Banner hängt in Bergkamen: Demokratie wird sichtbar

Das Demokratiebanner ist in Bergkamen angekommen: (v. l.): Sevgi Kahraman-Brust vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Unna, Christian Scgarwey, Christine Busch und der Leiter des bergkemaner Jugendamts Ludger Kortendiek

Demokratieförderung: Das ist für den Kreis eine Daueraufgabe. Im letzten Jahr wurde mit vielen Akteuren und vielen Veranstaltungen u.a. an 100 Jahre Demokratie in Deutschland, an 100 Jahre Frauenwahlrecht oder auch an 70 Jahre Grundgesetz erinnert. Daran knüpften Schüler mit einem Projekt an und erstellten ein Banner. Das hing seit Mitte Mai am Kreishaus, jetzt zog es um nach Bergkamen. „Demokratie ist wie Porzellan: Es ist wunderschön, aber auch sehr zerbrechlich“, erklärte Beigeordnete Christine Busch, die es ausdrücklich begrüßte, dass dieses Bann jetzt für mindestens ein Jahr an der Außenwand des „Kommunalen Integrationszentrums“ an der Schulstraße in Weddinghofen zu sehen sein wird.

„Vier Schwerter „SOR – SMC“-Schulen entwickelten die Idee, bei der kreativen Auseinandersetzung mit dem Grundgesetz, ein Demokratiebanner zu erstellen“, berichtet Sevgi Kahraman-Brust, die das Projekt unterstützte. „Interaktiv gestaltet sollte das Banner sein. Das Ergebnis ist toll und spiegelt den Geist der Demokratie wieder: Demokratie ist, wenn alle mitmachen und gestalten – gerade mit Blick auf die anstehende Kommunalwahl im September.“

Dafür stellten sich bis zu 200 Schülerinnen und Schüler pro Schule in ihren Schulhöfen auf. Sie formten die zehn Buchstaben des Wortes DEMOKRATIE und wurden dabei von einer Foto-Drohne aus der Vogelperspektive fotografiert. Zu sehen ist das Banner ab sofort in Bergkamen am Kommunalen Integrationsbüro Kreis Unna. Die Stadt Bergkamen hat die Aktion finanziell unterstützt.

Antirassismus-Projekt
Das Projekt entwickelten sie im Rahmen ihrer Antirassismusarbeit und zum 25-jährigen Bestehen von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage (SOR – SMC)“. Unterstützung erhielten die Gesamtschule am Gänsewinkel, das Ruhrtal Gymnasium Schwerte, das Friedrich Bährens Gymnasium, die Realschule am Bohlgarten und die Theodor-Fleitmann Gesamtschule von der Jugendhilfe der Stadt Schwerte. Eine finanzielle Förderung von 1.000 Euro steuerte der Kreis bei.

Der Fokus der Kinder und Jugendlichen richtete sich auf das am 23. Mai 1949 erlassene Grundgesetz. Dieses Grundgesetz bildet bis heute das rechtliche Fundament unserer Demokratie und unserer Gesellschaft, schreibt das Recht auf Meinungsfreiheit ebenso fest wie das Recht auf freie Entfaltung, auf freie Berufswahl oder auch die Pressefreiheit. PK | PKU




Ausbildungsplatzsuche in Corona-Zeiten: So finden Bewerber die richtige Stelle

Rund 4.000 Schülerinnen und Schüler im Kreis Unna haben es – trotz der Einschränkungen durch die  Corona-Pandemie – geschafft, ihren angestrebten Schulabschluss zu erreichen. Doch wie soll es nun weiter gehen? Das Dienstleistungszentrum Bildung im Kreis Unna gibt Tipps für die  Ausbildungsplatzsuche in Zeiten der Corona-Pandemie und weist auf ein starkes Netzwerk hin.

