Immobilienpreise Kreis Unna: Corona hat keinen negativen Einfluss

Die Corona-Pandemie wirkt sich auf fast alle Bereiche des Lebens aus. Ob das auch für den Immobilienmarkt im Kreis Unna gilt, hat sich die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Kreis Unna angesehen. Dabei zeigt sich: Es wurden zwar weniger Häuser verkauft, aber mehr Geld damit umgesetzt.

„In der ersten Jahreshälfte 2019 sind noch sieben Prozent mehr Häuser und Eigentumswohnungen verkauft worden als 2020 – dem Corona-Jahr“, berichtet Martin Oschinski, Vorsitzender des Gutachterausschusses. „Interessant dabei ist, dass der Geldumsatz gestiegen ist – um ebenfalls sieben Prozent.“

Das sei, so Oschinski weiter, vor allem auf bebaute Grundstücke zurückzuführen. Die Preise von Eigentumswohnungen sind stabil geblieben. Vorläufiges Fazit der Experten: Die Corona-Pandemie hat keinen negativen Einfluss auf den Immobilienmarkt. Es ist kein Einbruch der Immobilienpreise zu erkennen.

Leerstände
Stichprobenartig hat sich die Geschäftsstelle die Leerstandsquote von Ladenlokalen in den Innenstädten (außer Lünen und Unna) angesehen. In allen Städten und Gemeinden liegt die Leerstandsquote im Mittel bei knapp unter 10 Prozent. Ausreißer sind Holzwickede mit einer besonders niedrigen Leerstandsquote von unter 5 Prozent und Kamen mit einer vergleichsweise hohen Leerstandsquote von rund 15 Prozent.

Ob ein Zusammenhang mit der Corona-Pandemie besteht, wird sich zeigen: Die Experten gehen davon aus, dass die Auswirkungen erst in naher Zukunft spürbar sein werden und die durchgeführte Untersuchung im 2. Quartal 2020 noch keine Auswirkungen der Corona-Pandemie abbildet.

Mietpreise variieren
Die Mietpreise der Ladenlokale sind dabei ganz unterschiedlich. Während in Städten wie Schwerte, Werne und Kamen im Schnitt 10 Euro für den Quadratmeter verlangt werden, liegt der Quadratmeterpreis in den anderen Städte und Gemeinden zwischen 7,60 und 8 Euro.

Wer übrigens derzeit eine Wohnung zur Miete sucht, sollte vorab einen Blick auf die kreiseigene Webseite werfen. Unter www.kreis-unna.de/mietspiegelrechner kann sich jeder für derzeit sieben der zehn kreisangehörigen Städte und Gemeinenden die ortsübliche Vergleichsmiete für das Wunschobjekt anzeigen lassen. Wer ein Haus kaufen möchte, sollte sich unter www.boris.nrw informieren, für wie viel im Schnitt vergleichbare Objekte verkauft wurden. Dafür dienen die Immobilienrichtwerte. Sie sind für den Kreis Unna mit folgenden Teilmärkten abrufbar: freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser, Reihen- und Doppelhäuser sowie Eigentumswohnungen. PK | PKU




Bergkamener Mädchen- und Frauennetzwerk unterstützt Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen

Gewalt gegen Frauen wird viel zu oft kleingeredet. Es wird nicht hinterfragt, nicht hingesehen und viel zu selten zugehört. Gewalt droht Frauen oft gerade dort, wo sie sich besonders geborgen fühlen sollten: zu Hause. Viele betroffene Frauen schämen sich und es fällt ihnen schwer, über das Erlebte zu reden. Doch reden kann helfen. Es gibt viele Einrichtungen, die Frauen unterstützen, sich dauerhaft aus einer Gewaltsituation zu befreien. Eine davon ist das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“, das jeden Tag rund um die Uhr erreichbar ist. Dabei ist Unterstützung nötig das Hilfetelefon noch bekannter zu machen, damit mehr Frauen wissen, wohin sie sich wenden können, wenn sie Hilfe brauchen.

