AWO Ruhr-Lippe-Ems: 38 angehende Kita-Fachkräfte haben ihre Ausbildung gestartet

Jean-Christophe Noou und Torsten Beck haben verstärken das Team der Kita Rasselbande rund um Einrichtungsleiter Christoph Hoch und Abteilungsleiter Daniel Frieling.

Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen werden gesucht. Zum neuen Kindergartenjahr 2020/2021 hatte die AWO Ruhr-Lippe-Ems daher in jeder ihrer 53 Kindertageseinrichtungen einen Ausbildungsplatz angeboten. Pünktlich zum 1. August konnte sie jetzt 38 neue Auszubildende begrüßen, 24 angehende Fachkräfte mehr als zum vergangenen Ausbildungsstart. „Wir sind sehr zufrieden, dass es uns gelungen ist, so viele junge Menschen von uns zu überzeugen“, zeigt sich AWO-Geschäftsführer Rainer Goepfert sichtlich erfreut. Die Gewinnung und Ausbildung ausreichend motivierter und gut qualifizierter Erzieher*innen stellt für alle sozialen Dienstleister eine große Herausforderung dar.

Neue Ausbildungswege

Die AWO setzt daher auch auf neue Ausbildungsformen wie die Praxisintegrierte Ausbildung (PiA). Hier werden schulische und berufliche Ausbildung ab dem ersten Tag integriert. Hier wird eine Ausbildungsvergütung in Höhe von 1.077 Euro im ersten Ausbildungsjahr gezahlt. „Unser Ziel ist es, zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen und gleichzeitig neue Zielgruppen, wie zum Beispiel Quereinsteiger*innen, für die Ausbildung zu gewinnen“, erläutert Rainer Goepfert.

Ein solcher „Quereinsteiger“ ist Torsten Beck, der seine praxisintegrierte Ausbildung in der Kindertageseinrichtung Rasselbande in Unna-Königsborn begonnen hat. Zuvor war der 44-Jährige viele Jahre in leitender Position bei einem großen Textildiscounter tätig. „Ich wollte noch einmal etwas ganz anderes in meinen Leben machen und vor allem direkter mit Menschen zusammenarbeiten“, beschreibt Torsten Beck seinen Weg in die Kita. Ganz unbekannt ist er in der Kita Rasselbande nicht. Bis Ende Juli hat er hier seinen einjährigen Bundesfreiwilligendienst absolviert. Freunde hätten schon – mal mehr, mal weniger – mit dem Kopf geschüttelt ob seiner beruflichen Entscheidung, aber „Kinder sind das Wichtigste, was wir haben – und für die bin ich jetzt verantwortlich“.

Einen anderen Weg ist Jean-Christophe Noou gegangen. Der Franzose hatte zunächst in Frankreich seinen Masterstudiengang für das Lehramt absolviert. Dann zog es ihn nach Deutschland. An der Fachhochschule Bielefeld hat Jean-Christophe Noou schließlich erfolgreich sein Studium der „Pädagogik der Kindheit“ abgeschlossen. Als Anerkennungspraktikant wird er das Team der Rasselbande ein Jahr verstärken und seine Ausbildung abschließen. „Ich möchte die Kinder in ihrem Entwicklungsprozess unterstützen und sehe einen Schwerpunkt in der Vielsprachigkeit, auch vor meinem eigenen Hintergrund“, freut sich der Pädagoge auf die Zusammenarbeit mit den Jüngsten in unserer Gesellschaft.

