VKU beim Warnstreik am Donnerstag erneut betroffen

Für Donnerstag, 15. Oktober 2020, ruft die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna erneut zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Im Kreis Unna müssen Fahrgäste deshalb mit erheblichen Einschränkungen im Linienverkehr der VKU rechnen.

Die VKU erarbeitet derzeit eine Liste aller Fahrten, die trotz des Streiks stattfinden werden. Einzelheiten und Informationen werden so bald wie möglich über die VKU Webseite unter www.vku-online.de bekannt gegeben.

Telefonische Auskunft zum Fahrplan erteilt die kreisweite Servicezentrale fahrtwind unter 0 180 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, pro Verbindung: Festnetz 20 ct / mobil max. 60 ct).




AWO Ruhr-Lippe-Ems bedankte sich bei Landrat Michael Makiolla für langjährige Zusammenarbeit

AWO-Vorsitzender Hartmut Ganzke überreicht gemeinsam mit Geschäftsführer Rainer Goepfert ein Bild der AWO-Gründerin Marie Juchacz an Landrat Michael Makiolla.

1990 kam Michael Makiolla zum Kreis Unna und wurde Dezernent für Soziales, Jugend und Kultur. 2000 wurde er dann Kreisdirektor, bevor die Bürgerinnen und Bürger ihn 2004 zum Landrat wählten. Ende des Monats wird Landrat Michael Makiolla in den Ruhestand verabschiedet.

Hartmut Ganzke, Vorsitzender der AWO Ruhr-Lippe-Ems und Geschäftsführer Rainer Goepfert bedankten sich am Freitag bei einem Gespräch für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahrzehnten. Hartmut Ganzke hob dessen besonderes Engagement für soziale Themen hervor. „Du hattest sowohl als Dezernent, als auch als Landrat immer das sprichwörtliche offene Ohr für die Wohlfahrtsverbände. Gemeinsam haben wir in den letzten drei Jahrzehnten Strukturen entwickelt, die auch in Zukunft Unterstützung und Perspektiven für Rat- und Hilfesuchende bieten.“ Dabei habe Michael Makiolla mit einer guten Wirtschaftsförderung und einer sehr aktiven Arbeitsmarktpolitik entscheidend dazu beigetragen, dass der Strukturwandel aktiv, erfolgreich und mit den Menschen angegangen worden ist.

Auf ein besonderes Thema der Zusammenarbeit ging Landrat Makiolla ein. Mit sieben Radstationen und fünf Radparkhäusern hat die AWO-Tochtergesellschaft DasDies Service GmbH durch die Förderung des Kreises Unna in den vergangenen Jahren bundesweit das dichteste Netz von Radstationen aufgebaut. Dadurch haben auch über 20 ehemalige Langzeitarbeitslose und Menschen mit Behinderung eine dauerhafte Beschäftigung gefunden. „Das ist ein wichtiger Beitrag für die Nahmobilität im und für den sozialen Arbeitsmarkt Kreis Unna“, freut sich Michael Makiolla.

„Für dein Engagement und die tolle Zusammenarbeit sagen wir dir ganz einfach Danke! Wir wünschen dir für die Zukunft gute Gesundheit und dass du die jetzt freiwerdende Zeit für die Dinge nutzen kannst, die bisher haben warten müssen“, wünschen Hartmut Ganzke und Rainer Goepfert dem scheidenden Landrat alles Gute.

Als Abschiedsgeschenk überreichten die AWO-Vertreter eine Reproduktion des Bildes von Julien Deiss, dass die AWO-Gründerin Marie Juchacz zeigt. Das Bild entstand anlässlich des hundertjährigen Bestehens der AWO im vergangenen Jahr. Neben den eigentlichen Farben verwendete der Künstler auch Rost und Kohle. So flossen Charakteristika des Ruhrgebiets, eine Reminiszenz an die Arbeiterkultur der Region, in die Darstellung der AWO-Gründerin mit ein.




Fachschule für Pflegeberufe verabschiedet neue Altenpflegehilfskräfte

Der Abschlussjahrgang der angehenden Altenpflegehilfskräfte feierte Ende September im kleinen Kreis. Foto: drh

Für sie beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt: Auszubildende der Fachschule für Pflegeberufe der Diakonie Ruhr-Hellweg in Bergkamen haben erfolgreich ihre Abschlussprüfungen bestanden. Bei einer kleinen Feier Ende September bekamen sie ihre Zeugnisse als staatlich anerkannte Altenpflegehilfskräfte.