„Manche Pläne, wie ein Jahr ins Ausland zu gehen, sind wegen Corona momentan gar nicht oder nur zeitlich verzögert umsetzbar“, berichtet Kirsten Geisler von der Kommunalen Koordinierungsstelle für KAoA. „Und auch die Frage, ob ein Studium oder eine Ausbildung aktuell die bessere berufliche Perspektive bietet, wird oft neu gestellt.“

Fakt ist: Es gibt zahlreiche Ausbildungsplätze. Aktuell sind 3.043 freie Plätze in der Region gemeldet. Gleichzeitig sind einige Unternehmen noch geschlossen oder die Belegschaft befindet sich weiter in Kurzarbeit. Potenzielle Bewerber und Betriebe müssen in Zeiten von Kontaktverbot und Abstand halten, neue Ideen entwickeln, um zu einander zu finden.

Ausbildungskonsens vermittelt
Die Partner im Ausbildungskonsens NRW haben es sich zur Aufgabe gemacht, gerade in Zeiten von Corona Bewerber und Betriebe passgenau zusammen zu bringen. Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer Dortmund, die Agentur für Arbeit in Hamm und das Jugendberufshaus haben Hotlines geschaltet und informieren über verfügbare Ausbildungsbetriebe und Zugangsvoraussetzungen zu verschiedenen Berufen. Online gestellte Lehrstellenbörsen bieten zusätzlich die Möglichkeit, selbst nach einem geeigneten Ausbildungsplatz zu suchen.

Auf der Internetseite der Kommunalen Koordinierungsstelle für „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (www.kreis-unna.de/berufsorientierung) findet sich im Kasten „KAoA und Corona“ unter  „Ausbildung – Jetzt erst recht!“ eine tabellarische Übersicht mit allen Informationen und Kontaktdaten der Ansprechpartner. PK | PKU




Kamera und Tastatur statt Laufschuhen und Sportshirt: Traditioneller Gedenk-Fackellauf des Roten Kreuzes findet in diesem Jahr digital statt

Erinnerung an die Schlacht Solferino 1859 (v. l.): Robert Wettklo, Anika Knutti (beide Kreisrotkreuzleitung), Michael Makiolla (Vorstand), Christine Scholl (Kreisgeschäftsführerin DRK-Kreisverband Unna), Peter Zahmel und Norbert Hahn (beide Vorstand).

Jedes Jahr treffen sich am 24. Juni im Gedenken an die Schlacht von Solferino und den Ursprung unserer weltweiten Bewegung tausende von Rotkreuzhelfer*innen bei Einbruch der Dämmerung mit Fackeln vor der Burg von Solferino. Genau hier nämlich wurde Rotkreuzgründer Henry Dunant damals mit dem Anblick von rund 40.000 schwer verletzten und sterbenden Menschen konfrontiert. Um zu helfen, eilte er von Solferino bis nach Castiglione, um auf dem Weg Einheimische um Mithilfe zu beten. Gemeinsam kümmerten sie sich unermüdlich und ohne jeden Unterschied um alle Verletzten – allein nach dem Maße ihrer Not – und Dunant entdeckte seine neue Mission: Er wollte das Los der verwundeten Soldaten verbessern und den Krieg menschlicher machen.

2020 jährt sich die Schlacht von Solferino zum 161. Mal und auch der Fackelzug (die Fiaccolata) von Solferino nach Castiglione würde in diesem Jahr bereits zum 101. Mal stattfinden.

„Würde“ wohlgemerkt. Denn auf Grund der Corona-Pandemie musste der Lauf erstmals abgesagt werden und kann nicht in gewohnter Form stattfinden. Allerdings heißt das natürlich noch lange nicht, dass die Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler auf der ganzen Welt deshalb auf ihre liebgewonnene Tradition verzichten!
Aus diesem Grund hat der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe die Idee der „digitalen Fiaccolata“ entwickelt: Im Zeichen der Menschlichkeit haben deshalb am 24. Juni pünktlich um 18:59 (1859 war die Schlacht von Solferino) überall im Land Rotkreuzler*innen und JRKler*innen eine Kerze oder Fackel angezündet, fotografiert und das Bild mit dem Hashtag #Faiccolata2020 in ihren Sozialen Netzwerken hochgeladen. So wurde die Flamme des Roten Kreuzes symbolisch – und ganz ohne Kontakt – rund um die Welt getragen.