Mit der Teilnahme an der bundesweiten Aktion „Wir brechen das Schweigen“ erklärt sich das Bergkamener Mädchen- und Frauen-Netzwerk solidarisch mit dem Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“. Die Aktion hat das Ziel, die Hilfetelefonnummer 0800 116016 bei Betroffenen, Angehörigen und Fachkräften bekannter zu machen. Sie läuft seit dem 16.11.2020 als Mitmachaktion unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. Es geht darum, Gesicht zu zeigen, voranzugehen und ALLE zu ermuntern, sich an der Aktion zu beteiligen.

Die Aktion bittet Menschen in ganz Deutschland, sich mit dem Aktionsschild selbst zu fotografieren und an die E-Mail-Adresse partnerbuero@hilfetelefon.de zu senden. Alle Unterstützer-Fotos mit dem Hashtag #schweigenbrechen werden in der Fotogalerie auf www.hilfetelefon.de gesammelt. Mit der Unterstützung der Aktion „Wir brechen das Schweigen“ setzten alle Teilnehmenden ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen.

Hintergrundinformation:

Das Bergkamener Mädchen-  und Frauennetzwerk existiert seit 1998. In ihm sind Vertreterinnen von über 19 Beratungseinrichtungen vertreten, von der Agentur für Arbeit über die AWO und das Frauenforum bis hin zu Beratungseinrichtungen der Kommune selbst. Auch Frauen ohne institutionellen Hintergrund arbeiten aktiv im Netzwerk mit.

Das Netzwerk bündelt und verstärkt die Aktivitäten für Mädchen und Frauen. Die einzelnen Mitglieder wirken als Multiplikatorinnen und sorgen für die Vertretung von Frauenbelangen in ihren einzelnen Einrichtungen und auch darüber hinaus durch gezielte Aktionen in der gesamten Stadt.

Ansprechpartnerinnen sind die gewählte Sprecherin: Andrea Brinkmann, Leiterin der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Städte Bergkamen und Kamen sowie sowie die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bergkamen, Martina Bierkämper, E-Mail: info@frauen-netz-bergkamen.de.

 




Hilfe im Corona-Alltag in Bergkamen

„Hilfe im Corona-Alltag“ finden Bürgerinnen und Bürger angesichts des sich ausbreitenden Virus und den damit verbundenen Einschränkungen im persönlichen Kontakt ab sofort wieder auf der Website der Stadt Bergkamen. Unter dem Titel „Hilfe im Corona-Alltag“ hat die Stadt Bergkamen allgemeine Informationen sowie städtische und private Hilfs- und Dienstleistungsangebote zusammengetragen, die in diesen Tagen allen Bürgerinnen und Bürgern – insbesondere den Risikogruppen oder Menschen in Quarantäne – dabei helfen können, ihren Alltag ein wenig leichter zu organisieren.

Auf dieser Internet-Seite gibt es unter anderem Kontaktdaten zu Lebensmittelgeschäften mit Lieferservice und zu zahlreichen Restaurants, bei denen vorbestellte Mahlzeiten abgeholt, aber auch gebracht werden können.

Alle wichtigen Informationen finden sich auf der städtischen Homepage unter https://www.bergkamen.de/rat-verwaltung-finanzen-stadtinfos/informationen-zum-corona-virus/hilfe-im-corona-alltag/ und auf der Facebook-Seite der Stadt.

Zur Hilfestellung und Orientierung der verschiedenen Themen sind auf der Seite Links, Adressen und Telefonnummern hinterlegt. Wegen der Vielzahl der Servicedienstleistungen, die es teilweise auch schon vor der Corona-Krise gab, war es allerdings nicht möglich, alle im Detail aufzulisten. Das Angebot konzentriert sich auf Hilfen bei der Grundversorgung und bislang bekannte ehrenamtliche Bürgerdienste.