Zum Auftakt gestaltete Pfarrer Bernd Ruhbach von der evangelischen Friedenskirchengemeinde eine Andacht. Anschließend würdigte Schulleiterin Heike Brauckmann-Jauer die Absolventinnen und Absolventen. „Sie haben Ihr Examen trotz der Corona-Krise gut gemeistert. Das ist eine Leistung, auf die Sie sehr stolz sein können. Nun können Sie ihre neuen Kenntnisse und Fähigkeiten mit Herz und Hand in die Pflegepraxis umsetzen. Hierbei wünschen wir Ihnen gutes Gelingen, viel Freude, Begeisterung und Gottes Segen.“ Als Abschiedsgeschenk überreichte die Schulleiterin ein Segenskreuz zur Erinnerung an die gemeinsame Ausbildungszeit. Die Feier fand aufgrund der aktuellen Situation im kleinen Kreis statt. Auf Schutz- und Hygienemaßnahmen wurde natürlich geachtet.

Ihre Zeugnisse erhielten Tabea Dampha, Lea Loree Kanngießer, Michael Martin, Daniel Münsterberg, Bahar Nahirci, Alexander Neubauer und Eren Yilmaz.

Über die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Fachschule für Pflegeberufe können sich Interessierte gerne informieren unter Telefon 02307-98300-50.

Internet: www.diakonie-ruhr-hellweg.de.




Städtisches Familienzentrum „Tausendfüßler“ ist weiterhin als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert

Für ihr kontinuierliches Engagement für die Förderung früher Bildung im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik erhält das Familienzentrum „Tausendfüßler“ in Oberaden zum fünften Mal in Folge die Zertifizierung als „Haus der kleinen Forscher“.

Die Pädagoginnen und Pädagogen des städtischen Familienzentrums „Tausendfüßler“ bilden sich regelmäßig fort, um mit den Kindern auf Entdeckungsreise durch die Welt der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu gehen. Gemeinsam mit den Mädchen und Jungen beobachten und erforschen sie Phänomene in ihrem Alltag. Dabei werden auch eine Reihe weiterer Kompetenzen, die die Kinder für ihren späteren Lebensweg benötigen, wie lernmethodische Kompetenz, Sprach- und Sozialkompetenz, Feinmotorik und ein Zugewinn an Selbstbewusstsein und innerer Stärke gefördert.

Die Zertifizierung als „Haus der kleinen Forscher“ wird nach festen Qualitätskriterien vergeben, die sich am Deutschen Kindergarten Gütesiegel und den „Prozessbezogene(n) Qualitätskriterien für den naturwissenschaftlichen Unterricht“ orientieren. Sie wird befristet für zwei Jahre verliehen.




Lionsclub BergKamen schenkt VeBu zum Geburtstag eine Matschstraße

Besichtigung der neuen Matschstraße (v. l.): Dr. Christian Fastenrath, Horst Gemeinhardt, Reinhard Middendorf.

Ein besonderes Geburtstagsgeschenk bekam der „Verein für Betreuung und Unterstützung von Menschen mit Behinderung und deren Familien“ – kurz VeBU e.V. –  zum 20-jährigen Bestehen geschenkt. Der Lionsclub BergKamen war dem Wunsch der betreuten Kinder und ihrer Betreuer nachgekommen und hatte bereits im Frühjahr eine sogenannte „Matschstraße“ auf dem Gelände des Vereins an der Marie-Curie-Straße installieren lassen. Hier können kleine und große Menschen nach Herzenslust mit Wasser und Sand spielen, experimentieren oder einfach nur Spaß haben.

Dass das prima funktioniert, bestätigte jetzt VeBU-Geschäftsführer Horst Gemeinhardt dem Präsidenten des Lionsclubs BergKamen, Dr. Christian Fastenrath, und dem Vorstandsmitglied Reinhard Middendorf, die der VebU einen Besuch abstatteten, um die Anlage in Augenschein zu nehmen.




VKU beim Warnstreik am Donnerstag erneut betroffen

Für Donnerstag, den 08. Oktober 2020, ruft die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna erneut zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Im Kreis Unna müssen Fahrgäste deshalb mit erheblichen Einschränkungen im Linien- und Schülerverkehr der VKU rechnen.