Eine tolle Aktion, bei der auch der DRK-Kreisverband Unna gerne dabei war: Deshalb trafen sich der DRK-Kreisvorstand um Michael Makiolla, Norbert Hahn und Peter Zahmel gestern am späten Nachmittag mit Robert Wettklo und Anika Knutti von der Kreisrotkreuzleitung sowie Kreisgeschäftsführerin Christine Scholl, um gemeinsam vor der DRK-Geschäftsstelle in Unna Fackeln anzuzünden und an die Geburtsstunde des Rotkreuzgedanken zu erinnern. Und auch in der Kamener DRK-Kita Monopoli und beim JRK leuchteten pünktlich zu diesem wichtigen Anlass Kerzen.




Mit Blutspende Leben retten: Am Freitag im Treffpunkt an der Lessingstraße

Das Deutsche Rote Kreuz, Ortsverein Bergkamen, lädt zur Blutspende am Freitag, 26. Juni, von 15.00 bis 20.00 Uhr, in den Treffpunkt, Lessingstraße 2, in Bergkamen ein. Die erforderlichen Abstandsregelungen können an diesem Spendenort eingehalten werden.

Eingeladen sind alle Blutspender ab 18 Jahren. Als Verpflegung nach der Blutspende wird ein Lunchpaket gereicht. Auch bei diesem Spendentermin wird es wieder für jeden 10. Blutspender ein besonderes Geschenk vom DRK-Ortsverein Bergkamen geben.




Wachwechsel bei Lions BergKamen: Dr. Christian Fastenrath neuer Präsident

Martin Brandt (li) überreicht seinem Nachfolger Dr. Christian Fastenrath die „Lionsglocke“
Foto: LC BergKamen

Wachwechsel beim  Lionsclub BergKamen: Der Kamener Dr. Christian Fastenrath übernimmt zum 1. Juli das Amt des Präsidenten dieses Clubs. Für Martin Brandt geht entsprechend den Lions-Statuten nach einem Jahr an der Spitze die Amtszeit zu Ende.

Der Bergkamener „Löwe“ Brandt blickt auf zwölf erfolgreiche Monate zurück: Während seiner Präsidentschaft konnte der Club über 30.000 Euro für   soziale und kulturelle Zwecke in Bergkamen und Kamen ausschütten. Ein Wermutstropfen im Lionsjahr war natürlich die Corona-Pandemie, die ab Mitte März große Beeinträchtigungen der Clubaktivitäten bedeutete.

Dennoch unterstützte der Club viele Projekte, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Die Förderung junger Menschen in Kamen und Bergkamen ist seit langem Schwerpunkt des Clubs. Darüber hinaus engagierten sich die „Löwen“ auch für geflüchtete Menschen in Kamen und Bergkamen.

Obwohl durch das Corona-Virus viele Veränderungen notwendig wurden, wollen der neue Präsident Dr. Christian Fastenrath, sein Vorstand  und die Mitglieder des Lionsclubs BergKamen die erfolgreiche Arbeit auch im 25. Jahr des Clubs fortsetzen, getreu dem Lionsmotto „We serve“ – „Wir dienen“




Sparkasse fördert die Arbeit des Stadtjugendrings Bergkamen mit 27.500 Euro

Spendenübergabe (v. l.): Arne Vogt, Karl-Heinz Chuleck, Martina Eickhoff, Jörg Jandzinsky und Marketingleiter Michael Krause.

Mit einer Spende über 27.500 Euro fördert die Sparkasse Bergkamen-Bönen erneut die Arbeit des Stadtjugendrings. Den symbolischen Scheck überreichte jetzt Vorstandsmitglied Jörg Jandzinsky an den Vorstand des Stadtjugendrings.

Dieses Geld sei hoch willkommen, betonten der stellvertretende Vorsitzende des Stadtjugendrings Karl-Heinz Chuleck, Kassiererin Martina Eickhoff und der neue Geschäftsführer Arne Vogt bei der Spendenübergabe. Zwar habe vieles in diesem Jahr wegen nicht stattfinden können, doch es solle nachgeholt werden. Dazu zählt zum Beispiel das Theaterfestival, bei dem im Frühjahr der bisherige Geschäftsführer Christian Scharwey den Staffelstab an seinen Nachfolger Arne Vogt übergeben sollte. Das Theaterfestival solle in jedem Fall in diesem Jahr nachgeholt werden, erklärte Chuleck.