Mit eigener Ausbildung dem Mangel begegnen

„Die eigene Ausbildung ist uns sehr wichtig, da wir immer Bedarf an guten Fachkräften haben. Allein bei unseren Kindertageseinrichtungen werden in den nächsten fünf Jahren rund 80 der 830 Mitarbeiter*innen altersbedingt ausscheiden. Hier müssen wir Ersatz finden und gleichzeitig auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die neuen Einrichtungen gewinnen.“, so Daniel Frieling, Abteilungsleiter Kindertagesbetreuung. „Die Erfahrung zeigt, dass die eigene Ausbildung immer noch der Königsweg gegen den Fachkräftemangel ist.“

„Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung oder des Studiums bieten wir sehr gute berufliche Perspektiven“, betont Geschäftsführer Rainer Goepfert. Die AWO Ruhr-Lippe-Ems ist mit ihren 53 Kindertageseinrichtungen und 830 Mitarbeiter*innen eine der größten Trägerinnen von Kindertageseinrichtungen in den Kreisen Unna und Warendorf sowie der Stadt Hamm. Damit ist die AWO auch eine wichtige Ausbilderin für angehende Erzieherinnen und Erzieher und Studierende, die ihr Berufspraktikum oder praktische Teile ihres dualen Studiums bei der AWO absolvieren.

Wer Interesse an einer Ausbildung hat, kann sich gerne bei der AWO melden. Auch ausgebildete Fachkräfte sind herzlich willkommen – aktuell hat das Sozialunternehmen rund 20 Stellen ausgeschrieben. Interessierte können sich hier informieren: www.awo-rle.de/stellenangebote.




33 Prozent der Jobs im Kreis Unna von Digitalisierung betroffen

Schaltraum statt Fließband: In Fabriken – wie hier der Lebensmittelindustrie – übernehmen Computer immer mehr Arbeiten. Aber durch die Digitalisierung entstehen auch neue Arbeitsplätze, sagt die Gewerkschaft NGG – wenn Firmen rechtzeitig auf die Qualifizierung der Beschäftigten setzen. Foto: NGG

Wenn der Kollege Computer übernimmt: Der digitale Umbruch in der Arbeitswelt könnte im Kreis Unna Tausende Jobs kosten. Davor warnt die Gewerkschaft NGG und verweist auf eine Regionalstudie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Danach sind im Kreis Unna 33 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in hohem Maße durch die Digitalisierung bedroht. Bei diesen Stellen könnten bereits heute mindestens 70 Prozent aller Tätigkeiten von computergesteuerten Maschinen erledigt werden. Grundsätzlich könne die Digitalisierung jedoch sowohl zur Aufwertung von Berufen führen als auch zu deren Abbau, so die Forscher.

Die NGG spricht von „alarmierenden Zahlen“, warnt jedoch vor „Schwarzmalerei“: „Vom Homeoffice bis zur Videokonferenz: Corona hat dem digitalen Wandel der Arbeitswelt einen zusätzlichen Schub gegeben. Ob Computer tatsächlich so viele Jobs ersetzen, das liegt auch an den Unternehmen und den Beschäftigten. Dort, wo Mitarbeiter für die digitale Zukunft fit gemacht werden, kann die Industrie 4.0 eine große Chance sein“, sagt Torsten Gebehart, Geschäftsführer der NGG Dortmund. Nötig sei jedoch eine Qualifikationsoffensive. Wer seine Mitarbeiter jetzt nicht fortbilde, verschlafe die Veränderungen in der Arbeitswelt, so Gebehart. „Dabei sollten auch die Betriebsräte ein Wort mitreden. Sie wissen, wo der Bedarf in der Firma am größten ist.“

Das zeige sich etwa an der Ernährungsindustrie – mit rund 2.800 Beschäftigten ein „wichtiger Wirtschaftsfaktor“ im Kreis Unna: „In der Branche kümmern sich Arbeitnehmervertreter seit Jahren darum, dass Automatisierung und Digitalisierung nicht zulasten der Mitarbeiter gehen. In der Pandemie handeln sie Regeln aus, damit die Heimarbeit etwa in Verwaltungsjobs die Menschen nicht rund um die Uhr belastet“, erklärt Gebehart. Viele Beschäftigte, die früher am Fließband standen, arbeiteten heute in der Qualitätskontrolle. Und Lagerlogistiker bauten auf die Unterstützung von vernetzten Computern, die Zutaten automatisch dann bestellen, wenn sie zur Neige gehen.