Die VKU erarbeitet derzeit eine Liste aller Fahrten, die trotz des Streiks stattfinden werden. Einzelheiten und Informationen werden so bald wie möglich über die VKU Webseite unter www.vku-online.de bekannt gegeben.

Telefonische Auskunft zum Fahrplan erteilt die kreisweite Servicezentrale fahrtwind unter 0 180 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, pro Verbindung: Festnetz 20 ct / mobil max. 60 ct).




ver.di ruft auch die VKU am Donnerstag zum Warnstreik auf

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die VKU mit den Betriebshöfen Kamen und Lünen sowie die DSW21 in Dortmund und die Stadtwerke Hamm zum Warnstreik aufgerufen.

Bereits am vergangenen Freitag (2. Oktober 2020) hatte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) angekündigt, dass es in dieser Woche zu weiteren Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr kommen wird, da die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) weiterhin nicht zu Verhandlungen über einen bundesweiten Tarifvertrag bereit sei.

Die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle wies darauf hin, dass ver.di die Streiks frühzeitig ankündige, damit sich die Bürgerinnen und Bürger auf die Situation einstellen und Alternativen organisieren könnten.

Hintergrund sei, dass die Arbeitgeber auch nach dem bundesweiten Warnstreik der ÖPNV-Beschäftigten am 29. September keine Bereitschaft gezeigt hätten, in Verhandlungen über einen bundesweiten Rahmentarifvertrag für die rund 87.000 Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr einzutreten. „Die Verweigerung der Arbeitgeber provoziert einen unnötigen Konflikt. Nachdem man den Beschäftigten für ihre Leistungen zu Beginn der Pandemie gedankt hat, will man ihnen jetzt keine Entlastung zugestehen“, so Christine Behle. „Die Belastungsgrenze der Beschäftigten ist überall erreicht, deshalb benötigt der ÖPNV bundeseinheitliche Regelungen. Das nutzt den Beschäftigten und den Fahrgästen, die von einem gut funktionierenden Nahverkehr ebenfalls profitieren.“




Bürgermeister würdigt das Ehrenamt: Silbermedaillen, Ehrennadeln und Ehrenamtskarten verliehen

Ehrung engagierter Bürgerinnen und Bürger 1. Teil.

Bürgermeister Roland Schäfer hat am Freitag wieder engagierte Bürgerinnen und Bürger geehrt, die sich durch ihren besonderen ehrenamtlichen Einsatz um die Stadt Bergkamen verdient gemacht haben. Wieder sind alle Bergkamener Vereine und Organisationen sowie die Ortsvorstehenden angeschrieben worden, Vorschläge zu unterbreiten.

Insgesamt zwei Silbermedaillen, 22 Ehrennadeln sowie 11 Ehrenamtskarten verliehen worden. Diesmal fand diese Ehrung nicht im Veranstaltungsraum der Bayer AG statt, sondern wegen der Corona-Pandemie in zwei Teilen im Ratssaal. Für en musikalischen Rahmen sorgten Freya Deiting (Violine) und Buck Wolters (Gitarre).

 

 

 

Mit der Silbermedaille der Stadt Bergkamen wurden ausgezeichnet

Dieter Heuer

Engagement im sozialen Bereich

1.Vorsitzender des Schützenvereins Oberaden 1817 e. V.

Gabriele Welzel

Engagement im sozialen Bereich

Organisatorin des Frauenfrühstücks

Ehrung engagierter Bürgerinnen und Bürger 2. Teil.

Verleihung der Ehrennadel der Stadt Bergkamen

 

Name Verein/Institution
Hermann Antoniewicz KAB St. Elisabeth Bergkamen
Monika Bluhm TuRa Abt. Turnen u. Leichtathletik
Ulrike Czeranka TuRa Abt. Turnen u. Leichtathletik
Inge Einacker KAB St. Elisabeth Bergkamen
Markus Franck SuS Rünthe 08 e. V.
Marion Heil-Klute Schützenverein Oberaden 1817 e. V.
Sylke Jütte Wasserfreunde TuRa Bergkamen
Reiner Knickmeier SuS Rünthe 08 e. V.
Rüdiger Kroll TC Bergkamen-Weddinghofen
Magdalene Labbé Caritas-Konferenz St. Elisabeth
Wolfgang Maurischat Schützenverein Oberaden 1817 e. V.
Kurt Meyer HC TuRa Bergkamen e. V.
Christa Möhring Caritas-Konferenz St. Elisabeth
Helmut Nadolski FC TuRa Bergkamen
Gerhard Prenneis KAB St. Elisabeth Bergkamen
Alexandra Pütz TuRa Abt. Turnen u. Leichtathletik
Ludwig Quabeck KAB St. Elisabeth Bergkamen
Maria Quabeck KAB St. Elisabeth Bergkamen
Gerhard Schnock Schützenverein Oberaden 1817 e. V.
Maria Steinhof KAB St. Elisabeth Bergkamen
Susanne Vestweber TuS Weddinghofen 1959 e. V.
Imke Vogt TuRa Abt. Turnen u. Leichtathletik

Freya Deiting und Buck Wolters sorgten für den musikalischen Rahmen.