„Schon zu Beginn der Corona-Krise haben die Bergkamenerinnen und Bergkamener  bewiesen, dass sie bereit sind, sich für ihre Mitmenschen einzusetzen. Einige von ihnen finden auch neue Wege, um anderen zu helfen und einen momentan eher ungewohnten Alltag leichter zu bewältigen“, sagt Bürgermeister Bernd Schäfer. „Mit unserem Angebot „Hilfe im Corona-Alltag“ möchten wir dieses Engagement aller Bürgerinnen und Bürger in diesen besonderen Zeiten unterstützen. Ebenso wie das der hiesigen Unternehmen, die wie alle umdenken und immer wieder neu planen müssen, um weiterhin auf dem Markt zu bestehen und ihren Kundinnen und Kunden den gewohnten Service zu bieten“, so Schäfer.

Ein Angebot an all jene, die als Verband, Organisation, Unternehmen, Verein oder  neu gegründete Initiative in der Corona-Krise die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bergkamen mit gezielten Hilfsangeboten unterstützen möchten und in die Bergkamener Liste aufgenommen werden möchten, gibt es ebenfalls: Sie können sich im  Bürgermeisterbüro unter  j.rehers@bergkamen.de  oder Tel.: 02307/965-237 anmelden, um über die Website anderen „Hilfe im Corona-Alltag“ zu gewähren.




Weihnachtskalender des Lionsclub BergKamen ist da: Helfen und Gewinnen

Dr.Christian Fastenrath, Präsident des Lionsclubs BergKamen (li) überreicht dem Bergkamener Bürgermeister Bernd Schäfer eines der ersten Exemplare. Der Bürgermeister lobt das Engagement: „ich finde es schon lange großartig, wie die Mitglieder des Lionsclubs BergKamen Kinder und Jugendliche der Region unterstützen.“

Auch in diesem Jahr präsentiert der BergKamener Lions Club einen Weihnachtskalender mit Kamener und Bergkamener Motiven. Die fünfzehnte Auflage dieses inzwischen im heimischen Raum bekannten und beliebten Kalenders ist ab sofort in vielen Bergkamener Geschäften zu bekommen.

Erstmals fand wegen der Corona-Pandemie kein Lichtermarkt statt. Diese Veranstaltung war für die Mitglieder des Lionsclubs immer der „Verkaufsstart“ in Bergkamen. Stattdessen werden die „Löwen“ am Samstag, dem 14. November, einen kleinen Stand auf dem Parkplatz von Rewe Littau am Roggenkamp aufbauen und dort den Kalender anbieten.

Helfen und Gewinnen ist das Motto dieser Kalender-Aktion. Mit dem Reinerlös werden Projekte der Kinder- und Jugendarbeit in Kamen und Bergkamen gefördert.

Hinter den 24 Türchen verbergen sich Gewinne im Gesamtwert von über 10.000 Euro. Allesamt gestiftet von großzügigen Handel- und Gewerbetreibenden, Sparkassen/Banken und Großunternehmen aus beiden Städten, dafür bedankt sich der Club bei allen Unterstützern.

Zu den über 300 attraktiven Gewinnen zählen Einkaufs- und Warengutscheine bis zu 300 Euro und  wertvolle Sachpreise.  Der Hauptpreis am 24. Dezember ist ein Reisegutschein  im Wert von 1000 Euro.

Jeder Weihnachtskalender hat auf der Rückseite eine Gewinnnummer. Die hinter den Türchen versteckten Gewinne und die entsprechenden Gewinnnummern werden vom 1. -24. Dezember auf dem „Bergkamen-Infoblog“ im Internet veröffentlicht.

Zu haben sind die Kalender auch in den Geschäften der Sponsoren und unterstützenden Unternehmen in Kamen und Bergkamen. Plakate weisen auf dieses Angebot hin.