Nach Angaben des IAB hat die Digitalisierung in den letzten Jahren deutlich an Fahrt gewonnen: Allein zwischen 2013 und 2016 stieg der Anteil der Arbeitsplätze, die potentiell zu einem Großteil durch Maschinen ersetzbar sind, bundesweit von 15 auf 25 Prozent. Berufe in der Fertigung sind demnach besonders betroffen.

Doch wie dramatisch die Folgen tatsächlich sind, das hängt laut IAB nicht nur von den Unternehmen und den Beschäftigten ab. „So wird es weiterhin Handwerksbäckereien geben, wenn Verbraucher ein handgebackenes Brot mehr wertschätzen als ein maschinell gefertigtes“, schreiben die Forscher.




Erfolgreicher Ausbildungsabschluss zweier Azubis aus Syrien und dem Irak: Gelungener Start in ein neues Leben

Heider Alobeidi verfügte über Vorkenntnisse in Metallberabeitung und absolvierte bei Bayer eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker.

In ihren Heimatländern herrschen seit Langem Krieg und Terror. Daher flohen Hasan Jarbou und Heider Alobeidi 2015 aus Syrien und dem Irak, um sich in Deutschland ein neues Leben aufzubauen. Innerhalb von fünf Jahren lernten sie nicht nur die deutsche Sprache, sondern absolvierten eine Ausbildung bei Bayer am Standort Bergkamen – und das überaus erfolgreich. Für ihren Abschluss benötigten sie lediglich drei statt der üblichen dreieinhalb Jahre.

Als Hasan Jarbou und Heider Alobeidi 2015 in die Bundesrepublik kamen, konnten sie kein Wort Deutsch. Der 23-jährige Jarbou wuchs in Aleppo auf, mit mehr als zwei Millionen Einwohnern einst die zweitgrößte Stadt Syriens. Während des Bürgerkriegs wurde ein Großteil der Stadt zerstört, Hunderttausende Einwohner flüchteten. Darunter auch der junge Hasan. Auf abenteuerlichen Wegen gelangte er nach Deutschland – per Zug, per Bus und zu Fuß.

Durch ein Praktikum bei Bayer entdeckte Hasan Jarbou sein Interesse an der Arbeit im Labor.

Unter bürgerkriegsähnlichen Zuständen leiden auch die Menschen im Irak. Heider Alobeidi (25) wollte dem entkommen. Sein Vater und seine Freunde rieten ihm jedoch ab, nach Europa zu gehen. „Du kannst das dort nicht schaffen“, meinten sie. Doch Alobeidi hielt an seinen Zielen fest: eine qualifizierte Ausbildung machen, arbeiten und in Frieden leben. Über Brüssel, wo Freunde von ihm wohnen, kam er zunächst nach Frankfurt.

Von Aufnahmelagern im Ruhrgebiet wurden die beiden jungen Männer Bergkamen zugewiesen. Dort lernten sie sich in einem Deutschkurs kennen und begannen im Oktober 2016 ein Praktikum bei Bayer. Schnell war klar, dass die Chemie zwischen den Geflüchteten und dem Unternehmen stimmte. Der Beginn einer Ausbildung – Heider Alobeidi als Anlagenmechaniker, Hasan Jarbou als Chemielaborant – war daher der folgerichtige nächste Schritt.

Trotz anfänglicher sprachlicher Schwierigkeiten kamen die beiden neuen Auszubildenden mit der fachlichen Materie schnell zurecht. Vor allem dank der eigenen außergewöhnlich hohen Motivation, aber auch aufgrund großer Unterstützung durch Ausbilder und Kollegen. Jarbou profitierte von seinem Interesse an Chemie und seinen Englischkenntnissen. „Wenn man eine Fremdsprache gelernt hat, fällt die zweite leichter“, sagt er. Geholfen hat dabei auch ein fünfmonatiger Aufenthalt in einer Bergkamener Familie. Der Familienvater arbeitet ebenfalls bei Bayer. „Er ist mein zweiter Vater“, sagt Hasan und fügt hinzu: „Eine Familie ist gut, zwei sind besser.“