Verleihung der Ehrenamtskarte NRW der Stadt Bergkamen

 

Name Verein/Institution
Simon Günther Martin-Luther-Kirchengemeinde
Sonja Fuchs VfK Rünthe 55 Boxsport e. V.
Sandra Greilich Föderation Europäischer Narren FEN-Deutschland e.V.
Stefanie Steube Wasserfreunde TuRa Bergkamen
Dirk Urbanczyk TC Bergkamen-Weddinghofen
Renate Hebgen SuS Oberaden
Barbara Littwin SuS Oberaden
Helmut Nadolski FC TuRa Bergkamen
Magdalena Pasbrich FC TuRa Bergkamen
Karin Schweiger Sozialverband VdK OV Bergkamen
Christel Klein Martin-Luther-Kirchengemeinde

 




Nachwuchs-Betriebsräte gesucht: Bis Ende November laufen die Wahlen für die Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV)

Offenes Ohr: Azubi-Vertreter setzen sich für junge Beschäftigte im Betrieb ein. In der Corona-Pandemie gerieten ihre Belange häufiger unter die Räder, warnt die NGG. Foto:: NGG

Ab Oktober können sich Azubis und junge Beschäftigte im Kreis Unna zu „Nachwuchs-Betriebsräten“ wählen lassen. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hin. Noch bis Ende November laufen die Wahlen für die Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV). „Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, dass Berufsstarter ihre Stimme abgeben, damit ihre Belange nicht unter die Räder kommen“, sagt Torsten Gebehart. Der NGG-Geschäftsführer appelliert an junge Beschäftigte, sich selbst zur Wahl zu stellen. Aus den Azubi-Vertretern von heute würden häufig die Betriebsräte von morgen.

Nach Beobachtung der Gewerkschaft nehmen die Beschwerden junger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu. „So berichtet etwa ein angehender Mechatroniker im Lebensmittelwerk, dass im Lockdown die Ausbilder wegen verschobener Schichten kaum greifbar waren und interner Unterricht lange ausfiel. Das ist ein klassisches Thema für die JAV und den Betriebsrat, denn Ausbildungsbetriebe müssen sicherstellen, dass Azubis entsprechende Schulungen bekommen und nicht in den Regelbetrieb eingebunden werden“, betont Gebehart. Gemeinsam mit dem Betriebsrat setzten die JAV-Mitglieder die Interessen junger Beschäftigter durch. Dies sei gerade auch dann entscheidend, wenn sich Berufsstarter nicht trauten, Missstände selbst anzusprechen.

Unterstützung für die Kandidatinnen und Kandidaten bietet die NGG vor Ort. Nach der Wahl können sich die „Nachwuchs-Betriebsräte“ bei der Gewerkschaft durch Seminare „fit halten“, so Gebehart. Die laufenden JAV-Wahlen seien zugleich ein Testlauf für die Betriebsratswahlen 2022. „Jetzt wird geprobt, wie eine Abstimmung unter Pandemie-Bedingungen laufen muss. Corona könnte uns noch Jahre beschäftigen.“ Alle Infos rund um die Wahl gibt es im Netz unter www.jav-portal.de und bei der Jungen NGG in Nordrhein-Westfalen unter https://nrw.ngg.net/junge-ngg.

Nach Angaben der Arbeitsagentur gibt es im Kreis Unna aktuell rund 7.600 Auszubildende. Eine Interessenvertretung kann wählen, wer in einem Betrieb arbeitet, der mindestens fünf Jugendliche oder Azubis und bereits einen Betriebsrat hat. Stimmberechtigt sind alle Beschäftigten unter 18 Jahren – ebenso wie Mitarbeiter unter 25, die eine Ausbildung machen.