Ebenfalls der Pandemie zum Opfer fielen die Freizeiten des Stadtjugendrings in den Sommerferien für Kinder- und Jugendliche. Arne Vogt hofft, in den kommenden Herbstferien Freizeiten als Ersatz anbieten zu können.

Zurzeit bereitet der Stadtjugendring das traditionelle Kinderfest zum Weltkindertag im September vor. Wie so viele in dieser Corona-Zeit wird dies aller Voraussicht nach digital im Internet stattfinden. Diese Gelegenheit solle auch genutzt werden, Bergkamener Jugendgruppen und Vereinen, die nicht sehr Mitgliederstark sind und deshalb auch nicht über viel Geld verfügen, den Einstieg in die digitale Welt zu erleichtern, berichtete Kassiererin Martina Eickhoff. Zurzeit werde die eigene Homepage des Stadtjugendrings auf Vordermann gebracht. Wer sie jetzt im Internet besucht, findet nur eine „Baustelle“ vor.




Fachschule für Pflegeberufe der Diakonie in Bergkamen entlässt neue Altenpflegekräfte ins Berufsleben

Schulleiterin Heike Brauckmann-Jauer hat allen Absolventinnen und Absolventen ein Segenskreuz zur Erinnerung an die Ausbildungszeit mit auf den Weg gegeben. Foto: drh/Tobias Schneider

Einen besonderen Grund zur Freude haben 13 Auszubildende der Fachschule für Pflegeberufe der Diakonie Ruhr-Hellweg: Sie haben erfolgreich ihre Abschlussprüfung bestanden und sind nun staatlich anerkannte Altenpflegerinnen  und -pfleger. Aufgrund der weltweiten Corona-Krise musste die feierliche Zeugnisübergabe mit Angehörigen und Ausbildungsträgern diesmal leider ausfallen. Stattdessen gab es im Mai mehrere Verabschiedungen in kleinen Gruppen und unter Einhaltung besonderer Schutz- und Hygienemaßnahmen.

Schulleiterin Heike Brauckmann-Jauer gratulierte zum erfolgreichen Abschluss: „Sie haben sich in dieser besonderen Situation unter sehr schweren Bedingungen zum größten Teil zu Hause auf Ihr mündliches Examen vorbereiten müssen. Natürlich waren wir so gut wie möglich telefonisch und auf digitalem Weg für Sie da. Aber Präsenzunterricht und persönlicher Kontakt wären in dieser Situation sicherlich besser gewesen. Umso mehr können Sie sich jetzt freuen: Ihr bestandenes Examen zählt doppelt. Und Sie können auch doppelt stolz darauf sein.“ Kursleiterin Annette Müsch wünschte ihren Schützlingen ebenfalls alles Gute für ihre berufliche und private Zukunft. Zum Schluss erhielten alle Absolventinnen und Absolventen ein Segenskreuz zur Erinnerung an die Ausbildungszeit.

Alle Altenpflegerinnen und -pfleger haben direkt im Anschluss an die Ausbildung eine Arbeitsstelle in stationären und ambulanten Einrichtungen im Umkreis gefunden. Viele wurden auch direkt von ihren Ausbildungsträgern übernommen.

Ihre Zeugnisse erhielten: Lucian Adalinean, Silke Bergmann, Griselda Farrici, Martina Grünzner, Marcel Heidicker, Michelle Komorek, Lea Lipperheide, Annika Mohr, Timo Naundorf, Johanna Maria Psiuk, Daniela Riedel, Anna Karoline Schön, Jana Solibieda und Laura Wüstermann.

Der nächste Ausbildungskurs in Bergkamen hat bereits begonnen, der erste generalistische Jahrgang nach dem 2020 in Kraft getretenen Pflegeberufegesetz. Über die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Pflegeschule können sich Interessierte gerne informieren und einen Platz reservieren lassen, Telefon 02307-98300-50

Internet: www.diakonie-ruhr-hellweg.de




Diakonie bietet Ferienspaß für Kinder: Strandurlaub in St. Peter-Ording erleben

Strandburgen bauen, als „Pirat“ die See unsicher machen und nach Herzenslust in Meerwasser und Sand rummatschen: Diese und viele weitere Abenteuer können die Teilnehmenden einer Kinderfreizeit der Diakonie Ruhr-Hellweg erleben, die vom 19. bis 31. Juli nach St. Peter-Ording führt.