Die beiden Auszubildenden befanden sich auf einem guten Weg, als die Corona-Pandemie neue Schwierigkeiten mit sich brachte. Auch diese bewältigten sie und bestanden die IHK-Prüfung mit Bravour. Beruflich und emotional sind Jarbou und Alobeidi in Deutschland angekommen. Sie haben hier neue Freunde und Kollegen gefunden, die ihnen in den vergangenen drei Jahren geholfen haben. „Die Menschen hier sind sehr nett und hilfsbereit“, sagt Alobeidi. „Und vor dem Gesetz sind alle gleich, egal woher sie kommen.“ Jarbou bestätigt diese Erfahrung: „Jeder hat hier seine Rechte und kann sein Leben sichern.“




Stadt Bergkamen sucht Nachwuchskräfte!

Für das Einstellungsjahr 2021 werden aktuell Ausbildungsplätze und Plätze für das duale Studium in folgenden Bereichen angeboten:

  • Ausbildung zum/zur Verwaltungsfachangestellten
  • Duales Studium „Bachelor of Laws“ (Verwaltung – ehem. gehobener Verwaltungsdienst)
  • Duales Studium „Bachelor of Arts“ (Soziale Arbeit) an der SRH Hamm
  • Praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher

Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 15.09.2020.

Nach den Herbstferien folgt dann eine weitere Ausschreibung von Ausbildungsangebote, welche im handwerklichen bzw. gewerblichen Bereich anzusiedeln sind:

  • Gärtner*in in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau
  • Straßenwärter*in
  • Berufskraftfahrer*in

Mögliche ausbildungsbegleitende Jahrespraktika und Anerkennungspraktika runden das hiesige Ausbildungsangebot ab.

Nähere Informationen zu den einzelnen Ausbildungsberufen und dem Bewerbungsverfahren entnehmen Sie bitte der städt. Homepage (www.bergkamen.de/ausbildung).

 

 




35 Prozent der Ausbildungsplätze unbesetzt: Der Baubranche im Kreis Unna gehen die Azubis aus

Azubis auf Baustellen könnten bald zu einer Rarität werden, warnt die IG BAU – wenn sich die Arbeitsbedingungen in der Branche nicht verbessern. Foto: IG BAU

Bauboom trifft auf Nachwuchs-Mangel: Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind viele Baufirmen im Kreis Unna vergeblich auf der Suche nach Azubis. Darauf weist die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) unter Berufung auf aktuelle Zahlen der Arbeitsagentur hin. Danach blieben im Juli 35 Prozent aller Ausbildungsstellen auf dem Bau unbesetzt. Von 48 ausgeschriebenen Plätzen im Kreis waren noch 17 zu vergeben.

Friedhelm Kreft von der IG BAU Westfalen Mitte-Süd spricht von einem „Alarmsignal“. Wenn es den Firmen nicht gelinge, Schulabgänger für die dringend gebrauchte Arbeit als Maurer, Straßenbauer oder Baugeräteführer zu finden, dann gerate das Fundament der ganzen Branche ins Wanken. „Aber nur wenn die Arbeitsbedingungen auf Baustellen attraktiver werden, lässt sich das Nachwuchs-Problem lösen“, ist der Gewerkschafter überzeugt.

In der laufenden Tarifrunde fordert die IG BAU deshalb ein monatliches Einkommensplus von 100 Euro für alle Azubis. Außerdem soll die lange, meist unbezahlte Fahrerei zur Baustelle entschädigt werden, um die Arbeit attraktiv zu halten – auch gegenüber anderen Branchen, in denen weit weniger gependelt wird. „Wer sich bei der Berufswahl für den Bau entscheidet, der muss auch Familie, Freizeit und Arbeit unter einen Hut bringen können. Aber das klappt für die meisten Berufseinsteiger nur sehr selten“, so Kreft. Diese Unzufriedenheit spiegele sich auch in einer hohen Abbrecherquote wider. Laut aktuellem Ausbildungs- und Fachkräftereport der Sozialkassen des Baugewerbes (SOKA-BAU) bringt jeder dritte Azubi die Ausbildung nicht zu Ende.