Da die Herstellungskosten des Kalenders und sämtliche Preise von Spendern und Sponsoren finanziert werden, ist gewährleistet, dass der gesamte Erlös der Aktion Projekten für Kinder und Jugendliche in Bergkamen und Kamen zukommt.




Gewerkschaft NGG: Tarifverträge mildern Folgen der Corona-Krise ab

Hotelangestellte verdienen im Durchschnitt 21 Prozent mehr, wenn sie nach Tarif bezahlt werden. Das ergab eine Umfrage der Plattform lohnspiegel.de. Die Gewerkschaft NGG fordert die Unternehmen dazu auf, sich gerade in Krisenzeiten zu Tarifverträgen zu bekennen. Foto: NGG

5,39 Euro Verdienstunterschied – für jede geleistete Arbeitsstunde: Beschäftigten, die im Kreis Unna nicht nach Tarif bezahlt werden, entgehen je nach Beruf und Betrieb monatlich mehrere hundert Euro. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit Blick auf neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes hingewiesen. In Nordrhein-Westfalen verdienen danach Beschäftigte, die in tarifgebundenen Unternehmen arbeiten, im Schnitt 19,89 Euro pro Stunde. In Betrieben ohne Tarifvertrag sind es lediglich 14,50 Euro.

„In der Corona-Krise wird diese Einkommenskluft teils noch größer. Denn wo ein Tarifvertrag gilt, stocken Firmen häufiger das staatliche Kurzarbeitergeld auf“, sagt Torsten Gebehart von der NGG-Region Dortmund. Wer etwa in der Systemgastronomie (McDonald’s, Burger King) arbeite, komme in Kurzarbeit auf 90 Prozent des Netto-Einkommens – per tariflicher Regelung. In Hotels und Gaststätten ohne Tarifvertrag oder Betriebsrat seien Beschäftigte im Zuge der Pandemie hingegen deutlich häufiger von existentiellen Nöten betroffen – bis hin zur Sorge um ihren Arbeitsplatz. „Umgekehrt sorgen Arbeitnehmervertreter aber auch dafür, dass zusätzliche Belastungen erträglich bleiben. So haben sich in der Ernährungsindustrie Arbeitszeitkonten bewährt, mit denen Auftragsspitzen, etwa durch Hamsterkäufe, bewältigt werden können“, erklärt Gebehart.

Der Gewerkschafter ruft die Unternehmen im Lebensmittel- und Gastgewerbe dazu auf, sich gerade in Pandemiezeiten zu Tarifverträgen zu bekennen. Durch faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen könnten sie Fachpersonal halten, das auch nach der Krise dringend gebraucht werde. Zugleich profitiere die öffentliche Hand: Nach einer DGB-Studie würden die Einnahmen durch die Einkommenssteuer in Nordrhein-Westfalen um 1,3 Milliarden Euro steigen, wenn alle Beschäftigte nach Tarif bezahlt würden. Die Sozialversicherungen kämen auf ein Plus von 2,2 Milliarden Euro. Die Kaufkraft von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern würde sogar um 3,2 Milliarden Euro wachsen. Die Ergebnisse der Studie sind im Internet abrufbar unter: https://www.dgb.de/zukunftsdialog/tarif/tarifflucht-atlas

Nach Angaben des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung galt in Nordrhein-Westfalen zuletzt für 60 Prozent aller Beschäftigten ein Tarifvertrag. „Die sinkende Tarifbindung ist auch dafür verantwortlich, dass die Einkommenszuwächse trotz der vergangenen Boom-Jahre nur sehr dürftig ausfielen“, urteilt Gebehart. Laut Statistischem Bundesamt wuchsen die Bruttoverdienste Vollzeitbeschäftigter in Nordrhein-Westfalen zwischen 2010 und 2019 preisbereinigt um sechs Prozent.




