Nordrhein-Westfalen öffnet seine Schulen schrittweise: Ab Donnerstag, 23. April können Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen den Unterricht wieder besuchen. In Zeiten der Corona-Pandemie stellen sich für die jungen Leute im Kreis Unna, ihre Eltern und so manche Lehrkraft allerdings viele Fragen rund um den Schulbesuch.
Die Schulpsychologische Beratungsstelle für den Kreis Unna macht bei Bedarf das Angebot einer telefonischen Beratung und weist auf ein Onlineportal der Landesstelle Schulpsychologie hin:
Team des POCO-Markts Bergkamen überreicht eine Stoffspende für Masken ans DRK
Thomas Sieniawski alias Püppi (l.) und Christian Kamp (Mitte) vom DRK Bönen e. V. freuen sich über die Stoffspende von Markus Blacha (r.) und seinem Team von POCO Bergkamen. Foto. POCO
Das Team des POCO-Marktes Bergkamen möchte helfen und überreicht eine Stoffspende ans DRK.
Stoff zum Nähen von Atemschutzmasken ist montan allerorts sehr beliebt. In ganz Deutschland haben POCO-Märkte bereits Baumwollstoffe zum Nähen von Masken an ortsansässige Vereine und Hilfsorganisationen gespendet. Der POCO-Markt in Bergkamen möchte dem in nichts nachstehen. Marktleiter Markus Blacha und sein Team organisierten darum eine eigene Spendenaktion und überreichten einen Einkaufswagen mit 270 Metern Stoff an den DRK Ortsverein Bönen e. V.
Die Mitglieder des DRK Handarbeitskreises nähen bereits seit einiger Zeit Masken und verteilen diese an Pflegedienste, Arztpraxen, Kitas und andere Einrichtungen. Überall dort, wo Menschen betreut werden und der nötige Abstand nicht immer möglich ist, ist die Freude über diese Geste groß. Der Stoff aus dem POCO-Markt Bergkamen wurde Christian Kamp und Thomas Sieniawski überreicht.
Thomas Sienawski ist möglicherweise einigen besser bekannt als ehrenamtlicher Clown Püppi. In dieser Rolle besucht der engagierte Künstler seit über 30 Jahren kranke Kinder in der Kinderklinik Hamm und ist unter anderem Botschafter der Kindernothilfe und der Stiftung Kinderglück. „Wir haben gehört, dass beim DRK so fleißig genäht wird“, erzählt Markus Blache, „und da lag es ja nahe, dass wir mit Stoff aushelfen. So können wir auch ein wenig dazu beitragen, dass die Menschen sich sicherer fühlen.“
Corona-Pandemie beeinträchtigt auch Vermittlungsarbeit des Jobcenters: Qualifizierungsmaßnahmen und Arbeitsgelegenheiten ausgesetzt
Die Corona-Pandemie hat auch die Vermittlungsarbeit des Jobcenters Kreis Unna nachhaltig beeinflusst. Betroffen sind alle Maßnahmen, die dazu dienen, Arbeitslose zu qualifizieren oder durch Arbeitsgelegenheiten auf die Anforderungen des Arbeitsmarkts vorzubereiten. Alle Maßnahmen, die eine persönliche Anwesenheit bei einem Träger erfordern, können bis auf Weiteres nicht angeboten bzw. durchgeführt werden, um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor einer möglichen Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus zu schützen.
Dieses Vorgehen gilt erst einmal bis zum 30. Juni 2020. Die meisten Bildungsträger haben darauf reagiert und planen alternative Durchführungsmöglichkeiten für ihre Maßnahmen oder setzen diese bereits um. Für Arbeitsgelegenheiten gibt es allerdings keine alternativen Möglichkeiten, auch wenn dadurch wichtige Dienstleistungen wie Tafel, Sozialkaufhäuser oder Radstationen betroffen sind. Es geht auch hier um den Schutz der Allgemeinheit mit dem Ziel, eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus mit allem zur Verfügung stehenden Mitteln zur verlangsamen, insbesondere durch die Vermeidung sozialer Kontakte.
Zu welchen Zeitpunkt mit einer Wiederaufnahme der Maßnahmen zu rechnen ist, kann nach derzeitigen Stand noch nicht beurteilt werden und hängt von der weiteren Entwicklung der Pandemie ab.