Ausbildungsbeginn im Garten-Center röttger für zwei Nachwuchskräfte

Ausbildungsstart im Gartencenter röttger.

Zum 1.8.2020 begann das neue Ausbildungsjahr und das Bergkamener Garten-Center röttger begrüßte die zwei neuen Auszubildenden.

Gamze Pakdemir wurde aus einer Einstiegsqualifizierung in ein reguläres Ausbildungsverhältnis übernommen und wird zur „Verkäuferin“ ausgebildet. Sie hat bereits Erfahrungen im Garten-Center röttger gesammelt und durch ihre Einsatzfreude Firmenchefin Claudia Röttger, die Kollegen*innen und Kunden*innen begeistert.

Leonie Kinne konnte während ihrer „Schnupperstunden“ im Bereich der Floristik erproben, ob eine Ausbildung zur Floristin für sie das Richtige ist. Es stellte sich heraus, dass sie sich ganz mit der Ausbildung zur Floristin identifiziert. „Frau Kinne hat sich mit Ihrem Herzen ganz dem Berufsweg zur Floristin verschrieben und zeigt auch schon erstes floristisches Talent“, erklärt Claudia Röttger.

Das Team vom Garten-Center röttger freut sich über den grünen Nachwuchs. Auf dem Foto ebenfalls vertreten: Bianca Lobitz (angehende Floristmeisterin), Miriam Heidrich (Floristin) und Nicole Ortschwager (Abteilungsleitung Zimmerpflanzen).




Neubeginn für die Elternstartkurse „Mein Baby verstehen“ und den Familientreff des Pestalozzihauses

Auch in Zeiten von Corona bietet das Familienbüro der Stadt Bergkamen, unter Einhaltung der aktuellen Corona-Schutz-Verordnung inklusive der AHA-Regeln (Abstand-Hygiene-Alltagsmaske), wieder in den Stadtteilen Bergkamen-Mitte, Rünthe und Oberaden die kostenlosen Elternstartkurse „Mein Baby verstehen“ an.

Die Kurse werden in Zusammenarbeit mit der Familienbildung des Ev. Kirchenkreises Unna und dem „Elternstart NRW“ durchgeführt. Bei den Kursen handelt es sich um 5 Treffen mit einem Austausch über den Alltag mit Baby. Zu der sonst üblichen Kursabfolge bietet das Familienbüro in diesem Jahr, für die nun schon älteren in der Zeit von November 2019 bis April/Mai 2020 geborenen Kinder, Spaziergänge und Treffen draußen auf dem Hof Middendorf an. Einige freie Plätze stehen noch zur Verfügung. Anmeldungen nimmt das Familienbüro der Stadt Bergkamen unter den Rufnummern 02307/965-264, 02307/965-258 oder 02307/965-476 oder unter b.billhardt@bergkamen.de entgegen.

Auch der Familientreff im Pestalozzihaus eröffnet wieder mit den unterschiedlichen Angeboten wie Geburtsvorbereitung, Stillcafé mit Trageberatung, Babymassage, Kanga, Eltern-Kind-Gruppen, Nähgruppe sowie den unterschiedlichen Themenangeboten und Familientreff Extras nach den Sommerferien. Das Programm ist im Internet unter www.familientreff-bergkamen.de einsehbar. Die Familienkinderkrankenschwester Isabel Veltmann bietet weiterhin von montags bis freitags nach Terminvereinbarung eine Schlaf-Schrei-Still-Beikost-Entwicklungsberatung unter der Rufnummer 0162/8875037 an.

Aufgrund der derzeitigen Corona Pandemie finden alle Veranstaltungen und Kurse sowohl im Familientreff Pestalozzihaus als auch die Kurse zum Elternstart NRW „Mein Baby verstehen“ nur unter Vorbehalt und Einhaltung der geltenden Hygienekonzepte statt. Es kann von daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, dass die Kurse in veränderter Form, anderem Umfang oder mit gewissen Auflagen stattfinden müssen.

Bitte informieren Sie sich zu den Veranstaltungen und Kursen im Familientreff Pestalozzihaus unter der Rufnummer 02307/280333.