Frau Gross hat Glück bei der Sparlotterie: Ein neues Wohnmobil gewonnen

Vorstandsvorsitzender Tobias Gewinnerin ein symbolisches Spielzeug-Wohnmobil. Foto: Sparkasse – Regine Hoffmann

Einen Anruf der Sparkasse zu bekommen, dass man ein Wohnmobil gewonnen hat, kam Frau Gross aus Bergkamen zunächst wie ein schlechter Scherz vor. Doch es war Realität. Sie hatte das Glück bei der Sonderauslosung der Sparlotterie tatsächlich ein Wohnmobil gewonnen zu haben.

Dieses Glück verdankt Sie einem Ihrer 10 Lose der Sparlotterie. Die Sparlotterie der Sparkassen bietet dieses Produkt seit mehr als 60 Jahren unter dem Motto „Sparen, Gewinnen und Gutes tun“ an. Ein Los kostet pro Monat € 6,00. Davon investiert der Losbesitzer € 4,80 in die eigene Geldanlage und € 1,20 in Lotteriebeitrag und gemeinnützige Projekte in unserer Region. Neben Kunst und Kultur wird die Förderung des Breiten- und Spitzensports sowie das soziale Engagement und Ehrenamt unterstützt.

Der Vorstand der Sparkasse Bergkamen-Bönen, Vorstandsvorsitzender Tobias Laaß und Vorstandsmitglied Jörg Jandzinsky, übergaben der glücklichen Gewinnerin ein symbolisches Spielzeug-Wohnmobil. Frau Gross kann die
Ausstattung des Wohnmobils nun nach Ihren Wünschen individualisieren.

Weitere Informationen zur Sparlotterie finden Sie unter:
https://www.spk-bergkamen-boenen.de/de/home/privatkunden/sparen-und-anlegen/ps-lotterie-sparen.html




Grubenunglück 1946 – Zeitzeugenerinnerungen und Dokumente gesucht  

Wartende Menschen vor der Unglückszeche Grimberg 3/4.

Vor über 70 Jahren ereignete sich in Bergkamen auf der Zeche Grimberg 3/4 das schwerste Grubenunglück in der deutschen Bergbaugeschichte. Über 400 Kumpels kamen dabei ums Leben.

An dieses Ereignis möchte das Stadtmuseum Bergkamen im nächsten Jahr mit einer Sonderausstellung zum 75. Jahrestag erinnern. Dazu sucht das Team um Museumsleiter Mark Schrader noch nach Dokumenten, Fotos und Zeitzeugenerinnerungen.

Interessierte Bürger können sich unter der Telefonnummer 02306/306021-14 (montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr) oder per E-Mail, info@ stadtmuseum-bergkamen.de melden.




Silbernes Arbeitsjubiläum: Gerhard Humpert seit 25 Jahren beim Sanitärbetrieb Mottog beschäftigt

Foto: Kreishandwerkerschaft

„Man kann nur froh sein, solche Mitarbeiter zu haben!“ Im Sanitärbetrieb von Gilbert Mottog (l., Bergkamen) dreht sich heute einmal alles um Mitarbeiter Gerhard Humpert (Bildmitte): Der 53-jährige ist auf den Tag genau seit 25 Jahren ununterbrochen bei seinem Chef angestellt, wird von Innungs-Obermeister Peter John (r., Kamen) dafür ausgezeichnet – und fragt: „Wo könnte es besser sein als hier?“

Humpert kann es beurteilen, hat er doch seinen Erstberuf als Bergmaschinenmonteur auf Bergkamens ehemaliger Zeche erlernt, ehe er über eine Umschulung ins SHK-Handwerk wechselte. Gerade, als Gilbert Mottog erst zwei Monate selbstständig war und vor lauter Arbeit nicht wusste, wie er alles allein bewerkstelligen sollte. Als Bergkamener Jungs kannten sich die beiden natürlich schon vorher, da wurde man sich nach einem Probemonat dann schnell einig.