Arbeitsagentur meldet deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit im September

Im Kreis Unna sank der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 514 auf 17.031. Im Vergleich zu September 2019 stieg die Arbeitslosigkeit um 2.912 (+20,6 Prozent) an. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich um 0,2 Punkte auf 8,0 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 6,6 Prozent. In Bergkamen ist die Zahl der Arbeitslosen um 80 auf 2529 zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote liegt hier bei 9,7 Prozent gegenüber 10 Prozent im August.

„Erstmals seit Ausbruch der Pandemie und nach fünf Monaten steigender Arbeitslosenzahlen hat die Arbeitslosigkeit im Kreis Unna im September nun wieder abgenommen, und zwar deutlich“, resümiert Agenturchef Thomas Helm die Entwicklung der vergangenen vier Wochen. Dabei betont er: „Dieser Trend erreicht viele Personengruppen, Langzeitarbeitslose konnten jedoch bisher nicht davon profitieren. Dennoch zeigt sich Thomas Helm optimistisch: Der Arbeitsmarkt folgt auch trotz andauernder Ausnahmesituation den üblichen saisonalen Gesetzen.“

Laut Helm wird dies mit einem Blick auf die Stellenseite noch deutlicher: „Wir haben es wieder mit steigenden Stellenmeldungen und steigendem Stellenbestand zu tun – Arbeitgeber blicken nicht mehr so pessimistisch und ängstlich in die Zukunft, sondern versuchen, ihre Stellung am Markt wieder neu zu behaupten.“ Entsprechend appelliert der Arbeitsmarktexperte an Arbeitslose, Beschäftigte und Arbeitgeber, der lebenslangen Qualifizierung einen hohen Stellenwert beizumessen: „Corona zeigt uns, wie schnell sich Branchen, Betriebskonzepte und damit Erwerbsbiografien verändern können. Ein erlernter Beruf ist wichtig, reicht aber in aller Regel nicht mehr für ein Erwerbsleben aus. Umso wichtiger ist, sich innerhalb des eigenen Berufs kontinuierlich weiterzubilden oder sich alternativ neue Tätigkeitsfelder zu erschließen, um entsprechend abgesichert zu sein vor arbeitsmarktlichen Veränderungen.“ Der Arbeitsagentur stünden verschiedene Möglichkeiten zur Förderung von Qualifizierungen zur Verfügung.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
Während die Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat in Selm bei 976 stagnierte, reduzierte sie sich in allen anderen Kommunen des Kreises Unna. Den höchsten Rückgang verzeichnete Holzwickede (-6,9 Prozent bzw. 41 auf 552). Danach folgen Unna (-6,2 Prozent bzw. 145 auf 2.178), Schwerte (-3,6 Prozent bzw. 62 auf 1.658), Kamen (-3,4 Prozent bzw. 67 auf 1.919), Werne (-3,2 Prozent bzw. 30 auf 899), Bergkamen (-3,1 Prozent bzw. 80 auf 2.529), Bönen (-2,5 Prozent bzw. 20 auf 769), Lünen (-1,2 Prozent bzw. 62 auf 4.916) und Fröndenberg (-1,1 Prozent bzw. sieben auf 635).




AWO stellt Weichen für die kommenden vier Jahre

Unter dem Motto „Kein Millimeter nach rechts“ hat der Bezirksverband Westliches Westfalen der Arbeiterwohlfahrt am vergangenen Samstag, den 26.09., seine Bezirkskonferenz abgehalten. In der Stadthalle Kamen versammelten sich 109 Delegierte, um die politischen und personellen Weichen des Bezirksverbandes für die kommenden vier Jahre neu zu stellen. Sie bestätigten den Vorsitzenden Michael Scheffler (Kreisverband Märkischer Kreis) im Amt. Zu seinen Stellvertretern wurden Christian Bugzel, Vorsitzender des Unterbezirks Münsterland-Recklinghausen und Anja Butschkau MdL, Vorsitzende des Unterbezirks Dortmund, gewählt. Aus dem Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems wurden Wolfgang Rickert und als Revisor Marc Herter MdL in den neuen Vorstand gewählt.

Bedingt durch die Corona-Pandemie waren Hygiene- und Abstandsregeln erforderlich. Auch die Zahl der Delegierten wurde präventiv von 299 auf 109 herunterkorrigiert, um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten.