 




Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern bietet Sprechstunden im Familienzentrum „Tausendfüßler“ an

Es gibt eine Vielzahl von Fragen, die Eltern bewegen und manchmal ist es für sie schwierig, allein passende Lösungen zu finden. In Rahmen von Sprechstunden haben deshalb Eltern und Anwohner aus dem Sozialraum Oberaden die Möglichkeit ihre Anliegen, Unsicherheiten oder Sorgen vertraulich zu besprechen.

Frau Hagemeier (Diplom-Sozialpädagogin) oder Herr Ronge (Diplom-Psychologe) von der kommunalen Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern stehen hierfür jeden dritten Freitag im Monat von 9:00 bis 11:00 Uhr im Familienzentrum „Tausendfüßler“ zu Verfügung.

Die Termine im Überblick:

18.09.2020

16.10.2020

20.11.2020

18.12.2020

Aufgrund der Covid-19-Pandemie und den damit verbundenen Infektionsschutzmaßnahmen ist eine Voranmeldung unter der Rufnummer 02306-80141 zwingend erforderlich.




Regionales Ausbildungsmanagement im Kreis Unna: Passgenaue Beratung als Modell für ganz NRW?

Ausbildungsfähige Jugendliche finden keine Lehrstelle, Ausbildungsbetriebe können ihre Nachwuchsstellen nicht besetzen, weil sie nicht den passenden Bewerber finden. Diese schon typische Situation der Vorjahre könnte sich im Zuge der Corona-Pandemie bis zum Herbst erheblich zuspitzen, wenn Betriebe in wirtschaftlichen Notsituationen ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen können. Das „Regionale Ausbildungsmanagement“ im Kreis Unna hatte es sich erfolgreich zum Hauptanliegen gemacht, Betriebe und Jugendliche passgenau zusammenzubringen. Ob das Modell nun auf andere Regionen übertragbar ist und auch Lösungen für die aktuelle Krise bietet, das wollen die Arbeitsmarkt-Akteure jetzt mit den zuständigen Landesministerien klären. Auf Einladung von Landrat Makiolla werden dazu Anfang September zwei hochrangige Vertreter des Landes ins Kreishaus kommen.

Von 2018 bis 2019 wurden im Rahmen des Modellversuches „Regionales Ausbildungsmanagement“ (RAM) unter der Regie der Werkstatt im Kreis Unna im Kreis Unna/Hamm über 1.000 Jugendliche und mehr als 250 Betriebe erreicht und intensiv beraten. Am Ende fanden nach passgenauer Vermittlung 100 junge Menschen den Weg zum Berufsabschluss. Entwickelt und getragen wurde der innovative Ansatz von den Geschäftsführungen und Leitungen aller relevanten Arbeitsmarktakteure, von der Bundesagentur für Arbeit und den beiden Jobcentern im Kreis Unna und Hamm, über die IHK zu Dortmund, die Handwerkskammer und die Kreishandwerkerschaft Hellweg, den DGB bis hin zum Kreis Unna. Zentrale Zielgruppe waren Jugendliche ohne Berufsabschluss an den Berufskollegs der Region. Die praktische Umsetzung erfolgte durch die Werkstatt im Kreis Unna, die auch die Förderung beim Arbeitsministerium NRW und dem europäischen Sozialfond einlobte.

Die Auswertung der beteiligten Partner Ende 2019 fiel überaus positiv aus, und man verabredete sich darauf, gemeinsam mit den zuständigen Ministerien (Arbeit und Schule) Bilanz zu ziehen. Durch die Corona-Krise musste die für das Frühjahr geplante Zusammenkunft in den kommenden September verschoben werden. Am 9.9. werden nun die zuständigen Gruppenleiter, aus dem Arbeits- und dem Schulministerium im Kreishaus erwartet und mit den regionalen Akteuren zusammentreffen. Gemeinsam will die hochkarätige Runde prüfen, wie die Erfolge des Regionalen Ausbildungsmanagements fortzusetzen und nach Möglichkeit zu verstärken sind.