Der Ferienspaß ist für Jungen und Mädchen zwischen acht und 13 Jahren gedacht. Der etwa zwölf Kilometer lange Sandstrand der Nordseeinsel, die Dünen und der Kiefernwald bieten jede Menge Gelegenheit zum gemeinsamen Spielen und Toben. Hier können die Kinder auch Freundschaften fürs Leben schließen. Außerdem tut die salzige Meeresluft der Gesundheit gut.

Auf der Reise gibt es noch einige freie Plätze. Sie findet natürlich unter Einhaltung der entsprechenden Schutz- und Hygienemaßnahmen statt. Abstand halten ist gut machbar. Weitere Informationen unter Tel. 0800/5890257 oder reisen@diakonie-ruhr-hellweg.de sowie online unter www.diakonie-reisedienst.de.




Westfalen: DGB und ver.di fordern Rettungsschirm für Kommunen – Krisenlasten nicht auf Bürger abwälzen

Zum internationalen Tag der öffentlichen Dienste am 23. Juni fordern DGB und ver.di einen ergänzenden Rettungsschirm vom Land für die Kommunen. Sie wollen dadurch verhindern, dass die Krisenlasten auf die Bürgerinnen und Bürger z.B. durch Steuer- und Gebührenerhöhungen in den Kommunen abgewälzt, kommunale Leistungen eingeschränkt und bei den Beschäftigten im öffentlichen Dienst gespart wird, da ihrer Ansicht nach Städte und Kommunen die aktuelle Situation nicht aus eigener Kraft werden bewältigen können.

Deshalb unterstützen sie die Forderung, dass Bund und Land NRW einen „Rettungsschirm zur Stützung der Kommunalfinanzen“ aufspannen und durch konkrete Maßnahmen seitens der Landesregierung NRW ergänzen:

  • die Mittelzuweisung im kommunalen Finanzausgleich sind zu erhöhen
  • Ablösung der Altschulden durch die Landesregierung NRW
  • Einbeziehung der kommunalen Unternehmen in den Rettungsschirm des Landes
  • Mittel aus dem Sondervermögen des Landes zur Finanzierung aller direkten und indirekten Folgen der Corona Krise zur Kompensation kommunaler Steuerausfälle müssen ergänzend zur Verfügung gestellt werden
  • Darüber hinaus sollte ein kommunales Konjunktur- und Investitionsprogramm eingerichtet werden, das die Einnahmeausfälle des öffentlichen Personennahverkehrs mit einem dafür zu schaffenden Notfallprogramm ausgleicht. Die einmalige Erhöhung der Regionalisierungsmittel in Höhe von 2,5 Mrd. Euro wird als nicht ausreichend eingeschätzt.
  • Der kommunale Solidarpakt 2020 in Höhe von 5,9 Mrd. zur Kompensation der Gewerbesteuerausfälle greift vor dem Hintergrund der Steuerschätzung aus Mai 2020 zu kurz und muss zwingend nachgebessert werden. Sofern der Bund hier nicht nachbessert, muss auch hier das Land NRW nachhaltig unterstützen.

Jutta Reiter vom DGB: „Das Konjunkturprogramm der Bundesregierung übergeht die Altschuldenproblematik der Kommunen. Hier ist die Landesregierung in der Pflicht einen Lösungsweg aufzuzeigen. Denn sowohl das Problem der Altschulden als auch die neuen Belastungen durch die Corona-Epidemie dürfen nicht durch Kürzungen in der Daseinsvorsorge und der kommunalen Verwaltung gelöst werden. Ganz im Gegenteil, wir brauchen Investitionen in Mobilität, Bildung, Klimaschutz und Gesundheitswesen!“