„Kaufnett“-Sozialkaufhäuser der Diakonie wieder geöffnet
Die „Kaufnett“-Sozialkaufhäuser der Diakonie Ruhr-Hellweg in Fröndenberg, Holzwickede, Unna, Kamen und Werne sind wieder geöffnet. „Kinderfüße wachsen trotz Corona, und Babys werden weiterhin geboren. Sie benötigen Kleidung und Kinderbetten, Kinderwagen, Spielsachen und vieles mehr“, sagt Christine Weyrowitz, Geschäftsführerin der Kaufnett gGmbH. „Auch die Großen brauchen gut erhaltene Kleidung und Haushaltsgegenstände.“
In der aktuellen Situation läuft der Betrieb natürlich unter Einhaltung der vorgegebenen Regeln zur Sicherheit und Hygiene. Unter anderem ist deshalb zunächst weniger Personal dabei. Auch die Öffnungszeiten können abweichen. Die Annahme von Spenden erfolgt kontaktlos an der Laderampe. Die Cafés bleiben geschlossen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kaufnett-Filialen freuen sich, dass sie nun wieder zur Daseinsfürsorge für arme Menschen beitragen dürfen. Einige, die zu Hause bleiben müssen, nähen Gesichtsmasken. So helfen alle mit, die Corona-Pandemie gut zu überstehen.
Radstationen ab 20. April wieder mit Komplettservice geöffnet
Die Radstation am Kamener Bahnhof ist am kommenden Montag wieder geöffnet. Foto: Radstationen DasDies
Mitten in der Corona-Krise boomt das Radfahren. Die Radstationen der DasDies Service GmbH reagieren und freuen sich über die Freigabe aller Fahrradgeschäfte durch die Regierung: „Ab 20. April bieten wir in allen Stationen (Bönen Bahnhof, Kamen Bahnhof, Lünen Bahnhof; Lünen-City, Schwerte Bahnhof, Unna Bahnhof und Werne Bahnhof) von 9 bis 18 Uhr montags bis freitags unseren Reparatur- und Wartungs-Service an“, erklärt Stefan Rose, Betriebsleiter der Radstationen. Er bittet alle Kund*innen um Einhaltung der verschärften Hygiene-Regeln: „Bitte halten Sie zwei Meter Abstand und betreten Sie immer nur einzeln den Servicebereich, Desinfektionsmittel stehen bereit, wenn Sie noch einen Mundschutz tragen, freuen sich unsere Mitarbeiter*innen über Ihre Vorsorge.“
Maciej Kozlowski, Geschäftsführer der DasDies bedankt sich bei allen Kunden, die in den vergangenen vier Wochen den stark eingeschränkten Service der Radstationen in Anspruch genommen haben: „Sie haben damit Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen gesichert und Kündigungen wegen der Krise verhindert.“ Die Radstationen hatten ihre Kräfte auf die großen Stationen in Kamen, Lünen und Unna konzentriert und die anderen Servicebereiche geschlossen. Zudem boten sie einen hundertfach genutzten Abhol- und Lieferservice kostenfrei an.
Dieser Sonderservice läuft weiter. Um den Zusatzaufwand zum Teil zu decken, nehmen die Radstationen für den Hol- und Bring-Dienst ab 20.4. eine Pauschale von zehn Euro. Maximal fünf neue Aufträge pro Tag können die Stationen aktuell bewältigen. „Die Nachfrage hat alle Erwartungen übertroffen – über 400 Kund*innen haben in den vergangenen drei Wochen den Sonderservice genutzt“, berichtet Stefan Rose.
Weiteres Indiz dafür, dass Menschen im Kreis jetzt aufsatteln: Die Leihradflotte der Radstationen ist aktuell stark gefragt. Rose bittet: Die Kunden sollten unter www.radstation.ruhr selbst die Verfügbarkeit prüfen und frühzeitig reservieren und buchen. „Dann können wir die Räder rechtzeitig bereit stellen.“
Für alle, die gerade nicht über ein eigenes Zweirad verfügen, haben die Radstationen ein Sonderangebot: Für nur 35 Euro pro Woche können die moderne Tourenräder an den Stationen in Kamen, Lünen, Unna, Schwerte und Werne ausgeliehen werden. Alternativ gibt es dort moderne E-Bikes für 75 Cent die Stunde im Fahrradverleih.
Durch die Krise und die gesetzlichen Auflagen sind die Einnahmen der Radstationen massiv zurückgegangen. Maciej Kozlowski, Geschäftsführer der DasDies, bedankt sich bei allen Kund*innen und appelliert: „Nutzen Sie unseren Service, sie unterstützen damit gerade jetzt Arbeitsplätze für benachteiligte Menschen, von denen über die Hälfte eine Behinderung haben.