Landrat Michael Makiolla hofft: „Es wäre gut und wünschenswert, wenn das Land erfolgreiche Elemente des regionalen Ausbildungsmanagements, wie etwa die zielgerichtete Beratung von Berufsschülern, in sein Regelsystem einarbeiten würde. Dies könnte sowohl grundsätzlich beim Kampf gegen den Fachkräftemangel helfen als auch in der momentanen Corona-Krise eine wichtige Unterstützung bieten“. Für Werkstatt-Geschäftsführer Herbert Dörmann sprechen die aktuellen Ausbildungszahlen für sich. Von den 2.227 Lehrstellenbewerbern im Kreis waren im Juni noch immer 909 unversorgt. Auf der anderen Seite blieben bisher noch 730 der 1.887 Ausbildungsstellen unbesetzt: „Es wird eine Daueraufgabe bleiben, Jugendliche gerade aus den Berufskollegs und Stellen in der Region systematisch zusammenzubringen“, sagt Dörmann.




Bluspendetermin am Freitag im Haus der Mitte in Rünthe

Der nächste Blutspendetermin in Bergkamen findet am kommenden Freitag, 7. Juli, von 15 bis 19.30 Uhr im Haus der Mitte in Rünthe statt.

Die Corona-Pandemie hat das Blutspendewesen nachhaltig verändert und für große Probleme bei der Versorgung von Patienten mit Blut gesorgt. Wie seitens des DRK-Blutspendedienst bereits befürchtet, sorgt die Ferienzeit für weitere Einbrüche beim Blutspendeaufkommen. Aktuell fehlt es deutlich an ausreichend Blutspenden über alle Blutgruppen hinweg, insbesondere aber bei den Blutgruppen 0 Rhesus positiv und 0 Rhesus negativ.

Der Blutspendedienst ist dringend auf jede Blutspende angewiesen und bittet alle Bürger, die zu Hause geblieben oder bereits aus dem Urlaub zurückgekehrt sind, eine Blutspende zu leisten. Die Dringlichkeit erläutert Stephan David Küpper, Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes am Beispiel der ausgefallenen Firmen- und Universitätstermine: „Durch Corona können aktuell viele Blutspendetermine nicht durchgeführt werden. Etliche Mitarbeiter und Studenten arbeiten und lernen aktuell im Home-Office, wodurch die üblichen Firmen- und Unitermine derzeit beinahe komplett ausfallen. Alleine dadurch fehlen dem DRK-Blutspendedienst monatlich tausende Blutkonserven. Wichtig wäre es, dass jetzt alle Spender, die sonst im eigenen Unternehmen spenden, nun einen der zahlreichen DRK-Termine in den Heimatgemeinden aufsuchen und dort Blut spenden. Nur so können wir die Ferienzeit überstehen und weiterhin zuverlässig unsere lebensrettenden Blutspenden an Krankenhäuser liefern.“

Termine können über die Website www.blutspende.jetzt gefunden werden. Die aktuell geltenden Zulassungsbestimmungen für die Blutspende gewährleisten weiterhin einen sehr hohen Schutz für Blutspender und Empfänger. Begleitpersonen und Kinder von Blutspendern dürfen aus Infektionsschutzgründen das Blutspendelokal leider derzeit nicht betreten. Blutspender werden gebeten, wenn möglich, einen eigenen Kugelschreiber zu benutzen und eigene Mund-Nasen-Bedeckungen mitzubringen. Blutspender werden nicht auf Corona getestet – für die Übertragbarkeit des Coronavirus durch Blut und Blutprodukte gibt es keine Hinweise. Bluttransfusionen sind sicher und unverzichtbar.

Da der Imbiss nach der Blutspende zurzeit nicht stattfindet, gibt es zum Abschluss einen Lunch-ToGo mit einem kleinen Imbiss. Ständig aktualisierte Infos gibt es unter https://www.blutspendedienst-west.de/corona. Blut spenden kann jeder ab 18 Jahren; Neuspender bis zum 69. Geburtstag. Zur Blutspende muss immer ein amtlicher Lichtbildausweis mitgebracht werden. Männer dürfen sechs Mal und Frauen vier Mal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden müssen 56 Tage liegen. Für alle, die mehr über die Blutspendetermine in Wohnortnähe erfahren wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West im Spender-Service-Center eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800 -11 949 11 werden montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr alle Fragen beantwortet.




