Linie bei Unwohlsein, Verletzungen mit Erste-Hilfe-Maßnahmen und tröstenden Worten um Mitschülerinnen und Mitschüler. Sie begleiten zudem alle schulische Veranstaltungen, haben Pausen- und Tagesbereitschaftsdienst, engagieren sich aber auch in verschiedenen Projekten.

Erstmals führten vier AG-Mitglieder nun für den Jahrgang acht den Workshop „Jugend gegen Aids“ durch. Im September vergangenen Jahres hatten sich dafür die Oberstufenschülerinnen Anuja Amirthalingam und Aylin Svrikaya sowie Kristina Jungkind und Alison Evers in Düsseldorf zu Peers der Kampagne ausbilden lassen. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Die Kampagne setzt sich für Projekte zur Aufklärung bei sexuell übertragbaren Krankheiten ein. Der Mehrwert der Workshops besteht darin, dass der Tag von Schülern der AG für Schüler und somit auf Augenhöhe gestaltet wird. Hemmungen und Scham können dadurch leichter abgebaut werden. Auch deshalb waren die verantwortlichen Lehrkräfte Viktoria Paul und Marius Breer in den jeweils vierstündigen Workshops nicht anwesend, planten und organisierten das Angebot aber in enger Absprache mit den vier Schülerinnen der Oberstufe und standen im Hintergrund als Ansprechpartner zur Verfügung. Jeder Workshop wurde vor- und nachbereitet, zudem erfolgt in wenigen Wochen eine weitere digitale Evaluation.

„Bei den Schülerinnen und Schülern kam der Workshop sehr gut an, nach einer Eingewöhnungsphase trauten sich die meisten, ihre Fragen zu stellen und Unsicherheiten zu klären“, berichtet Anuja Amirthalingam, eine der Workshop-Leiterinnen.

„Die vier Mädels haben den Workshop mit viel Empathie und durch auflockernde, kommunikative Methoden gewinnbringend gestalten können“, lobte AG-Leiterin Viktoria Paul. So konnten die Achtklässler offen wie anonym Fragen stellen und sich zu bestimmten Themen äußern, das Ziel war es zu sensibilisieren und Unsicherheiten in entspannter Atmosphäre abzubauen und damit für einen respektvollen Umgang mit der eigenen Gesundheit zu plädieren und Toleranz zu fördern. „Besonderer Dank gilt den Schülerinnen, die sich ohne Angst und Hemmungen für dieses wichtige Thema engagieren“, betont AG-Leiter Marius Breer. Das nächste Projekt, die Durchführung eines eigenen humanitären Projektes, ist in Planung und soll nach den Osterferien starten.

Die nächste Ausbildung zum Schulsanitäter (Erstschulung in Erster Hilfe) startet am SGB derweil nach den Sommerferien, am 27. August 2020.