„Da ich mehr vom Zentralheizungs- und Lüftungsbau kam, habe ich mir die Sanitär- und Bad-Details immer ganz genau von Gilbert Mottog erklären lassen – und alles in einem Notizbuch als Gedankenstütze notiert. Das macht heute im Smartphone-Zeitalter wahrscheinlich kein Jugendlicher mehr“, vermutet der Jubilar wohl ganz zu recht. Überhaupt: Das SHK-Handwerk und die Technik: „Über die Jahre? Fluch und Segen zugleich,“ wie sich Obermeister John (r., „Innung für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik Unna“) im Gespräch mit seinen Kollegen einig ist. „Im Internet findet man heute rasend schnell jedes kleinste Detail zu einer technischen Anlage – aber vor Ort beim Kunden muss es dann doch der erfahrene Handwerker richten, und da fehlt den jungen Kräften oft einiges an Erfahrung: Ich kann nur froh sein, solche Mitarbeiter wie Gerhard Humpert zu haben“, fasst Chef Mottog zufrieden zusammen.




1. Digitale Weiterbildungsmesse Ruhr: Bildung+Lernen gGmbH beteiligt sich an neuem Messeformat

Lukas Döring und Silke Rönnberg-Grohs von der Bildung+Lernen gGmbH informierten zahlreiche Interessierte via Videokonferenz.

Auf Initiative der Weiterbildungsnetzwerke im Ruhrgebiet hat am Donnerstag, 29. Oktober, von 9 bis 15 Uhr, die „1. Digitale Weiterbildungsmesse Ruhr“ stattgefunden. Fast 120 Bildungsanbieter aus der Region haben teilgenommen. Auch die Bildung+Lernen gGmbH, eine Gesellschaft der AWO Ruhr-Lippe-Ems, hat sich an dem neuem Messeformat beteiligt und ihre Weiterbildungsangebote präsentiert.

Digitale Weiterbildungsmesse – Quadratur des Kreises
Die andauernde Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass über neue Messeformate nachgedacht werden musste. Aber geht das überhaupt: Eine digitale Messe? Zeichnen sich doch klassische Messeveranstaltungen gerade durch persönliche Treffen, direkten Austausch und echten Dialog aus. Genau diese „persönlichen“ Aspekte waren Kriterien für digitale Messe. Den Veranstaltern ist die sprichwörtliche Quadratur des Kreises gelungen. Ein einfacher, niederschwelliger Zugang, Ermöglichung von echten, persönlichen (Video-)Gesprächen und außerdem noch datensparsam und datensicher.

Der virtuelle Messebesuch funktionierte sowohl über den Computer als auch über ein Tablet oder Smartphone. Interessierte konnten in der Veranstaltungszeit einfach die Internetseite www.webmessen.de/weiterbildungsmesse-ruhr<https://www.webmessen.de/live/weiterbildungsmesse-ruhr-29-10-2020> aufrufen. Über die Eingabe einer Branche oder eines Berufs konnte dann die Auswahl getroffen werden – und die passenden Aussteller wurden entsprechend angezeigt. Stellten sich Interessierte an deren virtuellem Stand vor, wurden sie von den Berater*innen zu einem Chat eingeladen. Das persönliche Beratungsgespräch lief in Echtzeit über Kamera und Mikrofon.

Thorsten Schmitz, Geschäftsführer der Bildung+Lernen gGmbH, und seine Mitarbeiter Silke Rönnberg-Grohs und Lukas Döring informierten Ratsuchende über das breite Angebot des regionalen Weiterbildungs -und Qualifizierungsträgers. „Wir hatten sehr viel Nachfrage nach unseren Weiterbildungsangeboten“, zeigt sich Thorsten Schmitz sichtlich zufrieden. „Gerade der digitale niedrigschwellige Zugang kann auch zukünftig die Messegestaltung ergänzen.“




Arbeitslosenquote sinkt in Bergkamen auf 9.5 Prozent

Im Kreis Unna sank der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 558 auf 16.473. Im Vergleich zu Oktober 2019 stieg die Arbeitslosigkeit um 2.749 (+20,0 Prozent) an. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich um 0,3 Punkte auf 7,7 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 6,5 Prozent. In Bergkamen sank die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 9,5 Prozent. Ende Oktober waren hier 2.486 (minus 43) Frauen und Männer als arbeitslos gemeldet gewesen.