Michael Kötzing vom ver.di Bezirk Westfalen ergänzt: „Gegen die Krise anzusparen heißt die Krise zu verschärfen. Die Kommunen sind von zentraler Bedeutung für das Funktionieren unserer Gesellschaft – sie müssen grundsätzlich und erst recht in dieser Situation gestärkt werden. Gerade jetzt sind die Kommunen gefordert, mit gezielten Maßnahmen den von der Krise in existenzgefährdender Weise betroffenen Menschen und Unternehmen aber auch den Kulturschaffenden und Vereinen sowie den Träger der Wohlfahrtspflege zu helfen. Das muss die Landesregierung gewährleisten“

Weitergehende Informationen dazu sind auch hier zu finden: https://westfalen.verdi.de/branchen-und-berufe/gemeinden/++co++9668deac-b173-11ea-bfae-001a4a160100




Erste Informationsveranstaltungen nach Corona-Pause für 30 neue AWO-Mitarbeitende

Informationsveranstaltungen unter besonderen Bedingungen: rund 30 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstärken jetzt die AWO und ihre Gesellschaften in den Kreisen Unna und Warendorf sowie in der Stadt Hamm. Foto: Sebastian Laaser/Stefan Kuster, AWO Ruhr-Lippe-Ems

Die AWO Ruhr-Lippe-Ems hat jetzt rund 30 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei zwei Informationsveranstaltungen in Kamen willkommen geheißen. Geschäftsführer Rainer Goepfert begrüßte die neuen Kolleginnen und Kollegen am Dienstag (16. Juni) unter den obligatorischen Corona-Schutzbedingungen. Es waren die ersten Treffen dieser Art in diesem Jahr, wie Rainer Goepfert erläuterte: „Unser Leitmotiv heißt: Mit den Menschen für die Menschen. Dazu gehört auch unbedingt, sich kennenzulernen. Wir sind froh, dass das jetzt wieder möglich ist – wenn auch wie heute unter besonderen Umständen.“ Der Geschäftsführer unterstrich: „Ich freue mich sehr, dass Sie sich für uns als Arbeitgeber entschieden haben. Wir wollen mit unseren Angeboten und Dienstleistungen Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen unterstützen – dafür brauchen wir Ihre Kompetenz und Ihr Engagement.“

Die AWO Ruhr-Lippe-Ems lädt üblicherweise mehrmals im Jahr neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unterbezirks und der Tochtergesellschaften Bildung+Lernen gGmbH, DasDies Service GmbH sowie AWO Gebäudeservice GmbH zu Infoveranstaltungen ein, um ihnen einen Überblick über die AWO als Mitgliederorganisation und leistungsstarkes soziales Dienstleistungsunternehmen zu geben. Die neuen Mitarbeitenden erfahren hier Wissenswertes über die Geschichte der AWO, ihre aktuelle Struktur und Arbeitsbereiche sowie über die Themen Qualitätsmanagement und IT-Sicherheit.




Neue Funktionen in der IHK-Lehrstellenbörse: Azubis und Betriebe werden zusammengeführt

Die allgegenwärtige Corona-Pandemie stellt Unternehmer und Azubis gleichermaßen vor Herausforderungen. Gehen Betriebe insolvent, können Auszubildende ihre Ausbildung nicht beenden. Die neuen Funktionen der IHK-Lehrstellenbörse setzen genau an diesem Punkt an: Unter „Azubi-Übernahme“ können Jugendliche den Ausbildungsplatzverlust melden. Mit Hilfe dieser neuen Funktion können auch Unternehmer über den Menüpunkt Kontakt zu ihrer jeweiligen IHK aufnehmen und angeben, dass sie Azubis aus insolventen Betrieben übernehmen wollen. Die IHK-Berater vor Ort bringen Auszubildende und Unternehmer dann zusammen.

Auf der Internetseite www.ihk-lehrstellenboerse.de können sich nicht nur Azubis melden, die ihre Lehrstelle aufgrund von Insolvenz verloren haben, sondern auch aus anderen Gründen. Klickt man bei der „Azubi-Übernahme“ auf das Kontaktformular, so gelangt man zum jeweiligen Menüpunkt für Azubis oder Unternehmer.