Parken konnten und können die Kund*innen weiterhin in allen Stationen und Radparkhäusern in Bergkamen Rathaus/ZOB, Bönen Bahnhof, Holzwickede Bahnhof, Kamen Bahnhof, Kamen Willy-Brandt-Platz, Lünen Hauptbahnhof, Unna Bahnhof, Schwerte Bahnhof, Werne Stadthaus/ZOB und Werne Bahnhof. Das gilt für alle registrierten Kunden mit Prepaid-Chip, Monats- oder Jahreschip. Neue Kunden können sich in den Radstationen registrieren und ihren Chip abholen.
Servicenummer der Radstationen: 02307-7199178, E-mail: rose@dasdies.de
Alle weiteren Informationen unter: www.die-radstationen.de, Serviceaufträge auch online unter www.radstation.ruhr.
Notbetreuung von Kindern in Bergkamen
Die neuerliche Ausweitung der Notbetreuungen in den Schulen und Kindertageseinrichtungen um Kinder von Angehörigen systemrelevanter Berufsgruppen ab dem 20.04.20, hebt die Pflicht zur bisherigen Beantragung dieser Betreuung nicht auf. Darauf weist jetzt der Krisenstab der Stadtverwaltung hin.
Das Antragsformular und die Liste der Berufsgruppen auf deren Angehörige dies zutrifft, sind auf der Homepage der Stadt Bergkamen zu finden. Inwieweit eine möglicherweise steigende Nachfrage in den Kindertageseinrichtungen tatsächlich realisiert werden kann wird derzeitig intensiv beraten.
Tätigkeitsbereiche für eine erweiterte Notfallbetreuung ab 23. April 2020 Liste
NGG: Politik soll Kurzarbeitergeld aufstocken – Beschäftigten im Gastgewerbe drohen Lohneinbußen
Wegen Corona geschlossen: Restaurants, Gaststätten und Hotels sind seit Wochen zu. Die Beschäftigten haben nun mit enormen Lohneinbußen zu kämpfen, warnt die Gewerkschaft NGG. Foto: NGG
Wenn es nicht mehr fürs Nötigste reicht: Im Zuge der Corona-Krise haben Kellner, Köchinnen und Hotelangestellte im Kreis Unna mit extremen Lohneinbußen zu kämpfen. Davor warnt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) – und fordert eine deutliche Aufstockung des Kurzarbeitergeldes.
„Mit 60 Prozent des bisherigen Lohns auszukommen, ist im Gastgewerbe ein Ding der Unmöglichkeit. In Nordrhein-Westfalen bleiben einem gelernten Koch ohne Kinder in Vollzeit am Monatsende nicht einmal 900 Euro“, macht NGG-Geschäftsführer Torsten Gebehart deutlich. Dies setze voraus, dass nach Tarif gezahlt werde – was häufig jedoch nicht einmal der Fall sei. Trotz Vollzeitjob seien viele Beschäftigte während der Kurzarbeit sogar auf Stütze vom Amt angewiesen. „Und ein Ende der Krise ist noch längst nicht abzusehen“, so Gebehart. Im Kreis Unna beschäftigt das Gastgewerbe nach Angaben der Arbeitsagentur rund 5.400 Menschen.
Die Gewerkschaft NGG ruft die Bundestagsabgeordneten aus der Region dazu auf, sich in Berlin für eine rasche Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf mindestens 80 Prozent (Eltern: 87 Prozent) einzusetzen. „Wir brauchen ein ,Corona-KUG 80plus‘ – zumindest für untere Einkommensgruppen“, so Gebehart. In mehreren europäischen Ländern liegt das Lohnausfallgeld bereits in dieser Größenordnung. Mittlerweile wird eine Erhöhung auch innerhalb der Großen Koalition diskutiert.
„Weil sich der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) weiterhin einer Aufstockung per Tarifvertrag verweigert, ist nun die Politik gefragt. Sie hat bereits ein beispielloses Corona-Rettungspaket beschlossen und greift Firmen mit Milliarden unter die Arme. Aber man darf die Beschäftigten jetzt nicht im Regen stehen lassen“, sagt Gebehart.
Es sei nicht hinnehmbar, dass Hoteliers und Gastronomen bei den Lohnkosten voll entlastet würden – diese Hilfe aber nicht an ihre Mitarbeiter weitergäben. „Corona darf nicht zur Katastrophe für die werden, die ohnehin jeden Cent zweimal umdrehen müssen.“
Geschäftsstellen weiterhin geschlossen: Jobcenter bietet Hotlines und eService
Bis auf Weiteres bleiben auch die Geschäftsstellen des Jobcenters Kreis Unna aufgrund der aktuellen Krisenlage geschlossen. Hilfebedürftige Menschen im Kreis Unna sollen aber alle Möglichkeiten kennen, um dennoch Anträge stellen zu können oder Anliegen zu klären. Jobcenter-Geschäftsführer Uwe Ringelsiep fasst alle Wege zur Kontaktaufnahme zusammen.