„Auch im Oktober hat sich der Arbeitsmarkt im Kreis Unna saisontypisch positiv gezeigt und einen weiteren deutlichen Abbau an Arbeitslosen verzeichnen können. Damit sind heute 1.070 Menschen weniger arbeitslos als noch vor zwei Monaten und fast 560 weniger als vor vier Wochen“, resümiert Agenturgeschäftsführer Thomas Keyen und ergänzt: „Der Corona-Effekt baut sich zwar nicht so schnell wieder ab wie er sich aufgebaut hat, dafür wesentlich eher und stärker als erwartet.“ So sei die aktuelle Quote bereits unter die Marke aus Juli gesunken.

„Wie in allen Lebensbereichen stellen wir auch im Zusammenhang mit dem Thema Arbeit mittlerweile einen deutlich unaufgeregteren und souveräneren Umgang mit der Pandemie fest als noch im Frühjahr. Während damals vorwiegend Schockstarre einsetzte, wächst seither bei vielen Menschen der Wunsch nach einer Qualifizierung oder neuen Stelle zusehends. Und da sich der Großteil der derzeit gut 2.800 offenen Stellen an Fachkräfte richtet, sind abschlussorientierte Qualifizierungen der richtige Schritt auf dem Weg in eine neue Beschäftigung“, so der Arbeitsmarktexperte.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises

In allen zehn Kommunen des Kreises Unna konnte im vergangenen Monat Arbeitslosigkeit abgebaut werden. Den höchsten Rückgang verzeichnete Holzwickede (-5,4 Prozent bzw. 30 auf 522). Danach folgen Unna (-4,1 Prozent bzw. 90 auf 2.088), Schwerte (-4,1 Prozent bzw. 68 auf 1.590), Fröndenberg (-4,1 Prozent bzw. 26 auf 609), Kamen (-3,8 Prozent bzw. 73 auf 1.846), Lünen (-3,4 Prozent bzw. 169 auf 4.747), Selm (-2,7 Prozent bzw. 26 auf 950), Bönen (-2,3 Prozent bzw. 18 auf 751), Bergkamen (-1,7 Prozent bzw. 43 auf 2.486) und Werne (-1,7 Prozent bzw. 15 auf 884).




Uwe Ringelsiep bleibt Chef des Jobcenters

Martin Wiggermann gratuliert Uwe Ringelsiep (r.)

Der Geschäftsführer eines Jobcenters, welches als gemeinsame Einrichtung geführt wird, wird von der Trägerversammlung bestellt. Uwe Ringelsiep wird nun zum fünften Mal in Folge in seinem Amt bestätigt und bleibt weiterhin Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Unna.

Martin Wiggermann, Vorsitzender der Trägerversammlung des Jobcenters Kreis Unna erklärt, warum diese Entscheidung dem Gremium ausgesprochen leichtfiel: „Mit Uwe Ringelsiep haben wir den richtigen Mann an der Spitze des Jobcenters. Das hat er in den vergangenen 16 Jahren immer wieder bewiesen.“ Der Vorsitzende betont, dass Uwe Ringelsiep als Steuermann auf der Brücke des Tankers Jobcenter maßgeblich für den erfolgreichen Kurs der letzten Jahre verantwortlich sei.“ Gerade bei den Herausforderungen, die auch durch die Pandemiefolgen auf uns zukommen, brauchen wir auch weiterhin seine Erfahrung, seine innovativen Ideen und sein ausgesprochen zuverlässiges Gespür für notwendige Entwicklungen.“