In seiner Rede betonte der alte und neue Vorsitzende Michael Scheffler noch einmal die Solidarität, die den Verband während der andauernden Krise erreichte: „Als die Seniorenzentren geschlossen wurden, hat es viel Unterstützung von außen gegeben: Ehrenamtliche haben tausende Schutzmasken genäht – eine Initiative an der sich alle Kreisverbände und viele Ortsvereine beteiligt haben.“. Mit Blick auf die Ergebnisse der Kommunalwahlen und dem Motto „Kein Millimeter nach rechts“ betonte Scheffler auch das schlechte Abschneiden von Rechtspopulisten und rechtsradikalen Splitterparteien bei der Kommunalwahl. Mit Hinblick auf das Verbot von Reichskriegsflaggen im Land Bremen forderte Scheffler ein solches Verbot auch von Innenminister Reul in Nordrhein-Westfalen.

Zu Gast waren Elke Kappen, Bürgermeisterin der Stadt Kamen, Wolfgang Stadler, Vorsitzender des AWO Bundesverbands und Michael Groß, Mitglied des Bundestags und Vorsitzender der AWO Parlamentariergruppe. Nach den Grußworten stimmten die Delegierten über die Anträge ab und legten damit die politischen Positionen des Bezirksverbandes fest.

Alleinerziehende und den offenen Ganztag stärken
Von der Landesregierung in NRW forderten die Delegierten, mehr auf die Belange von Alleinerziehenden einzugehen. So sollen unter anderem der Abbau von Bürokratie bei der Beantragung von familienbezogenen Unterstützungsleistungen und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Alleinerziehende verbessert werden. Zu einer wesentlichen Flexibilisierung auf dem Arbeitsmarkt trägt bei Alleinerziehenden auch die Offene Ganztags Schule bei. Gerade für Grundschulen fordert der Bezirksverband eine bessere Ausstattung und finanzielle Aufstockung, um die OGS mit mehr Plätzen und in gleichbleibender Qualität ausbauen zu können.

Gute Pflege als Hauptaugenmerk
Während der Hochphase der Corona-Krise ist zum wiederholten Mal klar geworden, wie essenziell die Arbeit des Pflegepersonals ist. Die AWO in NRW zahlt ihren Beschäftigten schon lange ein Gehalt nach Tarif. Die Forderungen nach einer flächendeckenden tariflichen Zahlung, besseren Arbeitszeiten und einer Attraktivitätssteigerung des Berufs durch die Politik bekräftigten die Delegierten auf der Konferenz.

Kinder- und Jugendschutz wird konkret
Der Schutz von Kindern und Jugendlichen hat bei der AWO im westlichen Westfalen oberste Priorität. Als Träger von Kitas, OGS, Jugendtreffpunkten und vielen weiteren Einrichtungen ist die Einführung eines Kinderschutzkonzeptes essenziell. Ein solches Konzept wurde in den vergangenen Jahren erarbeitet und soll nun auch verpflichtend in den einzelnen Einrichtungen umgesetzt werden. Zusätzlich forderten die Delegierten, die Jugendämter weiter und besser zu unterstützen, auch finanziell.

Kindergrundsicherung einführen
Die Delegierten schlossen sich den Forderungen des Bündnisses Kindergrundsicherung an und unterstützen das Anliegen nach einer einkommensabhängigen Grundsicherung für Kinder. Damit soll dem Trend steigender Kinderarmut in NRW einhaltgeboten werden. „Die AWO spricht sich für eine Kindergrundsicherung aus, die transparent, zielgerichtet und möglichst aus einer Hand ohne Anrechnung auf den Leistungsbezug den Familien zu Gute kommt.“, heißt es im Antrag.

Gründung einer Landesarmutskonferenz in NRW
Gemeinsam mit den AWO Bezirksverbänden Niederrhein, Mittelrhein und Ostwestfalen-Lippe will sich der Bezirksverband Westliches Westfalen in der LAG AWO NRW für die Schaffung einer Landesarmutskonferenz in NRW einsetzten. Grund dafür ist vor allem das immer noch hohe Armutsrisiko in Nordrhein-Westfalen.

Geschlechtergerechtigkeit und Vielfaltsbewusstsein leben
In der Gesellschaft tritt die AWO gegen viele Formen der Ungleichbehandlung ein. Diesen Anspruch will der Verband vorleben und somit ein geschlechtersensibles und diskriminierungsfreies Umfeld, auch im Betrieb, schaffen. Dies solle durch die Schaffung einer sensibleren Unternehmens- und Führungskultur sowie einer transparenten Kommunikation realisiert werden, forderten die Delegierten.