„Wir sind weiterhin für Sie da“, versichert Uwe Ringelsiep den hilfebedürftigen Menschen im Kreis Unna. „Wir haben frühzeitig auf die zu erwartende Krise reagiert und z.B. eine zusätzliche Hotline eingerichtet. Den digitalen Sevice gab es vor der Krise auch schon, aber natürlich ist er jetzt der hauptsächliche Kommunikationsweg für unsere Kundinnen und Kunden. Selbstverständlich bleibt weiterhin der Postweg zur Klärung von Anliegen oder Einreichen von Unterlagen.“ Erste Erfahrungen im Rahmen der Krisen haben bereits gezeigt, dass 90 Prozent der Anliegen direkt telefonisch geklärt werden können. „Wir finden für jedes Anliegen eine individuelle Lösung“, so Ringelsiep.
Hotlines Für Kunden des Jobcenters und Arbeitnehmer 02303 2538-2222 Mo. bis Mi. von 08:00 bis 15:30 Uhr Do. von 08:00 bis 17:00 Uhr Fr. von 08:00 bis 13:00 Uhr
02303 2538-0 Mo. bis Fr. von 08:00 bis 18:00 Uhr
Für Arbeitgeber aus dem Kreis Unna und Hamm 0800 4 555 20 Mo. bis Fr. von 08:00 bis 18:00 Uhr
E-Mail oder eService: Nutzen Sie den eService unter www.jobcenter-digital.de oder nutzen Sie das Kontaktformular auf unserer Homepage unter www.jobcenter-kreis-unna.de/der-direkte-draht oder richten Sie einfach Ihre E-Mail an Jobcenter-Kreis-Unna@jobcenter-ge.de
Postweg: Sie können Ihre Post auch weiterhin an jede örtliche Geschäftsstelle des Jobcenters Kreis Unna senden oder an die Anschrift der Hauptgeschäftsstelle:
Jobcenter Kreis Unna, Bahnhofstr. 63, 59423 Unna
Hinweis: Jede Geschäftsstelle verfügt über einen Hausbriefkasten, in den Sie Poststücke auch einwerfen können.
100 Portionen Gulasch mit Spätzle für Bedürftige von der Schützenheide
Zum zweiten Mal bereiteten der Betreiber der Schützen Sascha Djuric und sein Team 100 Portionen Essen für Bedürftige zu.
Diesmal gabe es Gulasch mit Spätzle, dazu Obst, Brötchen und Wasser. Dieses wurden von den Organisationen Lüsa und dem Deutschen Roten Kreuz Bergkamen abgeholt und an Bedürftige kostenlos verteilt. An der Aktion beteiligten sich neben der Schützenheide, die Bäckerei Kathies Café und der Erdemli Store.
Wieder 100 Portionen Essen für Bedürftige von der Schützenheide
Foto von der ersten Übergabe von 100 Portionen Essen an Wohlfahrtsorganisationen am Schützen- und Heimathaus.
Nachdem die Aktion von Sascha Djuric, Inhaber der Schützenheide, 100 Portionen Essen für Bedürftige zu spenden gut angekommen ist, will er dies am kommenden Samstag vor Ostern wiederholen.
Er wird wieder ca. 100 Essen den Organisationen Lüsa Unna und dem DRK Bergkamen kostenlos zur Verfügung stellen. Die Organisationen werden es bei ihm abholen und anschließend an Bedürftige verteilen.
Pflege- und Wohnberatung: Beratung auch telefonisch möglich
Die kostenlose und anbieterunabhängige Pflege- und Wohnberatung des Kreises Unna beantwortet trotz der aktuellen Corona-Krise weiterhin telefonisch oder per E-Mail Fragen. Wer also mehr wissen will rund um das Thema Pflege, wie zum Beispiel zu den Leistungen der Pflegeversicherung oder der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung, kann sich melden.
Ebenfalls parat haben die Berater Adressen und Informationen über ortsnahe Angebote oder zur Finanzierung von Hilfsangeboten. Zudem gibt es Informationen über Entlastungsangebote für Menschen, die einen an Demenz erkrankten Angehörigen pflegen.
Die Pflege- und Wohnberatung ist montags bis freitags von 9 bis 12.30 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 17 Uhr unter Tel. 0 23 07 / 28 99 060 oder 0 800 / 27 200 200 (kostenfrei) erreichbar. Fragen können auch per E-Mail an pwb@kreis-unna.de geschickt werden. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff Pflege- und Wohnberatung). PK | PKU