Bürgermeister begrüßt die neuen Nachwuchskräfte der Stadt Bergkamen

Bürgermeister Roland Schäfer und die neuen Nachwuchskräfte der Stadt Bergkamen.

Schon traditionell wurden die neuen Nachwuchskräfte zu Beginn der Ausbildung offiziell durch den Bürgermeister Roland Schäfer begrüßt. In diesem Jahr nehmen 15 Nachwuchskräfte ihre Ausbildung, das duale Studium oder das ausbildungsabschließende Anerkennungsjahr im Dienst der Stadt Bergkamen auf.

Neben den klassischen Verwaltungsberufen wie Verwaltungsfachangestellte/r und Bachelor of Laws, wurde in diesem Jahr erstmalig eine Nachwuchskraft für den neuen Studiengang der Verwaltungsinformatik (Bachelor of Arts) eingestellt. Zudem wird in den gewerblichen Berufen „Gärtner*in in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, sowie Straßenwärter*in ausgebildet. Im Bereich der Erzieher*innen erstreckt sich die Ausbildung von der Praxisintegrierten Ausbildung (PiA), über das klassische Anerkennungsjahr, bis hin zum berufsvorbereitenden Jahrespraktikum im Bereich „Sozial- und Erziehungswesen“.

Gärtnerin bzw. Gärtner in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Praktische Ausbildung am städtischen Baubetriebshof

Berufsschule: Paul-Ehrlich-Berufskolleg in Dortmund

  • Melanie Heinen
  • Jannik Schmiemann

Straßenwärter

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Praktische Ausbildung am städtischen Baubetriebshof

Berufsschule: Hellweg-Berufskolleg in Unna

  • Jan Luca Steuer

Verwaltungsfachangestellte/r

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Praktische Ausbildung innerhalb der Stadtverwaltung Bergkamen

Berufsschule: Hubertus-Schwartz-Berufskolleg in Soest

Dienstbegleitende Unterweisung am Studieninstitut für kommunale Verwaltung in Soest

  • Jana Sophie Katzenberg
  • Dominik Günsch

Duales Studium „Bachelor of Laws“ – Verwaltung

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (jeweils 50%-Anteil Praxis und Studium)

Fachpraktische Studienabschnitte innerhalb der Stadtverwaltung Bergkamen

Theoriemodule an der Hochschule für Polizei und Verwaltung in Münster

  • Lisa Marie Tschersich
  • Lea Zimmermann

Duales Studium „Bachelor of Arts“ – Verwaltungsinformatik

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (jeweils 50%-Anteil Praxis und Studium)

Fachpraktische Studienabschnitte innerhalb der Stadtverwaltung Bergkamen

Theoriemodule an der Hochschule für Polizei und Verwaltung in Münster

  • Sebastian Kulok

PiA – Praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Praktische Ausbildung in den städt. Kindertagesstätten

Berufsschule: Lippe-Berufskolleg in Lünen

  • Laura Günther
  • Robin Merchel
  • Florian Thimm

Anerkennungsjahr in der Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher

Praktikumsdauer: 1 Jahr

Praktische Ausbildung in den städt. Kindertagesstätten

Berufsschule: Lippe-Berufskolleg in Lünen / Märkisches Berufskolleg in Unna

  • Melike Durmaz
  • Louisa Spier
  • Annika Rusinowski

Vorbereitendes Jahrespraktikum (Fachoberschulpraktikum) im Sozial- und Gesundheitswesen

Praktikumsdauer: 1 Jahr

Praktische Ausbildung in den städt. Kindertagesstätten

Berufsschule: Lippe-Berufskolleg in Lünen / Märkisches Berufskolleg in Unna

  • Fiona Otte